Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ryria:
Überraschend fesselnd und berührend
Wohin du auch gehst von Christina Fonthes
Ich bin ohne Vorwissen in die Geschichte gestartet und wurde schnell von der Themenvielfalt überrascht. Dabei hatte ich auch nie das Gefühl, dass ein Thema nur als "Lückenfüller" dient, vielmehr hat alles super in die Geschichte gepasst, authentisch gewirkt und eine intensive Betrachtung erfahren.
Zunächst erwähnen sollte man hierbei wohl die zahlreichen Einblicke in das Leben und die Kultur der Menschen im Kongo. Am Ende des Buches gibt es ebenfalls ein tolles Glossar, das viele der verwendeten Wörter und Dinge kurz erklärt. So wird z.B. durchgehend die afrikanische Sprache Lingala in die Dialoge eingebaut. Während mich dies generell manchmal stört, habe ich mich hier erstaunlich schnell daran gewöhnt und konnte mir die Gespräche noch besser vorstellen.
Auch fand ich es super, dass die Geschichte an vielen verschiedenen Orten und über mehr als 20 Jahre hinweg spielt. Als Leser lernt man das Leben in Kinshasa oder Paris in den 80ern kennen, nur um gleich darauf wieder nach London in den 2000ern zurückzukehren.
Die Beschreibungen der Orte und Personen waren dabei großartig, ich fühlte mich immer wieder mitten drin, auch wenn ich noch nie selbst dort war. Hierbei spielte die Sprache auch eine große Rolle, die Beschreibungen wirkten nie überladen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen, ohne das Gefühl zu haben, es handele sich um eine "leichte" Lektüre.
Im Gegenteil, viele Geschehnisse waren doch recht schwere Kost. Man erhält Einblicke in die LGBTQ+ Community, ihren Kampf um Gleichberechtigung und ihre Probleme in der Gesellschaft und verschiedenen Kulturen.
Ein großes Hindernis ist so auch die Religion bzw. diverse Glaubensgemeinschaften, die ebenfalls beleuchtet werden. Statt sie jedoch nur einseitig als die Bösen hinzustellen, wird zwischendurch auch auf positive Aspekte eingegangen.
Zuletzt zu den Charakteren: Im Fokus stehen die lesbische Bijoux, die als Kind nach London geschickt wurde, und Tante Mira, deren Vergangenheit nach und nach offengelegt wird. Immer wieder fragt man sich, wie die Mira der Vergangenheit zu der Mira der Gegenwart wurde, was gleichzeitig spannend, berührend und tragisch zu lesen war. Auch wenn man nicht immer mit den Entscheidungen oder Gedanken der Frauen übereinstimmt, kann man doch mit ihnen mitfühlen und mitfiebern. Die (Familien)Beziehungen wurden durchweg authentisch dargestellt, für mich auch eine Stärke des Romans.
Insgesamt ein schöner Appell an die Menschlichkeit und unser Mitgefühl, ohne dabei jedoch irgendwie belehrend zu wirken.
Rezensionen von gerlisch:
Wer lügt am besten
Eine falsche Lüge - Wird es ihre letzte sein? von Sophie Stava
Sloane Caraway ist eine einsame Frau. Bereits seit ihrer Kindheit lügt sie um Aufmerksamkeit zu erlangen. Als sie in einem Park einem kleinen Mädchen zu Hilfe kommt und sich als Krankenschwester ausgibt, baut sie sich ein Geflecht aus Lügen auf um der scheinbar perfekten Familie näher zu kommen. Nach und nach macht sie sich in der Familie unentbehrlich, sie passt immer öfter auf die kleine Harper auf und freundet sich mit Violet an.
Durch einen guten, eingängigen Schreibstil fällt es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Auch wenn die Geschichte anfangs etwas Zeit braucht, um in Schwung zu kommen, war ich trotzdem von der Story gefesselt.
Ausgenommen von der kleinen Harper, waren mir die Charaktere alle unsympathisch, dies war sicherlich von der Autorin so gewollt. Dadurch, dass man sich manchmal schwertut, mit den Figuren mitzufühlen, wird die Geschichte noch intensiver.
Die Handlung beinhaltet einen perfiden Plan, der die Geschichte vorantreibt und für Spannung sorgt. Bei der Schlussszene wurde nochmal ordentlich Gas gegeben, ansonsten waren mir die Thrill-Momente zu dürftig. Obwohl ich einiges überzeichnet und konstruiert fand, habe ich das Buch gerne gelesen.
Rezensionen von Lilli33:
Philosophisch und total spannend
All Better Now von Neal Shusterman
Philosophisch und total spannend
Inhalt:
Corona ist kaum überstanden, da steht die nächste Pandemie in den Startlöchern. Auch Crown Royale ist hochansteckend und in vielen Fällen tödlich. Wer überlebt, geht allerdings völlig verändert aus der Krankheit hervor. Genesene kennen keine negativen Gefühle mehr, nur Mitleid, Empathie und Glück.
Den einen erscheint ein solcher Zustand als erstrebenswert und sie suchen die Ansteckung. Andere wollen mit aller Macht das Virus ausrotten und ihre negativen Gefühle behalten. Der Kampf zwischen den beiden Lagern schaukelt sich immer weiter hoch. Und mittendrin stehen die Jugendlichen Mariel und Rón, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dabei zusammenpassen wie Yin und Yang.
Meine Meinung:
Schon mit vielen Romanen konnte der US-amerikanische Autor Neal Shusterman mich begeistern. Auch „All Better Now“ ist in meinen Augen ein Highlight. Es ist nicht nur total spannend und überraschend, sondern zwingt die Lesenden auch, sich ihre eigenen Gedanken zur beschriebenen Situation zu machen.
Man merkt, dass Neal Shusterman ein alter Hase ist, was das Schreiben angeht. Es wirkt routiniert und flüssig. Die Entwicklung der Protagonisten und der ganzen Handlung ist in sich logisch. Gerade die Figuren sind unheimlich facettenreich und sorgen immer wieder für eine Überraschung.
Die Idee, dass sich die Gefühlswelt der Menschen durch ein Virus verändert, finde ich unglaublich spannend. Und natürlich frage ich mich, ob das tatsächlich uneingeschränkt wünschenswert wäre. Einige Szenen im Buch lassen vermuten, dass das nicht unbedingt das Nonplusultra wäre.
„All Better Now“ ist gut geeignet für junge Leser*innen ab ca. 14 Jahren, kann aber Erwachsene ebenso begeistern.
Die Dilogie:
1. All Better Now
2. All Over Now (soll im Herbst 2027 erscheinen)
Rezensionen von Eternal-Hope:
Ein Mädchen kämpft um das scheinbar Unmögliche
Durch das Raue zu den Sternen von Christopher Kloeble
Es ist Anfang der 1990er Jahre und Arkadia Fink, genannt Moll, ist 13 Jahre alt und liebt die Musik. Sie lebt allein mit ihrem Vater, der grundsätzlich liebevoll ist, darum kämpft, wirtschaftlich über die Runden zu kommen und dem aber auch manchmal „die Hand ausrutscht“.
Die Mutter ist ein Freigeist, unkonventionell und begabt passt sie nicht so wirklich in ein kleines bayrisches Dorf.
Sie hat ihrer Tochter die Liebe zur Musik vermittelt, mit ihr schräge Abenteuer erlebt und sie in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Individualität bestärkt. Beethoven sei eine Frau gewesen, ist die Mutter überzeugt, und mit ihr die Tochter, für die Beethoven damit ein großes Rollenvorbild ist, denn auch Moll ist fest entschlossen, als Lichtgestalt in die Musikgeschichte einzugehen.
Leider ist die Mutter vor etwa einem Jahr „kurz weggegangen“, wie Moll sich immer wieder erinnert und auf ihre Rückkehr hofft. Immerhin schickt sie der Tochter in unregelmäßigen Abständen per Post einzelne Sätze einer selbst komponierten Symphonie zu. Dann gibt es auch noch Bernhardina im Altersheim, eine gute Freundin von Arkadia, mit der das Mädchen regelmäßig telefoniert und sie besucht.
Vor diesem Hintergrund werden an den bayrischen Schulen Talente für einen renommierten Knabenchor gesucht, dazu kommt eine Frau an die Schulen und lässt die Kinder vorsingen. Sie bemerkt Molls Talent, doch leider… es ist ein Knabenchor und dort werden keine Mädchen aufgenommen, so heißt es. Doch dabei wird die selbstbewusste und entschlossene Arkadia es nicht bewenden lassen. In dem humorvoll und berührend erzählten Buch erleben wir mit, wie sie darum kämpft, sich einen Platz in diesem Chor zu erobern, allen Widerständen zum Trotz.
Passend zum Thema ist das Buch in fünf Sätze einer Symphonie eingeteilt, die sich in Ausdruck und Tempo unterscheiden: von schnell, aber nicht zu schnell, über sehr lebendig bis zu langsam, dann wieder schneller und schließlich so, wie einem gerade ist.
Beeindruckt hat mich an diesem Buch ganz besonders das Selbstbewusstsein der gewitzten Arkadia, die von dem Autor sehr treffend und glaubwürdig porträtiert wird, sodass ich mich von Anfang an mit ihr zutiefst verbunden gefühlt und mit ihr mitgefiebert habe. Das aus der Ich-Perspektive geschriebene Buch hat sich für mich angefühlt, als wäre es tatsächlich die eigene Erzählung eines ganz besonderen, begabten und eigensinnigen Mädchens am Anfang der Pubertät. Hier ein zwei Zitate aus dem Buch zur Illustration:
„Ich war eine Sängerin des Knabenchors. Der Knabenchor wusste das nur noch nicht.“ (S. 42)
„Auf der Busfahrt zum Kurkonzert sprach niemand. Für manche Knaben aus dem Landkreis war es der erste Auftritt. Sie waren nervös. Ich nicht.“ (S. 176)
Insgesamt ist es ein humorvolles und unterhaltsames, dabei zugleich tiefgründiges Buch über die Liebe zur Musik und das unerschütterliche Festhalten an eigenen Zielen, den Umgang mit scheinbar unüberwindbaren Hindernissen, das Anders-Sein und die Suche nach Anerkennung und Zugehörigkeit sowie das Verfolgen der eigenen Träume. Dabei kommen die Lesenden der Ich-Erzählerin sehr nahe, erleben ihren Kampf im Außen genauso wie im Innen mit und können sich tief berühren lassen. Es ist auch ein Buch, das sich für Gleichberechtigung einsetzt und tief für das Thema Diskriminierung sensibilisiert. Ein Kompliment an den männlichen Autor, sich so gut in ein jugendliches Mädchen hineinversetzen zu können und sich diesem wichtigen Thema angenommen zu haben.
Ich kann dieses Buch einer breiten Leserschaft, angefangen von Jugendlichen bis zu Erwachsenen jeglichen Alters, nur wärmstens empfehlen! Für mich wird es ganz bestimmt nicht das letzte Buch dieses talentierten Autors bleiben.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Schwerer als erwartet
Die drei ??? Kids, Geheimnis um CubeMax von Calle Claus
Wir sind Minecraftfans und Fans der ??? Kids. Da das Buch als leichtes Buch angegeben wird mit eher wenig Text dachte ich, das wird für meinen 10 Jahre alten Leser, der in der Leseaustestung überdurchschnittlich abgeschnitten hat, sicher gut zu lesen gehen. Also hab ich meinem Kind den ebookreader gegeben.
Leider hat das nicht so geklappt wie erhofft. Er stolperte über Wörter und Sätze, die er nicht verstand (akkurates nach hinten gekämmtes Haar, wirklich grenzwertig, ein Dampfplauderer und Selbstdarsteller; schmächtig verstand er, der 8jährige Sohn dafür nicht) - das ist nur die Liste der ersten Seiten. Auch war der Satzbau für ein Erstlesebuch schwer. Ich hab es dann vorgelesen und immer gleich selbst erklärt. Die Comicseiten waren super cool gezeichnet und haben uns gut gefallen. Für ein Erstlesebuch mit reduziertem Leseanteil waren die Seiten dazwischen aber gut gefüllt mit Text und eher weniger Bildern. Die Geschichte selbst ist spannend und bietet einen klassischen 3 ??? Fall in der Gamingszene. Ein cooles Buch, dass ich aber zum Selbst lesen nicht ab 8 empfehlen kann.
Rezensionen von clematis:
Capri
Alles Glück beginnt auf Capri von Roberta Gregorio
Graziano betreibt eine feine Konditorei in der Via dell’Amore in Neapel. Als er eine Hochzeitstorte auf Capri abliefert, geht das Meisterwerk beinahe zu Bruch und er selbst ist wie verzaubert von der strahlenden Sängerin am Fest. Währenddessen plant seine Nonna einen Werbefilm über die romantische Gasse in Neapel, die alles für eine gelungene Hochzeit bereithält und wie es der Zufall will, trifft Graziano hier erneut auf die Sängerin Letizia.
Bezaubernd mit Bildern und Worten erzählt Roberta Gregorio auch diesmal eine wunderbare Geschichte vor der Kulisse von Neapel und Capri, verbindet dabei zwei sehenswerte Orte und Menschen, die stets zusammenhalten und füreinander da sind, auch wenn es auf den ersten Blick anders erscheinen mag. Da treffen wir zum Beispiel (wieder) auf Nonna Tommasina, die unter ihrer harten Schale einen verletzlichen Kern versteckt, deren drei Hündchen, die ungewöhnliche Gewohnheiten pflegen und natürlich auf die Geschwister Chiara und Graziano, die wir möglicherweise ebenfalls schon aus dem Vorgängerband „Capri bedeutet für immer“ kennen. Schnell finde ich mich in der malerischen Via dell’Amore zurecht, erfreue mich an feinsten Sfogliatelle (typisches Blätterteiggebäck) und filigranem Schmuck, lausche den plaudernden Menschen und blicke am Abend über das sich sanft kräuselnde Meer. Neben der Romantik gibt es aber auch allerlei Hürden wie Krankheiten oder hinterhältige Winkelzüge zu bewältigen, sodass der locker-leichte Sommerroman durchaus seine Ernsthaftigkeit und Tiefe bekommt.
Eine überaus lebendige Geschichte voller Atmosphäre tut sich hier auf, die lebensechten Charaktere, die malerischen Orte und ein gefühlvoller Schreibstil laden ein zum Verweilen. Leseempfehlung!
Rezensionen von Lesemama:
Es dauert,bis die Story in Gang kommt
Die kleine Boutique am Meer von Doris R. Thomas
Zum Buch:
Glück im Spiel und Pech in der Liebe? Katja lernt auf dem Rückflug von Thailand Sebastian kennen, es ergibt sich sogar, dass er sich als ihr Freund ausgibt, da eine Reisebekannte etwas aufdringlich wird. Aber am Hamburger Flighafen verlieren sie sich aus den Augen.
Durch einen Zufall treffen sie in Warnemünde wieder aufeinander und tauschen Nummern aus.
Inzwischen hat Katja im Lotto gewonnen und erfüllt sich einen langgehegten Wunsch, ein Boutique. Allerdings hat sie auch inzwischen Paul kennengelernt und verbringt sehr viel Zeit mit ihm.
Meine Meinung:
Der Klappentext klang vielversprechend, ich war schon neugierig auf die Geschichte. Hatte aber auch meine Anfangsschwierigkeiten und die vor allem mit Katja. Ich wurde einfach nicht warm mit ihr, mit ihrer Naivität, aber auch mit ihrer sonstigen Art. Auch Sebastian war mir zu unstreitig, er hatte seine Launen, die ich an einem Mann absolut nicht mag. Paul ist dann nochmal ein ganz anderer Mensch, aber das müsst ihr selber lesen, sonst spoiler ich den Ausgang.
Wäre es kein Leseexemplar gewesen, hätte ich es wohl nicht beendet, so war es dann doch gut, dass ich es beendet habe
Allerdings dauerte es für meinen Geschmack viel zu lange, bis ich in der Story ankam, er nach über der Hälfte hatte sie mich in einen Bann gezogen, so dass ich wissen wollte, wie es endet. Das Ende kam dann aber so schnell, das was die Story zu Beginn etwas langatmig machte, fehlte am Schluss dann total, es überschlagen sich die Erwignisse. Was mir allerdings von Beginn an wirklich gefiel, was das Setting, es hat mich neugierig auf Warnemünde gemacht und ein bisschen Meerfeeling mitgebracht. Alles in allem eine nette Geschichte, bei der es sich lohnt dranzubleiben
Rezensionen von qq:
zum Träumen
Immerland - Die Stadt der Ewigkeit von Flix
zum Träumen
Der fast 13-jährige Mika muss seine Sommerferien bei der Oma verbringen. Zuerst findet er das sehr langweilig. Doch dann passiert etwas Seltsames: Mika kommt in eine geheime, magische Stadt – sie heißt Immerland. Dort ist alles anders: Man wird nicht älter, Träume können wahr werden, und es gibt viele Abenteuer.
Flix schreibt in einer einfachen und schönen Sprache, mit einer Prise Humor. Ergänzend zur Geschichte gibt es Bilder im Buch, diese regen die Fantasie an, und geben eine kleine Vorstellung von Immerland.
Eine Geschichte, die wirklich zum Träumen verzaubert - etwas ganz besonderes und absolut gelungen.
Immerland – Die Stadt der Ewigkeit ist ein spannendes und warmherziges Buch mit vielen Ideen. Es wurde eine wahrlich eine tolle Welt geschaffen. Die Geschichte zeigt: Jeder kann ein Held sein. Von uns gibt es eine Empfehlung.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Elefanten, überall Elefanten
Das Geschenk von Gaea Schoeters
Als plötzlich überall in Berlin Elefanten auftauchen ist das Chaos perfekt. Sie sind ein Geschenk des Präsidenten von Botswana an Deutschland, da die deutsche Regierung ein Einfuhrverbot von Jagdtrophäen erlassen hat. Durch Bundeskanzler Winkler wird eiligst eine Krisenstab einberufen. Deutschland steht vor einer enormen Herausforderung.
Das Buch hat gerade mal etwas über 140 Seiten, ist aber gehaltvoller als so manch dicker Wälzer.
Wie schon in ihrem Buch „Die Trophäe“ gelingt es Gaea Schoeters eine ungewohnte Perspektive einzunehmen, um ihren Lesern die Augen zu öffnen.
Natürlich ist der Schutz der Tiere wichtig, aber nicht durch ein einfaches Importverbot von Jagdtrophäen zu erreichen. Die Autorin macht hier auf die weitreichenden Folgen aufmerksam.
Es werden viele aktuelle politische und gesellschaftlich relevante Themen angesprochen wie Globalisierung, ökologische Stabilität, Natur- und Klimaschutz. Obwohl alles einen ernsthaften und wichtigen Hintergrund hat, gelingt es der Autorin dank der skurrilen Situation und ihres satirischen Untertons, mich immer wieder zum Lachen zu bringen.
Für mich ist es ein unbequemes aber gleichzeitig auch unfassbar gutes Buch.
Rezensionen von Annaja:
Pressefreiheit
Eisfeld - Dunkle Enthüllungen von Steffen Weinert
In dem Krimi geht es um einen bekannten Investigativjournalisten, der mitten in Berlin ermordet wurde. Das Ermittlerteam Eisfeld und Blessing sind ein gut eingespieltes Team, sie konzentrieren sich in höchstem Maße und bemühen sich um die Aufklärung des aktuellen Falles, wenngleich auch Privates dazwischen ihren Tribut fordert.
Die Enthüllungen des ermordeten Hester sind so explosiv, dass er offensichtlich dafür getötet wurde, um Schlimmeres zu verhindern. Im Laufe der Erzählung gibt es aber noch weitere Todesopfer. Ob nun die verrufene Tiznit Bande dahinter steckt, oder es doch einen ganz anderen Grund gibt, muss nun herausgefunden werden. Hier darf der Leser miträtseln. Die Aufdeckung des Falles wird durchaus interessant dargestellt, ich habe mir allerdings einen höheren Spannungsbogen, besonders zu Beginn des Buches gewünscht. Durch einen gut lesbaren, verständlichen Schreibstil, detaillierten Beschreibungen und sympathischen Protagonisten ist die Lektüre aber durchaus gelungen.
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