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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Miro76:

Vorsicht mit unreflektierten Verbalattacken!

Die Hinrichtung des Martin P. von Klaus Oppitz

Martin Pietsch ist ein frustrierter Arbeitsloser, der vor 3 Jahren wegrationalisiert wurde und seither keinen Job mehr findet. Sein Selbstwertgefühl sinkt ins bodenlose und nach einer weiteren Abfuhr und mehreren Gläsern Wein verliert er sich wieder einmal in den sozialen Medien.

Aktuell beschäftigt die meisten ein grausamer Mord an einem 6jährigen Mädchen und die Welt auf Facebook und Co spart nicht an Kommentaren.

Pietsch beginnt sich reinzusteigern und schreibt schließlich, dass alle immer nur reden. Es solle ihm doch jemand ein Messer geben, dann würde er das schon erledigen.

In nüchternem Zustand bereut er kurz seinen Kommentar, doch als der die vielen Likes sieht, wird ihm doch warm ums Herz. Er kann sich wichtig fühlen. Deshalb löscht er seinen Kommentar nicht und die Geschichte nimmt seinen Lauf.

Klaus Oppitz hat als Protagonist einen durchschnittlichen Typen kreiert. Sein Schicksal kann jedem passieren. Er ist eigentlich kein unsympathischer Mann; er könnte ein Freund, ein Nachbar sein...

Aber so ist es ja meistens bei den Menschen, die ihre Verbalattacken nicht unter Kontrolle haben. In der vermeintlichen Anonymität des Internets werden unreflektiert Worte ausgekotzt, die sie niemals im direkten Gespräch sagen würden und manchmal nach einmal nachdenken auch nicht so meinen. Es ist die Spontanität, das Zugehörigkeitsgefühl, die Wertschätzung, die manchmal verleiten.

Martin Pietsch sieht sich plötzlich mit seiner Aussage konfrontiert. Was wird er tun?

Diese Situation hat der Autor großartig konstruiert. Alles liegt irgendwie im Bereich des Möglichen, bliebt legal und bietet einen Ausweg. Alles ist nachvollziehbar und trotzdem bleibt der Protagonist sympathisch. Wirklich gut gemacht!

Nebenbei beschäftigt sich der Autor mit der Familie des Täters, denn auch diese Menschen sind Opfer seiner Tat. Auch ihre Leben werden nie wieder so sein wie zuvor. Vor allem mit der Schwester des Täters leiden wir mit bei der Lektüre und wir sehen, dass Todesstrafe auch keine Lösung ist. Das genommene Leben hilft den Angehörigen des Opfers auch nicht. Nein, es bringt noch mehr Leid hervor.

"Die Hinrichtung des Martin P." ist eine gelungene Auseinandersetzung mit dem Thema Social Media und Hasspostings und ein bisschen auch mit der Todesstrafe. Sehr lesenswert!

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Rezensionen von Miro76:

Was für Wendungen!

Drei von Dror Mishani

Was soll man über "Drei" erzählen? Über den Inhalt darf definitiv nichts verraten werden, aber das findet sich ja bereits auf dem Klappentext.

Also erzähle ich was vom Aufbau. Drei erzählt von drei Frauen, aus unterschiedlichsten Lebensverhältnissen. Alle drei verbindet etwas. Alle drei sind emotional, leiden, leben.

Mit allen drei kann man mitfühlen, alle drei kommen einem beim lesen nahe.

Die erste überrascht und ich konnte anfangs kaum fassen, was ich hier lese, die zweite ist unvermeidlich und die dritte wieder völlig unerwartet. Ich bin wahrlich beeindruckt, was sich der Autor hier einfallen lassen hat.

Es ist schwierig diese Rezension zu schreiben, denn jedes Wort kann ein Wort zu viel verraten. Nur so viel kann gesagt werden: diese Buch wird wirklich alle LeserInnen überraschen. Es fesselt nicht unbedingt ab der ersten Seite, aber spätestens am Ende des ersten Abschnittes werden Sie das Buch nicht mehr aus der Hand legen können.
Also Vorsicht: Nur anfangen, wenn genug Zeit zum Lesen ist!

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Rezensionen von Miro76:

Ophelia wird erwachsen

Die Spiegelreisende 2 - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast von Christelle Dabos

Ophelia lebt nun schon eine Weile auf dem Pol und beginnt, ihren Platz in dieser schrägen Gesellschaft des Mondscheinpalasts zu finden. Doch hier geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Trotz strengster Bewachung verschwinden Menschen und als es ihren Freund, den Botschafter erwischt, wird Ophelia aktiv und macht sich auf die Suche.

Im ersten Teil war Ophelia noch recht ungeschickt, ja sogar tollpatschig und sie hat kaum Gespür für das Gefüge am Pol. Hier beginnt Ophelia, sich ihrer Rolle bewusst zu werden. Sie wird erwachsen, lebt sich ein am Pol und am Hof und verliert dadurch ihre Fähigkeit durch Spiegel zu gehen.

Die Falschheit und Verlogenheit der Gesellschaft macht aus Ophelia einen Frau, die sie nicht sein möchte. Zu viel färbt auf sie ab. Sie braucht erst wieder den richtigen Anstoß, um sich genug auf sich selbst besinnen zu können, denn nur, wer sein wahres ICH auch mag, kann sein Spiegelbild intensiv genug betrachten, um reisen zu können.

Die Handlung nimmt fahrt auf und wir erkennen, dass die Familiengeister nicht die mächtigsten Wesen in dieser Welt sind. Auch sie sind determiniert in ihren Rollen und geschlagen mit einem schrecklich lückenhaften Gedächtnis.

Ophelia und Thorn nähern sich einem Geheimnis auf gefährliche Weise und somit ist klar, dass Leser dieser Reihe gespannt, auf den dritten Teil warten.

Die Phantasie der Autorin lässt auch hier nichts zu wünschen übrig und ihre Welt bietet auch im 2. Teil noch so einige Überraschungen. Die Entwicklung der Figuren ist ebenfalls stimmig und macht die Lektüre interessant. Dennoch habe ich einen Stern abgezogen bei meiner Bewertung, denn dieser 2. Band hat ein paar Seiten zu viel. Die Autorin verzettelt sich manchmal etwas in Nebenhandlungssträngen und dadurch weist dieser Band immer wieder Längen auf. Das nimmt Spannung heraus und hat natürlich den Vorteil, dass man das Buch dann doch wieder aus der Hand legen mag. Dennoch freue ich mich auf Band 3 im Herbst.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnd bis zur letzten Seite

Alter Tod von Renate Taucher

Als Vorbereitung für die Landesausstellung 2019 sollen umfassende Renovierungsarbeiten in den Kasematten der ehemaligen Kaiserstadt Wiener Neustadt durchgeführt werden. Deshalb betritt Lorenz Emich vom städtischen Bauamt die Kasematten und stolpert über eine Leiche.
Man verständigt sofort das LKA und Chefinspektor Peter Wannek trifft gemeinsam mit seinem neuen Partner Norbert Meier in Wiener Neustadt ein.

Die beiden trauen ihren Augen nicht, als sie in der Nähe der Leiche einen zweiten Toten finden. Doch damit nicht genug, bei der Suche nach einem passenden Tatwerkzeug
entdecken sie ein eingemauerte mumifizierten Toten. Drei Tote auf einen Schlag? Da muss Unterstützung her. Die erhält Wannek, der als schroff gilt und wenig von Frauen bei der Kripo hält, ausgerechnet in Form der Wiener Neustädter Polizistin Gruppeninspektorin Miriam Beck.

Nun ja, die beiden „frischen“ Toten sind bald identifiziert: Der eine, Klaus Friedhelm Stankovsy war Richter, der andere war Siegfried Schneck, ein pesnionnierter Kriminalbeamter. Recht bald ist klar, dass Schneck den Richter ermordet hat. Nur was ist das Motiv? Und wer hat dann Schneck auf dem Gewissen?

Es scheint als hätte Schneck den Richter und andere honorige Bürger von Wiener Neustadt erpresst. Doch womit? Langsam arbeiten sich die Kriminalisten vorwärts und stoßen auf immer mehr Geheimnisse.

Miriam Beck erhält immer wieder nur langweilige Recherchearbeit im Polizeicomputer bzw. in den Archiven zugeteilt, während Meier und Wannek, den spannenden Außendienst absolvieren. Um die Identität der, in Anlehnung an die Gletschermumie Ötzi, „Neuzi“ genannten Mumie herauszufinden, nimmt sie sich die Akten der Vermisstenfälle der letzten 30, 40 Jahre vor und stößt auf einen bekannten Namen.

Meine Meinung:

Ich mag Krimis, die in mir gut bekannten Gegenden spielen. Inzwischen ist die erwähnte Niederösterreichische Landesausstellung beinahe wieder Geschichte. Zweimal habe ich dabei die Kasematten besichtigt. Die weit verzweigten unterirdischen Gängen bieten sich für Verbrechen aller Art geradezu an!

Sehr geschickt verquickt die Autorin die Verbrechen, die eng miteinander verbunden sind. Die sogenannte heile Welt der angesehenen Familie Stankovsky erhält einen Kratzer nach dem anderen, bis sie gänzlich auseinander fällt. Langsam, Schicht für Schicht wird der Lack abgetragen bis ein rostiges Gebilde überbleibt, das in der Nazi-Zeit seinen Anfang gefunden hat. Lug‘ und Trug‘ bauen aufeinander auf. „Crimen criminem invocat“ - ein Verbrechen zieht das nächste nach sich, sagten schon die alten Römer.

Der Krimi liest sich locker und flüssig. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Der etwas altmodische Peter Wannek muss zugeben, dass Frauen in der Kriminalpolizei ihren Mann stehen können und auch mit seinem neuen Partner Norbert Meier läuft es nun ganz gut. Schade ist nur, dass Miriam Beck wieder in ihren alten Polizeialltag zurückkehren muss. Die Dienstzuteilung zum LKA ist vorbei. Ob die Autorin ein Einsehen hat und Miriam Beck den Wechsel zur Kriminalpolizei möglich macht? Auf der Rückseite des Buches steht ja viel versprechend „Miriam Beck steht in ihrem ersten Fall einer Fülle von Rätseln gegenüber, die doch miteinander verwoben zu sein scheinen.“

Gut gefällt mich auch, dass autochthone Namen wie Omasits angeführt werden, auch wenn die Kollegin dieses Namens dann nicht weiter in Erscheinung tritt.
Erwähnt werden neben den Parkplatzproblemen und anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt auch die Maria Theresianische Militärakademie, die seit 1752 bis heute Offiziere und Offizierinnen ausbildet.

Fazit:

Ein Krimi, der durch gute Recherche besticht und auf Effekthascherei verzichtet. Gerne gebe ich diesem Österreich-Krimi 5 Sterne und hoffe auf eine Fortsetzung.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Auch für interessierte Nicht-Nichtwissenschaftler geschrieben.

Unser Platz im Kosmos von Hanslmeier Arnold

Seit Menschengedenken fragen sich die Erdenbewohner woher sie kommen und wohin sie gehen, ob sie alleine „auf der Welt“ sind.

Autor Arnold Hanslmeier, Professor für Astrophysik an der Uni Graz, ist diesen Fragen in elf Kapiteln nachgegangen.
Er spannt den Bogen von den alten Kulturen bis in die aktuelle Wissenschaft.

Naturgemäß können nicht alle Fragen beantwortet werden. Manches bleibt derzeit noch unerforscht. Aber die nachfolgenden Generationen brauchen ja auch noch ein Betätigungsfeld.

Erde und Mensch im Mittelpunkt
Das Weltbild im Mittelalter und in außereuropäischen Kulturkreisen
Vom Mittelalter in die Neuzeit
Die Frage nach dem Warum der Planetenbewegungen
Ist alles vorhersagbar
Von der Sonne zu den Sternen
Die Welt im Kleinen
Chaos oder Ordnung
Das expandierende Universum und der Urknall
Leben im Universum
Gibt es mehr als ein Universum?

Die einzelnen Kapitel sind gut aufbereitet und verfügen über ansprechende Grafiken und Abbildungen, so dass sie auch Leser, die sich noch nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigt haben, begeistern.
Überhaupt ist die Aufmachung des im Anton Pustet Verlag erschienenen Buch hochwertig. Daher eignet sich das Buch nicht nur zum Selberlesen sondern auch als Geschenk für alle jene, die gerne wissen wollen, wo „Unser Platz im Kosmos“ denn sein könnte.

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Rezensionen von Lesemama:

Die Hotelerbin

Unser Platz im Kosmos von Hanslmeier Arnold

Bewertet mit 3.5 Sternen

Zum Buch:
Nina Gregory wächst mit dem Wissen auf, die nächste Erbin eines renommierten Hotels in New York zu sein. Ihren Freund Tim kennt sie schon ihr ganzes Leben, alles scheint genau geplant. Da wird ihr Vater sehr krank und Nina muss sich schneller ihrem Leben stellen als gedacht.

Ist sie tatsächlich bereit ihr bisheriges Leben aufzugeben um in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und vor allem, will sie das überhaupt?
Ihr Vater hatte einige Geheimnisse, es ist lange nicht alles so wie es scheint. Und auch ihre Liebe zu Tim wird auf eine harte Probe gestellt.

Meine Meinung:
Mich machte der Klappentext neugierig, vor allem das Geheimnis rund um ihren Vater. Ich liebe Familienromane mit Geheimnissen und ich liebe die Auflösung des ganzen. Wer mich kennt, weiß, ich lese für mein Leben gerne Frauen-Liebes-Romane, die Liebe, das Happyend, all das gehört für mich zu einen schönen Roman dazu.
Nun, das Emotionale in der Roman , gerade die Situation mir ihrem Vater hat mir Tränen in die Augen getrieben, es war schon sehr berührend. Allerdings kam ansonsten das Gefühl fast ein wenig zu kurz. Nina wuchs mit dem Wissen auf, man weint nicht in der Öffentlichkeit, man hat kein Privatleben alles, wirklich alles muss genau überdacht sein. Ich fand schon das "Lieblingsspiel" von Ninas Vater, wie lautet die beste, wie die schlechteste Schlagzeile zu einem bestimmten Bild, sehr ungewöhnlich und berechnend.
Meiner Meinung nach kam auch das Geheimnis, die Fehler des Vaters viel zu kurz. Es wurde nur angerissen, man erfährt zu wenig. So war es nur Mittelmaß, die Story hätte mehr hergegeben.
Auch das romantische, was mir in einem Buch immer gut gefällt und auch sehr wichtig ist, kam hier viel zu kurz.

Alles in allem ist es ein netter Unterhaltungsroman, nicht mehr. Schade, ich hätte Nina, Tim und die anderen Protagonisten tatsächlich gerne besser kennengelernt.

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Rezensionen von Minangel:

Eine „Mut-mach“-Geschichte für Kindergartenkinder

Maxi ist doch kein Angsthörnchen! von Tanja Mairhofer

Inhalt: Eichhörnchen Maxi hat ihren ersten Tag im Waldkindergarten. Klar, dass das ganz schön aufregend ist! So aufregend, dass sogar die Eichhörnchen-Mama nervös ist. Sie hat ihre Tochter doch noch nie so lange allein gelassen und ermahnt sie beim Abschied, unbedingt gut auf sich aufzupassen. Maxi hat andere Sorgen: Ob sie hier wohl schnell neue Freunde findet? Sie nimmt sich vor, stark und selbstbewusst zu sein, um die anderen Tierkinder zu beeindrucken.

Aber der Kastanienbaum ist ganz schön hoch und der Wald furchtbar dunkel. Bald lernt Maxi, dass Starksein auch bedeutet, dass man sich Hilfe holen und auch mal Nein sagen darf. Deswegen ist man noch lange kein Angsthörnchen! (übernommen).

Unsere Meinung: Welch nettes Buch für Kindergartenkinder! Maxi, das Eichhörnchen ist aufgeregt am ersten Kindergartentag, entdeckt neue Freundschaften und besteht dabei einige schwierige Situationen. Dabei lernt sie auch, sich Hilfe zu holen und auch Nein zu sagen, wenn sich etwas nicht richtig anfühlt. Genau diese Botschaft hat meinem Kindergartenkind am besten von allen gefallen: nämlich dem Freund widersprechen, nein zu sagen, wenn es kein gutes Gefühl macht. Mein weiteres Vorlese-Publikum war auch beeindruckt von Maxi, welche am ersten Kindergartentag sogar auf eine Nachtwanderung mitgeht. „Ich hätte mich das nicht getraut!“ war der einstimmige Tonus meines Testpublikums.
Kindgerechte freundlich wirkende Zeichnungen mit fröhlichen Farben runden das Werk ab. Hin und wieder hätten wir uns über noch mehr Zeichnungsdetails zu den Erzählten gefreut: z.B. anfangs größere Portraits zu den erwähnten Tieren, damit wir sie dem Namen zuordnen können.

Fazit: Nachdem mein Publikum sehr aufmerksam bei der Sache war und sie sich mit Maxis Geschichte identifizieren konnten, möchten wir gerne 5 Kastaniensterne geben.

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Rezensionen von C. P.:

Süchtig machender Action-Comic-Monster-Roman

Jack, der Monsterschreck, und die Zombie-Apokalypse von Brallier Max

Wir befinden uns mitten in der Monster-Zombie-Apokalypse. Ganz Wakefield ist mit Zombies verseucht. Ganz Wakefield? Nein - ein paar Jugendliche haben überlebt und kämpfen erbittert gegen Untote und zähnefletschende Monster mit Mundgeruch. Einer von ihnen ist Jack Sullivan, und dies sind seine Aufzeichnungen.

Was für ein spannendes Actionbuch! Es geht sofort los mit einem tödlichen Kampf gegen das Obermonster. Keine langweilige Einleitung, kein ewig langes Vorstellen irgendwelcher Personen. Jack beginnt mit Tag 42 nach Ausbruch der Apokalypse und muss erstmal seinen besten Freund in all dem Chaos wiederfinden. Er selbst hat sein Wissen über Actionhelden und Überlebensstrategien aus Videogames, während sein Freund Quint eher der Science-Geek ist. Das Hauptquartier ist ein zur Festung ausgebautes Baumhaus und für jede Heldentat vergibt Jack sich ein Abzeichen. Sein oberstes Ziel ist die Rettung eines "Fräuleins in Nöten", Jacks Schulschwarm June.
Das Buch ist nicht nur monsterspannend, sondern auch durch seine vielen eingebauten Comiczeichnungen, neuen Wortkreationen und komplett verrückten Ideen einfach urkomisch. Die Comics sind optisch super gezeichnet, der Stil unterhaltsam und die gesamte Story sehr lebendig. Macht definitiv süchtig!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Tennis ist ein großes Rätsel

Das Haifischhaus von Barth Rüdiger

Toto Berger hat alles, was man sich als Tenniscrack nur wünschen kann. Viel Geld, ist angesehen und beliebt, jeder in der Branche kennt ihn. Und dann kommt der Break und alles ist vorbei. Von Heute auf Morgen. Dazu Krankheit und Alkoholismus. Doch plötzlich ein Licht am Horizont. Ein letztes Spiel gegen die aktuelle Nr.

1 im Tennis auf Schalke.
Wir er es noch einmal schaffen sich zu überwinden, über sich hinaus zu wachsen, sich zu Höchstleistungen zu pushen?

Durch das Cover mit dem Tenniscourt und den Klappentext bin ich auf das Buch aufmerksam und vor allem neugierig geworden. Mit Tennis hatte ich bis hierher nicht viel am Hut. Trotzdem hat mich das Buch recht schnell in seinen Bann gezogen. An den außergewöhnlichen Schreibstil habe ich mich erst gewöhnen müssen, was aber recht flott ging.

Auch wenn ich hier und da Frau Google bemühen musste, weil mir Begriffe nicht klar waren oder ich Sätze nicht verstanden habe, war ich schnell in der Welt des Tennis daheim. Mit Toto Berger erlebe ich den Aufstieg und den Fall eines großen Tennisasses. Ich lerne die Menschen aus seinem direkten Umfeld kennen und Viele, die er im Lauf seiner Karriere kennengelernt hat. Um ihn herum ergibt sich ein stimmiges Bild eines Ausnahmesportler mit seinen Stärken und Schwächen, seinen Freunden, seinen Sherpas und auch von Missgünstigen.
Ich stehe mit ihm auf der Terrasse des Haifischhauses und schaue auf die Flensburger Förde hinaus. Der Autor hat eine so detailreiche ausdrucksstarke Schreibweise, dass sofort farbige Bilder in meinem Kopf entstehen und ich meine sogar den Wind an der Ostsee zu spüren und die Wellen rauschen zu hören.

Zum Schluss hin, wo ich bei seinem letzten Spiel dabei bin, war es mir dann doch zu tennisdominant. Da habe ich etwas abgeschaltet, was den Unterhaltungswert aber in keinster Weise geschmälert hat.

Ein tolles Buch mit vielseitigen und vielschichtigen Charakteren, über Erfolg, Rücksichtslosigkeit und den tiefen Fall, über neue Chancen, gute Freunde und Menschen, bei denen ich nicht weiß, ob sie es wirklich gut meinen. Ich erhalte tiefe Einblicke in den Tennissport, lerne Fachbegriffe und bin bei Totos letztem Spiel dabei.

Ein ausdrucksstarker Roman über Höhen und Tiefen, den ich nicht nur Tennisfans ans Herz legen möchte. Ein packendes Debüt eines Autors, von dem ich gerne mehr lesen möchte.

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Rezensionen von *RC*:

„Kalte Füße“ bekommt man im „Kalten Krieg“....

Nenne drei Streichinstrumente: Geige, Bratsche, Limoncello von Lena Greiner; Carola Padtberg

Ups, als Antwort gab sogar ein Schüler, dass die Füße eines Soldaten sogar erfroren seien.

Ja, das dritte Buch aus der Reihe „Neue witzige Schülerantworten & Lehrersprüche“ von Lena Greiner und Carola Padtberg ist wieder voll gespickt mit witzigen, fantasievollen, kuriosen und katastrophalen Antworten, die Schüler aller Altersklassen und Schulformen mündlich als auch schriftlich zum Besten geben.

Zum Besten? Eher wohl nicht, denn diese Antworten sind teil meilenweit entfernt von ansatzweise richtig.
Diese unterhaltsame Lektüre konnte entstehen, da Lehrer und Schüler wieder einmal dem Spiegel-Online-Aufruf gefolgt sind, und zum Schmunzeln gedachte Episoden aus dem Schulalltag eingeschickt haben. Entstanden ist ein kunterbuntes Sammelsurium an 'Unwissen' / „Nichtwissen“...

Das Buch ist in zwölf Kapitel, die sich mit einzelnen Unterrichtsfächern aber auch nicht-fachspezifischen Angelegenheiten, eingeteilt. So werden die Unterrichtsfächer Erdkunde, Biologie, Chemie, Mathematik aber auch Deutsch, Englisch sowie Musik, Geschichte/Politik als auch Religion/Ethik unter die Lupe genommen. In den Fokus geraten diesmal auch die Lehrer mit ihren Eigenheiten, über die sich Schüler auslassen konnten, sei es, Verhalten den Schülern gegenüber oder Spleens der Unterrichtsausführung.

Die Lektüre lässt sich gut und flüssig lesen und ist in einer lockeren, unterhaltsamen Art geschrieben. Ein gutes Konzept ist, dass es keine reine Sammlung und Aneinanderreihung der Frage-Antwort-Blöcke ist, sondern, dass einzelne Wissensabfragungen von den Autorinnen mit feinen ironischen, aber auch sarkastischen und wissenserläuternden Kommentaren eingeleitet oder auch ausgeleitet werden. Passende karikaturartige Cartoons (von Hauck & Bauer) – insbesondere zu Beginn eines Kapitels - lockern das Buch auf.

Ich finde, dass auch dieses Buch wieder mal gelungen ist und 'unterhaltsam' zeigt, wo teilweise nachvollziehbare aber auch Kopfschütteln erzeugende (peinliche) Wissenslücken bei Schülern vertreten sind.
ABER... ! Bei manchen Antworten wundert man sich, wie Schüler auf eine solche Antwort nur kommen können. So musste ich z.B. über diverse geographische Kenntnisse bei Grundschülern schmunzeln, bei einigen Antworten mancher Oberstufenschüler habe ich mir – fast schon vor Entsetzen – nur an den Kopf gelangt. Bei Ausreden, warum der ein oder andere zu spät zum Unterricht erscheint, sind an Einfallsreichtum fast nicht zu überbieten – enorm.
So ist das Buch zwar witzig aber gleichzeitig auch durchaus beschämend, weil es irgendwie ein ungutes Bild auf das deutsche Bildungssystem und/oder die Lernmotivation unserer Schüler wirft.

Irgendwie bin ich etwas hin- und hergerissen. Auch wenn die Antworten per se „neu“ sind, bringt das Buch nicht unbedingt etwas „Neues“. Es reiht sich halt in die Schülerantworten-Reihe gut ein. Wer unterhalten werden möchte und Lesestoff für zwischendurch bzw. einfach mal so sucht, macht nichts Verkehrtes, wenn er auch diesen dritten Band liest. Aber in meinen Augen, liegt nichts Bahnbrechendes vor, so dass ich drei Sterne vergebe.

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