Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Meli:
Spannende Ermittlungen in einer unbekannten Welt
Glimmer - Die Verschollene von Heather G. Harris
Jessica alias Jinx hat die Gabe, Lügen zu spüren, aber sie hatte keine Ahnung, dass es eine ganze Welt voller Übernatürlicher gibt! Plötzlich entdeckt sie die Existenz von Vampiren, Gestaltwandlern, Zauberern und vielen anderen Wesen. Und inmitten all dieser neuen Entdeckungen soll sie eine verschollene Studentin wiederfinden, die sich womöglich mit den falschen Personen abgegeben hat.
Da alles neu für Jinx ist, entdeckt man die Welt gemeinsam mit ihr und kommt besonders am Anfang sehr gut mit, aber es kommt auch sehr viel auf einmal und das war mir an manchen Stellen schon ein bisschen zu viel. Jinx scheint zunächst ein wenig überfordert, aber dann kommt sie doch ausgezeichnet mit den neuen Regeln klar. Genug, um einen Fall zu lösen, der durch verschiedene Zeiten führt.
Viele der Kreaturen und Fähigkeiten sind schon bekannt, aber trotzdem hat die Welt auch etwas originelles und bietet neue Ideen, die auch clever kombiniert sind. Bei den wenigen Seiten des Buches ist immer etwas los und die Zeit ist gut aufgeteilt zwischen den verschiedenen Themen: Es gibt magische Ermittlungen, ganz neue Erfahrungen und neue Beziehungen, und manche Charaktere sieht man mit ganz anderen Augen, wenn man plötzlich neuen Geheimnissen auf die Schliche kommt. Auch Jinx‘ eigener Magie, Lügen zu erspüren, bin ich schon in anderen Büchern begegnet, aber ich finde sie immer wieder faszinierend und auch hier sehr gut gelungen.
Fazit
Insgesamt fand ich Jinx‘ erstes Abenteuer in der Welt des Übernatürlichen sehr spannend. Es gab gelungene Wendungen und unerwartete Entwicklungen, weil auch immer wieder etwas Neues dazukam. Ich freue mich auf mehr!
Gedächtnisverlust und der Mut, sich auf das Leben und die Liebe einzulassen
The Beautiful Fall - Die vollkommen irritierende Kettenreaktion der Liebe von Hugh Breakey
In regelmäßigen Abständen verliert Robert sein Gedächtnis, dazwischen hat er knapp ein halbes Jahr Zeit, um sein Leben zu leben und sich auf das nächste Mal vorzubereiten. Unter diesen Umständen kann er weder das Haus verlassen noch Bekanntschaften pflegen, doch als er Julie kennenlernt, bricht er seine strengen Regeln.
Robert führt das Leben fort, das ihm sein früheres Ich hinterlassen hat und ist ganz zufrieden damit, die Dominosteine aufzubauen, aber es gibt auch immer ein paar kleine Details, die ihn ein wenig irritieren - warum passen ihm seine Schuhe eigentlich nicht? Solche Unstimmigkeiten machen schon klar, dass es in seiner Vergangenheit noch Geheimnisse gibt, doch auf wen kann er sich verlassen, wenn nicht auf sich selbst?
Ich fand die Fragen, die diese komplexe Liebesgeschichte aufgeworfen hat, wirklich sehr interessant: Wie viel von uns ist Produkt unserer Erfahrungen und Erinnerungen? Wie sehr kann man sich selbst vertrauen? Sollte man an der Vergangenheit und früheren Entscheidungen festhalten oder neue Wege gehen? Und andere Probleme, die Robert aufgrund seiner regelmäßigen Amnesie bewältigen muss.
Ich mochte die Themen, die hier angeschnitten wurden und auch die unerwarteten Wendungen und Enthüllungen haben mir gut gefallen, nur die Charaktere fand ich manchmal auch etwas schwierig, obwohl ich ihre Gefühle und Entscheidungen meistens schon nachvollziehen konnte.
Robert ist in einer sehr schwierigen Lage und weiß nicht, wie er mit seinen Gefühlen umgehen soll. Zu Beginn des Buches bleibt ihm nicht mehr viel Zeit bis zum nächsten Gedächtnisverlust und die letzten Monate - und gleichzeitig auch die einzigen Monate, an die er sich erinnern kann - hat er ohne besonders viel menschlichen Kontakt verbracht und er weiß ja auch ungefähr, was auf ihn zukommt und hat seinen Frieden damit gemacht. Sein Leben ist schon kompliziert genug, auch ohne Julie, die alles auf den Kopf stellt. Der Umgang mit Julie ist eine Herausforderung für ihn, aber sie lässt sich auch nicht so leicht aus seine Leben vertreiben. Zusammen sind sie schon ein verrücktes Paar, das auch für viele unterhaltsame Momente sorgt, aber ihre Beziehung war für mich irgendwie trotzdem einer der schwächsten Teile des Buches.
Fazit
Insgesamt bin ich schon sehr zufrieden mit dieser außergewöhnlichen Liebesgeschichte und auch Roberts Weg zu seinem eigenen Glück, aber ich fand auch, dass man aus dieser Idee noch mehr hätte herausholen können.
Schöne RomCom mit mehr als nur Bücherliebe
Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen von Emily Henry
Literaturagentin Nora Stephens ist sehr gut in ihrer Arbeit und stolz auf die Bücher der Autoren, die sie vertritt. Besonders „Einmal im Leben“ liegt ihr sehr am Herzen, darum reist sie gemeinsam mit ihrer Schwester Libby zum Schauplatz des Kleinstadt-Romans. Außerdem hat Libby eine Liste mit albernen und klischeehaften Aufgaben erstellt, damit ihre arbeitswütige Schwester etwas lockerer wird.
Für ihre Schwester würde Nora alles tun, auch wenn es nicht zu ihren aktuellen Zielen passt. Familie steht an erster Stelle, doch Träume können sich ändern.
In Sunshine Falls trifft sie unerwartet auf den Lektor Charlie Lastra, der ihr bei dem Buch damals im Weg stand und den sie seitdem nicht besonders gut leiden kann, doch in seiner Heimat zeigt er eine andere Seite von sich und sie erkennt ihre wichtigste Gemeinsamkeit: Sie beide lieben Bücher und Autoren dabei zu unterstützen, ihre Arbeit so gut wie möglich zu machen. Während sie versucht, Freizeit und ein bisschen Arbeit unter einen Hut zu bringen, läuft Charlie ihr immer wieder über den Weg und sie gewöhnt sich immer mehr an seine Gegenwart und seine konstruktive Kritik.
Die Geschichte war meistens schon vorhersehbar, aber das hat sie nicht weniger unterhaltsam gemacht. Ich kenne schon zwei andere romantische Komödien der Autorin, die mir zu melodramatisch und nicht humorvoll genug waren, aber Book Lovers war da ganz anders und konnte meine Erwartungen an eine Rom-Com absolut erfüllen. Charlie und Nora sind ein tolles Paar und ihre Enemies-to-Lovers-Romance überzeugt mit kleinen Wortgefechten und guter Zusammenarbeit. Aber es fehlt auch nicht an gefühlvollen Momenten zwischen zwei Schwestern, die sich aufeinander verlassen, und Noras kleinen Schritten aus ihrem Schneckenhaus hinaus. Dazu noch der versprochene Kleinstadt-Charme und die Klischees, die nicht nur Nora als Liebesroman-Connaisseurin erwartet hat, und schon hat man eine wunderbare romantische Komödie für Buchliebhaber.
Neue Geschichten aus dem Whitestone Hospital
Whitestone Hospital - Tough Choices von Ava Reed
Der dritte Band um die jungen Ärzte im Whitestone Hospital schließt wieder nahtlos an das Ende des Vorgängers an und die Protagonisten haben angesichts der aktuellen Katastrophe alle Hände voll zu tun. Trotzdem bleibt immer Zeit für neue Liebe!
Zwischen Maisie und Grant herrscht schon eine starke Anziehung, aber beide sind eher zurückhaltend.
So sind es Zufälle und die ganzen Katastrophen, die sie einander näher bringen. Ihre Liebesgeschichte ist süß und meistens einfach, das meiste Drama findet um sie herum statt, zum Beispiel im Krankenhaus. Das heißt aber auch nicht, dass es keine Turbulenzen gäbe. Unter anderen macht Grants reiche Familie ihm Druck, denn er ist Krankenpfleger aus Überzeugung und seine Familie erwartet, dass er mehr aus seinem Leben macht.
Ich mag die vielen Freundschaften und fand es auch schön, dass auch die anderen Charaktere, die in den Vorgängern schon ihre Liebesgeschichten hatten, wieder vorkommen und ihre Geschichten auch noch nicht komplett abgeschlossen sind. So haben sie auch kleine Handlungsstränge, die man gespannt verfolgt. Und auch das Pärchen von „Saved Dreams“ steht schon bereit, es gab schon einige Andeutungen, die neugierig gemacht haben. Ich bin gespannt, welchen Dramen sich die verschiedenen Protagonisten im nächsten Band stellen müssen!
Klassische Gerichte und einfache Rezepte - und etwas zu viel Alkohol
Hundert Klassiker von Steffen Henssler
Hundert Klassiker hält schon, was es verspricht: 100 bekannte Gerichte und außerdem 14 Rezepte aus dem Bereich „Saucen, Fonds & Dressings“. Die Rezeptauswahl hat mir insgesamt schon gut gefallen, da war viel dabei, dass ich schon lange mal selbst kochen wollte und vielleicht tu ich das bald mal.
Vor meiner Rezension habe ich drei Rezepte ausprobiert (Mousse au chocolat, Lasagne al forno, gratinierte Zwiebelsuppe) und sie haben mir erstmal alle ausgezeichnet geschmeckt, dazu fand ich auch die Anleitung gut zu befolgen und die Zeitangaben haben bei mir auch gepasst.
Die Gestaltung des Buches gefällt mir auch gut – es gibt zu jedem Rezept ein Bild, die Anzahl der Portionen, wie lange man braucht und gegebenenfalls ein „Veggie“-Zeichen, wenn das Gericht ohne Fleisch, Fisch tierisches Lab oder Gelatine ist. Nach der Zutatenliste und der Zubereitung gibt es oft noch Tipps, um das jeweilige Gericht noch zu verfeinern und zuletzt noch Punkte, auf die man besonders achten sollte. Zu den Kapiteln „Fleisch“, „Fisch & Meeresfrüchte“, „Pasta & Reis“, „Kartoffeln & Gemüse“, „Suppen & Eintöpfe“, „Salate, Eier & Brot“ und „Desserts & Kuchen“ gibt es außerdem allgemeine Tipps zu dem Umgang mit den verschiedenen Lebensmitteln, sodass das Buch auch über die Rezepte hinaus hilfreich ist.
Nicht ganz zufrieden bin ich mit den Zutaten. Sie sind eher simpel gehalten – keine exotischen Gewürze, die man extra besorgen muss, und das meiste hat man zu Hause. Aber dann ist mir besonders im Abschnitt „Suppen & Eintöpfe“ aufgefallen, wie viele Rezepte alkoholische Zutaten enthalten. Von den 100 Rezepten enthalten 23 Alkohol (Rotwein, Weißwein, Wermut, etc. in Mengen von ein paar Esslöffeln bis zu mehreren hundert Millilitern), und in nur einem davon gibt es im Tipp eine alkoholfreie Alternative, außerdem gibt es vier Rezepte, wo nur im Tipp Alkohol hinzugegeben wird.
Ich kenne auch andere Kochbücher von Steffen Henssler und da waren es nicht auffällig viele Rezepte mit Alkohol. Und gerade bei der Menge hätte ich mir gewünscht, dass es auch allgemeine Tipps für Alternativen gegeben hätte, statt nur bei einem einzigen Rezept.
Ich hatte das Gefühl, dass viel Schwein und besonders (Bauch)speck in den Rezepten enthalten ist, in allen Kapiteln außer bei den Desserts und Soßen. Da die Veggie-Gerichte entsprechen markiert sind, konnte man die aber auch gut zählen: 35 Veggie-Rezepte, davon fast alle Rezepte in den Abschnitten Gemüse und Desserts, und nur eins im Kapitel „Pasta & Reis“.
Fazit
Insgesamt bin ich schon sehr zufrieden mit dem Buch, aber die Sache mit dem Alkohol fand ich schon schade, denn ich fand schon, dass es so viele Rezepte waren, dass das Buch dem Thema auch etwas Aufmerksamkeit hätte schenken müssen.
Spannender Auftakt der Spin-Off-Reihe!
Threads of Power von V. E. Schwab
Enthält Spoiler zur Weltenwanderer-Trilogie!
Ich habe mich sehr gefreut, in diese Fantasywelt zurückzukehren und geliebte Charaktere wiederzusehen, aber auch die neuen Perspektiven haben mir sehr gut gefallen. Da es einen Zeitsprung gibt und sich sehr viel für die Charaktere ändert, könnte man auch mit diesem Buch in die Welt einsteigen, aber ich würde empfehlen die Weltenwanderer-Trilogie vorher zu lesen, weil man sonst viel verpasst – vor allem den Spaß und die Spannung beim Lesen der drei fantastischen Bücher.
An das Ende von „Die Beschwörung des Lichts“ konnte ich mich kaum noch erinnern, aber ich bin sehr gut wieder in die Geschichte gekommen, weil auch erklärt wird, was sich in den letzten sieben Jahren getan hat. Trotz vieler Entwicklungen hat man aber gar nicht das Gefühl, dass wirklich viel geschehen wäre.
Trotz einiger Schwierigkeiten halten Alucard und Rhy zusammen. Sie sind verheiratet und kümmern sich liebevoll um ihre Tochter Ren, die Tochter von Rhys Ehefrau, Königin Nadiya. Diese komplizierte Beziehung stellt sie vor neue Herausforderungen, aber inzwischen kommen sie meistens damit klar. Nadiya ist auch ein interessanter Charakter, da sie einen neugierigen und offenen Blick auf die Dinge hat. Als Forscherin führt sie außerdem magische Experimente durch und entwickelt neue Möglichkeiten, doch sie denkt dabei nicht an die Konsequenzen, während man spürt, dass da früher oder später etwas schiefgehen muss.
Lila beherrscht ihre außergewöhnliche Magie immer besser, und diese große Macht macht die sowieso schon selbstbewusste Lila nur noch arroganter. Aber nach all ihren Abenteuern hat sie es sich auch verdient, die Arroganz steht ihr gut und ist auch ziemlich unterhaltsam. Kell hingegen hat keinen Zugriff zu seiner Magie und auch nach all der Zeit sorgt das bei ihm für Selbstzweifel, da seine Macht als Antari immer das war, das ihn ausgemacht und seinem Leben einen Zweck gegeben hatte – das fehlt ihm nun. Von den beiden zusammen hätte ich gerne noch mehr gesehen, denn über ihre Liebesgeschichte wird eher wenig verraten.
Besonders gut gefiel mir auch die Geschichte der jungen Tüftlerin Tes, die ein besonderes Talent dafür hat, magische Gegenstände zu reparieren und Objekten neue Magie zu verleihen, aber diese Gabe bringt sie auch in Gefahr. Ich mochte bei ihr ihren Blick auf die Magie, wie sie sich selbst schützt und sich clever durch ihre Probleme manövriert.
Es gibt noch mehr Perspektiven und Handlungsstränge, aber besonders wichtig ist die Bedrohung durch die „Hand“, die König Rhy stürzen möchte und dafür schon große Pläne hat, von denen man immer wieder neue Stückchen aufdeckt. Von den anderen Welten sieht man nur wenig, aber die wenigen Einblicke in die Welt des weißen London haben mir sehr gut gefallen.
Fazit
Insgesamt fand ich dieses neue Abenteuer wieder sehr spannend: Die Magie konnte mich mitreißen, die Charaktere überzeugen mit ihrer persönlichen Entwicklung und die vielfältige Welt konnte mich wieder mit neuen Details begeistern. Ich freue mich auf mehr!
Märchenhafter Weltuntergang
Ever & After, Band 1 - Der schlafende Prinz von Stella Tack
Rain White ist eine Nachfahrin von Schneewittchen, aber während andere Märchenfamilien Ruhm und Reichtum genießen, kann ihre Familie gerade so den Familiensitz erhalten. Trotzdem soll auch Rain an ihrem achtzehnten Geburtstag den schlafenden Prinzen küssen, um eine Prophezeiung zu erfüllen und damit die Magie zurückzubringen, die den Märchenfamilien wieder neue Macht verleihen soll.
Aber Rain hat gar kein Interesse daran, den Prinzen zu küssen, denn seit dem Tod ihrer perfekten Schwester fühlt sie sich der Welt der Märchen nicht besonders verpflichtet. Aus Trotz wird sie stattdessen zu einer kleinen Rebellin, die nicht den Weg gehen will, den ihre Familie für sie vorsieht, aber auch keine eigenen Pläne hat.
Letztendlich kommt es aber doch dazu, dass Rain ihren Teil erfüllen muss und die Geschichte entwickelt sich danach schon ganz anders, als ich erwartet habe. Aus dem märchenhaften Start mit Familien- und Schulproblem wurde schnell ein magischer und ziemlich ernster Weltuntergang. Mir hat diese Wendung ganz gut gefallen, aber die Handlung hat sich danach schon oft etwas im Kreis gedreht und trotz klarer Ziele ist man ziemlich planlos.
Das Worldbuilding fand ich insgesamt eher dürftig, mir fehlten da viele Zusammenhänge und Erklärungen zu den Märchen, der Schöpfungsgeschichte und dem Alltag der aktuellen Märchenfamilien. Dann sind da noch ein paar geheimnisvolle Charaktere, bei denen ich mir nicht sicher war, ob sie noch mysteriös sein sollten, wenn es so viele Hinweise gibt.
Fazit
Die Handlung fand ich meistens schon recht spannend, aber weder Rain noch die anderen Charaktere fand ich besonders sympathisch und die Welt der Märchenfiguren konnte mich auch nicht überzeugen.
Oberflächlich und langatmig
Starling Nights 1 von Merit Niemeitz
Mabel macht sich Sorgen um ihre beste Freundin Zoe, denn deren seltsame Beziehung mit Ashton lässt bei Mabel alle Alarmglocken klingeln. Zoe ist der Meinung, dass mit Ash alles wunderbar ist, auch wenn sie sich Sogen macht, wenn er sie länger mal nicht kontaktiert. Obwohl sie weiß, dass Mabel sich dort unwohl fühlt, überredet sie sie immer wieder dazu, gemeinsam zu den Partys zu gehen, die Ashton und seine Freunde veranstalten.
Ich konnte schon nicht verstehen, warum Mabel Zoe überhaupt begleitet und dann auch immer wieder. Es ist ja schön, dass sie auf ihre etwas naive Freundin achtgibt, aber sie selbst stellt sich auch nicht viel schlauer an. Obwohl sie meint, die Gefahr zu kennen, hält sie sich nicht von Ashton und seinen Freunden fern.
Sie ist schon in einer ähnlichen Lage wie Zoe, denn sie ist sofort fasziniert von Blake, auch wenn er sich komisch benimmt und sie von sich stößt. Bei Zoe merkt man aber, dass sie nicht mehr wirklich Herr ihrer Sinne ist, während Mabel trotz ihres unguten Gefühls, Blakes gemischtem Verhalten und etwas mehr Wissen über die geheimnisvolle Gruppe immer wieder unkluge Entscheidungen trifft – gleichzeitig hat sie aber schon eine hohe Meinung von sich selbst.
Da auch Blake eine eigene Perspektive hat, ist auch von Anfang an klar, dass hier Übernatürliches im Spiel ist, aber es dauert sehr lange, bis es da mal irgendwelche Fortschritte gibt. Das Buch hat schon in jeder Hinsicht ein langsames Tempo: Die Erklärungen sind lang, sie brauchen lange für neue Erkenntnisse und es gibt nur wenige Fortschritte - auch in der Liebe.
Blake ist unglücklich mit seinem Leben und was sie den Menschen antun, aber er ist auch loyal gegenüber seinen Freunden. Für beide Protagonisten sind Freundschaft und Loyalität sehr wichtig, eigentlich haben sie kaum andere Eigenschaften oder Motive.
Fazit
Insgesamt fand ich das Buch oberflächlich und langatmig, weil die Charaktere ewig auf der Stelle treten. Das Ende war mir zu einfach und das fand ich schon enttäuschend, obwohl es zu erwarten war.
Beziehungskrisen, neue Lebensabschnitte und wenige Fortschritte
A Night of Shadows and Betrayals von Anne Pätzold
Enthält Spoiler zum Vorgänger!
Winnie versucht ihre Schwester zu finden, aber sie kann auch nicht wirklich zur Polizei gehen und sie vermisst melden, schließlich waren es Vampire, die Sasha mitgenommen haben. Und dann ist da natürlich Jo: nicht nur Jos Geheimnis steht zwischen ihnen, Winnie kann auch nicht umhin, Jo die Schuld am Verschwinden ihrer Schwester zu geben.
Es steht viel zwischen ihnen und die Beziehung der beiden nach diesem schweren Schlag steht auch im Mittelpunkt der Geschichte. Nach allem, was geschehen ist, muss Winnie Jo erstmal verzeihen, bevor sie ihr wieder vertrauen kann, gleichzeitig tickt die Uhr und die Suche nach Sasha hat Vorrang. Jo versucht ja auch, neue Spuren zu finden, aber man spürt auch, dass ihr auf emotionaler Ebene mehr daran liegt, sich mit Winnie zu versöhnen.
Dann ist da noch Sashas Perspektive, die hier mehr Raum einnimmt. Sie kann sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern und versucht, sich an ihr neues Leben als Vampir zu gewöhnen, auch wenn sie nicht weiß, wie ihr Leben vorher ausgesehen hat. Aber ein paar vage Erinnerungen hat sie doch noch und sie versucht mehr herauszufinden, während ihre neuen Verbündeten ihr meistens helfen, ihr manchmal aber auch ein wenig im Weg stehen, weil sie eigene Pläne verfolgen.
Leider konnte mich die Fortsetzung auch nicht so richtig überzeugen, ich hatte wieder das Gefühl, dass sich die Geschichte in die Länge zieht und erst auf den letzten Seiten passiert wirklich etwas, damit es spannend endet. Sasha hat mit dem Großteil ihrer Erinnerungen auch ihre Gefühle verloren und wirkt sehr steif und emotionslos, Winnie und Jo waren mir etwas zu weinerlich und ich hätte mir bei ihren drängenden Problemen gewünscht, dass sie noch etwas aktiver sind.
Etwas oberflächliche Charaktere und einfache Handlung
Brynmor University - Geheimnisse von Dominik Gaida
Samuel versucht mehr über den Unfall seines Bruders herauszufinden, denn die Umstände wurden nie aufgeklärt und er hat das Gefühl, dass mehr dahintersteckt. Er nimmt die Dinge selbst in die Hand und beginnt selbst, an der Brynmor University zu studieren. Alles andere in seinem Leben rückt in den Hintergrund, er lässt seine Freunde und Familie erstmal zurück und hat auch kaum Zukunftspläne.
Aber dafür, dass es sein einziges Ziel ist, stellt er sich bei seinen Ermittlungen nicht so gut an, seine Nachforschungen sind eher plump und undurchdacht und es hat mich immer wieder gewundert, wie leicht es ihm trotzdem gelingt und wie wenige Konsequenzen es gibt.
Besonders verdächtig findet Samuel eine geheime und exklusive Verbindung unter den Studenten, bei der auch sein Bruder Mitglied war, aber trotz viel Geheimnistuerei scheinen die Antworten oft auf der Hand zu liegen, sodass es sich nach viel Lärm um nichts anfühlt.
Die einzige Ablenkung von seinen Plänen ist Connor. Schon auf den ersten Blick fühlen die beiden sich zueinander hingezogen und kommen sich danach immer näher. Ich fand ihre Liebesgeschichte ganz nett, aber wegen ihrer Unsicherheiten und Geheimnisse hat sie auch ein seltsames Tempo. Connors Charakter fand ich am Anfang noch ein bisschen interessanter, weil mich Samuels sehr eintöniger Charakter etwas gelangweilt hat, aber unter Stress wird auch Connor auf oberflächlichere Gefühle reduziert.
Fazit
Die Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen und die Geschichte rund um den Unfall des Bruders konnte mich auch nicht packen.











