Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Der Zauber von Eldasien geht weiter

Das Lied der Goldenen Fee von Karola Löwenstein

Vorsicht, Spoiler zu Band 1!
Die Geschichte knüpft nahtlos an Band 1 an und es ist zu empfehlen, die Bücher nacheinander zu lesen.

Nola, kehrt, gemeinsam mit ihre Schwester Mevia und Lirion, eher nach Eldasien zurück, als ursprünglich geplant, denn der König will das Portal für immer schließen.

Sie wollen für die Zukunft der Elfen kämpfen und Nola freut sich darauf, wieder bei Tiago zu sein. Doch schnell merken sie, dass sie kaum eine Chance haben, den Fluch der goldenen Fee zu brechen. Und auch das Wiedersehen mit Tiago verläuft anders als erhofft.

Nachdem bereits Band 1 ein fesselnder und spannender Auftakt für mich war, habe ich mich sehr auf die Fortsetzung der Reihe gefreut. Ich liebe es aktuell sehr, in magische Welten zu versinken und mich mit Feen, Elfen und Drachen zu umgeben.
Es fiel mir auch nicht schwer, schnell wieder in die Handlung einzutauchen und Nola erneut auf ihren Abenteuern in Eldasien zu begleiten.
Auch das Worldbuilding wurde wieder wunderbar bildreich beschrieben.

Unsere Hauptprotagonistin ist dabei sich in eine Elfe zu verwandeln. Doch schon bevor der Prozess abgeschlossen ist, muss sie zurückkehren, denn sonst ist das Portal für immer verschlossen.
Karola Lowenstein hat es erneut geschafft, für ein beeindruckendes Kopfkino bei mir zu sorgen und die Emotionen unserer Charaktere so glaubwürdig zu vermitteln, dass ich das Gefühl hatte, mich mitten im Geschehen zu befinden.
Etwas genervt war ich diesmal von Tiago und ich hoffe ehrlich gesagt, dass es für ihn und Nola kein Happyend gibt.
Besonders ins Herz geschlossen habe ich, neben Neregir, in diesem Teil der Reihe, Ateus. Ich verrate Euch jetzt nicht, um wen es sich dabei handelt, aber freut Euch auf eine ganz besondere Figur.

Fazit:
Das Lied der Fee ist eine tolle Fortsetzung der Reihe.
Spannende und actionreiche Szenen wechseln sich mit ruhigen Abschnitten ab. Es gibt Liebeskummer und viele Gefühle. Ich bin gespannt auf den finalen Teil, der hier schon auf mich wartet! Für Band 2 gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gilasbuecherstube

Rezensionen von Lilli33:

Schon vielfach gelesenes Szenario, aber gut umgesetzt

One Perfect Couple von Ruth Ware

Schon vielfach gelesenes Szenario, aber gut umgesetzt

Inhalt:
Lyla steckt mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit an der Uni gerade in einer Sackgasse. Deshalb lässt sie sich dazu überreden, mit ihrem Freund Nico an einer TV-Reality-Show teilzunehmen. Nico ist ein noch unbekannter Schauspieler und erhofft sich einen Karrierekick von dieser Show.

Auf einer paradiesischen Insel mitten im Indischen Ozean sollen sie gegen vier andere Paare antreten. Doch ein Sturm lässt das Paradies schnell zum Albtraum werden. Bäume fallen um, Menschen werden verletzt und sogar getötet. Die übrigen kämpfen total abgeschnitten von der Umwelt ums nackte Überleben - gegen die Natur und gegeneinander …

Meine Meinung:
Das Szenario, eine Gruppe von Leuten abgeschnitten von der Zivilisation, sei es auf einer Insel oder in den Bergen, ist nun wirklich nichts Neues. Auch die daraus resultierenden Folgen sind immer irgendwie dieselben und damit ziemlich vorhersehbar. Doch Ruth Ware versteht es, die Lesenden trotzdem zu fesseln und die Ereignisse spannend zu schildern.

Reality-Shows sind nicht gerade meine Leidenschaft, aber es war ganz interessant, mich von der Autorin mal hinter die Kulissen führen zu lassen. Auch die einzelnen Charaktere werden ausreichend tiefgründig aufgebaut und ergeben eine sehr interessante (und explosive) Mischung.

Lyla als Protagonistin fand ich sehr angenehm. Ihr analytischer Verstand und ihre Fairness helfen ihr durch manche Psychowirren. Und davon gibt es reichlich. Sie weiß zum Einen nicht, wem sie wirklich trauen kann, zum Anderen muss sie mit dem Geschehenen umgehen, Verluste verkraften, Tote begraben und dabei immer noch die Hoffnung auf Rettung erhalten.

Fazit:
Zwar kein außergewöhnliches Setting, aber trotzdem ein spannend erzählter (Psycho-) Thriller, der mir einige tolle Lesestunden beschert hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33

Rezensionen von EvaLiest:

Für Fans von Inception oder Jacques Lacan

Wackelkontakt von Wolf Haas

Wackelkontakt von Wolf Haas fällt als allererstes durch das außergewöhnliche Cover auf. Ich konnte das Buch nicht länger anschauen, ohne dass mir schwindlig wurde und das passt ganz gut zum Inhalt der Geschichte (dazu später mehr). Wenn man den Schutzumschlag abnimmt, gibt es auch eine kleine Überraschung auf dem Cover (so etwas gefällt mir ja immer sehr gut).

Optisch also schon einmal sehr gelungen.
Und dann zum Inhalt. Das Buch hätte wirklich richtig gut sein können. Aber wann kommt es endlich bei Autoren an, dass es nicht cool ist, Frauen zu objektifizieren? Auch nicht literarisch. Und vor allem nicht, wenn die Stellen absolut nichts zur Geschichte beitragen und man sie, wenn man sie schon nicht umschreiben möchte, auch einfach weglassen könnte. Und ja, wenn die Brüste einer Frau als „ihre nicht zu übersehenden Vorzüge“ beschrieben werden, ist das objektifizierend. Und auch literarisch nicht gerade originell, ganz ehrlich.
Abgesehen davon ist es ein Buch, das man ganz wunderbar mit einem Seminar zum Thema postmoderne Literatur lesen kann. Es wirkt fast ein bisschen so, als hätte Wolf Haas eine Liste gehabt mit Aspekten, die diese Literatur ausmachen (können), und hätte sich dann ans Werk gemacht. Und das mag jetzt so klingen, als wäre das negativ, aber so meine ich das gar nicht. Ich hatte großen Spaß dabei, die verschiedenen Aspekte zu entdecken, miteinander in Verbindung zu setzen, Hypothesen aufzustellen und einfach mal wieder so richtig theoretisch in die Analyse zu gehen. Wir begegnen unter anderem Lacan, Derrida, oder de Saussure und ich freue mich ja jedes Mal über ein Wiedersehen mit diesen Franzosen.
Aber keine Sorge, der Roman funktioniert auch ganz prima ohne all das und man braucht absolut kein Vorwissen. Es geht viel um Sprache und (die Auflösung von) Bedeutung, das Infragestellen von Wahrheiten, den Wegfall von Kausalzusammenhängen, Fragmentierung, Zufall. Und eben auch um eine abgefahren absurde Geschichte, die trotz aller Unmöglichkeit doch irgendwie plausibel wirkt, wenn man sich darauf einlässt.
Die Idee, dass eine Figur einen Roman liest, in dem sie selbst vorkommt, ist so neu nicht. Ich erinnere mich an Austers Travels in the Scriptorium, bei dem das bereits in Ansätzen vorhanden ist. Und es gibt sicher viele weitere. Aber es ist hier gut gemacht. Und das bringt mich auch zum Anfang meiner Rezension zurück: wenn man versucht, die Ebenen der Geschichte genau aufzudröseln, kann es sein, dass einem schwindelig wird. Es ist ein bisschen Inception und viel willing suspension of disbelief, also die Bereitschaft der Lesenden, nicht alles zu hinterfragen, und einfach mal etwas hinzunehmen.
Ich finde es jetzt schwierig, den Roman neutral zu bewerten, da mich Misogynie einfach richtig nervt und ich es leid bin, dass es so oft einfach hingenommen und ignoriert wird und dadurch einfach kein Umdenken stattfindet. Die Story an sich hat mich schon gefesselt und ich habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen, weil ich immer wissen wollte, wie es weiter geht. Aber ich habe mich halt auch immer wieder aufgeregt. Und das finde ich umso schlimmer bei Büchern, die ich so gerne uneingeschränkt gemocht hätte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von EvaLiest

Rezensionen von Lesebegeisterte:

„packend und nervenzerreißend!“

The Twenty von Sam Holland


Der Prolog von diesem Thriller hat mich gleich sowas von gepackt. Ich wusste sofort nach ein paar Seite: dieser Thriller ist genau nach meinem Geschmack!! Detectice Chief Inspector Adam Bishop wird mit seinem Kollegen Jamie zu einem Tatort gerufen. Die Leiche ist bereits halb verwest. Die Tatortbeschreibung geht hier sehr ins Detail, man kann sich alles recht bildlich vorstellen.

Schnell war mir der Ermittler sympathisch. Am Tatort finden die Ermittler aber nicht nur eine Leiche, sonders insgesamt fünf an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Stadien der Verwesung. Schnell ist klar, hier hat es das Ermittlerteam mit einem Serienkiller zu tun. Wer waren die Opfer und warum mussten diese sterben? Gibt es weitere Opfer? Das Team arbeitet mit allen verfügbaren Mitteln an der Lösung des Falles.

Als dann Adams Ex-Frau Dr. Romily Cole Beweise findet, die mit einer Mordserie zusammenhängt, die vor über 30 Jahren geschehen ist, nehmen die Ermittlungen Fahrt auf. Doch der Killer ist ihnen immer einen Schritt voraus und die Abstände zwischen den Opfern wird immer weniger.
Fand den Schreibstil mega-spannend, brutal und blutrünstig. Das Vorgängerbuch „The Echo-Man“ sollte schleunigst übersetzt werden, denn ich denke, dies ist eine Serie die süchtig macht. Meinen Geschmack traf dieser Thriller zu 100 Prozent! Wer dann der Mörder war, hat mich sehr überrascht, denn ich war ständig auf der falschen Fährte. Lesestoff für nervenstarke Leser und all jene die blutrünstigen Grausamkeiten lieben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesebegeisterte

Rezensionen von Kwinsu:

Starke Charaktere und eine Geschichte mit Tragik, Humor und Kreativität

Als wir im Schnee Blumen pflückten von Tina Harnesk

Im Norden Schwedens: Máriddja ist sterbenskrank und ihr Gatte Biera schwindet immer mehr in die Demenz. Stur wie die alte Samin ist, lässt sie sich nicht behandeln und kämpft an verschiedenen Fronten gegen jegliche Hilfe oder Kontaktaufnahme. Nur ihre Vergangenheit lässt sie nicht los und immer wieder kehren ihre Gedanken zu ihrem verlorengegangenen Neffen, dem sie einst ihre ganze Liebe schenkte.

Eine Freundin findet sie in der Stimme aus der "Telefonapparatmaschine" namens Sire, die sie bei ihren Vorhaben kräftigend zu unterstützen scheint.

Tina Harnesk ist ein humorvoller wie auch tragischer Roman zugleich gelungen, der eine bewegende Familiengeschichte als Kern hat. Die Autorin glänzt mit besonders kreativen Metaphern, die mich oft zum Lachen gebracht haben. Die Hauptfigur Máriddja ist eine sture und eigenwillige alte Dame, die für meinen Geschmack aber oft zu überspitzt gezeichnet wurde. Sie wartet mit Ideen und Handlungen auf, die teils martialisch sind, teils überhaupt nicht nachvollziehbar - allerdings werden sie im weiteren Geschehen des Romans allesamt aufgelöst und dadurch entsteht ein tief gezeichnetes Bild der Gedankenwelt der Protagonistin. Die Figur ihres Gatten Biera ist hingegen besonders gut gelungen und er scheint in seiner dementen Welt sehr glücklich zu sein - ich finde es schön, dass hier das Thema Demenz eben nicht mit der üblichen, drückenden Schwere beschrieben wird. Weitere Nebenfiguren werden ebenso liebevoll und detailreich gezeichnet und für mich war es ein Genuss, den einzelnen Figuren zu folgen.

Besonders hervorzuheben ist auch, dass die Autorin das dunkle Kapitel Schwedischer Geschichte, bei der es um Zwangsumsiedlungen der Sami geht, immer wieder in die Geschichte einwebt, darauf aufmerksam macht, aber nicht zu aufdringlich den mahnenden Zeigefinger hebt, sondern einfach beschreibt, welche Auswirkungen die Umsiedelungen auf die indigene Bevölkerung in ihrer emotionalen Grundfeste hatte. Überhaupt - wie sie die Besonderheiten der Sami beschreibt, ist wunderschön. Anfangs dachte ich mir, dass es gut gewesen wäre, wenn sie einige Begriffe erörtert hätte, aber Harnesk schafft es ohne eine explizite Erklärung, den Leser:innen zu Verstehen zu geben, was gewisse Ausdrücke bedeuten.

Überhaupt ist ihre Sprache sehr bildgewaltig, kreativ und flexibel und doch schafft sie es, ihren Charakteren eine Tiefe zu verleihen. Ab und an übertreibt sie es aber für meinen Geschmack mit der Kreativität, manche Handlungen sind mir zu übertrieben ausgeartet und an etlichen Stellen zieht sich der Text in die Länge. Das entschuldigt aber das berührende Ende, das in einem langsam herangeführten und stimmigen Aufgang aller Handlungsstränge mündet.

Mein Fazit: "Als wir im Schnee Blumen pflückten" ist ein lesenswerter Roman über eine tragische Familiengeschichte im hohen Norden mit samischen Elementen, der humorvolle, manchmal auch übertriebene Momente hat und sich durch stark gezeichnete Charaktere auszeichnet. Trotzdem es zwischendurch seine Längen hat, werden die Leser:innen am Ende mit einem stimmigen Ausgang belohnt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kwinsu

Rezensionen von Kwinsu:

Igel - sehr britisch!

Das Igel-Tagebuch von Sarah Sands

Das Igel-Tagebuch ist kein Roman, sondern ein sehr persönliches essayistisches Buch der BBC-Journalistin Sarah Sands über die britische Kulturgeschichte des Stacheltiers, gepaart mit einem langsamen Abschiednehmen von dem Vater der Autorin. Es ist eine Erkundungstour und ein langsames Kennenlernen - was macht die Tiere aus und was machen Igel mit den Menschen? Sie selbst findet ein verletztes Stacheltier - Peggy - just zu jener Zeit, als ihr Vater ins Krankenhaus kommt.

Nachdem sie das Tier gerettet hat, beginnt sie, sich intensiver mit seiner Art und seiner Kulturgeschichte zu beschäftigen. Sie wird dabei sehr oft philosophisch, auch gesellschaftskritisch und es ist erstaunlich, wie oft sich unterschiedliche Menschen schon literarisch mit dem Stacheltier auseinandergesetzt haben, wie es uns Sands wissen lässt. Augenscheinlich ist jedenfalls: Brit:innen lieben Igel, das Tier nimmt auf der Insel eine ganz besondere Rolle ein und viele Dörfer und Städte haben es sich in den letzten Jahren zur Aufgabe gemacht, das bedrohte Stacheltier zu retten, indem sie ihre Gärten igelfreundlich gestalten und ihr Wissen mit großer Leidenschaft weitergeben.

Neben dem Igel ist aber das langsame Abschiednehmen von Sands Vater ein zweiter Erzählstrang. Persönlich, aber doch recht nüchtern, nimmt sie uns mit in den einsetzenden Trauerprozess, der mit dem Abschiednehmen des Vergänglichen beginnt. Schnell ist die Aufmerksamkeit aber wieder auf die kleinen Wildtiere im Garten gelenkt, denn die Natur schafft es ihr Trost zu spenden. Nur die Dachse, natürliche Feinde der Igel, kommen in dem Erzählten gar nicht gut weg und das, obwohl der Mensch ihre größte Gefahr darstellt. Kritisch anmerken kann man auch, dass das wuselige Wesen in seiner Kulturgeschichte oft allzu vermenschlicht wurde und die Autorin das fortsetzt, was aber eben auch menschlich ist und der Art keinen Schaden anrichtet.

Mein Fazit: Das Igel-Tagebuch ist ein besonderes, essayistisches Buch über die Kulturgeschichte der Igel in Großbritannien. Die Autorin verknüpft Wissen über das Stacheltier mit philosophischen und gesellschaftskritischen Gedanken und nutzt die gefundene Nähe zur Natur, um den Abschied von ihrem Vater zu verarbeiten. Es ist ein ruhiges und lehrreiches Buch mit britisches Flair, das erklärt, weshalb der Igel etwas Schützenswertes ist, auch wenn es in einigen Teilen zur Vermenschlichung tendiert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kwinsu

Rezensionen von Petra Sch.:

gelungener Auftakt der neuen Cozy Crime Reihe von Richard Osman

Wir finden Mörder von Richard Osman

4,5 Sterne

Wer den Donnerstagsmordclub kennt, weiß, wie skurril Richard Osman seine Charaktere zeichnet; jedoch mit viel Charme und trockenem Humor, aber auch emotional.
Und genau so sind auch die handelnden Personen in seiner neuen Krimireihe, in der sich alles um die Personenschützerin Amy Wheeler, ihren Schwiegervater Steve Wheeler und die alternde Krimischriftstellerin Rosie D'Antonio dreht.

Amy wird bei ihrem Job, Rosie vor einem mordlüsternen russischen Milliardär zu beschützen, selbst angegriffen und nun gilt es mit Hilfe ihres Schwiegervaters Steve, der mal Polizist war, und der überdrehten alternden, aber immer noch bekannten Krimischriftstellerin Rosie, die auf Glamour und Unterhaltung steht, herauszufinden, wer ihr die Morde an drei Influencern andrehen will, die von Amys Agentur betreut wurden und wo Amy jeweils in der Nähe einen Job zu erledigen hatte. Bzw. wer will sie gleich umbringen lassen?

Eine wilde und rasante Verfolgungs- und Ermittlungsjagd von South Carolina nach St. Lucia, Irland, in die britische Heimat New Forest und von dort nach Dubai, auf den Spuren von Influencern, Geldschmugglern, Auftragskillern und Drogendealern lässt Spannung, Humor und witzige Unterhaltung aufkommen.
Obwohl ich sofort im Gefühl hatte, wer der Drahtzieher war, hatte man als Leser natürlich nicht immer alle Informationen, die Steve herausgefunden hat, und das Miträtseln hat trotzdem riesigen Spaß gemacht, auch wenn einiges sehr überzogen und manches unglaubwürdig war.

Achja, Steves Kater Trouble, den er eigentlich nicht wollte und dann doch sehr in sein Herz geschlossen hat, ist mein heimlicher Liebling.


Fazit:
Auch die neue Cozy Crime-Reihe von Richard Osman überzeugt durch skurrile Charaktere, Charme und trockenen Humor. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra Sch.

Rezensionen von Kwinsu:

Tu es - schreib!

Reden ist Silber, Schreiben ist Gold von Thomas Brezina

Thomas Brezina hat in einem Zeitraum von rund 30 Jahren unglaubliche 600 Bücher veröffentlicht, hauptsächlich Kinderbücher, wobei er aber besonders in den letzten paar Jahren etliches für Erwachsene publiziert hat. Er ist also ein Vielschreiber und lässt uns in "Reden ist Silber. Schreiben ist Gold" an seinem persönlichen Vorgehen beim Schreiben teilhaben.

Die Sprache ist, wie wir es von Thomas Brezina gewöhnt sind, sehr niederschwellig, sodass sich jede/r angesprochen fühlt. An weiten Stellen wirkt es, als würde der Autor direkt neben einer sitzen und aus dem Nähkästchen plaudern. Er erläutert verständlich, dass jede/r ihren/seinen Weg finden muss, um sich mit seinem Schreiben wohlzufühlen. Er gibt zahlreiche Tipps, wie es gelingen kann, dazu sind auch immer wieder hilfreiche Übungen angeführt, die einem das gerade Gelesene ausprobieren lässt.

Das Besondere an dem Buch ist zweifelsohne die sehr persönliche Note, der Einblick, den uns Herr Brezina in sein Schaffen gibt. Besonders erhellend ist dabei, dass er - trotz seines gewaltigen Erfolgs - trotzdem noch mit Selbstzweifel und Schreibblockaden zu kämpfen hat. Auch hier gibt uns der Schreiberling gute Vorschläge, wie damit umgegangen werden kann. Er macht klar, dass die perfekte Schreibatmosphäre und -Vorgehensweise sehr individuell ist und jede/r selbst herausfinden muss, was für sie oder ihn gut funktioniert. Dafür stellt er ein breites Repertoire an Vorschlägen zur Verfügung und ermöglicht auch eine Selbstreflexion. Zudem stellt er zahlreiche Beispiele zur Verfügung, um die Tipps auch konkret an einem Textbeispiel zu verstehen.

Als kleinen Kritikpunkt möchte ich anführen, dass einige Beispiele, die er vorbringt, für mich persönlich nicht immer zu Hundertprozent nachvollziehbar waren, andere Tipps hätten für meinen Geschmack auch knackiger und kürzer beschrieben werden können. Jedenfalls aber schafft es Brezina zu motivieren, zu vermitteln, dass es jede/r schaffen kann. Das wichtigste dabei: tu es - schreib!

Mein Fazit: Thomas Brezinas "Reden ist Silber. Schreiben ist Gold" ist ein absolut empfehlenswerter und motivierender Schreibratgeber mit einer sehr persönlichen Note, der viele hilfreiche Tipps gibt, leicht und nachvollziehbar zu lesen ist und uns einen erhellenden Einblick in den Arbeitsalltag des Autors gibt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kwinsu

Rezensionen von Sheilo:

Abenteuerliche Slow-Burn-Romantasy

We hunt the Flame von Hafsah Faizal

Zafira muss sich in ihrer Heimat als Mann ausgeben, da Frauen und ihr Ansehen vom Kalifen unterdrückt werden. Dabei ist sie der legendäre Arzjäger. Ihr Ruf eilt ihr voraus und somit erhält sie von einer Hexe den Auftrag, ein altes Artefakt auf der gefährlichen Insel Sharr zu bergen. Zafira scheut das Risiko nicht und macht sich in Begleitung auf den Weg.

Doch sie ist nicht die Einzige mit einer Mission, denn der gefürchteste Auftragsmörder des Reiches wurde auf sie angesetzt. Doch was, wenn die Insel Sharr sie alle verändert und dort schicksalshafte Tage auf sie warten?

Hafsah Faizal hat mich mit "We Hunt the Flame: Die Reiche von Arawiya 1" absolut begeistert. Zunächst fiel es mir ein wenig schwer ins Buch zu kommen, doch dann hat es mich einfach gefesselt. Der Schreibstil ist wahnsinnig packend und die Spannung steigt im Buch immer mehr an. Die vielen unerwarteten Enthüllungen sorgen dabei dafür, dass es nicht langweilig wird und das Ende dieses Bandes macht mich schon sehr neugierig auf die Fortsetzung im zweiten Teil der Dilogie.

Im Buch begleiten uns die verschiedensten Charakter, die teilweise nicht unterschiedlicher sein könnten.
Zafira ist in meinen Augen eine wahnsinnig tapfere Frau, aber trotzdem scheint sie sich nach Anerkennung zu sehnen. Sie sorgt sich um die Menschen, die sie liebt, auch wenn sie seit dem Tod ihres Vaters sehr viel Trauer und Schuldgefühle in sich trägt.
Nadir ist der Kronprinz des Reiches und von allen als Haschaschine gefürchtet. Er zeigt nach außen hin nur eine Maske, hinter die er niemanden einen Blick werfen lässt. Begleitet wird er von seinem General Altair, den ich auf Anhieb mochte und der noch für viele Fragen im Buch gesorgt hat.
Außerdem gibt es noch eine Reihe weiterer Personen in der Geschichte, die ich sehr bewundere und die interessante Vergangenheiten vorzuweisen haben, von denen ich mir sicher bin, dass es noch so einige Geheimnisse zu lüften gibt.

Das Buch ist für mich, mit seiner Mischung aus den Genres Slow-Burn und Enemies-to-Lovers, ein echtes Romantasy-Highlight. Die Fantasyelemente und der Bezug zum Nahöstlichen machen es für mich besonders interessant und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Geschehnisse im zweiten Band, nachdem wir bereits so viele Geheimnisse gelüftet haben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sheilo

Rezensionen von Daggy:

Witziges Pappbilderbuch

Wer kitzelt den Tiger? von Hafsah Faizal

Der Schwanz des Tigers auf dem Cover dieses Pappbilderbuches ist wuschelig behaart. Auf der ersten Doppelseite kommt die Aufforderung den Tiger zu kitzeln. Er liegt hinter den Blättern, die wir aufklappen können und hält uns sein weiches weißes Brustfell entgegen. Er lacht, wenn wir der Aufforderung ihn zu kitzeln nachkommen.

Dann sollen wir gegen die „prächtige Python pochen, auch liegt hinter Blättern und hat goldglänzende Schuppen. Das Krokodil wird genuddelt, es liebt schmusen und hat ein grüne Lederhaut. Der Elefant hinter den Gräsern bitte uns ihn zu kratzen, sein großes Ohr glitzert silbern. Zuletzt wird der „grummelige Bär“ gestreichelt, da braucht schon ein wenig Mut.
Ein abenteuerliches Entdeckerbuch für die ganz Kleinen. Hinter den großen Klappen sind noch kleine Sätze versteckt und die unterschieden Strukturen der Haus sind sehr schön herausgearbeitet worden. Ich bin sicher, dass das Buch bei den jungen Leser*innen sehr beliebt sein wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy