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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Buchchecker :

Unglaublich spannend

Variation - Für immer oder nie von Rebecca Yarros

In "Variation" von Rebecca Yarros geht es um Allie Rousseau, die sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere als Balletttänzerin befindet. Eine schwere Verletzung zwingt sie jedoch dazu, sich in ihr Sommerhaus nach Cape Cod zurückzuziehen, um dort ihre Verletzung auszukurieren.

An diesem Ort trifft sie auf die Nichte von Hudson Ellis, ihrem einstigen besten Freund.

Diese bittet sie verzweifelt um Hilfe bei der Suche nach ihrer leiblichen Mutter und zieht Allie so in Hudsons Leben zurück, was alte Erinnerungen und Gefühle weckt. Nun muss sie sich mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit, den lange verdrängten Gefühlen und all den offenen Fragen auseinandersetzen, die damals nach einem herben Schicksalsschlag und dem anschließenden aprupten Ende ihrer Freundschaft offen geblieben sind.

Der Schreibstil von Rebecca Yarros ist wie immer flüssig und ich habe das Buch förmlich verschlungen. Dank der detaillierten Beschreibungen und vor allem auch dem fundierten Wissen über Ballett wirkt die Geschichte auf mich sehr lebendig und authentisch.
Die beiden Hauptcharaktere Allie und Hudson sind mir sehr sympathisch, auch wenn Allie mir stellenweise etwas zu dickköpfig ist.  
Die Handlung hat mich vom ersten Moment an mitgenommen und bis zum Ende nicht losgelassen. Rebecca konnte mich - auch wenn einige wenige Wendungen vorhersehbar waren - immer wieder überraschen.

Alles in allem ist auch dieser Liebesroman von Rebecca wieder sehr gelungen und ich kann ihn nur wärmstens empfehlen.

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Rezensionen von rosetheline :

Unsere Vorfahren sind interessanter als wir denken

Anna oder: Was von einem Leben bleibt von Henning Sußebach

Henning Sussebach ist einigen als Redakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT bekannt und hat nun ein Buch über seine Urgroßmutter Anna Kalthoff geschrieben.

Anna, geboren im Jahr 1866 in Horn, im Sauerland, wuchs in einer eher armen als reichen Familie auf. Geboren als vierte Tochter, nachdem die Mutter zuvor einen Sohn gebar, der kurze Zeit später starb, war die Enttäuschung umso größer.

Und nachdem Annas Vater starb, als sie gerade einmal 12 Jahre alt war, musste ihre Mutter Wege finden, die Töchter "abzusichern". Annas Schwestern heirateten, doch Anna kam auf ein Internat, auf dem sie zur Lehrerin ausgebildet werden sollte. So landete sie nach ihrer Ausbildung letztendlich in Cobbenrode, wo ihre eigentliche Lebensgeschichte spielte. Zwanzig Jahre alt, alleine und dazu noch im damals herrschenden Lehrerinnenzölibat. Ein hartes Urteil.
Und doch kamen Kinder, Enkel und Urenkel. Und einer dieser Urenkel hat diese Lebensgeschichte aufgeschrieben und nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit.

Wüsste man zu Beginn des Buches, mit welch geringer Anzahl an Dokumenten und Erbstücken Sussebach arbeiten musste, würde man sich wundern, wie trotzdem ein ganzes Buch zustande kommen konnte.
Allerdings ist dies ein wichtiger Schlüsselpunkt, der der ganzen Geschichte ihren Reiz gibt. Tiefgreifende Recherche, geschichtliche Einordnung, Empathie, (sinnhafte) Vermutungen. Mit diesen Werkzeugen hat Sussebach eine Geschichte geschaffen, eine Art literarische Biografie, die nicht einfach nur stumpf mit Fakten befüllt ist, sondern sich tief mit einem Menschen auseinandersetzt, den man nie kennengelernt hat und der zu einer Zeit lebte, die einem historischen Film gleicht.

Es ist ein Werk auf das man sich einlassen muss, aber auch akzeptieren muss, dass man womöglich trotzdem Fragen haben wird. Eine tragische und interessante Geschichte mit feministischen Zügen, die vom Autor inhaltlich und sprachlich grandios geschrieben wurde.

Ich kann wärmstens empfehlen das Buch zu lesen oder auf eine der Lesungen zu gehen, da beide meiner Meinung nach fantastisch waren.

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Rezensionen von rosetheline :

Lebensrealität Russland

Moscow Mule von Maya Rosa

Karina und Tonya sind beste Freundinnen, die zusammen an der Moskauer Universität Politikjournalismus studieren. Während Tonya in einem Studentenwohnheim lebt, wohnt Karina bei ihrer Großmutter, in einer Wohnung, die gut zwei Stunden von Moskau entfernt ist. Und das, obwohl ihre Mutter in einer Wohnung in Moskau lebt.

Die beiden Freundinnen schlagen sich zusammen die Nächte um die Ohren und teilen auch sonst fast alles miteinander - Käsebrötchen und Grüntee, aber auch Männer. Ein scheinbar normales Student*innenleben zwischen studieren und das Leben genießen.
Doch eines Tages wird eine Politikjournalistin mit mehreren Schüssen in ihrer Wohnung getötet, nachdem sie zuvor nur knapp einer Vergiftung davongekommen war. Karina und Tonya beschließen beide, dass sie mit ihrem Studium in Russland keine Perspektive haben und suchen daraufhin nach Möglichkeiten aus ihrem korrupten Heimatland zu fliehen.

Maya Rosa hat mit ihrem Debütroman ein Werk geschaffen, das einen guten, aber auch erschreckenden Blick auf das Leben in Moskau (aber auch Russland im Allgemeinen) gewährt. Themen wie Korruption, Politik, Geschlechterrollen und Armut/Reichtum, aber auch schwierige Familienverhältnisse spielen hierbei eine wichtige Rolle. Vor allem Karinas Beziehung zu ihrer Mutter ist toxisch und erklärt sehr gut, warum diese (unfreiwillig) bei ihrer Großmutter wohnt. Aber auch die Freundschaft von Tonya und Karina ist zu Anfang ein wichtiges Element in der Geschichte, auch, wenn diese immer mehr verblasst.

Der Schreibstil von Maya Rosa hat mir gut gefallen und ich konnte das Buch flüssig lesen. Thematisch gesehen war es für mich auf jeden Fall eine interessante Geschichte. Leider kamen einige Themen trotzdem ein bisschen zu kurz. Ich hätte gerne über Karinas Reise nach Berlin und Tonyas Perspektive in der Geschichte gelesen. Generell hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht.

Dennoch war es für mich ein Buch, dass ich sehr gerne gelesen habe und dessen Höhen die Tiefen überwiegen. Eine Empfehlung für alle die gerne mehr zu den oben genannten Themen lesen möchten.

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Rezensionen von rosetheline :

Inhaltlich ganz nett, Verarbeitung schlecht

Moscow Mule von Maya Rosa

"Niru - das kleine Leuchtzebra" geschrieben von Manuela Vujević und illustriert von Gus Bassi ist eine süße und wichtige Geschichte, die selbst publiziert im Verlag der Autorin erschienen ist.

In der Geschichte geht es um Niru, ein kleines Zebra, das in Afrika (nicht genauer erklärt wo), aufwächst.

Doch Niru ist anders, als andere Zebrakinder. Er besitzt einen Leuchtstreifen auf seinem Bauch, den er jedoch nicht verwenden darf, da es zu gefährlich wäre. Unter seinen Freunden ist er der langsamste und ängstliche und wird zum Teil auch gehänselt. Niru fühlt sich daher oft nicht gut so, wie er ist und wäre gerne anders.
Eines Tages kommt ein Gewitter auf und der Himmel verdunkelt sich rasch. Niru ist zu dieser Zeit mit seinen Freunden entfernt von seinem zuhause und alle bekommen Angst und Panik, weil sie nicht mehr zurückfinden können und Hyänen auf der Lauer sind. Doch Niru kommt die Idee seinen Leuchtstreifen anzumachen, um nachhause zu finden. Seine Freunde sehen, dass Niru besonders ist und loben ihn immens. Und so kommen sie alle heil nachhause und Niru merkt, dass er doch besonders ist, so wie er ist.

Die Geschichte von Niru ist wichtig, aber es gibt sie in ähnlicher und teilweise besserer Weise auch von anderen Autor*innen. Dennoch ist es gut, dass es viele von ihnen gibt.

Die Illustrationen sind sehr hübsch und machen die Geschichte lebendig. Ich hätte es allerdings schöner gefunden, wenn alle Seiten komplett farbig gewesen wären und somit eine Gleichmäßigkeit vorhanden gewesen wäre.

Die Verarbeitung des Buches ist leider nicht gut. Schon beim Aufklappen ist die erste Seite unten rau, so als hätte jemand die erste Schicht des Blattes an einer Stelle versucht abzupulen. Auch die Bindung ist nicht gut und vor allem bei den ersten zwei Seiten merkt man, dass diese nicht lange halten werden. Dies kann vielleicht damit zusammenhängen, dass das Buch von epubli hergestellt wurde und die Qualität daher nur mittelmäßig bis schlecht ist.
Trotzdem hat das Buch einen Preis von 25,90 Euro und liegt damit im hohen Preissegment.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein ganz nettes Buch ist, das ich aber unter den oben genannten Punkten (nicht einzigartig, schlechte Verarbeitung, teuer) nicht kaufen, sondern wahrscheinlich eher aus der Bücherei leihen würde.

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Rezensionen von rosetheline :

Viele Fragen

Die Geschichte des Klangs von Ben Shattuck

"Die Geschichte des Klangs" von Ben Shattuck erzählt die Liebesgeschichte zwischen Lionel und David, die sich in einer Zeit ineinander verlieben, in der dies unmöglich scheint. Beide verbindet eine Liebe zur Musik, die bei Lionel sogar als Synästhesie ausgeprägt ist.

Nachdem die beiden einen Sommer Musik mit einem Phonographen aufnehmen, zerbricht der Kontakt der beiden und Lionel erfährt erst später, was mit David passiert ist.

Im zweiten Teil der Geschichte sieht eine Frau ein Interview mit Lionel und entdeckt daraufhin Tage später im neuen Haus, in das sie und ihr Mann einziehen werden, die Walzen mit der Musik der beiden. Sie versucht Kontakt mit der Vorbesitzerin aufzunehmen, um mehr darüber zu erfahren.

Die Leseprobe hatte mir damals sehr gut gefallen. Shattuck hat einen angenehmen Schreibstil und auch die Geschichte hat durchaus viel Potenzial. Mir hat allerdings eine gewisse Tiefe gefehlt und ich hätte gerne viel viel mehr über Lionel und David erfahren.
Die englische Originalversion ist viel länger und die Geschichten dort sollen auch verwoben sein. Warum das nicht ins Deutsche übertragen wurde, ist mir ein Rätsel. Da es allerdings einen Film zum Buch geben wird, bin ich sehr gespannt, wie dieser sein wird.

Alles in Allem ist es eine schöne, aber zu kurzweilige Geschichte (in der deutschen Version) und daher werde ich mir überlegen sie vielleicht noch im Englischen zu lesen. Deshalb vergebe ich 3.75 Sterne.

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Rezensionen von Liselottchen:

Historischer Roman mit tollem Ambiente

Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly

In einem schottischen Dorf um 1900 passiert etwas Merkwürdiges: Der Junge, den der Fischer Joseph aus dem Meer rettet, ähnelt fast aufs Haar Moses, dem Kind der Lehrerin Dorothy, das vor Jahren verschwand und von dem alle glaubten, er sei damals ertrunken. Es ist doch nicht möglich, dass Moses wiedergekommen ist und immer noch der kleine Junge ist, der er war? Dorothy nimmt ihn bei sich auf und steigert sich mehr und mehr in die Fantasie hinein, dass der Junge, der nicht spricht, ihr Moses sein muss.

Das gesamte Dorf rätselt mit ...

Das Buch hat mich vom ersten Moment an in den Bann gezogen und ich konnte es fast nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin entblättert langsam die gesamte Geschichte, switcht zwischen damals und jetzt hin und her, in verschiedenen Perspektiven. Die Figuren sind alle plastisch und hautnah dargestellt, keine ist nur böse (mit Ausnahme der schlagenden Ehemänner) und keine ist nur gut. Im Lauf der Story ist mir jede Einzelne nahegekommen. Besonders gefiel mir, dass jede der Figuren eine Entwicklung durchmacht und dass man am Schluss ein anderes Bild von allen Personen bekommt. Der sprachgewaltige Schreibstil der Autorin schafft ein Bild von Schottland zur Jahrhundertwende (1900) und das Leben in der engen Dorfgemeinschaft. Es gibt auch einen (kleinen) mystischen Aspekt, den es für mich nicht gebraucht hätte und am Schluss hätte ich mir gern noch eine bestimmte Szene gewünscht, die etwas mit Wiedersehensfreude zu tun hat. Das ist schade, vor allem hätte ich es der Figur Dorothy gegönnt, mehr kann ich hier, ohne zu spoilern, nicht verraten. Trotzdem ist das Ende versöhnlich und ich habe das literarische Werk sehr genossen.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die gern historische Roman mit tollem Ambiente und einer wirklich fesselnden Story lesen.

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Rezensionen von Lena:

Zwischen Sehnsucht, Geheimnissen und Magie

Glory of Broken Dreams von Ruby Braun

Charlie, Anfang 20, mit wilden Locken und dem großen Traum, als Tänzerin eine Solokarriere zu starten, reist ins abgelegene Hotel Lichtenfels. Nach einem schweren Schicksalsschlag hofft sie dort nicht nur auf einen Neuanfang – sondern auf die Erfüllung ihres sehnlichsten Wunsches. Denn sie hat gehört, dass die Magie des Hotels Träume Wirklichkeit werden lässt.

Doch statt Klarheit findet sie Rätsel, unerklärliche Ereignisse – und den geheimnisvollen Willem, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Zwischen ihnen knistert es gewaltig, doch beide tragen ihre eigenen Narben und Geheimnisse.

Das Setting hat mir richtig gut gefallen – das Hotel Lichtenfels ist so atmosphärisch beschrieben, dass ich es mir bildlich vorstellen konnte. Die Schreibweise von Ruby Braun ist wundervoll und zieht einen direkt in die Geschichte hinein. Charlie und Willem sind starke, glaubwürdige Charaktere, und man spürt die emotionale Spannung zwischen ihnen – es knistert förmlich. Auch die Nebencharaktere sind liebevoll und authentisch ausgearbeitet und verleihen der Geschichte viel Tiefe.
Besonders begeistert hat mich die Magie, die in der Geschichte allgegenwärtig und kraftvoll spürbar ist. Sie ist kein leiser Unterton, sondern durchdringt das Geschehen und verleiht dem Buch eine besondere Intensität und Stimmung.
Es bleiben viele Geheimnisse offen, was die Neugier auf den nächsten Band nur noch größer macht. Ich freue mich schon sehr darauf, wieder in diese Welt einzutauchen!

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Rezensionen von Liselottchen:

Ein Nachruf auf die ermordete Schwester

Lilianas unvergänglicher Sommer von Cristina Rivera Garza

Vor knapp dreißig Jahren wurde Liliana, die Schwester der Autorin, im Alter von zwanzig Jahren stranguliert aufgefunden. Als Mörder steht schon bald ihr Ex-Freund Angel fest, zu dem sie eine toxische Beziehung hatte. Er wurde jedoch niemals für seine Tat vor Gericht gestellt, da er sich durch Flucht entzogen hat – für die Familie bis heute ein wunder Punkt.

Das Buch beginnt mit der Suche der Autorin nach der Ermittlungsakte ihrer Schwester. Eine Odyssee, man schickt sie in Mexiko-Stadt von einem Büro ins andere, am Schluss vergeblich. Da beschließt sie, ihre Schwester mit Erinnerungen zu verewigen, es kommen die Eltern, zahlreiche Mitstudentinnen und -studenten, sowie ihre Freundinnen, Nachbarn und sonstige Wegbegleiter zu Wort. Auch Briefe und Notizen von Liliana finden ihren Platz. Sie ergeben das Bild eines lebenslustigen, fröhlichen Mädchens, das ihr Dasein genossen hat und von allen geliebt wurde, jedoch sich selbst mit der Liebe zu den Männern schwergetan hat.
Man gewinnt Einblicke in das Leben in Mexiko, über den Umgang mit den Frauen in diesem Land und die Entwicklung in den dreißig Jahren nach Lilianas Tod. Unglaublich, wie Frauen behandelt und unterdrückt wurden, teilweise zieht sich das bis heute. Die Arbeitsmoral der Behörden ist bestenfalls als gleichgültig zu bezeichnen. Dass Ermittlungsakte einfach verschwinden, obwohl der Täter nie gefasst wurde, ist unerhört. Die Autorin verarbeitet nach so vielen Jahren den Tod ihrer Schwester, das ist durchaus gelungen. Besonders schockiert hat mich, dass die Eltern zum Zeitpunkt der Tat außer Landes waren und als sie zurückkamen, war ihre Tochter Liliana bereits beerdigt. Heutzutage mit den Handys undenkbar, sogar in Mexikol
Für mich war es interessant und informativ zu lesen, doch ich hätte mir ein wenig mehr Ordnung und Struktur gewünscht. Beispielsweise wäre eine geschlossene Berichterstattung des Tathergangs am Anfang hilfreich gewesen, nicht die schichtartige Enthüllung durch Zeitungsartikel und Zeugen im letzten Drittel. Über Lilianas Charakter erfährt man nur puzzleartig manches und nicht alles lässt sie sympathisch erscheinen. Mir fehlte zudem ein wenig die Beziehung zu ihrer Schwester, der Autorin, die für mich am Rand bleibt. Auch die Autorin selbst hält sich bedeckt, und sie gibt kaum etwas über sich preis.
Unter dem Strich eine literarische Erzählung, einem Bild von Mexiko und einem offen gehaltenen Schluss. Warum die Akte verschwunden ist – schließlich handelt es sich um einen Cold Case, hat sich mir leider nicht erklärt.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Ganz toller Debütroman

Himmel ohne Ende von Julia Engelmann

Julia Engelmann war mit natürlich sofort ein Begriff. Ich war mal großer Fan der Poetry-Slammerin, habe auch einen ihrer Gedicht-Bände und war entsprechend neugierig auf ihr Romandebüt. Denn dass sie ein Gefühl für Sprache und Emotionen hat, hat sie ja bereits bewiesen.

Dieses Gefühl von Jugend, zwischen Verzweiflung und Verheißung wird hier gut eingefangen.

Die Geschichte fühlt sich ehrlich und echt an und Charlies emotionales Chaos geht unter die Haut. Es geht viel um die ganz alltäglichen Sorgen von jugendlichen, darum auszufinden wer man ist und wo der eigene Platz im Leben ist. Es geht um Freundschaft und um Familie.

Julia Engelmann wählt nahbare Themen, die vermutlich jeder schonmal durchgemacht hat und dadurch nachempfinden kann. Es ist ein warmherziges Buch, auch wenn Charlie oft hart mit sich und anderen ins Gericht geht. Es geht ums Fehler machen und ums Verzeihen.

Ich fand die Geschichte richtig toll erzählt, mit Ecken und Kanten rund um die Schlaglichter und Fallstricke der Jugend. Es ist ein schönes Buch, das auch zum innehalten und rekapitulieren der eigenen Jugend einlädt. Mochte ich sehr

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Rezensionen von Chrissi:

Ein echtes Wohlfühlbuch

Goldcrest Manor - Velvet Meadows von Yvy Kazi

„Goldcrest Manor“ von Yvy Kazi ist ein echter Wohlfühlroman. Die Autorin entführt uns in eine Welt voller Pferde, Wiesen, wunderschönem Setting, Gefühlen, Spannung, Freundschaft, Selbstfindung und einer emotionalen zweiten Chance für die Liebe.

Der Schreibstil ist locker und das Buch liest sich flüssig.

Es wird aus den zwei Perspektiven der Hauptcharaktere erzählt.

Das Setting ist wunderschön, wie man schon auf dem Cover sieht, was übrigens ein echter Hingucker ist. Man fühlt sich wie in einem Traum, man meint das Heu zu fühlen und den Duft zu riechen, ich habe mich wie in meinem „Pinterest - Board“ in echt gefühlt.

Kenzie hatte es nicht immer leicht, in ihrer Jugend musste sie aufgrund ihrer Epilepsie viel aufgeben. Sie flieht vor ihrer Vergangenheit und verdrängt viele Gefühle. Doch als sie an den Ort, als alles begann zurückkehrt, holt sie ihre Vergangenheit wieder ein. In Form von Julian, ihrer ersten großen Liebe, aber auch in Gefühlen von Verlust und Sehsucht, doch sie fühlt sich auch angekommen und zuhause. In einer emotionalen Reise, begleiten wir sie auf dem Weg zu sich selbst und einem neuen Lebensabschnitt, einer zweiten Chance für Julian und sie, aber auch bei Herausforderungen beim Gestüt.
Kenzie ist eine unglaublich nahbare und greifbare Charakterin, man hatte oft das Gefühl, man sitzt neben ihr und erlebt vieles mit ihr. Sie hat Ecken und Kanten, aber sie hat auch ein starkes Herz und einen starken Willen.
Sie gibt nicht so schnell auf.
Was ich mir jedoch gewünscht hätte ist ein tieferer Einblick in das Thema Epilepsie, für mich kam es etwas zu kurz.

Julian ist Polo-Spieler und sehr zielstrebig, Polo ist alles für ihn, bis er Kenzie wieder begegnet.
Julian war für mich leider nicht so greifbar wie Kenzie, ich konnte mich in vielen Situationen nicht wirklich in ihn hineinversetzen, ich hätte mir vor allem mehr Tiefe gewünscht, aber auch mehr Kommunikation und Verständnis. Auch ging mir die ganze Liebesgeschichte zu schnell voran, ich hätte mir ein paar Hindernisse und auch tiefere Gespräche über ihre Vergangenheit gewünscht.

Im ganzen Buch geht es um so viel mehr als um die Liebesgeschichte von Julian und Kenzie, es geht auch um vertrauen und Zusammenhalt.
Die ganze Atmosphäre rund ums Gestüt ist mir richtige ans Herz gewachsen.
Vor allem auch die Nebencharaktere haben sich langsam aber sicher in mein Herz geschlichen, allen voran Archie und Maeve, ich bin schon so gespannt auf ihr Buch.


Insgesamt ein toller Auftakt mit wunderschönen Setting und tollen Charakteren, das perfekte Buch zum abtauchen in eine andere Welt, auch wenn mir an ein paar Punkten etwas gefehlt hat. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

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