Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anja S:
Urkomisch
Geht so von Beatriz Serrano
„Urlaub ist wie so ein Pflaster auf einer Fleischwunde. Du gehst irgendwohin, wo du niemals leben wirst, erlaubst dir einen Lebensstil, den du dir eigentlich nicht leisten kannst, und danach musst du zurück und im Fernsehen reden sie vom „Post-Urlaubssyndrom“, dabei müssten sie eigentlich sagen: Dein Leben ist so schrecklich, dass du Depressionen kriegst, wenn du nach zwei Wochen Märchenland wieder zurückmusst.
“
Marisa hasst ihren Job, seit Jahren langweilen sie die Menschen dort und auch ihre Aufgaben. Durch den Tag kommt sie nur noch mit YouTube Videos und Angstlösern. Ein Teambuilding-Wochenende steht an und Marisa weiß nicht wie sie das überstehen soll. Als noch Erinnerungen an eine ehemalige Kollegin hochkommen, droht das Wochenende zu eskalieren.
Bitterböse und klug wird hier erzählt. Die Kollegen, dieses „Büro spielen“ ist einfach nur urkomisch. Hab mich hier auch mehrfach gefunden. Dieser manchmal triste Arbeitsalltag und die Probleme der Kollegen, manchmal einfach zum gähnen. Das eigentliche Teamevent war für mich leider etwas überzogen und auch über das Ende kann man diskutieren. Trotz des schwarzen Humors hat das Buch auch eine sehr wichtige Botschaft. Es gibt so viele Menschen, die durch die Arbeit krank werden. Oft sind es auch Kollegen, die immer besonders glänzen wollen und scheinbar kein Privatleben haben, die es den Kollegen schwer machen. Rücksicht auf psychische Krankheiten wird selten genommen, sind meist nicht richtig greifbar. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen, hab sehr viel gelacht und umso tiefer man eintaucht, umso trauriger ist es auch. Auch wenn man scheinbar alles hat, kann man doch auch eine innere Leere spüren und hat eigentlich gar nichts. Ein urkomisches und kluges Buch, dass sehr zum nachdenken anregt.
Rezensionen von S.:
Alles anders
The Surf House von Lucy Clarke
Während einer Auszeit in Marrakesch werden Bea Reisepass, Gepäck und Wertsachen gestohlen. Zum Glück ergattert sie einen Job in einer Surfschule. Doch ein Unglücksfall holt sie ein, sie wird erpresst.
Savannah ist von eben dort verschwunden. Ihr Bruder Seth sucht nach ihr.
Alles deutet auf etwas Dunkles hin.
Bea soll bei der Suche helfen. Savannahs Weg wird nachverfolgt.
Nebenbei erfährt man viel über das Surfen und über das Meer. Die Atmosphäre dieser Wassersportwelt wird gut vorstellbar beschrieben.
Lucy Clarkes Schreibstil ist locker, gut zu lesen. Die jeweilige Situation wird realistisch dargestellt, die Spannung allmählich gesteigert. Man, weiß, dass Schreckliches auf Bea zukommt. Wie schrecklich alles wirklich ist, weiß man noch nicht.
Das Ende kommt nicht gänzlich unerwartet, trotzdem eingut zu lesender Thriller.
Rezensionen von Lese:
Fantasievolles Abenteuer
Artemis - Abenteuer auf dem Meer der Wünsche von Fabiola Turan
Artemis ist eine spannende Abenteuergeschichte voller Fantasie, Magie und einer mutigen jungen Heldin – also genau die richtige Mischung für meine Enkelinnen. Das Cover ist ansprechend und macht neugierig.
Artemis ist eine authentische und schüchterne Protagonistin, die sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt.
Eines Abends landet sie auf der Dreamcatcher, einem fliegenden Schiff im Meer der Wünsche. Doch das Meer wird von einem machthungrigen Baron bedroht, und Artemis muss ihre Wolkenmagie erwecken, um zu helfen.
Die Crew der Dreamcatcher besteht aus magisch begabten Kindern mit interessanten und unterschiedlichen Persönlichkeiten. Die Geschichte dreht sich um Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Selbstfindung.
Die Sprache ist gut verständlich für die Zielgruppe ab 10 Jahren. Zunächst startet die Geschichte gemächlich, dann mit der Zeit fand ich das Buch so spannend, dass ich es regelrecht verschlungen habe.
Rezensionen von Lese:
Mitreißender Thriller
The Surf House von Lucy Clarke
Die Thriller der Autorin finde ich super. Das detailliert beschriebene Setting mit der Atmosphäre in Marokko und dem Surfhotel hat mir sehr gut gefallen. Romane, die eine gewisse Urlaubsstimmung mit Spannung kombinieren, sind zwar oft leicht vorhersehbar, wie dieser bei manchen Ereignissen, aber dennoch sehr interessant.
Bea, die ihre Modelkarriere während eines Shootings hinwirft, wird in Marrakesch in einer Sackgasse von zwei Männern überfallen. Eine fremde Frau eilt ihr zur Hilfe. Da ihre Tasche mit Geld und Pass gestohlen wurde, nimmt diese sie vorübergehend in ihrem Surf House auf.
Der Roman liest sich flüssig und fesselnd, die Spannung bleibt durchgehend erhalten. Geheimnisse, Lügen, Misstrauen und einige unerwartete Wendungen machen ihn zu einem packenden Pageturner.
Ein mitreißender Thriller mit sommerlichem Setting, einer spannenden Erzählweise und teils überraschenden Wendungen.
Rezensionen von clematis:
Fria Nordström
Der Mann aus der Flut von Martin Krüger
Fria Nordström hat gute Gründe, vom LKA Hamburg in die neue Polizeiwache Sylt Nord zu wechseln, wo sie gleich in der Nähe in einem geerbten alten Reetdachhaus wohnt. Während der einheimische Kommissar von ruhigen Zeiten spricht, kommt die Meldung über einen Selbstmörder herein. Allerdings ist er fest davon überzeugt, dass Tammo Mattes sich niemals selbst erhängt hätte.
Kaum angekommen, muss Fria also schon in einem möglichen Mordfall ermitteln.
Martin Krügers spezieller Schreibstil fesselt den Leser von Anfang an, die unheimlichen Vorgänge auf der Insel tun ihr Übriges, um dem Krimi sein besonderes Flair zu verleihen. Da geht es einerseits um den alten Seemann Mattes, der gerne als verrückt bezeichnet worden ist, andererseits um einen gestrandeten Unbekannten, der sich an nichts erinnern kann. Und wer ist der exzentrische Mann mit dem silbergrauen Haar, der stets seien Willen durchsetzt? Spannende Kapitel reihen sich aneinander und geben mehr Rätsel auf als sie enthüllen. Die später hinzukommenden Szenen aus Tätersicht hingegen lüften schnell ein Geheimnis. Wer mir leider die ganze Zeit über recht fremd geblieben ist, ist die Hauptfigur Fria Nordström. Zu ihrer Person wird vieles angedeutet aber wenig wirklich detailliert erzählt, vielleicht lichten sich die Nebel im folgenden Band?
Fria auf Sylt – die Kommissarin und Hündin Fee besitzen den richtigen Spürsinn, offene Fragen zum Fremden werden hoffentlich in einer Fortsetzung geklärt. Mir hat dieser ungewöhnliche Kriminalroman gut gefallen und meine Neugierde für mehr von Fria Nordström ist geweckt.
Rezensionen von Gaby 2707:
Eine kleine Wölfin auf großer Mission
Leselöwen 2. Klasse - Das geheime Leben der Tiere - Das Abenteuer der weißen Wölfin von Vanessa Walder
Im Wolfsrudel gibt es fünf Welpen, die alle fünf Monate alt sind. Eines davon ist ein Wolfsmädchen und weiß. Da sie die Jüngste ist, heißt sie Fünf. Und sie weiß genau, dass sie mal eine große Jägerin wird.
Was die weiße Wölfin alles erlebt und welche Abenteuer sie zu bestehen hat, das lest ihr in dem LeseLöwenbuch für die 2.
Klasse „Das Abenteuer der weißen Wölfin – Das geheime Leben der Tiere“ von Vanessa Walder und Alina Brost.
Einfach zu verstehende Sätze, eine sehr gut lesbare Schrift und die verschiedenfarbigen Silben unterstützen beim lesen und verstehen des Textes. Dazu die vielen großen Bilder und kleine Sprechblasen, die für Abwechslung und kleine Lesepausen sorgen. Die Geschichte um die weiße Wölfin ist in vier Kapitel unterteilt. Nach jedem Kapitel werden Fragen zum gelesenen Text gestellt, womit das Kind überprüfen kann, ob es den auch verstanden hat. Die Lösungen werden am unteren Rand (auf den Kopf gestellt) gleich mit geliefert.
Außerdem sind in diesem Buch ein paar Wörter fett gedruckt, die in der Rubrik „Schon gewusst“ am Ende des Buches näher erklärt werden. Hier sind auch einige Buchstaben unterstrichen, die das LeseLöwen-Lösungswort ergeben. Damit kommt man auf geheime Seiten des LeseLöwen mit weiteren Spielen und Rätseln.
Eine spannende und unterhaltsame Geschichte bei der das lesen lernen richtig Spaß macht.
Rezensionen von gerlisch:
Meisterhaft
Der Nachtgänger von Lars Kepler
Wie auch in den Vorgänger-Bänden versteht das Autorenpaar meisterhaft Spannung aufzubauen und mich mit den Handlungen in ihren Bann zu ziehen.
Worum geht es in Joona Linnas 10. Fall?
In einem Wohnwagen wird eine zerstückelte Leiche gefunden und mitten in diesem Horrorschauplatz schläft ein junger Mann auf einem abgehackten Arm.
Hugo leidet unter Parasomnie und kann sich an nichts erinnern. Weitere brutale Morde geschehen und irgendwie ist Hugo immer nah dran.
Der teuflische Plot beinhaltet sehr viele Handlungsstränge die Verwirrung stiften könnten, hier sollte man sehr aufmerksam lesen. Dies fällt aber sicherlich leicht, denn die hohe Dynamik und der eindringliche Schreibstil lassen den Leser nicht wieder los.
Joona empfand ich diesmal nicht so präsent wie sonst, vielleicht lag es auch daran, dass er diesmal Saga nicht an seiner Seite hatte. Dafür stand Hugo mehr im Mittelpunkt der Geschichte. Seine Probleme und die damit einhergehenden Gefühle sind für den Leser greifbar dargestellt.
Wie man es von Lars Kepler kennt, führen einige vielversprechende Spuren letztendlich ins Leere und ein geschickter Twist zum Ende der Story, lassen den Leser in menschliche Abgründe blicken.
Ein Thriller, der mit einer fesselnden, nervenzerreißenden und düsteren Story punktet. Einfach meisterhaft.
Rezensionen von Gaby 2707:
Oma feiert Geburtstag
Dinosaurier auf Omas Geburtstag (Bd. 5) von Dominik Hochwald; Jörg Ihle
Es sind wieder Ferien und Leon und Sophie besuchen ihre Oma. Dieser Besuch wird etwas ganz besonderes, denn Oma hat Geburtstag und der soll gebührend gefeiert werden. Außerdem war Oma auf einer Expedition in Südamerika und hat von dort ein Dinosaurier-Ei mitgebracht. Und der kleine Dino schlüpft genau in der Nacht zu Omas Geburtstag.
Aber einen solchen Dino hat Oma noch nie gesehen. Zu welcher Art der wohl gehören mag? Da muss Paläontologin Mara aus dem Naturkundemuseum helfen. Sie stellt fest, dass der Kleine zu einer neuen, bisher ganz und gar unbekannten Spezies gehört. Nur wo will der Kleine leben und wie soll er heißen? Das findet sich ganz schnell, als er wie ein Kaninchen mit seinen Händen einen Bau buddelt. Da hat er seinen Namen „Buddelsaurier“ weg und nun wissen Oma, Leon und Sophie, dass er am liebsten im Dunklen ist.
Wo dann Oma mit all ihren Dinos und ihren Gästen den Geburtstag feiert? Das müsst ihr in dem neuen Buch von Dominik Hochwald und Jörg Ihle schon selbst herausfinden und lesen.
Um heraus zu finden, wo sich der kleine Dino wohl wohlfühlen könnte, besuchen Oma, Leon und Sophie alle Lebensräume, an denen die anderen Dinos sich leben. Zuerst sehen sie sich im Omas Gewächshaus um; dann fahren sie zum Freibad; sie besuchen die alte Burgruine; treffen den Kapitän, den Bauern und den Herrn Graf. Alles Menschen und Orte, an denen Oma ihre anderen Dinos untergebracht hat oder mit denen sie schon Abenteuer erlebt haben.
Auch in dieser Geschichte gibt es wieder eine Botschaft, die sich nicht nur die Kinder verinnerlichen sollten: Ganz egal wie wir aussehen, welche Sprache wir sprechen oder wo wir herkommen - wir gehören alle zu einer großen Familie. Wie auch in den ersten vier Bänden werden hier Werte wie Zusammenhalt, Familie, Toleranz und Identität kindgerecht und einfühlsam vermittelt.
Und auch hier sind es die großformatigen, teils ganzseitigen Illustrationen von Vesselin Kashev, die die Geschichte gekonnt untermalen und noch greifbarer machen. Allein diese Bilder anzuschauen, macht schon großen Spaß.
Eine weitere herzerwärmende, liebevolle Geschichte, in der alle füreinander da sind und aufeinander acht geben. Zum vorlesen oder für die älteren Dinofans auch zum selbst lesen. Wir lieben die Oma, Leon, Sophie und ihre Dinos.
Rezensionen von Lilli33:
Bemerkenswerter Debütroman
Ganz aus Splittern von Danae Lake
Bemerkenswerter Debütroman
Inhalt:
Die 16-jährige Chrissy lebt mit ihrer tablettenabhängigen Mutter und ihrem gewalttätigen Stiefvater in einem Problemviertel, wo sie auch die Gesamtschule besucht. Ihr Ziel ist es, ein gutes Abitur zu machen und aus diesem Leben auszubrechen. Als sie durch eine Sozialstudie die Chance bekommt, auf das angesehene Heinrich-Heine-Gymnasium zu wechseln, ist sie zunächst nicht begeistert, denn sie will nicht als Versuchskaninchen herhalten.
Doch dann eskaliert die Situation zu Hause und Chrissy greift zu. Wider Erwarten wird sie in der Welt der Reichen freundlich aufgenommen und findet neue Freunde.
Meine Meinung:
Danae Lake ist erst 18 Jahre alt und „Ganz aus Splittern“ ihr erstes Buch, doch weder Buch noch Autorin müssen sich verstecken. Im Gegenteil, Lake kann mit manch altem Hasen mithalten. Nur an wenigen Stellen bemerkt man eine gewisse Unerfahrenheit, die sich mit der Zeit sicher abschleifen wird. Man sollte sich diesen Namen also getrost merken.
Mir hat dieses Jugendbuch sehr gut gefallen. Es thematisiert wichtige gesellschaftliche und persönliche Probleme und macht Mut und Hoffnung. Dabei wirkt es sehr realistisch - leider muss man fast sagen, denn das Beschriebene ist zum Teil schwer zu ertragen. Die Story ist einerseits bedrückend, aber auch berührend und einfach schön. Manche Stellen waren mir zu melodramatisch, aber das ist natürlich Geschmacksache.
Fazit:
Ein tolles und inhaltlich wichtiges Debüt einer sehr jungen Autorin, das ich wärmstens weiterempfehle.
Triggerwarnung (bei Bedarf bitte rückwärts lesen).
GNUGISSÄLHCANREV TLAWEG EHCILSUÄH GNUGITLAWEGREV
Rezensionen von nessabo:
Ein ruhiges Buch mit sanftem Tiefgang, aber emotional ziemlich distanziert
Das Haus über dem Fjord von Kristin Valla
Ich finde, dass Kristin Valla hier ein solides Buch mit klarer schnörkelloser Sprache geschrieben hat, welches durch viel Ruhe überzeugt und mich am Ende auch emotional ziemlich bewegt hat. Es hat allerdings seine Längen und weigert sich, die Protagonistin wirklich nahbar zu machen. Die auf dem Klappentext ausgewiesene Spannung kam mir doch etwas zu kurz, da wäre mehr Potenzial vorhanden gewesen.
Elin kehrt in ihre Heimat zurück, trifft dort unter anderem auf eine Jugendliebe und kommt hinter ein großes Familiengeheimnis. Der Roman ist wirklich gut lesbar, auch wenn er im Mittelteil ein wenig schneller hätte sein dürfen. Ich gehe absolut mit den anderen Rezensierenden mit, dass die Protagonistin wirklich sehr distanziert bleibt und emotional nicht sonderlich tief blicken lässt. Irgendwie passt es für mich aber zu dem, was ich von einer norwegischen Figur erwartet habe - auch wenn das vielleicht ein fürchterliches Klischee ist. Somit war ich nicht über die Maßen enttäuscht, obwohl ich emotional vielschichtige Charaktere präferiere.
Am Ende hab ich sogar ein paar Tränen verdrückt, obwohl ich mir die Enthüllungen wirklich deutlich eher erhofft hatte und die Handlung ganz schön vor sich hin plätschert. Das passte wiederum gut zum gewählten Ton und ich habe den Roman gern gelesen, auch wenn er aus den genannten Gründen kein Highlight für mich war. Zu weiteren Büchern der Autorin würde ich wieder greifen, wenn ich eine eher unaufgeregte Lektüre mit sanftem Tiefgang suche.
3,5 Sterne











