Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Meli:
Die brutale Herrschaft der Vampire und ein magisches Turnier
The Serpent and the Wings of Night (Crowns of Nyaxia 1) Crowns of Nyaxia von Carissa Broadbent
Oraya wurde vom mächtigen Vampirkönig adoptiert und lebt als Mensch unter Vampiren. Um ihre menschliche Schwäche und Verletzlichkeit hinter sich zu lassen, nimmt sie an einem magischen Turnier teil, denn die Göttin Nyaxia gewährt dem Gewinner einen Wunsch.
Oraya wurde gut im Kampf ausgebildet und schafft es, manche Menschen vor den blutdürstigen Vampiren zu retten, aber letztendlich hat sie Angst, dass sie jederzeit selbst zur Beute werden könnte.
Einerseits hasst sie die Natur der Vampire, andererseits wünscht sie sich selbst die dazugehörige Kraft, um ihrem Adoptivvater gerecht zu werden und um besser mit den anderen gefährlichen Vampiren zurechtzukommen. Sie ist einfach in einer sehr ungewöhnlichen Situation und hat nicht besonders viele Möglichkeiten im Leben, es ist schon eher eine Notwendigkeit, Vampir zu werden, und nicht wirklich ihr Wunsch.
Das magische Turnier, das Kejari, symbolisiert das Leben der Göttin Nyaxia und besteht aus verschiedenen Stufen mit unberechenbaren Aufgaben, die ich schon spannend fand. Obwohl Oraya gelernt hat, niemandem zu vertrauen, braucht sie Verbündete bei den verschiedenen Herausforderungen: Raihn ist natürlich irgendwie anders als die anderen Vampire. Er sieht in Oraya mehr als nur ein Opfer und scheint auch ihre Fähigkeiten als Kämpferin zu respektieren, außerdem legt er sich mit anderen Vampiren an, die er auch zum größten Teil verachtet.
Man erfährt nach und nach mehr über die magische Welt und ihre Mythologie, meistens wird während der Prüfungen des Kejari erklärt, inwiefern das Leben der Göttin repräsentiert wird, dadurch wirken die Informationen meistens natürlich, wenn Oyara die Zusammenhänge erfasst. Abgesehen davon lernt man zusammen mit Oraya, die trotz ihrer vielen Zeit bei den Vampiren noch nicht alles weiß oder manchmal auch ihre Augen vor der schrecklichen Realität verschlossen hat.
Die Stimme von Vanida Karun hat sehr gut zu Oraya gepasst und die erfahrene Sprecherin hat wieder dabei geholfen, noch tiefer in die Geschichte einzutauchen. Bei Hörbüchern fällt es mir oft schwer, mir die Namen der Charaktere und Orte zu merken, aber da die Charaktere bestimmte Rollen haben, konnte man sich alle gut merken; die fantastischen Ortsnamen blieben bei mir aber leider nicht hängen, aber ich hatte auch nicht das Gefühl, dass sie besonders relevant ist. Insgesamt kann man der Geschichte jedenfalls sehr gut folgen.
Eher oberflächliches Familiendrama
Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse von Anna Helford
Die rebellische Spring hat gar keine Lust, ihre Sozialstunden bei der achtzigjährigen Sophia abzuleisten, aber entgegen ihrer Erwartungen werden sie zu Freundinnen und Sophia bietet Spring die Stabilität, die in ihrem Leben immer gefehlt hat. Dann findet sie heraus, dass Sophia einst die Herrin von Daffodil Castle war, wo Spring in ihrer Kindheit viel Zeit verbracht hat und sich auch zum ersten Mal verliebt hat: In Sophias Enkel Ethan.
Doch Sophia wurde aus ihrer Heimat verbannt und konnte ihren Enkel nie kennenlernen. Einst war sie eine angesehene Dame der Gesellschaft, doch nun muss sie auf jeden Penny achtgeben und ist auch ziemlich einsam. Dafür kümmert sie sich um Spring, die ihre eigenen Probleme hat und kaum noch Kontakt zu ihrer Familie hat. Ich fand es schön, wie die beiden ihre Gemeinsamkeiten entdeckt und Freundschaft geschlossen haben, aber ihre Familiendramen waren mir etwas zu intensiv und da blieben die Charaktere etwas auf der Strecke.
Außerdem geht es noch um die Krankenschwester Daphne aus dem 19. Jahrhundert, die versucht, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sie darf arbeiten, mag ihre Arbeit auch sehr gerne und kümmert sich um die Patienten, mit denen sie manchmal Freundschaften schließt. Besonders mit dem wohlhabende Frederic verbringt sie gern viel Zeit, doch obwohl sie zu unterschiedlichen Gesellschaftsschichten gehören und niemals mehr draus werden kann, können sie ihre Gefühle nicht unterdrücken.
Ich weiß nicht, ob es an den verschiedenen Handlungssträngen lag, aber mir fehlte es an Tiefe. Die zwei Liebesgeschichten, die im Mittelpunkt stehen, gingen mir zu schnell und die Geheimnisse, um die die Protagonisten kämpfen, waren mir zu offensichtlich, weil auch die Charaktere insgesamt eher eindimensional und dadurch vorhersehbar sind.
Fazit
Insgesamt war es mir dann etwas zu viel Drama, das ich leider nicht einmal spannend fand. Dabei hatte das Buch für mich mit einer geheimnisvollen Vergangenheit und zwei ungleichen Freundinnen eigentlich ganz gut angefangen.
Nachwuchs-Verbrecher und gefährliche Spiele
Thieves' Gambit von Kayvion Lewis
Rosalyn alias Ross will das Verbrecherleben hinter sich lassen, obwohl Familie Quest zu den berühmtesten Diebesfamilien zählt. Doch bevor es dazu kommt, wird ihre Mutter gefangen genommen und es gibt nur eine Möglichkeit, sie zu retten: Ross muss das Thieves‘ Gambit gewinnen. Aber sie weiß nicht, welche Herausforderungen dort auf sie warten und auch ihre Konkurrenten sind nicht zu unterschätzen.
Als Diebin hat Rosalyn von ihrer Mutter schon früh gelernt, niemandem zu vertrauen, und nun ist sie auf sich allein gestellt, während es ihren Konkurrenten leichter zu fallen scheint, neue Kontakte zu knüpfen. Es gibt dabei unbekannte Talente, aber auch eine ehemalige Freundin, die nun eine umso größere Rivalin ist. Und da ist noch ein Gegner, der besonders charmant ist und ihr zu helfen scheint, aber Ross zweifelt an seinen Absichten, schließlich kann nur einer von ihnen das gefährlich Spiel gewinnen.
Das Spiel, die Spieler, die Sponsoren und die Aufgaben fand ich insgesamt schon ziemlich spannend, aber besonders gefallen hat mir die Entwicklung der Protagonistin mit all ihren Ängsten und Wünschen abseits der Verbrechen, und auch die Intrigen und kleinen Plottwists fand ich insgesamt gelungen. Ich hätte von all diesen Nachwuchs-Verbrechern aber noch ein bisschen mehr erwartet, da hat mir teilweise das gewisse Etwas gefehlt, das sie so erfolgreich in ihrem Berufsweg macht. Sie stellen sich schon clever an, aber da war auf jeden Fall noch Luft nach oben und ich fand schon, dass sie ihre Ziele oft schon etwas zu leicht erreichen konnten.
Breakup-Tour oder doch eher Second-Chance-Tour?
The Breakup Tour – Der Sound unserer Liebe von Emily Wibberley; Austin Siegemund-Broka
Rileys neues Album handelt von verlorener Liebe und Trennungen und so wird sie durch ihren Liebeskummer erfolgreich. Doch plötzlich behauptet ihr manipulativer Ex-Mann, dass der erfolgreichste Song des Albums ihm gewidmet sei und um dieses Missverständnis aus dem Weg zu räumen, geht Riley also zu dem Ex, um den es in diesem Song wirklich geht: Max.
Einst wollten sie zusammen auf Tour gehen, doch Max wollte sich lieber um die Seniorenresidenz seiner Familie kümmern und blieb zurück, während Riley als Sängerin erfolgreich wurde. Max hat in den letzten Jahren versucht, ihrer Musik aus dem Weg zu gehen, aber das ist fast unmöglich. Als sie nun seine Hilfe braucht, hat er noch einmal die Chance, einen neuen Weg einzuschlagen und mit Riley zusammen aufzutreten.
Man spürt, dass es noch Gefühle zwischen ihnen gibt, das führt ihnen der Song immer wieder vor Augen, aber sie wagen es kaum, auf eine neue Chance für ihre Liebe zu hoffen, dafür steht zu viel zwischen ihnen. Max weiß nicht, ob er für Riley mehr sein kann als eine Inspiration für ein Lied und Riley erwartet immer schon von Anfang an, enttäuscht zu werden, und tröstet sich damit, dass ihr Herzschmerz zumindest zu tollen Songs führt.
Manchmal ging es mir schon etwas zu schnell, weil es viele Auftritte gibt, die ja ähnlich ablaufen und dann wird nur kurz davon berichtet, wie es gelaufen ist. Alles andere hat sich aber viel Zeit gelassen und manchmal fand ich das auch frustrierend. Die Liebesgeschichte zieht sich schon ein wenig in die Länge, man beschäftigt sich mit den gleichen Missverständnissen, Riley und Max reden aneinander vorbei und halten lange an ihren Ängsten fest, sodass sie sich wirklich ewig einfach selbst im Weg stehen.
Trotzdem hat mir ihre gemeinsame Tour wirklich gut gefallen, denn auch mit ihren Unsicherheiten sind die Protagonisten sympathisch und man kann ihre Ängste und Wünsche gut nachvollziehen.
Unsympathische Charaktere, unangenehmer Schreibstil
Blackwell Palace. Risking it all von Ayla Dade
Paola beginnt ihren neuen Job als Sommelière am Blackwell Palace und wird dort hart arbeiten, um ihren Bruder vor ihren furchtbaren Eltern zu retten. Doch sie hat nicht mit den attraktiven Blackwell-Brüdern gerechnet: Charles und Edward sind beide auf ihre eigene Art unwiderstehlich und gefährlich.
Ich hatte keinen guten Start ins Buch, weil ich die Charaktere von Anfang an unsympathisch fand. Den Charme der Blackwell-Brüder fand ich eher schmierig und aufgesetzt, die Unbeholfenheit der Protagonistin anstrengend und auch alle anderen Charaktere aus ihren Freundeskreisen waren mir einfach zu speziell. Mit der Zeit habe ich mich ein wenig an die Protagonisten gewöhnen können, aber die Nebencharaktere blieben nervig. Auch die Beziehung zwischen so ziemlich allen Charakteren fand ich anstrengend und zu kompliziert.
Auch das Liebesdreieck zwischen Paola und den Blackwell-Brüdern hat mir nicht wirklich gefallen. Mir hat da viel gefehlt; ich konnte weder Romantik noch Lust zwischen den Charakteren nachvollziehen. Edward und Charles sind in einem ständigen Konkurrenzkampf, haben Probleme mit ihrem Vater und sind beide emotional angeknackst, und Paola macht einfach mit und lässt sich treiben. Dabei hat sie eigentlich auch noch andere Sorgen, aber die vergisst sie regelmäßig, wenn gerade ein Blackwell in der Nähe ist. Und mehr habe ich zu dieser Dreiecksbeziehung nicht zu sagen, es gibt auch keine Charakterentwicklung oder so.
Der Schreibstil und der Humor waren einfach gar nicht meins. Auch das Genre des Buches war etwas anders als erwartet, denn ich hatte dramatische New Adult mit Bad Boys erwartet, aber das hier war mir schon ein bisschen zu sehr Richtung Dark Romance, die nicht immer etwas für mich ist. Die Handlung sprang auch etwas zu sehr von Event zu Event und ich konnte die Handlungen der Charaktere nicht immer nachvollziehen, auch weil sie ständig ihre Meinung änderten. Es war mir insgesamt zu viel Drama aus allen Ecken und manche Ereignisse konnte ich auch nicht ganz nachvollziehen. Einerseits sind Paola und ihre Freunde Angestellte und darauf wird immer wieder hingewiesen, trotzdem hängen sie regelmäßig mit den reichen Gästen herum.
Fazit
Insgesamt war das Buch einfach nichts für mich. Ich bin mit den Charakteren einfach nicht warmgeworden, den Schreibstil fand ich eher unangenehm und die Handlung auch eher chaotisch und dramatisch.
Schlechte Lügner und zielstrebige Athleten
Belladaire Academy of Athletes - Liars Belladaire Academy von Maren Vivien Haase
Für Nika ist es sehr wichtig, an der Belladaire Academy of Athletes dazuzugehören, aber beinahe alle anderen sind ziemlich wohlhabend und es gehört für sie dazu, einen Sportwagen in der Garage stehen zu haben und regelmäßig Luxusmarken zu shoppen. Also behauptet Nika spontan, dass sie natürlich auch reich ist.
Doch Ambrose kommt ihrem Geheimnis auf die Spur und nutzt sein Wissen, um von Nika einen Gefallen einzufordern.
Nika fand ich schon anstrengend. Es ist schnell ersichtlich, dass sie von ihren neuen Freunden unbedingt akzeptiert werden will und sie sieht keine andere Möglichkeit, als vorzugeben, dass sie ebenfalls reich ist, obwohl sie eigentlich mit einem Stipendium an die Belladaire Academy gekommen ist. Was mich daran gestört hat war nicht nur, dass sie ständig neue Lügen erzählt, sondern auch, wie schlecht sie damit umgeht. Zwar plant sie nicht wirklich, immer mehr Lügen zu erzählen, aber sie steckt schon viel zu tief drin und sollte sich mal Gedanken über die Konsequenzen machen. Wenn man so viel lügt, dann sollte man vielleicht irgendwie auf die Idee kommen, etwas mehr darauf zu achten, dass sie nicht sofort auffliegen.
Also kurz: Sie ist auch einfach zu blöd zum Lügen. Aber anscheinend sind die reichen jungen Sportler zu leichtgläubig und zweifeln nie an ihren Aussagen. Dabei hat mich dann schon etwas gewundert, dass sie weder widersprüchliche Dinge erzählt noch sonst etwas, bei dem ihre Freunde stutzig werden. Und das, obwohl sie kaum nachdenkt, bevor sie den Mund aufmacht.
Ihre Beziehung zu Ambrose ist kompliziert. Er ist ihrem Geheimnis auf die Schliche gekommen und ist normalerweise zu nett, um sie bloßzustellen oder zu erpressen, aber er steht unter sehr viel Druck und weiß sich nicht anders zu helfen. Sein Handlungsstrang hat mir schon ein wenig besser gefallen als der von Nika, denn obwohl ich auch seine Aktionen nicht immer in Ordnung fand, konnte ich seine Ängste besser nachvollziehen und auch das Gewicht der Erwartungen seiner Eltern auf seinen Schultern fühlen. Er steht im Schatten seines Bruders und ganz egal, wie gut er ist und wie viel er trainiert, für seine Eltern ist es nie genug und es bedrückt ihn auch sehr, wie auch alle anderen sie ständig vergleichen - und Ambrose schneidet bei diesen Vergleichen immer schlecht ab.
Trotzdem kommen die beiden sich näher, denn Ambrose erpresst Nika zwar, aber er will sie gleichzeitig auch beschützen. Und da er Nikas Geheimnis ja kennt, kann sie ihm auch ihre Gefühle anvertrauen. Ich fand ihre Geschichte nicht ganz überzeugend, obwohl ich sie zusammen eigentlich auch ganz süß fand.
Bei Nika fand ich es außerdem schade, dass neben all ihren Lügen auch ihr Sport gar keine Rolle mehr gespielt hat. Während Ambrose wirklich alles gibt, ist in Nikas Kopf kein Platz für irgendwas außer ihrer Lügen und ihrer Gefühle für Ambrose, sogar ihre Freundschaften kann sie nicht wirklich genießen, weil sie so ein schlechtes Gewissen hat und auch Angst, aufzufliegen.
Verbotene Fähigkeiten, komplizierte Gefühle und gefährliche Existenzen
Stolen Crown – Die Magie des dunklen Zwillings von Valentina Fast
In einer dystopischen Welt sind Zwillinge streng verboten, weil sie dunkle und gefährliche magische Kräfte entwickeln. Avi ist so ein Zwilling und teilt ihr Leben heimlich mit ihrer Schwester Ana, doch es ist höchstens ein halbes Leben. Sie sehnt sich nach mehr, sowohl für sich selbst als auch für ihre Schwester.
Als Ana erkrankt, bleibt Avi keine andere Wahl und sie geht ein großes Risiko ein, woraus unerwartete Konsequenzen folgen.
Avis Gefühle zu ihrem geteilten Leben haben mir am besten gefallen: Sie hat Schuldgefühle, weil das Leben ihrer Schwester eingeschränkt ist, sie ist ein bisschen neidisch und auch die Beziehung zu Anas Freund Henri ist kompliziert. Avi muss auch ihm gegenüber so tun, als wäre sie Ana, aber sie weiß auch, dass Henri eigentlich zu ihrer Schwester gehört und ihre Gefühle nicht erwidert werden. Gleichzeitig liebt sie Ana natürlich und würde alles für sie tun.
Als sie sich auf einen riskanten Deal einlässt, um an das Geld für Anas Behandlung zu kommen, eröffnen sich ihr ganz neue Möglichkeiten und sie beginnt zu hoffen, dass sie bald auch frei sein kann. Doch davor macht ihr ruhiges Leben im Verborgenen eine große Wende und sie steht plötzlich im Rampenlicht und muss sich Vorurteilen und Hass stellen.
Aber sie findet auch zum ersten Mal in ihrem Leben eigene Freunde und Verbündete. Sie arbeitet für Fürst Nevan, dessen erster Soldat Ren sich unerwartet in ihr Herz schleicht. Er fordert sie heraus und gibt ihr außerdem das Gefühl, dass sie aufgrund ihrer Fähigkeiten kein Monster ist, sondern auch etwas Besonderes. Ren hat außerdem eine eigene Perspektive, die ich auch ganz interessant fand, aber ich fand auch, dass man die Geschichte auch ohne seine Kapitel hätte erzählen können, oder man hätte mehr rausholen sollen, weil Rens Perspektive nichts Eigenes erzählt: Es geht da selten um Ren, sondern wieder nur um Avi.
Die Mischung aus Dystopie und Magie, um die Existenz der Fae zu begründen, fand ich eher seltsam und leider konnte mich das Worldbuilding insgesamt nicht überzeugen. Ich fand es schon gut, dass die Geschichte auf einen Einzelband ausgelegt ist, aber ich fand, dafür wollte man zu viel auf einmal erzählen, was die Handlung etwas chaotisch gemacht hat. Es war anders, als ich bei der Inhaltsbeschreibung erwartet hätte, was nicht unbedingt etwas Schlechtes ist, aber jedes Mal, wenn die Handlung wieder eine andere Richtung einschlug, hat es mir nicht wirklich gefallen. Training, Reisen, magische Spiele und fantastische Gefahren, Intrigen und Politik, dazu noch komplizierte Gefühle. Ich kann aber auch nicht genau sagen, warum mir diese Mischung nicht so gut gefallen hat, obwohl die einzelnen Abschnitte teilweise schon spannend fand.
Spannend, unterhaltsam und überzeugende Protagonisten
Cast in Firelight - Magie der Farben von Dana Swift
Adraa und Jatin sind Thronerben benachbarter Länder und schon seit Jahren verlobt, doch sie haben sich seitdem nicht mehr gesehen. Als sie unter falschen Namen versuchen, mehr über eine kriminelle Organisation herauszufinden, erkennen sie einander nicht von früher wieder, schließen sich aber zusammen, um gemeinsam zu ermitteln.
Keiner von beiden ist besonders glücklich über die Verlobung und sie haben Vorbehalte gegenüber der Person, die sie schon seit Jahren nicht gesehen haben und zu der sie nur Kontakt über Briefe hatten. Adraa hat zwar eine gute Beziehung zu ihrem zukünftigen Schwiegervater, doch Jatin hält sie für einen arroganten Prinzen, der immer mit seiner überwältigenden magischen Kraft angibt, während sie selbst noch keinen Zugang zu einigen Teilen ihrer Magie hat. Sie hat zwar eine eigene, wertvolle Magie entwickelt, hat aber selbst das Gefühl, dass es noch nicht genug ist.
Jatin ist aufgrund seiner Fähigkeiten tatsächlich etwas arrogant, doch als er von der Akademie zurückkehrt, merkt er, dass er noch längst nicht alles weiß und ist fasziniert von den Dingen, die er noch lernen kann. Er ist auch beeindruckt von den Leistungen seiner größten Rivalin.
Sie sind Verlobte, sehen in einander aber auch ihre größten Rivalen und versuchen immerzu, den anderen zu übertreffen. Man merkt natürlich, dass sie sich nicht gerade über ihre gemeinsame Zukunft freuen und jede Menge Zweifel haben, aber man fühlt auch, dass sie einander irgendwie respektieren. Umso unterhaltsamer ist es dann auch, als sie sich unter falschen Namen kennenlernen und schnell Gefühle füreinander entwickeln.
Auch ihr gemeinsames Abenteuer hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mich nicht so schnell an die verschiedenen Arten und Farben der Magie gewöhnen, aber trotzdem fand ich sie faszinierend und auch, welche magischen Herausforderungen sich ergeben. Es gibt nicht nur die Spannungen aufgrund ihrer Verlobung, dazu kommen noch die Ermittlungen - Spionage und gefährliche Kämpfe gehören auch dazu –, die alltäglichen Probleme des Volkes, denen man sich als (zukünftige) Herrscher stellen muss, und man merkt auch, dass noch andere Mächte mitwirken. So bleibt es auf jeden Fall immer spannend.
Fazit
Insgesamt fand ich das Abenteuer von Adraa und Jatin spannend und unterhaltsam und mir gefielen nicht nur die Magie und ihre Zusammenarbeit, auch ihre Charakterentwicklung und die Entwicklung ihrer komplizierten Beziehung hat mir sehr gut gefallen. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!
Durch ihre Unterschiede perfekt füreinander
King of Pride von Ana Huang
Isabella und Kai sind grundverschieden, doch zwischen der Barkeeperin und dem Beinahe-CEO fliegen die Funken, dabei ist im Valhalla-Club eine Beziehung zwischen Mitgliedern und Angestellten streng verboten. Da bald ein neuer CEO für das Familienunternehmen gewählt werden soll, kann auch Kai sich gerade absolut keine Skandale leisten.
Isabella versucht noch herauszufinden, worin wirklich ihre Leidenschaft liegt, denn inzwischen ist sie fast dreißig Jahre alt und hat noch nicht wirklich etwas erreicht. Aktuell versucht sie sich an ihrem ersten eigenen Roman, aber kommt viel langsamer voran als erhofft – winkt da schon der nächste Fehlschlag? Insgesamt ist sie unsicher und hat daher auch oft das Bedürfnis, ihren Wert zu beweisen. Kai hingegen weiß genau, wo sein Weg ihn hinführen soll, aber nun muss er darum kämpfen. Er ist schon sehr zielorientiert, arbeitet hart, dazu ist er bodenständig und auch einfach ein ehrlicher und freundlicher Mann, der bei Isabella eine entspanntere Seite an sich selbst entdeckt.
Isabella und Kai sind einfach ein tolles Paar, denn durch ihre Unterschiede geraten sie auch mal aneinander, aber trotzdem sind sie auf einer Wellenlänge und ergänzen sich sehr gut, dadurch sind sie sowohl unterhaltsam als auch ein Liebespaar, das man gerne durch die Hürden ihres Lebens begleitet.
Das Drama ist meistens nicht zwischen ihnen, sondern eher um sie herum und das fand ich schon schön, aber dadurch zieht sich der Mittelteil auch ein kleines bisschen in die Länge. Zum Ende hin passiert etwas mehr, aber ohne große Überraschungen, was mich aber nicht gestört hat, denn mit diesem Paar fühlt man sich einfach wohl und man muss sie auch einfach ins Herz schließen.
Ein holpriger Start für eine chaotische Crew
Star Bringer von Tracy Wolff; Nina Croft
Eben noch hat Prinzessin Kali sich gefreut, dass sie in offizieller Funktion ihren Heimatplaneten verlässt, um sich den Stand der Forschung zur sterbenden Sonne anzusehen. Doch dann wird die Raumstation angegriffen und sie landet mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe auf einem ungewöhnlichen Raumschiff.
Plötzlich sind sie auf der Flucht und kämpfen ums Überleben, dabei gibt es auch in dieser chaotischen Crew einige Uneinigkeiten …
Einige der Charaktere an Bord haben ihre eigenen Perspektiven: Prinzessin Kali, die junge Hohepriesterin Rain, Söldner Ian und die frisch entflohene Gefangene Beckett.
Obwohl sie nun unerklärlicherweise als Hochstaplerin gesucht wird, ist Kali als Prinzessin ein Symbol für die Regierung und alles Schlechte, was ihren Reisegefährten zugestoßen ist. Auch wenn sie sich wirklich viel Mühe gibt, mit den ungewöhnlichen Umständen zurechtzukommen, zu allen freundlich ist und über die meisten Ungerechtigkeiten gar nicht Bescheid wusste, fällt es ihr nicht leicht, von allen akzeptiert zu werden. Niemals hätte Ian gedacht, dass er sich ausgerechnet für die Kronprinzessin interessieren würde, schließlich kann er die Herrscherfamilien nicht ausstehen und Kali ist auch noch so verklemmt. Außerdem hat Ian eine Mission, die für ihn an erster Stelle steht und kann sich daher keine Ablenkungen leisten.
Rain ist Kali schon ähnlich und hat ein paar Unsicherheiten, ansonsten ist sie ein eher blasser Charakter, der sich auch besonders durch ihre Beziehung zu Beckett auszeichnet. Diese ist natürlich knallhart, aber wird weicher, wenn es um Rain geht. Ich fand beide sowohl einzeln als auch zusammen nicht besonders interessant, es gab stattdessen Nebencharaktere ohne Perspektive, über die ich gerne mehr erfahren hätte.
Schon der Klappentext erinnert ein wenig an ein andere SciFi-Jugendbuch-Reihe, doch ich hatte gehofft, dass es sich im Buch noch anders entwickelt. Auch wenn es viele Unterschiede gibt, fallen auch viele Parallelen auf, das beginnt mit der Gruppe aus jungen Erwachsenen, die etwas sexuell aufgeladen sind, dem Humor im Schreibstil und auch Ähnlichkeiten in der Handlung: Flucht, Aliens, Auserwählte … Da will ich nicht zu sehr ins Detail gehen. Aber da kann man sich auch gern selbst eine Meinung bilden, ob das zu viel ist oder vielleicht liest man auch gerne eine ähnliche Handlung nochmal.
Ansonsten fand ich das Abenteuer ganz nett, aber ich fand es insgesamt einfach sehr durchschnittlich. Die Charaktere fand ich ganz okay, aber das Abenteuer zwischen den Welten war vorhersehbar und es gibt eher wenig Worldbuilding, wenn auch mit dem Versprechen auf mehr. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht, aber es war kein besonders starker Start in die Reihe.











