Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Piet1990:

Achtsamkeit ganz sanft erklärt

Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit von Aljoscha Long; Ronald Schweppe

„Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit“ ist ein wunderschönes, warmherziges Buch, das Achtsamkeit auf eine sehr zugängliche und kindgerechte Weise vermittelt. Im Mittelpunkt steht der kleine rote Panda, der Schritt für Schritt lernt, innezuhalten, Gefühle wahrzunehmen und den Moment bewusst zu erleben.

Ganz ohne Belehrung, dafür mit viel Gefühl und Ruhe.

Besonders gut gefallen haben mir die Illustrationen. Sie sind liebevoll, weich und farblich sehr harmonisch. Schon beim Durchblättern strahlen sie eine große Ruhe aus und laden dazu ein, sich Zeit zu nehmen.

Der Text ist einfach gehalten und ideal zum Vorlesen geeignet. Die Botschaften sind klar, aber nie aufdringlich. Kinder werden ernst genommen und behutsam an Themen wie Gefühle, Wahrnehmung und innere Ruhe herangeführt.

Fazit:
Ein liebevolles, entschleunigendes Buch, das Achtsamkeit auf eine sehr schöne und verständliche Weise vermittelt. Ideal zum gemeinsamen Lesen, Innehalten und Nachdenken – für Kinder genauso wie für Erwachsene. Für mich ein rundum gelungenes Buch mit einer wichtigen Botschaft.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Piet1990

Düster, komplex und nichts für nebenbei

Oxen. Interregnum von Jens Henrik Jensen

„OXEN – Interregnum“ ist kein Thriller, den man mal eben zwischendurch liest. Die Geschichte ist komplex, politisch und deutlich ernster als viele andere Spannungsromane. Wer die Reihe kennt, weiß, dass Jens Henrik Jensen gerne tief in Macht-Strukturen, Geheimdienste und gesellschaftliche Abgründe eintaucht.

Es gibt viele Figuren, Ebenen und politische Zusammenhänge, auf die man sich konzentrieren muss. Dafür wird man aber mit einer sehr intensiven Atmosphäre belohnt. Die Bedrohung wirkt realistisch, fast beängstigend, und die Themen rund um Macht, Manipulation und Extremismus sind erschreckend aktuell.

Der Schreibstil ist sachlich, nüchtern und zielgerichtet. Gefühle werden nicht ausgeschmückt, sondern eher angedeutet, was gut zum Ton des Buches passt. Oxen selbst bleibt eine starke, aber auch gebrochene Figur, deren innere Konflikte weiterhin spürbar sind. Gerade diese Mischung aus Härte und Verletzlichkeit macht ihn für mich interessant.

Allerdings hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, dass sich das Buch etwas zieht. Manche politische Erklärungen sind sehr ausführlich, was das Tempo bremst. Dafür bleibt die Spannung insgesamt hoch, wenn man sich auf die Geschichte einlässt.

Fazit:
Ein anspruchsvoller, düsterer Thriller mit politischem Tiefgang. „OXEN – Interregnum“ richtet sich klar an Leser:innen, die komplexe Geschichten mögen und bereit sind, aufmerksam zu lesen. Kein leichter Stoff, aber ein intensives und lohnendes Buch für Fans der Reihe und für alle, die Thriller mit Substanz schätzen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Piet1990

Poetisch, schmerzhaft und sehr eindringlich

To Cage a Wild Bird von Brooke Fast

„To Cage a Wild Bird“ ist ein Buch, das leise beginnt, aber lange nachwirkt. Es erzählt von Abhängigkeit, Kontrolle und dem Wunsch nach Freiheit. Und das auf eine sehr emotionale, teilweise schmerzhafte Weise. Die Geschichte nimmt sich Zeit, Gefühle und Dynamiken zu entwickeln, ohne sie zu erklären oder zu vereinfachen.

Der Schreibstil ist ruhig, poetisch und oft sehr bildhaft. Viele Szenen wirken fast zerbrechlich, gleichzeitig aber auch intensiv. Besonders gelungen fand ich, wie innere Konflikte und emotionale Abhängigkeiten dargestellt werden: nicht dramatisch zugespitzt, sondern realistisch und dadurch umso beklemmender.

Die Figuren sind vielschichtig angelegt. Vor allem die Hauptfigur wirkt glaubwürdig in ihrer Zerrissenheit zwischen Nähe und Selbstverlust. Man versteht ihre Entscheidungen nicht immer, kann sie aber emotional gut nachvollziehen. Genau das macht das Buch so stark: Es urteilt nicht, sondern zeigt.

Thematisch ist der Roman schwer, aber wichtig. Er beschäftigt sich mit Machtgefällen, Selbstwert und dem langsamen Erkennen toxischer Strukturen. Das ist keine leichte Lektüre, aber eine sehr eindringliche.

Fazit:
Ein sensibles, eindrucksvoll geschriebenes Buch über Freiheit und innere Gefangenschaft. „To Cage a Wild Bird“ fordert Aufmerksamkeit und Empathie, belohnt dafür aber mit Tiefe und emotionaler Wucht. Empfehlenswert für Leser:innen, die sich auf ernste Themen und eine ruhige, poetische Erzählweise einlassen möchten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Piet1990

Soooo fesselnd!!

Eisnebel von Kate Alice Marshall

„Eisnebel“ hat mich vor allem durch seine dichte, kalte Atmosphäre überzeugt. Schon nach wenigen Seiten war klar, dass hier weniger auf Action gesetzt wird, sondern auf Spannung, Stimmung und psychologische Tiefe. Die Geschichte entfaltet sich ruhig, fast bedrückend, und genau das passt sehr gut zum winterlichen Setting und zum Titel.

Der Schreibstil ist klar und schnörkellos, gleichzeitig aber sehr bildhaft. Man spürt die Kälte, die Einsamkeit und das Unbehagen – nicht nur in der Landschaft, sondern auch in den Figuren. Besonders gut gefallen hat mir, dass vieles subtil erzählt wird. Die Spannung entsteht eher zwischen den Zeilen als durch spektakuläre Wendungen.

Die Figuren wirken glaubwürdig und nicht überzeichnet. Vor allem die innere Zerrissenheit der Hauptfigur ist gut nachvollziehbar dargestellt. Einige Nebenfiguren bleiben zwar etwas im Hintergrund, doch das hat mich nicht gestört, da der Fokus klar auf der psychologischen Entwicklung liegt.

An manchen Stellen hätte das Tempo für meinen Geschmack etwas straffer sein können, da sich einzelne Passagen leicht ziehen. Trotzdem blieb die Geschichte für mich durchgehend fesselnd, weil Atmosphäre und Grundspannung konstant hoch sind.

Fazit:
Ein ruhiger, düsterer Thriller, der vor allem über Stimmung und psychologische Tiefe funktioniert. „Eisnebel“ ist ideal für alle, die keine reißerische Spannung suchen, sondern eine beklemmende Geschichte, die langsam unter die Haut geht. Eine klare Empfehlung für Fans atmosphärischer Krimis.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Piet1990

Still, ehrlich und voller Lebensweisheit

Jetzt gerade ist alles gut von Stephan Schäfer

„Jetzt gerade ist alles gut“ hat mich tief bewegt. Stephan Schäfer erzählt von einem Mann, dessen Leben durch eine plötzliche Krankheit aus den Fugen gerät und davon, wie man lernt, das Leben wieder bewusst wahrzunehmen. Ein kleiner Moment verändert alles, und genau diese Erkenntnis zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.

Der Schreibstil ist ruhig, klar und sehr nah am Leben. Ich mochte, dass Schäfer ohne Pathos schreibt, aber trotzdem voller Gefühl. Viele Gedanken sind so treffend formuliert, dass ich sie mir markiert habe. Es geht um Dankbarkeit, Achtsamkeit und darum, im Hier und Jetzt zu leben! Ohne dabei kitschig zu werden.

Auch das Cover ist so so wunderschön: schlicht, aber mit einer Weite, die genau dieses neue Bewusstsein für das Leben widerspiegelt.

Fazit:
Ein Buch, das man langsam liest, um es wirklich zu spüren. „Jetzt gerade ist alles gut“ ist berührend, inspirierend und erinnert daran, dass Glück oft in den kleinen Momenten liegt. Eine klare Leseempfehlung! Nicht nur für Fans von „25 letzte Sommer“, sondern für alle, die sich eine Pause vom Alltag wünschen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Piet1990

Ein Buch voller Herz, Magie und Melancholie

Mr. Saitos reisendes Kino von Annette Bjergfeldt

„Mr. Saitos reisendes Kino“ ist eines dieser Bücher, das man liest und am liebsten gleich noch einmal beginnen möchte. Annette Bjergfeldt erzählt eine Familiengeschichte, die sich über Generationen spannt: von Buenos Aires bis nach Island, und dabei so voller Leben, Verlust, Liebe und Hoffnung steckt, dass man völlig eintaucht.

Ich war sofort vom Cover begeistert: der kleine Papageientaucher mit der Filmrolle im Schnabel, die Farben, die Leichtigkeit, und genau das findet man auch im Inneren wieder. Die Sprache ist bildhaft, fast musikalisch, und man spürt auf jeder Seite die Liebe der Autorin zu ihren Figuren. Besonders berührt hat mich, wie feinfühlig Themen wie Schicksal, Zufall und Neuanfang miteinander verwoben sind.

Die Charaktere wirken lebendig, echt, manchmal wunderbar skurril. Genau das macht den Zauber dieses Romans aus. Trotz der vielen Zeitebenen verliert man nie den Überblick, weil alles elegant miteinander verbunden ist. Die Mischung aus Magie, Melancholie und Wärme hat mich tief berührt.

Fazit:
Ein außergewöhnlich schönes Buch voller Herz und Poesie. Wer Geschichten liebt, die Generationen verbinden, und sich gern in eine Welt zwischen Realität und Traum entführen lässt, wird „Mr. Saitos reisendes Kino“ lieben. Für mich eines der berührendsten Bücher des Jahres!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Piet1990

Dystopisch, aktuell und beunruhigend real

Das Dream Hotel von Laila Lalami

„Das Dream Hotel“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt! Beunruhigend nah an unserer Realität. Laila Lalami entwirft eine Zukunft, in der Träume überwacht, aufgezeichnet und ausgewertet werden. Was wie Science-Fiction klingt, fühlt sich tatsächlich auch erschreckend plausibel an.

Im Mittelpunkt steht Sara, eine scheinbar unauffällige Archivarin, deren Leben plötzlich aus den Fugen gerät.

Sie gerät ins Visier eines Systems, das nicht nur ihre Träume, sondern auch ihre Gedanken zu kontrollieren scheint. Ich fand diese Mischung aus persönlichem Drama, politischem Kommentar und Gesellschaftskritik unglaublich spannend.

Der Schreibstil ist klar und eindringlich. Lalami gelingt es, komplexe Themen wie Überwachung, Freiheit und Identität zugänglich und gleichzeitig poetisch zu erzählen. Besonders beeindruckend fand ich, wie still die Spannung manchmal wirkt. Keine Effekthascherei, sondern ein leises, aber konstantes Unbehagen.

Fazit:
Ein intensiver, kluger Roman über Kontrolle, Angst und Hoffnung. „Das Dream Hotel“ ist nicht nur spannend, sondern auch erschreckend aktuell. Perfekt für alle, die Dystopien mit Tiefgang und gesellschaftlicher Relevanz lieben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Piet1990

Ein Hochgenuss – charmant, witzig und very british!

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code von Richard Osman

Ich liebe, liebe, liebe diese Reihe! Denn auch der fünfte Band hat mich wieder unfassbar begeistert! Elizabeth, Joyce, Ibrahim und Ron sind einfach ein unschlagbares Team. Ihre Mischung aus Witz, Herz und kriminalistischem Spürsinn funktioniert wieder perfekt. Dieses Mal geht es um einen geheimnisvollen Code, eine Hochzeit und natürlich um einen Fall, den nur der Donnerstagsmordclub lösen kann: nämlich auf ihre ganz eigene, liebenswürdige und chaotische Art.

Richard Osman schafft es erneut, Spannung mit feinem britischem Humor zu verbinden. Ich habe oft laut gelacht und gleichzeitig mitgefiebert. Besonders Joyce’ Tagebucheinträge sind wieder ein Highlight – so herrlich trocken und zugleich warmherzig. Auch die Freundschaft zwischen den vier Hauptfiguren berührt mich immer wieder, weil sie zeigt, dass Abenteuer und Lebensfreude kein Alter kennen.

Fazit:
Ein wunderbar kluger, humorvoller und herzerwärmender Roman! Wer britische Krimis mit Herz und Humor liebt, wird hier von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten. Absolute Leseempfehlung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Piet1990

Ehrlich, intensiv – aber nicht immer rund

Beste Zeiten von Jenny Mustard

In „Beste Zeiten“ begleitet man Sickan, die Anfang 20 von ihrer Heimat nach Stockholm zieht. Dort will sie neu anfangen, nach Jahren von Mobbing, lieblosen Eltern und dem Gefühl, nie richtig dazuzugehören. Sie stürzt sich ins Studentenleben, findet Freundinnen, die erste Liebe – und merkt trotzdem, dass die Vergangenheit nicht einfach verschwindet.

Mir hat gefallen, wie ehrlich und direkt Jenny Mustard schreibt. Vieles wirkt schonungslos, ohne dabei übertrieben zu sein. Sickans Zweifel, Ängste und auch ihre Suche nach Zugehörigkeit sind sehr authentisch beschrieben. Manche Szenen haben mich richtig berührt, gerade die Rückblenden in ihre Jugend. Auch das Cover passt für mich sehr gut: modern, auffällig und passend zum Inhalt.

Allerdings fand ich das Buch nicht immer gleich stark. Einige Teile plätschern ein wenig dahin, die Erzählweise ist oft sprunghaft, und manche Nebenfiguren bleiben blass. Vor allem Hannas Rolle hätte für mich mehr Tiefe verdient. Auch bei Sickan gab es Momente, wo ihre Handlungen nicht ganz zu ihrer sonstigen Unsicherheit gepasst haben.

Trotz dieser Schwächen hat mich das Buch überzeugt. Es ist intensiv, nah an der Figur, und fängt das Lebensgefühl Anfang 20 sehr realistisch ein – mit allen Höhen, Tiefen und Unsicherheiten.

Fazit:
Ein ehrlicher Coming-of-Age-Roman, der vieles richtig macht und durch seine Atmosphäre überzeugt. Nicht perfekt, aber definitiv lesenswert – vor allem für alle, die sich für Geschichten über Erwachsenwerden, Selbstfindung und das Gefühl des Andersseins interessieren.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Piet1990

Ein leiser Roman mit Nachhall

Weißes Licht von Eric Puchner

„Weißes Licht“ ist ein Roman, der mich durch seine leisen Zwischentöne beeindruckt hat. Eric Puchner erzählt keine spektakuläre Geschichte, sondern konzentriert sich auf die feinen Brüche im Leben – Freundschaften, Schuld, Loyalität und die Frage, wie sehr uns unsere Vergangenheit prägt.

Gerade Garrets innere Zerrissenheit, sein Ringen mit Verantwortung und alten Fehlern, habe ich als sehr authentisch empfunden.

Der Schreibstil ist zurückhaltend, klar und ohne große Effekte – und genau das macht die Wirkung aus. Vieles bleibt unausgesprochen, und gerade diese Leerstellen regen zum Nachdenken an. Manchmal hat sich das Buch für mich aber auch etwas gezogen; auf über 500 Seiten hätten manche Passagen straffer erzählt werden können.

Das Cover passt in seiner Schlichtheit sehr gut: unaufgeregt, aber aussagekräftig, und auch der Titel „Weißes Licht“ ist treffend gewählt, weil er gleichzeitig Hoffnung, Blendung und Aufdeckung symbolisiert.

Alles in allem ist es ein Roman, der weniger durch Handlung als durch Atmosphäre und Figuren wirkt. Wer schnelle Spannung sucht, wird hier nicht glücklich. Aber für Leser:innen, die sich auf einen stillen, introspektiven Text einlassen möchten, ist „Weißes Licht“ ein Buch, das lange nachklingt.
„Weißes Licht“ ist ein Roman, der mich durch seine leisen Zwischentöne beeindruckt hat. Eric Puchner erzählt keine spektakuläre Geschichte, sondern konzentriert sich auf die feinen Brüche im Leben – Freundschaften, Schuld, Loyalität und die Frage, wie sehr uns unsere Vergangenheit prägt. Gerade Garrets innere Zerrissenheit, sein Ringen mit Verantwortung und alten Fehlern, habe ich als sehr authentisch empfunden.

Der Schreibstil ist zurückhaltend, klar und ohne große Effekte – und genau das macht die Wirkung aus. Vieles bleibt unausgesprochen, und gerade diese Leerstellen regen zum Nachdenken an. Manchmal hat sich das Buch für mich aber auch etwas gezogen; auf über 500 Seiten hätten manche Passagen straffer erzählt werden können.

Das Cover passt in seiner Schlichtheit sehr gut: unaufgeregt, aber aussagekräftig, und auch der Titel „Weißes Licht“ ist treffend gewählt, weil er gleichzeitig Hoffnung, Blendung und Aufdeckung symbolisiert.

Alles in allem ist es ein Roman, der weniger durch Handlung als durch Atmosphäre und Figuren wirkt. Wer schnelle Spannung sucht, wird hier nicht glücklich. Aber für Leser:innen, die sich auf einen stillen, introspektiven Text einlassen möchten, ist „Weißes Licht“ ein Buch, das lange nachklingt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Piet1990