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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gaby 2707:

Oma feiert Geburtstag

Dinosaurier auf Omas Geburtstag (Bd. 5) von Dominik Hochwald; Jörg Ihle

Es sind wieder Ferien und Leon und Sophie besuchen ihre Oma. Dieser Besuch wird etwas ganz besonderes, denn Oma hat Geburtstag und der soll gebührend gefeiert werden. Außerdem war Oma auf einer Expedition in Südamerika und hat von dort ein Dinosaurier-Ei mitgebracht. Und der kleine Dino schlüpft genau in der Nacht zu Omas Geburtstag.

Aber einen solchen Dino hat Oma noch nie gesehen. Zu welcher Art der wohl gehören mag? Da muss Paläontologin Mara aus dem Naturkundemuseum helfen. Sie stellt fest, dass der Kleine zu einer neuen, bisher ganz und gar unbekannten Spezies gehört. Nur wo will der Kleine leben und wie soll er heißen? Das findet sich ganz schnell, als er wie ein Kaninchen mit seinen Händen einen Bau buddelt. Da hat er seinen Namen „Buddelsaurier“ weg und nun wissen Oma, Leon und Sophie, dass er am liebsten im Dunklen ist.
Wo dann Oma mit all ihren Dinos und ihren Gästen den Geburtstag feiert? Das müsst ihr in dem neuen Buch von Dominik Hochwald und Jörg Ihle schon selbst herausfinden und lesen.
Um heraus zu finden, wo sich der kleine Dino wohl wohlfühlen könnte, besuchen Oma, Leon und Sophie alle Lebensräume, an denen die anderen Dinos sich leben. Zuerst sehen sie sich im Omas Gewächshaus um; dann fahren sie zum Freibad; sie besuchen die alte Burgruine; treffen den Kapitän, den Bauern und den Herrn Graf. Alles Menschen und Orte, an denen Oma ihre anderen Dinos untergebracht hat oder mit denen sie schon Abenteuer erlebt haben.

Auch in dieser Geschichte gibt es wieder eine Botschaft, die sich nicht nur die Kinder verinnerlichen sollten: Ganz egal wie wir aussehen, welche Sprache wir sprechen oder wo wir herkommen - wir gehören alle zu einer großen Familie. Wie auch in den ersten vier Bänden werden hier Werte wie Zusammenhalt, Familie, Toleranz und Identität kindgerecht und einfühlsam vermittelt.
Und auch hier sind es die großformatigen, teils ganzseitigen Illustrationen von Vesselin Kashev, die die Geschichte gekonnt untermalen und noch greifbarer machen. Allein diese Bilder anzuschauen, macht schon großen Spaß.

Eine weitere herzerwärmende, liebevolle Geschichte, in der alle füreinander da sind und aufeinander acht geben. Zum vorlesen oder für die älteren Dinofans auch zum selbst lesen. Wir lieben die Oma, Leon, Sophie und ihre Dinos.

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Rezensionen von Lilli33:

Bemerkenswerter Debütroman

Ganz aus Splittern von Danae Lake

Bemerkenswerter Debütroman

Inhalt:
Die 16-jährige Chrissy lebt mit ihrer tablettenabhängigen Mutter und ihrem gewalttätigen Stiefvater in einem Problemviertel, wo sie auch die Gesamtschule besucht. Ihr Ziel ist es, ein gutes Abitur zu machen und aus diesem Leben auszubrechen. Als sie durch eine Sozialstudie die Chance bekommt, auf das angesehene Heinrich-Heine-Gymnasium zu wechseln, ist sie zunächst nicht begeistert, denn sie will nicht als Versuchskaninchen herhalten.

Doch dann eskaliert die Situation zu Hause und Chrissy greift zu. Wider Erwarten wird sie in der Welt der Reichen freundlich aufgenommen und findet neue Freunde.

Meine Meinung:
Danae Lake ist erst 18 Jahre alt und „Ganz aus Splittern“ ihr erstes Buch, doch weder Buch noch Autorin müssen sich verstecken. Im Gegenteil, Lake kann mit manch altem Hasen mithalten. Nur an wenigen Stellen bemerkt man eine gewisse Unerfahrenheit, die sich mit der Zeit sicher abschleifen wird. Man sollte sich diesen Namen also getrost merken.

Mir hat dieses Jugendbuch sehr gut gefallen. Es thematisiert wichtige gesellschaftliche und persönliche Probleme und macht Mut und Hoffnung. Dabei wirkt es sehr realistisch - leider muss man fast sagen, denn das Beschriebene ist zum Teil schwer zu ertragen. Die Story ist einerseits bedrückend, aber auch berührend und einfach schön. Manche Stellen waren mir zu melodramatisch, aber das ist natürlich Geschmacksache.

Fazit:
Ein tolles und inhaltlich wichtiges Debüt einer sehr jungen Autorin, das ich wärmstens weiterempfehle.

Triggerwarnung (bei Bedarf bitte rückwärts lesen).
GNUGISSÄLHCANREV TLAWEG EHCILSUÄH GNUGITLAWEGREV

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Rezensionen von nessabo:

Ein ruhiges Buch mit sanftem Tiefgang, aber emotional ziemlich distanziert

Das Haus über dem Fjord von Kristin Valla

Ich finde, dass Kristin Valla hier ein solides Buch mit klarer schnörkelloser Sprache geschrieben hat, welches durch viel Ruhe überzeugt und mich am Ende auch emotional ziemlich bewegt hat. Es hat allerdings seine Längen und weigert sich, die Protagonistin wirklich nahbar zu machen. Die auf dem Klappentext ausgewiesene Spannung kam mir doch etwas zu kurz, da wäre mehr Potenzial vorhanden gewesen.

Elin kehrt in ihre Heimat zurück, trifft dort unter anderem auf eine Jugendliebe und kommt hinter ein großes Familiengeheimnis. Der Roman ist wirklich gut lesbar, auch wenn er im Mittelteil ein wenig schneller hätte sein dürfen. Ich gehe absolut mit den anderen Rezensierenden mit, dass die Protagonistin wirklich sehr distanziert bleibt und emotional nicht sonderlich tief blicken lässt. Irgendwie passt es für mich aber zu dem, was ich von einer norwegischen Figur erwartet habe - auch wenn das vielleicht ein fürchterliches Klischee ist. Somit war ich nicht über die Maßen enttäuscht, obwohl ich emotional vielschichtige Charaktere präferiere.

Am Ende hab ich sogar ein paar Tränen verdrückt, obwohl ich mir die Enthüllungen wirklich deutlich eher erhofft hatte und die Handlung ganz schön vor sich hin plätschert. Das passte wiederum gut zum gewählten Ton und ich habe den Roman gern gelesen, auch wenn er aus den genannten Gründen kein Highlight für mich war. Zu weiteren Büchern der Autorin würde ich wieder greifen, wenn ich eine eher unaufgeregte Lektüre mit sanftem Tiefgang suche.

3,5 Sterne

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Rezensionen von Ryria:

Eine Geschichte ohne Helden

Ginsterburg von Arno Frank

Ginsterburg ist eine fiktive Stadt in Deutschland, deren Bewohner wir auf drei Zeitebenen (1935, 1940, 1945) begleiten dürfen. Dabei fällt es nicht schwer sich vorzustellen, dass es so ähnlich auch in anderen Städten damals abgelaufen sein könnte - man erlebt eine fiktive Geschichte, die sich gleichzeitig sehr echt anfühlt.

Hierzu gehört auch, dass es keine wirklichen Helden gibt: Wir lernen eine Vielzahl von Charakteren kennen, begleiten ein paar davon ausführlicher durch die Jahre hinweg, aber eine wirkliche Verbindung konnte ich zu keinem aufbauen.

In diesem Sinne ist dies kein Buch für Leser, die gerne mitfiebern oder mitfühlen, vielmehr bekommt man einen ungeschönten Einblick in das damalige Leben.
Charaktere, die zunächst im Fokus stehen, verschwinden auch schnell wieder aus der Handlung oder sterben auch mal ganz nebenbei. Erwartete Konflikte oder Spannungen werden im Keim erstickt, Probleme werden gekonnt ignoriert. Die Gesellschaft verschließt die Augen, die Stadt versucht ihr "normales Leben" zu bewahren - und zeigt uns so eine wichtige Botschaft auch für unsere heutige Zeit auf.
Ich fand diesen Erzählstil einerseits echt interessant, gerade weil die Handlung ganz anders verlief als erwartet, andererseits hat mich das Buch dadurch zwischendurch auch immer wieder mal verloren, da ich mich mit manchen Charakteren und deren Perspektiven nicht wirklich anfreunden konnte.
Irgendwie passiert manchmal sehr viel und gar nichts zugleich.
Auch hätte ich mir ein Charakterverzeichnis und ein erläuterndes Nachwort gewünscht. So basiert beispielsweise Lothar auf einer echten Person, dies habe ich jedoch nur zufällig am Ende erfahren.

Schön war hingegen, dass die verwendete Sprache perfekt zur damaligen Zeit passt, das hat sehr authentisch gewirkt. Auch passt sich der Schreibstil an die gerade im Fokus stehende Person an, so werden z.B. die Sätze bei einem Schriftsteller komplizierter als bei einem Kind.
Dazwischen gibt es auch immer wieder andere Textsorten wie Gesetze, Lieder oder Briefe.
Auch die Stadt wird sehr ausführlich zu Beginn beschrieben und quasi vor dem inneren Auge zum Leben erweckt.
Manche Handlungsabschnitte fand ich ein wenig zu lang oder sogar ziemlich unnötig, andere hingegen waren erschreckend und interessant zugleich.
Insgesamt ein durchaus gelungener und authentischer Einblick in eine Kleinstadt zur damaligen Zeit.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Ich hätte es so gerne gemocht

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken von Sarah Lorenz

Ich habe mich so auf das Buch gefreut.
Hier fand ich das Cover schon so ansprechend, der Titel hatte mich dann endgültig. So schön! Auch wenn ich das Buch leider nicht liebe, der Titel hat für mich auf jeden Fall einen Platz auf dem Treppchen für den schönsten Buchtitel 2025 verdient.

Jetzt aber genug des Vorgeplänkels.

Ich kann mit Lyrik nicht viel anfangen und habe mich deshalb gefreut, hier so einen einfachen und wohldosierten Zugang zu bekommen. Die Kapitel beginnen jeweils mit einem Gedicht und das hat mir gut gefallen.
Ansonsten hält die Ich-Erzählerin mit Mascha Kaléko immer wieder Zwiegespräche, einfach so, was ihr in den Sinn kommt, so als ob sie mit einer Freundin spricht. Aber auch nicht losgelöst, sie bezieht sich schon auf die Person Maschka. Gut gemacht.

Insgesamt aber habe ich mich schon ein wenig durch das Buch gequält. Obwohl es mit 216 Seiten ein schlankes Buch ist, habe ich gefühlt ewig dafür gebraucht.

Es hat mich angestrengt, von den immerwährenden schlimmen Erfahrungen der Ich-Erzählerin zu lesen, davon, wie sie als Kind und junge Heranwachsende leben musste. Die verzweifelte Suche nach Liebe - und meine Wut auf Eltern, Punk-Begegnungen und überhaupt die Männer, die sie getroffen hat.
Keine einfache Kost und auch nicht gefällig zu lesen.
Ich habe nur Verzweiflung und Brutalität wahrgenommen, die wenigen Momente von Liebe und Zuversicht sind in dem Gesamtkonstrukt bei mir nicht angekommen. Und - ich traue es mich fast nicht zu schreiben - ich habe mich beim Lesen leider gelangweilt, weil mich das Buch so gar nicht erreicht hat.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Dreiecksgeschichte und Krimi

Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall

Im Mittelpunkt von "Wie Risse in der Erde", dem neuen Roman der britischen Autorin Clare Leslie Hall, steht die junge Beth Johnson, die mit ihrem Ehemann Frank und Schwager Jimmy eine Farm im kleinen Ort Hemston in Dorset bewirtschaftet. Das Buch erscheint weltweit in 31 Ländern und erntet von Kollegen der Autorin, wie Miranda Cowley Heller, Delia Owens und Chris Whitaker, großes Lob.

Ich freute mich daher riesig auf die Lektüre - doch so richtig glücklich bin ich mit der Geschichte leider nicht geworden.

Der Roman spielt auf mehreren Zeitebenen und umfasst die Zeit von 1955 bis 1975. Er ist in fünf Hauptteile und zahlreiche kurze Kapitel gegliedert, die in erster Linie Ereignisse der Jahre 1955 und 1968 beinhalten. Die Handlung springt zwischen 1968, "früher" und "der Prozess" hin und her, was durch die Kapitelüberschriften sehr gut zu erkennen ist.

Die 17-jährige Schülerin Beth Kennedy, Tochter eines Lehrerehepaares, verliebt sich in den ein Jahr älteren Gabriel Wolfe aus begütertem Elternhaus. Die beiden verleben einen glücklichen Sommer, ehe die Verbindung zerbricht. 13 Jahre später, Beth ist inzwischen mit dem Farmer Frank Johnson verheiratet, zieht Gabriel, mittlerweile erfolgreicher Schriftsteller, mit seinem Sohn Leo wieder in sein Elternhaus ein. Es dauert nicht lange, bis Beth und Gabriel sich auf der Farm wiedersehen. Die junge Frau zögert nicht, als Gabriel sie bittet, auf Leo aufzupassen, damit er sein Buch fertigstellen kann. Das Kind erinnert sie an ihren Sohn Bobby, der zwei Jahre zuvor durch einen tragischen Unfall beim Fällen eines Baumes ums Leben gekommen ist. Obwohl Beth ihrem Mann gegenüber ein schlechtes Gewissen hat, ist sie gern mit dem Jungen -  und auch Gabriel - zusammen. Als es zu einer Tragödie kommt, bricht erneut ihre Welt zusammen ... 

Die Geschichte, die eine Mischung aus Dreiecksgeschichte und Krimi ist, ist in einfacher Sprache aus Beth' Perspektive in der Ich-Form erzählt und liest sich leicht. Bereits mit dem ersten Kapitel über den Prozess baut sich Spannung auf und steigt bis zum Ende stetig an. Was auf der Farm passiert ist und zum Tod eines Menschen führte, wird erst im letzten Viertel des Buches aufgedeckt. 

Die Kapitel über den Kriminalfall habe ich sehr gern gelesen. Ich fand den Prozess spannend und glaubhaft dargestellt. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Identität des Opfers und des Verdächtigen über den größten Teil des Buches im Dunkeln bleibt.

Leider konnte mich die Rahmenhandlung mit Beth, Frank und Gabriel nicht so begeistern wie das Gerichtsverfahren. Sie las sich gut, fesselte und berührte mich, die Trauer der Familie um Bobby ist glaubwürdig beschrieben und mir nahe gegangen. Ich fand es sehr berührend, dass Beth sich um Leo kümmerte, und auch Beth' innere Zerrissenheit ist hervorragend dargestellt. Die Handlung war mir allerdings zu überladen mit all dem Herzschmerz, den Lügen und Tragödien. Es gab viel Drama, Verrat, Verlust und Schuld, Trauer und Reue. Es war mir von allem etwas zu viel, zu theatralisch und stellenweise unglaubwürdig. Ich habe Beth als recht egoistisch empfunden und konnte ihre Handlungsweisen nicht immer nachvollziehen, während mir Frank zu mitfühlend, zu lieb und zu verständnisvoll dargestellt war und mich mit seiner Güte und Selbstlosigkeit zusehends nervte. Die Darstellung von Gabriel, Leo und Bobby fand ich hingegen gelungen und authentisch. Dass die Familienmitglieder, die stets so liebevoll miteinander umgehen, nicht intensiv genug auf Jimmy einwirken, damit er seine Alkoholsucht bekämpft, habe ich nicht verstanden.

Der Aufbau des Buches mit den unterschiedlichen Zeitsträngen hat mir sehr gut gefallen, selbst wenn die teilweise sehr kurzen Kapitel meinen Lesefluss etwas hemmten. Auch die Beschreibung des Landlebens war interessant. Es gibt einige teils vorhersehbare Wendungen, ein großes Geheimnis wird enthüllt, und das Ende ist hoffnungsvoll, aber leider auch ziemlich kitschig.

Obwohl mich der Kriminalfall fesselte, konnte mich die Geschichte insgesamt leider nicht überzeugen.

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Rezensionen von Anjulia :

Zwischen Narben und Neuanfang

Ganz aus Splittern von Danae Lake

Chrissy ist sechzehn und lebt in einem Problembezirk. Ihre Mutter ist tablettenabhängig , der Stiefvater kriminell und gewalttätig. Auch bei ihrem besten Freund T, bei dem sie Halt findet, läuft zuhause nicht alles rund. Da Chrissy ziemlich intelligent ist, will sie ein gutes Abitur machen und raus aus den Viertel und der Armut.

Als sie einen Platz an einem Elite-Gymnasium angeboten bekommen, ist sie sich zunächst unschlüssig, da sie kein "Sozialexperiment" sein möchte. Letztendlich stellt der Schulwechsel Chrissys ganzes Leben auf den Kopf.

Ganz aus Splittern von Danae Lake ist ein Buch, das fesselt und bewegt. Es beinhaltet bedrückende Themen wie Chancenungleichheit, häusliche Gewalt, Missbrauch, Medikamenten-und Alkoholsuch und ist dadurch kein einfaches Gute-Launebuch. Dessen sollte man sich vor dem Lesen bewusst sein. Trotzdem gibt es auch schöne und amüsante Szenen. Chrissy ist eine starke, intelligente und sympathische junge Frau und da die Autorin nicht wesentlich älter ist, auf jeden Fall authentisch gestaltet. Überraschend ist vielleicht, dass nicht unbedingt der Wechsel an die neue Schule, sondern Chrissys altes Umfeld die meisten Probleme verursacht. Gerade Chrissy Mutter verhält sich erschreckend narzisstisch und toxisch. Die entstehende Beziehung zu Alex, der aufgrund seinen Reichtums praktisch aus einer anderen Welt zu kommen scheint, hat mir gut gefallen. Insgesamt ein erstaunlich starkes Buch mit nicht ganz einfachem Inhalt.

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Rezensionen von peedee:

Ein Auf und Ab

Sonnwendmord von Fanny Svoboda

Horvath, Band 2: Die Sonnwendfeier führt dazu, dass das ganze Wachauer Dorf auf den Beinen ist. Doch dabei wird die Leiche der Arzthelferin Christel Hulatsch im Feuer entdeckt! Krimiautor Horvaths Ehrgeiz, diesen Fall zu lösen, ist geweckt. Jemand hat jedoch etwas gegen seine Ermittlungen, wie er wiederholt zu spüren bekommt.

Horvath und seine Freundin Mimi übernehmen den Arzthelferinnen-Job, bis Dr. Freilich einen Ersatz bekommt. Ganz im Zentrum des Geschehens lässt sich prima ermitteln…

Erster Eindruck: Ein farbenfrohes, dynamisches Cover – gefällt mir ausgezeichnet!

Dies ist Band 2 einer Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Da es bei mir noch nicht lange her ist, seit ich Band 1 gelesen habe, waren mir die Protagonisten noch bestens bekannt. Hach, diese Truppe ist mehr als illuster: Der mittlerweile erfolgreiche Schriftsteller Horvath und seine esoterische Freundin Mimi, die Pachamama feiert und gerne Schulmedizin-Bashing betreibt. Maria, Horvaths Ex-Schwägerin, ist neu mit Guru Shaman, der sich mit Mimi selbstständig gemacht hat, verbandelt. Dieses Mal muss Horvath körperlich viel einstecken, aber auch seelisch erlebt er schwierige Zeiten, da er immer wieder an der Liebe seiner Mimi zweifelt. Ist er gut genug für sie? Ist er zu alt für sie? Horvath und Mimi sind so gegensätzlich, dass es für mich ein Wunder ist, dass diese zusammengefunden haben. Nun gut, das ist sicherlich für eine Krimödie wichtig, aber in echt würde mich Mimi wohl in den Wahnsinn treiben.

Der folgende Dialog von Horvath und seiner Liebsten hat mir gefallen: „Es gibt nur zwei Dinge, die nach Rauch schmecken dürfen: eine Marlboro und ein Stück Speck. / Speck verursacht Tierleid, Hase. / Aber Tofu verursacht mir Leid.“ Dem gibt es wohl nichts hinzuzufügen, oder?

Mobbing, Rache, Leben auf dem Dorf – dies sind einige der behandelten Stichworte. Durch die Dialektausdrücke fand ich mich erneut gut in der Region eingebettet. Die Spannung glich für mich jedoch den Gezeiten: Ebbe, dann wieder Flut. Mich konnte dieser Band leider nicht im gleichen Masse begeistern wie der vorherige – 3 Sterne.

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Rezensionen von nessabo:

Satirisch, wild, kritisch - hält absolut, was es verspricht

Daily Soap von Nora Osagiobare

Vorab: Ich habe das Buch als eBook gelesen und muss dafür in meiner Wertung auch einen Stern abziehen, weil die Form einfach für ein unglaublich schlechtes Leseerleben sorgt! Die Autorin arbeitet in ihrem Buch mit zahlreichen Fußnoten, was ich im Allgemeinen sehr liebe. Das Problem im digitalen Buch ist leider, dass die Fußnoten alle gesammelt am Ende des jeweiligen Kapitels stehen und nicht wie eine tatsächliche Fußnote immer unten auf der jeweiligen Seite.

Das macht das Lesen unfassbar anstrengend, weil es teilweise extrem viele Fußnoten sind und ich ständig auf einem nicht sonderlich schnellen eReader etliche Seiten nach hinten blättern musste und wieder nach vorne. Da sollte der Verlag wirklich dringend am digitalen Exemplar arbeiten!

Abgesehen davon hatte ich grundlegend Freude an dem Buch. Es hält absolut, was es verspricht, nämlich eine komplett absurde Familiengeschichte zu sein, die einer Scripted Reality Show in nichts nachsteht. Gleichzeitig gibt es mit einer wirklich tollen satirischen Art gesellschaftliche Kritik an Reichtum, Erbe, Macht im Allgemeinen, Homofeindlichkeit und natürlich auch Rassismus in verschiedenen Ausprägungen. Der Ton wird von einem zutiefst schwarzen Humor getragen, was mir richtig gut gefallen hat. Auch die Metaebene der Daily Soap ist einfach großartig geschrieben. Mit den Figuren hatte ich eine Weile zu kämpfen, weil doch recht viele eingeführt werden, aber die Liste am Buchanfang ist an der Stelle sehr hilfreich. Mit Sympathie konnte für mich kein Charakter glänzen, bei einem solchen Werk, welches einen gesellschaftskritischen Anspruch hat und mittels Satire am Rand des Sagbaren balanciert, kann ich damit aber gut leben.

Ich kann abschließend gar nicht so ganz sagen, ob ich das Buch abgesehen von seiner digitalen Form sehr doll mochte, weil mich das beim Lesen einfach wirklich so gestört hat und ich dadurch nicht so richtig in einen Lesefluss gekommen bin (der meines Erachtens für diese temporeiche Geschichte aber besonders relevant ist). Durch das Blättern musste ich ständig wieder in die Geschichte reinfinden, was müßig war. Das finde ich unglaublich schade, aber ich bin davon überzeugt, dass mir das Lesen des physischen Buches sehr gut gefallen hätte. An einigen Stellen war mir die Handlung dann doch ein wenig zu wild, aber so ganz grundlegend erfüllt sie eben genau das, was ich von ihr erwartet habe, und das ist toll. Ich würde auf jeden Fall wieder ein Buch der Autorin lesen!
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TW: M0rd

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Rezensionen von Vanessa:

Eine Villa, vier Frauen & eine zukünftige Braut, die ihren Junggesellinnenabschied nicht überlebt

Die Villa von Jess Ryder

Drei Jahre nach dem tragischen Ende des JGA – der Mord konnte nie aufgeklärt werden– lockt Dani die anderen Frauen zurück zur Villa, um sich endlich zu erinnern. Was ist damals wirklich passiert und welche Geheimnisse werden vor ihr verborgen?

Die Geschichte wird im Wechsel zwischen zwei Zeitsträngen erzählt: Damals und heute.

So erfahren wir Stück für Stück mehr über den JGA – und damit über die Geheimnisse, Aktivitäten und Streitereien – und begleiten die Rückkehr zur Villa sowie Danis Versuch die verlorenen Erinnerungen zurückzugewinnen. Zusätzlich werden die verschiedenen Perspektiven der Frauen eingebunden.

„Ein Wochenende mit Freundinnen wird zum Wochenende mit Feindinnen“ hieß es bei der Ankündigung des Buches. Leider habe ich durch diesen Satz etwas anderes von dem Buch erwartet. Zwischen den Frauen besteht nämlich keine gemeinsame Freundschaft, die sich langsam verändert: Zum Teil kennen sie einander nicht bzw. nur flüchtig.

Unter Berücksichtigung des Umstands, dass die vier Frauen zusammenkommen, weil sie mit der zukünftigen Braut befreundet sind/waren und nicht, weil sie eine Freundinnengruppe wären, ist es vermutlich nicht verwunderlich, dass es zu einigen Reibereien kommt. Leider ist das Geflecht so ziemlich der Inbegriff toxischer Freundschaften/Beziehungen, sodass für mich schon Spannung dadurch verloren gegangen ist, dass hier ohnehin niemand irgendjemandem auch nur eine Kleinigkeit gönnt.

Zusätzlich hat sich die Handlung für mich ziemlich gezogen (es wird viel Party gemacht) und bei einigen Nebenhandlungen hätte ich gehofft, dass etwas mehr daraus gemacht wird.

Beim Ende lag ich nicht ganz richtig und das Motiv fand ich interessant gewählt!

Insgesamt war „Die Villa“ für mich ein unterhaltsames Hörbuch für Nebenbei, aber kein Buch, was ich uneingeschränkt empfehlen würde.

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