Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von KimVi:

Ich hatte mir deutlich mehr Spannung erhofft

ATME! von Merchant Judith

Nile scheint mit Ben endlich das große Glück gefunden zu haben. Erst waren es nur ein paar gestohlene Stunden, da Ben noch verheiratet ist. Doch nun lässt er sich scheiden und lebt mit Nile zusammen. Bei einer gemeinsamen Shopping-Tour verschwindet Ben plötzlich spurlos. Nile macht sich sofort panisch auf die Suche.

Doch niemand hat Ben gesehen oder etwas von ihm gehört. Nile ist sich sicher, dass etwas Schreckliches passiert ist. Da nicht einmal die Polizei sie bei ihrer Suche unterstützt, muss Nile jede Hilfe annehmen, die sie bekommen kann und die kommt ausgerechnet von Flo, der Noch-Ehefrau von Ben! Doch kann Nile ihr wirklich trauen?

Die Handlung wird ausschließlich in der Ich-Form, aus der Sicht von Nile, geschildert. Der Einstieg gelingt mühelos, denn man befindet sich sofort mitten im Geschehen, da Lebensgefährte Ben recht früh spurlos verschwindet. Kurze Sätze sorgen für ein hohes Tempo. Man merkt, dass Nile gestresst ist und panisch reagiert. Genau wie Nile selbst, stellt man sich die Frage, wo Ben ist und was eigentlich passiert ist. Nile ist nur noch darauf fixiert, Ben so schnell wie möglich zu finden. Es gelingt der Autorin hervorragend, die Panik und die Verzweiflung, die Nile befallen, so zu beschreiben, dass man sie glaubhaft nachvollziehen kann.

Niles Gedanken kreisen nur noch um Ben, die Beziehung zu ihm und alles was damit zusammenhängt. Dadurch, dass die gesamte Handlung aus der Ich-Perspektive betrachtet wird, hat man eine ziemlich eingeschränkte Sicht und ist darauf angewiesen, die Puzzleteile, die Nile langsam zusammenträgt, genau zu betrachten. Das Gedankenkarussell von Nile ist anfangs noch interessant, doch nach und nach stellt sich der Verdacht ein, dass sie gelegentlich etwas verwirrt ist und nicht alles richtig zuordnet. Denn die Noch-Ehefrau von Ben scheint einiges vollkommen anders zu sehen. Doch woran liegt das? Wem kann man hier eigentlich vertrauen?

Nile scheint sich im Kreis zu drehen. Ihre Suche wird immer verzweifelter. Dennoch geht es keinen Schritt voran. Man hat das Gefühl, dass die Handlung auf der Stelle tritt. Man verfolgt zwar Niles Gedanken, doch die Spannung, die man von einem Thriller erwartet, will sich nicht einstellen. Selbst das Interesse an den Hintergründen lässt von Zeile zu Zeile nach. Ab der Mitte kommt dann endlich ein wenig Schwung in die Handlung. Auch wenn man als aufmerksamer Leser schon bald einen Verdacht hat, was passiert sein könnte, kann man sich doch nicht sicher sein und stellt beim Lesen weitere Ermittlungen an. Es kommt zum Ende hin zu einigen Wendungen, die allerdings nicht wirklich überraschend sind, sondern ziemlich konstruiert wirken.

Ich hatte mir von diesem Thriller ein spannendes Verwirrspiel erhofft, bei dem ich atemlos an den Seiten klebe und mich nicht mehr vom Gelesenen lösen mag. Der Anfang erschien mir auch wirklich vielversprechend, doch dann trat die Handlung, für meinen Geschmack, zu sehr auf der Stelle. Die Hauptprotagonistin war mir auch nicht sympathisch, sondern nervte mich früh. Da die überraschenden Wendungen auf mich ziemlich vorhersehbar wirkten und mir die Spannung viel zu kurz kam, war ich froh, als ich am Ende angekommen war.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi

Rezensionen von yellowdog:

mehr als gelungen

Kühn hat Hunger von Jan Weiler

Jan Weilers Kühn-Romane lassen sich gut lesen und erfreulicherweise gelingt es dem Autor das Niveau zu halten. Kühn hat Hunger hat mir genauso gut gefallen wie die beiden Vorgängerromane.
Weiler hat sich auch wieder etwas originelles einfallen lassen und lässt die Kriminalhandlung in eine gesellschaftliche Klammer fügen.

Kühns Familienprobleme, seine Wunsch abzunehmen und Konflikte mit Kollegen spielen eine genauso wichtige Rolle wie die Ermittlung in einem Mordfall an einer jungen Frau. Damit ist es mehr als ein Krimi, da die gesellschaftliche Thematik wichtiger ist.
Die meiste Zeit wird aus Kühns Gedanken heraus erzählt. Er ist Kommissar, und so genial er bei Verhören und Ermittlung ist, so ist er ein Tropf was die persönlichen Probleme angeht. Das ist überwiegend amüsant zu lesen, obwohl man sich besonders als männlicher Leser gelegentlich selbst vergleicht.
Ich mag die Ironie von Jan Weiler.

Stilistisch gefällt mir auch, dass es dem Autor gelingt, tiefe Einblicke in die Figuren zu gewähren, zum Beispiel auch in den jungen Polizisten Sebastian Pflug, ein labiler Typ, der an der Tötung des Opfers beteiligt ist.

Der Roman bietet ernste Passagen und welche mit umwerfender Komik, sowie milder Spott auf menschliche Schwächen und einem kompakten Plot. Das alles ist mehr als gelungen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Weihnachtlich romantischer Abschluss der Serie

Weihnachten im kleinen Brautladen am Strand von Linfoot Jane

Weihnachten ist nahe - dies merkt Holly bereits, als sie aus dem Bahnhof in St. Aidan tritt und nur noch eine Kutsche mit Santa Claus und einem Weihnachstelf als Taxi zur Verfügung steht, um sie zu ihrem Ziel, dem - mittlerweile nicht mehr - kleinen Brautladen am See zu bringen.

Foodstylistin Holly will einen ruhigen Monat in der Wohnung oben im "Brides by the Sea" verbringen.

Obwohl sie Weihnachten liebt, will sie dieses Jahr über die Festtage alleine sein. Denn vor einem Jahr ist sie vor einem Heiratsantrag davon gerannt ist. Ihr ist eigentlich klar, dass Luc und sie nicht zusammen passen, aber sie trauert ihm dennoch nach. Der Leser versteht dies nicht wirklich, denn es ist klar, dass weder sie ihn noch er sie jemals richtig geliebt hat. Aber da Holly sich immer schon in zweiter Reihe hinter ihrer Schwester sah, hat sie wohl das Gefühl, dass es auch in der Liebe so sein muss.

Deshalb macht sie auch keine Freudensprünge, als sie nicht nur die Strandhochzeit von ihren Freunden fotografieren soll - der Grund wieso sie nach Hause nach St. Aidan kam - sondern einige andere auch. Denn Jules, der Hausfotograf von "Brides by the Sea" ist erkrankt. Holly traut es sich nicht zu Jules würdig zu vertreten, ihr Selbstwertgefühl ist sehr gering.

Dem Team vom Brautladen ist aber schnell klar, dass Holly fotografieren kann, sogar Jules ist eifersüchtig. Holly bekommt Unterstützung vom örtlichen Weinhändler und Bierbrauer Rory, den sie von früher aus der Schule kennt. Holly meint, er hätte sie immer gehänselt und mag auch jetzt seine Sprüche nicht. Und dennoch merkt sie immer mehr, dass Rory derjenige ist, der sie am besten kennt.

Rory ist ein toller Charakter. Über ihn erfährt man zuerst sehr wenig, denn Holly ist mit ihren Vorurteilen ihm gegenüber beschäftigt. Erst nach der Hälfte sieht man ihn mit ganz anderen Augen. Einiges hat sich schon abgezeichnet: er kümmert sich alleine um seine Nichte und den Babyneffen. Die Mutter der beiden, Rorys Schwester, musste sich einer Herzoperation unterziehen. Daneben kümmert er sich weiter um sein Geschäft und auch um Holly und wird Teil des Brautladen-Teams.

Jess ist mit Bart im Skiurlaub, aber immer bestens über alles informiert. Poppy gönnt sich keine Ruhe, obwohl sie hochschwanger ist. Immie will es werden. Nur Lilly und Sera bleiben hier blass, werden nur nebenbei erwähnt. Dafür packt die Feuerwehr wieder mit an, diesmal an einem für gestandene Feuerwehrmänner eher ungewöhnlichen "Projekt" ;-)

Schwierige Kunden fehlen auch dieses Mal nicht, diesmal in Figur der Brautmutter Marilyn, der die Hochzeitsplanung ihres Sohnes und seiner Braut nicht passt. Doch das Team hat alles im Griff.

Die Liebesgeschichte in diesem Band entwickelt sich langsam, aber zart, und wird schön und glaubhaft beschrieben.

Schon auf den ersten Seiten hat mich die Geschichte gepackt. Mitgefühl und Freundschaft werden in St. Aidan gross geschrieben, humorvolle Szenen und Freudentränen wechseln sich ab. Ein ganz grosses Plus ist Rory, dessen Entwicklung am eindrücklichsten geschildert wurde - endlich mal viel Gefühl! "Weihnachten im kleinen Brautladen am Strand" ist somit für mich der beste Teil der Serie.

Der Alkohol fliesst nicht mehr so stark wie in den vorherigen Bänden, aber Hunger auf Cupcakes und Kuchen bekommt man dank Poppys Backkünsten jedesmal wenn sie in der Küche steht - und das tut sie gefühlt auf jeder fünften Seite. Zum Glück gibt es als Anhang einige Rezepte zum Nachbacken. Beim Geniessen der Köstlichkeiten kann man sich dann nochmals an die Zeit im Brautladen "Brides by the Sea" zu erinnern.

Fazit: Weihnachtlich romantisch und somit der perfekte Abschluss der Wedding-Shop-Reihe!
4 Punkte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand

Rezensionen von Biene2004:

Ein majestätischer dritter Fall für Frida und Bjarne - von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur spannend, fesselnd und mega atmosphärisch!

Sterbekammer von Fölck Romy

Das Cover erinnert mich an die beiden ersten Teile, auch hier lässt die einsame Landschaft der Phantasie wieder jede Menge Spielraum. Die kurze Inhaltsangabe dieses neuesten Werkes von Autorin Romy Fölck macht neugierig darauf, was die beiden Ermittler Frida Paulen und Bjarne Haverkorn denn wohl dieses Mal erwartet.

Ob man sich an dieses Buch wagen sollte, wenn man die Vorgänger nicht kennt, vermag ich wirklich schlecht einzuschätzen, ich denke aber schon, dass man die Zusammenhänge viel besser versteht, wenn man mit Teil 1 in diese Elbmarsch-Krimi-Reihe einsteigt. Klar ist es auch möglich, einfach nur den neuen dritten Teil zu lesen, doch ich befürchte, dass sich dann viele Zusammenhänge nicht so richtig erschließen lassen. Das wiederum finde ich super schade, denn die einzelnen Charaktere sind echte Unikate und entsprechende dazugehörige „Geschichten“ und Entwicklungen sind definitiv wissens- und auch lesenswert und so lassen sich sämtliche Reaktionen und Handlungen sehr viel besser nachvollziehen bzw. verstehen.

Und auch hier im dritten Teil wurde ich spannungstechnisch absolut nicht enttäuscht. In diesem Zusammenhang sollte ich vielleicht kurz erwähnen, dass ich die beiden ersten Bücher von Fölck ebenfalls kenne und super gerne gelesen habe. Aus diesem Grund habe ich mich mit ehrlich gesagt relativ hohen Erwartungen an dieses Buch „Sterbekammer“ gewagt und bin direkt von der ersten Seite an mittendrin gewesen im Geschehen. Auch wenn das Lesen des letzten Buches schon eine kleine Weile her ist, hatte ich keinerlei Startschwierigkeiten, hatte die einzelnen Personen und Situationen sofort klar und deutlich vor Augen und konnte mich aufgrund dessen von der ersten Seite an abholen lassen.

Frida ist mir während der drei Bücher total ans Herz gewachsen, Bjarne ebenfalls! Ich freue mich für die beiden, dass sie endlich mal ein bisschen Glück haben, wenn auch jeder auf seine Weise!

Wie ich festgestellt habe, fehlt mir Jo in diesem Buch ein bisschen, für meine Begriffe kommt sie auf jeden Fall etwas zu kurz. Ich weiß, dass sie im letzten Buch eine große Rolle inne hatte, doch die Figur selber interessiert mich sehr und von daher hoffe ich, im nächsten Teil wieder ein bisschen mehr von ihr lesen zu dürfen.

Zum Inhalt selber möchte ich hier gar nicht viel zusammenfassen, denn zum einen möchte ich nicht spoilern und zum anderen soll das hier ja auch eine Rezension sein und keine Inhaltsangabe. In den ersten beiden Bänden ist es Fölck mehr als gut gelungen, den Leser bzw. die Leserin auf eine falsche Fährte zu locken, in die Irre zu führen und sämtliche Situationen und Gegebenheiten so hinzustellen, dass am Ende plötzlich nichts mehr so war wie es anfänglich schien. Das ist hier im dritten Teil ein bisschen anders und als Hobby-Spürnase könnte man eventuell schon relativ früh mögliche Zusammenhänge erahnen. (Ich natürlich nicht, aber ich bin auch kein Maßstab, bei mir ist es quasi immer der Gärtner und ich bin jedes Mal aufs Neue total überrascht, wenn solche Fälle dann doch irgendwie anders ausgehen...). Nichts desto trotz ist auch diese neue Geschichte rund um Frida und Bjarne enorm spannend und fesselnd und steht den beiden Vorgängern definitiv in nichts nach! Die Auflösung ist schlüssig, logisch und absolut nachvollziehbar - diese Geschichte ist ein absolut würdiger dritter Teil, der mir super gut gefallen hat!

Fazit:
Ein majestätischer dritter Fall für Frida und Bjarne - von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur spannend, fesselnd und mega atmosphärisch! Ein absolutes MUSS für alle Krimi-Fans!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Biene2004

Rezensionen von heinoko:

Fachlich kompetente Analyse

Das Wunder der Wertschätzung von Haller Reinhard


Bewundernswert, wie es dem Autor gelingt, als Fachmann und mit immensem Hintergrundwissen ausgestattet, das Thema so umfassend und gleichzeitig verständlich zu behandeln. Wer allerdings einen der vielen Allerweltsratgeber erwartet hat, wird enttäuscht das Buch wieder zuklappen.
Dr. Haller hat mit dem vorliegenden Buch einen Wegweiser durch den Dschungel der Begrifflichkeiten geschrieben, und das macht er einerseits fachlich kompetent und präzise, andererseits aber auch für Laien verständlich, mit Fällen aus der Praxis veranschaulicht, mit Zitaten aus der Welt der Literaten unterstrichen und mit in Kästchen gesetzten Quintessenzen zum jeweiligen Kapitel nochmals zusätzlich untermalt.

In unserer Zeit der zunehmenden sozialen Kälte, die in der Formel „Ich- icher-am ichesten“ mündet, in einer Zeit des wachsenden Narzissmus, wäre wertschätzendes Verhalten ein unendlich wichtiger und wertvoller Gegenpol. Ich wähle allerdings hier bewusst den Konjunktiv. Denn Wertschätzung bedingt einerseits reale Begegnung zwischen Menschen, wobei die zunehmende Digitalisierung genau diese immer seltener werden lässt. Und zum anderen gelingt echte Wertschätzung nur Menschen, die sich in andere empathisch einfühlen können, also mit emotionaler Intelligenz ausgestattet sind, die selbstsicher, gelassen, achtsam und respektvoll sind. Da unsere reale Welt all diesen wunderbaren Eigenschaften wenig Wachstumschancen einräumt, bleibt für mich das Wunder der Wertschätzung ein Konjunktiv, eine stille Hoffnung vielleicht.
Angeregt durch das vorliegende großartige Buch wäre zu wünschen, dass der eine oder andere Leser neu motiviert wird, an seinem inneren Wachstum zu arbeiten und Wertschätzung als kostbarstes Mittel, sozusagen als Grundnahrungsmittel zu einem besseren Miteinander zu erkennen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von heinoko

Rezensionen von yellowdog:

Für Iny Lorentz-Leser dürfte dieses Buch bereichernd sein.

Das Wunder der Wertschätzung von Haller Reinhard

Iny Lorentz haben in diesem Buch ihre Recherchereisen zu ihren Romanen thematisiert. Nebenbei werden auch ein paar bemerkenswerte Dinge aus ihrem Leben und zur literarischen Arbeit verraten.
Einiges ist fast verblüffend, denn es ist letztlich dem Druck der Verlage zuzuschreiben, dass Iny Lorentz so viel und so schnell schreiben mussten, um überhaupt veröffentlicht zu werden.

Auch ist es der Verlag, der auf Fortsetzungen zu Iny Lorentz größten Erfolg Die Wanderhure drängte.
Wären Iny Lorentz unabhängiger gewesen, würde ihr Werk vielleicht weniger gehetzt wirken. Andererseits wussten die Autoren natürlich, auf was sie sich einlassen und haben den Weg bewusst gewählt.

Erstaunlich, wie sehr die Autoren als eine Einheit schreiben.

Interessant, wie die Reisen von Iny Lorentz gebraucht wurden, um sie zu inspirieren. Mit ihrem Wohnwagen bewältigten sie wohl so einige tausende Kilometer. Eine ganz schöne Leistung.
Dem Buch sind einige Fotos beigefügt, um Eindrücke zu vermitteln. Außerdem sind die Buchcover abgebildet.

Für Iny Lorentz-Leser dürfte dieses Buch bereichernd sein.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von S.:

Mörderjagd

Der siebte Schrei von Linda Budinger

Sechs Jungen hat er entführt, gefoltert. Einer konnte fliehen, die anderen sind tot. Und jetzt wurde ein weiterer Schüler entführt.
Auf diesen Alt- und jetzt aktuellen Fall wird auch Special Agent Dean Hamilton angesetzt. Eigentlich schwer traumatisiert, soll und will er eine Chance bekommen, sich zu beweisen.

Ein großes Problem ist, dass auch Steve unter einem Trauma leidet und zudem noch stumm ist. Zur Traumabewältigung darf er auf eine Pferderanch in Idaho und dort mit Therapiepferden arbeiten. Kann Dean sein Vertrauen erwerben?
Auch der Mörder kommt regelmäßig zu Wort. Er hat ein Faible für Musik und eine abartige Besonderheit. Darauf muss man erst einmal kommen!
Das zu einem spannenden Thriller zu verweben, gelingt der Autorin Linda Budinger sehr gut. Mehrere Erzählstränge werden aufgegriffen ( mysteriöse Bankkarten, übereifrige Polizisten, Bankraub, seltene Eigenschaften wie Synästhesie, mühselige polizeiliche Ermittlungsarbeit, Korruption) und mehr oder weniger sympathische Figuren gestaltet. Besonders gefallen mir natürlich die beiden Protagonisten Dean und Reittherapeutin Marina, sehr engagiert in ihrem jeweiligen Bereich. Beiden wünscht man alles Gute und sich selbst eine Fortsetzung mit den Zweien.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von S.

Rezensionen von Petra Sch.:

das etwas andere Kritzel-und-Mitmach-Buch

Leles Geheimclub, Band 1: Keine Kings im Hauptquartier von Gröner Sabina

Leles Geheimclub ist für meine Tochter und mich ein ganz neues Konzept des Kinderbuchs (zumindest kennen wir bisher kein Buch in dieser Art): ein Mitmach-und-Kritzel-Buch. Somit kann man dem Buch seine persönliche Note aufdrücken.
Es gibt immer wieder Seiten, die die Geschehnisse der Geschichte aufgreifen und wo die Leserinnen dann selbst Listen erstellen, Dinge eintragen oder rumkritzeln und malen können.

Auch die Geschichte selbst ist dem Zielgruppenalter angepasst: zwei verfeindete Gruppen (Mädels und Jungs), die sich gegenseitig Streiche spielen.
Die Queens, das sind die Listenschreiberin Lele, Skateboarderin Cleo und das 'lebende Wörterbuch' Elif.
Die Kings bestehen aus Elifs Bruder Devin, Kolja und dem Parkour-Meister Loris.
Jede Bande hat ein eigenes Quartier, doch die Jungs wollen lieber die luftige Dachterrasse der Mädchen als das finstere Kellerloch, in dem sie derzeit ihr Clubquartier haben.
Es gibt natürlich viele Streitereien; es werden einem die Gedanken der Kids nähergebracht - man fühlt sich mittendrin im Geschehen.

Doch es ist auch ein Lehrwert gegeben: Als der Yorkshire-Terrier des Hausmeister-Paares namens Tiffi plötzlich verschwindet, auf den Lele aufpassen sollte, halten die verfeindeten Banden zusammen und gehen auf gemeinsame Rettungsmission.
Somit vereint das Buch das Aufzeigen und die Klärung von Jugendproblemen, Freundschaft, Zusammenhalt, das Finden von Lösungsmöglichkeiten, Kreativität und man kann seine künstlerische Ader ausleben.

Die Geschichte ist schön und leicht verständlich zu lesen, die vorkommenden Fremdwörter (Elif ist ja das "wandelnde Wörterbuch") werden natürlich erklärt und man freut sich natürlich über das Happy-End. Leider waren die vielen Seiten mit Listen und auch die Kritzel-Seiten meiner Tochter dann irgendwann zu viel; wir vergeben 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra Sch.

Rezensionen von Meli:

Inhaltsarm und kaum spannend - sehr schade!

Cinder & Ella - Happy End - und dann? von Kelly Oram

Dieses Buch war leider eine Enttäuschung, und das aus vielerlei Gründen. Zunächst einmal gilt, wie bei leider so vielen Fortsetzungen zu abgeschlossenen Büchern, dass man dieses Buch lieber nicht geschrieben hätte, weil man nicht wirklich etwas zu erzählen hatte.

Die Hauptthemen in diesem Buch sind zum einen die Streitigkeiten in der Familie von Ella und noch viel wichtiger ist ihre Unsicherheit wegen ihres vernarbten Körpers.

Ihre Beziehung mit Brian? Ihr Körper ist voller Narben und das kann er doch nicht wirklich mögen. Sie ist Thema in der Presse? Oh, die Leute sehen doch nur ihre Narben. Natürlich ist es ein sehr wichtiges Thema für sie, aber damit lässt sich kein Buch füllen - zumindest nicht, wenn es dem Vorgänger ebenbürtig sein soll.

Abgesehen davon schien für mich alles nur Kulisse für Ellas Komplexe zu sein. Es wurden endlos viele Themen angeschnitten, die Spannung einbrachten, aber nur kurzzeitig. Da waren kleine Presseskandale bei, die ich auch sehr spannend fand, aber das war anscheinend nicht die Geschichte, die man weiterverfolgen wollte. Dann gibt es zig Prominente, die kommen und gehen und keine Rolle spielen.

Eigentlich spielt hier nichts eine Rolle. Ella besucht ihren Arzt und ihre Therapeutin, aber davon wird höchstens nachträglich berichtet. Ihr Blog ist erfolgreich, so wie auch Brians Karriere als Schauspieler eigentlich unverändert weitergeht. Brian und Ella haben Millionen von Fans, aber die äußern sich auch nur über ein paar Kommentare und Fanpost.

Warum heißt es eigentlich Cinder & Ella, wenn es hier doch nur um Ella geht? Brian macht nämlich nicht wirklich irgendwas. Man sieht ihn an Ellas Seite, wie er sie immer unterstützt und seine Gefühle beteuert - was nie etwas an Ellas Meinung oder Verhalten ändert - und seine endlose Geduld und Liebe unter Beweis stellt. Man sieht nichts von seinem Leben als Schauspieler und Promi; all diese Dinge werden immer nur von anderen Personen beschrieben, aber man bekommt leider überhaupt kein Gefühl dafür.

Letztendlich war das Buch lang und langweilig. Brian und Ellas Beziehung verlief süß, aber ohne viel Spannung. Die Spannung, die in der ersten Hälfte des Buches aufkam, ging zwischen dem irrelevanten Geplänkel verloren und kehrte nie zurück. So vieles wurde vernachlässigt und eben nur indirekt erwähnt und manches schien sich sogar zu widersprechen.

Erinnert ihr euch an den herzzerreißenden Moment im ersten Buch, als Ellas Vater sagte, er hätte all ihre Bücher gespendet? Auch die signierten mit all den Erinnerungen an das jeweilige Ereignis? Hier entpuppt sich der Vater als heimlicher Leser, aber seine Tat von damals wird mit keinem Wort erwähnt. Eine Person, die gern liest, würde doch niemals die Bücher eines Anderen weggeben, oder? Da hat man doch viel mehr Verständnis! :D

Fazit
"Cinder & Ella 2" war eine Enttäuschung für mich. Die Bewertung ist dafür, dass es sich gut lesen ließ und auch gute Momente hatte, aber das Buch war nicht stimmig und man hätte es mit dieser mangelhaften Story lieber gar nicht schreiben sollen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Meli

Rezensionen von dorli:

Wunderbare Zeiten

Cinder & Ella - Happy End - und dann? von Kelly Oram

In ihrer großen 50er-Jahre-Trilogie „Die Schwestern vom Ku'damm“ nimmt Brigitte Riebe den Leser mit auf eine spannende Zeitreise in das Nachkriegsjahrzehnt nach Berlin. Wiederaufbau, Wirtschaftswunder und Wohlstand prägen den Alltag, die vom Krieg gezeichnete Stadt blüht auf, das Leben ist wieder bunter – zumindest im Westteil der Stadt.

„Wunderbare Zeiten“ ist der zweite Band der Trilogie und spielt in den Jahren 1952 bis 1957. Da die Ereignisse in diesem Band auf die Geschehnisse des ersten Teils aufbauen, halte ich es für ratsam, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Nach Rike steht diesmal mit der 29-jährigen Silvie die mittlere der Thalheim-Schwestern im Zentrum des Geschehens.

Die im ersten Teil noch sehr sprunghafte Silvie hat ihren Platz im Berufsleben gefunden - allerdings nicht im familieneigenen Modekaufhaus, sondern beim Rundfunk. Silvie ist als Redakteurin und Moderatorin mit ihrer neuen Sendung beim RIAS äußerst erfolgreich. Während es mit der Karriere steil bergauf geht, sieht es im Privatleben der lebenslustigen Silvie etwas anders aus. Besonders die Sorgen um ihren Zwillingsbruder Oskar, der körperlich und psychisch versehrt aus langjähriger Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist, reißen nicht ab. Außerdem wird ihr Wunsch nach einer eigenen Familie immer lauter, Silvie sehnt sich nach einem Mann an ihrer Seite, nach einem Kind und einem behaglichen Zuhause…

Schon nach wenigen Seiten hat mich die Welt der Thalheims wieder gefangen genommen. Brigitte Riebe lässt ihre Protagonistinnen auch in diesem Band viele Höhen und Tiefen durchmachen. Während das Kaufhaus große Erfolge feiert, bringen herbe Schicksalsschläge Silvie und ihre Lieben immer wieder ins Straucheln – die kleinen und großen Katastrophen wirken dabei genauso wie die Glücksmomente echt und wie aus dem Leben gegriffen und lassen den Leser Seite um Seite mit den Akteuren mitleiden und mitfiebern.

Brigitte Riebe hat das Leben und den Alltag der Thalheims eng mit dem historischen Geschehen der 50er Jahre und der Entwicklung Berlins verflochten. Unzählige Details aus allen Lebensbereichen sorgen für Authentizität und lassen ein vielschichtiges Bild von Ort und Zeit vor den Augen des Lesers entstehen. Nicht nur große Ereignisse wie Berlinale, Arbeiteraufstand und Fußballweltmeisterschaft lässt die Autorin ihre Akteure miterleben, die Thalheims agieren auch an vielen bekannten Stätten und begegnen zahlreichen Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Kultur.

„Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten“ hat mir sehr gut gefallen. Eine gut ausbalancierte Mischung aus Familiengeschichte und spannender Historie, die mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß - ein durchweg mitreißendes Leseerlebnis.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von dorli