Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ulla:
von Gleichnissen und Metaphern
Die Känguru-Rebellion,6 Audio-CD von Marc-Uwe Kling
Nach längerer Pause ist das Känguru wieder da, begleitet vom Kleinkünstler Marc-Uwe, oder ist Marc-Uwe die Hauptperson? Darüber wird gerne debattiert, zu Hause am gemeinsamen Küchentisch. Bis das Känguru die Rebellion gegen die Zustände ausruft und Marc-Uwe der erste Unterstützer wird. Sie beschließen einen Wettbewerb, wer die meisten Anhänger für die Rebellion gewinnt.
Wobei das Känguru eindeutig gewitzter und mit mehr Erfolg an die Sache heran geht. Bei Hertha in der Kneipe treffen sich immer mehr, die ebenso unzufrieden mit den Zuständen sind. Es wird debattiert über die Untätigkeit der Parteien, über Klimaleugner und das festhalten an fossiler Energie. Die absurden Forderungen der AfD werden auf sehr humorvolle Art vorgeführt. Die Weltpolitik wird nicht ausgespart, aber auch uns selbst wird der Spiegel vorgehalten. Ob tiefgläubige es genauso witzig finden wie ich mag ich nicht beurteilen, ich habe mich köstlich amüsiert über die Gleichnisse Jesus. Der ganze Roman handelt von Gleichnissen und Metaphern, abgesichert mit Faktenchecks.
Um dem ganzen Humor zu genießen ist das Hörbuch eindeutig die bessere Wahl. Großartig geschrieben und gelesen.
Rezensionen von Ulla:
Positive Seiten des Alters
Alt genug von Ildikó von Kürthy
Endlich ist Ildiko von Kürthy alt genug und muss nicht mehr gefallen, nicht mehr sexy sein. Sie trägt nun bequeme Kleidung und fragt sich nicht mehr, ob sie dem Mann gefällt sondern ob er ihr gefällt. Die Rahmenhandlung dieses sehr persönlichen Romans ist der Geburtstag ihrer Freundin, ausgerechnet in der obersten Etage, die sie, da sie Angst hat den Fahrstuhl zu benutzen, nach sechs Etagen in einem einsamen Treppenhaus erreicht.
Ildiko beschreibt ihre Ängste, ihren Umgang mit ihnen, sie erzählt von ihren Problemen während der Wechseljahre. Alles Themen, die so gut wie jede Frau über 50 kennt. Ist es die Erziehung oder die Hormone die Frauen immer wieder ausbremsen? Einige Zitate werden geschickt in den Roman mit eingebaut. In vielen Anekdoten werden Episoden aus ihrem Leben erzählt, ihre Gedanken und Gefühle, von ihrer Familie, den Söhnen, die noch zu Hause leben, von ihren Freundinnen, von Krankheiten und Todesfällen, von ihren Eltern.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, auch wenn es manchmal zu langatmig ist, Ildiko schreibt sehr lebensnah und sagt was viele Frauen genau so denken und erlebt haben. Älter werden heißt auch ein mehr an Erfahrung, es ist nichts negatives.
Rezensionen von rewareni:
Wer bin ich wirklich?
Als Fremde wirst Du sterben! von Stephan Leenen
Als in einem Tunnel ein toter Obdachloser gefunden wird denkt Hauptkommissar Ben Willemsen noch, dass es ein Routinefall wird. Doch schon bald muss er feststellen, dass dem nicht so ist. Jugendliche, die den, mittlerweile als bekannten amerikanischen Genetiker Robert Bronn identifiziert, gefunden haben, geraten plötzlich ins Visier skrupelloser Verbrecher, wo schon schon bald der nächste Tote auftaucht.
Bronns ehemalige Geliebte Andrea Segliani versinkt mehr und mehr in ihrer Rolle der historischen Giftmörderin Gesche Gottfried, wo sie immer öfter nicht mehr weiß, wer sie nun wirklich ist.
Als auch noch Ben zur Zielscheibe der Verbrecher wird und ein gestohlener USB Stick der Schlüssel zu den ganzen Ereignissen zu sein scheint weiß er, dass ihm und seinem Team nicht mehr viel Zeit bleibt um schlimmeres zu verhindern.
,, Als Fremde wirst du sterben“ ist ein spannender Kriminalroman, wo der Autor Stephan Leenen seine Leser auf eine besondere Reise, nicht nur in die Vergangenheit, mit nimmt.
Interessant war dabei, warum Andrea immer wieder glaubt die bekannte Bremer Giftmörderin Gesche zu sein und ihr Leben scheinbar hautnah in der Gegenwart erlebt. Dass dabei eine neuartige Technologie dahinter steckt findet man im Laufe des Romans heraus und man hofft, dass dieses Szenario nicht einmal wahr werden wird.
Die Protagonisten werden gut dargestellt, sowohl der sympathische und empathische Kommissar, als auch die leidgeprüfte Andrea. Aber auch die Antagonisten wie der skrupellose Journalist Torsten Schypulla oder der brutale Carlos, beide passen gut in die Geschichte hinein.
Etwas Probleme haben mir aber die schnellen Perspektivenwechsel bereitet, wo man oft ganz unvorbereitet von einem Schauplatz zum anderen gewechselt ist und man dabei erst wieder seine Gedanken zu anderen Protagonisten überleiten musste.
Es geht auch recht brutal in dem Roman zu wo mir Carlos schon fast ein wenig zu standhaft war mit den ganzen Verletzungen, die ihm andere zugefügt haben.
Ein versöhnliches Ende rundet den spannenden Krimi ab, wo mir der Ausflug in die historische Vergangenheit gut gefallen hat.
Rezensionen von Ulla:
viele Wendungen und Überraschungen
Das letzte Buch von Marceau Miller von Marceau Miller
Der erfolgreiche Schriftsteller hat gerade ein neues Buch veröffentlicht und es gibt eine Party in seinem schönen Haus am Genfer See. Am nächsten Morgen sucht ihn seine Frau Sarah vergeblich, er ist verschwunden. Mit Hilfe des pensionierten Polizisten Yves Renauld sucht sie in dem Klettergebiet, in dem Marceau früher ungesichert die Felsen bestieg.
Sie finden ihn tot am Fuß des Felsens, abgestürzt, jedoch mit einer Wunde an der Stirn. Die Polizei geht von einem Unfall aus und will nicht weiter ermitteln, doch irgendwas stimmt hier nicht. Sarah beschließt mit Hilfe der Öffentlichkeit Druck auf die Ermittler auszuüben. In den Hinterlassenschaften findet sich ein Hinweis auf ein Manuskript in dem Marceau Geheimnisse aufdecken wollte. Vor 20 Jahren verschwand seine Schwester Jade, von der man annahm, sie hätte Selbstmord begangen. In jungen Jahren hatten die Geschwister erst den Tod ihres Vater bei dem Absturz seines Privatflugzeuges in den Genfer See und den Krebstod ihrer Mutter zu verkraften. Halt gab es im Freundeskreis und auf den zählt jetzt auch Sarah, bis immer mehr Ungereimtheiten entdeckt werden. Jeder scheint Geheimnisse zu verbergen.
Die Idee, durch Hinweise, die der Tote selbst verfasst hat und eigene Ermittlungen einen Todesfall zu klären und Geheimnisse aus der Vergangenheit aufzudecken ist sehr gelungen verknüpft. Die Beschreibung der Landschaft um den Genfer See ist sehr bildhaft. Es gibt viele Wendungen und Überraschungen, ein bisschen weniger wäre hingegen glaubhafter gewesen. Ab dem letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse und man kann kaum aufhören mit dem Lesen.
Rezensionen von Ulla:
ans Haus gefesselt
Das Signal von Ursula Poznanski
Viola Decker hat sich ihren Traum erfüllt. Sie und ihr Mann Adam sind in das alte Haus am Waldrand gezogen. Einige Umbaumaßnahmen sind noch zu erledigen als das Unglück geschieht. Der Weinkeller bricht zusammen und begräbt Viola, die mit einigen Rippenbrüche und den Verlust ihres linken Beines klar kommen muss.
Sie erinnert sich nicht warum sie im Keller war, war es ein Unfall oder ein Mordanschlag? Adam, gutaussehend, erfolgreich und von Frauen umworben kümmert sich um alles. Viola darf nichts mehr selbstständig unternehmen, sie bekommt ein Extrazimmer und die Pflegekraft Otilia zur Seite, die immer mehr die Aufgabe einer Wärterin übernimmt. Als so nach und nach Erinnerungen aufkommen und der Nachbarsjunge Benno sie mit Informationen versorgt, will Viola trotz ihres gefesselt sein ans Haus dem auf den Grund gehen. Sie bestellt sich Minitracker, die sie ihrem Mann, Otilia und ihrer Freundin unterjubelt. So verfolgt sie deren Schritte mit diesen Signalen. Doch auch Viola hat ein Geheimnis, von dem ihr Mann nichts erfahren darf.
Ein Thriller, bei dem die Hauptperson das Haus nicht verlassen kann und doch von dort alle Fäden zieht. Die Protagonisten haben sehr unterschiedliche Wesenszüge und Charakter, alle sind hervorragend beschrieben. Es gibt immer wieder Winkelzüge die man nicht hat kommen sehen. Sehr spannend und interessant geschrieben.
Rezensionen von nil_liest:
Warum ragt dieses Buch so heraus – und bleibt trotzdem so tief verwurzelt?
Die Riesinnen von Hannah Häffner
Dieses Buch erfährt gerade einen enormen Hype – und ausnahmsweise kann ich sagen: völlig zu Recht. Die Riesinnen ist nicht nur gut, es ist großartig. Still großartig. Eindringlich großartig. Und vor allem: nachhaltig.
Im Zentrum stehen drei Frauen aus drei Generationen – Liese, Cora und Eva.
Drei Leben, die unterschiedlicher kaum verlaufen könnten und doch untrennbar miteinander verbunden sind. Liese, die sich in einer rauen Nachkriegswelt behaupten muss, festhält, durchhält, weitermacht – auch dann, wenn das Leben wenig Raum für eigene Wünsche lässt. Cora, die sich gegen diese Enge auflehnt, hinaus will, alles hinter sich lässt, um dann zu erkennen, dass Flucht nicht automatisch Freiheit bedeutet. Und schließlich Eva, die zwischen diesen beiden Polen aufwächst – zwischen dem Drang hinaus und dem Sog zurück.
Wittenmoos, dieses kleine Schwarzwalddorf, ist dabei weit mehr als nur ein Schauplatz. Es ist Kraftfeld und Käfig zugleich. Ein Ort, der hält und gleichzeitig einengt. Hier kennt jeder jeden, hier wird beobachtet, geredet, bewertet – und doch ist genau hier auch diese tiefe, kaum erklärbare Verbundenheit spürbar. Besonders der Wald zieht sich wie ein lebendiger Organismus durch den Roman: schützend, fordernd, manchmal fast unerbittlich. Für alle drei Frauen wird er zu einem Gegenpol zur sozialen Enge – ein Raum, in dem sie atmen können.
Was mich besonders berührt hat: Dieses Buch braucht keine großen dramatischen Wendungen, um zu wirken. Es erzählt vom Leben selbst – von Entscheidungen, die nicht laut getroffen werden, von Wegen, die sich erst im Rückblick als die richtigen erweisen. Wenn man am Ende zurückblickt, merkt man, wie viel eigentlich passiert ist. Ganz leise. Ganz konsequent.
Und dann dieser Schreibstil. Hannah Häffner schreibt mit einer Präzision, die fast weh tut – weil sie so genau ist. Ihre Sprache ist dicht, poetisch, manchmal dunkel, dann wieder überraschend zart. Sätze, die nicht einfach gelesen, sondern gespürt werden wollen.
Dabei gelingt ihr etwas sehr Besonderes: Sie verbindet eine fast entschleunigte Erzählweise mit einer enormen Sogkraft. Es passiert scheinbar wenig – und gleichzeitig will man immer weiterlesen. Weil jede Figur Tiefe hat, weil jede Beziehung Nuancen trägt, weil zwischen den Zeilen oft mehr liegt als im Offensichtlichen.
Auch die Entwicklung über die Generationen hinweg ist fein gezeichnet. Während Liese noch stark gegen äußere Umstände ankämpfen muss, geht es bei Cora um Abgrenzung und Aufbruch. Und Eva? Sie darf bereits wählen. Ihr Weg wirkt freier, bewusster – und zeigt, dass Veränderung oft leise beginnt, aber über Generationen hinweg wirkt.
Und ja, es gibt Momente, die fast zu rund erscheinen, fast zu schön. Aber selbst das fügt sich in dieses Gesamtbild ein: als leiser Hoffnungsschimmer, nicht als Kitsch.
Für mich ist Die Riesinnen ein Roman über Frauen, die sich nicht laut emanzipieren müssen, weil sie es längst tun – auf ihre eigene, oft stille Weise. Über Herkunft, die prägt, aber nicht festschreibt. Über Heimat, die gleichzeitig Last und Halt sein kann.
Und vielleicht ist genau das das Geheimnis dieses Buches: Es erzählt nichts Spektakuläres – und trifft dabei mitten ins Herz.
Rezensionen von Ulla:
Selbstwahrnehmung
Mit anderen Augen von Jane Tara
Tilda ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, geschieden, mit zwei erwachsenen und erfolgreichen Töchtern. Sie lebt in einem schönen Haus mit Hund und Katze und hat Freundinnen, die ihr immer zur Seite stehen. Bis sie eines Tages feststellt, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist. Er ist noch da, sie sieht ihn nur nicht.
Die Diagnose ihrer Ärztin lautet Unsichtbarkeit, eine unheilbare Krankheit, die Frauen ab Mitte 40 betrifft. Es kann bis zum völligen Verschwinden führen. In der Therapeutin Selma findet sie Hilfe um doch eine Heilung zu erlangen. Sie soll in sich hineinhorchen, feststellen, wie sie sich selbst wahrnimmt und meditieren.
Neben der Unsichtbarkeit, die viele Frauen kennen, auch wenn sie körperlich noch vollständig sind, werden sie bei Beförderungen übergangen, Leistungen nicht erkannt und ihre Aufopferung bis zur Selbstaufgabe für die Familie nicht gewürdigt, sind die Themen Gewalt in der Ehe, Autismus, ADHS und Erblindung in die Handlung eingewoben. Der Selbstfindungstripp Tildas führt über mehrere Formen der Meditation hin zu einem völlig unrealistischen Happyend, bei dem wirklich alles perfekt ist.
Die Idee ist hervorragend, an der Umsetzung hapert es leider. Für einen Roman ist viel zu viel Meditation dabei, und das Ende einfach nur rosarot und unglaubwürdig.
Rezensionen von M:
Für Dinofans
Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Dinosaurier von Peter Nieländer
Das Meine Sachen suchen Wimmelbuch Dinosaurier ist etwas für kleine, aber auch für große Dinofans. Als Wimmelbuch in handlicher 21x24 cm Größe und mit seinen stabilen, dicken Seiten, ist es ideal für Kinder ab ca 2 Jahren. Die Texte sind einfach und gut verständlich und trotzdem informativ, sie regen an, über das jeweilige Thema der Doppelseiten z.
B. Meeressaurier oder Fortpflanzung miteinander zu sprechen und auch ich, als vorlesender Erwachsener, habe neue Informationen über Dinosaurier bekommen. Es macht Spaß, die vielen bunten Bilder anzusehen und nach den verschiedenen Dinos, die jeweils an der Buchseite mit Namen abgebildet sind, zu suchen. Besonders begeistert war unser Kleiner Dinofan von den vielen kleinen und größeren Klappen, hinter denen er immer neue überraschende Dinge entdecken konnte. Wieder ein tolles Buch aus der Ravensburger Reihe Mein Sachen suchen Buch.
Rezensionen von gabiliest:
Auge um Auge, Zahn um Zahn
Das Gesetz der Elite von Sandrone Dazieri
“Töte die Reichen” Dieser Slogan findet sich nach Attentaten auf Milliardäre an den Tatorten und im Internet. Das erste Opfer ist ein ehemaliger, millardenschwerer Fußballspieler, Jesús Martínez. Seinem Tod folgen weitere prominente Opfer, alle ermordet auf eine Art und Weise, die Bezug zu ihrem bisherigen Leben hat.
Colomba Caselli, ehemalige Vizepolizeidirektorin und Dante Torre, ein genialer Amateurkriminalist, ermitteln. Colomba, die jetzt Privatdetektivin ist, wird von der Familie von Jesús zu dem Fall, an dem auch der Geheimdienst großes Interesse zeigt, hinzugezogen. Dante weicht nicht von ihrer Seite, denn die beiden verbinden schreckliche Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit.
Der bekannte Autor Sandrone Dazieri hat mit “Das Gesetz der Elite: Ihr Reichtum ist ihr Untergang” einen hoch aktuellen Thriller vorgelegt, der sich, oberflächlich betrachtet, auf die weltweiten Einkommens- und Vermögensunterschiede bezieht. Der Vergleich der Welt mit “Dollaronia”, in der wenige Superreiche alles bestimmen, ist durchaus der Realität entsprungen. Der Autor beschreibt die Welt des Geldes als Hochhaus, in den unteren Stockwerken bewohnt von den Durchschnittsverdienern und letztlich den bitter Armen. Und er legt nahe, den Wert des menschlichen Lebens in diesem Szenario zu überdenken, denn letztlich sind diese Menschen “entbehrlich”. Das deckt sich inhaltlich mit dem Eingangszitat des Buches von John Brunner aus “Schafe blicken auf“, das vorschlägt, zweihundert Millionen Menschen, die absonderlichsten und schädlichsten, zu eliminieren. Wie lautet wohl die Antwort der Elite auf die Frage, ob die gesamte Menschheit weiter bestehen solle?
Ebenso fasziniert der Traum vom ewigen Leben. Sandrone Dazieri lässt die Superreichen eine Organisation erschaffen, die es durch Kryokonservierung möglich machen soll, in der Zukunft durch verbesserte medizinische Möglichkeiten weiterzuleben. Doch führt vieles, das der Autor heranzieht, um den Spannungsbogen aufzubauen, die Lesenden gekonnt in die Irre. Denn als es letztlich gelingt, den Täter zu stellen, ergibt sich der Blick auf eine psychisch gestörte und narzisstische Persönlichkeit, die lange Zeit über jeden Verdacht erhaben war.
Besonders herauszustreichen sind die beiden Hauptfiguren Colomba Caselli und Dante Torre. Beide sind schwer traumatisiert. Das Buch wirft im Rückblick nur Schlaglichter auf das Schicksal der Protagonisten, die erahnen lassen, dass sie Furchtbares durchgemacht haben müssen. Colomba, die nicht mehr an vorderster Front ermitteln möchte, kann durch ihre Hartnäckigkeit nicht aufhören, nach dem wahren Täter zu suchen, auch als die Morde bereits geklärt erscheinen, doch immer wieder wird sie von Panikattacken gequält. Dante ist körperlich und psychisch schwer geschädigt und doch der Mastermind bei der Aufklärung der Verbrechen.
Bei aller Düsternis stellt der Autor die Beziehung von Dante und Colomba liebevoll dar, denn Colomba wird Dante, der eine sehr unorthodoxe Lebensweise pflegt, immer beschützen. Obwohl Colomba und Dante nicht zur Welt der Reichen und Schönen zählen, ergibt sich im Zuge der Aufklärungsarbeit für Colomba eine unerwartete und einfühlsam erzählte Liebesgeschichte.
Mein Fazit:
“Das Gesetz der Elite: Ihr Reichtum ist ihr Untergang” ist ein gut gelungener Thriller, der den Spannungsbogen bis zur letzten Seite aufrecht erhält. Die Unterschiede zwischen Fakten und Fiktion verschwimmen, souverän führt der Autor durch eine den meisten Menschen verschlossene Welt des Reichtums, ohne jedoch eine Verteilungsdebatte anzufachen. Die faszinierenden Charaktere der Protagonisten zeigen unerwartete und bizarre Persönlichkeitsstrukturen, zur besseren Einordnung finden die Lesenden am Beginn des Buches ein Personenverzeichnis. Ich hätte mir gewünscht, mehr über die Vorgeschichte von Colomba und Dante zu erfahren, die der Autor jedoch in seinen zwei bereits vor Jahren erschienen Romanen der Colomba Caselli- Reihe behandelt hat. Durch seine Realitätsnähe lohnt es sich, das Buch auch als Diskussionsgrundlage über die Einflussnahme der Superreichen auf Politik und Gesellschaft zu verstehen. So wirft der Autor, verpackt in einen fesselnden Spannungsroman, zeitgemäße und hochaktuelle Problemstellungen auf, über die es sich lohnt, nachzulesen und nachzudenken.
Rezensionen von Claudia R.:
magische Anthologie
Magic Between the Pages von Becca S. Hale; Gabriella Queen; Mira Valentin
Klappentext / Inhalt:
Worte sind mehr als nur Zeichen auf Papier. Viel mehr als das: Sie können Portale öffnen, Schicksale verändern und Magie freisetzen. Wenn man nur ganz fest daran glaubt ...
Diese Anthologie versammelt 18 fantastische Geschichten über den Zauber der Worte, über Welten hinter den Seiten und über Figuren, die entdecken, dass manche Bücher lebendiger sind, als sie dachten.
Jede Erzählung stammt aus einer anderen Feder, doch sie alle vereint eines: die Magie der Bücher.
Begleite die Protagonist*innen an Orte, an denen Magie in den Wänden surrt, in verstaubte Buchhandlungen, deren Bücher Geheimisse flüstern, und in einen Zauberbuchladen, in dem selbst Satzzeichen deinen Verstand austricksen.
Bist du bereit für Abenteuer mit magischen Wesen und zu erleben, wie aus geschriebenen Worten Wirklichkeit wird?
Alle Erlöse dieser Anthologie fließen in die wichtige Arbeit von Stiftung Lesen, einer Organisation zur Leseförderung.
Cover:
Das Cover ist sehr liebevoll verziert und mit vielen Symbolen ausgestattet, die man bei genauerer Betrachtung erst ordnen kann. Optisch unf auch farblich ist es sehr schön angesetzt und umgesetzt. Sinnbildlich kommt hier die Magie und Hexerei sehr gut herüber.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um eine Anthologie aus 18 wunderbaren und fantasievollen Kurzgeschichten. jede steckt voller Magie, Spannung und fantastischer Wesen. Jede Geschichte ist einzigartig und für sich geschlossen. Daher wird hier eine große Vielfalt und Bandbreite geboten. 18 Autoren mit ihren Kurzgeschichten sind hier verewigt.
Inhaltlich möchte ich hier nicht weiter auf die einzelnen Geschichten und Details eingehen, aber es lohnt sich einen Blick hineinzuwerfen.
Nicht nur die äußerliche Aufmachung und der Farbschnitt sind sehr gut gelungen, auch innerlich ist es wunderschön illustriert und toll umgesetzt. Die einzelnen Anfänge der Geschichten sind sehr schön hervorgehoben und dadurch auch sehr gut ersichtlich.
Auch das Inhaltsverzeichnis zu Beginn ist dabei sehr hilfreich.
Die Anfänge der Kurzgeschichten sind sehr schön verziert und es macht optisch bereits einiges her. Die Geschichten selbst sind sehr unterschiedlich und auch die Schreibstile der Autoren unterscheiden sich, aber genau das macht es auch interessant und unterhaltsam. Natürlich gibt es bei den 18 Kurzgeschichten einige, die einen mehr erreichen und überzeugen und manche, die einen richtig mitreißen, wobei andere ein wenig untergehen, aber im Großen und Ganzen konnten mich eigentlich alle mitnehmen und unterhalten. Manche sogar noch etwas mehr, als andere.
Die Geschichten stecken voller Magie und Fantasie und haben teilweise sehr tolle und spannende Ansätze. Auch magische Wesen, wie Hexen, Drachen und Trolle kommen hier nicht zu kurz. Die Charaktere und auch die Geschichten sind sehr vielschichtig und eine wundervolle Bandbreite wird hier geboten. Mir hat diese Anthologie und auch die sehr unterschiedlichen Geschichten sehr gut gefallen. Ein lesender Drache, eine Bibliothek in einer Stadt voller Analphabeten und vieles mehr findet man in diesen Kurzgeschichten und kommt immer wieder ins Schmunzeln und Staunen.
Fazit:
Faszinierende, magische und fantasievolle Kurzgeschichten, die begeistern, unterhalten und mitreißen.











