Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Liselottchen:
Süßes Kartenset zum Ausmalen für die Kleinsten
50 Karten zum Ausmalen - Erste Dinge von
Das Paket enthält 50 Karten aus stabilem Kartonpapier mit einfachen Ausmalbildchen für die Kleinsten, ab 2 Jahren, die gern malen. Die Kartenform ist ideal zum Verschenken oder Verschicken, vor allem aber auch handlich für kleine Hände. Meine Enkelin ist zweieinhalb und war begeistert. Sie hat gleich mehrere Karten als Geschenke ausgemalt.
Teilweise sind sie schon ein wenig vorgemalt, und so gelingen die Karten auf jeden Fall. Auch die einfachen Motive sind passend für das Alter gewählt.
Sehr empfehlenswert als Beschäftigung für die Altersgruppe 2 bis 4 Jahre.
Komplex aufgebauter Thriller mit einer Prise schwarzem Humor
Down Cemetery Road von Mick Herron
Sarah Tucker ist eine »gelangweilte Hausfrau«, verheiratet mit dem wohlhabenden Mark, hat jedoch keine Kinder. Von der Ehe ist der Lack ab, dennoch spielt sie die brave Gastgeberin auch mal für unliebsame Geschäftspartner ihres Mannes. Während ein potenzieller Partner von Mark mit seiner Freundin bei ihnen zu Gast ist, explodiert das Nachbarhaus, in dem eine alleinstehende Frau mit kleinem Kind wohnt.
Das Kind überlebt, doch neben der Mutter kommt auch ein Mann ums Leben, der später als Ehemann der Frau identifiziert wird. Eigenartigerweise ist der Ehemann angeblich jedoch schon vor Jahren ums Leben gekommen. Und als Sarah das kleine Mädchen im Krankenhaus besuchen möchte, schient die Kleine wie vom Erdboden verschluckt zu sein und niemand will ihr Auskunft geben. Sarah erwacht aus ihrem »Hausfrauenschlaf« und beginnt Fragen zustellen, stellt sogar einen Privatermittler ein, der einiges an Merkwürdigkeiten zutage bringt. Doch ehe sie die Sache noch weiter verfolgen können, stirbt der Mann und die Polizei sieht in ihm einen Drogendealer. Als auch bei Sarah Drogen gefunden werden und ihr Mann sie mit Pillen ruhigstellen möchte, klingeln bei ihr sämtliche Alarmglocken ...
Der Roman war für mich schwierig zu lesen, ständig wechselnde Schauplätze, eine Menge an Personen und rätselhafte Szenen. Der Anfang hat mich gleich gefesselt, im ersten Kapitel wird ein Mensch gefangengehalten, das wurde so eindrücklich geschildert, dass ich fast selbst in der Zelle saß. Und der Einstieg des Geschäftsessens im zweiten Kapitel war mit herrlich viel schwarzem Humor gewürzt – leider verlor ich bald den Faden. Bis zur Mitte konnte ich keinerlei Zusammenhänge erfassen, erst danach gibt es einige Stränge, die mit einem »Aha« zusammengeführt werden. Zur Hauptperson Sarah fand ich keinen Zugang, sie lebt in den Tag hinein, hadert zeitweise mit ihrem Schicksal – gelangweilt trifft es. Dennoch kennt sie nicht einmal die Menschen in ihrer nächsten Nachbarschaft. Daher war es für mich nicht nachvollziehbar, dass sie sich plötzlich dafür interessiert, was aus dem kleinen Mädchen wird. Die anderen Personen agieren wie Statisten, sehr spät kommt Zoe (die Witwe des Detektivs) ins Spiel. Und dann auch Ex-Soldat Michael (da hatte ich endlich die Verbindung zum ersten Kapitel). Irgendwie fand ich zu der Geschichte nicht so den Draht, komplex und verworren – vermutlich müsste ich sie ein zweites Mal lesen, um wirklich sämtliche Zusammenhänge zu durchschauen. Der Schluss lässt einiges offen – was mich nachträglich nicht verwundert, da es offenbar eine Serie ist, die bereits verfilmt wurde. Leserinnen und Leser, die gern verwickelte Thriller haben, bei denen man miträtseln kann, werden an dieser Geschichte ihre Freude haben. Für mich war sie zu konfus.
Historischer Roman rund um die Baumwollspinnereien
Glimmende Himmel von Lia Scott
June arbeitet nun in der Baumwollspinnerei, als ihr Franklin O’Donovan wiederbegegnet. Sie ist ihm nicht wohlgesonnen, auch die Arbeit ist hart, vor allem die schlechte Luft macht ihr zu schaffen. Ein Lichtblick ist ihre Freundin Hattie und die Briefe, die sie an ihre Familie schreibt. Auch ihre medizinische Erfahrung, die sie sich als Begleitung ihrer Tante angeeignet hat, kommt ihr nun zugute und sie gewinnt an Selbstsicherheit, als es ihr gelingt, den kleinen Sohn von Franklins Freunden von seiner Durchfallerkrankung zu heilen.
Franklin ermuntert sie, sich Gehör zu verschaffen. Bei der Zeitung lernt sie den Redakteur Jacob kennen, er ebenfalls gegen die Missstände in den Spinnereien kämpft und er sorgt dafür, dass sie künftig ihre Tipps und Ratschläge in einer Kolumne veröffentlichen darf.
Franklin hingegen befindet sich in einer Abwärtsspirale. Obwohl er und June sich näherkommen, hält er sich für nicht gut genug und trifft falsche Entscheidungen.
Ich war sehr gespannt auf den zweiten Teil. Voran möchte ich schicken, dass man zuvor den ersten Teil gelesen haben sollte, denn sonst ist vieles vermutlich unklar. Ein bisschen enttäuscht wurde ich, weil rund um Franklins Geschichte nichts aufgeklärt wurde. Man bleibt im Dunkeln, was es mit seiner ersten Frau auf sich hat, warum er seinen kleinen Sohn in die Obhut seiner Schwester gegeben hat und sich nicht einmal nach ihm erkundigt. Seine Figur entwickelt sich in diesem Band kaum weiter.
June hingegen reift ungemein und ihre Persönlichkeit wird zum starken Charakter, was mir sehr gut gefiel. Viel Historisches ist in den Roman eingearbeitet, die katastrophalen Zustände in den Baumwollspinnereien, die Profitgier der Besitzer und das unhygienisch elende Leben der Arbeiterinnen und Arbeiter.
Nur wenig erfährt man von Junes Familie, das fand ich schade. Doch ist vermutlich von einem Mittelteil zu erwarten, dass das meiste offenbleibt.
Der Schreibstil ist wie beim ersten Teil flüssig zu lesen, die Dialoge der damaligen Zeit angepasst. Ich warte mit Sehnsucht auf Band 3.
Kurzgeschichten, aufbereitet für Erstleser/innen
Leserabe 1. Lesestufe - Schulgeschichten mit Hund Floh von Judith Allert
Das kleine Büchlein ist speziell für Anfänger/innen im Lesen gedacht, mit Kurzgeschichten von geringer Länge in großer Schrift und mit zahlreichen Illustrationen. Es gliedert sich in die Leseraben-Reihe ein. Ich habe das Buch mit meiner 7-jährigen Enkelin gelesen, sie geht in die zweite Klasse und es entsprach ihrem Können.
Der Inhalt der Geschichten war für sie ein bisschen langweilig, bis auf die Letzte, in der ein kleines Reh gerettet wird. Dass ein Hund mit in der Klasse ist, sozusagen ein Klassenhund, der die Kinder motiviert, fand sie allerdings toll und bedauerte, dass dies in ihrer Schule nicht möglich wäre. Vor allem die Illustrationen konnten sie begeistern und sie verglich das Klassenzimmer mit ihrem eigenen. Dazwischen sind Rätsel, die meine Enkelin auch spannender fand als die Geschichten selbst.
Fazit: ein Buch für kleine Leser/innen, mit Rätseln und farbenfrohen Illustrationen.
Turbulent und humorvoll, ein wunderbarer Roman über die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben
Vier sind zwei zu viel von Käthe Lachmann
Evi ist Psychotherapeutin, liebt ihren Job und ist zufrieden mit ihrem Leben, denn sie hat zwei bester Freunde: Maren und Markus. Als jedoch beide in festen Beziehungen liiert sind, wächst auch in ihr der Wunsch nach Liebe und Partnerschaft. Bei einer Fortbildungstagung lernt sie den charismatischen Ben kennen, zu dem sie sich fast sofort hingezogen fühlt.
Er ist aufmerksam und liebevoll, jedoch hat er eine Macke: Er lebt gesund und sein Leben wird bestimmt von gesunder Ernährung und Fitnesstracker. Kann eine Beziehung das auf Dauer aushalten?
Nachdem es im ersten Band um Maren und ihren Ex gegangen ist, steht hier nun Evi im Mittelpunkt. Sie ist eine lebenslustige und tüchtige Frau, in die mich sofort hineinversetzen konnte. Ben nervt mit seinem »Longevity«- Spleen – was in vielen Fällen zu komischen Situationen führt, aber manchmal ein wenig zu viel ausgereizt wird. Gibt es solche Typen wirklich? Auch Markus, der beste Freund, jammert sehr viel über seine Freundin – an vielen Stellen habe ich mich gefragt, warum manchmal Beziehungen nicht eher beendet werden.
Der Schreibstil ist flott, die Dialoge leicht und locker, wie schon bei ersten Teil hätte ich mir an einigen Stellen ein wenig mehr an Tempo gewünscht, Nebenstränge wie die Situation um die Patientin Domdröse, waren für mich etwas zu lang. Trotzdem habe ich die Geschichte gern gelesen, musste an manchen Stellen herzhaft lachen und kann diesen amüsanten Roman gern weiterempfehlen.
Ein Suizid, der Wellen schlägt
Der unsichtbare Elefant von Max A. Edelmann
Thomas Siebenmorgen, ein tüchtiger Anwalt, der für eine große Kanzlei arbeitet, springt vor den Augen einer Kollegin in den Tod. Im letzten Moment scheint er es sich anders zu überlegen, kann sich an einem Kabelbinder festhalten, lässt jedoch letztlich los, ohne Hilfe anzunehmen. Marie beschäftigt das »Warum?«, genauso wie den Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams Viktor und den jungen ehrgeizigen Anwalt Simon, dessen Vater aus Ruanda stammt.
Lediglich die Polizei ermittelt nicht, weil es ein eindeutiger Selbstmord war. Viktor, der mit Thomas zusammen in einer Grundschulklasse war, sucht die Eltern auf, um ihnen als Psychologe beizustehen, Simon soll innerhalb der großen Anwaltskanzlei Licht ins Dunkel bringen. Dazu spricht er mit den Kollegen und einem ehemaligen Kollegen, der Thomas Siebenmorgen ausgenutzt und mit Arbeit überhäuft hat. Und auch Maria lässt der Tod ihres Kollegen nicht los und sie durchsucht sein Büro nach Hinweisen.
Das Buch in ein Genre einzuordnen, ist mir nicht gelungen, vielleicht psychologische Gegenwartsliteratur. Der erste Teil hat mir sehr gut gefallen. Der Autor hat verschiedene Perspektiven in kurzen Kapiteln gewählt, sämtliche Beteiligte möchten der Sache auf den Grund gehen, warum Thomas Siebenmorgen in den Tod gesprungen ist. Dazu hätte er mehr als ein Motiv gehabt: ständige Überarbeitung, keinerlei Wertschätzung für seine Hingabe für den Beruf, das Übergehen bei der Beförderung, die drohende bevorstehende Kündigung und eine unglückliche Liebe. Stück für Stück wird entschlüsselt, wie oft Siebenmorgen ausgenützt, übergangen - ja sogar belächelt – wurde, auch die hohe Erwartungshaltung der Eltern wurde angerissen. Und genau hier begann für mich im zweiten Teil der Faden abzureißen: Die Story verliert sich in zahlreichen Nebensträngen, es erschien mir fast so, als wollte der Autor möglichst viele Themen hineinpacken. Immer mehr Nebenpersonen treten auf, ihre eigenen Hintergründe werden beleuchtet, die den Lesefluss hemmen und nichts zur Aufklärung des Falls beitragen. Gegen Ende gibt es beispielsweise ein Klassentreffen, bei dem man gefühlt die Geschichte jedes ehemaligen Klassenkameraden/in erfährt. Zumindest weiß ich nun, dass es in einer großen Anwaltskanzlei nicht gerade zimperlich zugeht und die Kollegen einander großteils egal sind, beziehungsweise als Rivalen gegenüberstehen. Hoffentlich trifft das nicht auf jede Kanzlei zu. Auch der historische Teil von Thomas‹ Großeltern und dass vergangene Traumata bei ihm nachgewirkt haben könnten, konnte mich nicht überzeugen. Der Schluss war versöhnlich doch für mich unbefriedigend, denn aufgelöst wurde nichts.
Der Schreibstil war flüssig lesbar, mir sind auch einige wunderbare Formulierungen aufgefallen, daher setze ich meine Bewertung in der Mitte an. Eine Leseempfehlung für all jene Leserinnen und Leser, die sich gern mit rätselhaften Fällen beschäftigen.
Kari Lürsens 4. Fall
Schatten über Föhr von Cornelia Härtl
Kari ist nun Ausbildnerin für eine Gruppe junger Polizistinnen und Polizisten, die sie als Mentorin begleitet. Als auf ihrer Heimatinsel ein kleines Mädchen ermordet wird, wird sie mit der Klärung des Falls beauftragt. Ihr zur Seite wird Sebastian gestellt, einer ihrer Schützlinge, während die anderen im Background mitarbeiten.
Zunächst sind die Ermittlungen verwirrend. Die Aussagen der Mutter lassen Zweifel aufkommen, ob es sich wirklich so abgespielt hat, wie sie schildert. Denn der Nachbarsjunge behauptet etwas ganz anderes.
Mit diesem 4. Band ist der Autorin wiederum eine spannend fesselnde Geschichte gelungen. Kari kämpft nicht nur mit den sich widersprechenden wenig hilfreichen Zeugenaussagen, beziehungsweisen deren Schweigen, sondern auch mit ihrem neuen Kollegen. Sebastian hat seinen eigenen Kopf, schlägt über die Stränge, hält sich nicht an Vorgaben und Regeln. Doch Kari kann ihm nicht genug Grenzen setzen, da ein Vorkommnis aus ihrer Vergangenheit sie gnadenlos einholt und unter Druck setzt. Auch ihren Freund, den Wirt Bent, lässt sie außen vor, was zusätzlich zu einer privaten Krise führt. Der Schluss ist überaus gelungen, bewundernswert wie sämtliche Fäden zusammengeführt werden.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band, in dem wir hoffentlich auch mehr über Sebastians Geheimnisse erfahren werden. Ein lesenswerter Krimi mit dem Inselflair von Föhr, den ich sehr gern weiterempfehle.
Wenn Trauer lähmt
Memories So Golden Like Us von Gabriella Santos de Lima
Blair ist nach dem Tod ihres Bruders Sam komplett durch den Wind. Sie kann nicht mehr malen, ist jeden Tag auf Party, betrinkt sich und landet fast täglich im Bett eines anderen Mannes. Im Internet wird boshaft über sie hergezogen, vor allem als sie sich mit einem bekannten verheirateten Mann einlässt und seine Ehe zerbricht.
Ihre Eltern setzen ihr ein Ultimatum: Sie soll sich ins Strandhaus ihrer Mutter zurückziehen und eine Bildserie malen, andernfalls muss sie aus der (von den Eltern finanzierten) Wohnung ausziehen. Sie geht widerwillig darauf ein und trifft im Ferienhaus auf den Filmemacher Connor, den besten Freund ihres verstorbenen Bruders, für den sie damals schon ein Faible hatte. Doch er ist schon lange in einer Beziehung mit ihrer ehemaligen Freundin Elle, einer bekannten Schauspielerin. Dass ausgerechnet er einen Film über ihr Schaffen und die Geburt der Bildserie anfertigen soll, geht ihr gegen den Strich. Zudem ändert sich nichts an ihrem Zustand: Sie ist unfähig, ein Bild zustande zu bringen.
Die Story ist abwechselnd aus Sicht von Blair und Connor geschrieben, dazwischen kommen Auszüge aus einem Internetblog mit entsprechenden Kommentaren. Dies ist der zweite Teil einer Dilogie, da möchte ich vorausschicken, dass ich den ersten Teil, in dem es um Sams Tod geht, nicht gelesen habe. Dennoch fand ich mich in der Story sofort zurecht, Blairs Gefühle sind hautnah und haben mich tief berührt. Sie kann den Tod des Bruders nicht verarbeiten und ist nach einem Jahr immer noch gelähmt vor Trauer. Den ersten Teil der Story habe ich regelrecht verschlungen und war gespannt, ob und wann Blair die Kurve kriegt. Connors Verhalten konnte ich jedoch großteils weder nachvollziehen noch verstehen. Er wird als der Gute, Nette und Perfekte dargestellt – für mich war vieles einfach nur dumm. Beispielsweise seine Beziehung zu Elle – weshalb etwas aufrechterhalten, dass es nicht gibt? Oder die familiären Verhältnisse – seine alkoholkranke Mutter, die ihn – wie er selbst empfindet – ein Leben lang nur enttäuscht hat – er springt sofort, wenn sie anruft, verlässt Blair, um nach London zu fliegen. Und er stimmt zu, sogar ein Wochenende mit Mutter und ihrem neuen Lover zu verbringen, bei dem er zusätzlich einverstanden ist, sein Handy abzugeben.
Zudem fand ich leider, dass die schwierigen Themen an der Oberfläche geblieben sind. An vielen Stellen fragte ich mich, weshalb Blair nicht professionelle Hilfe bekommt. Ihr Schmerz ist greifbar, die Abwärtsspirale furchtbar traurig – alle wissen und sehen es. Ob da ein Ultimatum wirklich die beste Lösung ist, wage ich zu bezweifeln. Und auch die Alkoholsucht von Connors Mutter wird nur aus seiner (verbitterten) Sicht dargestellt – sowie sein Nachgeben und Sich-Abfinden mit einer Situation, die er nicht möchte. Anstatt ein offenes (strenges) Gespräch mit der Mutter zu führen, ist er meines Erachtens auf der Ebene eines Jugendlichen stecken geblieben.
Der Schreibstil ist fesselnd, der erste Teil hat mich sofort in den Bann gezogen. Leider wurde ich im Zweiten enttäuscht, weil sich vor allem Blairs Gedanken über ihre Trauer und Sam wiederholen und ich mir rund um Connors Geschichte ein wenig mehr gewünscht hätte. Auch der Internetblog nebst Kommentaren nahm in meinen Augen ein wenig zu viel an Platz ein. Daher 3,5 Sterne, da ich keine halben Sterne geben kann, runde ich auf.
Braves Mädchen trifft Bad Boy
All the Things I Desire about You von Amelia Cadan
Eloise stammt aus wohlhabendem Haus, ist Geigerin in einem Orchester und möchte auf eigenen Beinen stehen. Aus diesem Grund lebt sie in einer armseligen Wohnung in einer nicht gerade angesagten Gegend, weil sie sich mehr von ihrem Gehalt nicht leisten kann. Als sie überfallen wird, rettet sie Cam, der Mitglied einer Straßengang ist.
Cam hat eine Arbeit bei dem ehemaligen Kickboxer Landen gefunden, der sich für Ex-Sträflinge einsetzt und möchte gern aus der Gang austreten. Dafür spart er eisern – doch ist Seven, der Chef der Gang wirklich bereit, ihn ziehen zu lassen? Cam ist sofort fasziniert von Eloise, doch er weiß: Sollte er ihr näher kommen, hat Seven ein Druckmittel gegen ihn.
Da ich bereits den ersten Band kenne, war ich hier sofort in der Story drin. Mit Cam hat die Autorin hier einen wirklichen Bad Boy geschaffen, der sich prügelt und (früher) Drogen verkauft hat. Eloise ist einfach süß, gutgläubig, freundlich und ein wenig naiv – irgendwie ein toller Gegenpart. Genau das Mädchen, für das sich Cam ändern möchte.
Die Kapitel sind in Ich-Form abwechselnd aus der Sicht von Eloise und Cam geschrieben, der Sprachstil teilweise etwas derb (dem Bad Boy angepasst). Das Buch lässt sich flüssig lesen, da sieht man über ein paar unlogische Details – beispielsweise wird Cam mit einem Baseballschläger und Fußtritten verprügelt und ist zwei Tage später wieder komplett fit – hinweg. Das Ende ist herzerwärmend kitschig, doch es passt gut.
Es tauchen Personen aus dem ersten Band auf, jedoch kann man dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen.
Ein spannender Roman mit ausgeprägten Charakteren, der mich wunderbar unterhalten hat.
Fantasievolles Kinderbuch zum Vorlesen und Selbstlesen
Gespensterjäger auf eisiger Spur (Band 1) - Mit 8 neu illustrierten Farbseiten von Cornelia Funke
Der kleine Tom ist genervt von seiner älteren Schwester Lola, die ihn nicht ernst nimmt und im Gegenteil keine Gelegenheit auslässt, sich über ihn lustig zu machen. Als er Orangensaft aus dem Keller holen soll, entdeckt er ein fürchterliches Gespenst, das eine glibberige Masse versprüht, auf der er kleben bleibt.
In Panik rennt er zurück in die Wohnung, doch weder seine Mutter noch Lola glauben an die Existenz des Geistes. Zusammen mit Lola geht er noch mal in den Keller, doch das Gespenst hat sich versteckt und seine Schwester sieht es nicht. Nur seine Oma will Tom helfen und schickt ihn zu ihrer Freundin Frau Kümmelsaft. Die hat ein Buch über Gespenster und gibt Tom nun Tipps, wie er das Gespenst vertreiben kann. Doch als er ihre Anweisungen befolgt, erlebt er eine Überraschung ...
Eine tolle Kindergeschichte mit Gruseleffekt über einem kleinen Helden, der seine Angst überwindet, von einer meisterhaften Autorin geschrieben. Die Sprache ist kindlich angepasst und meine Enkelin, die ungefähr in Toms Alter ist, habe richtiggehend mitgefiebert. Dabei sind die Gruseleffekte dezent gesetzt und arten nicht zu sehr aus. Cornelia Funke ist es gelungen, zahlreiche Themen wie Mut, Angstbewältigung und Geschwisterrivalität in die Story einzubauen, ohne belehrend rüberzukommen. Die Illustrationen passen hervorragen zur Geschichte. Absolute Leseempfehlung.











