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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Meli:

Netter Auftakt, in dem schon viel passiert

Kingdom of Lies von Stacia Stark

In diesem Königreich geben die Menschen ihre Magie schon als Säuglinge ab, um ihr Reich gegen die Fae zu stärken, und sofern sie bis zu ihrem fünfundzwanzigsten Geburtstag brav sind und gar keine Art der Magie ausüben, erhalten sie einen Teil ihrer zuvor abgegebenen Magie zurück. Und wenn sie doch Magie genutzt haben, sind sie dem Tod geweiht.

Prisca schafft es, im letzten Moment zu fliehen, weil sie selbst eindeutig magische Kräfte hat, obwohl sie es nicht dürfte, doch es bringt alle um sie herum in Gefahr. Auf ihrer Suche nach Sicherheit begegnen ihr nicht nur mysteriöse Fremde mit unbekannten Zielen, bei denen sie nicht weiß, ob sie ihnen vertrauen kann, sie stößt auch auf einige unangenehme Wahrheiten, die ihr Weltbild erschüttern.

Mir kam das Buch sehr lang vor, weil so viel passiert und ich es inzwischen nicht mehr gewohnt bin, dass Bücher nach einem kleinen Höhepunkt in der Geschichte nicht bereits enden. Daher hat es mich positiv überrascht, dass es eine Geschichte mit mehreren Etappen ist, die den Figuren auch eine angemessene Zeit für Charakterentwicklung bietet.

Die magische Welt mit ihren Gesetzen und Geheimnissen konnte mich nicht ganz überzeugen. Die Erklärungen und Begründungen fand ich oft nicht ganz überzeugend, besonders im Verhältnis zum Ernst der restlichen Geschichte, die ich ganz gelungen fand. Priscas Abenteuer fand ich schon spannend; es ist actionreich, hat aber auch viele emotionale Momente. Die Liebesgeschichte fand ich ganz nett, aber da gab es auch einige Momente, die mir nicht so gut gefallen haben.

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Literaturliebe und ein Anwesen voller Geheimnisse

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1) von Ava Reid

Als Frau ist es Effy nicht möglich, Literatur zu studieren, doch dann bietet sich ihr als Architekturstudentin die unglaubliche Chance, stattdessen das Anwesen ihres verstorbenen Lieblingsautors zu renovieren. Sie freut sich darauf, dabei mehr über den Autor zu erfahren, aber Literaturstudent Preston steht ihr dabei oft im Weg.

Effy und Preston sind eigentlich in fast jeder Hinsicht unterschiedlicher Meinung, was unter anderem an ihrer Herkunft und am Geschlecht liegt. Preston studiert Literatur und während Effy die das berühmteste Werk von Emrys Myrddin verehrt, scheint Preston ganz andere Ziele zu haben. Außerdem hat Effy Halluzinationen, die sie manchmal daran zweifeln lassen, was wahr und was nur eine Sage ist, die in einem schönen Gedicht verarbeitet wurde. Für Effy sind es unter anderem Neid und Frust, aufgrund derer sie Preston nicht leiden kann, Preston hingegen scheint Effy oft zu unterschätzen und hält sie von den interessanten Unterlagen eher fern. Trotzdem sind sie bei vielen Dingen auch auf einer Wellenlänge, wie sie mit der Zeit merken.

Ich fand die Atmosphäre ein bisschen düster, aber in einem passenden Maß. Die Geheimnisse des Anwesens, Effys Ängste und Träume und das mysteriöse Verhalten aller Personen um sie herum ergeben eine unheimliche Spannung, dazu kommen noch die Spurensuche und die Liebe zur Literatur, mit der die Protagonisten sich ausgiebig beschäftigen. Ich hatte schon ein paar eigene Ideen zu den vielen offenen Fragen, doch die Arbeit der Charaktere und die Dynamik zwischen ihnen hat mir so gut gefallen, dass ich sie trotzdem sehr gerne auf ihrem Weg begleitet habe.

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Glitzernde Oberfläche und wenig Tiefe

House of Marionne von J. Elle

Quell wurde mit verbotener Magie geboren, darum hat ihre Mutter sie von der magischen Welt ferngehalten. Doch plötzlich ist Quell auf sich allein gestellt und weiß keinen anderen Ausweg: Sie begibt sich zum Magie-Internat House of Marionne, das von ihrer Großmutter geführt wird und wird schon bald zu deren Nachfolgerin ausgebildet.

Ich fand es schön, wie man spüren konnte, wie viel es Quell bedeutet, im Internat ein Zuhause gefunden zu haben und ihre Großmutter kennenzulernen, die viele Erwartungen hat, denen Quell kaum gewachsen ist. Aber trotz aller schönen neuen Erfahrungen ist Quell wegen ihrer heimlichen Magie auch immer in Gefahr.

Quell wirkte auf mich oft schon ziemlich naiv. Ihre Annahmen basierten in der Regel auf Halbwissen und vieles schien sie nicht ernst genug zu nehmen, sodass man sich immer Sorgen macht, in welche Situation sie sich als nächstes bringen wird. Ich fand ihren Charakter nicht ganz nachvollziehbar, weil sie bisher mit ihrer Mutter quasi ein Leben auf der Flucht verbracht hat und von ihrer Mutter mal gelernt haben sollte, vorsichtig zu sein. Aber irgendwie hat sie von ihrer Mutter gar nichts gelernt, weder wie man ich durchschlägt, noch irgendwas über ihre verbotene Magie und deren Gefahren. Einige ihrer Entscheidungen fand ich schon zum Haare raufen.

Ansonsten fand ich die Geschichte aber schon ganz nett. Mit den Diademen und Bällen hat es mich an einen alten Barbie-Film erinnert, aber die restliche Magie konnte das relativ gut ausgleichen, sodass man die Welt zumindest ein bisschen ernst nehmen kann. Ich fand aber schade, dass die Charaktere öfter etwas eindimensional und leicht zu durchschauen sind, das hat auch die Spannung beeinträchtigt und Quell wie bereits erwähnt naiv wirken lassen, weil sie selbst weniger misstrauisch ist. Zum Ende hin fand ich es etwas spannender, aber ich hatte zu oft das Gefühl, dass es nicht genug Konsequenzen gibt.

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Tiefe Freundschaft trotz fieser Briefe

P. S. I Hate You - Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe von Donna Marchetti

Obwohl Luca erst gar keine Lust auf seine Brieffreundin Naomi hatte, waren sie die einzigen, die einander weit über die fünfte Klasse hinaus geschrieben haben. Bis der Kontakt plötzlich abbrach und Luca sich erst Jahre später wieder bei Naomi meldet, mit einem Brief, so gemein wie eh und je.

Während Naomi aus der Gegenwart berichtet, sieht man bei Luca eher kurze Schnipsel aus der Vergangenheit.

So weiß man zwar mehr als Naomi, aber was er in der Gegenwart treibt ist unbekannt.

Die Geschichte lief etwas anders als ich erwartet hatte, da ich in der Gegenwart auch mehr schriftliche Korrespondenz erwartete, aber Naomi kann Luca gar nicht antworten, weil sie ihn erstmal finden muss. Ihre Suche nach ihm konnte mich nicht so sehr packen, weil sie sich auf einige kleine Reisen begibt und erkalteten Spuren folgt. Dabei wartet in der Heimat ein heißer Nachbar auf sie, der sie gerne näher kennenlernen will.

Ich habe vielleicht schon zu viele Bücher gelesen, vielleicht konnte mich die Geschichte daher nicht zu sehr überraschen. Aber ich hatte trotzdem viel Spaß mit der Lektüre, besonders die Sticheleien in den Briefen haben mir gut gefallen. Auch wenn diese vom Inhalt her fies waren, merkt man ganz klar, wie viel diese Briefe den beiden bedeuten, da ihre Brieffreundschaft jahrelang hielt und auch geänderte Adressen weitergegeben wurden, um den Kontakt aufrecht zu erhalten. Man kann wirklich spüren, wie viel ihnen diese Verbindung bedeutet und das fand ich wirklich süß.

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Eher mittelmäßige Fantasy mit Krieg und nonverbaler Kommunikation

Skyhunter - A Silent Fall von Marie Lu

Talin gehört zu den Elitekriegern, die die Überreste ihrer Heimat verteidigen, obwohl ihr Gegner ihnen weit überlegen ist. Nach einem schweren Verlust folgt sie ihrem Instinkt und rettet einen Kriegsgefangenen, der ihnen unerwartete neue Chancen bietet.

Mir hat ganz gut gefallen, wie Talin Gesten und Gebärdensprache nutzt und wie auch ihre Ausbildung als Soldatin da mit reinspielt.

Auch die Kommunikation mit Red, obwohl sie ganz andere Sprachen sprechen, fand ich ganz nett.

Irgendwie habe ich in letzter Zeit mehrere Fantasyromane erwischt, in denen es um Krieg und Verteidigung gegen eine Übermacht ging, sodass ich vielleicht aktuell einfach etwas übersättigt bin mit dem Thema. Mir haben die kleinen und größeren Kämpfe und Auseinandersetzungen gefallen und auch die Fort- und Rückschritte während der Geschichte, die Plottwists (Intrigen, Geheimnisse und schlimme Vergangenheit) sowie das Drama darum herum hingegen konnten mich gar nicht packen. Insgesamt fand ich das Buch dann aber eher durchschnittlich und weiß noch nicht, ob ich die Fortsetzung lesen werde.

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Fünf oder mehr Verräter, viel Liebe und ein bisschen Action

Five Broken Blades von Mai Corland

Der Gottkönig von Yusan scheint unsterblich zu sein, dennoch macht sich eine Gruppe aus Verrätern auf den Weg, um den grausamen König zu töten. So unterschiedlich die sechs Reisegefährten auch sein mögen, haben sie doch ein gemeinsames Ziel.

Eun wurde von seinem Bruder verbannt und ist seit Jahren auf der Flucht, bis Geheimdienstchef Mikail ihn aufspürt und Eun wieder Hoffnung gibt.

Obwohl Mikail auch eine eigene Perspektive hat, fand ich ihn eher unnahbar und am verdächtigsten, während Eun sehr harmlos wirkt, aber Geheimnisse hat, die die ganze Mission gefährden könnten.

Diebin Aeri ist die jüngste im Bunde, sie wirkt verspielt und scheint weniger über die Konsequenzen ihrer Handlungen nachzudenken. Trotzdem hat sie erkannt, dass sie für ihre Reise einen Leibwächter gebrauchen könnte und heuert daher Royo an, der dringend Geld braucht, um damit seine früheren Fehler auszubügeln. Er ist im Gegensatz zur fröhlichen Aeri besonders schweigsam und grüblerisch.

Es ist in der Inhaltsbeschreibung zwar von fünf Personen die Rede, aber Fürstensohn Tiyung ist auch noch mit von der Partie und hat auch eine eigene Perspektive, auch wenn er deutlich seltener zu Wort kommt. Er ist in Meuchelmörderin Sora verliebt und versucht auf seine eigene Art, sie vor dem Zorn seines Vaters zu beschützen, während Sora Tiyung nicht leiden kann und ihre Pflichten nur erfüllt, um ihre Schwester zu beschützen.

Mich hat etwas gestört, wie schnell sich die Paare gebildet haben und wie sich auch die Geschichte mehr auf die romantischen Beziehungen konzentriert. Bei sechs Personen haben wir also drei Paare, es hat sowieso jeder Charakter Geheimnisse und so gibt es immer wieder kleine Problemchen. Dazwischen gibt es auch etwas Action, Magie und Intrigen und die fand ich eigentlich ganz nett, wenn auch nicht so überraschend wie es vermutlich sein sollte.

Besonders an den Namen merkt man einen koreanischen Einfluss, aber darüber hinaus hatten die Gesellschaft oder die Fantasyelemente für mich keinen merkbaren Unterschied zu westlicher Fantasy.

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Tee, Blut, geheime Missionen und Diskriminierung

A Tempest of Tea von Hafsah Faizal

Tagsüber ist das Spindrift ein luxuriöses Teehaus, doch in der Nacht wird Vampiren Blut serviert. Arthie hat sich als Besitzerin des Geschäfts schon viele Feinde gemacht und als sich ihr die Gelegenheit bietet, stellt sie eine Crew zusammen, um ihren größten Widersacher zu bezwingen.

Um Jins Familie stand es trotz ihrer Herkunft und ihres ausländischen Aussehens ganz gut, bis alles plötzlich endete.

In Arthie fand Jin dann seine neue Familie und seitdem unterstützt er sie in all ihren Vorhaben. Arthie selbst wirkt meistens eher kühl und ihr Hauptziel ist der Erhalt ihres Teehauses, für das sie hart gearbeitet hat.

Neben Arthie und Jin hat auch Flick eine eigene Perspektive: Sie wurde von einer reichen Unternehmerin adoptiert, von der sie nun eher ignoriert wird, und ihr Talent als Fälscherin hat sie auf Abwege getrieben. Besonders im Vergleich zu den anderen Mitgliedern ihrer neuen Verbrecherbande wirkt sie eher naiv und ihre Schwärmerei für Jin sorgt auch nicht dafür, dass man sie ernster nimmt. Zuletzt sind noch zwei weitere wichtige Charaktere in ihre Mission involviert, die auch ihre eigenen Geheimnisse haben.

Generell geht es auch viel um Rassismus und Diskriminierung und wie schwer es für Arthie, Jin und andere Migranten ist, in ihrer neuen Heimat ein ganz normales Leben zu führen. Außerdem spielen auch die Vampire eine Rolle, aber das schien mir zum größten Teil nur nebensächlich, zwischendurch kann man fast vergessen, dass es sich um einen Fantasyroman handelt, es geht mehr um die Mission.

Insgesamt konnte mich die Geschichte einfach nicht packen. Ich wurde mit den Charakteren nicht wirklich warm, die Welt war für mich schon eher gewöhnlich und auch die Mission war mir etwas zu oberflächlich.

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Tödliche Magie, Verzweiflung und Intrigen

To Gaze Upon Wicked Gods – Falsche Götter von Molly X. Chang

Ich hatte am Anfang schon Schwierigkeiten, in die Welt einzusteigen, weil Bekanntes mit neuen Ideen gemischt wurde. So sind die Kolonisten Römer, die über Technologie verfügen und aus einer Welt stammen, die zunehmend verschmutzt wurde. Dazu kommen sie durch Portale nach Er-Lang, wo die Natur noch intakt ist, und halten die Bevölkerung unter anderem durch importierte Drogen unter Kontrolle.

Auf den ersten Blick war mir das etwas zu verwirrend, trotzdem versteht man die Geschichte und das Leid eines Landes, deren Bewohner unterdrückt werden.

Ruying versucht, ihre Familie zu beschützen, und als ihre eigene magische Gabe von den römischen Prinzen entdeckt wird, bleibt ihr keine andere Wahl, als den Befehlen von Prinz Antonius Folge zu leisten, sonst setzt sie das Leben ihrer Großmutter und ihrer Schwester aufs Spiel. Antonius scheint ihr auch noch das kleinste Übel zu sein, da er keinen Krieg zwischen den Reichen wünscht und Ruying mit Freundlichkeit begegnet. Aber wem kann Ruying wirklich vertrauen?

Man kann gut sehen, wie verzweifelt Ruying ist und wie sie sich selbst belügt, um noch irgendwie mit ihrer Situation klarzukommen. Sie ist eigentlich eher distanziert und rational und nach dem Wohl ihrer eigenen Familie liegt ihr auch das Schicksal von Er-Lang am Herzen. Aber die Handlungen, zu denen sie gezwungen wird, stehen in einem starken Kontrast zu ihrem Selbstbild, was mich frustriert hat und dadurch fand ich Ruying auch ziemlich anstrengend.

In der Geschichte geht es meist um Ruying, die an ihren Entscheidungen zweifelt und doch nichts ändert oder ändern kann, und so dreht sich die Handlung im Kreis und kommt nur langsam voran. Die Magie ihrer Welt sieht man hauptsächlich, wenn sie ihre kurzen Aufträge erledigt und diese sind in der Regel auch schnell abgeschlossen. Alles, was man darüber hinaus gesehen hat, fand ich aber schon ganz interessant. Ich bin insgesamt schon neugierig, wie es mit den beiden Welten weitergeht.

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Heilige Wunder oder Ketzerei?

Der Vertraute von Leigh Bardugo

Die wechselnden Erzählperspektiven und kleine Reisen in die Zukunft in Form von unheilvollen Voraussagen für den Fortgang der Geschichte fand ich meistens schon spannend, aber manchmal auch ein wenig verwirrend. Ich konnte mich auch deswegen nicht ganz eindeutig entscheiden, welche Charaktere ich abgesehen von Luzia selbst noch mögen wollte.

Insgesamt sind die meisten Charaktere schon so komplex, dass man sie nicht bedingungslos sympathisch findet, doch ihre Motive kann man meistens trotzdem gut verstehen.

Luzia selbst ist auch nicht perfekt. Sie kämpft schon mit den Herausforderungen die es mit sich bringt, als Frau geboren zu sein, und hat oft Angst um ihre Sicherheit und Zukunft. Es ist auch eine Mischung aus Angst und Verzweiflung, aber auch Hoffnung und Entschlossenheit, die sie dazu bringt, an einem magischen Wettkampf teilzunehmen, wo der Grat zwischen heiligen Wundern und Ketzerei nur sehr schmal ist.

In der ersten Hälfte geht es darum, wie sich Luzias Alltag nach und nach ändert, wie sie vom Küchenmädchen zur Attraktion wird und erst ihre Herrin und danach immer mächtigere Gestalten sie nutzen wollen, um selbst aufzusteigen. Nach einem gemütlichen Start wird es dann immer turbulenter: Zwischen Intrigen und Magie ist auch noch Platz für unerwartete Gefühle, die die Geschichte abrunden.

Alles in allem hat mir das Erzähltempo gut gefallen und die vielschichtigen Charaktere bieten ein abwechslungsreiches und auch ernstes Abenteuer, das sicher nicht zu vorhersehbar ist.

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Eiskunstlauf, Träume von Gold, Angst und Missverständnisse

A Winter to Resist von Morgane Moncomble

Eiskunstläuferin Lily ist ein großer Fan von Orion und nimmt sich vor, ihn zu übertreffen, doch dann wird er unerwartet zu ihrem neuen Eiskunstlaufpartner. Aber Orion glaubt, dass er seinen Partnerinnen Unglück bringt und will Lily daher wieder loswerden.

So leicht gibt Lily aber nicht auf. Sie bekommt schnell mit, dass Orion sie anscheinend nicht gut genug findet, also lässt sie ihre Bewunderung für sein Talent schnell hinter sich und gibt sich viel Mühe, um ihr Können zu beweisen.

Durch ihren verletzten Stolz und seine Angst wird so eine Distanz geschaffen, obwohl sie sich so ähnlich und auch ziemlich einsam sind und man fühlt, dass sie jemanden gebrauchen könnten, dem sie sich anvertrauen können.

Man kann bei beiden Charakteren deutlich erkennen, wie wichtig ihnen ihr Sport ist, aber auch, wie dabei vieles andere auf der Strecke bleibt. Lily hat kaum ein Privatleben und trotzdem ist sie noch nicht so weit gekommen wie sie könnte. Die Partnerschaft mit Orion bietet neue Chancen für beide, aber sie verstehen sich einfach nicht besonders gut. Für mich hat sich das schon etwas zu sehr in die Länge gezogen und mir fehlte es bei diesem Tempo an Spannung.

Schon zu Beginn des Buches gibt es eine Anmerkung der Autorin, dass sie sich bezüglich der Eiskunstlaufregelungen ein paar künstlerische Freiheiten genommen hat und daher war ich da eigentlich schon drauf vorbereitet, aber ein bisschen gestört hat es mich trotzdem, wie problemlos Lily und Orion an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teilnehmen können. Aber es geht eigentlich auch um die Herausforderungen in der Liebesgeschichte sowie darum, mit den eigenen Unsicherheiten klarzukommen, und alles außerhalb dessen ist ziemlich einfach und ein bisschen oberflächlich. Trotzdem bietet es eine spannende Kulisse für die beiden Eiskunstlauftalente.

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