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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von peppi:

Lily

Die Gesetze von Liebe und Logik von Debra Curtis

Die Autorin Debra Curtis erzählt in ihrem Roman , der sich über fünf Jahrzehnte erstreckt, wie Entscheidungen, Schuld und Sehnsucht ein Leben prägen.
Im Mittelpunkt steht Lily, deren Jugend an der Ostküste von Freiheit, Strandtagen und der ersten Liebe geprägt ist. Eine Partynacht zerstört nicht nur die Liebe von Lily und dem Jungen, der im Buch nie namentlich genannt wird, sondern verändert auch das Leben von mehreren Menschen.

Wir begleiten Lily durch die Jahre. In ihrer zweiten Liebe mit dem älteren Marshall findet sie Stabilität. Aber ihre Jugendliebe lässt sie nie ganz los.
Neben Lily, sind im Buch ihre Mutter, die Schwester und auch der Vater interessante Persönlichkeiten, die gut beschrieben sind.
Beim Lesen hat mich gestört, dass Themen aus Politik, Mathematik und Biologie im Roman einen deutlichen Raum einnehmen. Diese sehr ausführlichen Passagen bremsen für mich den erzählerischen Fluss.
Trotzdem ein lesenswertes Buch

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Rezensionen von div:

geheimnisvoll

Das letzte Buch von Marceau Miller von Marceau Miller

geheimnisvoll

"Das letzte Buch von Marceau Miller" ist ein stilles, nachdenkliches Werk, das weniger durch Handlung als durch Atmosphäre und innere Spannung überzeugt. Die Ausgangslage ist irgendwie ganz interessant, da der Autor dieses Buches sich auch selbst so nennt. Der Autor erzählt keine klassische Geschichte, sondern lädt die Leserinnen und Leser in einen Raum ein, in dem Erinnerung, Verlust und Identität ineinanderfließen.

Marceau ist im Roman ein erfolgreicher Schriftsteller, der gleich zu Beginn von einem Kletterfelsen tödlich abstürzt. Alle glauben an einen Unfall, nur seine Frau Sarah nicht. Sarah hat ein komisches Gefühl und an der Unfallstelle bemerkt sie einige Ungereimtheiten. Sie beginnt eine verbissene Suche nach der Wahrheit. Der Weg wird schwieriger je mehr sie merkt, dass sie nicht alles von Marceau wusste. Was bleibt von uns, wenn Geschichten enden?

Eine Erzählung, die einem durchaus packt. Hat mir gefallen.

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Rezensionen von lorireads:

Leider hat sich mein erster Eindruck nicht fortgesetzt

Picking Daisies on Sundays von Liana Cincotti

Bei "Picking Daisies on Sundays" hat der erste Eindruck irgendwie etwas ausgelöst. Das Cover und der tolle Farbschnitt, aber auch die ersten Seiten der Leseprobe fand ich so unglaublich süß und ich war gespannt, warum damals in der Highschool nichts aus Levi und Dani geworden ist. Aber natürlich auch, ob die beiden beim zweiten Versuch zueinander finden.

Leider muss ich sagen, dass mich das Buch dann doch sehr enttäuscht hat. Die Geschichte lies sich zwar flüssig lesen aber dennoch hatte ich Probleme mit dem Schreibstil und der Art und Weise, wie die Beziehung zwischen Dani und Levi beschrieben wurde und sich entwickelt hat. Es wurde zwar sehr viel geredet und vor allem beteuert, wie gern die beiden sich haben, aber irgendwie hat mir die Tiefe dabei gefehlt und auch das Gefühl, wirklich mitzuerleben, warum sie so füreinander empfinden. Allerdings war es vielmehr so, dass die Gefühle einfach da waren und immer wieder betont wurden, aber der Funke dadurch für mich nicht übergesprungen ist. Aber auch insgesamt hat der "Vibe" im Buch für mich nicht so richtig gepasst.
Auf der einen Seite waren die Charaktere ausnahmslos übertrieben dramatisch und emotional. Danis Freunde und ihre Kommilitoninnen, die so sehr mitfiebern und alle hellauf begeistert von Levi sind. Levis kleine Schwestern, als sie Dani nach vier Jahren zum ersten Mal wieder sehen. Aber auch Levi selbst, der ständig verlegen ist oder errötet und vor allem seine Gefühle für Dani so gar nicht verstecken kann. Ich mag das sonst immer total, wenn man anhand von Blicken etc. merkt, wie das Gegenüber sich verliebt. Aber bei Levi ging mir das zu schnell und war zu offensichtlich. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, was damals vorgefallen sein kann, das diesen kompletten Kontaktabbruch rechtfertigt, aber gleichzeitig wohl auch gar nicht nochmal aufgearbeitet werden muss, als die beiden wieder Kontakt zueinander haben. Aber Levi und Dani kehren super schnell und selbstverständlich in ihre innige Beziehung zurück und auch die "Auflösung" des Kontaktabbruchs hat mich nicht überzeugt. Eigentlich sollte man meinen, dass so enge Freunde, sich besser gegenseitig lesen können. Was ich auch schwierig fand, war Levis übertriebene Besorgnis und sein Beschützerinstinkt in Bezug auf Dani, aber auch seine Eifersucht.
Das Buch hatte zwar viel Handlung und viele verschiedene Settings, aber auf der emotionalen Ebene hatte ich nicht das Gefühl, dass eine richtige Entwicklung stattfand, sodass ich die Geschichte als sehr langatmig empfunden habe. Durch Danis tief sitzende Unsicherheit, die mir als ihr prägendster Charakterzug im Gedächtnis geblieben ist, wurde jeder Schritt nach vorne im nächsten Moment wieder zurück gegangen.
Im Fazit kann ich nur sagen, dass ich es sehr schade finde, weil das Buch für mich viel Potenzial hatte, aber mich leider nicht von sich überzeugen konnte.

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Rezensionen von Anno:

Wahr oder erfunden?

Die Ponys von Lillasund 4. Das Mittsommer-Turnier von Kathrin Lena Orso

Juniorbewertung: „Ida, Elsa und Oskar und Mikkel sind die besten Freunde und leben mit ihren Ponys auf der Hufeiseninsel Lillasund in Schweden. In den Sommerferien zelten sie und erzählen sich Geschichten und Ida weiß nicht ob es wirklich Trolle gibt und bekommt ein bisschen Angst. Floki merkt das und dann klappt plötzlich das Training für nicht mehr.

Die Bücher über Lillasund mag ich sehr gerne und ich warte immer auf eine neue Geschichte und lese die dann an einem Tag fertig. Man lernt viel über Tiere und über Schweden. Und Freundschaft und Natur ist auch sehr wichtig. Das finde ich gut.‘



Mit Lillasund haben wir eine Serie gefunden, die bei uns voll ins Schwarze traf und mein Kind- ganz ohne Zwang- zum Lesen animierte. Die Geschichten sind perfekt für das Alter, einfach zu lesen, aber auch mit einer gewissen Spannung und rätselhaften Vorkommnissen, die Kinder am Ball bleiben lässt. Ein klein wenig Magie liegt dies Mal auch in der Luft, trotzdem bleibt die Handlung realistisch. Die für diese Reihe typisch umsichtige und positive Art ist wieder bemerkenswert schön- etwas verklärt, aber gerade deshalb sehr toll. Man spürt dabei förmlich die Sonne und riecht die Natur. Die Freundesgruppe erhält jetzt zudem noch Zuwachs- tierischen sowie auch menschlichen, die beide jede Menge Action und Tiefe mit in die Handlung bringen. Doch auch die vielen Details rund ums Reiten, über Schwedens bekanntestes Fest und die Infos zu Tiere, machen aus der Geschichte irgendwie etwas Besonderes. Dass in Lillasund sehr viel Herzblut steckt, merkt man also sofort.
Die Autorin begegnet jungen Leser*innen auf Augenhöhe und entführt sie in die schönsten Abenteuer, die aber die Sehnsucht nach Natur, Schweden und einem eigenen Haustier wecken könnten.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Nadim und die Frauen seines Lebens

Das Mosaik der Frauen von Rafik Schami

Der deutsch-syrische Autor Rafik Schami, der 1970 aus Syrien floh und 1971 nach Deutschland kam, widmet sich in seinen Büchern neben dem Leben von Migranten in Deutschland auch intensiv der Darstellung der arabischen und syrischen Welt in der Vergangenheit und Gegenwart.

Im ersten Teil von "Das Mosaik der Frauen" lernen wir Said Mardini kennen, der 1971 als Student der Literatur und Philosophie von Syrien nach Deutschland flieht, weil er wegen einer Rede gegen die Diktatur festgenommen werden sollte.

Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, arbeitet er in vielen Aushilfsjobs. Dabei lernt er die deutsche Sprache und besteht nach nur einem Jahr die Sprachprüfung mit Bestnoten. Nach Abschluss seines Studiums wird er Simultandolmetscher. Er verdient sehr gut und beginnt, seine eigenen Gedichte, Romane und Kurzgeschichten ins Deutsche zu übersetzen. Die Verlage sind an seinen Werken nicht interessiert, Jahre später verlegt ein Berliner Verlag einige seiner Bücher für arabisch Lesende. Die Jahre vergehen, wir schreiben mittlerweile das Jahr 2016, Said ist mit einer Lehrerin verheiratet und lebt in Mannheim. Ein Freund aus Studententagen, der mittlerweile Chef einer Klinik in Heidelberg ist, meldet sich bei ihm wegen eines Patienten, der schwer herzkrank ist und nicht mehr lange leben wird. Er heißt Nadim Suri, stammt wie Said aus Syrien und kennt dessen Bücher seit 20 Jahren. Sein Wunsch ist es, Said seine Lebensgeschichte zu erzählen.

Im zweiten Teil des Buches lässt der Ich-Erzähler Nadim Suri, dessen Herzschwäche sich durch den Tod seiner Frau verstärkt hat, sein Leben Revue passieren. Der wohlhabende Geschäftsmann, der eine große Dolmetscher- und Übersetzerfirma besaß, floh vor über 45 Jahren von Damaskus nach Deutschland.
An 10 Tagen erzählt Nadim aus seinem Leben und stellt dabei die Frauen, die ihn prägten, in den Fokus. Die erste wichtige Frau ist seine Mutter Elisabeth, die von seinem Vater Monalisa genannt wird. Sie war 8 Jahre alt, als sie mit ihrer Familie vor dem Naziregime in Deutschland nach Damaskus floh. Sie heiratete einen Arzt, und 1945 wurde Nadim geboren. Seine Eltern gehen sehr respektvoll miteinander um, er hat keine Angst vor ihnen, sie sind ihm Freunde und Berater. Er beginnt, sich für Literatur zu interessieren und engagiert sich politisch ...

Nadim widmet seine Lebensgeschichte zwar den Frauen seines Lebens, schweift aber immer wieder ab und erzählt von Personen, die für die Handlung keine nennenswerte Bedeutung haben. Es ist typisch für Rafik Schami, dass sich innerhalb seiner Rahmenhandlungen eine Serie von Episoden entfaltet. Diese Ausflüge in andere Lebensläufe fand ich mal mehr, mal weniger interessant, die Geschichten über die wichtigsten Frauen in Nadims Leben interessierten und fesselten mich deutlich mehr.

Die Geschichte ist im Stil orientalischer Erzählkunst mit viel Herz und auch feinem Humor erzählt und liest sich flüssig. Die interessanten Charaktere sind mit viel Empathie und authentisch skizziert. Der Autor, der sich seit vielen Jahren für die Aussöhnung zwischen Palästinensern und Israelis einsetzt, verknüpft jedes Kapitel mit den politischen Ereignissen und kritisiert jegliche Art von religiösem Fanatismus. Er gewährt uns nicht nur interessante Einblicke in die orientalischen Lebens- und Gedankenwelten, sondern beschreibt auch die Wirkung deutscher Verhaltensweisen auf die Geflüchteten.  

Das Buch, in dem es neben Liebe und Verlust auch um Politik und Kultur, Migration und Religion geht, hat mir sehr gut gefallen, obwohl die häufigen Abschweifungen in Nadims Lebensgeschichte meinen Lesefluss etwas bremsten.

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Rezensionen von Annaja:

Fieberhafte Suche in Islands geheimnisvoller Landschaft

Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson

Ein passendes Cover für den aufregenden Thriller.
Der erste Band der Island-Thriller Reihe von Michael Hjorth und Bjarni Thorsson. hat mich vollkommen in seinen Bann genommen.
Das Buch wurde aus den verschiedenen Perspektiven der Ermittler geschrieben.
Diese suchen nach dem Mörder einer jungen Frau, die tot in einem Pferdestall aufgefunden wurde.

Kurz darauf gibt es einen weiteren Todesfall und es besteht kein Zweifel, dass es der gleiche, wahsinnige Täter ist, also ein Serienmord aufzuklären ist.
Für Helga, eine junge schwedische Ermittlerin ist dies der erst Fall, bei dem sie mit der Leitung beauftragt wird. Man traut ihr eigentlich noch nicht viel zu. Ihr zur Seite wird ein Verkehrspolizist, ein Hüne namens Bjarki zur Seite gestellt, der bekannt dafür ist, dass er sehr unkonventionelle Ermittlungsmethoden bevorzugt. Mit sehr viel Mut und Engagement können die beiden zuerst ein 10jähriges Kind mit Hilfe von Bjarkis Hündin Salka in letzter Sekunde vor dem Tod retten, doch die Suche nach dem Mörder der Frauen, dessen Identität sie bald kennen, stellt sie vor große Herausforderungen.
Der Thriller ist ein spannungsgeladener Auftakt rund um das neue Ermittlerduo mit eindrucksvollen Charakteren, wie die von Helga und Bjarki. Ganz reizvoll finde ich die gute Beschreibung von Islands rauer und eindrucksvoller Landschaft und der tollen Atmosphäre.
Der aufregende, gute Schreibstil erlauben einem nicht, das Buch aus der Hand zu legen, bevor man zu Ende gelesen hat.
Tolle Lektüre!
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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein Dorf und seine Geheimnisse

Mittsommertod von Elin Blomgren

Die Sozialarbeiterin Ebba Lorenz hat gerade ihren Job verloren und braucht zudem eine Beziehungspause von ihrem Freund Andreas, der ihr in seiner Firma einen Job verschaffen will. Sie findet das übergriffig und reist kurz entschlossen von Hamburg in das kleine schwedische Dorf Björkberg, um zum einen Abstand zu gewinnen und zum anderen das alte Haus ihrer Urgroßmutter zu renovieren.

Kaum angekommen, wird der Grundschullehrer erschossen aufgefunden. Ein Jagdunfall kann recht bald ausgeschlossen werden, weshalb Kriminalkommissar Ole Lund und sein Kollege Albin Nordwall Ermittlungen aufnehmen, die sie unter anderem in eine Seniorenresidenz führen. Ebba gilt im Gegensatz zu Ole als Einheimische und kommt so recht leicht (und manchmal auch ungewollt) mit den Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern ins Gespräch.
Als dann während des Mittsommerfestes eine zweite Leiche gefunden wird, scheint es einen Zusammenhang mit einem Doppelmord an zwei jungen Frauen zu geben, der sehr lange zurückliegt. Man hat damals einen 16-jährigen der Morde schuldig gesprochen, der nach der Verbüßung seiner Haft kurz wieder nach Björkberg zurückkehrt und plötzlich verschwunden ist. Ausgewandert sei er, so heißt es im Dorf. Doch stimmt das?
Und wer ist die geheimnisvolle Gestalt, die immer wieder unerwartet auftaucht und gleich wieder verschwindet?
Meine Meinung:

Dieser Krimi, der Auftakt zu einer neuen Reihe ist, beginnt eher gemächlich. Gemeinsam mit Ebba tauchen wir in die verschworene Gesellschaft in Björkberg ein. Viel Wald, bunte Häuser - so wie sich Touristen ein schwedisches Dorf eben vorstellen. Dennoch liegt eine eigentümliche Stimmung über Björkberg. Es scheint, als hätte die Bevölkerung etwas mehr zu verheimlichen als Familienzwistigkeiten oder Alkoholprobleme. Langsam, aber stetig nimmt die Spannung zu, bis sie eskaliert.

Die Charaktere sind sehr fein herausgearbeitet. Ole Lund, der nach dem Tod seiner Frau von der Großstadt aufs Land gezogen ist, muss man einfach mögen. Er ist nicht als Wunderwuzzi oder als Ekel beschrieben, sondern als Person, die vom Schicksal ein wenig gebeutelt worden ist. Schmunzeln musste ich über die Gerichtsmedizinerin Uma Draken, von der die meisten Polizisten nur als „Drachen“ sprechen. Ja, sie ein wenig spröde, aber sehr kompetent und gibt klare Richtlinien vor. Ebba hingegen braucht noch ein wenig Zeit, sich neu zu orientieren. Ob aus den Ole und Ebba etwas wird? Ich denke, die Fortsetzung wird es uns zeigen.

Die Autorin beschreibt die Mentalität der Menschen der Provinz Värmland, die durch Wetter und karge Landschaft geprägt sind, recht gut.

Fazit:

Obwohl mir schwedische Krimi manchmal zu depressiv sind, hat mir dieser recht gut gefallen, weshalb ich 4 Sterne vergebe.

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Rezensionen von Anno:

Bestes Buch dieser Art

Alle wissen es. von Noèl Funke

Ich habe schon mehrere Bücher zu diesem Thema gelesen, dieses Stichtags meinen Augen aber aus der Masse heraus. Erst geht es auf die einzelnen Risiken ein, denen man im Internet begegnet. Es erklärt Cybermobbing genauso wie z.B. Grooming, macht aber auch nicht vor den Gefahren von Selbstdarstellung und Fake News halt und hat somit ein weit größeres Spektrum zu bieten als andere Werke.

Und später wird sogar noch darauf eingegangen, wie man im Ernstfall reagieren sollte, zeigt hilfreiche Strategien und nennt sich Anlaufstellen.

Dass der Autor Ahnung von seinem Gebiet hat, merkt man rasch. Er wendet sich in seinen Texten sowohl an Eltern als auch direkt an Jugendliche. Vielleicht ist dieser Wechsel nicht immer klar gekennzeichnet, dennoch bietet das Buch sich sehr dafür an auch Jugendliche mit ins Boot zu holen und ihnen einzelne Passagen daraus vorzulegen. Das stärkt die elterliche Aussagekraft deutlich und lässt zu, dass man sich als Team dem Thema stellt. Denn mediale Aufklärung, Sensibilisierung und Stärkung gelingt nur im Miteinander. Noèl Funke spricht in klaren Worten, verharmlost nichts, aber verteufelt die Medien auch nicht grundsätzlich. Er lässt in wahren (und fiktiven) Beispielen Teenies auf schwarz hinterlegten Seiten, auch selbst zu Wort kommen und beeindruckt mit Stellungnahmen einzelner Rollen in einem konkreten Fall.
Seinen Weg Jugendliche miteinzubeziehen und zu stärken, gefällt mir sehr gut. Die Tipps schenkten uns deutlich mehr Sicherheit. Und wenn doch irgendwann der Ernstfall eintreten sollte, weiß ich jetzt welches Buch ich als erstes aus dem Regal und zu Rate ziehen werde.

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Rezensionen von yellowdog:

Die Kamillenwiese

Was vom Sommer blieb von Mary Wesley

Mary Wesleys Roman zeichnet sich durch einen lebhaften Stil und einer bildhaften Sprache aus. Die Handlung zeigt eine Reihe von Leuten zu einer bestimmten Zeit in Cornwall, während des Krieges und die Zeit danach. Es wird so ein Gesellschaftsporträt mit den Stimmungen dieser Zeit. Das erzeugt viel Atmosphäre.

Im Mittelpunkt stehen die anfangs 19jährige Calypso, die später Hector heiraten wird, Oliver, der verletzt aus dem Krieg zurückkehrt, die junge Sophie , die in Oliver verliebt ist und die Geschwister Polly und Walter. Und noch ein paar. Das ist schon nahezu eine Überfrachtung an Figuren, deswegen sind nur ein paar wirklich gut herausgearbeitet.
Doch Calypso, Oliver und Sophie werden länger in Erinnerung bleiben.

Was vom Sommer blieb ist wohl der berühmteste Roman der Britin Mary Wesley. Er wurde auch als TV-Serie verfilmt.

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Rezensionen von Shilo:

Sehr bewegend und einfühlsam geschrieben

Zwei Frauen von Katja Maybach

Ein ruhiger Einstieg in eine Zeit, in der Frauen oft genau wussten, was von ihnen erwartet wurde. Hannah passt sich dem nicht an. Nach dem Tod ihres Vaters übernimmt sie den Hof und steht plötzlich allein für viel Verantwortung da. Im Dorf sorgt das für Gesprächsstoff, doch sie bleibt bei sich.
In der Stadt begegnet sie Julie.

Zwei Leben, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Hannah mit harter Arbeit, klaren Aufgaben und wenig Raum für Leichtigkeit. Julie in einer Welt, die sicher wirkt, aber nicht frei von eigenen Grenzen ist. Aus dieser Begegnung entwickelt sich langsam etwas, das bleibt.
Mit der Zeit zeigt sich, wie sehr sich beide gegenseitig prägen, auch wenn sie völlig verschieden sind. Hannah wirkt fest verwurzelt in ihrem Leben auf dem Hof. Julie erlebt eine Welt, die von außen geordnet erscheint, aber innerlich nicht immer ruhig ist.
Beim Lesen entsteht ein Gefühl von Nähe zu beiden Frauen. Ihre Wege werden nicht überhöht erzählt, sondern eher leise begleitet. Gerade dadurch wirken ihre Entscheidungen und ihr Alltag sehr nah.
Als sich die Zeiten verschärfen und der Krieg näher rückt, verändert sich vieles. Sicherheiten gehen verloren, und das Leben wird für beide schwieriger. Trotzdem bleibt etwas zwischen ihnen bestehen, auch wenn es nicht immer im Vordergrund steht.
Am Ende bleibt das Bild zweier Frauen, die sich über viele Jahre begleiten, ohne sich dabei aus den Augen zu verlieren. Eine ruhige, einfühlsame Geschichte über Freundschaft, Zeit und das, was Menschen verbindet.
Fünf Sterne und eine Empfehlung für alle, die leise, gefühlvolle historische Geschichten mögen, die lange nachhallen.

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