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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nessabo:

Starker, bissiger und gesellschaftskritischer Start - dann kitschige Selbstfindungsreise

Mit anderen Augen von Jane Tara

Ich bin herb enttäuscht, anders kann ich es nicht sagen. Die Literatur aus dem Diogenes-Verlag ist mir bisher sehr positiv im Gedächtnis geblieben und „Mit anderen Augen“ hat SO unglaublich stark begonnen, dass ich mir sicher war, ein weiteres Highlight in den Händen zu halten. Doch spätestens ab der Mitte wechselte der Roman seinen Ton so gravierend, dass ich nur noch kopfschüttelnd davor saß.

Die Autorin ist vor allem im ersten Drittel sehr reflektiert, bindet bspw. neurodivergente, queere und behinderte Menschen ganz organisch und sensibel in die Geschichte ein. Gleichzeitig gibt sie ihrer Protagonistin einen bissigen, ironischen Ton, den ich mindestens genauso sehr mochte wie die ganz starken Freundinnenschaften. Die Erzählung steckte anfangs voller weiblicher Solidarität und Wut.

Doch dann passierte etwas, das ich Jane Tara nur schwer verzeihen kann. Der Ton wechselte so radikal, dass ich manchmal dachte, die Autorin wurde auf halber Strecke ausgetauscht. Tilda verliert jegliche strukturelle Komponente aus dem Blick (etwa die zuvor angesprochene Gender Health Gap) und begibt sich stattdessen auf eine spirituell gefärbte Selbstfindungsreise. Dass sie überdurchschnittlich privilegiert ist und dadurch Zugang zu Ressourcen hat, die viele andere Frauen nicht haben, wird gekonnt ignoriert. Stattdessen liebt sie sich einfach selbst und schafft es, mit einer intensiven Meditation ihr bislang unerkanntes Kindheitstrauma zu bearbeiten.

Diese gar nicht mal so unterschwelligen Botschaften halte ich für absolut gefährlich. Beim Lesen wurde ich mit Aussagen konfrontiert, die mir vermitteln, ich solle die Heldin meiner Geschichte sein und nicht das Opfer und außerdem sei ich für meine Traumata ja schon irgendwie selbst verantwortlich. Es ist sicherlich bis hierhin bereits spürbar - so etwas macht mich sehr wütend!

Natürlich ist es wichtig, den eigenen Selbstwert von anderen unabhängig zu definieren. Aber das hat eben Grenzen und dieses toxisch Positive à la „Jeder einzelne Tag ist grandios“ ist lebensfernes Wunschdenken. Auch die anderen Frauen der Geschichte sind eigentlich nur Beiwerk, um die Entwicklung Tildas hin zur tatsächlichen Heldin des Buches zu unterstützen - mit dem absolut perfekten Mann natürlich als Sahnehäubchen.

Der Roman begann so stark und für mich hätte Tilda weiter die ironische, umperfekte Protagonistin bleiben sollen, die sich an ihre Freundinnenschaften hält. Die extreme Introspektion und der Wandel hin zum Spirituellen gefallen mir nicht und ich finde sie auch nicht fair allen Betroffenen sowie weniger Privilegierten gegenüber. Das wäre anders gegangen, aber so enden wir mit einer völlig weichgespülten, unmotivierten Geschichte, die mich absolut verloren hat. Ich bewerte für den starken Anfang und das durchgängig gute Erzähltempo des Romans wohlwollend, inhaltlich hätte ich noch strenger sein können.

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Rezensionen von v_im_wunderland:

sehr schön

Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn

Ich als Erwachsener bin großer Fan von dem Autor und finde es genial, dass er ebenfalls solche tollen Kinderbücher schreibt, die bei uns natürlich ich fehlen dürfen. Wor haben bereits als Familie das kleine Klugscheisserchen ins Herz geschlossen und waren deshalb sehr auf den nächsten Teil gespannt.

Und auch dieser hat uns auf keinen Fall enttäuscht. Denn dieses Mal lernt das Klugscheisserchen den kleinen Vehlerteufel kennen. Und dieser bringt sein Leben ganz schön durcheinander. Ein wunderbares Buch für die ganze Familie in welchem den Kindern gezeigt wird, dass es durchaus in Ordnung und vollkommen normal ist Fehler zu machen. Auch die liebevollen Illustrationen möchte ich an dieser Stelle hervorheben und natürlich auch den Wortwitz in diesem Buch. Ich kann es auf jeden Fall allen empfehlen die das Klugscheisserchen schon kennen, aber auch denen die es noch kennenlernen möchten.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Ergreifender Roman über eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung

John of John von Douglas Stuart

Nach seinem erfolgreichen Romandebüt "Shuggie Bain", für das er 2020 den Booker Prize erhalten hat, und seinem zweiten Roman "Young Mungo" hat der schottisch-amerikanische Schriftsteller Douglas Stuart nun sein drittes Werk, "John of John", veröffentlicht.

Im Mittelpunkt der in den neunziger Jahren spielenden Geschichte steht der 22-jährige John Calum McLeod, genannt Cal, der in Edinburgh sein Kunststudium erfolgreich abgeschlossen hat.

Nachdem sein Vater John ihn aufgefordert hat, nach Hause zurückzukehren, weil es seiner Großmutter nicht gut gehe, macht Cal sich nach vier Jahren in der schottischen Hauptstadt auf den 400 km langen Weg nach Falabay, einem kleinen Ort auf der Insel Harris in den Äußeren Hebriden, wo sein Vater John mit Cals Großmutter Ella in einem kleinen Crofthaus lebt. John ist Schafzüchter und fertigt als Weber den traditionellen Harris-Tweed. Wie alle Inselbewohner gehört er den Freien Presbyterianern an und ist tief in seinem Glauben verwurzelt. Er weiß nicht, dass Cal mangels beruflicher Perspektive wohnungslos war und bei einer albanischen Putzkolonne jobbte. Seine Enttäuschung über Cals Arbeitslosigkeit kann er nicht verbergen, und die langen, gefärbten Haare seines Sohnes stellen für ihn eine Provokation dar.

Cal fällt es nach den selbstbestimmten Jahren in Edinburgh schwer, sich wieder an die häusliche Enge, die unnachgiebige Dominanz seines Vaters und das traditionelle Umfeld zu gewöhnen. Das Geld ist knapp, und fortan unterstützt er John bei der Schafzucht und am Webstuhl. Vater und Sohn lieben sich, dennoch sind beide nicht in der Lage, ihre Gefühle zu zeigen, vieles bleibt ungesagt. John weiß nicht um Cals Homosexualität, und auch Cal ahnt nicht, welche Geheimnisse John bewahrt.

Der Roman ist in klarer, sehr direkter Sprache geschrieben und liest sich sehr flüssig. Douglas Stuart zeichnet seine Charaktere nicht nur authentisch und facettenreich, er beschreibt auch ihre innere Zerrissenheit sehr eindrucksvoll. Die Geschichte ging mir unter die Haut, ich habe mit den Protagonisten mitgelitten und mir gewünscht, dass sie sich endlich einander öffnen. Die Entwicklung der Figuren ist glaubhaft und ganz wunderbar beschrieben. Ella ist mir besonders ans Herz gewachsen, sie ist selbst eine Außenseiterin und Cal eine Komplizin, die für ihn eintritt und ihn unterstützt.

Sehr beeindruckend fand ich Douglas Stuarts faszinierende Beschreibungen der rauen und kargen Landschaft. Auch der Alltag der Schafzüchter, Fischer und Weber unter den harten Lebensbedingungen ist intensiv geschildert. In vielen Familien entstehen über Generationen hinweg auf den Familienwebstühlen, die mit Trittpedalen angetrieben werden, kunstvolle Kreationen.

Das Buch, in dem es neben einem schwierigen Vater-Sohn-Verhältnis auch um Liebe und Sehnsucht, Scham, Schmerz und Schuldgefühle geht, hat mir sehr gut gefallen, es hat mich gefesselt, erschüttert und zutiefst berührt.

Absolute Leseempfehlung für dieses großartige und tiefgründige Werk!

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Rezensionen von v_im_wunderland:

sehr interessant

Die Liebeshungrigen von Karine Tuil

Ich finde das Coverpass recht gut zu dem Inhalt des Buches. Ich hätte von diesem Buch keine richtigen Vorstellungen als ich begann es zu lesen. Doch es hat mich recht schnell in seinen Bann gezogen, denn obwohl es keinen einfachen Lesefluss hat, kamn man es nicht so schnell aus der Hand legen. Denn die Geschichte des Buches ist sehr interessant.

In diesem Buch geht es um die Machtverhältnisse der Politik und wie es als Politiker ist wenn man auf einmal nicht mehr an der Macht ist. Die Fragen kommen auf nach der Bedeutung des Ichs. Und wie es in einem steht, wenn die primäre Bedeutung auf einmal wegfällt. Dieses Thema hatte ich so in keinem Buch zuvor vorgefunden und war deshalb sehr gefesselt von diesem Buch. Ich kann es auf jeden Fall allen Leserinnen empfehlen, die sich für politische Themen und Machtverhältnisse interessieren. Für mich ein sehr gutes Buch.

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Rezensionen von Gute_Laune:

Mehr als nur Snacks

Voll veggie! Airfryer für Teenager von Agnes Prus

Der Airfryer ist ein toller Einstieg für Teenager, um das Kochen zu lernen. Dieses Buch hilft dabei und gibt nützliche Informationen zu Utensilien und Lebensmitteln und nennt auch die wichtigsten Dos & Don’ts.

Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel Frühstück & Brunch; Hauptmahlzeiten; Snacks; Süßes & Nachtisch.

Die benötigten Zutaten sind nicht schwer zu bekommen und mit Glück sogar schon in der Vorratskammer zu finden. Sehr wenige Ausnahmen sind darunter, die man vielleicht selten nutzt.

Der Aufbau der Rezepte ist klar strukturiert und übersichtlich. Name des Gerichts, Anzahl der Portionen, Zutatenliste, gut verständliche Arbeitsschritte, mehr braucht es nicht und mehr ist auch nicht da, außer gelegentlich einem zusätzlichen Tipp. Zu fast jedem Rezept gibt es ein Foto. Gerade bei Neulingen in der Küche finde ich das besonders wichtig.

Die Gerichte sind abwechslungsreich und ansprechend. Dass sie rein vegetarisch sind, fällt kaum auf. Ihr Schwierigkeitsgrad ist so gewählt, dass die Teenager sie auf alle Fälle wuppen. Bei den schnellen Franzbrötchen gibt es in meiner Ausgabe leider ein kleines Hindernis. Da wurde das Schneiden zu Trapezen nur halb erklärt. Nicht nur nach rechts, sondern auch nach links muss das Messer abwechselnd gehalten werden. Das wird sicher in der nächsten Auflage korrigiert. Die Brezeln Flammkuchen-Style werden vermutlich den größten Anklang bei den Kids und ihren Freunden finden. Sie sind super easy, super schnell gemacht und super lecker!

Dieses Buch ist ein tolles Geschenk für erste Kochversuche mit Geling-Garantie. Mit etwas Glück werden die Eltern mit der einen oder anderen Köstlichkeit daraus überrascht und verwöhnt. Auch fleischlos ist Genuss und wer nicht ganz darauf verzichten mag, kann alle Ersatzprodukte, wie Tofu-Würstchen oder vegane Schinkenwürfel ja auch in der fleischhaltigen Variante einsetzen. Ich gebe fünf Sterne!

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Rezensionen von PMelittaM:

Vielversprechender Trilogieauftakt

Flut aus schwarzem Stahl von Anthony Ryan

Als sein Dorf von fremden Kriegern angegriffen wird, verwandelt sich Ruhlin in etwas schreckliches, wird aber dennoch gefangen genommen. Thera ist in Diensten einer der drei Schwesternköniginnen, die sie losschickt, um das Fehlen einer wichtigen Lieferung zu klären. Felnir arbeitet für seinen Onkel, wenn auch ungern, und bekommt wieder einmal einen kaum lösbaren Auftrag.

E.vine ist klug und gelehrt, macht aber einen schweren Fehler, als sie sich für die falsche Religion entscheidet. Vier Protagonist:innen, vier Perspektiven, aus denen die Geschichte abwechselnd erzählt wird. Manche Wege überschneiden oder verknüpfen sich gar.

Ich habe zwar noch nicht alle seine Werke gelesen, doch schon einigen, und Anthony Ryan hat mich noch nie enttäuscht. Auch hier war ich schnell im Lesefluss, auch wenn es relativ lange gedauert hat, bis klar wurde, wohin die Reise gehen soll. Da ich aber jeden der vier Lebenswege, die hier erzählt werden, interessant und spannend finde, wurde ich von Anfang an gepackt, war gespannt, wohin es führen wird. und wie die einzelnen Protagonist:innen zueinander stehen beziehungsweise, was sie miteinander zu tun haben werden. Nur ein Lebensweg blieb bisher von denen der anderen isoliert, da es sich aber hier erst um den Start in eine Trilogie handelt, wird sich das sicher in weiteren Bänden ändern. Gegen Ende des Bandes wurde mir auch klar, dass es Verbindungen zu einer anderen Trilogie des Autors gibt, die ich jetzt wohl bald lesen sollte.

Die Protagonist:innen sind alle ganz unterschiedlich, mit verschiedenen Zielen und Wünschen, die Ereignisse sind es, die hier ihre Leben mitbestimmen, und denen sie sich nicht ohne weiteres entziehen können. Auch weitere Charaktere sind sehr interessant, zum Beispiel Lynnea, die zwar stumm ist, aber besondere Fähigkeiten hat. Im Anhang findet sich übrigens eine Liste der Personen.

Das Setting mutet wikingisch an, aber auch eigenständig, immerhin sind wir in einer fiktiven Welt. Anthony Ryan hat eine interessante Welt geschaffen, die man nach und nach besser kennenlernt. Zu Beginn des Romans gibt es eine Karte, die nützlich sein kann. Immer wieder gibt es auch Rückblicke in frühere Ereignisse, die wichtig sind, um das Heute zu verstehen.

Anthony Ryan hat mich wieder direkt packen können und ich freue mich nun auf die weiteren Bände der Trilogie. Der Roman punktet mit einer interessanten Welt, gelungenen Charakteren und viel Spannung.

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Rezensionen von peedee:

Sehr eindrücklich

Wo Jesus barfuß geht von Markus Freudiger; Katharina Freudiger

Markus und Katharina Freudiger wollten bereits als junges Ehepaar etwas Gutes für diejenigen tun, die nichts haben. Sie folgten dem Ruf von Gott nach Indien, in einen Slum in Kolkota (früher Kalkutta). Dort lebten sie mit den anderen im Slum – es ging nie darum, den anderen von oben herab zu zeigen, wie es besser ginge, sondern darum, MIT ihnen zu leben und das Bestmögliche daraus zu machen.

Sie beten für eine „Person des Friedens“ und werden erhört, wenn auch anders als erwartet. Die Geschichte wurde mit Unterstützung von Daniel Gerber aufgeschrieben.

Erster Eindruck: Buchtitel und Cover sind bereits eindrucksvoll – ich spürte gleich das Gewusel in der Stadt.

Ich lese sehr gerne Erfahrungsberichte, die vom Glauben handeln, da ich immer spannende Einblicke in andere Leben, Welten, Ansichten gewinne. Und auch immer wieder etwas lerne, hier bereits in der Inhaltsbeschreibung: Mir war nicht bewusst, dass Kalkutta nun Kolkata heisst (und das bereits seit 25 Jahren!). Wie kommt ein Schweizer Ehepaar dazu, mit christlichem Hintergrund in einem hinduistischen geprägten Slum arbeiten zu wollen? Welche Bilder kommen mir in den Sinn, wenn ich „Slums“ und „Indien“ lese? Nun ja, da wären z.B. Armut, Elend, Hitze, ungewohntes und wenig abwechslungsreiches Essen, katastrophale hygienische Bedingungen, Lärm, unsagbar weit entfernt von meiner persönlichen Komfortzone. Gerade letzteres ist natürlich sehr subjektiv und sehr oberflächlich. Ich bewundere den Mut, den die Freudigers hatten, sich in das Abenteuer in Indien zu stürzen. Es braucht Leute wie sie, die vor Ort die Menschen unterstützen.
Der Einstieg war schwierig, denn eigentlich hätten sie mit einem befreundeten Ehepaar die Aufgaben teilen sollen, aber bereits bei der Ankunft teilt ihnen der Mann mit, dass seine Familie in Kürze wieder in ihre Heimat zurückkehren würde – die Situation hätte sie überfordert. Bumm! Das ist heftig, wenn gleich zu Beginn die eh schon fremde Welt gleich nochmals aus den Angeln gehoben wird, indem die Arbeitskollegen die Segel streichen und abreisen.

Freudigers erzählen von ihrem Anfang in Indien, der über 20 Jahre zurückliegt. Sie blieben insgesamt sieben Jahre dort, bekamen den ersten Sohn. Bei der Schwangerschaft zum zweiten Sohn war es für die Familie Zeit, wieder in die Schweiz zurückzukehren. Zurück im alten Leben? Nicht ganz. Das „alte“ Leben ist zwar bekannt, aber die vielen Eindrücke aus Indien haben die Freudigers verändert. Sie wollen auch in der Schweiz Gutes tun, wenn auch aus der Ferne. So kommt es u.a. dazu, dass Markus Freudiger für die Lepra-Mission Schweiz tätig wird. Lepra – eine tragische Krankheit mit Ausgrenzung der Betroffenen. Die Geschichte der Freudigers und ihrer Begegnungen hat mich sehr beeindruckt – vielen Dank. 5 Sterne.

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Rezensionen von begine:

Eindrucksvoll

Fliegt, Wilde Schwäne von Jung Chang



Durch diesen Roman „Fliegt, wilde Schwäne“ erfahren wir von der Schriftstellerin Jung Chang, wie die Chinesen leben.
Vor vierzig Jahren hat sie den ersten Teil dieses Romans geschrieben, den kenne ich allerdings nicht.
Ich habe schon viel von Mao und seinen Machenschaften gehört. Mao war der Gott, was er anordnete , musste befolgt werden.

Jung Changs Eltern waren Kommunisten. Erst ging es ja ganz gut, aber wenn jemand anderer Meinung war , gab es Strafen.
Wir begleiten sie über ihre Kindheit, ihre Jugend, bis sie mit 26Jahren zum Studium nach London durfte.
Es ist erschreckend, wie die Schulkinder gedrillt waren, sie wurden eingesetzt, wenn Erwachsene misshandelt und drangsaliert wurden.

Die Autorin beschreibt ihre Erlebnisse, um ihre Mutter besuchen zu dürfen. Die Mutter machte sich Sorgen, ob ihre Tochter wieder ausreisen durfte, erst wenn sie im Flugzeug saß, war sie beruhigt.
Dann durfte sie nicht mal zu der sterbenden Mutter, traurig.
Jung Chang erzählt mit diesem Roman, die Geschichte Chinas.
Er ist unbedingt zu empfehlen.

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Rezensionen von scorpio:

Der Wald lichtet sich und gibt sein Geheimnis preis

DARKROOMS von Rebecca Hannigan

Vor zwanzig Jahren verschwand Roisin spurlos.

Jetzt treffen ihre Schwester Deedee und ihre Freundin Caitlin, die gezwungenermaßen wieder nach Hause zurückkehrt, erneut aufeinander.
Beide hat die vergangene Zeit geprägt, Schuldgefühle, Hass, Trauer, Einsamkeit.

Das Aufeinandertreffen setzt einiges in Bewegung und sie müssen sich der Vergangenheit stellen.

Geheimnisse verbergen sich hinter den Türen des kleinen irischen Ortes und drängen ans Tageslicht, und manch ein Bewohner verbirgt sein wahres Gesicht.
Was geschah damals wirklich?

Ein cold case der anderen Art, der mich überrascht hat. Die Atmosphäre ist düster, etwas geheimnisvoll und der Ort erscheint mir immer ein Spur zu dunkel, zu bedrückend, zu kalt.

Deedee und Caitlin sind gefangen in den Nachwirkungen ihrer Kindheit. Während Caitlin mit Albträumen zu kämpfen hat, verfällt Deedee immer öfter dem Alkohol. Beide sind kaputte Seelen und müssen sich der Wahrheit stellen.

Von all den Charakteren ist eigentlich keiner dabei, dem man große Sympathien entgegenbringen möchte. Das macht die Geschichte auch so besonders, weil man genauso misstrauisch durchs Buch geht wie die beiden Hauptfiguren.

Wer bis zum Ende durchhält, wird mit einer unerwarteten Auflösung belohnt. Es lohnt sich auf jeden Fall!

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Rezensionen von Tina:

Humorvoll, romantisch und herrlich spooky

The Girls Ghostbusting Agency - Crazy Spooky Love von Josie Silver

Schon nach den ersten Seiten hatte mich "The Girls Ghostbusting Agency - Crazy Spooky Love" vollkommen in seinem Bann. Die Geschichte rund um Melody Bittersweet ist witzig, charmant, romantisch und gleichzeitig herrlich skurril. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch nicht einfach nur eine klassische Liebesgeschichte erzählt, sondern Humor, Fantasy und Familienchaos auf eine sehr originelle Weise miteinander verbindet.

Ich mochte Melody sofort. Sie wirkt authentisch, sympathisch und angenehm unperfekt. Ihre sarkastischen Gedanken, ihre Unsicherheit und ihr Wunsch nach einem normalen Leben machen sie unglaublich nahbar. Gleichzeitig ist ihre Fähigkeit, Geister zu sehen, natürlich alles andere als normal und genau daraus entsteht dieser besondere Mix aus Chaos und Unterhaltung.

Das Cover gefällt mir ebenfalls sehr gut. Es wirkt verspielt, modern und gleichzeitig geheimnisvoll, genau passend zur Geschichte. Die Farbgestaltung und der Titel machen sofort neugierig und vermitteln direkt diese humorvollen Art.

Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen und würde es allen empfehlen, die romantische Geschichten mit Humor, Magie und einer außergewöhnlichen Hauptfigur mögen.

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