Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Liselottchen:
Süße Kindergeschichte mit tollen Illustrationen
Nuno Nasenbär von Ingolf Lück
Nuno hat als Nasenbär eine riesengroße Nase. Bis jetzt hat ihn das nicht gestört, aber an diesem Tag hat er Probleme, sein T-Shirt anzuziehen, stolpert und stürzt so ungünstig hin, dass sein ganzes Baumhaus in Trümmern liegt. In seiner Verzweiflung besucht er seine Freunde, jedoch auch bei ihnen passiert ihm ein Missgeschick nach dem anderen.
Er wird immer trauriger und verwünscht seine lange Nase. Doch dann kommt es zu einer überraschenden Wendung.
Was für ein süßes Buch! Meine beiden Enkelkinder (3 und 5) waren total begeistert, ich musste es mehrmals vorlesen. Sie haben mit Nuno mitgelitten und am Schluss war die Freude groß. Die Botschaft, dass man genau so richtig ist, wie man ist, ist angekommen. Ein weiteres Highlight sind die entzückenden detailgenauen Bilder, es gibt auf jeder Seite zahlreiche Dinge zu entdecken und die beiden waren eine ganze Weile en Illustrationenbeschäftigt. Ein wirklich herzerfrischendes Kinderbuch, das ich gern weiterempfehle.
Wissenswertes, kindgerecht aufbereitet
tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? - Faszinierende Fahrzeuge von Heike Tober
Mein kleiner Enkel (5) ist unheimlich interessiert an allem Technischen und er hat sich sofort in das Buch verliebt. Wie alle Tiptoi-Bücher ist auch dieses liebevoll und kindgerecht gestaltet. Es ist breit gefächert, verschiedene Fahrzeuge von Rennwagen, Einsatzfahrzeugen, E-Autos, Heißluftballon bis hin zu Schiffen und Raketen.
Und natürlich sind auch seine heiß geliebten Traktoren dabei. Das Ganze ist liebevoll und detailgenau illustriert und erklärt, sowie in eine Rahmenhandlung eingebettet, die sich wie ein roter Faden durch die Story zieht. Nebenbei und unaufdringlich kommt auch das Bewusstsein für Natur und Umwelt nicht zu kurz. Mein Enkel ist begeistert und holt sich das Buch mindestens einmal täglich und das schon seit einiger Zeit. Ihm gefallen die Lieder und die typischen Geräusche der Fahrzeuge. Auch von der Technik versteht er schon einiges. Die Spiele sind ein zusätzlicher Bonus.
Auch seine jüngere Schwester (3) hat schon interessiert zugehört, selbst wenn sie natürlich noch nicht alles versteht. Daher kann ich das Buch alle kleinen Technikfreaks von Herzen empfehlen.
Zum Vorlesen und teilweise selbst lesen für Anfänger/innen
Lesewald, Der Zauber des Wassers – Buch zum Lesen lernen | Thema: Mehr Mut bei Angst vor Wasser | Lesen erster Wörter, Vorlesen, Mitmachspaß von Alexandra Wagner
Lea und Tim besuchen die Eule Ada im Wald, die magische Fähigkeiten hat und den Kindern neue Welten zeigen kann. Diesmal dreht sich alles ums Wasser. Dazwischen sind blau markierte Wörter, die Leseanfänger/innen selbst lesen können. Das Ganze wird noch durch kleine Nachmachübungen aufgepeppt. Die Geschichten sind kurz und eignen sich daher auch gut als kurze Vorlesegeschichten.
Ich habe das Buch mit meinen 5 Enkelkindern gelesen, wobei die beiden Jüngsten (3) noch zu klein waren und es ihnen bald langweilig wurde. Aber für diese Altersgruppe ist das Buch auch nicht gedacht. Die drei Größeren zwischen 5 und 8 Jahren verstanden die Geschichten gut. Obwohl wir den ersten Band nicht kannten, kamen sie problemlos mit. Auch das Lesen klappte gut, meine älteste Enkelin (2. Klasse) hat durch die große Schrift schon einige Passagen lesen können. Die Illustrationen sind entzückend und auch die Magie kommt nicht zu kurz. Es ist ein Buch, das bestimmt ein zweites Mal (vor)gelesen werden wird.
Unter dem Strich ein gelungenes Kinderbuch, nun wünschen sie sich auch noch den ersten Teil.
Was bleibt am Schluss?
Ein unerhörter Wunsch von Ann Packer
Claire hat Krebs und nur mehr wenige Monate Lebenszeit. Sie lebt mit ihrem Mann Elias in einem schönen Haus, ihre Kinder sind beide erwachsen. Die Tochter Abby ist verheiratet und lebt mit Mann und Töchtern weiter fort, auch der Sohn Josh ist nicht in der Nähe. Eliot kümmert sich um Claire, man kann sagen, dass sich das Leben in den letzten Jahren hauptsächlich um Claire und ihre Krankheit gedreht hat.
Als ihre Freundinnen Holly und Michelle anreisen, äußert Claire den ungewöhnlichen Wunsch, dass Eliot ausziehen möge, sie wollte die letzten Wochen nur mit den Freundinnen verbringen. Als Begründung gibt sie an, dass sie das ebenso gemacht hätte, als damals eine andere Freundin erkrankt war, die sie bis zum Tod begleitet hätten. Eliot ist wie vor den Kopf gestoßen, doch er möchte den letzten Wunsch seiner Frau nicht abschlagen und zieht in Hollys Haus. Kurz darauf bemerkt er, das er auch als Besucher nicht willkommen ist ...
Das Buch war überhaupt nicht meins und hat mich richtig runtergezogen. Nich wegen der Krebserkrankung und dem drohenden Tod, sondern weil ich Claires Verhalten in keiner Weise nachvollziehen konnte. Die Geschichte ist in der dritten Person aber ausschließlich aus Eliots Sicht geschrieben, ich hatte tiefes Mitgefühl mit dem Mann. Dass die Partnerin es vorzieht, die letzte Zeit mit Freundinnen zu verbringen, anstatt mit dem Lebenspartner, war für mich unverständlich und traurig. Eliot leidet darunter und ich musste zeitweise das Buch weglegen, weil ich das Gefühl hatte, Claire schütteln zu müssen. Krankheit hin oder her, sie verhält sich egoistisch und verrückt. Leider erfährt man nichts von ihren Gedanken und Gefühlen, vielleicht hätte ich sie dann besser verstehen können, so konnte ich das nicht. Allerdings muss ich auch sagen, dass Eliot schwach wirkt, er nimmt alles hin, ohne sich wirklich zu wehren.
Die zwei Freundinnen blieben mir unsympathisch, zeitweise schien es, dass sie richtig Freude daran hatten, dass Eliot ausgeschlossen wurde und sie nun in Claires Leben die Nummer eins waren. Der Roman plätschert dahin, bleibt für mich oberflächlich, keine Gespräche, die die Eheleute näherbringen, wie es oft im Angesicht des nahenden Todes ist. Gegen Schluss tut Claire zusammen mit ihren Freundinnen etwas, das Eliot tief verletzt, weil er erneut ausgegrenzt wurde.
Ich begreife nicht, was uns die Autorin damit sagen wollte, denn eine Entwicklung der Figuren kann ich nicht feststellen.
Auch der Schluss blieb schwammig, es erschien mir, als wollte sich die Autorin mit dem »danach« nicht auseinandersetzen. Dieses Thema, das mich normalerweise tief berührt und das ich in vielen Büchern hautnah ergreifend erleben durfte, konnte mich hier nicht abholen.
Neuanfang an der Ostsee
Herzklopfen im Eiscafé am Meer von Doris R. Thomas
Melissa startet einen Neuanfang, zieht von Bayern nach Warnemünde. Sie ersteht ein Eiscafé, das sie renovieren und eröffnen möchte. Doch Nick, der Handwerker, den sie angeheuert hat, die Renovierung zu übernehmen, gleicht unheimlich ihrem Jugendfreund Moritz. Der ist nach einer gemeinsamen Nacht einfach verschwunden und Melissa hat diesen Schmerz bis heute nicht überwunden.
Doch Nick kennt sie nicht. Und er war auch nie in Bayern. Sagt er. Obwohl sie daran Zweifel hat, findet sie sich schließlich damit ab, kann jedoch nicht verhindern, dass sie sich zu Nick hingezogen fühlt. Er benimmt sich seltsam, bekommt Telefonanrufe, nach denen er überstürzt aufbricht und scheint übertrieben ängstlich.
Mit dieser Story ist der Autorin eine wunderschöne Romanze gelungen. Die Figuren sind authentisch gezeichnet: Melissa muss man einfach gernhaben, sie ist nicht zimperlich, tatkräftig, fröhlich und geschickt. Nick ist geheimnisvoll, jedoch hilfsbereit und freundlich. Ein Highlight sind die Freundinnen Ricarda und Flora, die immer für Melissa da sind. Wer hätte nicht gern solche Freundinnen? Doris R. Thomas hat einen bildhaften Schreibstil, der mich sofort in die Geschichte hineinzog. Das traumhafte Ambiente von Warnemünde tut sein übrigens. Ich war mal auf Urlaub dort und fühlte mich sofort zurückversetzt. Ein paar der Dinge sind ein wenig märchenhaft, so der Zusammenhalt der »Warnemünder Unternehmerinnen« – aber das passt für einen Liebesroman. Der Spannungsbogen hielt seitenweise an und die Auflösung am Schluss war überzeugend.
Eine empfehlenswerte Wohlfühllektüre, die ich sehr genossen habe.
Das ABC von hinten
Retten wir das ABC! von Paul Friedrich
In diesem Bilderbuch sucht das Zebra den Apfel, und wandert dabei das gesamte ABC von hinten durch, wobei jedem Buchstaben ein Begriff zugeordnet wird. Das Ganze in Reimform und sparsam illustriert.
Ich habe das Buch zusammen mit meinen fünf Enkelkindern (3 bis 7 Jahre) angesehen und muss leider sagen, dass sie die Story nicht überzeugt hat.
Meist wollen sie ein Buch mehrmals lesen oder vorgelesen bekommen, bei diesem war das nicht der Fall.
Die Idee der Geschichte ist nett, das ABC soll durchgezählt werden, aber das A, nämlich der Apfel, ist verschwunden. Nun macht sich das Z=Zebra auf den Weg. Die Reime sind in flapsig jugendlichem Stil und ergeben nicht immer Sinn. Da musste ich oft erklären, wie es gemeint ist. Auch viele Dinge wie Mumie und Röntgengerät sind schwer für die Kleinen. Dass der Truthahn von der Schlange gefressen wird, hat sie erschüttert (warum? Und kommt der wieder raus?) Bei Q wäre Qualle besser gewesen als Quadrat und die Sache mit den Popeln fanden sie total eklig. Dabei ging die Orange komplett unter.
Auch die Zeichnungen gefielen ihnen nicht, sie sind modern gehalten, teilweise verfremdet und minimalistisch ohne Hintergrund.
Fazit: Die Idee des Buches ist gut, die Umsetzung hätte ein wenig liebevoller sein können.
Wunderbarer Abschlussband der Reihe
Das unehrenhafte Mädchen von Lotte Römer
Josefa ist erwachsen geworden, ihre Mutter ist verstorben und ihr Stiefvater möchte sie versorgt wissen. Also wird sie mit dem wesentlich älteren Berthold verheiratet. Sie möchte ein gehorsames Mädchen sein und fügt sich. Berthold zeigt sich anfangs auch sehr zuvorkommend, doch bereits in der Hochzeitsnacht stellt sich heraus, dass er dem Alkohol zugetan ist.
Zudem verweist er sie auf ihren Platz als Hausfrau, sie darf weder ihrem Hobby der historischen Kunst nachgehen, noch sich in irgendeiner Weise fortbilden. Als er sogar handgreiflich wird, flüchtet sie aus dem Haus. Ihre Schwester Elsa nimmt sie auf. Hier begegnet sie dem Polizisten Otto, der ihr zeigt, dass Männer auch anders sein können ...
Mit diesem dritten Band schließt die Reihe rund um die »Töchter Innsbrucks«. Auch dieser Teil kann unabhängig gelesen werden, jedoch hat es mir riesige Freude bereitet, zu erfahren, wie es Josefas Schwestern weiter ergangen ist. Dass die Mutter, die ebenfalls in den letzten beiden Büchern eine tolle Entwicklung durchgemacht hat, verstorben ist, fand ich schade. Aber dadurch konnte der Stiefvater Josefa leichter mit einem sehr viel älteren Mann verheiratet. Josefa selbst sticht – wie schon ihre Schwestern - durch einen starken Charakter hervor. Sie bemüht sich, ihrem Mann alles rechtzumachen, was aber von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Gegen den Feind Alkohol ist es nutzlos zu kämpfen.
Ich hätte mir am Schluss noch gewünscht, dass »der Geschwendtner«, der Stiefvater der drei, eine Strafe abbekommt. Aber auch ohne dieses Detail war es ein Vergnügen, zu lesen, wie sich in einer Zeit, in der es Frauen extrem schwer gemacht wurde, drei Frauen behaupten haben können. Wie immer ist der Schreibstil von Lotte Römer wunderbar flüssig zu lesen, der Spannungsbogen anhaltend, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.
Die Reihe punktet besonders durch die großartig recherchierten historischen Details, da habe ich einiges dazulernen können. Wer weiß schon, was eine Abtrittanbieterin für eine Funktion hatte?
Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, der wird auch diesen mögen. Und wer die Reihe noch nicht kennt, dem kann ich sie nur herzlich empfehlen. Danke für die tollen Lesestunden!
Tolles Buch für Vorschulkinder
Die Vorschulprofis: Wir sind die Großen in der Kita von Jasmin Schaudinn
Meine Enkelin (5) freut sich schon sehr auf die Schule, daher war dieses Buch genau das Richtige. Die Geschichten haben ihr gut gefallen und die zahlreichen Spiele und Bastelideen waren ein Highlight. Die Illustrationen haben auch wunderbar gepasst, in dieser Altersgruppe sind sie sehr wichtig. Das Selbstwertgefühl wurde enorm gesteigert, immer wieder wurde betont, dass sie nun zu den »Großen« gehören, was meiner Enkelin besonders gefallen hat, zumal sie noch eine kleinere Schwester hat.
Das Vorschullied fand sie ein wenig einfach. Das ist aber auch das Einzige, was ich hier kritisieren könnte.
Unter dem Strich ist es ein schönes Buch für die Vorbereitung auf die Schule. Es sind so viele Anregungen drin, dass man die letzte Zeit im Kindergarten bewusst genießen kann. Die Geschichten spiegeln viele Situationen wider, die man erlebt und es bietet viele Tipps zum Spielen und Basteln, die man auch wirklich gut nachmachen kann. Auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch!
Ein Vorlesebuch eher für größere Kinder
SUPERBIKES Das große Vorlesebuch von Hanna Sörensen
In diesem relativ dicken Buch sind 14 Vorlesegeschichten drin. Im Mittelpunkt stehen die Superbikes, das sind Fahrräder mit Menschenköpfen, etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber meine Enkelkinder nicht weiter gestört. Am Anfang werden alle vorgestellt, doch die Vielzahl der Bikes hat meine Enkel überfordert.
Die Handlung ist für die Jüngsten (3 Jahre alt) zu komplex, die Größeren (5 und 7 Jahre) konnten sich für einige der Geschichte begeistern. Es sind nicht alle spannend und die beiden Antagonisten Trip und Spicy handeln wirklich grenzwertig. Vor allem gibt es extrem gefährliche Situationen, wenn beispielsweise eine Brücke über der Schlucht Bretter verliert oder ein Radrennen auf einem engen Bergweg stattfindet, wo man leicht den Abhang hinunterstürzen kann.
Warum das Buch vom Fahrradclub empfohlen wird, erschloss sich mir auch nicht. Ich hätte mir gewünscht, dass das richtige Verhalten im Straßenverkehr ein Thema wäre, in eine nette Geschichte verpackt, anstatt der waghalsigen Abenteuer. Meinen Enkelkindern gefiel am besten die Geburtstagsfeier.
Wenn das Hufeisen verloren geht
Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Flammensturm von Mascha Matysiak
In diesem Band begleiten wir die Kinder Lotta und Karlos in den Freizeitpark. Sie haben Spaß, bis sich herausstellt, dass die Pferdeshow nicht stattfinden kann, weil das rote Hufeisen verloren gegangen ist. Und natürlich finden sie das gute Stück, sodass die Show doch noch gerettet wird. Es gibt auch ein Wiedersehen mit Herrn Nox, dem Leiter des Fundbüros.
Wiederum ist es ein ansprechend gestaltetes Kinderbuch, vor allem für Lesende geeignet, die leicht fortgeschritten sind. Meine Enkelin, Zweitklässlerin, hat bereits den Band um Poseidons Dreizack mit Begeisterung gelesen. Das Buch ist besonders, weil man auf vielen Seiten selbst entscheiden kann, wo man weiterliest, sodass man das Buch mehrmals lesen kann und immer neue Varianten entdeckt. So gibt es am Schluss auch drei verschiedene Enden. Das motiviert zum Lesen, meine Enkelin, eher (noch) keine begeisterte Leserin, hat freiwillig weitergelesen. Zudem sind auch Rätsel im Buch, die das Ganze auflockern. Perfekt geeignet ist auch die Schrift, gut lesbar (ohne Schnörkel, richtige Größe), sowie gelungenen bunten Illustrationen, die für die Zielgruppe sehr wichtig sind.
Unter dem Strich eine tolle Geschichte, die zum Lesen anregt, sehr empfehlenswert.











