Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Miro:
Das Leben ist nicht immer fair
Himmel ohne Ende von Julia Engelmann
Charlie spielt das Leben grad übel mit. Sie ist eher unscheinbar in der Klasse, schüchtern und generell nicht besonders selbstbewusst, seit der Vater sie und ihre Mutter verlassen hat. Als sich dann auch noch ihre beste Freundin von ihr abwendet fällt sie in ein dunkles Loch. Sie verpasst ihre Sommerferien und möchte lieber nicht an die Schule zurück.
Doch da gibt es einen neuen Schüler und der Platz neben Charlie ist nun frei. Konstantin, der schon in der ersten Stunde Pommes getauft wird, passt perfekt auf diesen Platz und ist gewillt, Charlie aus ihrem tiefen Loch zu helfen. Zwischen den beiden entwickelt sich ganz langsam eine tiefe Freundschaft. Sie beginnen einander zu vertrauen und Schritt für Schritt immer mehr von ihren Persönlichkeiten preiszugeben. Tastend wagen sie sich auch in die dunklen Ecken ihres Innersten und lernen, miteinander über die unsichtbaren Dinge zu reden.
Julia Engelmann hat eine einfache, aber bildreiche Sprache für Charlie gewählt, die ich ausgesprochen passend finde. Charlie ist ein philosophisch veranlagtes 15jähriges Mädchen und das wird hier gut repräsentiert. Die Poetry Sammlerin in der Autorin spürt man ständig durch im Text. Der Roman hat eine feine poetische Note, die die Worte direkt in die Herzen der Leser*innen sickern lässt.
Diese feine Geschichte über Freundschaft und Liebe hat mich sehr berührt und wird mich bestimmt noch einige Zeit fesseln. Ich werde dieses Buch ganz sicher noch Mal lesen. Es hat Potential, ein all-time-Favorit zu werden!
Rezensionen von April1985 :
Tanzende Spionin
A Dance of Lies von Brittney Arena
Wenn ‚A Dance of Lies‘ eines ist, dann detailreich. Brittney Arenas Schreibstil ist sehr ausschweifend. Die Autorin verliert sich in ihren Ausführungen über die Tänze und Darbietungen, die Kostüme und Dekorationen. Diese Detailverliebtheit muss man einfach mögen, um den Reiheauftakt in vollen Zügen genießen zu können.
Ich persönlich fand, dass die eigentlich sehr spannende Handlung dadurch ausgebremst wurde.
Es geht um Vasalie, einst angesehene Tänzerin am Hof von König Illian. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit der jungen Frau. Des Mordes bezichtigt und in Ungnade gefallen, fristet Vasalie ein Leben in Ketten im königlichen Kerker, nichts ahnend, dass Illian noch nicht mit seiner ehemaligen Lieblingstänzerin fertig ist. Nach zwei Jahren im Kerker bietet der Illian Vasalie einen Deal an. Vasalie soll als Tänzerin bei der Versammlung der sieben Königreiche anheuern und Informationen für Illian einholen. Erledigt sie die Aufgabe zu Illians Bedingungen, wird ihr im Gegenzug Freiheit gewährt.
Wir lernen Vasalie als gebrochenen Charakter kennen. Einst die beste Tänzerin an Illians Hof, ist ihr Körper geschunden und nach der Einkerkerung nachhaltig beeinträchtigt. Und auch ihre Seele gebrochen. Diese Aspekte ziehen sich quer durch die Geschichte. Doch genau diese Punkte haben es auch so unverständlich für mich gemacht, warum Vasalie Illian nach wie vor so hörig ist. Denn dieser verlangt im Laufe der Handlung immer grausamere, brutalere Dinge von Vasalie. Ich konnte viele ihrer Handlungen einfach nicht nachvollziehen. Vorallem nicht, warum sie sich nienanden anvertraut. Dabei wird ihr mit ihrem Tanzpartner Copelan, aber auch mit Anton, dem König des Ostens, jemand an die Seite gestellt, dem sie sich anvertrauen könnte. Doch Vasalie, naiv wie sie ist, trifft weiter eine falsche Entscheidung nach der anderen. Viel zu spät werden ihr die Augen geöffnet.
Positiv muss ich hervorheben, dass das im Klappentext angedeutete Liebesdreieck meines Erachtens keines war. Ich hab’s zumindest nicht gespürt. Es gibt Ansätze einer ‚Forbidden Love‘-Romance. Allerdings ist die Liebesgeschichte nicht im Fokus und fügt sich gut ein.
Das Buch punktet definitiv auch mit höfischen Intrigen, politischen Machtspielchen, Lügen und Verrat. Ein König ist gefühlt grausamer als der andere. Vasalie wird mitten in diese Schlangengrube geworfen und zur Schachfigur gemacht.
Das Buch hält auch einige Plottwists und Enthüllungen bereit, die neugierig auf die Fortsetzung machen. Zumal man das Ende so sicher nicht stehen lassen kann.
Fazit
Wer höfische Intrigen und politische Machtspielchen mag, wird hier definitiv fündig. Ich habe allerdings wenig Entwicklung bei der Protagonistin gesehen und viele Szenen waren einfach zu ausschweifend geschrieben. Auf die Fortsetzung bin ich nach den ganzen Enthüllungen dennoch gespannt.
Rezensionen von April1985:
Tanzende Spionin
A Dance of Lies von Brittney Arena
Wenn ‚A Dance of Lies‘ eines ist, dann detailreich. Brittney Arenas Schreibstil ist sehr ausschweifend. Die Autorin verliert sich in ihren Ausführungen über die Tänze und Darbietungen, die Kostüme und Dekorationen. Diese Detailverliebtheit muss man einfach mögen, um den Reiheauftakt in vollen Zügen genießen zu können.
Ich persönlich fand, dass die eigentlich sehr spannende Handlung dadurch ausgebremst wurde.
Es geht um Vasalie, einst angesehene Tänzerin am Hof von König Illian. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit der jungen Frau. Des Mordes bezichtigt und in Ungnade gefallen, fristet Vasalie ein Leben in Ketten im königlichen Kerker, nichts ahnend, dass Illian noch nicht mit seiner ehemaligen Lieblingstänzerin fertig ist. Nach zwei Jahren im Kerker bietet der Illian Vasalie einen Deal an. Vasalie soll als Tänzerin bei der Versammlung der sieben Königreiche anheuern und Informationen für Illian einholen. Erledigt sie die Aufgabe zu Illians Bedingungen, wird ihr im Gegenzug Freiheit gewährt.
Wir lernen Vasalie als gebrochenen Charakter kennen. Einst die beste Tänzerin an Illians Hof, ist ihr Körper geschunden und nach der Einkerkerung nachhaltig beeinträchtigt. Und auch ihre Seele gebrochen. Diese Aspekte ziehen sich quer durch die Geschichte. Doch genau diese Punkte haben es auch so unverständlich für mich gemacht, warum Vasalie Illian nach wie vor so hörig ist. Denn dieser verlangt im Laufe der Handlung immer grausamere, brutalere Dinge von Vasalie. Ich konnte viele ihrer Handlungen einfach nicht nachvollziehen. Vorallem nicht, warum sie sich nienanden anvertraut. Dabei wird ihr mit ihrem Tanzpartner Copelan, aber auch mit Anton, dem König des Ostens, jemand an die Seite gestellt, dem sie sich anvertrauen könnte. Doch Vasalie, naiv wie sie ist, trifft weiter eine falsche Entscheidung nach der anderen. Viel zu spät werden ihr die Augen geöffnet.
Positiv muss ich hervorheben, dass das im Klappentext angedeutete Liebesdreieck meines Erachtens keines war. Ich hab’s zumindest nicht gespürt. Es gibt Ansätze einer ‚Forbidden Love‘-Romance. Allerdings ist die Liebesgeschichte nicht im Fokus und fügt sich gut ein.
Das Buch punktet definitiv auch mit höfischen Intrigen, politischen Machtspielchen, Lügen und Verrat. Ein König ist gefühlt grausamer als der andere. Vasalie wird mitten in diese Schlangengrube geworfen und zur Schachfigur gemacht.
Das Buch hält auch einige Plottwists und Enthüllungen bereit, die neugierig auf die Fortsetzung machen. Zumal man das Ende so sicher nicht stehen lassen kann.
Fazit
Wer höfische Intrigen und politische Machtspielchen mag, wird hier definitiv fündig. Ich habe allerdings wenig Entwicklung bei der Protagonistin gesehen und viele Szenen waren einfach zu ausschweifend geschrieben. Auf die Fortsetzung bin ich nach den ganzen Enthüllungen dennoch gespannt.
Rezensionen von Ryria:
Spuren eines Lebens
Wilder Honig von Caryl Lewis
Nach Johns Tod verschlägt es drei Frauen in den Obstgarten seines Zuhauses und zu seinen Bienenstöcken, jede mit ihren eigenen Sorgen und Erinnerungen an die Vergangenheit.
Die Erzählung wechselt zwischen den Ereignissen in der Gegenwart und den Briefen, die John vor seinem Tod für seine Frau Hannah verfasst hat.
Da John ein Schriftsteller war, muten seine Briefe sprachlich auch besonders poetisch an. Seine Leidenschaft für seine Bienen kommt permanent zum Ausdruck, so erfährt man sehr viel über deren Leben, fast schon als würde man ein Sachbuch lesen, jedoch werden die Bienen auch gleichzeitig als Metaphern für das gemeinsame Eheleben benutzt. Dies fand ich einerseits schön und geschickt geschrieben, andererseits hätte ich mir nach einer Weile vielleicht auch weniger Bienen-Abschnitte gewünscht, jedoch ist das nur persönliches Empfinden.
Weiterhin gab es auch viele interessante Infos über Obstgärten und deren Pflege, vieles davon war mir neu. Generell ist die ganze Geschichte sehr unaufgeregt und überzeugt mit seiner ruhigen Stimmung. Der Fokus liegt nicht auf Spannung, sondern auf menschlichen Emotionen und Beziehungen.
Die Trauerverarbeitung vermischt sich mit den Erinnerungen an die Vergangenheit, aufgedeckte Geheimnisse stellen die Frage, wie gut wir die Menschen wirklich kennen, die uns am nächsten sind.
Hierbei mochte ich, wie sich die Beziehungen und Charaktere weiterentwickeln und ihren inneren Frieden (wieder)finden.
Insgesamt ein sprachlich schönes Buch, das durch seine ruhige Stimmung überzeugt.
Rezensionen von PucKker:
Was will dieses Buch eigentlich sein?
Vagus-Yoga von Ellen Fischer
Dieses Buch ist mir echt ein Rätsel. Laut Klappentext geht es darum, durch gezielte Yoga-Übungen den Vagusnerv zu stimulieren, um Stress zu reduzieren und das Nervensystem zu beruhigen. Ich habe also ein praxisorientiertes Buch erwartet – mit konkreten Übungen, vor allem Atemtechniken, und einer klaren Erklärung, wie und warum diese auf den Vagusnerv wirken.
Was ich bekommen habe, ist erst mal ein über 70-seitiger Theorieteil, der alles Mögliche behandelt: Begriffsdefinitionen, Gesundheitssysteme, moderne Lebensführung, Wirtschaftswachstum, Grundbedürfnisse – aber so gut wie nichts zum Vagusnerv selbst. Und auch nicht wissenschaftlich fundiert: Es gibt keine Belege, keine Literaturhinweise, nur lose Thesen und Andeutungen.
Natürlich gehören Dinge wie Schlaf, Tageslicht, Pausen, sozialer Kontakt, Bewegung oder gesunde Ernährung irgendwie zum Thema Vagusnerv dazu. Aber wenn das alles gleichberechtigt nebeneinandersteht, ohne konkrete Erklärung der physiologischen Zusammenhänge, und der Yoga-Aspekt fast untergeht, dann müsste das Buch vielleicht auch anders heißen – z. B. “Ganzheitlich durch den Alltag” oder so. Aber nicht Vagus-Yoga.
Im zweiten Teil geht es dann um Yoga-Grundlagen, Asanas, anatomische Details – teils interessant, aber sprachlich nicht besonders zugänglich und erneut ohne echten Bezug zum Vagusnerv.
Die Bilder helfen nur bedingt (ist halt kein Video), das Layout ist teils schwer lesbar (rote Schrift auf braunem Hintergrund), und am Ende gibt’s dann zwei kurze Übungszyklen für morgens und abends. Die Übungen werden einfach präsentiert, aber nicht im Detail erklärt – vor allem nicht im Hinblick auf ihre Wirkung auf den Vagusnerv.
Was ich dann eigentlich hilfreich fand: Auf der Website des Verlags gibt es begleitende Audio-Dateien mit den Übungszyklen – sowohl je eine ausführliche (ca. 1 h) als auch eine kompakte (ca. 20 min) Version für morgens und abends. Leider ist auch das eher durchwachsen: Die Sprecherin (die Autorin selbst) atmet sehr laut ins Mikro, wirkt stellenweise unvorbereitet, fast so, als würde sie spontan drauflosreden. Das macht es schwierig, wirklich in eine entspannte Praxis zu kommen.
Fazit: Wer sich für ganzheitliche Lebensführung mit ein bisschen Yoga interessiert, findet hier vielleicht Impulse. Wer aber – wie ich – ein klares, fundiertes Buch zum Thema Vagusnerv und Yoga sucht, wird vermutlich enttäuscht. Der Titel verspricht mehr, als der Inhalt halten kann.
Rezensionen von Petra Sch.:
Wie kann eine Wahrsagung mein Leben verändern?
Vorsehung von Liane Moriarty
3,5 Sterne
Ein verspäteter Flug von Hobart, Tasmanien nach Sydney: eine alte, unscheinbare Dame steht plötzlich auf und zeigt auf jeden einzelnen Fluggast mit dem Finger, während sie dessen Sterbealter und Todesursache nennt.
Danach kann sie sich an nichts erinnern, doch etliche Passagiere sind zutiefst verstört.
Vor allem diejenigen, die laut ihrer Aussage schon bald sterben sollen. Oder Paula, deren Baby Timmy sie mit 7 Jahren den Tod durch Ertrinken prophezeit. Und auch die hübsche Flugbegleiterin A.. bekommt eine unschöne Vorhersage.
Zu Beginn fand ich die Geschichte etwas langatmig, denn man lernt einige der Fluggäste ziemlich detailliert kennen. Auch wenn es für den weiteren Verlauf der jeweiligen Geschichte schon gut ist, wenn man diese Personen kennt, fand ich es manchmal etwas zu viel an Informationen.
Später gibt es auch kurze Einschübe in ich-Form aus Sicht der "Todesdame", wie sie später in den Medien genannt wird, später dann längere Passagen, immer abwechselnd mit den Geschichten der anderen Passagiere. Doch auch die Lebensgeschichte von Cherry fand ich manchmal zu detailliert und ausschweifend, das wäre nicht notwendig gewesen. Trotzdem blieb mir Cherry unnahbar, obwohl man sie, ihre Gedanken und Gefühle, wirklich ausführlichst kennenlernt. Vielleicht liegt es an ihrer introvertierten, nüchternen Art. Sie kann sehr gut mit Zahlen, dafür weniger gut mit Menschen.
Es war jedoch wirklich spannend zu verfolgen, wie sich die Prophezeiungen auswirken, bzw. wie die verschiedenen Menschen auf unterschiedliche Arten damit umgehen. Und als der erste Fluggast so wie vorhergesagt stirbt, und weitere Todesfälle folgen, nimmt das ganze einen Sog auf, der sich nicht mehr aufhalten lässt. Manche Menschen nehmen die Vorhersagen nicht ernst, manche versuchen, ihrem Schicksal zu entgehen bzw. dieses zu ändern. Und einige überdenken ihr Leben, wie es gerade ist - sind sie glücklich? WAS könnten sie ändern, um wirklich glücklich zu sein? Soll man es wagen und seine Träume verwirklichen - mit allen Konsequenzen?
Eine interessante, menschliche Studie.
Fazit:
Eine alte Lady prophezeit den Passagieren auf dem Flug von Hobart nach Sydney deren Todesursache und Lebenserwartung, wodurch deren Leben aus den Fugen geraten. Eine interessante Studie über das Glück und die Verwirklichung von Träumen. Und ob man sein Schicksal verändern kann. Leider manchmal etwas langatmig.
Rezensionen von PucKker:
Spannende Rezepte
Deftig Vegan Asien von Anne-Katrin Weber
Lecker, vegan und vielseitig asiatisch! In diesem Kochbuch trifft man auf eine bunte kulinarische Reise durch verschiedene asiatische Küchen: vietnamesisch, koreanisch, japanisch, chinesisch, indonesisch, thailändisch – vereinzelt auch Gerichte aus Kambodscha, Laos, Malaysia, Singapur, Hongkong, Bali und Java.
Ganz toll finde ich es, dass hier Nährwerte angegeben hat. Das macht es so viel leichter die Protein- und Ballaststoffmenge im Auge zu behalten. Ein großes Dankeschön! Als großen Pluspunkt empfinde ich die Auswahl der Zutaten. An der ein oder anderen Stelle findet man Vollkornprodukte und auch die Oxalsäure wird beim zweimal gegartem Mangold reduziert.
Die Kapitelstruktur folgt Zutaten (Reis, Nudeln, Tofu, Gemüse, Salate, Süßes) – ehrlich gesagt hätte ich mir stattdessen eine Einteilung nach Ländern gewünscht. Öfter als spezifisch auf Reis oder Nudeln habe ich einfach Lust auf eine bestimmte Richtung – mal japanisch, mal koreanisch. Eine länderspezifische Gliederung hätte mir einen besseren Überblick über die jeweilige Landesküche gegeben und das Gefühl vermittelt, wirklich von Japan bis Vietnam zu reisen, wie es der Titel verspricht. Im Rezeptregister wäre dann immer noch genug Platz gewesen, um Gerichte nach Zutaten wie Reis, Nudeln oder Salat aufzulisten.
Nichtsdestotrotz: Die Rezepte sind wirklich stark – mein eigener Geschmackstest bestätigt’s! Die malaysische Laksa, die gebratenen Thai-Nudeln und auch die Thai Tom Kha sind echte Highlights, die kann ich wärmstens empfehlen.
Optisch ist das Buch hochwertig, es enthält viele schöne Stimmungsbilder von Märkten, Menschen, Zutaten und Landschaften. Für mich persönlich wäre aber weniger davon und dafür mal die ein oder andere Schritt-für-Schritt-Anleitung (z. B. für Onigiriuzu oder Wantan) hilfreicher gewesen.
Trotz kleiner Kritikpunkte: ein empfehlenswertes Kochbuch für alle, die gerne vegan und asiatisch kochen.
Rezensionen von PucKker:
Wenig Substanz
My Italian Lovestory von Nina Bilinszki
Eine Geschichte, bei der man selbst Entscheidungen treffen kann? Das hat bei mir richtig Nostalgie ausgelöst – sowas mochte ich früher total gern! Im Text verstecken sich sogar Rezeptideen zwischendurch (die Mandelplätzchen klingen super – die probiere ich!).
Aber inhaltlich hat es bei mir leider gar nicht funktioniert.
Die Geschichte ist wahnsinnig kurz und fühlt sich total gehetzt an. Die Kapitel springen einfach wild hin und her, ohne dass die Übergänge Sinn ergeben oder irgendwas vernünftig eingeleitet wird. Man ist plötzlich in einer komplett neuen Situation, ohne zu wissen, wie es dazu kam. Teilweise haben die Kapitel nicht mal zusammengepasst, obwohl sie aufeinander folgen sollten – das hat mich echt rausgebracht.
Die Charaktere bleiben sehr flach, es passiert alles viel zu schnell, und emotionale Entwicklungen wirken eher aufgesetzt als nachvollziehbar. Ich hatte das Gefühl, man arbeitet einfach eine Liste an Romance-Tropes ab, aber ohne Tiefe oder echte Spannung. Auch sprachlich war das Ganze eher schlicht – es hat sich für mich eher wie ein schnell runtergeschriebener Wattpad-Text gelesen als wie ein veröffentlichtes Buch.
Rezensionen von PucKker:
Nicht so gut wie Medical Cuisine
Gamechanger Protein von Matthias Riedl
Ein weiteres Buch von Matthias Riedl, das ich gelesen habe! Dieses Mal geht’s um Proteine – im Theorieteil erklärt er, wofür Eiweiß gebraucht wird, wie viel man davon braucht und welche Lebensmittel dafür infrage kommen. Alles recht kompakt und verständlich. Die Interviews zwischendurch hätte ich persönlich nicht gebraucht, die haben mich eher rausgebracht.
Im Rezeptteil gibt’s dann 60 Gerichte, die alle mindestens 20 g Eiweiß liefern. Einige Rezepte fand ich ziemlich ausgefallen, andere waren schön alltagstauglich. Ein paar Ideen waren echt neu für mich – zum Beispiel Erbsen-Vollkorn-Waffeln mit Kräuterquark, Quark-Grieß-Taler mit Melonen-Mango-Salat oder Reispapier-Pfannkuchen mit Rotkohlfüllung und Dip. Auch die türkischen Teigtaschen mit Joghurtsauce klangen interessant. Insgesamt also definitiv Inspiration dabei, wenn man sich proteinreicher ernähren will.
Aber: An die Medical Cuisine-Reihe mit Johann Lafer kommt das Ganze für mich nicht ran – weder vom Anspruch her noch vom Look oder Geschmack der Rezepte. Deshalb gibt’s von mir 4 von 5 Sternen.
Rezensionen von PucKker:
Ein kreatives Buch
Lieblingsrezepte aus deinem Airfryer – vegetarisch von Tanja Dusy
Ein witziges Buch! Die Gestaltung ist genau so, wie es das Cover schon andeutet: bunt, klar, ein bisschen schräg. Auch die Fotos sehen so aus – manchmal fast ein bisschen trocken, aber irgendwie passt das zur Stimmung.
Die Rezepte sind richtig kreativ. Von Bang-Bang-Brokkoli über Okonomiyaki mit Kohl bis hin zu Zimt-Nachos mit Himbeeren – auf sowas muss man erst mal kommen.
Die Zimt-Nachos waren übrigens mega lecker!
Ich würde das Buch vor allem Leuten empfehlen, die:
1. ihren Ofen oder Pfannen ungern nutzen
2. und einen ziemlich großen Airfryer besitzen – vielleicht sogar mit zwei Fächern.
Mit meinem kleinen Gerät muss ich die Sachen oft auf mehrere Durchgänge aufteilen, das nervt dann ein bisschen. Gnocchi mit Sommergemüse oder auch Bananenpfannkuchen mache ich dann ehrlich gesagt doch lieber in der Pfanne oder im Ofen. Das ist für mich einfacher.
Trotzdem: Wer mal was anderes ausprobieren will, Lust auf abgefahrene vegetarische Kombis hat und seinen Airfryer voll ausnutzen möchte, findet hier viele Ideen. Ich hab definitiv ein paar Sachen entdeckt, die ich wieder machen werde.










