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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von carola1475:

Spannende Suche nach der Wahrheit

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3) von Marc Raabe

Art Mayer, der eigensinnige BKA-Ermittler, versucht seit über einem Jahr, Dana, die Mutter des Nachbarkindes, zu finden. Unerwartet bekommt Art einen Hinweis auf eine verlassene Wohnwagensiedlung nahe Berlin und findet dort einen Toten. Es deutet sich ein Kompetenzgerangel zwischen BKA und LKA an und Art wird von den Ermittlungen ausgeschlossen.

Zusammen mit Nele Tschaikowski, die eigentlich in Elternzeit ist, sich aber nach der Arbeit sehnt und sich von ihrem Mann bei der Betreuung des gemeinsamen Sohns allein gelassen fühlt, geht Art eigenständig auf Spurensuche und setzt sich dabei wieder über Regeln und Vorschriften hinweg. Das persönliche Engagement und Arts eigener Hintergrund tragen zur Intensität der Geschichte bei.

Erzählt wird auch in diesem dritten Band der Art Mayer-Reihe aus verschiedenen Perspektiven und auf zwei Zeitebenen, in der Gegenwart ermitteln Art und Nele und vor 15 Jahren erschütterte ein tragisches Ereignis Dana und ihre Familie.

Von Beginn an herrscht eine düstere Stimmung, nicht zuletzt wegen des bedrohlichen Feuers im Wald bei Berlin, und besonders in der Erzählebene der Vergangenheit, die Ereignisse hier erscheinen verworren und ihre Tragweite erschließt sich erst gegen Ende. Unerwartete Wendungen gibt es auch in der Gegenwart, der Thriller bleibt durchgehend spannend. Viele Nebenfiguren fand ich schwer einzuschätzen, während die Protagonisten sich treu bleiben. Ich habe sehr gern mehr aus ihrem Privatleben erfahren, wie auch ihre unkonventionellen Ermittlungen verfolgt, die zu einer für mich überraschenden Auflösung und einem filmreifen, vielleicht etwas übertriebenen, Showdown führen.

Marc Raabes Schreibstil ist einfach zu lesen, lebendig und packend. Wegen der Entwicklung und Beziehungen der Protagonisten und weil Danas Verschwinden schon in den Vorgängerbänden eine Rolle spielte, ist das Lesevergnügen sicherlich größer, wenn die Reihe chronologisch gelesen wird. Das auffällige Cover passt farblich und vom Motiv her zu den anderen Büchern und auch zur Geschichte.
Mir hat 'Die Nacht' sehr gut gefallen, ich vergebe 4,5 Sterne und freue mich schon auf den angekündigten vierten Band im nächsten Jahr.

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Rezensionen von liesmal:

Erschütterndes Debüt

Ganz aus Splittern von Danae Lake

Für mich persönlich ist Christines Welt eine völlig fremde. Aber ich weiß, dass es sie gibt: Familien, in denen häusliche Gewalt herrscht. Ich lese Christines Geschichte, weil ich meine Augen vor dem Thema nicht verschließen möchte.
Chrissie wohnt mit ihrer Mutter und ihrem gewalttätigen Stiefvater in einem Problemviertel, versucht aber trotz aller familiären Schwierigkeiten, mit ihrem Leben klarzukommen.

Sie zieht sich gern in die Welt der Bücher zurück und hat in der Schule keine Probleme, sondern ist sehr ehrgeizig. Das Angebot, das ihr im Rahmen einer Studie den Wechsel von ihrer Schule aus dem Problemviertel an ein Elitegymnasium anbietet, nimmt sie nach reiflicher Überlegung an.
Ich bin beeindruckt von dem Debütroman der 18-jährigen Autorin Danae Lake. Sie hat mich derart gefesselt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte und es in einem Rutsch durchgelesen habe.
Der Schreibstil ist flüssig und zu keinem Zeitpunkt hat meine Neugier nachgelassen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es Chrissie in der neuen Schule ergeht, welche Geheimnisse ihr bester Freund hütet, ob sie neue Freundschaften schließt und ganz vieles mehr.
Mir gefällt das Cover. Es passt mit den wunderschönen Blütenblättern, zwischen denen aber auch viele spitze und scharfe Splitter stecken, unglaublich gut zur Geschichte. Vor allem, weil ich durch den Farbschnitt die Bilder auch beim Lesen immer vor Augen habe, ist es direkt „Ganz aus Splittern“.
Nicht nur für Jugendliche ist dieses Buch lesenswert. Darum meine volle Empfehlung.

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Rezensionen von Lillyliebtthriller:

Wen kann man hier noch trauen?

Wahrheit oder Pflicht: Du hast die Wahl von Sophie Edenberg

Die Geschichte ist in zwei Perspektiven, die sich nach jedem der kurzen Kapitel abwechseln, aufgeteilt:

Verena, die 2005 auf die Privatschule Santa Clara wechselt und durch die extreme Version von dem Spiel "Wahrheit oder Pflicht" in Ludo's Clique aufgenommen und damit ist sie überglücklich, bis die tolle Fassade der Gruppe zu bröckeln beginnt und sie am eigenen Laib erfahren muss, was es heißt sich gegen sie zu richten.

..

Und Leonie, die in der heutigen Zeit alles versucht um die Wahrheit über die Vergangenheit ans Licht zu bringen und sich dabei selbst in große Gefahr begibt.

Die Charaktere in diesem Buch sind sehr authentisch und besonders Verena's Verhalten konnte ich sehr gut nachvollziehen und ihr Mut ist einfach bewundert.
Die unterschwellige Spannung und meine Neugier hat mich an dem Thriller gefesselt und ich wollte ihn gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die vielen unvorhersehbaren Twists haben die Geschichte sehr abwechslungsreich gemacht und haben mich wirklich überrascht.
Der beste Teil ist aber das Finale am Schluss, denn es denn es hat mich unfassbar schockiert und dann ergibt auch alles einen Sinn.

Fazit: Ein gut durchdachter und spannender Thriller über Gruppendynamik und Mobbing, den ich nur empfehlen kann.

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Rezensionen von Claudia H.:

Moderner Heimatroman, der sich selbst auf die Schippe nimmt

Hinterm Großstadtdschungel links von Simone Bauer

Worum es geht:
Fredi lebt in Blumenbad, einer Kleinstadt in der Nähe von München. Sie ist Single und würde gerne daran etwas ändern. Und obwohl es eigentlich gar nicht so wenige lesbische Mädels in ihrer Kleinstadt gibt, finde sie doch nicht die Richtige. Entweder hatte sie schon eine Beziehung mit ihnen, oder ihr Schwarm, wie zum Beispiel die taffe Polizistin Bri, sind bereits vergeben.

Auf der Beerdigung einer Nachbarin lernt sie die weltgewandte Künstlerin Sandra kennen. Ob hier nun endlich ihre große Liebe auf sie wartet? Fredi stürzt sich auf jeden Fall erstmal in ein Abenteuer mit Sandra. Nachdem Fredi herausfindet, dass ihr Schwarm Bri wieder Single ist, würde sie auch mit ihr gerne ihr Glück versuchen. Und schon ist das Gefühlschaos vorprogrammiert. Und auch sonst ist schon so einiges los in dem beschaulichen Ort. Langeweile kommt hier jedenfalls nicht auf, im Gegensatz zu dem, was Sandra von Blumenbad hält.

Mein Fazit:
Zunächst habe ich mich riesig darüber gefreut, dass der Roman inzwischen in einer Neuauflage erschienen ist, da ich die erste Auflage leider verpasst hatte. Der Roman ist lustig geschrieben und ich habe auch einige Male geschmunzelt. Da die Polizistin Bri auch eine sehr wichtige Rolle in dem Roman spielt, hat der Roman auch ein bisschen was von einem Krimi. Blumenbad hat mir sehr gut gefallen. Wenn es den Ort geben würde, würde ich gerne dort leben. Die netten Bewohner sind mir gleich sehr sympathisch gewesen. Stellenweise fand ich den Roman etwas langatmig, sodass ich schon mal etwas schneller gelesen habe. Insgesamt aber ein sehr schöner Roman, den ich gerne gelesen habe. Sehr zu empfehlen für Leserinnen, die gerne eine Lovestory lesen möchten, die nicht so kitschig oder schnulzig ist.

Von mir gibt es für diesen wundervoll lesbischen Liebesroman eine Leseempfehlung mit noch 4 Sternen.

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Rezensionen von Kwinsu:

Melancholisch und sprachgewaltig

Fischgrätentage von Elke Laznia

Elke Laznias Prosagedicht-Buch "Fischgrätentage" ist ein sprachgewaltiger, eindringlicher Text über familiäre Beziehungen, das Abschied-Nehmen, Erinnerungen, Vergänglichkeit und Verlust. Oft werden Sprichworte verwendet, um eindrückliche Bilder zu erzeugen. Der Text kommt ohne Satzzeichen aus, was einem dazu anhält, Passagen immer und immer wieder zu lesen, um sich die Worte verständlich zu machen und für sich selbst zu deuten.

Die Stimmung, die der Text vermittelt, ist voller Sehnsucht nach dem Vergangenen, Melancholie durchzieht die treffsicheren Worte wie ein Schleier. Man spürt förmlich die Innigkeit, zu den Personen, aber auch zu der Erinnerung. Trauer und Wohlgefühl verschmelzen, kleine Gesten brennen sich ins Gedächtnis. "Fischgrätentage" ist anspruchsvolle Lyrik, die erst kürzlich mit dem Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur ausgezeichnet wurde. Zum Lesen sollte man sich Zeit und Ruhe gönnen.

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Rezensionen von Kwinsu:

Träum vom Tiger!

Tigerträume von Julian Tapprich

Der kleine, gelbe Vogel Leo ist anders - ihn langweilt der schlichte Vogelgesang seiner Artgenossen, denn das Träumen ist seine Leidenschaft: er möchte mit einer wilden Katze befreundet sein. Die Nachbarskatze jedoch hat nur das ihn-fressen im Sinn und so denk Leo groß: dann macht er sich halt einen Tiger zum Freund.

Julian Tapprich erzählt in "Tigerträume" von den großen, undenkbaren Träumen, die wahr werden können, wenn man sich nur traut. Neben der entzückenden und ermutigenden Aussage ist das Buch wunderbar illustriert. Die Farben sind knallig und so perfekt geeignet für Kinder ab 4 Jahren. Für Erwachsene mögen die Bilder etwas schräg und unförmig wirken, in Kinderaugen stimmen sie jedoch bestimmt und regen die Fantasie an. Und gemeinsam mit der abenteuerlichen Geschichte kann "Tigerträume" Kinder ermutigen, sich von Grenzen nicht aufhalten zu lassen. Sondern das zu versuchen, was sie träumen.

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Rezensionen von Kwinsu:

Ein Ermittler mit Feingefühl

Kalt wie die Nacht von Bernhard Stäber

Der "Wolf"-genannte Rolf Larsen braucht nach dem Tod seiner Frau Veränderung. So gibt er sein Polizisten-Dasein auf und zieht in das kleine Städtchen Bø, um sich als Privatdetektiv zu verdingen. Schnell kommt der erste Auftrag, doch aus einer einfachen Beschattung unter Mutmaßung einer Affäre wird schnell ein Mordfall.

Gemeinsam mit der seltsamen Journalistin Sanna versucht er das, was der Polizei nicht so leicht gelingen mag: den Fall aufzuklären.

Bernhard Stäber setzt in "Kalt wie die Nacht" einen gelungen Start in die neue norwegische Krimireihe rund um den Privatermittler Wolf und der Journalistin Sanna. Der Spannungsbogen wird ordentlich gespannt, man wird ermutigt, wild zu spekulieren und hat lange Zeit Fragezeichen, die nur langsam weniger werden. Letztendlich wird kurz vor Schluss der Fall plausibel gelöst, ohne das Fragen offen bleiben.

Wolf ist ein sympathischer Kerl und man fühlt mit ihm - seinen Schmerz, über den Verlust seiner Frau, spürt man förmlich. Bei der Journalistin Sanna dachte ich mir erst: oh nein, sie hat eine dissoziativer Persönlichkeitsstörung - das kann ja nur schief gehen. Aber der Autor überraschte mich, beschreibt er die Erkrankung doch ohne Klischees sondern feinfühlig und glaubhaft.

Ich mag es sehr gern, wie die einzelnen Figuren ihre Beziehungen zueinander aufbauen, besonders Wolf und Sanna, aber auch andere Charaktere. Hier funktioniert nicht alles reibungslos und genau das macht die Geschichte glaubwürdig. Die Landschaft spielt - wie bei skandinavischen Krimis meistens - eine wichtige Rolle und wird gekonnt in die Geschichte eingewoben.

Mein Fazit: "Kalt wie die Nacht" ist ein gelungener Auftakt einer neuen, norwegischen Krimireihe, der sich durch einen spannenden, zu Spekulationen anregenden Fall auszeichnet und seine Charaktere mit viel Feingefühl und Authentizität versieht. Eine große Leseempfehlung an alle, die langsame, nordische Krimis mögen!

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Rezensionen von Kwinsu:

Elbtraum

Stromlinien von Rebekka Frank

Die jugendlichen Zwillinge Enna und Jale können es kaum erwarten: morgen wird ihre Mutter Alea nach jahrzehntelanger Haft aus dem Gefängnis entlassen. Doch als es soweit ist, sind sowohl Jale als auch Alea verschwunden und keiner weiß wohin. Zudem stirbt ein Mann bei einem Bootsunglück auf der Elbe und nicht nur die Polizei fragt sich, ob das alles etwas miteinander zu tun hat.

Enna beginnt auf der Suche nach den vermissten Angehörigen ihre Familiengeschichte zu durchleuchten und immer mehr Geheimnisse geraten an die Oberfläche.

Kurz: ich finde Stromlinien großartig! Am Anfang hatte ich meine Schwierigkeiten - die verschiedenen Charaktere sind mühsam, teilweise haben sie nicht sonderlich viele sympathische Eigenschaften, aber genau das ist es, was mich im Laufe der Zeit an diesem Roman begeistert hat: die Figuren sind eben nicht nur schwarz oder weiß, sondern sind mit ihren positiven sowie negativen Marotten authentisch und glaubwürdig. Die Geschichte springt in verschiedenen Zeitebenen und man fragt sich lange, was die unterschiedlichen Protagonist:innen eint - nach und nach fügen sich die Handlungsstränge zusammen. Die Erzählweise ist ebenfalls unterschiedlich: während Enna in der Ich-Form berichtet, wechselt der Erzähler in anderen Kapiteln in die 3. Person. Das erzeugt Spannung, bietet Abwechslung und ausreichend Raum für Spekulationen.

Einen besonderen Stellenwert nimmt in "Stromlinien" auch die Landschaft um die Elbmarschen ein. Detailliert und mit Leidenschaft erzeugt Rebekka Frank lebendige Bilder der Natur, seien es die Flusslandschaften oder die unterschiedlichen Tiere - mit den intensiven Beschreibungen fühlt man sich direkt in die Landschaft versetzt. Die Sprache generell ist bedächtig und langsam, was zur Folge hat, dass ich mich oft in der Vergangenheit fand, obwohl das Geschehen in der Gegenwart spielt. Wenn dann Enna beschrieben wird mit ihren grünen Haaren, Piercings und Tätowierungen und zeitgenössische Wörter eingesetzt werden, irritiert das oft, macht aber auch den besonderen Reiz dieses Romans aus.

Die Geschichte selbst ist mysteriös, voller Geheimnisse und Ungesagtem und blättert sich nur peu a peu auf, doch zum Ende werden alle Stränge plausibel zusammengeführt und aufgelöst. Einiges bleibt offen, anderes macht traurig. Aber das wohlige Gefühl mit der Gewissheit, dass alles irgendwie weitergeht, tut gut. Es tut gut diesen wundervollen Roman gelesen zu haben!

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Rezensionen von Pusteblümchen:

Sehr informativ

Tuberkulose von John Green

Bisher war mir John Green nur durch seine Jugendromane bekannt.
Bei diesem Buch handelt es sich um ein Sachbuch, in dem der Autor Fakten über Tuberkulose mit persönlichen Schicksalen verknüpft.


John Green reist nach Sierra Leone, wo er auf den 16-jährigen Henry trifft, der seit Jahren an Tuberkulose leidet.

Sein Schicksal war der Anlass für Green sich näher mit der Krankheit beschäftigt.

Bei uns, in der westlichen Gesellschaft, kommt Tuberkulose nur noch selten vor. Dennoch gehört sie nicht der Vergangenheit an. In ärmeren Ländern gibt es keine ausreichende medizinische Versorgung, so dass auch heute noch viele Erkrankte um ihr Leben kämpfen.

Hier wird theoretisches Wissen und historische Fakten über die Krankheit auf einem sehr emotionalen Weg vermittelt, so dass es Green geschafft hat, mich auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen, das mir ansonsten entgangen wäre.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Wenn nichts ist wie es scheint

Kreidemord von Katharina Peters

Im Kreidemuseum in Gummanz auf der Insel Rügen wird angekettet an die Buddelkiste für die jüngsten Besucher eine Frau gefunden. Julia Schorrer ist mit dem Kopf in der Kreide daran erstickt. Vor 12 Jahren war sie noch Polizistin; dann hat sie die Seiten gewechselt und war seitdem auf der Flucht.
Der Chef des Stralsunder Kriminalkommissariats Jan Riechter, der vor dem Untertauchen von Julia Schorrer eine kurze Affäre mit ihr hatte, übernimmt offiziell die Ermittlungen.

Seine Frau Hauptkommissarin Romy Beccare ermittelt mit ihrem Team bis Fotos aus neuerer Zeit von Julia und Jan und DNA Material von Jan auftauchen. Da ist er erst mal gezwungen Abstand von dem Fall zu nehmen. Romy glaubt fest an die Unschuld ihres Mannes. Doch wer hat ein Interesse ihm dermaßen böse mitzuspielen? Wer will ihn hier mit einer solchen Intrige vorführen? Das zerrt ganz schön an Romys Nerven.

Das Team um Romy Beccare kenne ich schon aus anderen Fällen, die ich mit ihr zusammen gelöst habe. Neu ist hier der Kollege HK Gregor Reymann, ein scharfzüngiger, maulfauler, meist schlecht gelaunter Zyniker, der ihrem Team zugeordnet wurde. Ich konnte Romy sehr gut verstehen, dass sie manches mal nahe dran war, ihm an den Hals zu gehen. Aber seine Wandlung, die er während der Ermittlungen durch macht, hat mir gut gefallen.
Ich war bisher nur einmal auf der Insel Rügen und die Beschreibungen der Landschaft, der Orte und auch der Menschen haben in mir den Wunsch geweckt, dort mal wieder hin zu reisen. Katharina Peters gelingt es mühelos, mir die Schönheit der Insel nahe zu bringen und diese Beschreibungen locker im Fall einzufügen.
Die angespannte Atmosphäre im Team und auch zwischen Romy und Jan ist so aufgeladen. Aber jeder weiß was er zu tun hat und so vervollständigt sich das Puzzle ganz langsam zu einem großen Ganzen. Und obwohl ich dem Täter hier und da schon begegnet bin, hätte ich mit dieser Auflösung nicht gerechnet.

Packend, spannend, fesselnd, mit unerwarteten Wendungen und einem hohen Unterhaltungswert. Mich hat Katharina Peters auch diesmal absolut in ihren Bann gezogen.

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