Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gluecksklee:
Hochspannung bis zum Schluss
Der Kastanienmann von Sveistrup Søren
"Der Kastanienmann" von Søren Sveistrup, der als Bestseller aus Schweden angepriesen wird, hat alle meine positiven Erwartungen erfüllt.
Zum einen ist der Kriminalfall, um den es geht, unglaublich spannend. Bei gut 600 Seiten hatte ich ein bisschen Sorge, dass das Buch sich hinziehen würde oder es langatmige Teile geben würde.
Diese Sorge war völlig unbegründet. Gekonnt webt der Autor ein spannungsgeladenes Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Ermittlern und dem Täter. Im Zentrum der Handlung steht das Rätsel um die am Tatort hinterlassenen Kastaniemännchen - der Titel ist also absolutes Programm.
Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel zur Handlung selbst verraten. Der Spannungsbogen, den Søren Sveistrup gekonnt über den gesamten Thriller aufrecht erhält, sorgt dafür, dass die Seiten beim Lesen nur so dahin fliegen.
Von mir erhält der Thriller daher auch volle fünf Sterne, eine definitive Leseempfehlung und ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten Band der Reihe!
Rezensionen von Gaby 2707:
Allerbeste Unterhaltung – realitätsnah und äußerst spannend
Der Kastanienmann von Sveistrup Søren
Er wollte doch nur schnell Pommes-Schranke und etwas zu trinken am Kiosk besorgen. Als er zurück kommt, ist seine Freundin Janina tot. Erschlagen mit einer seiner Hanteln, die er zum trainieren mitgenommen hatte, und in ein Gebüsch gezerrt. 1000 Sachen schwirren in seinem Kopf herum. Er ist doch wegen Körperverletzung schon vorbestraft und nur auf Bewährung nicht im Knast.
Trotzdem ruft er die Polizei, die schnell herausfindet, wer sie alarmiert hat. Nur seine Bewährungshelferin Marie Marler glaubt an seine Unschuld und versucht alles, damit Frederik nicht in Untersuchungshaft bleiben muss. Das allerdings bringt sie in Konflikt zu ihrem Freund, Hauptkommissar Christian Kramer vom KK11 in Bochum, der zusammen mit einem Kollegen diesen Fall aufzuklären hat.
Wie von Autor Peter Märkert gewohnt, machen kurze, knappe Sätze und die Erzählung in der Gegenwart die Geschichte sehr schnell und lassen die Seiten nur so durch meine Finger fliegen. Ich muss mich zwingen, hier und da mal eine keine Pause zu machen, was mir dank der Spannung, die zwar nur ganz unterschwellig da ist, sehr schwer fällt.
Die Personen sind lebensnah und menschlich beschrieben und ich kann sie mir sehr gut vorstellen. Die lebensfrohe Janina Kamphausen, die gerne auffällige Kleidung trägt und von den jungen Männern umschwärmt wird, mir selbst aber nicht sehr sympathisch ist. Ihr Freund Frederik Sunter, der auf der Abifeier den gleichaltrigen Sebastian zusammengeschlagen hat, vom Gericht 8 Monate auf 2 Jahre Bewährung bekommen hat und Sebastian ein mtl. Schmerzensgeld zahlen muss, ihn hätte ich gerne hier und da in den Arm genommen und ihm Trost und Mut zugesprochen. Ein richtig lieber Junge eben. Ihre allerbeste Freundin Larissa Larrisch, mit der Janina noch viel lieber zusammen ist wie mit Frederik, was ich persönlich nicht verstehen kann. Doch was macht man gegen seine Gefühle. Eifersüchteleien bleiben bei dieser Konstellation natürlich nicht. Gerade Frederik macht in dieser Geschichte solch gravierende persönliche Fortschritte, dass ich ihn dafür einfach nur bewundern kann.
Auch von Bewährungshelferin Marie Marler und Hauptkommissar Christian Kramer hatte ich bald ein klares Bild im Kopf, genauso wie von den meisten anderen Personen, die in dieser Geschichte einen Platz gefunden haben. Mein Kopfkino wurde ab der ersten Seite gezündet und hat sich erst zum Schluss wieder abschalten lassen.
Die Geschichte könnte genau so passiert sein und das macht mich echt sprachlos. Wie schnell sich Liebe in Hass verwandeln kann. Realitätsnah zusammengefasst von einem Autor, dessen Namen ich mir ab jetzt merken werde. Er hat mich mit nur wenigen Seiten gepackt, in die Geschichte hinein gezogen und gefesselt. Ich habe so mit Frederik gebangt, dass der wahre Sachverhalt endlich ans Licht kommt. Am Schluss bin ich froh und zufrieden mit dem Ausgang zurück geblieben.
Wer gerne Krimis liest, die realitätsnah sind und ohne viel Blutvergießen auskommen, der ist hier genau richtig. Allerbeste Unterhaltung mit einem hoch und stabil bleibenden Spannungsbogen ist garantiert.
Rezensionen von Petra:
man wird süchtig nach Frida und Bjarne
Sterbekammer von Fölck Romy
Klappentext:
In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in der Mühle auf eine verdeckte Bodenklappe stößt, ist sie zutiefst erschüttert, denn die Tür führt zu einer Kammer, die wie ein Gefängnis anmutet.
Ihr Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an eine junge Frau, die vor Jahren spurlos in der Marsch verschwand. Alles deutet darauf hin, dass die Entführte in der Kammer gefangen gehalten wurde ...
Meinung:
Es ist der dritte Krimi mit Frida und Bjarne alle drei haben die Hauptpersonen, spannende Fälle und eine Überraschung gemeinsam.
Die Überraschung hat es in sich. Der Fall ist klar, eine vor langer Zeit entführte Frau, jetzt findet man Spuren von ihr., die üblichen Verdächtigen, der Leser rät mit, erfährt winzig kleine Spuren, ein anderer Fall ist auch noch da, dann am Schluss der Höhepunkt, ein Aha Erlebnis, darauf wäre ich nie gekommen, aber absolut klar, deutlich und verständlich einfach toll.
Das Drum Herum zu dem Fall ist genauso passend, eine schöne Landschaft, die die meisten zu mindestens von Bildern kennen, ein sympathisches Ermittlerpaar und die dazu passenden Kollegen.
Das Privatleben der beiden passt wunderbar da hinein. Vor allem nicht zuviel und nicht zuwenig.
( In anderen Krimis arbeiten die Ermittler 48 Stunden am Tag, oder machen nichts anderes wie Trinken, Essen und Beziehungen gegen die Wand fahren ). Das ist etwa übertrieben aber es kommt mir manchmal so vor. Daher empfinde ich es in dieser Serie einfach gut, das es normale Menschen sind mit normalen Problemen die auch das Berufliche beeinflussen können.
Es sind die gefühlt Kleinigkeiten die diesen Krimi so besonders machen z. B.: eine hungrige Katze führt zu der versteckten Kammer.
Man kann den Krimi lesen ohne die Vorgänger zu kennen, die wichtigsten Merkmale über das Privatleben werden in Nebensätzen noch einmal erwähnt. Aber für den der sie nicht kennt, dieses Buch macht hungrig auf mehr.
Daher freue ich mich auf den nächsten Herbst wenn wie angekündigt der vierte Band erscheint.
Rezensionen von Sweden:
Innovative Ideen
Der Feeling-Code von Birgit Jankovic-Steiner
Ich bin kein Freund von Lebensratgebern, da alle, die ich bislang gelesen habe, handeln von einer doch sehr Weg-vorgebenden Sicht aus geschrieben wurden. Doch beim Feeling Code ist das anders, denn gerade die Individualität steht hier im Vordergrund und mittels Übungen kann jeder für sich herausfinden, was einem guttut und was nicht.
Auch ist in diesem Buch alles sehr verständlich beschrieben, somit macht es einem Spaß mit der Unterstützung dieses Ratgebers sich selbst ein Stück näher zu kommen.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Wunderschöner Wohlfühl-Roman aus Österreich!
Herbstblüten und Traubenkuss von Emilia Schilling
Dieses war mein erstes Werk von Emilia Schilling, aber es wird gewiss nicht das letzte gewesen sein. War ich schon vom stimmungsvollen Cover angetan, hat der humorvolle und zugleich einfühlsame Schreibstil der Autorin mich restlos begeistert.
Mona gehört zu der Sorte Mensch, die sich lieber an Fakten und Zahlen hält, statt Kontakt zu ihren Mitmenschen zu suchen.
Böse Zungen würden sie vielleicht als 'Spaßbremse' bezeichnen. Ihre beste Freundin Bianca allerdings weiß, dass Mona nicht nur unglaublich loyal, sondern auch herzensgut ist. Wie es der Zufall will, findet Mona sich nach einem missglückten Bewerbungsgespräch über Irrwege auf einem Weingut wieder – für eine Detektei hatte sie einen jungen Mann namens Oliver Feeberger ausfindig machen sollen, dessen Großeltern ihn zur Rückkehr auf das familiäre Weingut überzeugen möchten. Der attraktive Herr ist schnell ausgeforscht, den Job in der Detektei bekommt Mona dennoch nicht. Weder möchte sie mit 28 Jahren noch ein neues Studium beginnen (- ihre Eltern versuchen noch immer, Mona für das Gebiet der Zahnmedizin zu begeistern -), noch kann sie auch nur einen Tag länger im Kinderbett von Biancas Sohn schlafen. Zwar ist sie ihrer Freundin zu Dank verpflichtet, dass diese ihr nach einer bösen Trennung Unterschlupf gewährt hatte, aber auf Dauer kann dies keine Lösung sein. Da Mona nun mehr Freizeit hat als ihr lieb ist und dringend eine Finanzspritze braucht, fackelt sie nicht lange, als der junge Feeberger-Spross sie überredet, ihn auf das Weingut am Rande von Wien zu begleiten – immerhin wird dort während der Hochsaison jede helfende Hand benötigt. So ein bisschen kellnern sollte Mona locker schaffen, oder? Allerdings hat sie weder mit der kampfeslustigen Henne 'Cindy' gerechnet, noch damit, mit solch aufrichtiger Herzlichkeit aufgenommen zu werden. Und gerade als Mona so glücklich ist wie selten zuvor, erfährt sie von einem tragischen Geheimnis…
Die Autorin hat in feinfühliger Ausarbeitung solch liebenswerte Figuren, die in ihren Handlungen und Gedanken durch und durch realistisch wirken, erschaffen, dass man das Gefühl bekommt, diese Personen tatsächlich zu kennen. Insbesondere Lore, Nina und Mona sind meine absoluten Lieblinge geworden – jede von ihnen fasziniert und beeindruckt mich mit ihren persönlichen Charaktereigenschaften, sei es Lores Güte, Ninas Power und Optimismus oder Monas Engelsgeduld und Nervenstärke.
Dank der zahlreichen humorvollen Elemente und Dialoge habe ich so manches Mal laut auflachen müssen und mich königlich amüsiert. Auch ernste Themen wie Schuldgefühle, Krankheit und Tod sind in die Handlung eingeflochten worden, jedoch auf eine sensible und zugleich faktische Art und Weise, welche die Ereignisse als völlig selbstverständlich und entsprechend dem Fluss des Lebens ganz natürlich erscheinen lässt. Nie überwiegt ein negatives Gefühl, immer steht die Lebensfreude im Vordergrund.
Während der Lektüre erhalten wir nicht nur viele leckere Rezepte zu herzhaften österreichischen Spezialitäten und interessante Informationen zu landestypischen Bräuchen, sondern werden zudem mit detaillierten und stimmungsvollen Beschreibungen des Weinguts in die wohl schönste Region Österreichs entführt. Ich habe dieses bezaubernde Werk passend zur Jahreszeit der Weinernte gelesen und bekam richtig Lust auf einen Ausflug zum 'Buschenschank' und ein Glas 'Sturm'! Das im Anhang angefügte Glossar bietet die deutsche Übersetzung zu allerlei österreichischen Begriffen und hat mich (als zugezogene Deutsche) schmunzeln lassen. Ich kann gar nicht genug lobende Worte finden dafür, wie lebensnah und 'echt 'dieses Werk das wahre Leben widerspiegelt.
Fazit: Herzzerreißend schön, spritzig-witzig & mit wundervoll-spätsommerlichem Österreich-Flair! Absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von begine:
Ein sympathetischer Kommissar
Wisting und der Tag der Vermissten von Horst Jørn Lier
Der norwegische Autor Jørn Lierr Horst war Kriminalhauptkommissar bevor er Kriminalromane schrieb.
In seinem neuen Buch „Wisting und der Tag der Vermissten“ bemerkt man , das ein Kenner des Milieus am Werk ist. Es ist Band 1 der Cold Cases – Reihe.
Der Protagonist Kommissar William Wisting versucht seit 24 Jahren einen Mord zu lösen.
Den verdächtigten Mann Martin Haugen des Opfers besucht er in jedem Jahr an dem Tag ihres Verschwindens.
Wisting hat sogar die Kisten mit den Akten zu Hause und sieht sie immer wieder durch, ob er nicht etwas übersehen hat.
Dann kommt ein besonderer Ermittler von dem Cold Cases der alte Fälle lösen will. Wisting versucht Martin Haugen auszufragen und gibt sich als sein Freund aus.
Der Autor lässt Wisting zu einem sympathischen Kommissar und liebevollen Opa werden. Es geht in diesem Krimi darum, wie die Fälle gelöst werden.
Mir hat die Lektüre dieses Krimis gut gefallen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Noch besser als seine Vorgängerbände
Sterbekammer von Fölck Romy
Der Hund von Josef Hader gebärdet sich wie verrückt. Ist etwas passiert? Eine Nachbarin informiert Frida Paulsen, die sofort zur Deichmühle fährt. Und ja, es ist dort etwas passiert: Der alte Eigenbrötler ist die Treppe herunter gefallen. Beim näheren Hinschauen fällt Frida eine Bodenklappe auf, die in den Keller führt.
War dies hier ein Gefängnis? Bjarne Haverkorn, der sich immer noch von einer Rauchvergiftung erholt, erinnert sich an einen Cold Case, der nun schon 10 Jahre zurück liegt. Damals wurde die junge Frau und Mutter zweier kleiner Jungs, Anneke Jung, hier in der Gegend entführt. DNA-Spuren ergeben, dass Anneke eine Zeit lang hier gefangen gehalten sein muss.
Zeitgleich trifft bei der Mordkommission in Itzehoe die Meldung ein, dass in einer Tankstelle der Tankwart in der vergangenen Nacht ermordet wurde.
Für den neuen Leiter Nick Wahler, der die Mordkommission von seinem Vorgänger Andreas Vollmer, der zur LKA nach Kiel zur Operativen Fallanalyse gewechselt ist, übernommen hat, also zwei Fälle, die sehr arbeitsintensiv sind. Vor Frida Paulsen, Bjarne Haverkorn und ihre Kollege liegt eine Menge Arbeit.
Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn durfte ich schon bei zwei vorangegangenen Fällen begleiten und habe die beiden sympathischen Ermittler direkt ins Herz geschlossen.
Frida hat es in diesen Tagen nicht leicht. Nick Wahler scheint sich auf sie eingeschossen zu haben und lässt sie seine neue Macht spüren.
Ich finde es immer wieder schön, auch Persönliches über die Ermittler zu erfahren, lerne sie daher noch besser kennen und kann manches Tun besser einschätzen und verstehen. Es ist allerdings auch ohne Vorkenntnis der Vorgängerbände kein Problem dem Fall hier zu folgen. Manches aus der Vergangenheit wird kurz angerissen, was vollkommen zum Verständnis reicht.
Der leichte, schnell zu lesende Schreib- und Erzählstil lässt die Geschichte mit verschiedenen Strängen schnell an mir vorüber ziehen. Wobei mich gerade die Passagen, die in der Ich-Form von der Entführten erzählt werden, ganz besonders mitgenommen und Gänsehaut erzeugt haben. Es scheint unglaublich, was ein Mensch alles erleiden und erdulden kann. Ich bewundere die starke Frau, die den Tod nicht fürchtet, sich aber Gedanken macht, dass ihr Mann und ihre Kinder nicht wissen, was mit ihr geschehen ist. Es ist ein zähes Ringen. Wird sie es schaffen? Kann die Polizei ihr Martyrium noch rechtzeitig stoppen? Ich habe mit gerätselt, mich gegruselt, mitgefiebert, mit gebangt und mit gelitten.
Ich finde es so spannend und interessant am eigenen Leib zu erfahren, wie es die Autorin immer wieder schafft, die verschiedensten Emotionen bei mir zu wecken. Und mit diesem Buch hat sie sich, wie ich finde, gegenüber den beiden Vorgängerbänden wieder um Einiges gesteigert. Bitte weiter so, Frau Fölck.
Zum Schluss setzt noch mal eine Wendung ein, an die ich absolut nicht gedacht hätte. Alles wird logisch und schlüssig aufgelöst und ich bleibe mit einem wunderschönen Blick aus Bjarnes Augen in seine neue Lebensmitte zurück. Immer in der Vorfreude auf den nächsten Fall für Paulsen und Haverkorn.
Ein spannender Fall, der sich jederzeit und überall ereignet haben könnte. Sympathische Ermittler, die keine Kraftanstrengung scheuen, den neuen Fall zu lösen. Und ein neuer Kripochef, dem ich zutraue, sich bald richtig gut in die eingeschworene Gemeinschaft der Ermittler einzubringen.
Für alle, die gerne spannende Krimis lesen: Hier müsst ihr dabei sein!
Rezensionen von begine:
Spitze
Poet X von Elizabeth Acevedo
Die Dominikanisch – amerikanische Autorin und Poetry-Slammerin Elizabeth Acevedo hat mit ihrem Jugendroman „Poet X“ in einer interessanten guten Form geschrieben.
Die Protagonistin Xiomara und ihr Zwillingsbruder haben den selben Hintergrund wie die Autorin. Der Bruder ist ein ruhiger intelligenter Junge und Xiomara ist burschikos.
Ihre Mutter ist strenggläubig, so das Xiomara immer wieder mit ihr aneinander gerät. Ihr Bruder schenkt ihr ein Notizbuch, in das sie ihre Gedichte schreibt und ihre Gefühle einbringt.
Der Roman ist wie ein Poetry Slam geschrieben. So spritzig, das ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe.
Im Roman heißt es, das Xiomara im Poetry Club auftritt. Da konnte ich in meiner Fantasie teilnehmen Ich fand es einfach toll.
Es ist sehr Ausdrucksstark.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Ein absolutes Herzensbuch!
Der Preis der Liebe von Denise Hunter
Ich liebe, liebe, liebe diesen wundervollen Roman!! Selten hat mich ein Werk so rundum begeistert, hat der Gesamteindruck so perfekt gepasst. Der Begriff 'perfekt' klingt beinahe zu langweilig; 'hinreißend', 'berührend' und 'realitätsnah' trifft es schon viel eher.
Noch während der Lektüre der ersten Kapitel wanderten bereits fünf weitere Bücher der mir bis dahin gänzlich unbekannten Autorin auf meine Wunschliste und dieses Werk hier hat es mir sogar so angetan, dass ich es wohl zusätzlich auch in der englischen Fassung, unter der Titel "On Magnolia Lane", lesen werde.
Den typischen Charme der U.S.-Südstaaten, den ich auf vielen Reisen schon erleben durfte, habe ich direkt in den atmosphärischen Beschreibungen des idyllischen kleinen Städtchen Copper Creek in Georgia (- dem fiktiven Ort der Handlung -) sowie in den Gemeindeaktivitäten, dem Zusammenhalt und der Herzlichkeit der Einwohner wiedererkennen können. Die Autorin schreibt mit unheimlich viel Gefühl, gleitet allerdings nie ins Kitschige oder Unglaubwürdige ab. Ihre Figuren habe ich so liebgewonnen, dass ich richtig melancholisch wurde, als ich die letzte Seite erreicht hatte. Nicht nur die Hauptcharaktere, auch viele der Nebenfiguren sind unheimlich tiefgründig und facettenreich gestaltet worden. So oft standen mir vor Rührung die Tränen in den Augen!
Drei zentrale Themen sind Vergebung, Gottesvertrauen und Hilfsbereitschaft – jedoch nicht auf moralisierende Weise, sondern eher so als würde man mit einer guten Freundin im Spätsommer auf der Veranda sitzen, im Schaukelstuhl wippen und sich bei Sweet Tea und Cookies darüber austauschen…während im Hintergrund leise Country-Musik aus dem Radio ertönt. Apropos Gespräche: Die Dialoge sind durch und durch glaubwürdig, auch Humor kommt nicht zu kurz. Ich hatte während des Lesens immer wieder den Gedanken, dass das Buch sich verfilmt gehört. Zwar mag die Grundidee an den Klassiker "E-Mail für Dich" erinnern, aber die Geschichte um Daisy und Pastor Jack zeichnet sich durch bedeutend mehr aus als lediglich durch Irrungen und Wirrungen von Internetbekanntschaften in Datingportalen! (So lässt die Autorin beispielsweise gekonnt das Problem Legasthenie in die Handlung einfließen.) Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Hauptfiguren; die Nebenfiguren bilden eine angenehme Ergänzung (und ich freue mich schon, sie in ihren 'eigenen' Romanen der Blue Ridge-Reihe wiederzutreffen).
Ich kann nur sagen: Sobald ich dieses Buch beendet hatte, wollte ich es am liebsten gleich ein weiteres Mal lesen…es macht einfach glücklich. Ein Wohlfühl-Werk par excellence und ab sofort eines meiner Lieblingsbücher!!
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Eine emotionale Reise in die Vergangenheit
Der Preis der Liebe von Denise Hunter
Ich habe Anja Baumheiers Werk als Hörbuch genießen dürfen, wundervoll interpretiert und stimmungsvoll gelesen von Sprecher Wolfgang Berger, dessen Stimme eine ausgezeichnete Wahl für diesen Roman war. Besonders hervorheben möchte ich Herrn Bergers angenehmes Lesetempo, wohl gewählte Intonation und seine deutliche Aussprache, welche die ohnehin mitreißende Wirkung der Geschichte noch verstärkt haben.
Als junges Mädchen hätte sich die modebewusste Elise nie träumen lassen, dass sie eines Tages ihre eigene Boutique in Paris leiten würde. Die französische Hauptstadt war seit jeher ihr Sehnsuchtsort gewesen, hatte sie fasziniert und zum Lernen der Sprache motiviert – doch sie hatte sich damit abgefunden, dass eine Reise dorthin wohl für immer Wunschdenken bleiben würde, denn Elise lebte in der DDR. Während die Gedanken eines jeden Menschen frei sein mögen, waren die Einwohner des kleinen (fiktiven) mecklenburgischen Dorfes Peleroich, Elises Heimat, alles andere als das. Sie lebten ein eingeschränktes Leben, geprägt von Mangel an Konsumgütern, Angst vor Stasi-Bespitzelung und dem Parteifanatismus ihres Bürgermeisters Ludwig, der Peleroich zum Vorzeigeort des Sozialismus machen wollte. Und doch fanden sie einen Weg zwischen Anpassung und Aufgabe, lernten zu improvisieren und ihr Glück in dem Erreichbaren zu suchen.
Dies ist eine Geschichte über die Menschen, die einst in Peleroich (das nun, bald 30 Jahre nach der Wende, abgerissen werden soll) gelebt haben. Das idyllisch gelegene Örtchen, umgeben von dichtem Wald und nahe des Ostseestrandes, ist mittlerweile wie ausgestorben. Die meisten Läden haben vor Jahren geschlossen, die Einwohner sind verstorben oder haben sich ein neues Zuhause gesucht. Manche von ihnen waren bereits zu DDR-Zeiten plötzlich wie vom Erdboden verschluckt und hinterließen eine klaffende Lücke in der Gemeinschaft. – So wie Jakob, für den Elise immer einen besonderen Platz in ihrem Herzen bewahrt hat; Jakob, den sie von klein auf gekannt und als junges Mädchen verträumt angeschaut hatte. Was war ihm zugestoßen? Hatte er eine Flucht in den Westen gewagt? Ihr beider gemeinsamer Freund, Henning, ist ebenfalls verliebt in Elise. Obwohl er so ganz und gar anders ist als der Frauenschwarm Jakob, entwickelt Elise Gefühle für ihn.
Paris, 2018: Noch immer hängt das Gemälde mit dem treffenden Titel 'Verpasste Chancen', das sie einst von Jakob geschenkt bekommen hatte, an Elises Wand. Noch immer denkt sie manchmal wehmütig an ihn zurück…und an ihre Zeit in Peleroich, an ihre Familie. "Das Herz hat Gründe, die der Verstand nicht kennt." Da erreicht sie ein anonymes Schreiben – der Verfasser behauptet, über Informationen zu verfügen, die Elises gesamtes Weltbild ins Wanken bringen werden. Um endlich Antworten auf all ihre Fragen zu erhalten, macht sich Elise zusammen mit ihrer Schulfreundin Marina auf den Weg in die Heimat…
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, verteilt auf zwei Zeitebenen: Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ab. Anfangs hatte ich befürchtet, dass es sich bei diesem Roman hauptsächlich um eine Dreiecksbeziehung zwischen Elise, Henning und Jakob drehen würde – dies ist nicht der Fall. Stattdessen erzählt die Autorin eindringlich, schonungslos ehrlich und zugleich einfühlsam, wie das Alltagsleben in der DDR ausgesehen hat. Peleroich ist stellvertretend für so viele ehemalige DDR-Gemeinden und ihre Bürger. Der fesselnde Schreibstil hat mich sofort in die Handlung hineinkatapultiert. Mit der Zeit lernt man die wichtigsten Bewohner des Dorfes kennen und gewinnt sie richtig lieb, verfolgt den Lauf ihres Lebens und hat das Gefühl, ein Stück (Zeit-)Geschichte hautnah mitzuerleben. Freud und Leid liegen oft nah beieinander, dennoch verliert sich die Autorin nicht in Schilderungen von Negativität und Verzweiflung; vielmehr lässt sie uns am Leben ihrer Figuren teilhaben, so wie es eben war. Die lebensbejahende Einstellung der DDR-Bürger lässt sich vielleicht am besten mit den Worten von Elises gutem Freund Tarek beschreiben: "Kannst du kein Stern am Himmel sein, sei eine Lampe im Haus."
Fazit: Authentisch, berührend und intensiv. Viele historische Ereignisse geben der Handlung ihren Rahmen, vom Mauerbau bis hin zur legendären Pressekonferenz Günter Schabowskis am 09. November 1989 und der Zeit 'danach'. "Kastanienjahre" wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben und ich kann nur allen Fans von historischen Romanen über die deutsche Vergangenheit raten, sich dieses wundervolle Werk, ob als Hörbuch oder in schriftlicher Form, nicht entgehen zu lassen.








