Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Von Kongo nach London
Wohin du auch gehst von Christina Fonthes
Wohin du auch gehst ist der erste Roman von Christina Fonthes.
Er führt uns von Kinshasa in Kongo über Paris nach London.
Es ist eine interessante Familiengeschichte.
Der Geruchssinn wird auch angesprochen. Meistens waren es angenehme Düfte.
Es wird hauptsächlich von zwei Frauen erzählt.
Ab den 1980er Jahren erfahren wir Miras Lebensgeschichte. Sie muss einiges Ertragen. Der Vater ist Politiker, da wird immer wieder betont, ja keine Schande über die Familie zu bringen. Dabei sollten andere darauf achten.
Dann kommt Bijoux, die nach London zu ihrer Tante Mira verfrachtet wird, ohne große Erklärungen. Mira ist jetzt in einer Sekte, ziemlich fragwürdig..
Die Autorin erzählt mit klarer Stimme und fesselnd diese Geschichte. Sie kann gut schreiben, da muss ich mir den Namen merken.
Ich war von Anfang bis Ende gefesselt.
Empfehlenswert.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Verlust und Heilung
Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly
Der Fischer Joseph rettet nach einen Sturm einen Jungen, der am Strand angespült wird. Er bringt ihn zum Pfarrhaus. Dort kann der Junge nicht bleiben und so kommt es, dass Dorothy, die vor zwanzig Jahren in einer Sturmnacht ihren Jungen an das Meer verloren hat, diesen zu sich nimmt. Kurioserweise sieht das fremde Kind aus wie ihr Sohn.
Das bleibt auch im Dorf nicht unbemerkt und führt dazu, dass die Vergangenheit wieder lebendig wird.
Die Geschichte handelt auf zwei Zeitebenen „Damals“ und „Jetzt“ und auch die Perspektive wechselt immer wieder. Dadurch ergibt sich ein umfassendes Bild der Dorfbewohner, der eingeschworenen Gemeinschaft, in der geklatscht und getratscht wird.
Es geht um verpasste Chancen, Trauer, Verlust und Neubeginn. Durch den angespülten Jungen werden in Dorothy Erinnerungen wach und sie beginnt damit, das was sie über Jahrzehnte verdrängt hat, zu verarbeiten. Aber es geht nicht nur um Dorothy, sondern um das Leben eines ganzen Dorfes, in dem es Dorothy als Fremde nicht leicht hatte.
Der kleine Junge ist in mehrfacher Hinsicht ein Geschenk. Durch ihn ändert sich die Dynamik im Dorf und sein Auftauchen sorgt dafür, dass die Vergangenheit aufleben kann, um im Anschluss für Heilung zu sorgen.
Rezensionen von kabo16:
Unter jedem Dach ein Ach!
Schattengrünes Tal von Kristina Hauff
Ein kleiner Ort im Schwarzwald, Wald rund herum und ein schattengrünes Tal in dem ein altes Hotel liegt. Können sie sich das vorstellen?
Gäste, die schon seit vielen langen Jahren hier ihren Urlaub verbringen. Nun sind langsam alle in die Jahre gekommen. Renovierung des alten Gemäuers gleich null.
Als nun im Spätherbst die Heizung ausfällt und ein merkwürdiger Gast anreist, fängt die Geschichte an.
Die Fremde, Daniela Arnold, reist ohne Gepäck an, stört sich an den Bedingungen überhaupt nicht und behauptet eine Auszeit zu brauchen.
Carl, der alte Besitzer führt das Haus zusammen mit seiner Geliebten Margret. Carls Frau liegt schon lange im Pflegeheim.
Lisa, die Tochter der Besitzer kümmert sich, neben ihrer eigenen Familie aufopfernd um alles, ohne Rücksicht auf sich selbst.
Man sagt ja immer: Unter jedem Dach ein Ach! Hier schleppt jeder sein Päckchen mit sich herum. Schuldgefühle, Abhängigkeit, andere Erwartungen, Angst usw. Meisterhaft beschrieben von der Autorin.
Es ist der dritte Roman, den ich von Kristina Hauff lese, und meiner Meinung nach ist dies ihr bester. Warum? Weil hier zu ihren einfühlsamen Personenbeschreibungen noch die Spannung hinzu kommt.
Rezensionen von Anndlich:
Mondwind
Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben von Johan Rundberg
Stockholm, 1880: Ein starker Winter hat die Stadt fest im Griff. Die Tage sind eiskalt und nicht nur das Essen wird immer knapper, sondern auch die Holzvorräte. Die 12-jährige Mika kämpft mit den anderen Kindern des Waisenhauses ums Überleben und dann wird mitten in der Nacht auch noch ein Neugeborenes abgegeben.
Wenig später geschieht ein Mord, der einer Mordserie aus dem letzten Jahr ähnelt, doch der Schuldige wurde längst hingerichtet. Der ermittelnde Kommissar Valdemar Hoff spürt eine Verbindung zu dem Neugeborenen und möchte unbedingt mit Mika reden. Er erkennt schnell ihre besondere Beobachtungsgabe und nimmt ihre Hilfe an. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Nachtraben!
Der Ruf des Nachtraben von Johan Rundberg ist der erste Band der historischen Kinderkrimireihe Mika Mysteries. Der Autor schafft es direkt zu Beginn, eine unfassbar düstere Atmosphäre zu erschaffen, die einen in den Bann zieht. Die Kälte des Winters, die Dunkelheit der Taten und die Tristesse des Waisenhauses werden unfassbar gut transportiert und machen den Roman zu etwas ganz besonderem. Obwohl das Buch wirklich düster ist, wirkt es nicht aufgesetzt, sondern der Zeit und den Gegebenheiten entsprechend und wenngleich die Stimmung eher bedrückt ist, sorgt Mika durch ihre Art immer wieder für gute Laune. Das Gespann aus Kommissar Valdemar Hoff und ‚Lumpenfräulein’ Mika ist absolut untypisch und wirkt gerade in Betracht der Zeit ungewöhnlich, aber dadurch auch super originell.
Das Rätsel um den Nachtraben ist spannend, die Ermittlungen des außergewöhnlichen Gespanns interessant und zur Auflösung hin nimmt das Tempo auch nochmal ordentlich zu. Das Buch schließt mit dem Fall ab und dennoch bleiben ein paar Fragen offen, die ganz gespannt auf den nächsten Teil warten lassen.
Der Ruf des Nachtraben wird Kindern ab 10 Jahren empfohlen. Ich würde sagen, dass es durchaus auch Kinder gibt, die das Buch eher lesen können und andere wiederum später. Die düstere Atmosphäre wird u.a. durch Themen wie Tod, Armut, und Gewalt erzeugt, also durchaus lebensnahe Themen, die Kinder unterschiedlich stark wahrnehmen und daher eine ganz individuelle Empfindung sind.
Rezensionen von rewareni:
Ich vertraue dir!
Seelenschwur von Andrea Revers
Vlat, der Läufer, möchte nach seinen letzten Abenteuern endlich zur Ruhe kommen und die verbleibenden Seelenschulden von Schang und Franka begleichen. Doch kaum glaubt er endlich seinem Ziel nahe zu sein wird er entführt, wo er für ein Pharmakonzern als Versuchsobjekt ausgenützt wird. Obwohl er von seiner Vertrauten Hanna schon lange nichts mehr gehört hat spürt diese, dass sie ihn suchen muss.
Mithilfe ihrer Freundin Lus gelingt es ihr in seine Nähe zu kommen um ihm zu helfen. Doch es gibt viele Gegner, die alles daran setzen um es zu verhindern und ein verbitterter Kampf um Leben und Tod beginnt.
,, Seelenschwur - Die Erlösung“ schließt nahtlos an den ersten Band ,, Seelenschwur - Das Erwachen“ an, wo die Autorin Andrea Revers eine spannende Fortsetzung geschrieben hat.
Man begegnet alten Bekannten wie Schang, der unbändig und wild erscheint und nur mit aller Kraft von Vlat zurückgehalten werden kann und auch Franka, die neu in seiner Seele ist und immer wieder der ruhende Pol ist und zu jeder Zeit die Übersicht behält.
Schön war auch wieder die Vertraute Hanna zu erleben, wie tief mittlerweile die ,,Beziehung“ wischen ihr und Vlat ist und im Grunde jeder bereit ist sein Leben für den anderen einzusetzen.
Besonders interessant waren die Ereignisse im Versuchslabor wo man gesehen hat, dass für manche Menschen Ethik, Moral und Empathie nur zu einem gewissen Grad gelten, wenn es um Erfolge und wissenschaftliche neue Errungenschaften geht.
Auch wenn Vlat kein Mensch ist, hat er sich im Laufe der beiden Romane viele menschenähnliche Verhaltensweisen und Gedanken angeeignet wo er froh ist, dass er Hilfe erhält, wo es für ihn Grenzen gibt und es zum Glück auch Menschen gibt, die seine Art beschützen wollen.
Es ist ein gefühlvoller und berührender Roman wo es um Machtmissbrauch, Geltungssucht aber auch um Hoffnung und Vertrauen geht und den Wunsch, einfach in Frieden leben zu können, selbst wenn man anders ist.
Rezensionen von ReiShimura:
Wunderheilung durch Nahrungsergänzungsmittel
Was die Seele essen will von Julia Ross
Durch gezielte und vor allem ausgewogene und richtige Ernährung sein seelisches Gleichgewicht finden klang (fast) zu gut, um wahr zu sein. Da die Hoffnung aber bekanntlich zuletzt stirbt habe ich mich darauf eingelassen und wurde leider enttäuscht.
Dabei hat alles recht gut angefangen. Julia Ross erklärt eindrücklich und in verhältnismäßig einfach Worten die Zusammenhänge zwischen einem Nährstoffmangel bzw.
einem Mangel an essenziellen Aminosäuren und seelischen Problemen. Recht schnell kommen aber die ersten Tabletten und Nahrungsergänzungsmittel ins Spiel. Dies allein hätte mich noch nicht abgeschreckt, wenn es auch nicht das war, was ich mir eigentlich von diesem Buch erwartet habe. Äußerst irritiert haben mich die von der Autorin gebrachten Beispiele aus ihrem Klinikalltag. Egal welcher Patient oder welche Patientin zu ihr kam, unabhängig davon welche Krankheiten oder Beschwerden diese hatten und wie lang sie bereits anderweitig in Behandlung waren, eine Tablette von Julia Ross und sie waren innerhalb von 15 Minuten „geheilt“. Für mich klingt das alles zu sehr nach Wunderheilung und es ist allzu reißerisch formuliert, als das ich dem ganzen ohne Beweise glauben könnte.
Die biochemischen Vorgänge die Julia Ross in ihrem Buch beschreibt, fand ich aber äußerst interessant und vieles davon war mir bis dato nicht bekannt. Ich habe auf jeden Fall einiges dazulernen können. Allerdings habe ich auf Grund des Titels und der Beschreibung des Buches vermutet, dass der Hauptfokus des Buches auf der richtigen Ernährung liegt, um seelische Probleme in den Griff zu bekommen. Dies ist aber leider nicht der Fall. Es gibt zwar ein kurzes Kapitel über Ernährung und auch einige Vorschläge für Speisepläne und die dazugehörigen Rezepte. Diese macht aber nur einen winzigen Teil des Buches aus.
Des Weiteren habe ich so meine Probleme mit den Lebensmitteln, die die Autorin empfiehlt. Das sie Zucker und Weißmehlprodukte verteufelt kann ich ja noch verstehen und nachvollziehen. Die riesigen Mengen an Fleisch und tierischen Produkten, die sie empfiehlt, gegen aber gegen jede Empfehlung zu gesunder und ausgewogener Ernährung, die ich jemals gelesen habe. Wenig verwunderlich das Menschen, die eine vegetarische oder vegane Ernährung bevorzugen bei ihr überhaupt nicht gut wegkommen und man beim Lesen das Gefühl bekommt, dass diese ohne die von Ross empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel dem Untergang geweiht sind. Als sie dann auch noch erwähnte, dass manche Vegetarier Huhn essen, habe ich endgültig an ihrer Kompetenz zu zweifeln begonnen.
Der Schreibstil der Autorin ist mehr als reißerisch und durch die immer wiederkehrenden Wiederholungen von vielen Aussagen und Hinweisen, hat man nach einer gewissen Zeit das Gefühl, dass man unbedingt und sofort alle der vorgeschlagenen Mittel bestellen und nehmen muss. Hier würde ich wirklich mit Bedacht vorgehen. Die Zusammenhänge die Julia Ross erklärt haben sicher ihre Gültigkeit, dennoch würde ich jedem davon abraten ohne Konsultation eines Arztes auch nur irgendeines der von ihr beschriebenen Mittel zu nehmen. Abgesehen davon, das vieles in Deutschland oder Österreich sowieso nicht freiverkäuflich am Markt erhältlich sind. Allein diese Tatsache sollte einem zu denken geben.
Rezensionen von Lese:
Wie spannend kleine Ökosysteme sein können
Im Schatten von Giganten von Jasmin Schreiber
Das Sachbuch „Im Schatten von Giganten“ von Jasmin Schreiber widmet sich den oft übersehenen und eher unbeliebten kleinen Lebewesen wie Insekten, Spinnen, Asseln, Pilzen, Mikroorganismen usw. Die Autorin zeigt, wie vielfältig und faszinierend das Leben in kleinsten Ökosystemen ist, wir werfen u.
a. einen Blick in Moose, unter Steine, in Totholz, in Blüten und Pfützen. Jedes Kapitel befasst sich mit einem solchen Lebensraum und es gibt spannendes Hintergrundwissen. Dieses ist leicht verständlich geschrieben, informativ und interessant. Für ein Sachbuch ist es sehr unterhaltsam, liebevoll und lebendig erzählt. Die Fotos sind ausdrucksstark und beeindruckend.
Das Buch verändert den Blick auf die Natur und regt zum bewussteren und achtsamen Wahrnehmen der Umgebung an. Man kann die Begeisterung und Liebe der Autorin für die kleinen Tiere spüren.
Es ist ein toller und lehrreicher Lesespaß für alle Altersgruppen, und auch eine schöne Geschenkidee. Man kann auch einfach nur die schönen Naturaufnahmen genießen.
Rezensionen von nessabo:
Ein fein beobachteter, stiller Roman über Selbstfindung - mit all ihrem Schmerzhaften und Schönen
Blaue Tage von Tatjana von der Beek
Als ich gelesen habe, dass es bei „Blaue Tage“ eine queere Storyline gibt, war ich sehr vorfreudig auf den Roman. Und er hat mich mit seiner stillen Beobachtungsgabe auch überzeugt, obwohl vielleicht besser vor der Lektüre klar sein sollte, dass es sich hier nicht um ein dramagetriebenes Werk handelt.
In diesem Kammerspiel befinden sich die beiden Schwestern Leo und Emma zusammen mit ihren Partnern und ihrem Vater 10 Tage lang auf einem Katamaran (ja, ich musste googeln, wie so etwas aussieht). Während der Vater in den vergangenen zwei Jahren eher mit Abwesenheit glänzte und die Beziehung zu seinen Töchtern entsprechend auf wackeligen Beinen steht, haben Leo und Emma ganz andere private Hürden, die sich zudem gegenseitig verstärken. Emma möchte nämlich unbedingt ein Kind mit Onur, doch scheint es nicht zu klappen. Karl wiederum möchte ein Kind mit Leo, deren innere Entwicklung wir als Lesende direkt miterleben dürfen.
Es kracht nicht in diesem Roman, die Konflikte sind unterschwellig, werden jedoch zeitnah adressiert. Gerade auch das Innenleben des Vaters hat mich überzeugt. Wer großes Familiendrama sucht, wird hier nicht fündig. Stattdessen beobachtet der Roman sehr fein die Dynamiken innerhalb von Familien und Beziehungen. Das macht ihn eher leise und das Lesen vielleicht etwas langsamer, doch eben auch sehr lebensnah.
Leo empfand ich als eine so unglaublich authentische Figur in ihren Reflexionen zur Kinderfrage und der eigenen Sexualität. Dank so mancher popkulturellen Referenz könnten wir nämlich denken, dass ein inneres Coming-Out mit einem großen Knall passiert, dabei ist es oft so viel subtiler und auch durchaus von ambivalenten Gefühlen begleitet. Auch die eigene Entscheidung zu Kindern, insbesondere eine gegen sie, wird wohl in den seltensten Fällen leichtfertig gefällt. Ich habe Leos Emotionen regelrecht greifen können und denke, dass der Roman gerade auch für Late Bloomers richtig heilsam sein kann.
Was mich beim Lesen etwas angestrengt hat, waren die Fachbegriffe zu Booten und zum Segeln. Ein kleines Glossar am Ende hätte mir hier gut gefallen, da es schon recht viel Raum einnimmt. Außerdem lebt die Geschichte durchaus relevant von ihren Leerstellen, die wir entweder selbst füllen oder akzeptieren müssen. Und nicht zuletzt hätte ich die Skipperin Alex gern noch etwas vielschichtiger kennengelernt - aber sie gehört natürlich auch nicht zur zentralen Familie, wenngleich sie auch eine enorm wichtige Rolle spielt.
Abgesehen davon ist „Blaue Tage“ ein sensibler, kurzer Roman über das Finden des eigenen Weges fern von gesellschaftlichen Normen und Erwartungen.
Rezensionen von clematis:
Bergholm und Manner
Gerächt sein sollst du von Kaisu Tuokko
Ein Siebzehnjähriger wird tot im Meer vor Kristinestad aufgefunden, es könnte sich um Selbstmord handeln, da der Schüler ein Einzelgänger gewesen und gemobbt worden ist. Kriminalkommissar Mats Bergholm leitet die Ermittlungen, wobei er auf seine Jugendfreundin, die Journalistin Eevi Manner trifft.
Lebendig und bildreich schildert Kaisu Tuokko das Geschehen, die detaillierte Beobachtung von Mensch und Tier steht hier im Vordergrund. Auch viele persönliche Einzelheiten rund um Mats und Eevi prägen diesen Roman und drängen den Kriminalfall mitunter in den Hintergrund. Obwohl ich Privates grundsätzlich gerne mag, um die Figuren (insbesondere bei einer Serie) besser kennenzulernen, ist es hier mit Eevis Problemen fast schon ein bisschen zu viel. Vom Schreibstil her liest sich die Handlung flüssig, lediglich an einzelnen Stellen wirken die Dialoge eher hölzern als authentisch. Geschickt gewählt sind die Kapitel mit ihrer Kürze und die ab und zu eingestreuten Tagebucheinträge, welche die Spannung steigern, aber noch nichts verraten.
Sehr gut gelungen sind der Aufbau der Geschichte und die schrittweise Annäherung an die Wahrheit, die Hintergründe, welche einen Todesfall nach sich gezogen haben. Die Kulisse einer Kleinstadt, wo jeder jeden kennt, ist passend gewählt, dennoch will niemand etwas Näheres wissen, das den Polizisten Max Bergholm und Line Bäckström weiterhilft. Dafür erhält Eevi Manner einen wichtigen Hinweis. Am Ende geht es dann Schlag auf Schlag, eine logische Auflösung wird präsentiert.
Interessante Themenkomplexe, eine eingehende Betrachtung zwischenmenschlicher Beziehungen und einfühlsame Hauptfiguren, die Ursachen suchen und sie auch verstehen wollen – ein schöner Auftakt für eine neue Krimireihe.
Rezensionen von gerlisch:
Wenn Hexen hexen
Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1 von Kristen Ciccarelli
Rune führt ein gefährliches Doppelleben. Tagsüber ist sie als reiche feine Dame unterwegs, doch nachts wird sie zum roten Nachtfalter um gefangene Hexen zur Flucht vor dem sicheren Tod zu verhelfen. Gideon Sharpe ist der Kommandeur der Blutwache und will dem Nachtfalter unbedingt die Flügel stutzen.
Um an wichtige Informationen zu gelangen, will sie Gideon verführen, doch dies ist für sie ein gefährliches Spiel, denn er hat Rune längst in Verdacht.
Mit einem flüssigen Schreibstil schafft die Autorin hier eine atmosphärisch dichte und düstere Stimmung mit magischen Elementen die lebendig beschrieben sind, sodass man gut in die magische Welt der Hexen eintauchen kann.
Die Charaktere sind vielschichtig und entwickeln sich im Verlauf der Geschichte auf eine interessante Weise. Gideon Sharpe nach außen stark, aber wegen seiner Herkunft und Vergangenheit unsicher und sensibel. In seinem Inneren gibt es nur Wut, Trauer und Scham. Rune Winters lebt eine Lüge, sie ist für die Gesellschaft eine oberflächliche adelige Tratschtante, doch das ist nur ihre Tarnung. In Wirklichkeit ist sie sehr empathisch und mutig und mit ihrem Einsatz, andere Hexen vor dem Henker zu retten, eine Heldin mit Herz. Und dann ist da noch Adam, Gideons Bruder, er ist eine absolute Green Flag und eine absolut herzensgute Figur.
Die Story punktet mit einer gut durchdachten Handlung und zahlreichen interessanten Wendungen. Beliebte Tropes wie „forbidden love“, „haters to lovers“ und „triangle love“ sorgen für emotionale Tiefe und eine fesselnde Liebesgeschichte. Ein äußerst fieser Cliffhanger am Ende des Buches macht neugierig auf die Fortsetzung der Dilogie.
Ein wirklich gelungener Reihenauftakt, ich kann das Buch jedem empfehlen, der magische, romantische und spannende Geschichten mag.











