Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Liselottchen:
Wenn Träume wahr werden
Zurück ins Leben geträumt von Ella Gold
Im dritten Band der Seaside Hope Reihe steht nun Falk Brunner, der empathische Psychiater der Klinik im Mittelpunkt. Auf der Hochzeit von Daria und Erik (siehe Band 2) begegnet er der Hebamme Natascha, die ihr Leben getaktet und sich selbst strenge Regeln auferlegt hat. Die beiden beginnen eine Affäre.
Doch Natascha ist psychisch arg belastet, als sie schwanger wird, zieht sie sich zurück. Denn Falk hat klargemacht, dass Kinder in seiner Lebensplanung nicht vorgesehen sind.
Wiederum ein herzzerreißender Roman von Ella Gold, einer Autorin, die bei mir Suchtwirkung hat. So habe ich auch dieses Buch rasch gelesen und ich habe mit Natascha mitgelitten. Hier schafft die Autorin einen interessanten Einblick in die Angststörungen von Natascha, es gibt viele Erklärung rund um die Krankheit und Therapiemöglichkeiten werden erläutert. Das Wiedersehen mit anderen Charakteren, wie Daria und Erik hat mir gut gefallen, die Figuren sind empathisch und hautnah gezeichnet. Was mir diesmal einen Tick gefehlt hat, ist das Prickeln zwischen den beiden Protas, nachdem Natascha mit dem Baby vor Falks Tür steht. Er hilft ihr sofort, verhält sich freundlich, von Liebe ist jedoch sehr lang nicht die Rede. Dafür geht’s dann am Schluss extrem rasch.
Aber trotz dieser kleinen Kritik ist es wieder ein tolles Buch von der Autorin, ich freue mich schon auf den nächsten Band.
Schwerkraft und Fliehkraft kindgerecht erklärt
Nase & Weis - Wieso falle ich eigentlich immer nach unten? von Michael Engler
Weis ist ein Bär und lebt am Nordpol in einer verlassenen Polarstation. Erst ist er allein, doch dann fällt eine Maus in seine Hand, die Nase heißt. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum alles immer hinunterfällt. Dabei machen sie ein Experiment, indem beide in den Schnee springen, um zu beweisen, dass es wirklich immer zutrifft.
Auch warum der Mond nicht auf die Erde fällt, wird erklärt, sowie das Trägheitsgesetz. Neben der Geschichte wird in zusätzlichen Kästchen noch mehr und genauer auf Details eingegangen.
Ich habe das Buch zusammen mit meinem Enkel, der gerade sechs geworden ist und noch in den Kindergarten geht, angeschaut. Er ist technisch wirklich interessiert und kennt sich bei vielen Dingen gut aus, er war auch bei dieser Geschichte gleich dabei. Der Autor gibt sich sehr viel Mühe, die physikalischen Gesetze in eine Kindergeschichte zu verpacken, was teilweise gelungen ist, zumal mein Enkel bereits wusste, was Schwerkraft ist. Aber Kinder stellen auch zusätzliche Fragen: Wieso lebt der Bär ganz allein? Woher kriegt er sein Essen und hat auf einmal einen Apfel in der Hand? Denn er wusste bereits, dass es am Nordpol nur Schnee gibt und kein Land.
Für die Informationen in den Kästchen war es zu früh, ich denke, dass er in zwei Jahren das Ganze richtig begreifen wird. Auch die Zusammenhänge von Magnet und Kreisel konnte er noch nicht verstehen. Verstanden hat er jedoch, dass es Sinn macht, zu fragen, denn nur so könne man lernen.
Ausgezeichnet sind die Illustrationen, vor allem die Maus mit der Brille fand er süß. Ein lehrreiches Kinderbuch, das sicherlich ab 6 lesbar ist, ich jedoch eher für Kinder ab 8 Jahren empfehle.
Fantasievolle Kindergeschichte mit Längen
Einhornfunkeln - Das magische Band von Cerrie Burnell
Elodie lebt mit ihrem Papa in London, ihre Mama ist meist unterwegs, angeblich arbeitet sie für eine Modefirma. Zusammen mit Elodies zahlreichen Freundinnen und Freunden entdecken sie ein Einhorn im Park. Von Elodies Mama, die in Wirklichkeit Einhornhüterin ist und als Spionin bei den Einhornjägern arbeitet, erfahren sie, dass das Einhorn Astra in Gefahr ist, und sie versuchen es in einer abenteuerlichen Reise in Sicherheit zu bringen.
Ich habe das Buch mit meiner ältesten 8-jährigen Enkeltochter gelesen, laut Angabe das vorgesehene Lesealter. In diesem Alter kann sie schon ganz gut selbst lesen, jedoch war ihr dieses Buch zu mühsam, sodass ich viele Teile vorgelesen habe. Es fehlten bunte Bilder, auch die Schwarz-wie-Bilder sind nur spärlich gesät. Zudem sind die zahlreichen Rückblenden nicht nur verwirrend, sondern zusätzlich in einer anderen Schrift, die schwerer lesbar ist, geschrieben.
Die Geschichte ist langatmig, es sind umfassende Erklärungen und Beschreibungen drin, sodass ihr zwischendurch langweilig wurde. Zudem war es mit den vielen auftretenden Personen schwierig, den Überblick zu behalten. Der Schreibstil hätte auch einfacher und kindgerechter sein können, Sätze sind doch ziemlich verschachtelt.
Beispiel: Abgesehen von diesem kleinen Chaos, brachte Astra einen Hauch Wildnis mit sich, der durch die Wohnung wehte, ein bisschen, wie der Duft im Wald, kurz bevor es anfängt zu schneien.
Die Story selbst hat meiner Enkelin nur teilweise gefallen, für meine jüngeren Enkelkinder war sie ohnehin zu hoch, aber es ist ja ab 8 ausgeschrieben. Ich würde sogar sagen, das Lesealter müsste auf 10 Jahre hinaufgesetzt werden, in diesem Alter können fast alle flüssig lesen und benötigen nicht mehr so viele Bilder.
Unter dem Strich eine Geschichte, die nette Ansätze hat (wie beispielsweise die zahlreichen Arten von Einhörnern), sowie der Zusammenhalt der Freunde, die meine Enkelin leider nicht komplett abholen konnte. Da eine Beurteilung jedoch immer Geschmackssache ist, bleibt unsere gemeinsame Bewertung in der Mitte.
Wunderschöner Roman im historischen Ambiente von Salzburg
Die Seiten des Glücks von Lotte Römer
Emma ist ein Annehmkind auf einem Bauernhof in Hallein, Ende des 19. Jahrhunderts. Dort geht es ihr zwar besser als vorher bei ihrer Mutter, die sie vernachlässigt hat, allerdings ist es trotzdem ein hartes Leben. Sie verliert nicht den Mut und bringt sich mit tüchtiger Arbeit am Hof ein. Die Zuneigung zu ihren Ziehschwestern, auch Annehmkinder, macht ihr das Leben erträglich.
Als sie ungerechterweise des Diebstahls bezichtigt wird, bricht ihre Welt zusammen, doch glückliche Umstände bringen sie nach Salzburg, wo sie von einem Buchdruckerehepaar aufgenommen wird. Ihr Leben dreht sich zum Guten, auch verliebt sie sich, bis sie mit der Vergangenheit konfrontiert wird.
Schon in ihrer Reihe rund um die Mädchen aus Innsbruck konnte mich die Autorin begeistern. Auch mit diesem Buch, das ich in kürzester Zeit gelesen habe, hat sie einen berührenden Roman geschaffen, historisch gut recherchiert und mitreißend geschrieben. Diesmal entführt sie uns in die Welt der Buchdruckerei, es ist hochinteressant, wie damals Bücher entstanden sind. Diese Informationen packt sie in lebhafte Dialoge, sodass man viel lernen kann, ohne dass es langweilig wird.
Mit den Figuren hat sie auch meinen Geschmack getroffen. Emma, ein Mädchen, das sein Schicksal annimmt und das Beste daraus machen möchte, sich ungeachtet der Hindernisse, die ihr in den Weg gelegt, werden, trotz aller Ungerechtigkeit, nicht unterkriegen lässt. Ihre Entwicklung vom schüchternen Annehmkind zur reifen Frau hat mich stark beeindruckt. Das Buchdruckerehepaar in seiner Herzenswärme und Güte schafft gleich ein Wohlbefinden beim Lesen. Wer wünscht sich nicht solche Eltern oder Großeltern? Am Schicksal der schwangeren Gretel wird deutlich, wie unfair und schlecht Frauen damals behandelt wurden, es macht wütend und traurig. Und Lukas, den fand ich auch gut gezeichnet, als Mann seiner Zeit, anfangs etwas rüde, der ebenfalls einen kleinen Entwicklungsprozess durchmacht.
Der Geschichte bezaubert zusätzlich durch das tolle Ambiente von Salzburg, man bekommt sehr viel vom Leben in der damaligen Zeit mit und die damalige Mehrklassengesellschaft: wer schlecht angezogen ist, der ist nichts wert.
Ein wunderschönes Buch, das ich von Herzen allen Leserinnen Lesern weiterempfehlen kann, die gern in historische Romane eintauchen möchten.
Wenn man alles doppelt erleben kann
Noch einmal, für immer von Mitch Albom
Alfie (Alfred) hat eine besondere Gabe: Er kann mit den Worten »Noch einmal« in die Vergangenheit zurückspringen, zu einer Begebenheit, an die er sich erinnert und es beim zweiten Mal probieren besser zu machen. Doch die Sache hat nicht nur einen, sondern mehrere »Haken«, so kann er den Tod nicht verhindern und auch die Liebe nicht manipulieren und in die gewünschte Richtung lenken.
Er wächst in Afrika auf, da seine Eltern Missionare sind, und lernt da Gianna kennen, die er ein Leben lang liebt. Doch sie entscheidet sich für den Footballer Mike. Vorerst. Kann Alfie sie durch seine Gabe doch noch für sich gewinnen?
Was für eine tolle Buchidee! Dem Autor ist es gelungen, die Handlungsstränge ineinander zu verweben, erstes Erleben, zweites Erleben und viele Dinge dazwischen. Das Buch ist mitreißend in angenehmem Sprachstil geschrieben. Zu Beginn erlebt man Alfie in der Gegenwart, er wird verhaftet, weil er im Spielcasino zwei Millionen Dollar gewonnen hat. Er wird von einem Polizisten verhört, denn das kann doch nur Betrug sein. Durch sein Notizbuch erfährt man vieles von seiner Vergangenheit. Alfie ist ein Mensch mit Stärken und Schwächen, der – wie alle – nur eines möchte: glücklich sein. Einige Episoden sind humorvoll, einige stimmen nachdenklich, einige sind auch traurig. Alfie kann sich aus zahlreichen unangenehmen Situationen herausmanövrieren, jedoch nicht immer wendet sich alles zum Besseren. Das Ende bietet noch zahlreiche Wendungen, Überraschungen und Aha-Erlebnisse, sowie die Erkenntnis, dass es meist besser ist, die erste Variante anzunehmen.
Das Buch war ein Lese-Highlight für mich, spannend, tiefgründig und wunderbar zu lesen.
Vorlesegeschichten und kindgerechte Rezepte
Koch- und Backabenteuer mit Spekulatius von Tobias Goldfarb
Der Drache Spekulatius gibt Tipps zum Kochen und Backen. Zusammen mit Lukas, in dessen Teigschüssel er unverhofft landet, kreieren sie zahlreiche Rezepte rund ums Jahr. Für jede Jahreszeit passend gibt es eine Vorlesegeschichte, sowie eine Reihe von nachahmenswerten Rezepten.
Meine beiden ältesten Enkelinnen sind 6 und 8 Jahre alt und sie waren total begeistert.
Sie helfen gern in der Küche und sind ausgesprochen geschickt im Verzieren und Dekorieren. Einige der Rezepte haben sie bereits ausprobiert, beispielsweise das Chili con Schoko, die bunten Pommes und die Krake mit Dip. Auf dem Plan stehen auf jeden Fall noch die Fledermaus Cracker für Halloween und die Rentier-Pops. Auch die Geschichten fanden sie sehr lustig. D
Das Buch ist mit den tollen Fotos der Speisen wunderbar gestaltet und die Rezepte sind wirklich gut nachzumachen und gelingen. Zudem wird auch auf gesunde Ernährung geachtet, beispielsweise viel Gemüse kindgerecht zubereitet. Das Buch ist sehr zu empfehlen, für alle Kinder, die gern in der Küche experimentieren und ich kann mir vorstellen, dass es auch »Küchenmuffeln« Lust zu kochen macht. Absolute Empfehlung.
Süße Kindergeschichte mit tollen Illustrationen
Nuno Nasenbär von Ingolf Lück
Nuno hat als Nasenbär eine riesengroße Nase. Bis jetzt hat ihn das nicht gestört, aber an diesem Tag hat er Probleme, sein T-Shirt anzuziehen, stolpert und stürzt so ungünstig hin, dass sein ganzes Baumhaus in Trümmern liegt. In seiner Verzweiflung besucht er seine Freunde, jedoch auch bei ihnen passiert ihm ein Missgeschick nach dem anderen.
Er wird immer trauriger und verwünscht seine lange Nase. Doch dann kommt es zu einer überraschenden Wendung.
Was für ein süßes Buch! Meine beiden Enkelkinder (3 und 5) waren total begeistert, ich musste es mehrmals vorlesen. Sie haben mit Nuno mitgelitten und am Schluss war die Freude groß. Die Botschaft, dass man genau so richtig ist, wie man ist, ist angekommen. Ein weiteres Highlight sind die entzückenden detailgenauen Bilder, es gibt auf jeder Seite zahlreiche Dinge zu entdecken und die beiden waren eine ganze Weile en Illustrationenbeschäftigt. Ein wirklich herzerfrischendes Kinderbuch, das ich gern weiterempfehle.
Wissenswertes, kindgerecht aufbereitet
tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? - Faszinierende Fahrzeuge von Heike Tober
Mein kleiner Enkel (5) ist unheimlich interessiert an allem Technischen und er hat sich sofort in das Buch verliebt. Wie alle Tiptoi-Bücher ist auch dieses liebevoll und kindgerecht gestaltet. Es ist breit gefächert, verschiedene Fahrzeuge von Rennwagen, Einsatzfahrzeugen, E-Autos, Heißluftballon bis hin zu Schiffen und Raketen.
Und natürlich sind auch seine heiß geliebten Traktoren dabei. Das Ganze ist liebevoll und detailgenau illustriert und erklärt, sowie in eine Rahmenhandlung eingebettet, die sich wie ein roter Faden durch die Story zieht. Nebenbei und unaufdringlich kommt auch das Bewusstsein für Natur und Umwelt nicht zu kurz. Mein Enkel ist begeistert und holt sich das Buch mindestens einmal täglich und das schon seit einiger Zeit. Ihm gefallen die Lieder und die typischen Geräusche der Fahrzeuge. Auch von der Technik versteht er schon einiges. Die Spiele sind ein zusätzlicher Bonus.
Auch seine jüngere Schwester (3) hat schon interessiert zugehört, selbst wenn sie natürlich noch nicht alles versteht. Daher kann ich das Buch alle kleinen Technikfreaks von Herzen empfehlen.
Zum Vorlesen und teilweise selbst lesen für Anfänger/innen
Lesewald, Der Zauber des Wassers - Buch zum Lesen lernen | Thema: Mehr Mut bei Angst vor Wasser | Lesen erster Wörter, Vorlesen, Mitmachspaß von Alexandra Wagner
Lea und Tim besuchen die Eule Ada im Wald, die magische Fähigkeiten hat und den Kindern neue Welten zeigen kann. Diesmal dreht sich alles ums Wasser. Dazwischen sind blau markierte Wörter, die Leseanfänger/innen selbst lesen können. Das Ganze wird noch durch kleine Nachmachübungen aufgepeppt. Die Geschichten sind kurz und eignen sich daher auch gut als kurze Vorlesegeschichten.
Ich habe das Buch mit meinen 5 Enkelkindern gelesen, wobei die beiden Jüngsten (3) noch zu klein waren und es ihnen bald langweilig wurde. Aber für diese Altersgruppe ist das Buch auch nicht gedacht. Die drei Größeren zwischen 5 und 8 Jahren verstanden die Geschichten gut. Obwohl wir den ersten Band nicht kannten, kamen sie problemlos mit. Auch das Lesen klappte gut, meine älteste Enkelin (2. Klasse) hat durch die große Schrift schon einige Passagen lesen können. Die Illustrationen sind entzückend und auch die Magie kommt nicht zu kurz. Es ist ein Buch, das bestimmt ein zweites Mal (vor)gelesen werden wird.
Unter dem Strich ein gelungenes Kinderbuch, nun wünschen sie sich auch noch den ersten Teil.
Was bleibt am Schluss?
Ein unerhörter Wunsch von Ann Packer
Claire hat Krebs und nur mehr wenige Monate Lebenszeit. Sie lebt mit ihrem Mann Elias in einem schönen Haus, ihre Kinder sind beide erwachsen. Die Tochter Abby ist verheiratet und lebt mit Mann und Töchtern weiter fort, auch der Sohn Josh ist nicht in der Nähe. Eliot kümmert sich um Claire, man kann sagen, dass sich das Leben in den letzten Jahren hauptsächlich um Claire und ihre Krankheit gedreht hat.
Als ihre Freundinnen Holly und Michelle anreisen, äußert Claire den ungewöhnlichen Wunsch, dass Eliot ausziehen möge, sie wollte die letzten Wochen nur mit den Freundinnen verbringen. Als Begründung gibt sie an, dass sie das ebenso gemacht hätte, als damals eine andere Freundin erkrankt war, die sie bis zum Tod begleitet hätten. Eliot ist wie vor den Kopf gestoßen, doch er möchte den letzten Wunsch seiner Frau nicht abschlagen und zieht in Hollys Haus. Kurz darauf bemerkt er, das er auch als Besucher nicht willkommen ist ...
Das Buch war überhaupt nicht meins und hat mich richtig runtergezogen. Nich wegen der Krebserkrankung und dem drohenden Tod, sondern weil ich Claires Verhalten in keiner Weise nachvollziehen konnte. Die Geschichte ist in der dritten Person aber ausschließlich aus Eliots Sicht geschrieben, ich hatte tiefes Mitgefühl mit dem Mann. Dass die Partnerin es vorzieht, die letzte Zeit mit Freundinnen zu verbringen, anstatt mit dem Lebenspartner, war für mich unverständlich und traurig. Eliot leidet darunter und ich musste zeitweise das Buch weglegen, weil ich das Gefühl hatte, Claire schütteln zu müssen. Krankheit hin oder her, sie verhält sich egoistisch und verrückt. Leider erfährt man nichts von ihren Gedanken und Gefühlen, vielleicht hätte ich sie dann besser verstehen können, so konnte ich das nicht. Allerdings muss ich auch sagen, dass Eliot schwach wirkt, er nimmt alles hin, ohne sich wirklich zu wehren.
Die zwei Freundinnen blieben mir unsympathisch, zeitweise schien es, dass sie richtig Freude daran hatten, dass Eliot ausgeschlossen wurde und sie nun in Claires Leben die Nummer eins waren. Der Roman plätschert dahin, bleibt für mich oberflächlich, keine Gespräche, die die Eheleute näherbringen, wie es oft im Angesicht des nahenden Todes ist. Gegen Schluss tut Claire zusammen mit ihren Freundinnen etwas, das Eliot tief verletzt, weil er erneut ausgegrenzt wurde.
Ich begreife nicht, was uns die Autorin damit sagen wollte, denn eine Entwicklung der Figuren kann ich nicht feststellen.
Auch der Schluss blieb schwammig, es erschien mir, als wollte sich die Autorin mit dem »danach« nicht auseinandersetzen. Dieses Thema, das mich normalerweise tief berührt und das ich in vielen Büchern hautnah ergreifend erleben durfte, konnte mich hier nicht abholen.











