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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Piet1990:

Frech, traurig und ganz besonders

Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike

„Eine kleine Schwindelei“ war für mich mal etwas ganz anderes. Die Geschichte spielt in England um 1500 und begleitet Tibb Ingleby, eine junge Landstreicherin, die sich mit viel Mut, Witz und Überlebenskunst durchs Leben schlägt. Schon allein diese Perspektive fand ich ungewöhnlich, weil historische Romane sonst oft ganz andere Figuren in den Mittelpunkt stellen.

Tibb ist für mich ganz klar die Stärke des Buches. Sie ist frech, eigensinnig, manchmal auch ziemlich direkt, aber gerade dadurch wirkt sie lebendig und echt. Man merkt schnell, dass ihr Leben alles andere als leicht ist, trotzdem verliert die Geschichte nie komplett ihre Leichtigkeit. Diese Mischung aus Humor, Tragik und rauer Realität hat mir gut gefallen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und hat einen eigenen Ton. Es gibt viele bildhafte Szenen, aber das Buch wirkt dabei nicht trocken oder schwer. Die Zeit, in der Tibb lebt, wird sehr anschaulich dargestellt, ohne dass man das Gefühl hat, eine Geschichtsstunde zu bekommen.

Nicht alles hat mich gleich stark gepackt, und an manchen Stellen war mir die Geschichte etwas zu sprunghaft. Trotzdem bleibt Tibb als Figur im Kopf, und genau das macht das Buch für mich besonders.

Fazit:

Ein ungewöhnlicher historischer Roman mit einer starken, frechen Hauptfigur und viel Herz. Wer Lust auf eine Geschichte abseits der üblichen historischen Romane hat, sollte „Eine kleine Schwindelei“ auf jeden Fall eine Chance geben.

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Leise Freundschaft in dunkler Zeit

Leuchtende Schatten von Iris Wolff

„Leuchtende Schatten“ ist ein sehr ruhiger, fein erzählter Roman über Freundschaft, Verlust und das Erwachsenwerden in einer schwierigen Zeit. Im Mittelpunkt stehen Ella und Harriet, deren Verbindung in Siebenbürgen während des Zweiten Weltkriegs entsteht. Gerade diese Freundschaft hat mir gut gefallen, weil sie nicht übertrieben dramatisch erzählt wird, sondern leise und glaubwürdig wächst.

Iris Wolffs Schreibstil ist sehr poetisch und bildhaft. Man muss sich auf die ruhige Art des Erzählens einlassen, dann entfaltet das Buch eine besondere Stimmung. Die Atmosphäre in Hermannstadt und die Unsicherheit der Kriegszeit sind deutlich spürbar, ohne dass die Geschichte zu schwer oder überladen wirkt.

Das Cover mit den Schattenmorellen finde ich sehr passend und schön gestaltet. Es verrät nicht zu viel, fängt aber die stille, etwas melancholische Stimmung gut ein.

Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht, denn die Handlung bleibt insgesamt eher leise. Trotzdem hat mich das Buch berührt, weil es die großen Themen Freundschaft, Liebe und Verlust sehr fein erzählt.

Fazit:
Ein stiller, atmosphärischer Roman mit schöner Sprache und viel Gefühl. Wer ruhige Geschichten mit historischem Hintergrund mag, wird hier sicher eine besondere Lektüre finden.

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Cowboy-Vibes mit viel Humor und Gefühl

The Brave and the Reckless von Dilan Dyer

„The Brave and the Reckless“ hat mich vor allem durch das Setting neugierig gemacht. Eine Romance in einem Western-Themenpark? Das klang erst mal ungewöhnlich, hat für mich aber richtig gut funktioniert. Bravetown wirkt beim Lesen wie eine eigene kleine Welt mit Shows, Kostümen, kleinen Details und ganz viel Cowboy-Atmosphäre.

Esra war mir schnell sympathisch. Sie ist selbstbewusst, manchmal etwas impulsiv, aber gerade dadurch auch sehr lebendig. Noah mochte ich nach und nach immer mehr, auch wenn ich nicht jede seiner Handlungen sofort verstanden habe. Die Dynamik zwischen den beiden hat mir gut gefallen: viele Sticheleien, Wortgefechte und dieses typische Enemies-to-Lovers-Knistern.

Der Schreibstil ist locker, humorvoll und sehr flüssig. Ich bin schnell durch die Seiten gekommen und hatte Spaß beim Lesen. Besonders die Dialoge haben für mich gut funktioniert. Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass mir der Spice gegen Ende stellenweise ein bisschen zu viel geworden ist

Fazit:
Ein unterhaltsames, witziges und romantisches Buch mit tollem Western-Setting und sympathischen Figuren. Nicht perfekt, aber ein schöner Wohlfühlroman für alle, die Cowboy-Vibes, Humor und eine ordentliche Portion Knistern mögen.

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Melancholisch, warm und sehr gefühlvoll

Dem Meer entgegen von Lidija Hilje

„Dem Meer entgegen“ ist für mich kein typischer leichter Sommerroman, auch wenn Cover, Titel und das kroatische Setting das zunächst vermuten lassen. Die Geschichte rund um Ivona ist viel ernster und emotionaler, als ich erwartet hatte. Sie steht Ende 30 an einem Punkt, an dem vieles in ihrem Leben anders gelaufen ist als erhofft: ihre Ehe mit Vlaho ist gescheitert, alte Gefühle sind trotzdem noch da, und auch der Wunsch nach Familie spielt eine große Rolle.

Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre. Kroatien, das Meer, die Hitze, der Olivenhain und die Familiengeschichte wirken sehr lebendig, ohne dass es überladen ist. Man spürt beim Lesen diese Mischung aus Sehnsucht, Schmerz und Hoffnung.

Der Schreibstil ist ruhig, poetisch und sehr einfühlsam. Die Geschichte nimmt sich Zeit, was gut zu Ivonas innerem Weg passt. Manchmal war es mir ein kleines bisschen zu langsam, aber insgesamt hat mich gerade diese leise Art berührt.

Fazit:
Ein gefühlvoller, melancholischer Roman über Liebe, Verlust und die Frage, ob man sich selbst noch einmal neu finden kann. Wer ruhige Geschichten mit viel Gefühl und schönem Setting mag, wird hier sicher gut abgeholt.

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Ein schönes Buch über das Anderssein

Die Anderen von Kobi Yamada

„Die Anderen“ ist ein wirklich besonderes Bilderbuch, das ein wichtiges Thema sehr ruhig und kindgerecht erzählt. Zwei Kinder stehen an einer hohen Hecke und machen sich Gedanken darüber, wer wohl auf der anderen Seite lebt. Sind „die Anderen“ wirklich so anders? Oder haben sie vielleicht ähnliche Gefühle, Ängste und Wünsche wie wir?

Mir hat besonders gut gefallen, wie einfach die Geschichte erzählt ist und wie viel trotzdem dahintersteckt.

Das Buch spricht über Vorurteile, Ausgrenzung, Neugier und Empathie, ohne belehrend zu wirken. Gerade dadurch eignet es sich super, um mit Kindern ins Gespräch zu kommen. Man kann gemeinsam überlegen, warum wir manchmal vorschnell über andere urteilen und warum es sich lohnt, genauer hinzuschauen.

Auch die Illustrationen fand ich wunderschön. Sie sind liebevoll, hochwertig und passen sehr gut zur Stimmung des Buches. Die große Hecke als Symbol finde ich sehr gelungen, weil sie sofort verständlich macht, worum es geht: um Grenzen im Kopf und darum, sie zu überwinden.

Für sehr kleine Kinder braucht es vielleicht etwas Begleitung, damit die Botschaft wirklich ankommt. Aber genau das macht das Buch für mich auch wertvoll: es lädt zum gemeinsamen Lesen und Reden ein.

Fazit:

Ein wunderschön gestaltetes Bilderbuch mit einer wichtigen Botschaft. „Die Anderen“ zeigt auf einfache, aber berührende Weise, dass Unterschiede oft kleiner sind, als wir denken. Eine klare Empfehlung für Familien, Kitas und alle, die Kindern Empathie und Offenheit näherbringen möchten.

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Gefühle spielerisch entdecken

Play+ Mein lustiges Spielbuch Wut im Bauch - ab 2 Jahre von Maria Höck

„Play+ Mein lustiges Spielbuch – Wut im Bauch“ ist ein wirklich schönes Mitmachbuch für kleine Kinder. Das Thema Gefühle finde ich gerade in dem Alter super wichtig, weil Kinder oft noch gar nicht richtig benennen können, was in ihnen los ist. Genau da setzt das Buch gut an: Es zeigt verschiedene Gefühle auf einfache und spielerische Weise.

Besonders gut gefallen hat mir die interaktive Idee mit den Chips. Kinder können nicht nur zuhören oder Bilder anschauen, sondern selbst mitmachen und Gefühle zuordnen. Das macht das Buch lebendig und sorgt dafür, dass man ganz automatisch miteinander ins Gespräch kommt. Auch die Illustrationen sind sehr süß, bunt und kindgerecht, ohne zu überladen zu wirken.

Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass die Umsetzung an manchen Stellen noch etwas runder hätte sein können. Teilweise hätte ich mir noch ein bisschen mehr Erklärung oder Tiefe gewünscht, damit die Gefühle noch klarer greifbar werden. Trotzdem funktioniert das Buch insgesamt sehr gut und macht Kindern Spaß.

Fazit:
Ein liebevoll gestaltetes, interaktives Buch über Gefühle, das Kindern hilft, Wut und andere Emotionen besser zu verstehen. Nicht perfekt, aber sehr sinnvoll und schön gemacht – besonders zum gemeinsamen Anschauen und Besprechen.

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Ruhiger Krimi mit tollem Ermittler

Ein unglücklicher Tod von Peter Grainger

„Ein unglücklicher Tod“ ist kein Krimi, der mit viel Action oder brutalen Szenen arbeitet. Und genau das fand ich angenehm. Im Mittelpunkt steht DC Smith, ein Ermittler, der eigentlich schon Richtung Ruhestand geschoben werden soll, aber noch lange nicht fertig ist. Als ein 17-jähriger Junge bei einem vermeintlichen Badeunfall stirbt, sieht zunächst alles nach Alkohol, Drogen und jugendlichem Leichtsinn aus.

Doch Smith merkt schnell, dass an der Sache etwas nicht stimmt.

Mir hat besonders gefallen, wie ruhig und gründlich ermittelt wird. Es geht viel um Akten, Gespräche, Beobachtungen und kleine Ungereimtheiten. Das klingt vielleicht unspektakulär, liest sich aber sehr gut und es macht Sinn. DC Smith ist für mich die große Stärke des Buches: eigenwillig, scharfsinnig, manchmal trocken im Humor, aber auch sehr menschlich. Auch das Zusammenspiel mit seinem jungen Kollegen Chris Waters fand ich gelungen, weil sich daraus nach und nach ein interessantes Team entwickelt.

Der Schreibstil ist angenehm, klassisch und unaufgeregt. Man muss allerdings wissen, dass die Spannung eher langsam aufgebaut wird. Wer rasante Thriller erwartet, könnte das Buch zu ruhig finden. Für mich passte dieses Tempo aber gut zur Geschichte.

Fazit:
Ein klassischer, intelligenter Krimi mit einem starken Ermittler und viel altmodischer Ermittlungsarbeit. Nicht reißerisch, sondern ruhig, glaubwürdig und sehr lesenswert. Besonders für alle, die britische Krimis mit Köpfchen mögen.

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Liebe, Verlust und die Frage, was bleibt

Genug für ein halbes Leben von Evann Normandin

„Genug für ein halbes Leben“ hat mich durch seine besondere Grundidee neugierig gemacht. Rose und Landon haben eigentlich eine große Liebesgeschichte, bis ein Schicksalsschlag alles verändert. Rose entscheidet sich für eine Behandlung, die ihre Erinnerungen löscht, und beginnt ein neues Leben.

Landon dagegen erinnert sich an alles und kann sie einfach nicht loslassen.

Ich fand diese Ausgangslage wirklich spannend. Die Frage, ob man ohne seine Erinnerungen noch derselbe Mensch ist, zieht sich durch das ganze Buch und hat mich beim Lesen immer wieder beschäftigt. Besonders gelungen fand ich die melancholische Stimmung und den flüssigen Schreibstil. Man kommt gut in die Geschichte hinein und kann Roses Wunsch nach einem Neuanfang genauso nachvollziehen wie Landons Schmerz.

Das Cover mit den verschwommenen Personen passt für mich sehr gut, weil es genau dieses Gefühl von Nähe und Verlust einfängt. Nicht ganz überzeugt hat mich, dass sich manche Passagen etwas ziehen und mir stellenweise ein wenig Leichtigkeit gefehlt hat. Insgesamt ist es eher ein trauriges, nachdenkliches Buch als eine klassische Liebesgeschichte.

Fazit:
Ein emotionaler Roman über Liebe, Trauer und die Macht von Erinnerungen. Nicht immer ganz leicht zu lesen, aber berührend und mit einer spannenden Idee, die noch länger nachwirkt.

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Spielerisch die Tierwelt im Winter entdecken

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 31 - Tiere im Winter von Andrea Erne

„Wieso? Weshalb? Warum? junior – Tiere im Winter“ ist ein tolles Sachbuch für unsere Kleinsten. Auf kindgerechte Weise wird erklärt, wie verschiedene Tiere durch den Winter kommen, wer Winterschlaf hält und wer auch in der kalten Jahreszeit aktiv bleibt.

Besonders gut gefallen haben mir die vielen Klappen, die zum Mitmachen und Entdecken einladen.

Dadurch bleibt das Buch auch beim wiederholten Anschauen spannend. Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet und die Informationen werden so vermittelt, dass auch kleine Kinder sie gut verstehen können.

Wie bei der Reihe üblich ist das Buch stabil verarbeitet und für kleine Kinderhände gut geeignet. Ganz nebenbei lernen Kinder viel über die Natur und entwickeln ein Verständnis für die Tiere in ihrer Umgebung.

Fazit:
Ein gelungenes Sachbuch für neugierige Kinder, das Wissen und Spaß wunderbar miteinander verbindet. Perfekt für die Winterzeit und eine schöne Möglichkeit, gemeinsam die Tierwelt zu entdecken.

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Spannend bis zur letzten Seite

Alles ihre Schuld von Andrea Mara

„Alles ihre Schuld“ hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. Die Geschichte beginnt mit dem Verschwinden eines Kindes und entwickelt sich schnell zu einem nervenaufreibenden Psychothriller, bei dem man ständig seine Meinung ändern muss. Immer wieder tauchen neue Hinweise und Verdächtige auf, sodass ich bis zum Schluss nicht wusste, wem ich eigentlich trauen kann.

Besonders gut gefallen haben mir die verschiedenen Perspektiven. Dadurch bekommt man Einblicke in die Gedanken und Motive der Figuren, ohne dass sofort klar wird, was wirklich passiert ist. Gerade dieses Spiel mit Schuldzuweisungen und Vorurteilen macht das Buch so spannend.

Der Schreibstil ist flüssig, die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man ständig weiterlesen möchte. Einige Figuren waren nicht unbedingt sympathisch, aber genau das hat sie für mich glaubwürdig gemacht.

Fazit:
Ein fesselnder Psychothriller mit vielen Wendungen und einer konstant hohen Spannung. Wer Geschichten mag, bei denen man bis zum Ende miträtselt und niemandem so recht vertrauen kann, wird mit „Alles ihre Schuld“ bestens unterhalten.

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