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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Liselottchen:

Kurzgeschichten, aufbereitet für Erstleser/innen

Leserabe 1. Lesestufe - Schulgeschichten mit Hund Floh von Judith Allert

Das kleine Büchlein ist speziell für Anfänger/innen im Lesen gedacht, mit Kurzgeschichten von geringer Länge in großer Schrift und mit zahlreichen Illustrationen. Es gliedert sich in die Leseraben-Reihe ein. Ich habe das Buch mit meiner 7-jährigen Enkelin gelesen, sie geht in die zweite Klasse und es entsprach ihrem Können.

Der Inhalt der Geschichten war für sie ein bisschen langweilig, bis auf die Letzte, in der ein kleines Reh gerettet wird. Dass ein Hund mit in der Klasse ist, sozusagen ein Klassenhund, der die Kinder motiviert, fand sie allerdings toll und bedauerte, dass dies in ihrer Schule nicht möglich wäre. Vor allem die Illustrationen konnten sie begeistern und sie verglich das Klassenzimmer mit ihrem eigenen. Dazwischen sind Rätsel, die meine Enkelin auch spannender fand als die Geschichten selbst.
Fazit: ein Buch für kleine Leser/innen, mit Rätseln und farbenfrohen Illustrationen.

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Turbulent und humorvoll, ein wunderbarer Roman über die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben

Vier sind zwei zu viel von Käthe Lachmann

Evi ist Psychotherapeutin, liebt ihren Job und ist zufrieden mit ihrem Leben, denn sie hat zwei bester Freunde: Maren und Markus. Als jedoch beide in festen Beziehungen liiert sind, wächst auch in ihr der Wunsch nach Liebe und Partnerschaft. Bei einer Fortbildungstagung lernt sie den charismatischen Ben kennen, zu dem sie sich fast sofort hingezogen fühlt.

Er ist aufmerksam und liebevoll, jedoch hat er eine Macke: Er lebt gesund und sein Leben wird bestimmt von gesunder Ernährung und Fitnesstracker. Kann eine Beziehung das auf Dauer aushalten?

Nachdem es im ersten Band um Maren und ihren Ex gegangen ist, steht hier nun Evi im Mittelpunkt. Sie ist eine lebenslustige und tüchtige Frau, in die mich sofort hineinversetzen konnte. Ben nervt mit seinem »Longevity«- Spleen – was in vielen Fällen zu komischen Situationen führt, aber manchmal ein wenig zu viel ausgereizt wird. Gibt es solche Typen wirklich? Auch Markus, der beste Freund, jammert sehr viel über seine Freundin – an vielen Stellen habe ich mich gefragt, warum manchmal Beziehungen nicht eher beendet werden.
Der Schreibstil ist flott, die Dialoge leicht und locker, wie schon bei ersten Teil hätte ich mir an einigen Stellen ein wenig mehr an Tempo gewünscht, Nebenstränge wie die Situation um die Patientin Domdröse, waren für mich etwas zu lang. Trotzdem habe ich die Geschichte gern gelesen, musste an manchen Stellen herzhaft lachen und kann diesen amüsanten Roman gern weiterempfehlen.

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Ein Suizid, der Wellen schlägt

Der unsichtbare Elefant von Max A. Edelmann

Thomas Siebenmorgen, ein tüchtiger Anwalt, der für eine große Kanzlei arbeitet, springt vor den Augen einer Kollegin in den Tod. Im letzten Moment scheint er es sich anders zu überlegen, kann sich an einem Kabelbinder festhalten, lässt jedoch letztlich los, ohne Hilfe anzunehmen. Marie beschäftigt das »Warum?«, genauso wie den Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams Viktor und den jungen ehrgeizigen Anwalt Simon, dessen Vater aus Ruanda stammt.

Lediglich die Polizei ermittelt nicht, weil es ein eindeutiger Selbstmord war. Viktor, der mit Thomas zusammen in einer Grundschulklasse war, sucht die Eltern auf, um ihnen als Psychologe beizustehen, Simon soll innerhalb der großen Anwaltskanzlei Licht ins Dunkel bringen. Dazu spricht er mit den Kollegen und einem ehemaligen Kollegen, der Thomas Siebenmorgen ausgenutzt und mit Arbeit überhäuft hat. Und auch Maria lässt der Tod ihres Kollegen nicht los und sie durchsucht sein Büro nach Hinweisen.

Das Buch in ein Genre einzuordnen, ist mir nicht gelungen, vielleicht psychologische Gegenwartsliteratur. Der erste Teil hat mir sehr gut gefallen. Der Autor hat verschiedene Perspektiven in kurzen Kapiteln gewählt, sämtliche Beteiligte möchten der Sache auf den Grund gehen, warum Thomas Siebenmorgen in den Tod gesprungen ist. Dazu hätte er mehr als ein Motiv gehabt: ständige Überarbeitung, keinerlei Wertschätzung für seine Hingabe für den Beruf, das Übergehen bei der Beförderung, die drohende bevorstehende Kündigung und eine unglückliche Liebe. Stück für Stück wird entschlüsselt, wie oft Siebenmorgen ausgenützt, übergangen - ja sogar belächelt – wurde, auch die hohe Erwartungshaltung der Eltern wurde angerissen. Und genau hier begann für mich im zweiten Teil der Faden abzureißen: Die Story verliert sich in zahlreichen Nebensträngen, es erschien mir fast so, als wollte der Autor möglichst viele Themen hineinpacken. Immer mehr Nebenpersonen treten auf, ihre eigenen Hintergründe werden beleuchtet, die den Lesefluss hemmen und nichts zur Aufklärung des Falls beitragen. Gegen Ende gibt es beispielsweise ein Klassentreffen, bei dem man gefühlt die Geschichte jedes ehemaligen Klassenkameraden/in erfährt. Zumindest weiß ich nun, dass es in einer großen Anwaltskanzlei nicht gerade zimperlich zugeht und die Kollegen einander großteils egal sind, beziehungsweise als Rivalen gegenüberstehen. Hoffentlich trifft das nicht auf jede Kanzlei zu. Auch der historische Teil von Thomas‹ Großeltern und dass vergangene Traumata bei ihm nachgewirkt haben könnten, konnte mich nicht überzeugen. Der Schluss war versöhnlich doch für mich unbefriedigend, denn aufgelöst wurde nichts.
Der Schreibstil war flüssig lesbar, mir sind auch einige wunderbare Formulierungen aufgefallen, daher setze ich meine Bewertung in der Mitte an. Eine Leseempfehlung für all jene Leserinnen und Leser, die sich gern mit rätselhaften Fällen beschäftigen.

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Kari Lürsens 4. Fall

Schatten über Föhr von Cornelia Härtl

Kari ist nun Ausbildnerin für eine Gruppe junger Polizistinnen und Polizisten, die sie als Mentorin begleitet. Als auf ihrer Heimatinsel ein kleines Mädchen ermordet wird, wird sie mit der Klärung des Falls beauftragt. Ihr zur Seite wird Sebastian gestellt, einer ihrer Schützlinge, während die anderen im Background mitarbeiten.

Zunächst sind die Ermittlungen verwirrend. Die Aussagen der Mutter lassen Zweifel aufkommen, ob es sich wirklich so abgespielt hat, wie sie schildert. Denn der Nachbarsjunge behauptet etwas ganz anderes.

Mit diesem 4. Band ist der Autorin wiederum eine spannend fesselnde Geschichte gelungen. Kari kämpft nicht nur mit den sich widersprechenden wenig hilfreichen Zeugenaussagen, beziehungsweisen deren Schweigen, sondern auch mit ihrem neuen Kollegen. Sebastian hat seinen eigenen Kopf, schlägt über die Stränge, hält sich nicht an Vorgaben und Regeln. Doch Kari kann ihm nicht genug Grenzen setzen, da ein Vorkommnis aus ihrer Vergangenheit sie gnadenlos einholt und unter Druck setzt. Auch ihren Freund, den Wirt Bent, lässt sie außen vor, was zusätzlich zu einer privaten Krise führt. Der Schluss ist überaus gelungen, bewundernswert wie sämtliche Fäden zusammengeführt werden.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band, in dem wir hoffentlich auch mehr über Sebastians Geheimnisse erfahren werden. Ein lesenswerter Krimi mit dem Inselflair von Föhr, den ich sehr gern weiterempfehle.

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Wenn Trauer lähmt

Memories So Golden Like Us von Gabriella Santos de Lima

Blair ist nach dem Tod ihres Bruders Sam komplett durch den Wind. Sie kann nicht mehr malen, ist jeden Tag auf Party, betrinkt sich und landet fast täglich im Bett eines anderen Mannes. Im Internet wird boshaft über sie hergezogen, vor allem als sie sich mit einem bekannten verheirateten Mann einlässt und seine Ehe zerbricht.

Ihre Eltern setzen ihr ein Ultimatum: Sie soll sich ins Strandhaus ihrer Mutter zurückziehen und eine Bildserie malen, andernfalls muss sie aus der (von den Eltern finanzierten) Wohnung ausziehen. Sie geht widerwillig darauf ein und trifft im Ferienhaus auf den Filmemacher Connor, den besten Freund ihres verstorbenen Bruders, für den sie damals schon ein Faible hatte. Doch er ist schon lange in einer Beziehung mit ihrer ehemaligen Freundin Elle, einer bekannten Schauspielerin. Dass ausgerechnet er einen Film über ihr Schaffen und die Geburt der Bildserie anfertigen soll, geht ihr gegen den Strich. Zudem ändert sich nichts an ihrem Zustand: Sie ist unfähig, ein Bild zustande zu bringen.
Die Story ist abwechselnd aus Sicht von Blair und Connor geschrieben, dazwischen kommen Auszüge aus einem Internetblog mit entsprechenden Kommentaren. Dies ist der zweite Teil einer Dilogie, da möchte ich vorausschicken, dass ich den ersten Teil, in dem es um Sams Tod geht, nicht gelesen habe. Dennoch fand ich mich in der Story sofort zurecht, Blairs Gefühle sind hautnah und haben mich tief berührt. Sie kann den Tod des Bruders nicht verarbeiten und ist nach einem Jahr immer noch gelähmt vor Trauer. Den ersten Teil der Story habe ich regelrecht verschlungen und war gespannt, ob und wann Blair die Kurve kriegt. Connors Verhalten konnte ich jedoch großteils weder nachvollziehen noch verstehen. Er wird als der Gute, Nette und Perfekte dargestellt – für mich war vieles einfach nur dumm. Beispielsweise seine Beziehung zu Elle – weshalb etwas aufrechterhalten, dass es nicht gibt? Oder die familiären Verhältnisse – seine alkoholkranke Mutter, die ihn – wie er selbst empfindet – ein Leben lang nur enttäuscht hat – er springt sofort, wenn sie anruft, verlässt Blair, um nach London zu fliegen. Und er stimmt zu, sogar ein Wochenende mit Mutter und ihrem neuen Lover zu verbringen, bei dem er zusätzlich einverstanden ist, sein Handy abzugeben.
Zudem fand ich leider, dass die schwierigen Themen an der Oberfläche geblieben sind. An vielen Stellen fragte ich mich, weshalb Blair nicht professionelle Hilfe bekommt. Ihr Schmerz ist greifbar, die Abwärtsspirale furchtbar traurig – alle wissen und sehen es. Ob da ein Ultimatum wirklich die beste Lösung ist, wage ich zu bezweifeln. Und auch die Alkoholsucht von Connors Mutter wird nur aus seiner (verbitterten) Sicht dargestellt – sowie sein Nachgeben und Sich-Abfinden mit einer Situation, die er nicht möchte. Anstatt ein offenes (strenges) Gespräch mit der Mutter zu führen, ist er meines Erachtens auf der Ebene eines Jugendlichen stecken geblieben.
Der Schreibstil ist fesselnd, der erste Teil hat mich sofort in den Bann gezogen. Leider wurde ich im Zweiten enttäuscht, weil sich vor allem Blairs Gedanken über ihre Trauer und Sam wiederholen und ich mir rund um Connors Geschichte ein wenig mehr gewünscht hätte. Auch der Internetblog nebst Kommentaren nahm in meinen Augen ein wenig zu viel an Platz ein. Daher 3,5 Sterne, da ich keine halben Sterne geben kann, runde ich auf.

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Braves Mädchen trifft Bad Boy

All the Things I Desire about You von Amelia Cadan

Eloise stammt aus wohlhabendem Haus, ist Geigerin in einem Orchester und möchte auf eigenen Beinen stehen. Aus diesem Grund lebt sie in einer armseligen Wohnung in einer nicht gerade angesagten Gegend, weil sie sich mehr von ihrem Gehalt nicht leisten kann. Als sie überfallen wird, rettet sie Cam, der Mitglied einer Straßengang ist.

Cam hat eine Arbeit bei dem ehemaligen Kickboxer Landen gefunden, der sich für Ex-Sträflinge einsetzt und möchte gern aus der Gang austreten. Dafür spart er eisern – doch ist Seven, der Chef der Gang wirklich bereit, ihn ziehen zu lassen? Cam ist sofort fasziniert von Eloise, doch er weiß: Sollte er ihr näher kommen, hat Seven ein Druckmittel gegen ihn.

Da ich bereits den ersten Band kenne, war ich hier sofort in der Story drin. Mit Cam hat die Autorin hier einen wirklichen Bad Boy geschaffen, der sich prügelt und (früher) Drogen verkauft hat. Eloise ist einfach süß, gutgläubig, freundlich und ein wenig naiv – irgendwie ein toller Gegenpart. Genau das Mädchen, für das sich Cam ändern möchte.
Die Kapitel sind in Ich-Form abwechselnd aus der Sicht von Eloise und Cam geschrieben, der Sprachstil teilweise etwas derb (dem Bad Boy angepasst). Das Buch lässt sich flüssig lesen, da sieht man über ein paar unlogische Details – beispielsweise wird Cam mit einem Baseballschläger und Fußtritten verprügelt und ist zwei Tage später wieder komplett fit – hinweg. Das Ende ist herzerwärmend kitschig, doch es passt gut.
Es tauchen Personen aus dem ersten Band auf, jedoch kann man dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen.
Ein spannender Roman mit ausgeprägten Charakteren, der mich wunderbar unterhalten hat.

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Fantasievolles Kinderbuch zum Vorlesen und Selbstlesen

Gespensterjäger auf eisiger Spur (Band 1) - Mit 8 neu illustrierten Farbseiten von Cornelia Funke

Der kleine Tom ist genervt von seiner älteren Schwester Lola, die ihn nicht ernst nimmt und im Gegenteil keine Gelegenheit auslässt, sich über ihn lustig zu machen. Als er Orangensaft aus dem Keller holen soll, entdeckt er ein fürchterliches Gespenst, das eine glibberige Masse versprüht, auf der er kleben bleibt.

In Panik rennt er zurück in die Wohnung, doch weder seine Mutter noch Lola glauben an die Existenz des Geistes. Zusammen mit Lola geht er noch mal in den Keller, doch das Gespenst hat sich versteckt und seine Schwester sieht es nicht. Nur seine Oma will Tom helfen und schickt ihn zu ihrer Freundin Frau Kümmelsaft. Die hat ein Buch über Gespenster und gibt Tom nun Tipps, wie er das Gespenst vertreiben kann. Doch als er ihre Anweisungen befolgt, erlebt er eine Überraschung ...

Eine tolle Kindergeschichte mit Gruseleffekt über einem kleinen Helden, der seine Angst überwindet, von einer meisterhaften Autorin geschrieben. Die Sprache ist kindlich angepasst und meine Enkelin, die ungefähr in Toms Alter ist, habe richtiggehend mitgefiebert. Dabei sind die Gruseleffekte dezent gesetzt und arten nicht zu sehr aus. Cornelia Funke ist es gelungen, zahlreiche Themen wie Mut, Angstbewältigung und Geschwisterrivalität in die Story einzubauen, ohne belehrend rüberzukommen. Die Illustrationen passen hervorragen zur Geschichte. Absolute Leseempfehlung.

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Mütter, Töchter und Geheimnisse

Liebe kennt keine Vergangenheit von Annette Chavez Macias

Die mexikanisch stämmig Yesica hat es beruflich geschafft und Karriere bei einer Firma gemacht. Der plötzliche Unfalltod ihres Mannes wirft sie aus der Bahn. Sie unterdrückt sämtliche Gefühle, wird immer gereizter, bis sie in der Firma explodiert, ihr Team anschreit und das Handy durch die Gegend schmettert.

Ihr Chef zwingt sie zu einer Auszeit und auch dazu, eine Trauergruppe zu besuchen. Zur gleichen Zeit ziehen ihre Mutter Ana und Großmutter bei ihr ein, weil deren Haus wegen eines Wasserschadens renoviert werden muss. Die Frauen verbindet, dass sie alle Witwen sind. Während Yesica sich widerwillig dazu entschließt, die Trauergruppe zu besuchen, brechen bei allen drei Frauen alte Krusten auf, Geheimgehaltenes wird endlich ausgesprochen und langsam heilen alte Wunden.

Es ist ein Roman der leisen Töne – der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Yesica und ihrer Mutter Ana erzählt, sodass ich mich sehr gut in die Gefühle und Ängste der beiden hineinversetzen konnte. Nach und nach können sich Mutter und Tochter einander anvertrauen, Großmutter Melda ist die vermittelnde Person, jedoch hat auch sie ihr ganz eigenes erschütterndes Erlebnis, das sie bis in Alter verfolgt. Ganz zart kommt auch die Liebe zu Wort.
Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, ich konnte zahlreiche Gefühle nachvollziehen und habe mit den Frauen gelitten. Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle, an alle Leserinnen, die sich gern mit tiefgehenden Familiengeschichten mit historischem Hintergrund befassen. Die Geschichte rund um die Vertriebenen aus Chavez Ravine, die dem riesigen Dodgers-Stadion in Los Angeles weichen mussten, hat mich tief erschüttert.
Ein Buch, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Herzschmerz im Ambiente des Gardasees

Das kleine Café am Gardasee: Stracciatellaküsse von Sara Pepe

Gina findet sich nach Trennung von ihrer langjährigen Freundin Trixi in einer WG am Gardasee wieder, zusammen mit Luna und Diego. Durch ihn lernt sie Lorenzo kennen, der Koch ist und ein eigenes Restaurant führt. Bereits bei der ersten Begegnung verstehen sich die beiden auf Anhieb, leider macht Gina eine Beobachtung und verdächtigt ihn, dass er Drogen nimmt.

Aus diesem Grund hält sie Abstand. Nur weil sie das Geld braucht, hilft sie ihm bei dem Catering einer Hochzeit aus. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.

Der Roman besticht besonders durch das Ambiente am Gardasee. Es ist mein erstes Buch der jungen Autorin, der freche Schreibstil liest sich locker und mit der fröhlichen Gina, die in der Liebe keinen Unterschied zwischen Mann und Frau macht, hat sie eine eigenwillig moderne Figur geschaffen. Selbst das ernste Thema Drogenmissbrauch, dass auch vor der Gastronomie keinen Halt macht, wird gut in die Story eingewoben. An manchen Stellen hätte ich mir einen Tick mehr Tempo gewünscht. Unter dem Strich ist es ein leichter Wohlfühlroman, der durch das italienische Flair die Sehnsucht nach Sommer und Süden weckt.

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Nachhilfeunterricht im »Sexy-Sein«

Touchdown fürs Herz von Karla Sorensen

Ruby lebte immer brav und angepasst, Musterschülerin, schlug nie über die Stränge und erlaubte sich niemals, die Regeln zu brechen. Nach einem unschönen Erlebnis hat sie mit Sex abgeschlossen und verbirgt sich hinter der Maske des grauen Mäuschen. Ihr Beruf als Bibliothekarin trägt auch nicht dazu bei, dass sie Menschen kennenlernt.

Als ihre Freundin Lauren ihr ein schlüpfriges Geburtstagsgeschenk macht, beschließt sie, ihr Leben zu ändern. Nur wie? Sie engagiert einen Escort, der ihr beibringen soll, wie sie auf Männer wirken kann. Doch es kommt zu einer Verwechslung: Griffin King, den sie aus ihrer Jugend kennt, kreuzt ihren Weg und als er von ihrem Problem hört, möchte er ihrem Sex-Appeal auf die Sprünge helfen ...

In die Geschichte kam ich schnell hinein, der Schreibstil ist locker und flüssig lesbar. Auch die Idee fand ich gut: gefeierter Footballstar und schüchterne Bibliothekarin. Leider konnte mich die Story nicht wirklich fesseln, es blieb alles ein wenig oberflächlich. Beispielsweise hatte Ruby eine Herztransplantation, lebt aber weitgehend unbeschwert. Es ist nicht von ärztlichen Kontrollen oder Medikamenten (sowie deren Nebenwirkungen) die Rede, erst am Schluss wird das am Rande gestreift. Griffins Charakter bleibt ein wenig blass, als ob die Autorin sich nicht entschließen könnte, ihn zum wirklichen Bad Boy zu machen. Auch den Bruderzwist konnte ich nicht nachvollziehen, ich hätte mir auch am Ende eine richtige Versöhnung der beiden gewünscht, nicht in zwei Nebensätzen abgehandelt.
Alles in allem eine nette Wohlfühlgeschichte, mit wenig Tiefgang, als Lektüre für zwischendurch zum Entspannen.
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