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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von C. P.:

Der Unterschied zwischen falschem und echtem Glück

Das Freu von Olsberg Karl

Mafalda bekommt von ihrem Vater das neueste Produkt der Firma "True Happiness Corporation" (THC) geschenkt: Den Fortunator VR, für eine "Verbesserte Realität". Eine mit vielen Sensoren ausgestattete Virtual Reality (VR) Brille, deren Glücks-Coach-Software das Glücksgefühl nachweislich steigern soll.

Und davon hatte Mafalda in letzter Zeit wirklich nicht viel. Nach dem Umzug fehlen ihr noch die Freunde, ihr Vater ist ständig auf Geschäftsreise und ihre Stiefmutter scheint sie auch nicht zu mögen, so oft, wie sie an Mafalda herumnörgelt. Anfangs macht ihr das Programm auch Spaß, eine virtuelle Katze erscheint und ermuntert sie zu diversen Aktionen, welche Mafalda glücklicher machen und das Leben erleichtern sollen. Nur so wirklich glücklich fühlt sie sich noch nicht. Das verspürt sie eher, wenn sie im Nachbargarten dieses mysteriöse blaue Tier beobachtet, welches sich verwandeln kann. Die Nachbarin nennt es "das Freu".

"Geteiltes Freu ist doppeltes Freu."

Ein wunderschönes Buch über das Verbeiten von Glück, ansteckender schlechter Laune sowie den gedankenlosen Missbrauch neuer Technologien. Bildhaft erzählt Karl Olsberg, wie sich Menschen blind auf Technologien verlassen, die ihnen Glück verheißen, bis sie wie Süchtige auf der ewigen Suche nach dem Glück sind, ohne es wirklich zu finden. Sehr schön gefiel mir, wie Mafalda den Fortunatoren misstraut, welche plötzlich wie eine Welle über alle hereinschwappen und von jedem in den höchsten Tönen gelobt werden. Mutig widersetzt sie sich dem Trend, wird ausgegrenzt, beschimpft und von den Eltern sogar zum Tragen des Glücklichmachers gezwungen. Dabei haben die Fortunatoren durchaus auch ihre Vorteile. Sehr lustig war, wie das Zähneputzen plötzlich zur Karaokeparty wurde. Aber macht das Vorgaukeln einer optimierten Realität wirklich glücklich?
Unterhaltsam und bildhaft sensibilisiert diese Erzählung, was wirklich glücklich macht, was das Glücklichmachen anderer bewirkt und wie ansteckend Wut und Ärger sein können.

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Rezensionen von heinoko:

Wort-Pralinen - zum staunenden Schauen und genussvollen Lesen

So süß schmeckt das Leben von Madame Tricot


Die genialen Strickkunstwerke von Madame Tricot durfte ich bereits mehrmals im Original in Augenschein nehmen und war fasziniert, begeistert und voll der höchsten Bewunderung, wie es möglich ist, einen Wurstsalat oder einen Pressack oder ein Stück rohes Bratenfleisch so lebensecht zu stricken, dass man das Gefühl hat, an der Theke einer echten Metzgerei zu stehen und gleich eine Scheibe Wurst zum Probieren angereicht zu bekommen.

Madame Tricot ist für mich im wahrsten Sinne des Wortes eine Strickkünstlerin! Und genau wegen ihres Namens fand das vorliegende Buch meine besondere Aufmerksamkeit. Erst mit dem zweiten Blick entdeckte ich den Glückswert dieses Geschenkbuches.
Wer vielleicht erwartet hatte, hier konkrete Anleitungen zu finden, um selbst Bockwürstchen zu stricken oder Salami, der würde enttäuscht werden. Aber das Büchlein ist dennoch ein Anleitungsbuch, nämlich zum Glücklich-Sein und –Werden, zur Wahrnehmungsschulung für das, was gut tut. „So süß schmeckt das Leben“ ist eine Sammlung von Aphorismen, humorvollen oder nachdenklichen Texten, von Rezepten für Gelassenheit oder für einen Seelenkuchen. Allesamt wundervoll ausgewählte Texte, die Mut machen, süß wie eine Praline, Wort-Pralinen sozusagen. Die feinsinnig ausgewählten Texte werden durch die süße Maschenkunst der Madame Tricot auf liebenswerte Weise vertieft.
Welch ein schön gestaltetes, beglückendes Geschenkbuch, dessen Texte immer wieder gelesen werden wollen. Mit einer Botschaft, die der kluge Peter Handke in kürzester Form so ausgedrückt hat: „Ich bin ja zum Vergnügen auf der Welt“. Was kann man besseres schenken als dieses die Lebenszeit Versüßendes Buch - zum Schauen, zum Lesen, zum Denken, zum Genießen!

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Rezensionen von Lealein1906:

Einfach märchenhaft

Märchenfluch, Band 1: Das letzte Dornröschen von Siegmann Claudia

„Märchenfluch: Das letzte Dornröschen“ bekommt von mir ganz klar fünf Sterne. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen und kann gar nicht abwarten, bis der nächste Band erscheint. Die alten Märchen werden hier wunderbar modern aufbereitet und in einer spannenden Geschichte mit interessanten Charakteren verpackt.

Flora erfährt durch merkwürdige Umstände – die sie erst auch gar nicht glauben kann -, dass sie eine Nachfahrin von Dornröschen ist. Und schon steckt sie mittendrin in einem märchenhaften Abenteuer, muss ihre Vergangenheit aufarbeiten, magische Gegenstände aufspüren und auch noch ihre Gabe in den Griff bekommen. Zudem gehen merkwürdige Dinge vor sich, die es aufzuklären gilt. Mit dabei sind zum Beispiel auch Schneewittchennachfahrin Neva und diverse Märchenprinzen.
Der Schreibstil war herrlich leicht und hat einen nur so durch die Seiten fliegen lassen. Es war schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere werden interessant in Szene gesetzt und die graugefärbten Abschnitte, die zwischendurch eingebracht werden, haben für zusätzliche Spannung gesorgt. Ich fand es gut, dass der Leser die Gefühle und Gedanken von Flora so genau mitbekommt, um mit ihr gemeinsam in die Vielfalt dieser Märchenwelt einzusteigen.
Diese hat mir übrigens sehr gut gefallen Dieser Mix aus alten Märchen und der Moderne überzeugt. Die alten Charaktere werden mit den Figuren aus dem Buch toll neuinterpretiert und ich würde gerne noch mehr kennenlernen. Dass jeder eine ganz besondere Gabe hat, gibt nochmal etwas Spannendes mit in die Geschichte. Ein kleiner Kritikpunkt von mir ist, dass die Zweifelphase von Flora doch etwas lange dauert und dass da auch das Umfeld ich meinen Augen nicht so plausibel reagiert. Aber das soll nicht so ins Gewicht fallen, weil der Rest der Geschichte einfach klasse ist und auf jeden Fall fünf Sterne verdient hat.

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Rezensionen von Lealein1906:

Spannende Geheimclub-Geschichte

Leles Geheimclub, Band 1: Keine Kings im Hauptquartier von Gröner Sabina

Ich habe mich sehr gefreut, Leles Geheimclub kennenzulernen. Das ist ein schönes Kinderbuch, vor allem für Mädchen, das Spaß beim Lesen macht und auch mal zum Schmunzeln anregt. Ein großes Plus sind die Kritzelseiten und die Illustration, ein Minus gibt’s, weil in meinen Augen das Buch noch ein paar mehr kleinere Geschichten in der großen hätte haben könnten.

Also gebe ich 4 Sterne.
Lele, Cleo und Elif sind die „Queens“ ein waschechter Geheimclub mit Geheimsprache, Versteck und allem Drum und Dran. Doch da gibt es auch noch die rivalisierenden „Kings“, die unbedingt das Versteck erobern wollen. Daraufhin nehmen die Queens den Kings die Drohne weg, doch die lassen mit ihrer Rache nicht lange auf sich warten.
Die Geschichte an sich mit den Geheimclubs, der Rivalität, den Listen und auch ein Rezept ist dabei, fand ich sehr gelungen, lustig und auch spannend. Man hatte einfach Freude das Abenteuer mitzuerleben. Allerdings finde ich, dass sich gegen Mitte des Buchs zu sehr auf einen einzigen Handlungsstrang gelegt wird, der mit fast ein bisschen zu lange gedauert hat. Dann doch lieber das ein bisschen kürzer halten und noch eine neue Abenteuersituation dazu, dann wäre das Buch perfekt gewesen.
Den Schreibstil fand ich als sehr angenehm und auch genau richtig für Kinder, die sich nach dem Lesebeginn mal an etwas Größeres wagen wollen. Die Schrift ist sehr groß und gut zu lesen. Durch die Kapitel fliegt man wie im Nu.
Richtig toll gelungen sind zum einen die Illustrationen, die das ganze Buch zieren, das macht richtig Spaß beim Durchblättern. Gut gefallen haben mir auch die großen Sprüche, die so schön dargestellt wurden, da hätte es gerne noch ein paar mehr von geben können. Die Kritzelseiten sind für junge Mädchenperfekt, um kreativ zu werden und sich auch ein paar Gedanken zu machen. Zum Beispiel „was findest du cool?“ oder „erstelle eine Stimmungskurve“. Da ist toll zum Mitmachen. Deswegen finde ich auch das etwas größere Format des Buchs sehr passend.
Für Mädchen ist dieses Buch klasse, auch eine tolle Geschenkidee. Ich freue mich auf den nächsten Band.

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Rezensionen von Lesemama:

Luna-Fliegenpilz

Luna von Arne Ulbricht

Zum Buch:
Luna lebt mit ihrer Mama und ihrem Papa in Wuppertal. Papa ist derjenige, der für Luna da ist. Mama arbeitet viel und ist auch öfter mal auf Geschäftsreise.
Luna hätte gerne, dass Papa mehr Zeit für sie hat und nicht so viel Zeit mit den komischen Erwachsenenbüchern verbring, die er schreibt.

Oder nicht die seltsame Musik hört. Aber Luna hat das eine Erbsenstarke Lösung ...

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, ich war ein wenig in das Cover verliebt. Luna ist total niedlich mit ihrem Erdbeerkleid und ihrem Fliegenpilzpulli. Die Kurzbeschreibung klang auch gut, also wollte ich es lesen.
Nun bin ich ein wenig zwiegespalten, mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich fand die Geschichten lustig, nachdenklich und konnte mich gut in Luna und ihren Papa reinversetzen. Aber es ist irgendwie keine Geschichte, daher denke ich, dass es Kindern vielleicht zum Selberlesen nicht so gut gefällt. Also ich kann da jetzt nur von meinen Lesekindern ausgehen, denen würde das Abenteuerliche, die Spannung fehlen.
Das Buch hat dreizehn Kapitel, die mehr oder weniger aufeinander aufbauen, die aber jedes für sich einen Teil der Gesamterzählung ausmachen. Ich kann das jetzt schlecht erklären, dass muss man selbst lesen.

Mir haben die einzelnen Kapitel schon gut gefallen, sie haben alle etwas lebendiges, familiäres. So geht es in allen Familien mit einem oder mehreren Kindern zu.
Ich könnte mir das Buch eigentlich gut als Vorlesebuch für Vorschulkinder oder Erstklässler vorstellen. Denn in die Situationen, in die Luna gerät, kommt jedes Kind irgendwann mal. Dafür dürfte es aber gerne noch ein paar Illustrationen mehr haben, die die im Buch vorhanden sind, sind ganz zauberhaft.

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Rezensionen von KimVi:

Humorvolle und kurzweilige Lektüre für Zwischendurch

Nenne drei Streichinstrumente: Geige, Bratsche, Limoncello von Lena Greiner; Carola Padtberg-Kruse

Nach "Nenne drei Nadelbäume:Tanne, Fichte, Oberkiefer" und "Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker" ist "Nenne drei Streichinstrumente: Geige, Bratsche, Limoncello" bereits der dritte Band in dem man in von Lehrern eingeschickten Anekdoten aus dem ganz normalen Schulalltag stöbern kann.

Die beiden Spiegel-Online Redakteurinnen Lena Greiner und Carola Padtberg-Kruse haben die eingeschickten Einblicke in verschiedene Fachbereiche eingeteilt.

Mit einer locker und humorvollen Einleitung wird man perfekt auf die nun folgende Lektüre eingestimmt. Dabei darf man sich dieses Mal auf krass, witzige Einblicke in deutsche Klassenzimmer freuen. Thematisch sind die geistigen Aussetzer, die man auch liebevoll als kreative Antworten bezeichnen kann, in folgende Fachbereiche geordnet: Erdkunde, Musik, Biologie, Deutsch, Chemie, Englisch, Mathematik, Religion, Ethik, Geschichte und Politik. Die schönsten Ausreden darf man übrigens auch genießen. In diesem Band gibt es außerdem Anekdoten, in denen Schüler von ihren schrägen Erlebnissen mit seltsamen Pädagogen berichten, und Geständnisse aus dem Lehrerzimmer. Der ganz normale Schulwahnsinn wird also von allen Seiten betrachtet. Das zieht sich durch alle Klassen und Schulformen. Die unterschiedlichen Einblicke werden gelegentlich durch lustige, zum Thema passende, Cartoons aufgelockert.

Die jeweiligen Abschnitte sind nicht zu lang. Deshalb lassen sie sich locker und flott lesen. Dabei hat man das Gefühl, das Augenzwinkern, mit dem diese Anekdoten beschrieben werden, beim Lesen regelrecht wahrzunehmen. Dieses Buch eignet sich wunderbar als kurzweilige Lektüre für Zwischendurch, da man gut unterhalten wird und oft unverhofft schmunzeln muss.

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Rezensionen von Harakiri:

Veeteren und Barbarotti - ein tolles Team

Der Verein der Linkshänder von Nesser Håkan

Linkshänder hatten es zur Mitte des letzten Jahrhunderts noch schwer, Sie sollten umerzogen werden. An einer Schule in einer kleinen Stadt in Schweden finden sich mehrere Linkshänder zusammen und gründen einen Club. Zuerst ganz locker, aber dann kommen sie auf eine dumme Idee, die ihre Kreise noch weit in die Zukunft ausstreckt.

Einige Jahre später kommen die meisten der Vereinsmitglieder bei einem Feuer ums Leben und der Täter scheint schnell gefunden. Doch als der vermeintliche Täter, wiederum einige Jahre später, auch tot aufgefunden wird, wird Kommissar Veeteren und seinem Team klar, dass sie damals auf der falschen Spur waren. Sie rollen den Fall wieder auf.
Der Verein der Pensionäre könnte das Buch auch genannt werden, denn Van Veeteren ist mittlerweile 75 Jahre alt und eigentlich schon längst in Pension. Doch sein kluger Kopf ist weiterhin aktiv und so verbeißt er sich in den alten Fall.
Das Buch ist aufgeteilt in 3 Teile: im ersten Teil laufen dann auch 3 Handlungsstränge und anfangs muss man ein wenig aufpassen, dass man sich nicht verzettelt, weil diese verschiedene Jahre umfassen. Aber alle 3 sind total interessant und spannend geschrieben.
Im zweiten Teil dann wird eine weitere Leiche gefunden und Kommissar Barbarotti mit der Klärung des Falls betraut. Im dritten Teil laufen die beiden Erzählstränge zusammen und die Kommissare treffen aufeinander. Ich fand diese Idee von Nesser sehr gelungen, seine beiden Protagonisten einmal einen Fall gemeinsam lösen zu lassen.
Fazit: der Fall ist komplex aufgebaut, aber super geschrieben, so dass man sich als Leser nie verläuft oder ratlos ist. Der Täter am Ende ist zwar vorhersehbar, aber das tut der Lesefreude keinen Abbruch.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Macht Lust, andere Biografien als Kennedy oder Lincoln zu lesen

Trinker, Cowboys, Sonderlinge von Ronald D. Gerste

Wer glaubt, dass Donald Trump der erste und einzige etwas sonderbare Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist, wird eines Besseren belehrt. Schon einige vor ihm sind durch Exzentrik oder unkonventionelles Benehmen aufgefallen. Es war nur nicht gar so bekannt. Immerhin haben Nachrichten im 18.

und 19. Jahrhundert einige Wochen gebraucht, um an ihr Ziel zu gelangen. Halbwahre/halbfalsche Geschichten von und über Präsidenten sind auch nichts wirklich Neues. Allein die übermäßige Präsenz des derzeitigen Amtsinhaber nervt zusehends. Wenn weder Zeitungen noch TV über ihn berichten würden - eine Wohltat.

Doch zurück zu vorliegendem Buch: Autor Ronald D. Gerste ist Augenarzt und (Medizin)Historiker, der vor allem durch seine Biografien über Abraham Lincoln
und John F. Kennedy bekannt geworden ist.

Wir erfahren einiges über

Andrew Jackson
Franklin Pierce
Ulysses S. Grant
Rutherford B. Haynes
Chester A. Arthur
Grover Cleveland
Theodore Roosevelt
William Howard Taft
Calvin Coolidge
Harry S. Truman
John F. Kennedy
Richard Nixon

Wie es für Kurzbiografien üblich, kann es nur Blitzlichter in den Leben der Porträtierten geben.

Ein bisschen verwirrend ist das amerikanische Wahlsystem. Allerdings hat es schon früher denkbar knappe Wahlausgänge in den diversen Wahlbezirken gegeben. Man könnte fast sagen: „alles schon einmal da gewesen“ - egal ob verhaltensoriginelle, besonders Umtriebige oder Revolverhelden.

Einzig das Wort „Sonderlinge“ ist für mich nicht ganz greifbar. In Zeiten der Duelle und der rauchenden Colts, ist es ganz normal zur Waffe zu greifen, auch wenn man Präsident der Vereinigten Staaten ist. Oder übermäßiger Alkoholgenuss ist ein Thema, aber gesellschaftlich akzeptiert. Es muss also ein Mann ein besonders starker Trinker gewesen sein, wenn dies extra erwähnt wird. Ich denke, das Prädikat „Sonderling“ muss im Kontext des jeweiligen Jahrhunderts bzw. Jahrzehnts gesehen werden. Nicht vergessen darf man auch, dass Journalisten, Biografen oder sonstige Zeitgenossen nicht immer die ganze Wahrheit über die Präsidenten kannten oder sagten.

Fazit:

Dieses Buch weckt die Neugier und das Interesse, andere Biografien der Präsidenten abseits von Kennedy und Lincoln zu lesen. 4 Sterne.

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Rezensionen von Anja:

Wow, was für ein Buch, was für ein Ende. Ich will weiterlesen. Sofort!

Follow Me Back von A. V. Geiger

Nach einem traumatischen Ereignis verlässt Tessa das Haus nicht mehr. Kontakt zur Außenwelt findet sie in ihrer Schwärmerei für den Popstar Eric Thron, für den sie einen Twitter-Fan-Account erstellt, über den sie mit anderen Fans in Kontakt steht. Und einer ihrer Kontakte ist niemand Geringeres als Eric selbst, der sich immer mehr in die Lügen verstrickt, die er Tessa auftischt…

Das Buch hat mir so unglaublich gut gefallen!
Die Story beginnt mit einem Polizei-Vernehmungsprotokoll, woraus aber nicht ersichtlich wird, was überhaupt geschehen ist.

Damit war ich schon direkt an die Story gefesselt.

Es folgt ein Schritt zurück in die Vergangenheit. Abwechselnd wird aus der personalen Sicht von Tessa und Eric das bisherige Geschehen geschildert. Von dem Zeitpunkt aus, als sie sich online kennenlernten bis zu besagter Vernehmung. Dazwischen sind weitere kurze Polizeiprotokolle eingebunden, die zwar immer kleine Bröckchen offenbaren, insgesamt aber mehr neue Fragen hinterlassen, als sie beantworten.
Und so konnte mich die Geschichte mehrfach überraschen. Das, was offensichtlich scheint, ist selten wahr. Aber die Wahrheit zwischen den Zeilen zu finden, war schwierig und so habe ich das Buch förmlich inhaliert, weil ich auf die Antworten zu all den offenen Fragen hingefiebert habe. Der lockere, bildhafte Schreibstil, der die Gefühle der Figuren intensiv wiedergibt, trägt zum leichten Lesen bei.

Mit Tessa und Eric gibt es zwei sehr unterschiedliche Protagonisten. Eric benennt seine Probleme sehr deutlich. Er fühlt sich von seinem Management in eine Rolle gepresst, die er nie einnehmen wollte. Die Musik bereitet ihm kaum noch Freude und rückt im öffentlichen Interesse stark in den Hintergrund. Er ist genervt von den Fans, die seinen Körper anschmachten und kreischen, egal, was er singt. Gleichzeitig beunruhigt ihn die Hysterie der Menschenmassen.
Tessa hingegen ist ein Rätsel. Sie kann ihr Zimmer nicht verlassen. Irgendetwas ist vorgefallen, was sie schwer traumatisiert hat. Aber Tessa spricht nicht darüber und es dauert lange, bis sie ihr Geheimnis preisgibt.
Ich mochte beide Figuren und das, was ihr Online-Kontakt bei ihnen in Bewegung setzt, sehr gern. Spannend war vor allem die Entwicklung, die sie im Verlauf durchmachen. Eric bekommt durch Tessa Einblick, wie seine Fans ticken. Und Tessa bekommt einfach jemanden zum Reden…

Neben der fesselnden, emotionsgeladenen Story, dem Blick auf die Schattenseiten des Ruhms und Tessas Leidensgeschichte sind natürlich auch die Probleme, die Twitter und co. mit sich bringen, ein großes Thema. Nicht nur, dass sich Bilder und Posts unkontrolliert verbreiten, auch die Anonymität des Internets und die Gefahren dessen spielen eine zentrale Rolle.

Das Ende ist… offen. Ein Schock. Eine Überraschung. Absolut unerwartet. Ich kann es gar nicht erwarten, weiterzulesen.

Fazit

Klapptentext und Leseprobe hatten mich zwar sofort angesprochen, trotzdem hatte ich nicht mit einer so wahnsinnig tollen Geschichte gerechnet, die mich komplett fesseln und immer wieder überraschen konnte. Das Buch liest sich super, die Handlung ist aufgrund immer neuer, offener Fragen spannend und die beiden sehr unterschiedlichen Hauptfiguren waren mir direkt sympathisch. Und dann dieses Ende…
Definitiv eins meiner Jahreshighlights!

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Weihnachtszauber, der das Herz erwärmt!

Die Zeit der Weihnachtsschwestern von Sarah Morgan

Bestsellerautorin Sarah Morgan ist einfach eine Meisterin ihres Fachs, ein Garant für berührende Geschichten und glückselige Lesestunden und nicht umsonst eine meiner Lieblingsautorinnen of all times. Ich habe stets jedes ihrer Werke mit Begeisterung verschlungen und dieses hier ist mein bisheriger Liebling.

Bevor meine Euphorie mit mir durchgeht und ich meinen Lobgesang beginne, vorab ein paar kurze Informationen zum Inhalt.

Vor vielen Jahren hat das sympathische Ehepaar Suzanne und Stewart drei kleine Mädchen adoptiert, die bei einem tragischen Bergunglück ihre Eltern verloren hatten. Aus den einst traumatisierten Kindern sind mittlerweile drei erwachsene junge Frauen geworden, die ihren Platz in der Welt gefunden zu haben scheinen. Ihre positive Entwicklung verdanken sie vor allem der unerschütterlichen Liebe und Geduld ihrer Adoptiveltern, die ihnen einen Neuanfang für eine fröhliche Kindheit in der Idylle der schottischen Highlands ermöglicht haben. Mittlerweile lebt nur noch Posy bei ihren Eltern in Glensay, einem malerischen Örtchen, in dem jeder jeden kennt, Gemeinschaftssinn großgeschrieben wird und niemand vor Nachbarschaftstratsch und Gerüchten geschützt ist; ihre Schwestern hingegen hat es nach New York City verschlagen, wo Hannah einen kometenhaften Aufstieg als Unternehmensberaterin erlebt und Beth ihren Traummann gefunden hat. Zum Weihnachtsfest werden sie alle ins verschneite Schottland eingeladen und Suzanne kann es kaum erwarten, ihre Mädchen endlich wieder in die Arme schließen zu können. Aber alle Zeichen deuten darauf hin, dass es wohl keine allzu 'stille Nacht' werden wird: die ohnehin viel zu verschlossene Hannah, die sich im vergangenen Jahr sogar vor einer Heimreise gedrückt hatte, taucht viel früher als erwartet auf – mit rotgeweinten Augen und einem aufwühlenden Geheimnis. Auch Beth steht schon Tage vor ihrer geplanten Ankunft auf der Matte – ohne Ehemann und Kinder. Der charismatische Untermieter Luke lässt Posys Herz schneller schlagen und dann wird Suzanne auch noch von einer Grippe erwischt, mitten in den stressigen Vorbereitungen für die schönste Zeit des Jahres.

Erzählt wird abwechselnd aus vier Perspektiven: Beth, Posy, Hannah und Suzanne. Meisterhaft bringt uns die Autorin gleichermaßen intensiv jede der Figuren so nahe, dass ich mich – obwohl die Frauen kaum unterschiedlicher sein könnten – mühelos in jeden der Charaktere hineinversetzen und ihre Gefühle nachvollziehen konnte. Alle Hauptfiguren sind unheimlich facettenreich gestaltet worden; ihre Unterschiede (und die Beweggründe für ihr Verhalten) müssen gar nicht großartig betont werden – vielmehr gelingt es der Autorin durch Rückblicke in die Vergangenheit und detaillierte Momentaufnahmen ein solch lebensnahes Bild zu kreieren, dass mir alle Figuren nach wenigen Seiten bereits so vertraut waren, als hätte ich sie nicht gerade erst kennengelernt.

Der Schreibstil der Autorin ist unübertroffen und lässt sich am ehesten mit den Worten 'mitreißend', 'emotionsgeladen' und 'beglückend' beschreiben. Für mich als Weihnachtsfan war dieses Werk ein besonderes Geschenk, da es Sarah Morgan wie kaum eine andere Autorin versteht, ein wohlig-festliches Flair und eine authentische Atmosphäre zu erschaffen. Dieser Roman ist weitaus tiefgründiger als übliche Weihnachtsgeschichten, so werden neben Romantik und Festtagszauber auch die Themen Traumabewältigung, Umgang mit Verlust und Schuldgefühlen sowie Familienprobleme und deren Ursachen aufgegriffen. Niemals jedoch wird der harmonische Leseeindruck getrübt; stattdessen standen mir regelmäßig Tränen der Rührung in den Augen.

Fazit: Ein Buch, das glücklich macht – nicht nur zur Weihnachtszeit.

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