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Rezensionen von praja:

Ich musste mich nicht lange überreden lassen bei dem Thema

Dragon Cursed - Zeig keine Gnade (Deluxe-Ausgabe) von Elise Kova

Dragon Cursed hatte mich natürlich direkt bei Drachen. Ich meine: Drachen, tödliche Prüfungen, eine verfluchte Protagonistin und Slow Burn? Da muss man mich jetzt auch nicht lange überreden.

Ich mochte die Grundidee wirklich sehr und fand die Welt spannend, auch wenn sie für mich nicht ganz an Kovas stärkste Bücher herankommt.

Man merkt schon, dass es ein Auftakt ist, weil vieles erstmal aufgebaut wird und einige Fragen offenbleiben. Trotzdem hatte das Buch durch die Trials, die Gefahr der Dragon Curse und diese ständige Unsicherheit einen guten Sog.

Isola mochte ich als Protagonistin, weil sie nicht einfach nur stark ist, sondern auch Angst hat und trotzdem weitermacht. Die Romance war eher langsam und nicht zu viel, was hier gut gepasst hat. Für mich war es kein perfektes Buch, aber ein sehr unterhaltsamer Auftakt mit Drachen, Spannung und einem Ende, nach dem man Band 2 definitiv braucht.

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Nicht perfekt, aber atmosphärisch richtig stark

Weavingshaw von Heba Al-Wasity

Weavingshaw ist definitiv kein Buch, bei dem man eine schnelle, actionreiche Romantasy erwarten sollte. Die Geschichte ist langsam, sehr atmosphärisch und lebt für mich vor allem von ihren düsteren Gothic-Vibes. Dieses verfluchte Anwesen, die Geheimnisse, die Geister und diese schwere, unheimliche Stimmung haben mich total abgeholt.

Leena mochte ich sehr, weil sie nicht perfekt oder übermächtig wirkt, sondern verletzlich ist, zweifelt und trotzdem weitermacht. Und St. Silas? Ja gut. Morally grey, geheimnisvoll, gefährlich und verschlossen — damit hatte er mich natürlich recht schnell.

Die Dynamik zwischen den beiden ist sehr Slow Burn und passiert eher in kleinen Momenten, Blicken und unausgesprochener Spannung. Das mochte ich total. Trotzdem hat sich das Buch stellenweise gezogen, weil lange nicht wirklich viel passiert und viele Fragen offenbleiben. Nicht perfekt, aber atmosphärisch richtig stark.

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nicht so gut, wie erhofft, aber trotzdem ein geiles Buch

Lucifer Ascending - One Sinful Secret von Marie Niehoff

Ich habe ehrlich gesagt ein anderes Tempo erwartet, weil ich von Marie Niehoff einfach etwas anderes gewöhnt bin. Das Tempo der Geschichte ist wesentlich langsamer als in ihren anderen Büchern, was jetzt aber nicht bedeutet, dass man dafür mehr Worldbuilding bekommt. Das ist etwas, was bei der Autorin irgendwie schon immer ein bisschen weiter hinten stand.

Dafür legt sie ungemein viel Wert auf Charaktere und ihre Beziehungen zueinander. Ich habe nicht nur einmal geweint oder Tränen in den Augen gehabt! Es war so süß, schön und traurig zugleich!

Lucifer ist für mich halt irgendwie auch jemand, bei dem ich schon Bock auf das Buch habe, sobald ich nur den Namen lese. Damit lag hier natürlich schon ein Stein in der Tür. :D Die tragische, düstere Atmosphäre war auch einfach super!

Aber so sehr ich das Buch auch geliebt habe, so sehr hat es sich für mich doch gezogen. Ich habe oft pausiert, weil so lange nicht wirklich etwas passiert ist. Oder besser gesagt: Es hat sich einfach so angefühlt, als würde nichts passieren, weil die Handlung so dahingeschlichen ist.

Sie war trotzdem super und ich war absolut begeistert von den Charakteren. Nicht falsch verstehen! Ich war da deep drin. Aber grundsätzlich war es zuweilen einfach zu langsam, sodass man nicht wirklich ein Gefühl von Action bekommt.

Auch gab es viele Fragen, auf die ich mir früher Antworten gewünscht hätte.

Aber hey: Es kann ja nicht jedes Buch perfekt sein. Ich habe es trotzdem sehr geliebt.

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Hört es lieber als Höhrbuch

Crown of War and Shadow von J. R. Ward

Ich hatte bei Crown of War and Shadow ehrlich gesagt ziemlich hohe Erwartungen, vor allem, weil ich über J. R. Wards frühere Bücher schon so viel Gutes gehört habe. Und der Anfang hat mich auch wirklich erstmal abgeholt.

Den Einstieg fand ich richtig stark. Ich mochte die Protagonistin da sehr gerne, die düstere Atmosphäre war genau mein Ding und ich hatte direkt Lust auf diese Welt.

Es hatte am Anfang dieses schwere, finstere Gefühl, bei dem man denkt: Ja, okay, da kommt jetzt was richtig Gutes.

Leider ist das für mich dann aber ziemlich schnell gekippt.

Was mich am meisten gestört hat, war die Art, wie der große Plot plötzlich ins Spiel geworfen wurde. Auf einmal wird in einer Taverne quasi erklärt, worum es eigentlich geht, und natürlich ist die Protagonistin dann irgendwie die krasse Auserwählte. Für mich kam das viel zu plötzlich. Da gab es vorher einfach keinen richtigen Aufbau, keine Spannung, die sich dahin entwickelt hat, sondern es fühlte sich eher so an, als würde die Handlung plötzlich sagen: „So, jetzt geht’s los, hier ist der Hauptplot, nimm ihn bitte einfach hin.“

Danach wurde es für mich leider nicht besser, weil dann erstmal super lange kaum neue Infos kamen. Ich hatte ständig das Gefühl, auf Antworten zu warten, aber stattdessen zog sich vieles einfach. Dazu kamen für mich sehr lange, verschachtelte Sätze, die das Lesen zusätzlich anstrengend gemacht haben. Irgendwann war ich so raus, dass ich aufs Hörbuch gewechselt bin — und damit war es tatsächlich besser. Als Hörbuch konnte ich der Geschichte deutlich entspannter folgen und fand sie dann insgesamt auch ganz nett.

Auch die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten hat für mich nicht immer richtig funktioniert. Es gab Momente, die spannend hätten sein können, aber oft wirkte die Verbindung zwischen ihnen auf mich eher sprunghaft. Mal war da Spannung, mal Nähe, mal Misstrauen, aber für mich hat sich das nicht immer sauber aufgebaut angefühlt. Ich hätte mir gewünscht, dass ihre Dynamik mehr Raum bekommt und nachvollziehbarer wächst, statt zwischendurch einfach so da zu sein, weil die Geschichte es gerade braucht.

Am Ende hatte das Buch für mich definitiv gute Ansätze: eine tolle düstere Atmosphäre, einen starken Einstieg und eine Grundidee, aus der man viel hätte machen können. Aber die Umsetzung war mir zu holprig, zu langatmig und an manchen Stellen zu sehr aus dem Nichts.

Nach allem, was ich über ihre früheren Bücher gehört habe, hatte ich einfach höhere Erwartungen — und die wurden für mich leider nicht erfüllt.

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Mochte es, aber es war jetzt auch kein highlight

West of Wicked. Folge deinem Verlangen von Nikki St. Crowe

„West of Wicked“ war für mich irgendwie genau das, was ich erwartet habe… und gleichzeitig auch wieder nicht. ????
Man merkt SOFORT, dass das Buch komplett auf Atmosphäre, Spannung und dieses düstere, verführerische Oz-Feeling setzt. Und genau das hat bei mir auch richtig gut funktioniert.

Dieses verfluchte, kaputte Oz hatte stellenweise echt etwas richtig Fiebertraum-artiges und ich mochte total, wie vertraute Elemente aus „Der Zauberer von Oz“ genommen und in etwas deutlich dunkleres verwandelt wurden.
Dorothy ist hier definitiv keine klassische „unschuldige Heldin“ und generell sind die Figuren eher morally grey unterwegs. Dazu kommen verlorene Erinnerungen, Geheimnisse, Machtspiele und natürlich eine ordentliche Portion Anziehung zwischen den Charakteren. Gerade die Dynamik mit dem verfluchten Attentäter hatte schon echt Potential und war für mich mit das stärkste am Buch.
ABER… ich muss auch sagen, dass mir an manchen Stellen etwas Tiefe gefehlt hat.
Die Welt und die Stimmung waren super interessant, aber ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass die Story schneller sein wollte als sie eigentlich schon war. Manche Entwicklungen gingen ziemlich abrupt und emotional hätte da für mich noch mehr drin sein können. Vor allem weil das Setting eigentlich SO viel Potential bietet. Teilweise wirkte es eher wie ein Auftakt, der erstmal Lust auf mehr machen soll, statt wie ein Band, der schon komplett überzeugt. Einige Szenen waren dafür aber wiederum richtig intensiv und haben mich komplett weiterlesen lassen. ????

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meine erwartungen waren einfach zu hoch

Dire Bound von Sable Sorensen

Nach dem letzten Buch, in dem werwölfe drinne vorkamen, was das heir fasts chon ein Highlight xD
Das andere war zwar auch nciht schlecht, aber leider zugestopft mit schlechtem Spice... Sowas mag ich ja gar nciht. Naja, egal, wieder zu dem Buch!
Ich lese in letzte Zeit viel mit einem düsteren Setting und ich glaube ich fühle mich in dieser düsteren Fanatasy Atmosphäre einfach wohl.

Genau das wurde hier auch geboten und hat mich daher direkt sehr gut aufgenommen.

Es geht hier um eine junge Frau, die in eine gefährliche Welt aus uralter Magie und wilden Kreaturen hineingezogen wird, als sie an ein Schicksal gebunden wird, das sie sich nicht ausgesucht hat.

Zwischen Machtkämpfen, dunklen Geheimnissen und einer Verbindung zu jemandem, der ebenso gefährlich wie unwiderstehlich ist, muss sie herausfinden, wer sie wirklich ist – und ob sie bereit ist, den Preis ihrer neuen Bestimmung zu zahlen.

Es war super spannend und atmosphärisch zugleich. BEsonders die Spannung zwischen den Protas hab ich gespürt. Bei Slow Burn Romanzen merke ich die irgendwie mehr als bei Fast Burn und daher auch mal wieder absolut meinen Geschmack getroffen!

Der Anfang war unfassbar start! Ich hätte nach dem doch irgendwie unscheinbaren Cover, was gar nciht mein Fall war, nicht damit gerechnet, direkt so gefesselt zu sein. Danach in der Mitte hat es sich wieder etwas gezogen, wobei ich dazu sagen muss, dass mir das bei einigen Büchern in letzter Zeit vorkommt. Vielleicht brauche ich grad einfach pure Action und kann ein normales Pacing nichtmehr richtig wahrnehmen. Wer weiß... Aber mir kam es auf jeden Fall schwächer vor. Da waren mir einfach zu viele innere Monologe und zu wenig echte Handlung.
Da ist mir auch besonders aufgefallen, wie Naiv Maryn einfach ist... Und auch wie... austauschbar (?) die Nebencharaktere sind. Es ist unfassbar traurig, wenn ein Buhc quasi nur auf Protas aufbaut und alles ringsrum zu wenig ausgebaut wird.
Vor allem wenn da so viel Potential ist.
Das wurde mir vor allem auch evrdeutlichst, weil das Buch ja damit beworben wird, dass es ein aufregendes Leseerlebnis für alle Fans von Hunger Games und Fourth Wing ist. Ich muss sagen, hochgeschraubte Erwartungen sind nie richtig gut. Wenn man zu viel erwartet, reagiert man zu viel auf kleinigkeiten, die nciht der erwartung entsprechen... Und manchmal fällt es mir schwer aus einer Bewertung diese verzogene Wahrnehmung zu differenzieren.

Aber es war trotzdem echt gut udn das lesen wert! Aber geht bitte mit realistischen Erwartungen an die Sache ran!

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Piraten Yoho!

Nightweaver von R. M. Gray

Es geht hier um eine junge Frau, die zwischen zwei Welten gefangen ist: einer brutalen, gesetzlosen Piratenvergangenheit und einer gefährlichen Welt aus Macht, Intrigen und dunkler Magie.

Als ihre Vergangenheit sie einholt, muss sie sich nicht nur gegen äußere Feinde behaupten, sondern auch gegen die Schatten in sich selbst – und entscheiden, wem sie trauen kann, während Verrat und verborgene Kräfte ihr Schicksal bestimmen.

Dinge die ich besonders geliebt habe waren der angenehme Schreibstil und das einfach unfassbar geile Setting! Ich meine...Oh mein Gott! Piraten? Hab so lange ncihts mit Piraten gelesen und war einfach verliebt! :D
Hab so ein bisschen Fluch der Karibik Vibes bekommen :D
Cool war auch dass man direkt mitten im Geschehen startet und nicht erst 100 Seiten Einleitung durchleben muss!
Tja... ansonsten... Ich will halt nciht spoilern :D
Also die Charaktere sind nice, es ist recht düster gehalten in der Atmosphäre und ich mags, dass die Protagonisstin stark ist. Weinerliche Protas nerven so unfassbar dolle!

In der Mitte vom Buch hat es dann kurz mal nachgelassen, da ist leider einfach viel zu wenig passiert... Sonst echt super!
Ich hätte das Buch vom Cover her ja nie gekauft, weil es zwar hübsch aussieht, aber mich einfach nicht wirklich angesprochen hat im Laden... Hätte es meine beste Freundin nicht als Buch für eine Verlosung auserkoren gehabt, wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, mir das auch mal anzuschauen :D

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habs so geliebt!

The Ordeals von Rachel Greenlaw

Richtig geiles Dark Academia Buch! Habs sehr geliebt!
Hab das Buch echt lange nachdem ich die Leseprobe und den Klappentext gelesen hatte gekauft und ein bisschen vergessen um was es ging. Das Cover hat mich dahingehend leider ncihtmehr aufgeklärt, daher war ich etwas überrascht beim Lesen, aber ich habs wirklich sehr geliebt.

Es war unfassbar spannend und ich hab mich in keiner Minute gelangweilt! Tögliche Prüfungen, Rivalitäten und was ich besonders liebe: Slow Burn! In dem fall Rivals to lovers, was leider hinter enemies to lovers etwas dahinter steht, aber was ich definitiv mit forbidden love gleichstellen würde. Liebe das Trope einfach!
und ich finde, wenn es rivalen oder feinde sind, dann darf es einfach nciht schnell gehen! genau das war hier gegeben! ich fand es richtig spannend und nicht übertrieben spicy! es hat einfach wunderbar gepasst!
sehr sehr verliebt!

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düster und atmosphärisch

Vesselless - Mein verräterisches Herz von Cortney L. Winn

Also vorweg, ich mochte das Buch. Ich mochte die innere Zerrissenheit der Prota. Sie war für mich greifbar, auch wenn sie zwischendurch echt nervig war, weil diese emotionale Schiene etwas zu weit getrieben wurde :D
Wir haben also einen schönen Schreibstil, ein düsteres Setting, was voll mein Ding ist und eine Protagonistin, die greifbar, aber zwischendurch etwas übertrieben ist.

Das größte Problem an dem Buch ist finde ich aber das Erzähltempo... Ich hab mich manchmal durch Seiten quälen müssen, weil echt wenig passiert ist. Und so schön ein Buch auch geschrieben ist, wenn der Plot nicht richtig vorran geht, dann nervt das.
Ich finde auch, dass genau dieses gestreckte oft dafür gesorgt hat, dass ich den Faden verloren hab. Ich hab viele Pausen beim Lesen gemacht und irgendwie war dann manches nciht so richtig nachvollziehbar.
Vermutlich wäre das in einem schnelleren Tempo vermeidbar gewesen und mir liegt das halt auch einfach nciht, wenn es so langsam im Tempo ist, daher will ich das jetzt mal nicht so sehr ins Gewicht fallen lassen.
Allgemein fand ichs gut. Ich mag den Schreibstil, die emotionale Tiefe, das Setting und die Idee dahinter.
Sehr solide, aber definitiv kein Highlight!

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Damit kann doch jetzt nicht ernsthaft das Buch enden????

Empire of Whispers and Shadows von Ursa Jaumann

Es gibt Enden, nach denen man genervt ist, Enden, nach denen man gelangweilt ist, Enden, die befriedigend sind und bei denen man gemütlich auf Folgebände warten kann, und dann gibt es das: Enden, die einem komplett den Boden unter den Füßen wegziehen!

Erstmal kurz zum Inhalt des Buches.
Saya durchläuft im Haus des Flüsterns und der Schatten eine Ausbildung zur Assassine des Gottkaisers.

Irgendwann möchte sie frei sein und sich an denen rächen, die ihr Leben zerstört haben. Denjenigen, die ihre Eltern getötet haben, die, die sie in die Prostitution gezwungen haben und die, die ihr auch danach noch Unrecht getan haben. Ihre Liste ist lang und direkt an erster Stelle steht der Name des Jungen, der damals seinem Vater verraten hat, dass ihre Eltern noch an die alten Götter glaubten. Das war ihr Todesurteil.
Doch genau dieser Junge lässt sich, wie sie, zum Assassinen in einem anderen Haus ausbilden und für die Prüfungen bekommt sie ihn als Partner zugewiesen.

Ich bin so unfassbar begeistert gewesen vom Setting. Ich liebe ja historisch asiatische Settings! Eigentlich hätte das schon gereicht, um mich von diesem Buch zu überzeugen. Aber dann noch Enemies to Lovers, Slow Burn, verborgene Kräfte und geheime Identitäten. Hach, ich bin hin und weg.

Das Worldbuilding war gut. Da ich mich im historisch-asiatischen sehr Zuhause fühle, fiel es mir leicht, mich einzufinden und ich glaube auch jemand, der hier nicht so zuhause ist, wird ausreichend im Bilde sein.
Statt in umfangreichen Beschreibungen, der Umgebung hängen zu bleiben, wird wirklich viel Fokus auf die Beiden gelegt - auf ihr Zusammenarbeiten und auf ihre Gefühle, die sich im Laufe des Buches ändern.

Saya ist eine starke Protagonistin, die kämpfen kann und die auch durchaus bereit ist zu morden. Das Problem ist, dass sie sich oft selbst gefangen in den Erinnerungen an ihre Vergangenheit wiederfindet und ohne Teno, der sie aus ihren Schock-Starren oder aus ihren Traumata reißt, wäre sie vermutlich das ein ums andere Mal gestorben.
Sie ist keine geborene Assassine, ihr Herz ist zu weich und trotzdem kämpft sie und gibt ihr Bestes. Das macht sie manchmal anstrengend, aber gibt ihr meiner Meinung nach auch viel Tiefe. Was ihre Geschichte angeht ist das Buch definitiv kein schönes Setting. Sie hat viel durchgemacht und das wird auch gezeigt.
Teno hingegen wandelt sich vom eiskalten Killer zum „touch her and die“-Book-boyfriend. Sein Wandel war für mich am stärksten, da ich ihn Anfangs tatsächlich nicht leiden konnte und er auch aus seiner Sicht heraus eben tatsächlich der war, für den Saya ihn gehalten hat.
Seine Hintergrundgeschichte haben viel erklärt und ihn mir näher gebracht. Ich konnte ihm nicht so schnell verzeihen, wie Saya, aber das war ok, weil die Momente zwischen den beiden einfach unfassbar schön waren. Die körperliche Anziehung, die sie auf ihn ausgeübt hat, hat sich zu etwas unfassbar Echtem und Schönen entwickelt. Hab diese Momente zwischen ihren sehr geliebt.

Was den großen Plot der Handlung angeht war ich etwas zwiegespalten. Ich mochte den Gedanken der Handlung und ich glaube das Setting bietet noch Raum für gute Fortsetzungen. Es wurde ein riesen Plot aufgeworfen und wir befinden uns erst am Anfang.
Alte Götter, Auserwählte, die von den Göttern gesegnet sind und ihre Kräfte lenken können und einen Herrscher, der besessen ist von Macht.
Das Problem am Storytelling in dem Bezug war aber leider, dass man von all dem immer nur am Rande etwas mitbekommt, bis es am Ende dann eskaliert.
Man hat immer so Häppchen hingeworfen bekommen und wurde zwischendurch mit Zwischenmenschlichem und mit den Missionen abgelenkt, aber so 100% befriedigend fand ich das im Nachgang nicht.
Ich hatte am Ende das Gefühl, dass die Story wesentlich kürzer gewesen wäre, wenn einer der Key Charaktere vor Beginn der Story einfach mehr Wissen an Saya vermittelt hätte.
Und dieses Gefühl frustriert mich irgendwie. Ich weiß jetzt gar nicht, wofür das Alles gut war. Sie wurde anscheinend auf eine Aufgabe vorbereitet, die sie jetzt noch nicht angehen soll. Aber wieso? Wollte man sie in der Rolle des Assassinen des Gottkaisers, weil sie nur dort ihre Bestimmung erfüllen kann? War das nur nötig, um sie entsprechend zu trainieren? Aber wäre das nicht auch anders gegangen?
Das sind so Grundlegende Fragen, die für mich irgendwie nicht so richtig geklärt wurden.

Das Buch war unterhaltsam und toll und der Wandel der Beziehung der Beiden und das Setting haben mich absolut in ihren Bann gezogen, aber ich hab das Gefühl, dass ich erst im nächsten Band wirklich Antworten bekommen werde und das finde ich bei so Grundlegenden Sachen irgendwie schade.

Achso und noch ein kurzer Hinweis. Das Buch ist nicht Spicy. Definitiv nicht, aber es gibt auch eine explizite Szene und ist dadurch vermutlich nicht das geeignete Jugendbuch. vor allem auch nicht, weil Themen wie Misshandlung und Prostitution offen thematisiert werden und die Schäden, die man durch solche Erfahrungen davon trägt, nicht versteckt werden.

Was das Ende angeht … naja … da die Beziehung der Beiden so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, war fast schon klar, dass das Buch mit einem Cliffhänger genau in dem Bezug enden musste x.x
Also ja, die Action davor und der Wandel der Hauptstory waren krass und so, aber der letzte Satz des Buches, die letzte Aufgabe … ich glaub, ich bin beim Lesen gestorben!

Und jetzt muss ich soooo lange auf Band 2 warten!!!

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