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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von *RC*:

„Kalte Füße“ bekommt man im „Kalten Krieg“....

Nenne drei Streichinstrumente: Geige, Bratsche, Limoncello von Lena Greiner; Carola Padtberg-Kruse

Ups, als Antwort gab sogar ein Schüler, dass die Füße eines Soldaten sogar erfroren seien.

Ja, das dritte Buch aus der Reihe „Neue witzige Schülerantworten & Lehrersprüche“ von Lena Greiner und Carola Padtberg ist wieder voll gespickt mit witzigen, fantasievollen, kuriosen und katastrophalen Antworten, die Schüler aller Altersklassen und Schulformen mündlich als auch schriftlich zum Besten geben.

Zum Besten? Eher wohl nicht, denn diese Antworten sind teil meilenweit entfernt von ansatzweise richtig.
Diese unterhaltsame Lektüre konnte entstehen, da Lehrer und Schüler wieder einmal dem Spiegel-Online-Aufruf gefolgt sind, und zum Schmunzeln gedachte Episoden aus dem Schulalltag eingeschickt haben. Entstanden ist ein kunterbuntes Sammelsurium an 'Unwissen' / „Nichtwissen“...

Das Buch ist in zwölf Kapitel, die sich mit einzelnen Unterrichtsfächern aber auch nicht-fachspezifischen Angelegenheiten, eingeteilt. So werden die Unterrichtsfächer Erdkunde, Biologie, Chemie, Mathematik aber auch Deutsch, Englisch sowie Musik, Geschichte/Politik als auch Religion/Ethik unter die Lupe genommen. In den Fokus geraten diesmal auch die Lehrer mit ihren Eigenheiten, über die sich Schüler auslassen konnten, sei es, Verhalten den Schülern gegenüber oder Spleens der Unterrichtsausführung.

Die Lektüre lässt sich gut und flüssig lesen und ist in einer lockeren, unterhaltsamen Art geschrieben. Ein gutes Konzept ist, dass es keine reine Sammlung und Aneinanderreihung der Frage-Antwort-Blöcke ist, sondern, dass einzelne Wissensabfragungen von den Autorinnen mit feinen ironischen, aber auch sarkastischen und wissenserläuternden Kommentaren eingeleitet oder auch ausgeleitet werden. Passende karikaturartige Cartoons (von Hauck & Bauer) – insbesondere zu Beginn eines Kapitels - lockern das Buch auf.

Ich finde, dass auch dieses Buch wieder mal gelungen ist und 'unterhaltsam' zeigt, wo teilweise nachvollziehbare aber auch Kopfschütteln erzeugende (peinliche) Wissenslücken bei Schülern vertreten sind.
ABER... ! Bei manchen Antworten wundert man sich, wie Schüler auf eine solche Antwort nur kommen können. So musste ich z.B. über diverse geographische Kenntnisse bei Grundschülern schmunzeln, bei einigen Antworten mancher Oberstufenschüler habe ich mir – fast schon vor Entsetzen – nur an den Kopf gelangt. Bei Ausreden, warum der ein oder andere zu spät zum Unterricht erscheint, sind an Einfallsreichtum fast nicht zu überbieten – enorm.
So ist das Buch zwar witzig aber gleichzeitig auch durchaus beschämend, weil es irgendwie ein ungutes Bild auf das deutsche Bildungssystem und/oder die Lernmotivation unserer Schüler wirft.

Irgendwie bin ich etwas hin- und hergerissen. Auch wenn die Antworten per se „neu“ sind, bringt das Buch nicht unbedingt etwas „Neues“. Es reiht sich halt in die Schülerantworten-Reihe gut ein. Wer unterhalten werden möchte und Lesestoff für zwischendurch bzw. einfach mal so sucht, macht nichts Verkehrtes, wenn er auch diesen dritten Band liest. Aber in meinen Augen, liegt nichts Bahnbrechendes vor, so dass ich drei Sterne vergebe.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ein brisantes Thema spannend aufgearbeitet

Todesmal von Andreas Gruber

Nach einer heftigen Diskussion mit seinem Chef Dirk van Nistelrooy hat Kriminalhauptkommissar Maarten S. Sneijder seinen Job an den Nagel gehängt. Das BKA will seine exaltierten Forderungen nicht erfüllen.
Seine bisherige Kollegin Sabine Nemez hat gerade eine Nonne im Empfang genommen, die ihr Anliegen nur mit Sneijder besprechen will.

Im Verhörraum spricht sie von 7 Morden, die in den nächsten 7 Tagen geschehen werden. Und obwohl Sabine eine der besten Profilerinnen beim LKA ist, kann sie den Tod des ersten Opfers nicht verhindern. Dieser Fall scheint so interessant, dass Sneijder sich doch wieder einschaltet. Außerdem will die Nonne nur mit ihm sprechen. Warum? Zusammen mit Sabine Nemez und Tina Martinelli bildet er ein Team. Der Pole Krzysztof und IT-Spezialist Marc Krüger komplettieren die Crew, die nun versucht 6 Menschenleben zu retten.


Maarten Somerset Sneijder, polizeilicher Fallanalytiker, Entführungsspezialist und forensischer Kripopsychologe beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden, raucht Marihuana, trinkt Vanilletee und hat überall sein Akupunkturset dabei. Dieser Mann ist mir ab der ersten Seite mit seinen menschenverachtenden Sprüchen und Kommentaren dermaßen unsympathisch. Ein solcher Kotzbrocken, der aber bei seiner Arbeit einfach genial ist. Wofür ich ihn absolut bewundere.
In menschlicher Hinsicht ganz der Gegenpol dazu die beiden Frauen im Team, Sabine Nemez und Tina Martinelli. Auch der Pole Krzysztof, den Sneijder aus dem Knast geholt hat, IT-Spezialist Marc Krüger und Horowitz, der im Rollstuhl sitzende das Team komplettiert, passen perfekt zusammen. Jeder hat seine speziellen Aufgaben und Fähigkeiten, die Sneijder mit seinem goldenes Händchen gekonnt einsetzt. Sie arbeiten toll zusammen und unterstützen sich gegenseitig, wo es nur geht.

Sehr gut gefallen hat mir hier, dass ich zwar recht bald wusste, wer der oder die Täter sind, aber immer bangen musste, ob Sneijder´s Team das nächste fällige Menschenleben retten kann. Wie frustrierend muss es sein, immer nur ein paar Minuten zu spät zu kommen.
Mit manchen Opfern habe ich schon sehr mit gelitten. Obwohl sie auch in meinen Augen eine Bestrafung verdient hatten. Was aber hier die Komplizen der Nonne mit den Opfern anstellen war schon heftig. Mein Kopfkino habe ich an ein paar Stellen ausschalten müssen.

Aber warum müssen all die so unterschiedlichen Menschen hier sterben? Das ergeben nach und nach die Ermittlungen von Sneijder und seinem Team. Haarsträubend und erschreckend, wenn ich bedenke, dass es sich so auch im wahren Leben abgespielt haben könnte.

Eingeschoben werden ein paar Mal kurze Kapitel über eine Gebirgsjägerin beim österreichischen Bundesheer und einen Soldaten der deutschen Bundeswehr, der z.B. in Afghanistan gedient hat. Was die Beiden hier zu tun haben, klärt sich im Laufe der Geschichte.

Andreas Gruber hetzt mich zusammen mit seinen Akteuren von einem Tatort zum nächsten, schafft es zwischendurch immer wieder etwas Ruhe in die Geschichte zu bringen um die Landschaft oder die Umgebung auf mich wirken zu lassen und kreiert dabei eine Spannung, die ab der ersten Seite ein sehr hohes Level erreicht. Und dies auch hält, bis sich zum Ende hin alles schlüssig auflöst. Alle meine Fragen, die sich im Laufe der Geschichte angesammelt haben, und davon gab es Viele, lösen sich auf und ich bin erschüttert von dem, was die Ermittler hier alles zutage fördern.

Dies war mein erster Thriller, den ich von Andreas Gruber gelesen habe. Ich habe Blut geleckt und werde mir auch die Vorgängerbände zulegen.

Beste Unterhaltung, Nervenkitzel, Spannung, einem Fall, der mir an die Nieren gegangen ist und einem ganz besonderen Team, das ich ins Herz geschlossen habe. Meine Leseempfehlung hat sich der Thriller verdient!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Staatsanwältin Riley einmal anders

Hotel Cartagena - Kriminalroman (Chastity-Riley-Serie 9) von Simone Buchholz

In einer schicken Bar in St. Pauli treffen sich Staatsanwältin Chastity Riley und fünf weitere Kriminalbeamte, um den 65. Geburtstag von Faller, dem Chef der Mordkommission, zu feiern. Doch die lustig lockere, alkoholgeschwängerte Feier endet plötzlich: Ein Dutzend schwer bewaffneter Männer dringt in die Bar ein und nimmt alle Barbesucher als Geiseln.

Die Geiselnehmer ahnen nicht, dass sie es mit einem zusammengeschweißten Team von Kriminalbeamten und der Staatsanwältin zu tun haben, die sich auch nur mit Blicken bestens untereinander verständigen können. Zuvor mussten alle Geiseln ihre Mobiltelefone abgeben. Nur gut, dass KHK Calabretta neben einem Messer ein Zweittelefon in seinen Cowboystiefeln trägt und Hilfe rufen kann.

In vielen Rückblenden bis ins Jahre 1984 wird langsam klar, dass es sich hier um Rache an einem Hamburger Schnösel handelt, der die Familie des nunmehrige Anführers der Geiselnehmer auf dem Gewissen hat. Etwaige aktuelle Opfer sind Kollateralschäden. Doch welche der Geiseln ist er?

Meine Meinung:

Dieser nunmehr 9. Krimi rund um die unkonventionelle Staatsanwältin Chas Riley ist ein wenig anders als die bisherigen. Nicht Riley und ihr eher ausschweifendes Privatleben und der erhöhte Alkoholgenuss stehen im Mittelpunkt, sondern Henning Garbarek, der vor Jahren aus Hamburg fortging, um in Cartagena, Kolumbien, sein Glück zu machen. In diesem zweiten Handlungsstrang und gekonnt erzählten Rückblicken erfährt der Leser, wie es Henning in Cartagena ergangen ist. Wer bei „Kolumbien“ sofort an Drogen denkt, liegt nicht so ganz falsch.

Wer Simone Buchholz‘ Schreibstil nicht kennt, wird ein wenig irritiert sein. Ihre kurzen, knappen Sätze und die manchmal derbe Ausdrucksweise stoßen manche Leser vor den Kopf. Aber, das macht genau den Reiz dieser Krimi-Reihe aus. Die Wirklichkeit im Hamburger Kiez ist rau, derb, brutal und voll mit Drogen aller Art - das färbt auch auf die Ermittler ab.

Diesmal kommt sogar etwas wie Humor auf, denn die Autorin gibt ihren Kapiteln seltsam anmutende Überschriften wie „Ein Mann eine Wurst“ oder „Kopf in der Kreissäge“. Auch die kurzen Passagen, die in einer Art Lyrik dargeboten sind, wirken abgefahren.

Skurril auch, dass Chas mit fast jedem der anwesenden Polizisten ein Techtelmechtel hatte, aber der aktuelle Lover (noch) nicht dabei ist. Der wird einen waghalsigen Befreiungsversuch starten. Gleichzeitig taxiert sie die Geiselnehmer, ob die auf von ihr angebotenen Sex anspringen würden. Besonders den Anführer hat sie diesbezüglich im Visier.

Ein kleiner Kritikpunkt ist das Aufsehen, dass um Chas‘ lädierten linken Daumen gemacht wird. Wo hat sie sich diese Verletzung, die sich im Laufe der Zeit zu einer veritablen Blutvergiftung auswächst, überhaupt zugezogen?

Fazit:

Wie gewohnt, ein Krimi abseits des Mainstreams, anspruchsvoll und mit überraschenden Wendungen gespickt. Hochspannung für die Fans von Chas Riley und 5 Sterne für das Buch.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Drama zwischen Schuld und Sühne

Schuldacker von Tom Finnek

Der junge Benedikt stolpert nach einem gewonnenen Fußballmatch trunken vor Freude (und sonstigem) über eine Leiche. Der Tote ist recht schnell identifiziert: es handelt sich um Paul Winterpracht, der vor einiger Zeit seinerseits einen jungen Mann durch einen Faustschlag getötet hat. Aufgrund seiner Jugend und seiner geringen geistigen Fähigkeiten, ist er mit einem milden Urteil davongekommen.

Das wiederum hat einige Bewohner von Westerwick wie den Journalisten Gerd Nollmann und seine Bürgerwehr ziemlich aufgeregt. Spielt hier Selbstjustiz eine Rolle? Und was haben die Hinweise auf Bibelsprüche zu bedeuten.

Heinrich Tenbrink und Mail Bertram müssen in alle Richtungen ermitteln und durchleuchten sowohl die Familie Winterpracht als auch die Aukemas, deren Sohn das Opfer von Pauls Gewaltausbruch war. Die Familie Aukema gehört zu den strenggläubigen Mennoniten und hätten ein veritables Motiv. Allerdings erlegt ihnen ihr Glaube allerlei strenge Regeln auf und untersagt ihnen, Gewalt auszuüben und erlegt . Doch halten sich wirklich alle dran?

Meine Meinung:

Tom Finnek ist wieder ein fesselnder Krimi gelungen, der durch die unterschiedlichen Charaktere sowohl bei den Ermittlern als auch bei den Dorfbewohnern besticht. Heinrich Tenbrink hat nach wie vor einige Aussetzer nach seinem Schädelbruch und ist eigentlich die Karriereleiter hinauf gefallen. Allerdings, so argwöhnt der Münsterländer Dickschädel, soll er so aus dem Alltagsgeschäft herausgehalten werden, da seine Ermittlungsansätze hin und wieder gewöhnungsbedürftig sind. Ihm zur Seite steht wieder Maik Bertram, der manchmal etwas ungestüm ist und nach wie vor von seiner Vergangenheit als Drogenfahnder in Magdeburg eingeholt wird. Trotz aller Unterschiede ergänzen sich die beiden so gut, dass sie nun gemeinsam mit Pudel Flocke eine Männer-WG in Tenbrinks Haus bilden. Diesmal spielt Flocke ein recht große Rolle, die dem Krimi eine humoristische Tone gibt.

Ein abermaliges Wiedersehen mit Jan Bonnema, dem niederländischen Polizisten bewahrt Maik vor einer Riesendummheit. Ach ja, Dummheit - Maik und die Frauen sind auch so ein Kapitel mit dem wir uns hier beschäftigen. Diesmal ist er zwar der Gelackmeierte, aber so ganz unschuldig ist er an der verzwickten Situation nicht.

Natürlich darf auch ein bisschen Gesellschaftskritik nicht fehlen. So sehen wir uns unterschiedlichen Kategorien von Flüchtlingen gegenüber: Zunächst die Ostpreußen, die seinerzeit von der Roten Armee vertrieben worden sind. Die sind zumindest akzeptiert, weil ja immerhin Deutsche. Dann die Bürger der ehemaligen DDR, auch Deutsche, aber schon eher scheek beäugt, weil die ja lieber im Westen von Sozialhilfe leben, als in den neuen Bundesländern arbeiten zu gehen. Und dann natürlich die Ausländer, egal woher sind sie die dritte und unterste Klasse von Flüchtlingen, denen man alles zutraut. Interessanterweise ist man auch auf Niederländer nicht gut zu sprechen.

Wie wir es von Tom Finnek gewöhnt sind, sind einfache Lösungen seine Sache nicht. Er schickt Ermittler wie Leser auf allerlei falsche Fährten und in mehrere Sackgassen, die zuvor viel versprechend ausgesehen haben.

Der fiese Cliffhanger am Ende des Buches und die Ankündigung des Autors, an einen vierten Fall für Tenbrink und Bertram zu schreiben, lassen mich voller Vorfreude auf die Fortsetzung warten.

Fazit:

Ein verzwickter Krimi, bei dem nichts so ist, wie es aussieht. Gerne gebe ich hier wieder 5 STerne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Jeder hat seinen Preis

Die Hinrichtung des Martin P. von Klaus Oppitz

Martin P. ist ein Durchschnittsbürger. Er ist seit längerem arbeitslos. Wieder einmal fährt er zu einem Vorstellungsgespräch, das sich zunächst Erfolg versprechend aussieht, um wenig später, wieder im Nichts zu verschwinden. Freundin hat er auch keine, nur Rosi, eine ehemalige Arbeitskollegin, trifft er ab und zu.

Frustriert über die abermalige Ablehnung postet er betrunken, in den Sozialen Medien, das was sich viele denken: Den Mörder eines kleinen Mädchens eigenhändig zu töten.
Als er dann von höchster Stelle, ein Jobangebot erhält, ist dies diesem Posting geschuldet. Doch an diesen Arbeitsvertrag ist eine Bedingung geknüpft...

Meine Meinung:

Schon der Titel macht neugierig. Martin P. wird hingerichtet? Wieso?Weshalb?Warum? Auch die drei Kapitelüberschriften „Tat“, „Urteil“ und „Strafe“ verkünden Unheil.

Was ist die Tat? Der Mord an dem kleinen Mädchen? Oder das Hassposting? (Wieder einmal eine b’soffene G’schicht, die aus dem Ruder gelaufen ist?)

Das Urteil? Die (fiktive) Todesstrafe für Tim? Oder die Anordnung der Ausführung für Martin?

Die Strafe? Das Weiterleben von Martin P. mit einem Schuldenberg, den er niemals abzahlen kann und einem schlechten Gewissen?

In diesem Thriller sieht man, wohin betrunken oder gedankenlos Ausgesprochenes bzw. in den Sozialen Medien Gepostetes führen kann. Auch wenn diese Geschichte fiktiv ist, so kann jede unbedachte Äußerung ungeahnte Ausmaße annehmen und sich verselbständigen. Außerdem ist klar erkennbar, dass jeder seinen Preis hat.

Das Cover ist in seiner Schlichtheit genial.
Der Schreibstil ist dem Genre angepasst. Kurze, knappe Sätze. Die direkte Rede statt mit Anführungszeichen mit Bindestrichen zu kennzeichnen, ist anfangs gewöhnungsbedürftig, scheint aber das Zeichen der Zeit zu sein.

Fazit:

Ein Thriller, der nachdenklich macht. Gerne gebe ich hier 5 STerne.

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Rezensionen von rewareni:

Abschied

Letzte Meile von Maria Knissel

Ein schwerer Schicksalsschlag verändert das Leben von Marlene und Samuel. Ihre geliebte Tochter Theresa ist mit nicht einmal 18 Jahren gestorben. Plötzlich ist nichts mehr wie es war. Da beide auf ihre eigene Art versuchen mit ihrer Trauer umzugehen, kommt es zwischen ihnen immer wieder zu einem Streit und beide gehen eines Tages eigene Wege.

Samuel, der Vogelkundler und Wissenschaftler zieht von zu Hause aus und versucht in der Einsamkeit und den vielen Bildern seiner Tochter, die er bei Marlene nicht aufstellen durfte, aus seinem Tief zu kommen. Dass er schon lange keine Arbeit mehr hat, hat er seiner Frau verschwiegen. Marlene hingegen versucht in ihrer Arbeit als Windkraftingenieurin mit ihrem Kummer umzugehen, was ihr aber nicht wirklich gelingt. Sowohl Samuel, als auch Marlene verschließen sich immer mehr. Als Marlene einen alten Rucksack ihrer Tochter findet mit Notizen, wo sie gemeinsam mit ihrer Mutter eine Wanderung über die Alpen machen wollte, fast diese einen abenteuerlichen Plan, wo Marlene mehr als einmal bis an ihre Grenzen gehen wird.
,, Letzte Meile“ ist die berührende Geschichte zweier Menschen, die einen schweren Schicksalsschlag erlitten haben. Die Autorin Maria Knissel nimmt dabei den Leser auf eine abenteuerliche und emotionale Reise mit, wo die Geschichten von Samuel und Marlene aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Während Samuel die Bilder seiner Tochter rund um sich braucht und immer wieder glaubt ihre Stimme zu hören, will hingegen Marlene nichts darüber wissen und kann auch nicht mehr mit Samuel zusammen sein. Hierbei hat die Autorin sehr einfühlsam beschrieben, wie es den beiden geht. Jeder geht mit seiner Trauer anders um und sie zeigt auch auf, wie schwer es für jemand Außenstehenden sein kann, Hilfe anzubieten, wenn diese nicht erwünscht ist. Es sind berührende und auch bildhafte Szenen, die immer wieder die Trauer, die Wut und auch die Verzweiflung der beiden beschreiben. In einer ruhigen und sensiblen Art und Weise erzählt Maria Knissel die Geschichte, wo der Leser mitleiden und mitfühlen kann. Trotzdem zeigt die Autorin auch immer wieder in kleinen Szenen, dass es einen Hoffnungsschimmer gibt, dass die beiden zu einander finden können und lernen müssen, wie sie mit dem neuen Leben ohne ihrer geliebten Tochter zurecht kommen können.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Beste Freundinnen...für mehr als die Hälfte des Lebens

Es wird Zeit von Ildikó von Kürthy

Das schöne an den Ildiko-Büchern ist, dass sie mit einem erwachsen wurden.
Vor 20 Jahren (oh weh, ist das tatsächlich schon so lange her?) habe ich in "Mondscheintarif" mit gewartet, dass ER endlich anruft.

Inzwischen haben sich die Problemlagen deutlich geändert, so auch in dem neuen Buch.

Die Mutter verstorben, so dass eine Reise in das Elternhaus ansteht. Und damit ein Zurückkehren zu all den Erinnerungen, die man erfolgreich verdrängt hatte.
Judith trifft ihre ehemals beste Freundin wieder, die todkrank ist, ihre Jugendliebe, die auf einmal wieder Interesse an ihr hat.
Und dann ist da auch noch ihre Ehe, die das Funkeln und Herzflattern schon lange verloren hat bzw. noch nie so wie in Hollywood-Filmen geboten hat.

Während Anne (die kranke Freundin) tapfer versucht, das Leben zu genießen, hadert Judith. Mit allem, statt einfach glücklich zu sein. Manchmal möchte man sie einfach schütteln und ihr die Meinung sagen, zum Glück hat sie Freunde, die das übernehmen.

Ein Buch zum Lachen und Weinen, berührend und doch auch mit den "früheren" leichten Ildiko-Elementen.
Das Leben in den 50ern, wenn die Kinder aus dem Haus sind, der Körper nicht mehr jugendlich ist, die Eltern und auch schon Freunde krank werden und sterben und einem die eigene Endlichkeit immer mehr bewusst wird und Instagram-Bilder die scheinbar perfekte Welt als Widerspruch zum eigenen Leben widerspiegeln.

Gute Unterhaltung mit nachdenklichen, ernsten und witzigen Elementen.
Mit Ildiko gehe ich dann gerne auch mit 70 ins betreute Wohnen.

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Rezensionen von inya:

In der Hölle

Es wird Zeit von Ildikó von Kürthy

Dieses Buch von Mary Berg ist ein Zeugnis der Verbrechen der Nazis und man wäre geneigt es nicht zu glauben, wenn es nicht tausende Zeugen wie Mary Berg gegeben hätte, die diese furchtbaren Taten jeden Tag erlebt hätten. Mit einem besonderen Talent für eine Jugendliche schildert sie ihr Leben in den Warschauer Ghetto und auch ihre geglückte Internierung.

Man fühlt sich wie ein Mitglied der Familie oder ein Freund, dem Mary durch ihr Tagebuch alles erzählt und es wäre als wenn man selbst zu dieser schrecklichen Zeit in dem Ghetto steht. Es ist wirklich schwer beim Lesen des Buches nicht die Fassung zu verlieren und deshalb ist es so wichtig dieses Buch zu lesen. Es ist ein Muss für alle, ohne Ausnahme!

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Rezensionen von Ele:

Und am Schluss ein Feuerwerk

Es wird Zeit von Ildikó von Kürthy

Die Furcht in deinen Augen, der 9. Und somit auch letzte Teil der Profilerin-Reihe von Dania Dicken, E-Book 300 Seiten, Verlag: be Thrilled by Bastei-Entertainment
Der letzte Teil der Profilerin-Reihe
Julie, die 10jährige Tochter der Protagonistin, ist von der Schule nicht nach Hause gekommen, da sie auch nach intensivster Suche verschwunden bleibt, müssen Andrea und ihr Gatte Gregory das Schlimmste befürchten.

Am nächsten Tag kommt das Mädchen unversehrt wieder nach Hause. Die glücklichen Eltern, Polizei und auch Joshua, Andreas Freund und Mentor versuchen herauszufinden wo sich die Kleine aufgehalten hat. Und es stellt sich heraus, dass Julie die Vorbereitungen zu einem Attentat beobachtet hat.
Man soll aufhören wenn es am schönsten ist, diesen bekannten Spruch hat sich die Krimi-Autorin Dania Dicken zu Herzen genommen. Der Abschluss-Band um die Profilerin Andrea Thornton hat mir in dieser gesamten Reihe am besten gefallen. Zum einen, weil es die Autorin erneut geschafft hat mich zu fesseln, kaum begonnen konnte ich den Reader nicht mehr aus der Hand legen, zum anderen weil mir die Geschichte diesmal wirklich absolut tief ging. Schonungslos ist Dicken diesmal mit ihren Figuren umgegangen, des Öfteren hatte ich Tränen in den Augen, ich habe mitgefiebert, mitgelitten und mit ermittelt.
Für ihren Krimi hat die Autorin die auktoriale Erzählweise gewählt, dadurch ist es einfach sich in die Gefühle und Gedanken der jeweiligen Charaktere zu versetzten. Ganz nah dran ist der Leser am Geschehen. Aufregende Dialoge und bildhafter Erzählstil machen das Lesen leicht, es läuft einfach wie von selbst. Die knisternde Spannung bleibt gleichbleibend hoch, von der ersten Zeile bis zum letzten Satz. Ein aufregendes Ereignis jagt das nächste, unvorhersehbare Wendungen lassen dem Leser kaum Luft. Emotionsgeladene Ereignisse rührten mich zu Tränen. Man merkt der Geschichte unbedingt an, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt, ihr Psychologie-Studium ist ihr dabei sehr von Nutzen. Die Kapitel um die Erkrankung ihres Kollegen z.B., zeugen von umfassender Recherchearbeit. Die Handlung ist flüssig und logisch aufgebaut. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen. Die Charaktere sind durchgehend sympathisch und handeln nachvollziehbar. Andrea und ihre Tochter haben im Laufe der Bände eine erstaunliche Entwicklung vollzogen, deshalb sind die beiden meine Lieblingsfiguren. Im Laufe der Zeit habe ich mit der Familie und auch den Freunden der Protagonistin eine unglaubliche Verbundenheit aufgebaut, gerne hätte ich sie noch weiter begleitet.
Wieder einmal kann ich die Profilerin-Reihe nur empfehlen und zwar vom ersten bis zum letzten Band. Danke Dania, für die vielen wunderschönen und fesselnden Lesestunden.
Natürlich von mir gerne gegebene 5 Sterne.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Winterlich herzerwärmend

Die Zeit der Weihnachtsschwestern von Sarah Morgan

Nach all den Serien von Sarah Morgan ist es schön, wieder einmal einen Einzelband als Weihnachtsroman von ihr zu lesen. Dafür wechselt die Autorin sogar den Kontinent und nimmt uns mit ins schottische Hochland kurz vor Weihnachten.

Suzanne und Stewart freuen sich, dass ihre Töchter Hannah und Beth aus New York an Weihnachten nach Hause kommen.

Obwohl man bei Hannah ja nie weiss, da sie mit ihrem Job verheiratet ist und letzte Weihnachten abgesagt hat. Aber dieses Jahr sorgen andere Überraschungen für das weihnachtliche Familienchaos.

Hannah, die ältestes der drei Schwestern, arbeitet in New York. Sie lässt keine Nähe zu, kontrolliert ihre Gefühle und geht auf Distanz zu ihrer Familie, aber auch zu allen anderen Menschen. Nur bei ihrem Arbeitskollegen Adam kann sie manchmal ihre Maske fallen lassen.

Beth lebt mit ihrem Mann Jason und ihren zwei kleinen Töchtern ebenfalls in New York. Sie beschützt ihre Töchter und ihr Umfeld viel zu stark, sie ist überängstlich. Darüber hinaus fühlt Beth sich nicht wertgeschätzt seit sie als Familienfrau ihre Töchter erzieht. Jason versteht nicht, wieso Beth wieder arbeiten gehen will. Ihre Probleme sind real, Beth reagiert nach einem Streit heftig - und absolut verständlich. Doch in anderen Situationen nervt sie, weil sie nicht richtig zuhört und ihre Gedanken sich nur um sie drehen.

Die jüngste ist Posy. Als einzige Tochter lebt sie in der Nähe ihrer Eltern in einem umgebauten Stall und vermietet die Wohnung nebenan. Momentan hat sich ein Autor für vier Monate eingemietet. Luke und Posy teilen ihre Liebe zum Outdoorsport. So wird er auch gleich zu Übungen des Bergrettungsdienst mitgeschleppt, bei dem Posy und ihr Vater Stewart mitarbeiten. Posy arbeitet aber grösstenteils im Café ihrer Mutter. Deren Wunsch ist es, dass Posy das Café eines Tages übernimmt. Aber Posy träumt von Abenteuern im Ausland. Kann sie einfach weg und ihre Eltern enttäuschen?

Suzanne, ihre Mutter hat für die Mädchen so viel gegeben, bisher war den drei Schwestern das gar nicht so wirklich bewusst. Sie will die perfekte Mutter sein und es allen recht machen, aber irgendwann ist auch ihr der Aufwand zu viel und ihr Körper streikt.

Auf den ersten Seiten ist noch ziemlich unklar, um was und wen es geht. Doch die Story entwickelt sich schnell und gibt immer mehr über die Familie McBride preis. Und plötzlich kann man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen, weil man so gefesselt ist.

In Familiengeschichten ist es oft so, dass im spannendsten Moment ein Kapitel zu Ende ist und es im nächsten Kapitel um etwas völlig anderes geht. Das ist hier zum Glück nicht so. Die Story entwickelt sich vorzu weiter und es ist extrem spannend zu lesen wie die Situation, von der berichtet wird, im nächsten Kapitel aus einem anderen Blickwinkel aus gesehen oder erlebt wird. Dieser Übergang passiert nahtlos. Man wird nicht aus dem Lesefluss geworfen, auch wenn im nächsten Kapitel die Geschichte von einer der anderen Personen weiter erzählt wird. Eine perfekte Verbindung, die mir mega gut gefallen hat.

"Die Zeit der Weihnachtsschwestern" sorgt mit dem Standort im winterlich schneebedeckten, schottischen Hochland für absolute Weihnachtsstimmung - wobei ich empfehle den Roman vor Weihnachten zu lesen und nicht an den Festtagen. Man würde die Gefahr laufen, den eigenen Besuch zu vergessen, weil man sich in Glensay bei den McBrides nicht losreissen kann.

Dieses wunderbare, manchmal traurige Familiendrama aus der Feder von Sarah Morgan ist herzerwärmend, sogar das eine oder andere Tränchen könnte man beim Lesen der traurigen Details verdrücken.

Fazit: Einfach schön zu lesen, diese winterlich herzerwärmende und weihnachtlich emotionale Familiengeschichte.
5 Punkte.

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