Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Gefährliche Vergangenheit
Das Zeitmobil – Flucht aus der Vergangenheit (Band 3) von Meike Adelmann
Nachdem ich schon die ersten beiden Bände aus dieser wunderbaren Zeitreise-Reihe gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es weitergeht. Zweimal war es schon richtig spannend und gefährlich. Die drei Kinder sind zusammen mit ihrem Nachbarn Herrn Sauerbier in die Vergangenheit gereist und haben es gerade so geschafft, wiederzukommen.
Mein Highlight ist immer noch Band 1 mit dem Minidino Alfi. Wer dieses Buch noch nicht kennt, sollte es unbedingt lesen!
Aber zurück zu "Flucht aus der Vergangenheit" ... der Titel würde auf alle drei Bände passen, aber hier besonders. Ich fand es super, dass das Buch in Köln spielt - ich wohne gar nicht so weit weg. Man kann sich kaum vorstellen, dass die Millionenstadt mal fast wie ein Dorf war. Mir hat dieser Ausflug in die Vergangenheit wieder richtig gut gefallen und ich fand es toll, wie mutig die Kinder waren, um Herrn Sauerbier zu befreien. Da waren sie dieses Mal so gut vorbereitet und dann das ... was? Sag ich nicht, selber lesen! Ihr werdet es nicht bereuen, denn Euch stehen spannende Stunden bevor. Und wer dann immer noch Lust auf die Vergangenheit hat, kann im Wissensteil noch viel Interessantes erfahren.
Für mich zum dritten Mal eine tolle Mischung aus Roman, Kinderbuch und Wissenswertem, ergänzt durch tolle Zeichnungen. Ich mag die bunte Truppe und bin soooo gespannt auf das nächste Abenteuer. Was wird dann passieren?
Rezensionen von Pusteblümchen:
Witzig, schmerzhaft, wahr
Mit anderen Augen von Jane Tara
Es gibt Dinge, die passieren jeden Tag und niemand nimmt sie wahr. Jane Tara hat sich in ihrem Roman mit genau einem dieser Themen beschäftigt. Der Unsichtbarkeit von Frauen in der Mitte ihres Lebens.
Bei Tilda beginnt es mit dem kleinen Finger, er ist weg. Die niederschmetternde Diagnose der Ärztin klingt absurd: „Unsichtbarkeit“, ein Phänomen, das Frauen trifft, die sich von der Gesellschaft nicht wahrgenommen fühlen und die selbst ihren Bedürfnissen auch nur wenig Raum geben.
Mit viel trockenem Humor beschreibt Jane Tara wie Tilda aus dem Blickfeld ihrer Mitmenschen verschwindet. Dabei schafft sie es schwere Themen wie Identitätsverlust und den Druck des Älterwerdens in eine federleichte, fesselnde Handlung zu verpacken.
Es ist ein kluger, feministischer Wohlfühlroman mit Biss und gleichzeitig eine Ermutigung für alle Frauen, die das Gefühl haben, nicht gesehen oder als selbstverständlich wahrgenommen zu werden.
Ich habe Tilda gerne auf ihrer Reise von der beginnenden Unsichtbarkeit zurück ins Leben begleitet. Das Buch wirft Fragen auf, macht nachdenklich, ist aber auch unterhaltsam, so dass ich es gerne gelesen habe und empfehlen kann.
Rezensionen von Julia:
Dieses Buch war unglaublich!
One Last Time von Melissa Deperschmidt
D
er Klappentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht - aber ich hatte keine Ahnung, wie intensiv, atmosphärisch und immer wieder lustig One Last Time - Vergissmeinnicht sein würde. Der Londoner Vibe war förmlich spürbar, ich habe mit Ophelia gelitten und immer wieder laut gelacht. Es bleibt nur eine Frage: Wann kommt endlich der zweite Teil??
Rezensionen von nil_liest:
Das Mosaik der Frauen von Rafik Schami
Nadim Suri erzählt – und mit jedem Kapitel öffnet sich eine neue Tür. Eine Frau tritt ein, bleibt für einen Moment, verändert alles, und verschwindet wieder. Was bleibt, ist kein gerader Lebensweg, sondern ein Geflecht aus Begegnungen: Damaskus, geprägt von Vielfalt und frühen Prägungen durch seine Mutter; die erste große Liebe, die brutal endet; Salma, deren Verlust wie ein tiefer Riss durch das ganze Buch geht; und schließlich Deutschland, wo Neubeginn und Fremdheit dicht nebeneinanderliegen.
Flucht, politische Verfolgung, Ankommen – all das ist da, aber nie losgelöst von den Frauen, die Nadim formen. Jede hinterlässt Spuren, manchmal zart, manchmal schmerzhaft, immer unauslöschlich. Am Ende fügt sich daraus kein perfektes Bild, sondern ein Mosaik voller Brüche – und genau das macht es so wahr.
Rafik Schami erzählt in einer Sprache, die gleichzeitig warm und klar ist. Da ist diese leise Poesie, die nie ins Kitschige kippt, sondern sich wie ein feiner Schleier über die Geschichten legt. Der Stil hat etwas Mündliches, fast so, als säße man Nadim direkt gegenüber und würde ihm zuhören, während er abschweift, innehält, sich erinnert. Gerade diese kleinen Umwege – die Geschichten in den Geschichten – geben dem Roman Tiefe, auch wenn sie manchmal den Fluss verlangsamen. Die Struktur, jede Frau als eigenes Kapitel, wirkt zunächst klar, entfaltet aber nach und nach eine fast hypnotische Wirkung: Wiederholung als Prinzip, Variation als Erkenntnis.
Das Ambiente dieses Romans ist durchzogen von Gegensätzen: Wärme und Verlust, Heimat und Entwurzelung, Nähe und Fremdheit. Die politischen Umstände Syriens schwingen ständig mit – Überwachung, Gewalt, Einschränkung –, aber sie drängen sich nie in den Vordergrund. Stattdessen verstärken sie die Intensität der Beziehungen, machen jede Begegnung kostbarer, verletzlicher. Nicht jede Figur bekommt die Tiefe, die sie vielleicht verdient hätte, und manchmal verliert sich die Erzählung ein wenig in ihren eigenen Fäden. Aber vielleicht passt genau das: Ein Mosaik ist eben nie perfekt symmetrisch. Und genau darin liegt seine Schönheit.
Rezensionen von nil_liest:
Ein Platz unter der Linde
Das schönste aller Leben von Betty Boras
Was haben wir alle gemeinsam? Wir haben Mütter. Und viele von uns Töchtern werden auch wieder welche. Diese tiefe Verbundenheit ist das zentrale Thema des Debütromans von Betty Boras mit dem schönen Titel „Das schönste aller Leben“. Lasst euch vom Cover und dem Titel nicht in die Irre führen.
Das Buch hat Tiefe, unerbittliche Wahrheiten und Schmerz in sich.
Die Autorin, die selbst in Rumänien zur Welt gekommen ist und mit ihren Eltern nach Deutschland kam als junges Mädchen gibt uns auch einen liebevollen, aber sehr ehrlichen Blick frei auf Eltern, die ihr eigenes Leben aufgeben um Freiheit und eine bessere Zukunft für die eigene Tochter zu erreichen. Spannend diese Erfahrung hier aus dieser Perspektive zu lesen. Hilflose Eltern, immer darauf bedacht nicht aufzufallen, sondern integriert zu wirken. Stolz, wenn die Tochter deutsche Freundinnen hat.
“Eine Vergebungskette, wie ein seltenes Erbstück, das weitergereicht wird und die Generationen verbindet.” S. 50
Es geht um drei Generationen. Theresa, die im 18. Jahrhundert das Fundament der Familie im Banat begründet. Eine Frau, die viel Leid ertragen musste. Dann Vios Eltern, die für ihre Tochter nach dem Sturz der Diktatur nach Deutschland gingen, da war Vio noch in der Grundschule. Dann die Gegenwart in der Vio selbst Mutter ist. Scheinbar die Generation, die es geschafft hat, aber dann durch einen tragischen Vorfall doch wieder in ein ganze eigenes Leiden zurück geworfen wird.
Betty Boras hat hier ein sehr persönliches Buch geschrieben, da hier sicherlich viel eingeflossen ist was sie kennt und zutiefst in sich trägt. Das macht dieses Buch so gut, aber auch ihr Schreiben ist extrem gut. Ein immer wiederkehrender Perspektivwechsel zwischen den Frauen. Selbst der Wechsel von Vio als Kind zu ihrem gegenwärtigen Ich ist äußerst gelungen. Es steckt so viel mehr im Text, nicht alles wird ausformuliert und doch schwingt der vieles mit was die Charaktere umgibt.
Ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Romane der Autorin. Eine Entdeckung in diesem Jahr!
Rezensionen von Streiflicht:
ABC oder Z bis A?
Retten wir das ABC! von Paul Friedrich
Mein Neffe kommt im Sommer in die Schule und ist schon total aufgeregt. Daher bin ich aktuell immer wieder auf der Suche nach Büchern, die sich mit dem Lesen oder Rechnen lernen beschäftigen und ihn gleichzeitig aber auch nicht überfordern. Dieses Buch ist für Kinder ab 5 Jahren gedacht, daher passte das sehr gut.
Er hat einen langen Namen, kann aber mit ein bisschen Hilfe diesen schon schreiben. Das S ist dann manchmal verdreht oder sowas, aber er hat riesen Spaß daran. Dieses Buch wird ihn sicherlich begeisern, ich höre schon sein Lachen.
Ich habe es schonmal alleine testgelesen, das mache ich bei Kinderbüchern immer. Ich musste auch immer wieder schmunzeln, es hat richtig Spaß gemacht! Auf dem Klappentext hinten steht "Ein rückwärts gereimtes ABC-Abenteuer mit Herz und Humor - perfekt zum Vorlesen und Buchstabenentdecken" und das passt wirklich gut. Auch der Hinweis "Vorsicht: Lachanfälle nicht ausgeschlossen" ist einfach passend und so nett zuggleich. Wenn dort hinten auf dem Cover das Yak und das Zebra zusammen mit dem Hula-Hoop-Reifen zu sehen sind, ist man sofort verliebt - schon bevor man das Buch aufgeschlagen hat.
Ich mochte die Reime und die witzige Suche nach dem Apfel, der einfach verschwunden ist. Die süßen Zeichnungen untermalen das Geschriebene so perfekt, das macht echt Spaß. Gerade für Kinder, die noch nicht selbst lesen können, wird das Buch so ebenfalls zu einem Highlight. Ein richtig schönes Buch für alle Leseanfänger und künftigen Schulkinder und sicherlich auch für schon etwas ältere Kinder (und Erwachsene sowieso).
Rezensionen von nil_liest:
Wer schreibt die Wahrheit, wenn der Autor tot ist?
Das letzte Buch von Marceau Miller von Marceau Miller
Genfersee, ruhig, beinahe zu schön – und darunter brodelt etwas. Das letzte Buch von Marceau Miller von Marceau Miller nutzt genau diese Spannung zwischen Idylle und Abgrund. Ein gefeierter Schriftsteller stürzt beim Klettern in den Tod. Unfall, sagen die anderen. Seine Frau Sarah spürt sofort: So einfach ist das nicht.
Und mit diesem Zweifel beginnt ein Roman, der sich langsam, aber unaufhaltsam in die Tiefe gräbt.
Was zunächst beinahe ruhig und kontrolliert wirkt, entwickelt sich Seite für Seite zu einem Sog. Sarahs Suche nach Antworten ist kein klassischer Ermittlungsplot – sie ist eher ein vorsichtiges Abtragen von Schichten. Jede neue Erkenntnis wirkt wie ein Riss im Fundament ihres bisherigen Lebens. Besonders stark: das verschwundene Manuskript. Es wird zum unsichtbaren Zentrum der Geschichte, ein Echo, das alles zusammenhält – und gleichzeitig alles infrage stellt.
Formal spielt der Roman raffiniert mit Perspektiven. Neben Sarahs gegenwärtiger Spurensuche dringen immer wieder Fragmente von Marceaus eigener Stimme durch – wie Nachrichten aus einer Vergangenheit, die sich weigert, abgeschlossen zu sein. Dieses „Buch im Buch“-Prinzip ist hier nicht nur ein Kunstgriff, sondern der eigentliche Motor der Spannung. Denn je mehr man liest, desto unsicherer wird, was Fiktion ist – und was Geständnis.
Der Schreibstil ist dabei auffällig unaufgeregt. Keine effekthascherischen Cliffhanger, keine überdrehten Wendungen im Minutentakt. Stattdessen eine klare, präzise Sprache, die sich Zeit nimmt. Genau darin liegt ihre Stärke: Die Spannung entsteht nicht durch Tempo allein, sondern durch das stetige Verschieben von Gewissheiten. Wenn sie dann anzieht, tut sie es mit voller Wucht.
Atmosphärisch lebt der Roman stark von seiner Kulisse. Der Genfersee wird fast zur eigenen Figur – schön, still, undurchdringlich. Diese landschaftliche Ruhe kontrastiert eindrucksvoll mit der inneren Unruhe der Figuren. Und Sarah selbst? Sie trägt die Geschichte. Ihre Zweifel, ihre wachsende Unsicherheit, ihr verzweifeltes Festhalten an einer Wahrheit, die sich ständig entzieht – das alles macht den Roman emotional greifbar.
Inhaltlich bewegt sich das Buch irgendwo zwischen Spannungsroman und psychologischer Studie. Es geht um mehr als einen Todesfall. Es geht um Identität, um die Masken des Erfolgs, um Vertrauen – und darum, wie wenig wir manchmal über die Menschen wissen, die uns am nächsten stehen.
Das Beeindruckende: Mit jeder Enthüllung wird die Geschichte nicht klarer, sondern komplexer. Bis sich am Ende alles fügt – und trotzdem ein leiser Zweifel bleibt.
Fazit:
Ein klug komponierter, atmosphärisch dichter Roman, der sich Zeit nimmt – und genau dadurch fesselt. Kein lauter Thriller, sondern ein leises, eindringliches Spiel mit Wahrheit und Wahrnehmung. Und eine dieser Geschichten, bei denen man am Ende kurz innehält und sich fragt: Wie gut kennen wir die Menschen, die wir lieben wirklich?
Rezensionen von PMelittaM:
Empfehlenswerter Ratgeber
Ihr Geld für eine bessere Welt: Der Leitfaden für nachhaltige Anlagen von Thomas Öchsner
Nachhaltigkeit, also nie mehr verbrauchen als nachkommen kann, wird in Zeiten einer beginnenden Klimakrise immer wichtiger. Nachhaltig zu investieren bedeutet, auf Firmen und Projekte zu setzen, die nachhaltig sind, sich also für Umwelt, und im besten Fall auch soziale Aspekte, wie zum Beispiel Verzicht auf Kinderarbeit, einsetzen.
Ob eine Anlagemöglichkeit allerdings wirklich nachhaltig ist, ist oft schwer zu sagen, denn manche Firmen betreiben Greenwashing, setzen sich also in ein grüneres, sprich nachhaltigeres, Licht, als sie tatsächlich sind. Zudem gibt es oft das Best in Class-Prinzip, was auch nicht unbedingt bedeutet, dass die Angebote wirklich nachhaltig sind.
So wird man in diesem Buch auch nicht nur über nachhaltige Anlageformen aufgeklärt, man erfährt auch viel darüber, wie man die einzelnen Anbieter beziehungsweise Emittenten auf Nachhaltigkeit prüfen kann, genauso wie darüber, welche Risiken bei den einzelnen Formen jeweils bestehen. Am Ende sollte man gut einschätzen können, was einem wichtig ist, und welche Anlagemöglichkeiten daher am ehesten zu einem passen. Dabei spricht der Autor keine Empfehlungen aus, dafür ist der Finanzmarkt zu schnelllebig, er zeigt aber auf, wo man sich jeweils aktuell informieren könnte.
Wer nachhaltig anlegen möchte, hat einige Möglichkeiten, die aber nicht alle gleich empfehlenswert scheinen. Dieses Buch gibt einen umfassenden Überblick über dieses sehr komplexe Thema, für das man sich Zeit lassen muss.
Rezensionen von Streiflicht:
Nordisch düster und spannend
Nordlicht - Das fremde Gesicht von Anette Hinrichs
Ich mag die skandinavischen Autoren und Romane seit meiner Teeniezeit, als mir durch Zufall ein Wallander in die Hände gefallen ist. Seitdem hat mich die Lust am Nordic Noir nie mehr verlassen und ich bin immer wieder auf der Suche nach neuem Stoff. Oft ist es ja leider so, dass deutsche Autoren Bücher schreiben, die im hohen Norden spielen, die aber das Flair nicht einfangen.
Hier ist es ganz wunderbar gelungen, vielleicht weil die Autorin selbst ein "Nordlicht" ist? Flensburg ist für mich zudem besonders spannend, genau wie die Grenzregion zu Dänemark, da die Familie meines Mannes von dort stammt. Das Buch hat mir auch nochmal richtig Lust auf die Region gemacht. Genau wie es mir Lust auf die anderen Teile der inzwischen doch schon langen Reihe gemacht hat. Außerdem hat mich das "Nordlicht" aus einer Leseflaute geführt, worüber ich sehr erfreut und dankbar bin. Endlich wieder ein Krimi, den ich extrem gerne gelesen habe und nicht mehr aus der Hand legen wollte!
Der Einstieg war komplett problemlos, obwohl es sich bei "Nordlicht - Das fremde Gesicht" schon um den siebten Teil handelt. Ich kam recht schnell in der Geschichte an und habe mit Vibeke und Rasmus mitgefiebert. Gerade Rasmus ist eine Romanfigur mit Ecken und Kanten, die es sicherlich nicht jedem Leser leicht macht, aber ich mochte ihn sofort. Man spürt, wie zerrissen, einsam und traurig er ist. Das passte für mich wunderbar zu einem Krimi im hohen Norden.
Die Story als solche war sehr spannend und ich war lange im Unklaren darüber, wer der Täter ist. Auch wenn ich eine Ahnung bezüglich der Vergangenheit hatte, war es bis zur letzten Seite spannend, die dann auch noch mit einem Knall endet. Man darf sehr gespannt auf Band 8 sein. Umso besser, dass Teil 1 und noch ein weiterer Band bereits auf meinem SUB auf mich warten. So kann ich die Wartezeit bestens überbrücken ...
Rezensionen von Streiflicht:
Flaco war nicht mein Fall
Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura von Eric Berg
Schon beim ersten Blick auf das Cover war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Wir sind große Kanarenfans und vor allem die Insel Fuerteventura hat es uns angetan. Mit dem Untertitel "Mord auf Fuerteventura" und dem tollen Foto der Kirche in Betancuria hatte mich das Buch sofort für sich eingenommen.
Ich hatte von einer Freundin Teil 1 gelesen, damit ich gut informiert in diesen zweiten Teil der Reihe starten kann. Leider ging es mir schon so, dass mir "Roter Sand - Mord auf Gran Canaria" schon nicht so recht gefallen hat. Ich hatte gehofft, dass Fuerteventura dann den Unterschied macht, aber auch hier kam ich nie richtig an ...
Natürlich ist es immer Geschmackssache, aber mit Flaco, der Hauptfigur des Buch und der ganzen Reihe, wurde ich einfach nicht warm. Er ist mir zu egozentrisch, zu flapsig, zu chauvimäßig. Ja, er ist auch selbstkritisch und ironisch, aber ich muss nicht auf jeder Seite innere Monologe oder Witzchen lesen. Und schon gar nicht bei einem Krimi. Auch wenn ich Humor an sich gerne mag und auch bei Spannungsliteratur gerne mal grinse.
Zudem konnte mich leider auch der Kriminalfall nicht so richtig in seinen Bann ziehen. Lange Zeit habe ich nicht recht verstanden, was da eigentlich passiert, und wenn man die Auflösung kennt, weiß man auch, warum das so ist. Ich fand es eher unrealistisch. Auch die Endszene mit einer Versammlung aller Verdächtigen à la Miss Marple und Co. war nicht so meins.
Schön fand ich, dass auf Seite 102 ein Bezug zum Titel hergestellt wird, das mag ich immer sehr: "Der rote Sonnenball in der Mitte des Himmels glühte in den unterschiedlichsten Gelbtönen bis hin zu Ocker und Braun. Auch weiter vorne gab es schon mal eine sehr poetische Beschreibung der Insel, die mir sehr gut gefallen hat. Wer die Insel mag, kann das auch gut nachvollziehen. Aber insgesamt hätte es für mich auch mehr Lokalkolorit sein dürfen, vor allem dann, wenn schon der Ort mit im Titel und auf dem Cover steht.











