Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nicole Koppandi:

Ein meisterhaftes Epos

Theodoros von Mircea Cartarescu

Dieses Buch in Worte zu fassen und den Inhalt zu beschreiben ist fast unmöglich. Es ist die fiktive Lebensgeschichte des 1818 geborenen Theodoros, Sohn einer Griechin, der in der Walachei seine Kindheit verbrachte und sich als Tewodoros II. zum Kaiser von Äthiopien krönte. Ganz fiktiv ist die Geschichte um ihn nicht, den diesen Kaiser gab es tatsächlich und wichtige Passagen entsprechen zum Teil der wahren Historie.

Er bildet sozusagen die Konstante in diesem Roman.

Bis zur Besteigung des äthiopischen Throns erleben wir Leser*innen Geschichten aus sämtlichen Epochen und Quellen. Der Autor erzählt unter anderem aus dem Alten Testament, aus Märchen, Mythen und Legenden, religiös, phantastisch, philosophisch und manchmal auch Reales. Wir begleiten Alexander den Großen, der Theodoros‘ großes Vorbild ist, seit er als Kind zum ersten Mal von ihm hörte. Wir lesen von einem selbstgekrönten Kaiser in Amerika, der uneingeschränkt über Jahre regierte; und viele weitere zum Teil skurrile und phantastische Figuren und Begebenheiten kreuzen auf knapp 700 Seiten unseren Weg.

Der Roman erforderte zunächst meine volle Konzentration, bis ich mich einfach darauf gut einlassen konnte und eine phantastische Geschichte nach der anderen in mich sog. Manchmal verlor ich den Faden, in welchen Zusammenhang ein Abenteuer mit Theodoros stand – der Autor schafft es jedoch, immer wieder die Verbindungen herzustellen, wenn diese für den weiteren Verlauf relevant sind.

Und dann diese beeindruckende Sprache, die ich so selten gelesen habe – ein wahrer Virtuose.

Dieser Roman fordert in jeder Hinsicht. Am Ende wird man mit einer unglaublichen Geschichte belohnt, die großartig ist – ich habe noch nichts Vergleichbares gelesen.

Aus dem Rumänischen von Ernest Wichner

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Quälende Erinnerungen

Unmöglicher Abschied von Han Kang

Die Ich-Erzählerin Gyeongha, eine depressive junge Frau, die kaum ihr Bett verlässt, reist nach einem Anruf ihrer langjährigen Freundin Inseon zuliebe, die im Krankenhaus liegt, von Seoul zu deren Haus auf der Insel Jeju, um ihren Vogel Sama zu versorgen. Auf der beschwerliche Reise durch unwirtliches und winterliches Gebiet, die sie mit Flugzeug, Bus und zuletzt zu Fuß durch die Nacht unternimmt, überfallen sie eigene und erzählte Erinnerungen an das Jeju-Massaker 1948, über das bis heute nicht gesprochen werden darf.

Auch Gyeonghas und Inseons Familien sind davon betroffen.

„Sogar die Säuglinge?
Ja, weil es das Ziel war, sie alle auszurotten.
Wen auszulöschen?
Die Roten.“ (S.147)

Nach und nach enthüllt sich eine Geschichte des Grauens.

Meine Meinung:

Wenn ein Autor oder eine Autorin den Literaturnobelpreis erhält, muss sein bzw. ihr Werk nicht immer alltagstauglich sein. Das ist mir beim Lesen dieser Geschichte spontan in den Sinn gekommen.

Han Kang widersetzt sich dem Tabu, dieses Massaker zu verschweigen. Das finde ich zunächst einmal wichtig, obwohl es, wie es scheint, nicht ganz ungefährlich ist. Auch über die Opferzahlen, des von der Regierung als kommunistischer Aufstand deklarierte Massaker, gibt es widersprüchliche Angaben. Man nimmt an, dass zwischen 30.000 und 60.000 der rund 300.000 Einwohner der Insel ermordet worden ist. Dieses unbekannte Kapitel der südkoreanischen Geschichte ist in Han Kangs Roman verpackt, denn im Westen weiß man sehr wenig über Korea. Nordkorea ist wegen seines verhaltensauffälligen Diktators immer wieder in den Schlagzeilen, Südkorea, bislang eine scheinbar stabile wirtschaftliche Größe, erregt aktuell durch seine Turbulenzen in der Regierung Aufmerksamkeit. Aber, das tun andere Nationen auch.

Der Schreibstil ist, gemessen an der Tragödie des Massakers, fast zu poetisch und spricht mich persönlich nicht ganz an. Manches ähnelt den Erinnerungen von Überlebenden der Shoa. Nicht immer kann ich unterscheiden, was Traum(a) oder Wirklichkeit der beiden Protagonistinnen ist.

Fazit:

Die Idee, die Geschichte rund um die beiden Frauen, deren Familien Überlebende des Massakers von Jeju sind, ist grundsätzlich interessant. Die Umsetzung hat mir nicht ganz so gut gefallen, daher nur 3 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von evaki:

Was Frauen nicht außer acht lassen sollten!

Empathie und Widerstand von Kristina Lunz

Empathie und Widerstand ist Kristina Lunz neustes Buch und gehört zu den Büchern, die als Pflichtlektüre in der Schule gelten sollten. Denn es würde nicht nur den den jungen Mädchen und Frauen gut tun, mehr über das Zusammenspiel von Empathie und Widerstand zu erfahren, sondern auch über die ganz normalen und eigentlich selbstverständlichen Strukturen der Netzwerke.

Mit den vielen Fußnoten und Quellenangaben finden wir noch so viele Belege und fundiertes Wissen, zu Frauenrechten, Gleichstellung von Frauen, Feminismus, Sisterhood, Aktivismus, um nur einige Themen zu nennen, dass man es kaum glauben kann, dass wir im Jahr 2025 leben. Es scheint sich die Zeit zurückzudrehen und wenn wir nicht aufstehen und uns vehement dagegen stemmen, werden wir wieder zurückgedrängt an einen Punkt, gegen den viele unserer weiblichen Vorfahren hart gekämpft haben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von evaki

Rezensionen von Marie aus E.:

Immer ein Notfall-Marmeladenbrot unter dem Hut

Paddington in Peru - Das Buch zum Film von Anna Wilson

Paddington ist wieder da!
Welch Freude - zum neuen Kinofilm "Paddington in Peru" gibt es auch ein Buch.

Man merkt es schon, dass es das Buch zum Film ist und nicht ein "normales" Buch. Gerade am Anfang liest es sich schon etwas sehr drehbuchmäßig oder wie eine Regieanweisung, insbesondere ein Teil, in dem die Nonnen singen und dabei ihre Besen schwingen.

Aber hej, es ist Paddington und im weiteren Verlauf fiel es auch nicht mehr ins Gewicht. Denn da wurde die Geschichte richtig spannend.
Tante Lucy geht es nämlich nicht gut und Paddington und die Browns reisen nach Peru, um nach ihr zu sehen. Daraus wird aber nichts, Tante Lucy ist verschwunden! Klar, dass Paddingtons und die Browns sich auf die Suche machen.

Das Dschungelabenteuer hat es in sich und eine Stelle fand ich auch sehr gruselig, deshalb würde ich das Buch jetzt nicht ganz kleinen Kindern vorlesen, unter sechs Jahren würde ich nicht empfehlen. Aber dafür war es auch richtig spannend.
Paddington hat natürlich wie immer sein Notfall-Organgenmarmeladensandwich dabei und auch dieses Mal wird es wieder dringend benötigt.
Aber es ist nicht nur spannend, sondern stellenweise auch sehr lustig. Jonathan ist nämlich in der Pubertät und hat mir einige Lacher beschert. Ich sage nur Insektenschutzmittel (wenn ihr soweit im Buch seid, dann wisst ihr Bescheid).

Die Botschaft des Buches ist rührend und so schön und auch die Auflösung einer Schatzsuche.


Eine Teil-Klärung bis hin zum Happy End fand ich allerdings sehr seltsam und so gar nicht logisch. Völlig unvermittelt und in einer Zeile im Buch abgehandelt. Ich kann nicht näher darauf eingehen, ohne zu spoilern, aber ich glaube, auch das ist dem Buch zum Film geschuldet.
Auch die wenigen Fotos zum Film im Buch fand ich nicht gut - so offensichtlich am Computer erstellt, das wirkt in einem großen Kinosaal, aber nicht auf einer Buchseite.

Aber genug gemeckert, das Buch hat auch zu jedem Kapitelbeginn zum jeweiligen Kapitel passende Vignetten - alle unterschiedlich, das habe ich so noch nie gesehen. Und die mit Paddington sind so niedlich!

Insgesamt mit oben genannten kleinen Einschränkungen einen bärenstarkes Abenteuer, mit viel Humor, Herz und eben einfach Paddington <3.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marie aus E.

Rezensionen von malia.readings:

„The Story of Mara – Getrennte Wege“ – Eine abwechslungsreiche und abenteuerliche Fortsetzung

The Story of Mara - Getrennte Wege (inklusive Farbillustrationen) von Venice M. Summer

Der zweite Band von „The Story of Mara“ setzt genau dort an, wo wir Mara, Blaze, Erion und Serena mit einem spektakulären Cliffhanger verlassen haben – an der Klippe an der dunklen See.

Mara wurde von einem Drachen auf dessen Insel entführt und kämpft mit aller Kraft darum, zu ihren Freunden zurückzukehren.

Während Blaze an der Klippe auf ihre Rückkehr wartet, machen sich Erion und Serena gemeinsam auf die Suche nach Kari, Maras Schwester.
Auf ihren jeweiligen Reisen erleben die Charaktere die unterschiedlichsten Abenteuer, und man lernt die Truppe noch besser kennen. Auch wenn die Geschichte anfangs wieder etwas braucht, um Fahrt aufzunehmen, bieten die actionreichen Kapitel später umso mehr Spannung.

Nach vielen aufregenden Seiten endet das Buch (wie auch schon der erste Band) mit einem fiesen Cliffhanger, und ich kann es kaum erwarten, Band 3 im April in den Händen zu halten.

Als Gesamtpaket hat mir „The Story of Mara – Getrennte Wege“ sehr gut gefallen. Die einzelnen Handlungsstränge und Abenteuer ergeben ein stimmiges Gesamtbild, auch wenn ich mich mit den POV-Sprüngen hin und wieder etwas schwergetan habe.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von malia.readings

Rezensionen von drachenzahn:

Magische Wintergeschichte mit Schwächen in der Handlung

Lina und der Schnee-Engel von Maggie O'Farrell

„Lina und der Schnee-Engel“ von Maggie O’Farrell ist eine zauberhaft illustrierte Geschichte, die Kinder ab fünf Jahren in eine magische Winterwelt entführt. Lina, ein neugieriges und lebhaftes Mädchen, trifft eines Nachts auf ihren Schnee-Engel – eine schimmernde, geheimnisvolle Figur, die ihr Schutz bieten soll.

Von dieser Begegnung fasziniert, versucht Lina immer wieder, ihren Engel zurückzuholen, auch durch gefährliche Aktionen, was für einige junge Leser fragwürdige Botschaften senden könnte.

Die Grundidee des Buches ist bezaubernd: Wer im Schnee einen Engel formt, erhält einen persönlichen Schutzengel. Doch die Handlung selbst wirkt an einigen Stellen unausgereift. Themen wie Krankheit, Krankenhausaufenthalte und riskantes Verhalten sind für Kinder schwer zu greifen oder könnten sie verunsichern. Insbesondere Linas Versuch, durch Gefahren ihren Engel herbeizurufen, erscheint problematisch.

Das Highlight des Buches sind jedoch die wunderschönen Illustrationen von Daniela Jaglenka Terrazzini, die mit nostalgischem Charme und stimmungsvoller Farbgebung die winterliche Atmosphäre perfekt einfängt. Das Cover mit seinen glitzernden Schneeflocken ist des Weiteren ein echter Hingucker.

Sprachlich ist die Erzählung poetisch und lädt zum Träumen ein, jedoch könnte sie für Fünfjährige stellenweise zu anspruchsvoll sein. Die Bilder helfen, Verständnislücken zu schließen, und machen das Buch auch für Jüngere interessant.

Trotz seiner Schwächen bietet „Lina und der Schnee-Engel“ eine herzerwärmende Botschaft über Hoffnung, Schutz und Vertrauen. Es eignet sich gut für gemütliche Lesestunden in der kalten Jahreszeit, auch wenn es inhaltlich nicht ganz überzeugt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von drachenzahn

Rezensionen von drachenzahn:

Spannung top, Liebesgeschichte flop

The Games Gods Play - Schattenverführt von Abigail Owen

Abigail Owen liefert mit The Games Gods Play einen actiongeladenen Auftakt, der die griechische Mythologie in ein modernes Fantasy-Gewand kleidet. Die Geschichte rund um Lyra, einer cleveren, aber verfluchten Heldin, bietet Spannung, Drama und überraschend skurrile Wendungen.

Lyra überzeugt als Hauptfigur durch ihren Mut, ihre Prinzipien und eine Prise Sarkasmus.

Ihre Entwicklung vom Außenseiter zur Schlüsselfigur in den tödlichen Crucible-Spielen ist beeindruckend, auch wenn die rasante Charakterentwicklung nicht immer ganz nachvollziehbar ist. Ihre selbstlosen Taten und unerschütterliche Loyalität machen sie liebenswert, auch wenn sie gelegentlich an der Grenze zur Überperfektion balanciert.

Hades, der düstere Bad Boy mit einem weichen Kern, bringt eine interessante Dynamik in die Handlung. Allerdings ist er kaum präsent, was die Romantik zwischen ihm und Lyra etwas unausgegoren wirken lässt. Das knisternde Slow-Burn-Versprechen wird nicht ganz eingelöst, was bei einer Geschichte dieser Art schade ist. So richtig nimmt man ihnen die Liebesgeschichte nicht ab.

Abigail Owen gelingt es jedoch, mit den Prüfungen eine dichte Atmosphäre zu schaffen, in der die Götter in ihrer moralischen Ambivalenz faszinieren. Besonders Aphrodite sticht mit ihrer charismatischen Persönlichkeit hervor. Die Spiele selbst, eine tödliche Mischung aus Intelligenz und Grausamkeit, halten die Spannung durchgehend hoch. Die Prüfungen sind originell und grausam, oft mit einem cleveren Twist, der den Leser zum Staunen bringt. Dennoch bleibt der Vergleich zu den Hunger Games unausweichlich.

Was etwas auf der Strecke bleibt, ist das Worldbuilding. Der Olymp und seine Regeln werden angedeutet, doch viele Fragen bleiben offen, und man wünscht sich mehr Tiefe. Auch die Handlung rast teilweise zu schnell voran, was das Mitfiebern manchmal erschwert.

The Games Gods Play punktet mit originellen Ideen, einem hohen Erzähltempo und einer packenden Handlung. Wer Action, Intrigen und die Abgründe der griechischen Götter mag, wird hier bestens unterhalten. Trotz kleiner Schwächen freue ich mich auf die Fortsetzung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von drachenzahn

Rezensionen von Ele:

Ein kleiner Bär sucht El Dorado

Paddington in Peru - Das Buch zum Film von Anna Wilson

Paddington in Peru, von Anna Wilson, aus dem Englischen übersetzt von Heide Lutosch, 172 Seiten, erschienen im Karibu-Verlag.
Das Buch zum Film
Paddington reist gemeinsam mit seiner Familie Brown nach Peru, um seine Tante Lucy zu besuchen. Als die Browns im Heim für pensionierte Bären ankommen, ist Tante Lucy jedoch verschwunden.

Es beginnt eine atemberaubende Reise vom Dschungel des Amazonas bis in die Berge auf der Suche nach dem geheimnisvollen Goldland.
Das Buch teilt sich in 23 Kapitel in angemessener Leselänge. Die Kapitelüberschriften sind passend zum Inhalt gewählt und mit einer netten Zeichnung geschmückt. In der Hälfte des Buches sind Szenen aus dem Film platziert, das fand ich ganz besonders hübsch. Auch das Titelbild ist schön und macht Lust auf die Lektüre. Paddington in Peru ist für das Lesealter 6 – 12 Jahre angegeben, das halte ich für angemessen, außerdem finde ich, dass man es auch gut für die Jüngeren zum Vorlesen verwenden kann. Mir hat es gut gefallen, hat mich bestens unterhalten und mir Lust auf den Film gemacht. Auch Jugendliche und Erwachsene werden Freude am Buch haben. Denn dieser kleine charmante, tollpatschige Bär hat doch die Herzen der Menschen in jedem Alter erobert. Der Text wird durch viele Dialoge belebt. Besonders markant sind die schriftlich dargestellten Geräusche, die wie in einem Comic, mit Großbuchstaben gedruckt sind. (PLOPP, BUMM etc.)
Ein Buch für die ganze Familie, meine ich. Auch ich fand es wirklich spannend und aufregend, den Abenteuern der Familie Brown und Paddington zu folgen. Ich habe gelacht gebangt und mich rundherum gut unterhalten gefühlt. Außerdem habe ich richtig Lust bekommen den Film anzusehen. Geeignet also für die gesamte Familie. Spannung Abenteuer Plottwists und ein überraschendes Ende. Auch nach dem Film macht es sicher noch Spaß das Gesehene mit der Lektüre des Buches noch zu vertiefen. Die netten sympathischen Browns und der knuddelige Marmeladensandwich-Esser, bekommen von mir 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ele

Rezensionen von peedee:

Rauhnächte? Rauhnächte!

Rauhnächte - 12 Tage nur für dich von Tanja Köhler

Gehören Rauhnächte nur zum Aberglauben, Esoterischen? Oder ist da was Wahres dran? In den Rauhnächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag werden Rituale abgehalten, Zeit für das Innehalten und die Reflexion eingeplant. Die Autorin zeigt in diesem kompakten Ratgeber auf, wie die Rauhnächte, von denen jede für einen Monat des Jahres steht, begangen werden können.

Eine Einladung für alle, die sich auf Neues einlassen wollen.

Erster Eindruck: Ein hochwertig wirkendes Hardcover, das jedoch etwas sperrig in der Hand liegt und nicht im offenen Zustand liegen bleibt. Das Layout im Innern des Buches gefällt mir sehr gut.

Was weiss ich über Rauhnächte? Nichts. Oha! Selbstverständlich habe ich den Begriff schon mal gehört, aber in diesem Winter bin ich bei den Buchhandlungen fast über die Tische mit Empfehlungen rund um die Rauhnächte gestolpert. Von der Autorin kannte ich bisher nur das Buch „Das Jahr, als ich anfing, Dudelsack zu spielen“, was mir ausgezeichnet gefallen hat. Daher war ich gespannt auf ihre Erläuterungen zum vorliegenden Thema.

Das Buch ist wie folgt aufgeteilt: „Wissenswertes über ein uraltes Ritual“; „Die Zeit vor den Rauhnächten“; „Die Zeit der Rauhnächte“; „Die Zeit nach den Rauhnächten“. Jede Rauhnacht steht für einen Monat und hat ein Thema. Der September z.B. ist dem Thema „Geduld“ gewidmet – also genau meins, denn ich bin zuweilen nicht sehr geduldig mit mir selbst. Eine zusätzliche Portion Gelassenheit und Geduld würde mir nicht schaden!
Die Autorin schreibt, dass das Räuchern (und/oder Räucherstäbchen) gar nicht ihr Ding ist – da kann ich ihr vollumfänglich beipflichten. Ich finde ihre Alternative, eine spezielle Kerze für die Rauhnächte zu verwenden, sehr gut (ich habe mich auch schon umgesehen, wo ich die kaufen kann). Es werden sehr viele Fragen gestellt, die zum Nachdenken anregen. Es gibt dazu aber keine richtigen oder falschen Antworten, da die Erwartungen, Hoffnungen, Lebensumstände so individuell wie die einzelnen Menschen sind.

„Ich bin nicht auf der Welt, damit ich so bin, wie die anderen mich gerne hätten.“ (S. 38)

Für die Rauhnächte 24/25 war ich zu spät dran, d.h. ich habe nun zwar den theoretischen Teil abgearbeitet – sprich das Buch gelesen –, aber der praktische Teil fehlt noch. Ich bin jedoch sehr motiviert, in den nächsten Rauhnächten das Gelesene auch in der Praxis umzusetzen. Den Beginn für das „Abenteuer“ Rauhnächte 25/26 habe ich bereits in meinem Kalender vermerkt. Vielen Dank für die Inputs!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee

Rezensionen von Camilla :

spitze

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 16 - Gefährliche Tiere von Karin Müller

Dieses Buch war der Volltreffer für meinen Sohn. Er ist jetzt nicht direkt ein Lesemuffel, aber es muss schon ein sehr gutes Buch sein, dass er es durchzieht und doch nicht lieber zum Comic greift. Das ist mir mit diesem Buch gelungen. Das Cover hat ihn sehr begeistert, und auch drinnen ist der Aufbau genau richtig für das Alter (8 Jahre).

Es ist kein Erstlesebuch mehr mit nur ein zwei Sätzen pro Seite aber noch immer genügend Bilder pro Seite. Die Schrift hat auch die richtige Größe. Das Wissen, das die Autoren ausgesucht haben ist sehr spannend. Er hat es regelrecht verschlungen, und hat die Erwachsenen gleich getestet, ob sie gewisse Dinge auch wussten. (Das mit der Beißkraft mussten wir aber erst mal googlen - das war nicht besonders gut erklärt. Aber der Rest war sehr kindgerecht für wissbegierige Kinder. Die aktiven Seiten sind auch schön gestaltet, sind aber im Verhältnis schon recht viel. Da kommt bei ihm halt immer Schulfeeling auf....

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Camilla