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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Alo:

Lesehighlight mit Lachgarantie

Greta & Valdin von Rebecca K Reilly

„Findest du, dass mein Fuß wie ein Tapir aussieht?“ „Inwiefern?“ Mein Dad ist ein Mensch, der jede Frage ernst nimmt, und ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob sich diese Tatsache positiv auf mich ausgewirkt hat. (Greta & Vladin, S.99)

Mich hat schon lange kein Buch mehr so überrascht und zum Lachen gebracht wie Greta & Vladin.

Es ist aber nicht nur witzig, sondern auch herzerwärmend und klug.

Greta und Vladin sind Geschwister und wohnen zusammen in Auckland. Die beiden sind sich auf eine Art sehr ähnlich, aber vor allem in Liebesdingen läuft es bei ihnen ähnlich katastrophal. Greta ist unglücklich in ihre Kollegin verliebt, und Vladin trauert seinem Ex-Freund hinterher. Das Buch ist abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt und ihre große, sehr chaotische und unglaublich liebenswürdige Familie ist auch immer dabei.

Diese Familie war, neben dem Humor, wirklich der allerbeste Punkt in diesem Buch. Sie ist einfach so herzerwärmend – ich habe mir oft gewünscht, Teil dieser Familie zu sein und mit ihnen am Tisch zu sitzen, am Ende wollte ich mich gar nicht von ihnen und vom Buch verabschieden.

Aber dieses Buch ist nicht nur herzerwärmend und witzig, sondern auch sehr vielschichtig und klug. Es geht beispielsweise viel um Identität, und man merkt dem Buch an, dass die Schriftstellerin selbst Māori ist. Zudem ist mir die sehr gute Übersetzung aufgefallen – es ist wirklich ein Lesegenuss und mein Highlight in diesem Monat. 5/5 Sterne

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Rezensionen von Allie:

Eine humorvolle Städtereise in Buchform

Acht (un)geplante Tage mit dir von Vera Conny Jack

Der Roman “Acht (un)geplante Tage mit dir” ist eine Städtereise in Buchform.
Hazel und Lukas fliegen zusammen nach New York, um den Gewinn von Lukas Schwester (und Hazels bester Freundin) Milena einzulösen. Die beiden kennen sich zwar schon ewig, aber konnten sich bisher nie so wirklich leiden.

Allerdings scheinen die Dinge in New York anders zu liegen: Hazel findet Lukas witzig und charmant und Lukas stellt fest, dass Hazel gar nicht so eine Tussi ist, wie er immer dachte. Außerdem fühlen sie sich neuerdings zueinander hingezogen…

Der Einstieg in die Geschichte hat mich direkt überzeugt. Hazel und Milena sind Klamotten shoppen für New York und Hazel versucht, ihre Freundin davon abzubringen ein hellgrünes Kleid zu kaufen, in dem sie “auf den Fotos aussehen würde wie ein seekranker Kermit der Frosch”. Die Autorin beschreibt die Szenen witzig und kurzweilig und Hazels quirliger Charakter kommt besonders in den Anfangssequenzen gut zum Vorschein. Auch die ersten Tage in New York City sind von einer humorvollen Atmosphäre geprägt, die wirklich gut transportiert wird.
In New York hat Lukas eine ambitionierte Liste an Sehenswürdigkeiten, die er unbedingt abhaken möchte. Hazel würde sich zwar lieber treiben lassen, aber fügt sich erstmal ihrem Schicksal. Als Leser bekommen wir so oder so eine kostenlose Stadtführung durch New York City. Zum Glück gibt es im Umschlag des Buches eine kleine Karte von Manhattan, die uns zumindest eine grobe Orientierung der wichtigsten Punkte gibt. Die beiden kommen ganz schön rum und es werden immer wieder Sehenswürdigkeiten oder bekannte Gebäude in der Umgebung erwähnt. Nach anfänglicher Euphorie hat mich das allerdings etwas gestört, da die Autorin teilweise keinerlei Information zu den erwähnten Orten liefert. Wenn man also nicht wenigstens den passenden Wikipedia-Artikel nebenbei offen hat, dann sind diese Informationen nicht mehr als heiße Luft.
Gegen Ende fand ich es etwas länglich mit der ein oder anderen gefühlten Wiederholung - aber ich wollte natürlich trotzdem wissen, wie es ausgeht. Außerdem habe ich mich von den wiederholten Hinweisen zu Müllvermeidung und Umweltschutz etwas belehrt gefühlt, obwohl ich die gleiche Meinung dazu habe und das Thema extrem wichtig finde. Am Anfang habe ich noch gefeiert, dass Hazel und Lukas immer ihre Bambus-Kaffeebecher und ihre Trinkflaschen durch die Gegend schleppen und auffüllen lassen. Am Ende allerdings wirkte das, wie schon erwähnt, zu belehrend und passte auch nicht so recht zu der romantischeren Stimmung.

Fazit: Wer Städtetrips mag, wird sich in diesem Buch wohl fühlen. Es herrscht eine humorvolle, lockere Atmosphäre und liest sich angenehm. Meiner Meinung nach ein prima Buch für den Reiseweg - sei es im Flugzeug oder im Zug.

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Rezensionen von Alo:

Genial konstruiert

Ein ungezähmtes Tier von Joël Dicker

Ich bin ein großer Fan von Joël Dicker und auch in „Ein ungezähmtes Tier“ schafft er es wieder mit unerwarteten Wendungen und einer clever konstruierten Handlung zu fesseln.

Das gut situierte Paar Arpad und Sophie Braun lebt in einem modernen Haus am Genfer See und führt nach außen hin eine perfekte Ehe.

Ihre Nachbarin Karine fühlt sich in ihrer Ehe unglücklich und betrachtet die Beziehung mit Neid und auch ihr Mann Greg entwickelt eine besondere Faszination für sie, während ein in Genf ein Juwelenraub geplant wird.

Die Geschichte spielt auf mehreren Zeitebenen und baut von Anfang an Spannung auf. Dicker versteht es meisterhaft, seine Leser auf falsche Fährten zu locken. Auch das Hörbuch überzeugt, denn Torben Kessler liest mitreißend, ich habe es auch teilweise gelesen, aber das Hörbuch war durch den Sprecher noch mal besser.

Fazit: Ein spannender Roman, der bis zum Schluss fesselt und genial konstruiert ist. Absolute Empfehlung, vor allem für das Hörbuch! 5/5 Sterne

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Rezensionen von Lori:

Neuanfang auf Kodiak Island

Alaska Ocean Rescue - In deinen Armen von Josy Greifenberg



Das Angebot ihrer Tante, an der örtlichen Schule als Lehrerin auszuhelfen, kommt für Ruby genau im richtigen Moment!

Sie lässt alles zurück und zieht Hals über Kopf nach Kodiak Island. Was sie nicht bedacht hat, der idyllische Ort in Alaska ist so ganz anders als Florida.

Regen, Kälte und ein skeptische Einwohner, die sie beäugen.

Selbst ihr Nachbar gibt ihr Rätsel auf, einmal sehr zuvorkommend und nett, ist er dann wieder abweisend und wortkarg...

Das ist eines dieser besonderen Bücher, die man regelrecht verschlingt! Das liegt nicht nur am zauberhaften Schreibstil der Autorin, es liegt auch am Ort und an den Figuren der Geschichte.

Ruby habe ich gleich ins Herz geschlossen. Sie ist herzlich, liebenswürdig, hilfsbereit und ihre selbstgemachten Backwerke sind einfach köstlich!
Owen gibt jedoch Rätsel auf, etwas geheimnisvoll, aber sehr interessant! An ihm kommt man definitiv nicht vorbei!

Die Ortsbeschreibungen waren sehr bildlich und haben dafür gesorgt, dass man sich direkt dorthin versetzt fühlt.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich hätte gerne noch etwas weiter gelesen!

Was hier noch fehlt, wären zwei, drei Rezepte der leckeren Cupcakes und Brownies. Beim Lesen bekommt man direkt Appetit darauf!

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Rezensionen von Kwinsu:

Vom Idyll, das es nicht gibt

Hier draußen von Martina Behm

"Sich verabschieden von den Träumen vom Idyll, ankommen in einem echten Dorf, in dem die Dinge eben anders liefen als in den Köpfen von sechs Stadtmenschen, die hier etwas suchten, das es so eben doch nicht gab." (S. 196)

Ingo und Lara, ein Großstadtpaar, sind recht neu im beschaulichen Fehrdorf.

Anschluss an die Landbevölkerung finden sie erst, als Ingo am Nachhauseweg eine weiße Hirschkuh überfährt und sie gemeinsam mit dem Jäger und Schweinebauer Uwe von ihrem Leid erlöst. Dieser Vorfall verspricht nichts Gutes, ist doch allseits bekannt, dass es nur noch ein Jahr dauert, bis einem der eigene Tod gegenübertritt, wenn man ein solch besonderes Tier tötet. Doch wie wahr ist diese Mähr?

Martina Behm hat mit "Hier draussen" einen großartig beobachtenden Roman geschrieben, der mit einer schwarzhumorigen Sprache aufwartet, Beziehungen sachte aufzudröseln weiß und dabei die Spannung immer aufrecht erhält. Wir erfahren hier viel darüber, weshalb es Städter aufs Land zieht und weshalb die Integration nur selten klappt. Wir werden aufgeklärt, wie Dörfler untereinander agieren und warum sie immer alles so machen wollen, wie es schon immer war. Aber vor allem lernen wir das Innenleben vieler Beziehungen kennen, die sich ändern, wenn Kinder ins Leben treten oder essentiell werden, wenn keine (mehr) da sind.

Es ist beeindruckend, wie Behm es schafft, Intimes nach außen zu holen; wie sie Bedürfnisse einzelner zart und sanft thematisiert; wie sie durch die unterschiedlichen Charaktere die Gemeinschaft beschreibt; wie sie Konflikte beobachtet, zuspitzt oder durch Schweigen eskalieren lässt; und vor allem: wie sie Patriachat und Kapitalismus bloß stellt, ohne dabei mit dem mahnenden Finger zu zeigen. Behms Sprache ist feinfühlig und schwarzhumorig und gleichzeitig entblößt sie Tragödien schonungslos. Ihre Beobachtungsgabe ist scharf, genauso ihr Gespür Landschaften in den Erzählungen Atem einzuhauchen. Das Erzählte, das stets verschiedenste Beziehungen in den Mittelpunkt stellt, ist frustrierend und hoffnungsvoll zugleich. "Hier draussen" erzählt nicht nur von der Beziehung zweier Menschen, sondern spannt den Bogen über das gesamte Dorf, legt somit den ganzen Mikrokosmos offen. Vorwiegend lesen wir in der Gegenwart, aber - genau wenn es perfekt passt - erfahren wir Hintergründe aus der Vergangenheit.

Mein Fazit: Martina Behms "Hier draussen" ist ein grandios gelungener Roman über die frustrierenden, aber auch hoffnungsvollen Beziehungen eines Dorfes untereinander. Es besticht durch eine treffsichere Beobachtungsgabe und ein liebevoll gewebtes Netz an Beziehungen in einem Dorf, das vor allem durch Veränderungen lebt. Das Buch ist ein absolutes Highlight und gehört jetzt schon zu meinen Lieblingsbüchern des Jahres 2025!

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Rezensionen von Lisoka:

Liebenswerter Wohlfühlroman!

Note to myself: Liebe ist keine Option von Kira Mohn

"Note to myself" ist ein absoluter Wohlfühlroman, den ich innerhalb von kürzester Zeit verschlungen habe. Er zeigt wie bedeutungsvoll Freundschaft, Liebe und Selbstliebe ist.

Alice erwischt ihren (nun) Ex-Freund dabei wie er sie in ihrer eigenen Wohnung mit ihrer (nun ehemaligen) Freundin betrügt.

Diese unglückliche Situation ermöglicht es jedoch erst, dass Alice Lennon kennenlernt. Die beiden entscheiden sich für eine platonische Freundschaft, denn für Alice beginnt eine Reise der Selbstfindung, bei welcher Lennon sie fleißig unterstützt, sodass die beiden sich immer näher kommen. Doch nicht nur die Liebesgeschichte von Lennon und Alice wird thematisiert, es geht auch um das jeweilige Liebesleben von den Freunden von Alice.

Trotz der Ausgangssituation ist das Buch geprägt von einer angenehmen und erfrischenden Atmosphäre. Was mir ganz besonders gefallen hat, ist die humorvolle Art, die sich durch das ganze Buch zieht! Es ist ein Buch zum Wohlfühlen, das eine schöne Stimmung verbreitet.
Die beiden Hauptcharaktere sind sehr sympathisch, doch am liebsten mochte ich Lennon. Er ist ein sehr liebenswürdiger Charakter, der es mir sehr angetan hat! Er ist ein herzensguter geduldiger Mensch, der mir an manch einer Stelle auch leid getan hat.

Ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen! Es ist perfekt für alle, die eine schöne Liebensgeschichte zum Wohlfühlen suchen!

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Rezensionen von PucKker:

Langweilig

Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley

Ich hatte viel erwartet. Das Buch ist so unglaublich erfolgreich und heiß geliebt von vielen. Leider hat es mich von vorn bis hinten enttäuscht. Damit bin ich allerdings ein Ausreißer.

Der Schreibstil? Langsam, verschachtelt, voller Metaphern, die sich in sich selbst verlieren. Kapitel, die sich ziehen, als wären sie absichtlich dazu gedacht, jede Form von Spannung zu ersticken.

Die Handlung zog sich ins Unendliche.

Und das Genre? Eine Mischung aus allem und gleichzeitig nichts. Nur, weil Zeitreisen irgendwie vorkommen, aber nicht erklärt oder sinnvoll genutzt werden. ist es noch nicht Sci-Fi. Ein Thriller war das auch nicht, die Spannung fehlte. Wenn man auf einseitige Schwärmereien und einen seltsam idealisierten MMC steht, dann war es vielleicht noch Romance. Comedy war es höchstens unbeabsichtigt.

Was bleibt also? Eine self-inserted Fanfiction Geschichte. Der Love Interest ist eine reale historische Figur, was die ganze Sache noch befremdlicher macht. Und dann diese Mischung aus Fetischisierung und ernsthafter Gesellschaftskritik. Das sollte wohl tiefgründig wirken, war aber eher bizarr.

Fazit: Ein Buch, das mich nicht überzeugen konnte. Aber wie gesagt – ich bin damit offenbar in der Minderheit.

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Rezensionen von Petra:

Veränderungen

Das Jahr in Virginias Buchladen von Amanda Colombo

Der Buchladen heißt nach seiner verstorbenen Besitzerin und auch nach Virginia Woolf, eine Schriftstellerin die sehr für die Gleichberechtigung und Anerkennung der Frauen gekämpft hat. Das passt gut, denn die drei Marias die im gleichen Ort leben müssen auch um Anerkennung und das Gesehen werden kämpfen.

Mariadela kümmert sich aufopfernd um Mann und Schwiegermutter, es bleibt keine Zeit für sie selbst. Marai Viktoria kämpft um die Anerkennung ihres Vaters, sie kann ihm nichts gut genug machen. Maria Bianca ist gerade Witwe geworden, sie muss ihr Leben neu ordnen. Alle drei sind schon seit langem Freundinnen, damals mit gemeinsamen Zukunftsplänen. Heute unterstützen sie vor allem Bianca die zurück nachhause gekommen ist. In der kleinen Buchhandlung, dem Rückzugsort ihrer Kindheit findet Bianca einen Job und Unterstützung. Alle drei verändert das wieder Zusammenfinden. Sie sehen sich durch die Augen der anderen beiden. Sie sehen was die Freundinnen ihnen schon lange gesagt haben, was sie aber immer nicht hören wollten. Nun nehmen sie ihren Mut zusammen, gemeinsam entstehen die ersten Veränderungen in ihrer Leben.
Ein gutes Buch zum Schmökern, es ist nicht so anspruchsvoll wie Woolfs Werke, regt aber trotzdem an ob man nicht auch in der einen oder anderen Situation steckt. Die Frauen sind sehr verschieden von jeder kann man sich eine Scheibe abschneiden. Das hat mir gefallen,, ich musste mich nicht für eine entscheiden, ich konnte mit allen dreien mitfühlen, und als das Fass übergelaufen ist auch mit wütend werden. Das Buch spielt in Italien und da kommt das Klischee, das italienische Männer Muttersöhnchen sind, sehr humorvoll zum tragen.

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Rezensionen von rosetheline :

Zurück in die Natur

Raus in die Natur! Alles, was du über Camping, Wandern und Backpacking wissen musst von Iron Tazz; Martin Stanev

In dem Buch "Raus in die Natur! Alles, was du über Camping, Wandern und Backpacking wissen musst" bringen uns Iron Tazz (Autor) sowie Martin Stanev (Illustrator) die Welt des Wanderns und die Natur im Allgemeinen näher.

Das Buch fällt einem direkt ins Auge: Die Haptik, die Illustrationen und die Größe des Buches sind wunderschön.

Sowohl außen als auch innen kommt das sehr zum Vorschein. Stanev hat sehr viel Liebe zum Detail, ohne dabei die Lesenden zu überfordern.

Inhaltlich bietet das Buch ein großes Areal an Themen, die sich rund ums Wandern drehen: verschiedene Landschaften mit ihren Vorzügen und Gefahren, nützliche und wichtige Tipps, aber auch Themen, die die Lesenden an den richtigen Umgang mit der Natur erinnern sollen.

Das Buch eignet sich hervorragend für Kinder, aber auch Erwachsene. Es ist ein perfektes Buch für die ganze Familie, da man wirklich noch viel dazulernen kann, wenn man ein Wandernewbie ist.
Mit seinem Gesamtpaket an Wissen und liebevoller und wunderschöner Gestaltung macht es richtig Lust in die Natur zu gehen. Daher spreche ich eine klare Empfehlung aus.

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Rezensionen von Katyleh:

Wenn die Vergangenheit anklopft

Haus Waldesruh von David Krems

Haus Waldesruh von David Krems hat mich sofort gefesselt. Die Geschichte beginnt mit einem Wiedersehen: Vier ehemalige Schulfreunde – Anna, Marco, Ferdinand und Lea – treffen sich nach fünfzehn Jahren in einem abgelegenen Forsthaus. Anfangs wirkt alles harmonisch, doch schnell wird klar, dass alte Wunden nie ganz verheilt sind.

Besonders die Erinnerung an Max, Annas Ex-Freund, der sich kurz nach der Matura das Leben nahm, liegt wie ein Schatten über der Gruppe und bringt lange verdrängte Gefühle ans Licht.

Was mir besonders gefallen hat, ist die fein gezeichnete Psychologie der Figuren. Man spürt, dass sie alle ihr eigenes Päckchen zu tragen haben, auch wenn sie es nicht immer zeigen. Die Dynamik zwischen ihnen ist glaubwürdig, mit all den unausgesprochenen Konflikten und unterschwelligen Spannungen, die entstehen, wenn man sich nach Jahren wieder begegnet. Das abgelegene Forsthaus verstärkt dieses beklemmende Gefühl noch – es gibt kaum ein Entkommen, weder vor den anderen noch vor der eigenen Vergangenheit.

Ein besonderer Moment ist der Auftritt eines unerwarteten Gastes, der alles noch komplizierter macht. Ab da konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Krems versteht es, Vergangenheit und Gegenwart geschickt miteinander zu verweben und große Themen wie Schuld, Verdrängung und Freundschaft auf eine sehr einfühlsame Weise zu behandeln.

Haus Waldesruh ist eine Geschichte, die nachwirkt. Sie geht leise, aber eindringlich unter die Haut. Sie regt zum Nachdenken an, ohne einfache Antworten zu liefern. Genau das hat mich daran so beeindruckt. Wer gerne tiefgründige, atmosphärische Romane liest, sollte es sich nicht entgehen lassen.

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