Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Harakiri:
Pageturner
Der Seher von Elias Haller
Ein neuer Fall für den Kryptologen Arne Stiller
Wobei im neuen Buch von Elias Haller das Entschlüsseln eher im Hintergrund steht.
Ein totes Kind wird nach 17 Jahren wiedergefunden und als ein zweites verschwindet, bekommen die Ermittlungen in dem Fall weitere Brisanz.
Den Seher hätte es für mich nicht gebraucht, der nimmt keine tragende Rolle ein und gibt dem Buch nur den Titel.
Aber sonst gibt es nichts zu meckern im neuen Krimi von Elias Haller.
Viele Wendungen und ein paar Rückblicke halten die Spannung hoch und besonders das Kapitel mit der Ratte hatte es in sich. Was für eine Idee!
Hallers Schreibstil ist wie immer mitreißend und anschaulich und seine Charaktere muss man einfach mögen. Allen voran Arne Stiller, aber auch Inge oder die neue Kommissars Anwärterin – mit wenigen Worten entwirft der Autor die Charaktereigenschaften, die alles noch viel anschaulicher und interessanter machen.
Noch in keinem Krimi mit Stiller war das Entschlüsseln so schwierig.
Fazit: wieder ein Buch, das man kaum zur Seite legen kann.
Rezensionen von Harakiri:
Odins Söhne oder Das Böse stirbt nie
Racheritual von Ethan Cross
Baxter Kinkaid soll die Tötungsserie an einer Reihe Obdachlosen aufklären. Er hat einen Verdächtigen, aber keine Beweise. Der Zufall spielt ihm in die Hände und er löst das Rätsel.
9 Jahre später kommt der Täter wieder auf freien Fuß und beginnt seinen Rachefeldzug.
Der neue Thriller von Ethan Cross lässt dem Leser keine Zeit zum Durchatmen.
Auf jeder Seite passieren neue Geschehnisse, die fesseln. Spannende und unerwartete Wendungen und die Wechsel der Perspektiven sorgen zusätzlich für Spannung.
Manchmal zieht sich die Handlung allerdings in die Länge. Teilweise hätte es kleinere Handlungsnebenschauplätze für mich nicht gebraucht und ab und an verlor sich Cross für mich zu sehr in ausschweifende Erklärungen.
Baxter ist für mich ein Protagonist, der mir gefällt. Leider hat er ein Drogenproblem, das gut und gerne weggelassen werden könnte. Seine Helfer Corin und Kevin mochte ich hingegen uneingeschränkt, auch wenn Corin manchmal sehr von sich überzeugt ist. Aber zu Recht. Die Abenteuer, die die 3 in Cross‘ „Racheritual“ erleben, haben es jedenfalls in sich.
Fazit: Racheritual ist der Auftakt einer neuen Reihe und ich freue mich schon auf den nächsten Band
Rezensionen von MarcoL:
Ein herrlich verfasstes Meisterstück über Anton Bruckner! Sehr lesenswert!
Bruckners Affe von Karin Peschka
Während seines Begräbnisses steigt der Komponist Anton Bruckner aus seinem Sarg. Etwas verwirrt, hastet er nach Hause, muss er doch unbedingt noch seine letzte Symphonie, die Neunte, fertigstellen. Verdutzt lässt er die Trauernden hinter sich, darunter seinen ärgster Kritiker Eduard Hanslick und seine Majestät Kaiser Franz Josef I.
Sie scheinen alle empört, wohingegen seine Haushälterin Kathi die Einzige zu sein scheint, die sich freut und Bruckner nicht nur umsorgt, sondern auch versucht, ihm den Kritiker und sogar den Kaiser vom Hals zu halten. Denn die meinen, Bruckner solle sich dem Unausweichlichen stellen und zurück in seinen Sarg steigen.
In den weiteren Akten dieses herrlichen Stückes, das als Stationentheater konzipiert ist und das Publikum mit einbezieht, tauchen der mittlere und der jüngere Bruckner auf. Schlüsselszenen aus seinem Leben – Kindheit, Jugend. Aus den Sichtweisen als Erwachsener, Aushilfslehrer und Organist schafft es die Autorin die innere Zerrissenheit Bruckners darzustellen. Seine Position am Rande der gehobenen Gesellschaft; und vor allem über seine Musik, die ihm innewohnt, die unbedingt raus muss, und sei es bei etwas improvisierten Orgelspielen während der Gottesdienste. Kurzum: Seine Genialität stand ihm selbst im Weg.
Seine Begegnung mit einem Affen, gefangen gehalten und zur Schau gestellt im Stift Wilhering, ist eine Kernszene dieses Theaterstückes. Sie soll Bruckner zu Teilen seiner ersten Symphonie inspiriert haben.
Mit Witz und Wortspiel zaubert hier Karin Peschka ein Werk, das mit wenigen Worten sehr eindringlich Anton Bruckner beschreibt. Allein die Szene, als Haushälterin Kathi allen so richtig die Meinung sagt, ist genial.
Die Dialoge sind im Dialekt geschrieben, was ich als äußerst passend finde und dem Ganzen den letzten Schliff gibt wie die perfekte Prise Salz.
Ein Essay der Autorin rundet dieses kleine Werk wunderbar ab. Der österreichische Komponist Anton Bruckner ist somit kein Fremder mehr – er steht oder sitzt nun da an seinem Pult und wandelt seine von Musik durchtränkten Gedanken in Noten um.
Herrlich zu lesen! Riesenkompliment an die Autorin und ganz große Leseempfehlung . Ich hoffe, eines Tages die Aufführung dieses Stückes erleben zu dürfen.
Rezensionen von Natalie:
Profil K
The Killer Profile von Helen Fields
Midnight Jones arbeitet in London als Data Spezialistin bei einem internationalen Unternehmen, welches sich mit der Erstellung und psychologischen Bewertung von Profilen befasst. Dabei stößt sie auf ein spezielles Profil, welches aus allen Rahmenpunkten fällt. Ihre Vorgesetzten nehmen dies jedoch nicht ernst, gehen von einem fehlerhaften Datensatz aus.
Midnight ist jedoch davon überzeugt, das Profil eines Serienkillers vor sich zu haben. Als kurz darauf der erste brutale Mord in ihrer direkten Nachbarschaft geschieht, spricht vieles dafür, dass hinter diesem zweifelhaften Profil genau dieser Mörder steckt… der bereits bei Auswertung seines Profils die automatisch erzeugte Nachricht „Herzlichen Glückwunsch, dein Profil wird gerade von Midnight J. ausgewertet.“ erhalten hat… Midnight sieht keinen anderen Weg, als sich selbst auf die Spur des Mörders zu machen…
Helen Fields ist hier ein absolut spannender und wendungsreicher Thriller gelungen. Nicht nur das Thema an sich, sondern vor allem auch Midnight als Charakter war sehr spannend zu verfolgen. Die Geschichte lebt durch die intelligente, engagierte, aber auch sture Frau, die dieses spezielle Profil nicht einfach unter den Teppich kehren kann, sondern die Gefahr, die davon ausgeht, erkennt. Unterbrochen werden die Kapitel immer wieder mal von Einblicken in die Gedanken bzw. auch die Kindheit des Täters, welche seine Brutalität erschreckend widerspiegeln. Für mich war das gesamte Paket stimmig: das Setting Londons, Midnight als interessanten Hauptcharakter, die sich nicht unterkriegen lässt, aber auch die gut ergänzten Nebencharaktere, die viel Schwung in den Thriller bringen. Dazu ein toll lesbarer Schreibstil, der mit Wendungen und düsteren Gedankenwelt des Täters die Spannung immer hochhält und die Geschichte schlussendlich stimmig auflöst. Ein Buch, dass man nur ungern aus der Hand legt – Leseempfehlung von mir dafür.
Rezensionen von Katzenmicha:
Kunst in Hirschweiler
Nur Norbert malte blauer von Dany R. Wood
Oma Käthe und ihr Nachbar Karl-Heinz veranstalten in ihrer Pension einen Malkurs.Die Teilnehmer könnten nicht unterschiedlicher sein,und gerade jetzt wo ihre Bed & Breakfast Pension voll ausgebucht ist ist ihr Partner unauffindbar.Oma Käthes Schwiegersohn, Dorfpolizist und selbsternannter Oberkommissar Jupp Backes, ist wie immer der Meinung, das sie die Pension aufgeben könnte.
Und dann endlich zu ihrem Lover Hinnerk Rasmussen nach Sylt ziehen könnte.Dann hätte er endlich Ruhe vor seiner Schwiegermutter.Leider hält Oma Käthes Freude über die volle Pension nicht lange an-den ihr Geschäftspartner Karl-Heinzfindet sie und ein Gast tot in seinem Gartenhäuschen-erhängt.
Dorfbulle Jupp Backes ist der felsenfesten Überzeugung, dass der Tote von einem der möchte gern Künstler ermordet wurde, denn die haben ihre Eigenarten und Dreck am Stecken.Und eine andere Katastophe steht im Hause Backes an-Eva die Tochter von Inge und Jupp hat sich von ihrem Lebensgefährten getrennt.Eva sucht Rat bei Mutter Inge und dann kündigt sie auch noch an, lieber bei einer Freundin zu übernachten als Zuhause.Nun auch noch hängt der Haussegen bei den Backes gewaltig schief!
Der Autor Danny R.Wood hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Mit viel Humor nimmt er den Leser mit nach Hirschweiler.Es ist bereits der 8.Krimi der Reihe und immer wieder macht es große Freude an Jupps Seite mit zu ermitteln.Es gibt viele Verdächtige,vieles zu ermitteln und der Humor bleibt auch im achten Fall nicht auf der Strecke-sehr gerne 5 Sterne.Und ich bin mega gespannt auf den 9.Fall für Jupp Backes.
Rezensionen von Nele33:
TOP
Finsteres Herz von Holger Karsten Schmidt
Nachdem mich der erste Band um die beiden Ermittler Lona Mendt und Frank Elling absolut in seinen Bann ziehen konnte, war ich gespannt auf den zweiten Band.
Erzählt wird die Geschichte um Sarah, ein zwöljahriges Mädchen, welches gegen Verbrecher der übelsten Art aussagen soll und am Tag der Aussage kommt es zu einem Schusswechsel bei dem Mendt und Elling tödlich getroffen werden.
Nur Sarah entkommt den Tätern. Aus diesem Grund werden Maja Kaminski und Hagen Dudek mit der Aufklärung des Falls betraut.
Es gibt zwei Erzählstränge, die anfangs etwas verwirrend erscheinen und etwas Konzentration erfordern. Kaminski und Dudek werden gut eingeführt und scheinen immer etwas vor dem anderen zu verbergen haben. Besonders Dudek ist sehr verdächtig in seinem Verhalten. Der Blick auf die Vergangenheit und auf das Geschehen vor dem Überfall auf die kleine Zeugin ist dermaßen spannend, dass ich das Buch nicht weglegen konnte.
Für das Verständnis um Mendt und Elling ist es ratsam den ersten Band gelesen zu haben, ansonsten fehlt meines Erachtens zu viel an Hintergrundwissen um die Zusammenhänge zuordnen zu können.
Für mich ein spannender und sehr lohnenswerter Thriller, bei dem man auf eine Fortsetzung hoffen kann.
Rezensionen von Nele33:
besser als Schneesturm
Nachtwald von Tríona Walsh
"Nachtwald" der Autorin Triona Walsh ist der zweite Thriller, den ich von der Autorin gelesen habe und kann eine klare Steigerung der Spannung gegenüber dem ersten Buch feststellen.
Der Schauplatz, ein altes Herrenhaus, von der Umwelt abgeschnitten und nur zu Fuß zu erreichen ist ein prima Ausgangspunkt für die Story.
Lizzie, eine junge Frau mit massig Problemen hat gerade ihren Entzug in einer Klinik hinter sich gebracht. Am Entlassungstag wird sie von ihrer Mutter, deren neuen Mann George und ihrem Bruder Liam abgeholt, damit die Familie ein Wochenende im Herrenhaus(welches sich als sehr renovierungsbedürftig entpuppt) verbringen kann. Lizzie, die immer noch sehr unter dem Selbstmord ihres Vaters leidet ist mit der Situation gänzlich überfordert und mag nicht auf heile Familie machen.
Abends taucht dann zum Erschrecken aller ihr totgeglaubter Vater auf und möchte seine Familie zurück. Ein Gefühlswirrwarr entsteht, doch schon am nächsten Morgen wird die Leiche von Lizzies Vater gefunden. Das Wochenende entpuppt sich als Albtraum, wer ist der Mörder und welche Person ist noch in Gefahr.
Nach Schneesturm konnte mich "Nachtwald" um einiges mehr überzeugen, da von Anfang an eine spannende und bedrückende Atmosphäre geschaffen wurde, die sich im Verlauf der Geschichte noch steigern konnte. Die Protagonisten waren allesamt gut charakterisiert und zeigten eine ausbalancierte Tiefe.
Einordnen würde ich das Buch zwischen Thriller und Krimi und kann es gerne weiterempfehlen.
Rezensionen von DoraLupin:
Absolut fantasisch gesprochen
Nachtwald von Tríona Walsh
4.5 Sterne
Ich habe vom Autor bereits "Land of Stories" verschlungen und war deshalb sehr neugierig und gespannt auf das neueste Abenteuer im Weltall aus der Feder des Autors. Auch wenn mir die Märchenwelt noch einen Tick besser liegt, so hat das Abenteuer doch alles was es für einen galaktischen Hörspaß braucht!
Die Geschichte dreht sich um den elfjährigen Roswell Johnson, der schon sein Leben lang Belege für außerirdisches Leben sammelt.
Und so lange er denken kann, nimmt keiner ihn ernst. Doch eines Nachts erhält er den ultimativen Beweis: Er wird versehentlich von Außerirdischen entführt! Sein Traum wird wahr – und im selben Moment sein größter Albtraum. Der Erde droht eine feindliche Invasion, schon in drei Tagen! Das Ende der Menschheit scheint besiegelt! Die einzige Hoffnung: Roswell. Sein Team: Sechs Galaxiebewohner:innen, darunter zwei streitlustige Grauköpfe, ein humorloser Cyborg, ein keimphobisches Insekt, eine selbstverliebte Fellarierin (die erstaunliche Ähnlichkeit mit einem Hund hat) und eine politisch korrekte Plejadin. Sie sind bunt, sie sind seltsam – und sie sind Roswells einzige Chance, die Erde zu retten. Nichts leichter als das!
Der Schreibstil ist wie vom Autor gewohnt absolut mitreissend und lebendig, egal ob es der Wettbewerb ist an dem Roswell zu Anfang teilnimmt oder die galaktischen Raumschiffe, alles wird sehr lebendig und bildhaft beschrieben und man erlebt das Weltall und seine Charaktere regelrecht mit!
Roswell war mir von Beginn an sympathisch, denn er begeistert sich für das Weltall und seine (möglichen?) Bewohner und gibt auch nicht auf wenn jemand seine Meinung ins lächerliche zieht. Er ist ausserdem sehr mutig und entschlossen wenn es darum geht die Welt zu retten und gibt so schnell nicht auf! Aber auch die anderen Charaktere im Buch sind absolut liebevoll und mit sehr viel Herzblut gezeichnet worden und es hat unheimlich Spaß gemacht sie auf dem Abenteuer zu begleiten. Ganz besonders witzig fand ich dabei das keimphobisches Insekt bei dem sich alles um Vieren und Krankheiten dreht und die Fellarierin die so unglaublich von sich überzeugt ist das man sich nur wundern kann.
Das Abenteuer ist wirklich spannend und mitreißend geschrieben und bietet Klein und Groß sehr viel Spaß, besonders wenn man wie ich das Hörbuch genießen kann. Der Sprecher gibt den einzelnen Charakteren wunderbar eigene Stimmen und sogar die Geräusche werden von ihm so gut imitiert, dass es eine Freude ist! Manchmal ist mir die Lösung der Probleme etwas einfach beziehungsweise "zufällig" vorgekommen, aber das hat dem Vergnügen kaum Abbruch getan.
Fazit: Dieses Hörbuch ist wirklich ein tolles, intergalaktisches Abenteuer das super viel Spaß macht anzuhören!
Rezensionen von ReiShimura:
Auf Regeln habe ich keinen Bock
Der Keinbock will doch! von Romy Pohl
Da mich bereits das erste Buch von Romy Pohl "Widder Willi will aber" begeistert hat, habe ich mich sehr auf das zweite gefreut. Hörnchen, der Keinbock, haben wir bereits im ersten Teil kennen und lieben gelernt. Dieses Buch schaut sich jetzt seine kein Bock (auf Regeln) Einstellung genauer an.
Gleich zu Beginn fasst Hörnchen seine Einstellung schön zusammen:
"Je mehr ich was tun soll, desto weniger will ich. Je weniger ich darf, desto mehr will ich. Je mehr ich muss, desto weniger kann ich."
Ich denke, diese Sätze kennt jeder der mit Kleinkindern zu tun hat, wenn auch die Wortwahl bei den Kindern vielleicht ein wenig anders ist. Die Grundaussage bleibt die gleiche. Und genau um dieses Thema dreht sich das Buch.
Gleich wie beim ersten Teil, haben es Autorin Romy Pohl und Illustratorin Marta Balmaseda wieder geschafft, ein Kinderbuch zu erschaffen, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert und erfreut. Das Thema ist kindgerecht aufbereitet, so dass auch schon die Kleinen der Geschichte folgen können, für die Großen gibt es eine gehörige Portion Wortspiele und Wortwitz.
Neben den bereits bekannten Charakteren Willi und Hörnchen gesellen sich auch ein paar neue hinzu, wie der Frechdachs Freddie, das Mammut Allmut und Neele, der Neesel. Auch diese finde ich wieder zuckersüß und ich vermute, dass wir uns in nächster Zeit noch über weitere Bücher freuen dürfen.
Ich kann dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen und denke, dass es sowohl hilfreich für Eltern als auch Kinder ist.
Rezensionen von ReiShimura:
Alles eine Frage der Chemie
Flavorama von Arielle Johnson
Obwohl das Cover eigentlich recht einfach gestaltet ist, springt einen das Buch aufgrund der leuchtenden gelben Farbe und des bunt gehaltenen Titels direkt an.
Mit Autorin Dr. Arielle Johnson taucht man beim Lesen in die Wunderwelt Geschmacks ein und begibt sich auf eine faszinierende Reise durch die Welt der Moleküle.
Sie beschreibt auf anschauliche Weise die Wechselwirkungen von Geruch und Geschmack und zeigt auf, warum Lebensmittel so schmecken wie sie es tun und wie man Geschmäcker herauskitzeln und intensivieren kann.
Meiner Meinung nach bewegt sich das Buch auf der feinen Grenze zwischen Sach- und Fachbuch. Es ist definitiv kein Buch, dass man einfach so zwischendurch lesen kann bzw. sollte. Dafür ist das Thema zu umfangreich und komplex. Ich denke auch, dass ich dieses Buch mehr als einmal lesen werde. Hervorheben möchte ich, dass trotz der Komplexität und des hohen Anteils an Grundlagen der Chemie dieses Buch wirklich für jeden, der Interesse an dem Thema Geschmack hat, geeignet ist. Alles, was für das Verständnis der Thematik benötigt wird, wird ausführlich und anschaulich besprochen.
Ergänzt wird das ganze mit 99 Rezepten. Diese sind aber nicht, wie ich es erwartet hatte, in einem eigenen Rezeptteil aufgeführt, sondern über das ganze Buch verteilt. Hierbei handelt es sich oftmals um kleine "Experimente" in der Küche um das Gelesene praktisch umzusetzen und dadurch ein besseres Verständnis zu bekommen.
Zusätzlich wird der doch sehr wissenschaftliche Text durch kleine Illustrationen aufgelockert. Dies ist natürlich immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, mir haben sie sehr gut gefallen. Manch einer hätte sich wahrscheinlich eher Bilder gewünscht. Hier finde ich sieht man aber auch sehr gut, dass es eben ein Sachbuch für die Allgemeinheit ist und kein Fachbuch.
Persönlich gestört hat mich nur das Format des Buches. Es ist verhältnismäßig großformatig und schwer. Einerseits spricht dies für die Wertigkeit des Buches, andererseits wurde ich ein wenig eingeschränkt in meiner Leseposition. Aber auch dies ist wieder mal eine Frage des persönlichen Geschmacks.










