Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nessabo:

Eines der besten und unterhaltsamsten Hörbücher!

Single Mom Supper Club von Jacinta Nandi

Jacinta Nandi kannte ich zuvor nur von ihren kurzen Texten im Missy Magazine, die ich bereits sehr mochte. Und das Hörbuch zu „Single Mom Supper Club“ ist wirklich eines der besten, die ich je gehört habe! Britta Steffenhagen ist eine fantastische Sprecherin, die es wie kaum eine andere geschafft hat, den vielen Single Moms einen Charakter zu verleihen.

Ihr Einsatz von Akzenten und Stimmvarianz ist schlicht bemerkenswert. Ich kann immer schwer einschätzen, ob mir das Buch beim Lesen genauso viel Freude bereitet hätte, aber das Hörbuch war ein absoluter Genuss!

Nandi hat hier eine episodenhafte Satire geschrieben, die einige Wahrheiten enthält - ohne diese aber je klar auszuformulieren. Die Perspektiven der kurzen Kapitel wechseln zwischen den verschiedenen Müttern, der grundlegende Ton bleibt aber vergleichbar. Die Autorin ist einfach witzig und das schlägt sich in ihren Figuren nieder. Die Frauen geraten über diverse Themen auf eine trockene, nüchterne und zugleich ernsthafte Art aneinander, die ich äußerst unterhaltsam finde.

Themen wie Rassismus, inklusive Sprache, AfD im Osten sowie Ostfeindlichkeit, Ungleichheit bei Care-Arbeit, das deutsche Steuersystem, Klassismus und natürlich Feminismus spielen eine Rolle. Manche Aussagen sind klar, aber meistens bleibt das endgültige Urteil den Lesenden vorbehalten. Einige Szenen darf mensch auch wirklich nicht so ernst nehmen (Ist ein bisschen Koks okay, wenn die Mutter gerade auf ihre Kinder aufpasst?), denn Nandi arbeitet oft mit einer extremen Überspitzung. Für mich war immer klar, wie ich die Szenen zu verstehen habe, sodass mich die skurrile Ernsthaftigkeit ihrer Figuren in diesen Situationen oft hat schallend lachen lassen.

Ich finde nicht, dass der Roman den Anspruch hat, besonders gesellschaftskritisch zu sein. Auf einige Dinge weist die Autorin mit ihrer ironischen Art auf jeden Fall hin, doch ich verstehe die Geschichte vor allem als äußerst unterhaltsame, kurzweilige Impulsgeberin. Und über so einige Dinge können wir schließlich nur noch lachen, weil wir sonst über sie weinen müssten. Große Empfehlung für diesen Roman und seine Autorin!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nessabo

Rezensionen von nessabo:

Psychologisch fesselnd und sehr unterhaltsam

Schattengrünes Tal von Kristina Hauff

Ich mag Filme wie „Nur ein kleiner Gefallen“ und „Gone Girl“ recht gern, weil ich in meinen Vermutungen gern überrascht werde. Literarisch fällt „Schattengrünes Tal“ für mich in die gleiche Kategorie, an der es sicher auch Grundlegendes zu kritisieren gibt, die mich aber einfach gut unterhält.

Das Buch hat mich gepackt und ich hatte endlich mal wieder einen richtigen Lese-Flow.

Die Autorin wird auf dem Klappentext als „Meisterin des psychologischen Kammerspiels“ betitelt und ich würde mich dem anschließen. Die Geschichte hat mich mit ihren wechselnden Perspektiven, teils rasant im Tempo, absolut getrieben und ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen. Dass wir hier, wie auch in den vergleichbaren Filmen, eine unheimliche und irgendwie verquere Frauenfigur haben, kann grundsätzlich kritisiert werden. Ich bin da hin- und hergerissen. Auf der einen Seite finde ich die Figur spannend geschrieben, mag auf der anderen Seite aber nicht, dass der Stereotyp der „verrückten Frau“ dadurch immer weiter verfestigt wird.

Wenn ich die grundlegende Kritik aber mal außen vor lasse (und danach ist mir gerade), dann finde ich die Handlung überwiegend genial geschrieben. Es bleibt über weite Strecken hinweg spannend und ich habe mehrfach mitgeraten. Manchmal lag ich richtig mit meiner Vermutung und manchmal falsch. Da ich Krimis und auch Thriller ingesamt nicht gern lese, sind diese thrillerhaften Elemente genau mein richtiges Maß.

Das Ende finde ich persönlich im Vergleich zur vorherigen Handlung recht schwach. Es fällt schon deutlich ab und ist für mich schlicht zu versöhnlich und rund geschrieben. Ein paar mehr Ecken hätte es ruhig haben dürfen. Daniela hat mich in ihrer Zeichnung manchmal etwas wütend gemacht - auch explizit für sie, denn ich lese hier gewisse psychologische Störungsbilder heraus, für die sie in mehrerlei Hinsicht Unterstützung verdient hätte.

Wer einen stimmungsvollen, düsteren und psychologisch verstrickten Roman sucht, ist hier wirklich gut beraten. Wer sich über „verrückte“ Frauenfiguren, die scheinbar alle mühelos um den Finger wickeln können, eher aufregt (was ich sehr verständlich finde), wird hier eher weniger Freude haben. Für mich hat es gerade total gepasst und ich möchte diese explizite Kritik bereitwillig ausblenden, weil mich der Roman aus einer kleinen Leseflaute geholt hat. Für das etwas schwache Ende ziehe ich ein wenig von der Wertung ab.

4,5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nessabo

Rezensionen von nessabo:

Brutal, schonungslos, fragmentarisch - in der Umsetzung aber nicht mein Fall

Hero von Katie Buckley

Ganz an den Anfang möchte ich den dringenden Rat stellen, sich hier gar nicht vom Klappentext leiten zu lassen. Mir hat der nämlich eine Beziehungsgeschichte suggeriert, die irgendwie linear fortschreitet. Das ist „Hero“ aber überhaupt nicht! Stattdessen ist es ein Werk, das fragmentarisch Erfahrungen sowie Überlegungen der Protagonistin aneinanderreiht - rasche Themensprünge und stilistische Wechsel inklusive.

Ich präferiere ganz klar figurengetriebene Geschichten. Und obwohl Hero hier als Erzählerin ganz klar im Zentrum steht, habe ich am Ende kein wirkliches Gefühl zu ihr. Sie erzählt aus ihrer Vergangenheit, listet teilweise schonungslos und brutal ehrlich ihre Erfahrungen mit Männern auf. Kernaussage: Vor patriarchaler Prägung sind selbst Green Flags nicht gefeit und diese sind sowieso schonmal selten.

Eine wichtige Aussage und ich mochte die brutale Nüchternheit, mit der durchaus gewaltvolle Themen hier transportiert werden. Genau aus diesem Grund sollten das Buch eigentlich vor allem cis Männer lesen, denn ich fand es am Ende primär bedrückend. Eine Empowerment-Story ist es für mich vielleicht phasenweise, aber keinesfalls im Gesamten.

Stilistisch ist der Roman eher experimentell: Wechsel zwischen dritter und zweiter Person Singular (wobei ich dieses Element tatsächlich sinnvoll fand, da die thematisierten Männer ansonsten weitgehend anonym und damit ununterscheidbar bleiben), viele Metaphern, direkte Rede ohne Interpunktionszeichen. Meins ist das definitiv nicht, weil für mich durch zu viele stilistische Elemente die Nähe zu den Figuren verloren geht.

Vorrangig bin ich wahrscheinlich enttäuscht, weil der Klappentext so gut klang. Aber es gibt keine Liebesgeschichte und keine ernsthaft greifbare Figureninteraktion, stattdessen teilweise schwer verständliche Ausschweifungen. Andere Passagen fand ich wiederum enorm eindrücklich und mochte die schonungslose Ehrlichkeit mancher Nebenfiguren in ihrem Blick auf patriarchale Strukturen. FLINTA wird das Buch sicher berühren und bedrücken, deshalb weiß ich nicht so recht, ob ich es so richtig empfehlen kann, weil erfahrungsgemäß eher wenige cis Männer zu solcher Literatur greifen - obwohl besonders ihnen die Augen geöffnet werden müssten. Und ich persönlich kann schlicht nicht wirklich viel für mich aus der Geschichte mitnehmen, außer Wut und Frustration über die Verhältnisse. Trotz einiger guter Gedanken, manche davon auch augenöffnend, bleibe ich also eher unzufrieden zurück.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nessabo

Rezensionen von morlin:

Selbstbestimmter Lebensweg

Ja, nein, vielleicht von Doris Knecht

Eine Frau in den Fünfzigern stellt sich die Frage, wie sie ihren weiteren Lebensweg gestalten möchte. Die Kinder sind aus dem Haus und die ersten Wehwehchen zeigen ihr auf, dass es körperlich jetzt langsam bergab gehen wird. Was erwartet sie von ihrer Zukunft? Einfach nur Ruhe und Frieden? Oder eine neue Beziehung? Ja, nein, vielleicht? Aber will sie ihr Leben wirklich wieder einem Mann anpassen? Die Freiheit die sie jetzt hat wieder aufgeben?
Ich habe mich in der Protagonistin wieder gefunden.

Nicht immer, aber überraschend oft. Sie war mir mit ihren Gedanken, Sorgen und Freuden sehr nahe. Fast wie eine gute Freundin. Manches hätte ich bestimmt anders gemacht, anderes genauso.
Auch sprachlich hat mich das Buch überzeugt. Es gab wunderbare Sätze zu entdecken. Zum Beispiel dieser Satz: Die Schönheit meines Daseins, sie ist für andere unsichtbar, aber für mich ist sie alles. Mit einem Satz kann Doris Knecht wahnsinnig viel ausdrücken.
Am Ende habe ich das Buch mit einem glücklichen Aufseufzen zugeschlagen. Auf jeden Fall ein Jahreshighlight. Volle fünf Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von morlin

Rezensionen von Kapitel60:

Eine perfekte Mischung

Die drei ??? Kids, Geheimnis um CubeMax von Calle Claus

Worum geht’s?
Diese Mal geraten die Drei??? Kids in eine virtuelle Welt namens Cube Max. Justus, Peter und Bob bemerken, dass irgendetwas mit dem Spiel nicht stimmt. Es wird viel zu teuer verkauft und der Boss benimmt sich komisch. Nicht nur das, der zweite Firmenchef Noah ist verschwunden. Ein neuer Fall für die drei Detektive.

Cover, Schreibstil und Illustrationen:
Cover und Illustrationen sind so wie sie sein sollen. Wer bereits Bücher der Drei ??? Kids kennt, wird sehr zufrieden sein. Das Buch ist in einem Comicroman-Stil aufgebaut. D.h. es gibt längere Textelemente und dazwischen Comics. Perfekt für Lesemuffel.

Fazit:
Wir kennen schon einige Bände der Drei ??? Kids. Dieses Buch wurde schon sehnsüchtig erwartet. Es wurde auch sofort von meinem 8-jährigen Enkelsohn verschlungen. Da er Comics liebt, war er sofort begeistert von diesem Buch. Hier hat man wirklich alles richtig gemacht. Die Drei ??? Kids plus Gaming plus Comics ergibt wirklich eine perfekte Mischung. Wir hoffen, dass es in Zukunft noch weitere Bände in diesem Format geben wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kapitel60

Rezensionen von Claudia H.:

Erfrischend, sympathisch, chaotisch

Ja, nein, vielleicht von Doris Knecht

Worum es geht:
Eigentlich führt sie ein tolles und freies Leben. Doch dann kommt das Chaos über sie herein. Der schmerzhafte Zahn ist gar nicht mehr zu retten. Ihren übrigen Zähnen könnte das gleiche Schicksal ereilen. Ihre Schwester besetzt ihre Wohnung in der Stadt, eine Freundin heiratet und außerdem trifft sie überraschend auf einen Mann aus ihrer jüngsten Vergangenheit, der ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen will.

Und überall diesem schwebt das Thema der eigenen Endlichkeit.

Mein Fazit:
Das Buch ist erfrischend, sympathisch und ein bisschen chaotisch geschrieben. Man erkennt jetzt nicht direkt eine roten Faden. Frau Knecht kommt von Höcksken auf Stöcksken und lässt uns an ihren Gedanken, die manchmal auch ganz schön durcheinander sind, teilhaben. Sowas muss man mögen. Einiges davon dürften etliche von uns jedoch bereits selber durchdacht haben. Hier erkennt frau sich durchaus wieder, was ich als sehr sympathisch empfunden habe. Ich finde, es ist, als ob man mit einer guten Freundin am Tisch sitzt und quatscht. Ich fühlte mich in diesem lustigen Chaos, bei dem ich auch teilweise mal herzhaft lachen musste, ganz gut unterhalten und ich finde, Doris Knecht hat so ihren ganz eigenen Schreibstil.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, vor allem für Frauen ab Ende 40 und ich vergebe gerne 4 Sternen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia H.

Rezensionen von Kapitel60:

Auch super für Grundschulkinder

tiptoi® - Mein erstes Bild-Wörterbuch Deutsch-Englisch von

Von kapitel60

Worum geht’s?
Das neue Tiptoi-Buch „Mein erstes Bild-Wörterbuch Deutsch-Englisch“ ist bereits ab 3 Jahren geeignet. Die Kinder können sich hier auf spielerische Art und Weise englische Wörter aneignen oder den Wortschatz verbessern. Viele bunte Doppelseiten laden zum Entdecken und Spielen ein.

Cover, Schreibstil, Illustrationen:
Auch dieses Tiptoi-Buch ist kunterbunt. Die Bilder sind ideal für Kinder. Detailliert und eine perfekte Ergänzung, um das Gelernte auch visuell zu festigen.

Fazit:
Ich habe das Buch als Unterrichtsbegleitung für Grundschulkinder gekauft. Es wurden schon viele neue Wörter erlernt. Die Audioinhalte sind leicht verständlich und gut zu verstehen. Manche Lieder kennen wir bereits aus dem Liederbuch Deutsch-Englisch. Die Kinder nehmen das Buch immer wieder gerne zur Hand. Eine perfekte Mischung aus Lernen und Spaß.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kapitel60

Rezensionen von lesen=liebe:

Hat uns leider nicht verzaubert

Jim Salabim und der Mogel-Strauß von Karsten Teich

Jim Salabim und der Mogel-Strauß, von Kasten Teich, handelt von einem Hasen, der nicht länger im Hut des Zauberers wohnen möchten. Es ist zu eng im Zauberhut, denn es wohnen auch noch viele andere Tiere im Zylinder. Auch den Küken wird es allmählich zu bunt. Gemeinsam mit Jim machen sie sich auf in Richtung Freiheit.

Jim Salabim und der Mogel-Strauß wird als Buch zum Vor- und Selberlesen tituliert. Ich sehe es eher als Vorlesebuch, für Erstleser ist die Geschichte vermutlich weniger ansprechend. Der Text ist kurz und mit einigen Wortspielen gespickt. Das Buch ist durchgängig illustriert und die vielen Details laden zum Entdecken ein.
Die Grundidee – ein Hase im Zauberhut, der ausbrechen will – finden wir gut, die Geschichte erscheint jedoch etwas oberflächlich und hat uns nicht wirklich abgeholt. Wir wissen einfach nicht, was mit dieser Geschichte vermittelt werden soll. Die Charaktere hätten mehr ausgearbeitet werden können. Bis auf die Tauben haben wir hier niemanden wirklich ins Herz geschlossen. Die Tiere machen allesamt einen sehr mürrischen Eindruck. Vielleicht sind sie durch den mürrischen Zauberer so mürrisch geworden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von lesen=liebe

Rezensionen von yellowdog:

Marigolds Coming-of-age

Tage auf dem Land von Jane Gardam

Tage auf dem Land ist der erste Roman, der in Deutschland nach ihrem Tod erschienen ist, aber Jane Gardam schreibt ja immer zeitlos.
Hier wird ganz aus der Perspektive der jungen Marigold Bilge erzählt, deren Mutter bei ihrer Geburt starb und deren Vater einem Jungeninternat vorsteht und sich nicht viel um Bilge kümmert.

Bilge ist eine einsame und eigenwillige Protagonistin, in deren Gedanken sich die Emotionen trotz ihres ruhigen Leben oft überschlagen.
Eine Abwechslung gibt es als die selbstbewusste Grace in ihre Schule kommt.

Bilge ist eine wunderbare Romanfigur. Manchmal unsicher, oft störrisch und immer auf der Suche nach ihren Weg. Unmöglich, sie nicht zu mögen.

Es ist ein dichter, unterhaltender Text, der den Leser sofort gefangen nimmt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von cosmea:

Zerstörte Leben

Himmelerdenblau von Romy Hausmann

Im September 2003 verschwand die damals 16jährige Julie Novak spurlos. Als sich ihr Verschwinden zum zwanzigsten Mal jährt, nehmen die Podcaster Liv Keller und Philip Hendricks Kontakt zu ihrem Vater Theo auf, um den ungeklärten Fall vielleicht endlich zu lösen. Theo war einst ein angesehener Chefarzt der Charité und kämpft mit seiner zunehmenden Demenz.

Auch er will das Schicksal seiner geliebten Julie aufklären, ehe seine Erinnerungen völlig verschwinden.
Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven. Neben Liz und Theo sind das u.a. Daniel, ihr Ex-Freund, der eine Zeit lang Hauptverdächtiger war, Julies Schwester Sophia, und eine mysteriöse Lara, die von dem „Teufel“ gefangen gehalten und mit Medikamenten ruhiggestellt wird. Es entsteht zeitweise der Eindruck, dass Lara Julie sein könnte und diese also noch lebt, zumal Theo einige E-Mails erhält, die anscheinend von Julie stammen. Der Leser folgt mit den Podcastern zahlreichen falschen Spuren und sieht, was ein solcher Verlust vor allem mit den Angehörigen macht, aber in diesem Fall auch mit Ex-Freund Daniel, dessen Leben zerstört wird, weil er für immer mit Julies Verschwinden in Verbindung gebracht wird.
Der Roman ist nicht frei von Längen, beeindruckt aber durch das auch sprachlich gelungene Porträt von Demenz. Bei Theo wechseln nicht nur klare Momente mit großer Verwirrung, er hat auch ausgeprägte Wortfindungsschwierigkeiten, hilft sich häufig ersatzweise mit „Dings“ oder erfindet Wörter, die entfernte Ähnlichkeit mit dem Begriff haben, den er eigentlich sucht. Dadurch entstehen inmitten einer traurigen Geschichte gelegentlich komische Effekte.
Mir hat “Himmelerdenblau“ gut gefallen, auch weil die Autorin bewusst auf blutrünstige Gewaltorgien verzichtet. Für mich ist der Roman kein gnadenloser Thriller, aber dennoch eine hinreichend spannende und interessante Lektüre. Es gibt viele Handlungsumschwünge und immer wieder bisher unbekannte Details, so dass ich die Auflösung nicht erraten konnte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von cosmea