Kunden em pfehlungen
Rezensionen von praja:
Mochte es, aber es war jetzt auch kein highlight
West of Wicked. Folge deinem Verlangen von Nikki St. Crowe
„West of Wicked“ war für mich irgendwie genau das, was ich erwartet habe… und gleichzeitig auch wieder nicht. ????
Man merkt SOFORT, dass das Buch komplett auf Atmosphäre, Spannung und dieses düstere, verführerische Oz-Feeling setzt. Und genau das hat bei mir auch richtig gut funktioniert.
Dieses verfluchte, kaputte Oz hatte stellenweise echt etwas richtig Fiebertraum-artiges und ich mochte total, wie vertraute Elemente aus „Der Zauberer von Oz“ genommen und in etwas deutlich dunkleres verwandelt wurden.
Dorothy ist hier definitiv keine klassische „unschuldige Heldin“ und generell sind die Figuren eher morally grey unterwegs. Dazu kommen verlorene Erinnerungen, Geheimnisse, Machtspiele und natürlich eine ordentliche Portion Anziehung zwischen den Charakteren. Gerade die Dynamik mit dem verfluchten Attentäter hatte schon echt Potential und war für mich mit das stärkste am Buch.
ABER… ich muss auch sagen, dass mir an manchen Stellen etwas Tiefe gefehlt hat.
Die Welt und die Stimmung waren super interessant, aber ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass die Story schneller sein wollte als sie eigentlich schon war. Manche Entwicklungen gingen ziemlich abrupt und emotional hätte da für mich noch mehr drin sein können. Vor allem weil das Setting eigentlich SO viel Potential bietet. Teilweise wirkte es eher wie ein Auftakt, der erstmal Lust auf mehr machen soll, statt wie ein Band, der schon komplett überzeugt. Einige Szenen waren dafür aber wiederum richtig intensiv und haben mich komplett weiterlesen lassen. ????
Rezensionen von Petra:
Eine besondere Geige
Das Geheimnis des Geigenbauers von Evie Woods
Devlins Freundin hat mal gesagt das sie gerne Geige spielen lernen würde. Also schenkt er ihr eine zum Geburtstag. Aber es ist doch nicht das richtige Geschenk. Nun hat er eine wunderschöne Geige die einen besonderen Eindruck macht und weiß nicht so richtig was er damit machen soll. Vertrauensvoll wendet er sich an seinen ehemaligen Lehrer und der kennt eine Sachverständige die die Geige beurteilen soll.
Eine Geige, drei Mensschen, zwischen ihnen entsteht eine besondere Beziehung. Die sich nicht mit Worten erklären lässt. Die Geige ha tanscheinend mystische Fähigkeiten.
Ich hatte eine Geschichte mit Nachforschungen usw. zu einer Geige erwartet, auch das sich dadurch zwischenmensjchliche Beziehungen auftun bzw. sich verändern.
Aber hier kam noch eine Portion Fantasy ins Spiel, zusätzlich etwsa Crime und natürlich Liebe, fertig war ein geschmackvoller buchiger Eintopf.
Nur die Figuren waren bis auf Gabrielle, die stark mit den Schatten der Vergangenheit zu kämpfen hatte, etwas naiv und ich hätte sie teilweise als Jugendliche betrachtet. Auch Devlin hatte Trauma aber seins wirkte nicht so bedeutend wie das von der Frau. Eher als ob keine andere Erklärung zur Verfügung stand. Der Lehrer der mit seiner Einsamkeit kämpft wirkt dagegen glaubwürdig.
Für mich war das etwas zuviel, weniger wäre mehr gewesen.
Rezensionen von Reiseweise:
Filmreif
Die Queen von Mayfair von Alex Hay
Dies ist eine Geschichte von zwei Häusern in London: Eines groß und hässlich, aber an der besten Adresse und bewohnt von einer uralten Adelsfamilie. Das andere ist auch groß (und nicht besonders schön), aber an einer weniger guten Adresse und bewohnt von einer Königin der halblegalen Welt: Quinn.
Sie möchte die Adelsfamilie um ihren Reichtum erleichtern, indem sie den jungen Duke heiratet - in fünf Tagen, nach einem festgelegten Ränkespiel. Doch jemand scheint sie daran hindern zu wollen…
Die Geschichte, die Alex Hay hier spinnt, lässt sich bestimmt hervorragend verfilmen. Ein bisschen Bridgerton, ein bisschen Heist Movie, ein bisschen Komödie, ein bisschen Spannung… Die Charaktere sind interessant, die Story allerdings teilweise sehr verworren und etwas unglaubwürdig. Innerhalb eines Tages wird ein Haus umgebaut, innerhalb von zwei Tagen ein Duke verführt, und alles baut darauf, dass der Betrug nicht erkannt wird. Einige Wendungen kamen unerwartet, andere waren sehr vorhersehbar. Insgesamt aber nett.
Rezensionen von gerlisch:
Spannender Romantasy-Auftakt
Empire of Whispers and Shadows von Ursa Jaumann
Empire of Whispers and Shadows erzählt eine intensive, düstere Geschichte, in der Saya und Teno um einen Platz in der Schattenarmee des Gottkaisers kämpfen. Dafür müssen sie sieben lebensgefährliche Prüfungen bestehen und das nur gemeinsam.
Die Geschichte wird durch wechselnde POVs erzählt, Saya, auf der Straße groß geworden, ist mutig, wachsam und misstrauisch.
Und Teno, der aus gehobenen Verhältnissen stammt, aber genauso von Verlust gezeichnet ist. Beide leiden noch unter dem Tod ihrer Eltern, was ihren Entscheidungen und Reaktionen spürbare Tiefe verleiht.
Die Dynamik zwischen ihnen ist eindeutig enemies to lovers, anfangs explosiv, mit verletzenden Dialogen und voller Reibung. Der Übergang von Hass zu Anziehung ist zwar vorhersehbar, aber glaubwürdig erzählt und sorgt für eine starke Energie zwischen den beiden. Nur manche Emotionen haben mich nicht ganz erreicht, da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.
Besonders gefallen hat mir das Worldbuilding, Ein japanisches Setting, das mit Katanas, Tantos und Shuriken, blutigen Kämpfen und einer bedrohlichen Atmosphäre lebendig wirkt. Der Schreibstil ist fesselnd, bildhaft und treibt die Handlung stetig voran, sodass die Geschichte zu keiner Zeit langweilig ist.
Nicht so gut gefallen hat mir das Magiesystem, es ist etwas vage dargestellt. Es wirkt interessant, aber nicht vollständig erklärt, sodass man sich an manchen Stellen mehr Klarheit wünscht.
Trotz kleiner Schwächen ein toller Romantasy-Auftakt.
Rezensionen von Reiseweise:
Schräger Humor
Verlorene Schäfchen von Madeline Cash
Die Vorstadtfamilienidylle der Flynns ist keine mehr - Cat Flynn hat die kriselnde Ehe geöffnet, Bud Flynn versinkt in Selbstmitleid und den Takeaway-Kartons in seinem Auto und die drei Töchter machen sowieso, was sie wollen. Die jüngste ist einer Verschwörung auf der Spur, die mittlere bastelt an einem Sprengsatz und die älteste datet Wes, genannt Kriegsverbrecher-Wes.
Und dann ist da noch dieser exzentrische Milliardär, und ist an der Verschwörung, der die Jüngste auf der Spurt ist, nicht doch etwas dran…?
Daraus entspinnt sich eine absurde Geschichte, bei der es tatsächlich weniger um die Geschichte geht, sondern mehr um die Wortspiele und verrückten Ideen der Autorin. Die Wortspiele nehmen manchmal etwas überhand, aber meistens ist der Humor absurd-trocken, aber auch die zärtlichen und ernsten Momente sind sehr glaubwürdig und die Charaktere sehr liebenswert. Ein unterhaltsames Buch.
Rezensionen von Paul Kretzschmar:
Splitterwelt
Komm spielen von Linwood Barclay
Dies war mein erstes Buch, das ich von Linwood Barclay gelesen habe, aber es wird garantiert nicht mein letztes sein.
Ich habe es soeben beendet und bin immer noch völlig überwältigt!
Der Einschätzung des Horrorkönigs Stephen King, der es als "Grandios" bezeichnete, kann ich nur aus vollster Überzeugung zustimmen.
Es ist so viel mehr als ein beliebiger Thriller. Es ist ein übernatürlicher, paranormaler Mystery-Psycho-Thriller mit einer gehörigen Portion Horror, und ein wenig Fantasie. Er erinnert mich sehr an die Werke von Stephen King.
Der Schreibstil ist genial, authentisch sowie angenehm lesbar. Von Beginn an entwickelt sich eine komplexe, bedrückende Atmosphäre und wie in einem Sog, wird die Handlung zunehmend packender.
Alle, immerhin 61 relativ kurzen Kapitel, enden mit einem Cliffhanger, der meist nur aus einem nüchternen Satz besteht und keine Möglichkeit bietet, das Buch einfach zur Seite zu legen, sondern förmlich zum weiterlesen zwingt.
Fünf Teile (Akte) sind jeweils einem Hauptprotagonisten gewidmet. Die Orte und Charaktere sind filmreif beschrieben. Es gibt keinerlei unnötige Längen, im Gegenteil, jeder Satz trifft punktgenau. Selbst wenn sich die Handlung zwischenzeitlich schon erahnen lässt, gibt es ständig unvorhergesehene Überraschungen, die zeigen, dass der Buchtitel perfekt passend gewählt wurde. Ich muss ehrlich gestehen, dass meine hohen Erwartungen an dieses Buch noch übertroffen wurden, und ich mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt habe. Für alle Thriller-Fans, denen fesselnde Spannung wichtig ist, ist meine unbedingte Leseempfehlung ein Muss für diesen Pageturner!
Rezensionen von Ryria:
Hinter den Kulissen
Yesteryear von Caro Claire Burke
Wer kennt sie nicht, die "perfekten" Influencer, deren komplett inszeniertes Leben auf Social Media präsentiert wird. Der neueste Trend dort sind ironischerweise die Tradwives, traditionelle Hausfrauen mit vielen Kindern und einem Leben wie in der "guten alten Zeit". Hierzu gehört auch Protagonistin Natalie, die mit Videos über Brotteige und Seifenherstellung Karriere macht, unterstützt von einem Team und viel Getrickse hinter der Kamera.
Doch was wäre, wenn das Leben, das sie als ideal verkaufen will, plötzlich Realität wäre? Das Jahr 1805 ist dann doch ein wenig zu traditionell...
Was für eine herrliche Idee, hier mal einen fiktionalen Blick hinter die Kulissen zu werfen! Natürlich hat man sich direkt an reale Tradwives erinnert gefühlt, aber auch ein wenig an religiöse Großfamilien, die durchs Fernsehen damals bekannt wurden. Vor der Kamera stehen als Kind ist selbstverständlich, aber bloß nichts selbst konsumieren.
Den Geist dieser Familien hat die Autorin in ihrem Buch sehr schön eingefangen und man konnte durchweg vieles wiedererkennen.
Gleichzeitig mochte ich aber auch den Einblick in die Gedanken von Natalie. Diese ist alles andere als sympathisch, dafür als Charakter sehr interessant und authentisch geschrieben. Wir lernen sie von einer bestimmten Seite kennen, erkunden im Verlauf der Geschichte jedoch ihre Vergangenheit und Entwicklung und können sie so besser greifen.
Dazu kommt auch noch ein gewisser Humor, der meinen Geschmack gut getroffen hat.
Sehr gefallen hat mir auch die Vermischung aus aktuellem Geschehen und Rückblenden, der Kontrast der Moderne zu der schön beschriebenen früheren Zeit.
Teilweise hat sich dies allerdings auch mal ein wenig in die Länge gezogen und die Handlung kam nicht so ganz vom Fleck, insgesamt konnte mich dieser Blick auf ein modernes Phänomen jedoch gut unterhalten und überzeugen.
Rezensionen von Piet1990:
Intensiv, ruhig und emotional
Fünf Tage im Licht von Rhiannon Lucy Cosslett
„Fünf Tage im Licht“ ist ein ruhiger, sehr emotionaler Roman, der vor allem von seinen Figuren und ihren inneren Konflikten lebt. Die Geschichte konzentriert sich auf wenige Tage, schafft es aber trotzdem, viele Themen wie Verlust, Nähe, Erinnerung und Neuanfang intensiv einzufangen.
Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre des Buches.
Der Schreibstil ist klar, einfühlsam und oft sehr bildhaft, ohne überladen zu wirken. Viele Szenen wirken leise, aber genau dadurch besonders eindringlich.
Die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehbar dargestellt. Nicht jede Entwicklung war für mich komplett überraschend, dennoch hat mich die emotionale Stimmung des Romans durchgehend getragen.
Fazit:
Ein stiller, atmosphärischer Roman über menschliche Beziehungen und emotionale Brüche. Wer ruhige, gefühlvolle Geschichten mit viel Tiefe mag, wird mit „Fünf Tage im Licht“ eine berührende Lektüre finden.
Rezensionen von KersG:
Sinnkrise
Verlorene Schäfchen von Madeline Cash
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und schon den Einstieg fand ich richtig gut. Eine Familie die in einer Sinnkrise steckt. Jeder für sich. Sowohl die Eltern als auch die drei Töchter. In dieser Familie spielt sich so einiges ab. Das ist nicht mehr die einstige Vorzeigefamilie, die sonntags in die Kirche geht.
Die Mutter Catherine beschließt die Ehe zu öffnen, der Vater Bud schläft im Auto und die Kinder machen ihr eigenes Ding. Die Familie gerät immer mehr in einen Strudel von Geheimnissen und Verschwörungen.
Auf humorvolle Art und Weise taucht man ein in das Leben der Flynns. In ihre Gedanken und Gefühle. Man erfährt was sie bewegt und lernt ihre Eigenheiten kennen.
Das Cover ist eher schlicht gehalten, besticht aber durch die gelbe Farbe. Allein vom Cover kann man nicht darauf schließen, worum es in dem Buch geht.
Man lernt in dem Buch viele verschiedene Persönlichkeiten kennen. Das ermöglicht einem einen besseren Blick auf das große Ganze. Immer mehr fügen sich die Puzzleteile zusammen. Nach und nach zeigt sich das gesamte Ausmaß. Wie alles zusammenhängt. Das ist sehr spannend mitzuverfolgen. Dann ist da auch noch das Kleinstadtleben, das von Klatsch und Tratsch lebt. Wo jeder alles zu wissen scheint. Jeder kennt jeden. Das ist meist mehr Fluch als Segen.
Immer wieder hat mich das Buch zum Lachen und Schmunzeln gebracht. Es stimmt aber auch sehr nachdenklich und ist an manchen Stellen schon sehr skurril.
Rezensionen von Sophie H.:
Spannendes Ferienabenteuer
Banditensommer von Mirjam Raymond
Der zwölfjährige Kroko verbringt seine Sommerferien zusammen mit seinem Vater uns seinem kleinen Bruder Luis in Kroatien. Die Eltern haben sich vor kurzem getrennt und so ist es der erste Urlaub ohne die Mutter. Auch der ältere Bruder ist nicht mit dabei. Jakob durfte in ein Ferienlager fahren, wo Kroko auch gerne dabei gewesen wäre.
Aber seine Eltern meinten, dazu sei er noch zu jung. Nicht zuletzt deswegen, weil Kroko panische Angst vor Tieren hat. Nun hadert Kroko mit seinem Schicksal. Er versteht sich nicht besonders gut mit seinem Vater und versucht immer alles richtig zu machen, was sich aber stets ins Gegenteil verkehrt. So will er eines Morgens seinen Vater überraschen, nimmt Geld aus dessen Geldbörse und holt Brötchen. Leider büßt er die Brötchen ein, als eine Hundebande ihn überfällt und die Brötchen klaut. Sein Vater glaubt ihm kein Wort. Die Fronten zwischen Sohn und Vater verhärten sich. Und dann lässt der Vater beide Kinder abends allein. Zuerst ist Kroko stinksauer. Wer will schon gerne den Babysitter für einen kleinen Bruder spielen. Dann muss er auch noch feststellen, dass er sein geliebtes Taschenmesser am Hafen verloren hat. Obwohl es schon spät ist, macht er sich zusammen mit Luis auf die Suche nach dem Messer. Ehe die beiden sich versehen, schippern sie mit einem Schiff aufs Meer hinaus. Das Schiff gehört zu einer Hundefängerbande, die eigentlich etwas ganz anderes im Schilde führt.
Schon im Prolog wird eine Spannung aufgebaut, dass man das Buch kaum zur Seite legen kann. Die Geschichte ist sehr temporeich und hat so manche Wendung in petto. Als Leser ergeht es einem wie den Protagonisten: Man ist sich nie ganz sicher, wem man nun wirklich über den Weg trauen kann und muss seine Meinung revidieren. Dies Buch ist nich nur ein Krimi und auch nicht nur ein Abenteuerbuch, sondern eine spannende Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und wie man Angst in Mut verwandeln kann, wenn man nur fest an sich selbst glaubt.
Die recht kurzen Kapitel lassen sich gut und flüssig lesen. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. An den Kraftausdrücken der „Bösen“ werden Kinder bestimmt Gefallen haben. Besonders gut haben mir die durchgehenden Vignetten auf jeder Seite gefallen. Die verleihen dem Buch noch das besondere Extra.
Fazit: Eine tolle Geschichte mit großem Mehrwert, die ich nur empfehlen kann!










