Kunden em pfehlungen
Rezensionen von liesmal:
Vergiss nie deinen Weg ...
Handbuch der Alchemie von Armgard Schörle
Auf den ersten Blick wirkt das Buch rein, irgendwie „verletzlich“, besonders.
Der Einband ist broschiert, weiß, das Cover zeigt nur den Titel „Handbuch der Alchemie“ – weiße Buchstaben auf weißem Grund, nur erkennbar daran, dass es Prägebuchstaben sind.
Dass das Buch von Armgard Schörle aus dem Buch & Bild Verlag www.
schoerle.de tatsächlich besonders ist, zeigt sich bereits nach den ersten Seiten. Gedanken zur Alchemie und eine märchenhafte Geschichte, in der ein trauriges, Hilfe suchendes Kind einer Königin – nicht irgendeiner, sondern Alchymia, der Königin der Wandlung – begegnet, bilden den Auftakt. Dann folgen neun Bücher mit wunderbaren lyrischen Gedanken und Gedichten zu Themen wie Aufbruch, Zugehörigkeit, Segnungen, Werden, um nur einige zu nennen.
Mich hat das Buch von Beginn an gefangen genommen, mir Wege aufgezeigt und viele wertvolle Momente geschenkt, mich zum Träumen, zum Nachdenken, zum Lachen und zum Weinen gebracht. „Dein Weg“ sagt aufbauende Worte und rät mir, nie zu vergessen, wofür ich meinen Weg gehe. Diese Gedanken und Worte zu „Abschied“, in denen ich danke sagen darf, Abschied nehmen und dem anderen wünschen darf, dass er frei ist. …, geben mir in meiner jetzigen Situation Hilfe und Zuversicht.
Beim Lesen bin ich an vielen Stellen einfach „hängen“ geblieben und habe mich fortgeträumt. Es gibt sicherlich viele Situationen im Leben, in denen Teile dieses Buches eine willkommene Ablenkung, aber auch Möglichkeit für eine neue Blickrichtung sein können. Das Buch wird bei mir einen Platz in greifbarer Nähe behalten, schon deshalb, weil es auch Texte enthält, über die ich gern in einer Gruppe sprechen und nachdenken werde.
Wenn ich mir noch etwas wünschen dürfte: Nicht nur die Texte, sondern auch die Gesamtgestaltung des Buches sind so wertvoll, dass es bei einer neuen Auflage ein Hardcover verdient hätte.
Sehr gern empfehle ich dieses Buch allen, die Spaß daran haben, ab und zu über das Leben nachzudenken und sich inspirieren zu lassen. – Und für alle, die auf der Suche nach einem besonderen Geschenk sind: Hier ist es!
Rezensionen von Minangel:
2 Geschichten - 1 Happy End
Umarmst du mich mal? von Eoin McLaughlin
Inhalt: Der Igel ist traurig. Er möchte so gerne umarmt werden, doch die anderen Tiere haben scheinbar entsetzlich Wichtiges zu tun: Der Fuchs muss dringend eine Mülltonne durchwühlen, das Eichhörnchen zählt emsig seine Nüsse, die Elster muss unbedingt gerade jetzt ein Lied singen. Ein seeehr langes Lied.
Der Igel ist wohl einfach zu stachelig zum Knuddeln.
Die Schildkröte ist traurig. Sie möchte so gerne umarmt werden, doch die anderen Tiere können irgendwie grade nicht: der Dachs hat klebrige Pfoten, der Hase gräbt ein sehr wichtiges Loch, und der Frosch … muss mal kurz weg. Die Schildkröte ist wohl einfach zu hart gepanzert zum Knuddeln. Doch da trifft sie den Igel …
Unsere Meinung: Dieses liebevoll gestaltete Büchlein mit einer schon oftmals erzählten Geschichte besticht dadurch, dass es klein kompakt handlich und ein Wendebuch ist. Beim Inhalt geht es sich nämlich darum, dass man ein Bedürfnis hat und dieses von anderen nicht erfüllt werden kann. Doch wenn man nicht aufgibt, findet man die Erlösung – hier in Form einer dringend benötigten Umarmung - quasi nach dem alten Sprichwort: „Jeder Topf findet seinen Deckel.“
Die kindgerechten Zeichnungen beschränken sich ohne viel Schnick Schnack auf das Wesentliche und transportieren somit klar die Gefühle und Emotionen der Tiere. Dies unterstützen die Geschichte ungemein. Von den Kindern war am Ende zu hören: noch einmal vorlesen und das sagt viel aus.
Die Geschichte mit einfach gewählten Worten, welche von beiden Seiten gelesen in der Mitte ein Happy End findet, ist nicht nur für Kinder geeignet, sondern auch für frisch getrennte Erwachsene zum Trost genauso aber auch für Verliebte, welche ihr Gegenstück schon gefunden haben.
Fazit: ein liebes Büchlein mit einer liebevoll gestalteten Botschaft, dass sich als Geschenkbuch für Groß und Klein eignet. Von uns gibt’s 5 Umarm-Sterne.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Spannendes Weihnachtsabenteuer
Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company von Gieseler Corinna
Freda weiß nicht, wie ihr geschieht, als sie sich nach einem mysteriösen Anruf mit ihrem Kater Mr Livingstone am Nordpol wiederfindet. Dort liegt die Christmas Company, das moderne Großunternehmen des Weihnachtsmanns. Die Wunscherfüllung ist wie jedes Jahr in vollem Gange, doch der schöne Schein trügt: Anonyme Computerhacker und unheimliche Wintergeister bedrohen die Company.
Gemeinsam mit Engel Serafin, Kobold Jonker und Mr Livingstone begibt sich Freda auf eine gefährliche Expedition ins ewige Eis, um Weihnachten zu retten.
Ein spannendes Abenteuer beginnt, die Geschichte ist sehr packend erzählt. Wer allerdings ein Friede, Freude, Eierkuchen-Buch erwartet, wird enttäuscht sein. Die Engel sind teilweise zickig, es gibt sehr, sehr viele Weihnachtsmänner, genauer für jedes Land einen, die haben auch alle ihre Eigenheiten, je nach Herkunftstand. Da mag sehr Gewöhnungsbedürftig sein, spielt aber im Prinzip keine große Rolle denn das Hauptaugenmerk liegt auf Freda und Mr. Livingstone und auf sämtlichen Weihnachtsbräuchen, die teilweise sehr in Vergessenheit gerieten.
Am Ende des Buches ist ein Glosar, in dem die einzelne Bräuche bzw. Figuren vorgestellt werden.
Wer es also gerne mystisch und spannend mag, dem wird das Buch gefallen. Mir gefiel es ausgesprochen gut.
Rezensionen von C. P.:
Werde Mitglied in Leles Geheimclub
Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company von Gieseler Corinna
Lele hat mit ihren besten Freundinnen Elif und Cleo einen Geheimclub gegründet: Die Queens. Die Jungenbande „Die Kings“ wollen nun ihr wunderschönes Geheimquartier auf dem Dach erobern und beginnen, sie mit einer Drohne auszuspionieren. Klar, dass die Mädchen das nicht mit sich machen lassen – Angriff ist die beste Verteidigung!
Das Buch ist einfach wunderschön.
Die Mädchen haben neben einer eigenen Geheimsprache eine Art Club-Buch, in denen sie wichtige und unterhaltsame Dinge notieren oder zeichnen und zu denen die Leserin aufgefordert wird, wie ein weiteres Club-Mitglied ihre eigenen Einträge zu den Themen zu machen. Viele kleine Zeichnungen und Handletterings im Buch geben hierbei kreative Vorschläge.
Das Abenteuer der beiden Geheimclubs, der Jungen sowie der Mädchen, gestaltet sich ebenfalls als unterhaltsam, da die Kinder respektvoll miteinander umgehen und es über harmlose Streiche nicht hinausgeht.
Mir hat neben der freundlich bleibenden Art der Kinder vor allem der kreative Aspekt des Buches sehr gefallen. Durch die Einträge auf die Clubseiten wird das Buch zu einem ganz eigenen Clubbuch und bestimmt später zu einer schönen Erinnerung.
Rezensionen von Marie aus E.:
Ruhig und philosophisch
Der Verein der Linkshänder von Nesser Håkan
Ich hatte mir unter dem Buch etwas anderes vorgestellt, eine spannende Story mit den zwei berühmten Kommissaren Van Veeteren und Inspektor Barbarotti.
Tatsächlich ist es aber ein eher ruhiges Buch, das trotz seiner 608 Seiten eher dahinplätschert und nicht gerade durch einen kaum auszuhaltenden Spannungsbogen überzeugt.
Eigentlich ein No-Go bei einem Krimi - hier hat mir das Buch aber trotzdem sehr gut gefallen. Interessanterweise steht auf dem Buch auch gar nicht Krimi, sondern lediglich Roman.
Van Veeteren wird 75 und sinniert über das Leben. Die Gespräche mit seiner Frau, die von Herzlichkeit, Dankbarkeit, Tiefgang und kleinen nett gemeinten Sticheleien geprägt sind, haben mit besonders gut gefallen.
Der Kriminalfall an sich ist zwar nicht uninteressant, durch den besonders zu Buchanfang aber ständig hin- und herspringenden Zeitwechsel fiel mir das Lesen da auch relativ schwer.
Insgesamt fand ich es aber gar nicht störend, sogar sehr angenehm, dass hier der Akzent mal etwas anders gelegt wurde, ein schönes Buch.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Zum Glück gibt es das Springende Haus!
Das Springende Haus: Einsame Insel voraus! von Marikka Pfeiffer
Das springende Haus – Einsame Insel voraus Band 4, geschrieben von Marikka Pfeiffer mit Illustrationen von Cathy Ionescu (Rowohlt Taschenbuch Verlag)
"Was für ein fantastischer Ausblick" schwärmte Isi, die auf der Schwelle des Hauses kniete und hinausschaute. Auch Lonnis Augen waren vor Staunen kreisrund.
...
Das Haus ist wieder gehüpft, mit fast leerem Akku und neuen Abenteuern und Rätseln an Bord. Mit von der Partie sind wieder alle Lieben und Frau Kiesewetter als Kontrahentin.
Auf 128 Seiten und in überschaubaren Kapiteln erzählt die Autorin eine zauberhafte Geschichte und findet einen gelungen Abschluss der Kinderbuch-Reihe. In kindgerechter, durchweg spannender Sprache und mit passenden, liebevollen Illustrationen liest man gern daraus vor oder begeistert die Kinder selbst zu lesen. Alle Figuren, einschließlichdie der Tiere sind drollig und einzigartig.
Die Idee um das springende Haus ist schon genial, weckt die Neugier und begeistert in der Umsetzung.
Fazit: Ich habe mit meinen Kindern alle Teile des Springenden Hauses gelesen und wir haben gemeinsam fantastische Lesestunden verbracht. Dies ist eine fabelhafte Möglichkeit eine große Portion Abenteuer miterleben zu dürfen und ein glizerndes Leuchten in den Augen von Kindern zu sehen. Meine Tochter hat die Geschichten rund um Lonni, Nick und Co. sogar 2 mal gelesen. So geht Begeisterung! Danke, liebe Autorin für diese abenteuerreiche Lektüre.
Rezensionen von Pink Anemone:
ab 10 Jahren / Ein witziger und spannender 2. Band, in dem am Ende alles anders kommt, als gedacht
Der Polarbären-Entdeckerclub 2 - Insel der Hexen von Alex Bell
Stellas Vater wird auf die Insel der Hexen verschleppt! Um ihn zu retten, begibt sich Stella zusammen mit ihren Freunden, den Junior-Entdeckern Ethan, Shay und Beanie, auf eine neue Expedition. Das Zeppelin des Dschungelkatzen-Entdeckerclubs bringt sie zum sagenumwobenen Berg der Hexen, wo es vor brenzligen Gefahren wie Vampirtrollen und Giftkaninchen nur so wimmelt.
Und hier lebt auch Jezzybella, die grausamsten Hexe aller Zeiten …(Klappentext)
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"Als die Sonne aufging, verfärbte sich der Himmel rosa, und nachdem die Kerzen erloschen waren, sah man, wie riesig der Hexenberg war. Drohend wie scharfe Zähne ragten spitze eisbedeckte Felszacken auf. Pechschwarze Wolken trieben am Himmel, aus denen immer wieder Blitze zuckten. Dieser Ort schien feindselig zu verkünden, dass man auf der Stelle kehrtmachen und verschwinden sollte."
(S. 123)
Pünktlich zur schaurigen und magischen Zeit des Jahres erscheint der 2. Band der Kinderbuchreihe "Der Polarbären-Entdeckerclub" und auch das Thema und die Reise selbst könnten nicht passender sein. Hier reist man nämlich mit Stella, der 12-jährigen Schneewaise, und ihren Freunden auf die Insel der Hexen.
Seit ihrer Rückkehr aus dem Eisland sind gerade einmal ein paar Wochen vergangen. Stella ist noch immer etwas verwirrt und überfordert ihre Herkunft betreffend, welche die ein oder andere magische Fähigkeit zu Tage fördert und nicht ganz ungefährlich für sie ist.
Eigentlich wollten sie und ihr Ziehvater Felix die Ruhe genießen, doch die mächtige Hexe Jezzybella hat mit Stelle noch eine Rechnung offen. Als Felix sich auf die Insel der Hexen begibt, um der Hexe Einhalt zu gebieten, ist er sich der wahren Gefahren nicht bewusst. Stella hingegen ist an diese Informationen gekommen und befürchtet, dass diese Reise für Felix tödlich enden könnte.
So trommelt Stella ihre Freunde des Junior-Entdeckerclubs zusammen und gemeinsam begeben sie sich auf die Insel der Hexen, um Felix zu retten. Dort erwartet sie jedoch nicht nur eine grausame Hexe.
Ich empfehle zuvor unbedingt den ersten Band "Der Polarbären-Entdeckerclub: Reise ins Eisland" zu lesen, da im vorliegenden Band die Story zum ersten Teil gespoilert wird und man sich dadurch um die ein oder andere überraschende Wendung bringt, vor allem das Ende und die Herkunft Stellas betreffend. Bei dieser Rezension versuche ich daher so wenig wie möglich auf diese Passagen einzugehen, um Spoiler zu vermeiden.
Man begibt sich hier wieder auf eine sehr abenteuerliche und spannende Reise. Die gesamte Junior-Entdecker-Crew ist wieder vereint.
Ethan - der junge Magier, welcher sich nicht gerne dreckig macht; Shay - der Wolfsflüsterer mit seiner Seelenwölfin; Beanie - der Halbelf mit Asperger, der sich auf Heilung spezialisiert und natürlich Stella, die mit ihrer Herkunft zu kämpfen hat und sich damit auseinandersetzen muss wer sie ist.
Diesmal ist auch der kleine Pygmäendino Buster dabei, welcher sich in Stellas Rucksack versteckt und auf der Reise für gehörig Wirbel sorgt. Weiter bekommen die vier noch einen ungewollten Teilnehmer. Gideon ist Mitglied des Dschungelkatzen-Entdeckerclubs und Picknickmeister. Er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort und muss somit eher unfreiwillig diese Reise mitmachen. Für Trubel ist also gesorgt.
"Tatsächlich war das Luftschiff mit grünen Urwaldpflanzen bemalt, zwischen denen Tiger, Krokodile oder Nilpferde zu sehen waren. Die Holzgondel darunter war mit Schnitzerein von Knurrpiranhas, Flussdampfern und zähnefletschenden Dschinns versehen. Gallionsfigur am Bug war ein prachtvoller bunter Papagei mit weitgespreizten Flügeln."
(S. 71)
Schon die Reise mit dem Zeppelin des Dschungelkatzen-Entdeckerclubs ist ein eigenes kleines Abenteuer und die Spannung steigt, als sie auf der Hexeninsel ankommen.
Im Verlauf begegnet man wieder allerhand skurrilen Figuren, gefährlichen, niedlichen und seltenen Tieren und muss so einige Gefahren bestehen.
"Mustafah, der Feenmann mit der eindrucksvoll aufgetürmten Frisur, fischte daraufhin eine kleine rote Beere aus der Tasche seiner Blättertunika und schoss sie mit der Schleuder auf Gideon. Die Beere zerplatzte auf Gideons Wange, und im selben Moment verbreitete sich ein abscheulicher durchdringender Geruch. Es stank schlimmer als Eisbärenkacke, schimmliger Stinkekäse und ungewaschene Trollfüße zusammengenommen."
(S. 101)
Es ist spannend, witzig und zugleich handelt es sich hier wieder um ein Kinderbuch, welches so viel mehr beinhaltet. Es geht hier nicht nur um spannende Abenteuer, sondern auch um Freundschaft, Zusammenhalt, Mut und um das Anderssein. Die Story geht also auch ans Herz und regt ebenso zum Nachdenken an. Vor allem bezüglich Vorurteile und Selbstakzeptanz betreffend und das man sich niemals für andere verbiegen soll, um zu sein wie alle anderen.
Jedes Kapitel wird dabei von einer schönen und stimmungsvollen Illustration von dem Italiener Iacopo Bruno eingeleitet, welche einen auf das kommende Abenteuer einstimmt.
">>Es ist einfach jammerschade, dass wir alle so viel Zeit damit verschwenden, wie alle anderen sein zu wollen. Dabei sollten wir uns im Gegenteil über all das freuen, was uns anders und einzigartig macht.<<"
(S. 323)
Fazit:
Wie der erste Band dieser Kinderbuchreihe, konnte mich auch dieser wieder begeistern. Eine süße, witzige und spannende Geschichte, in der am Ende doch alles anders kommt als gedacht.
Manche Kinderbücher schaffen es einen als Erwachsenen völlig gefangen zu nehmen und die kindliche Begeisterung, die man doch noch irgendwo tief in sich trägt, zu entfachen. Dies hier ist so eines.
Wer also keine Angst vor fliegenden und gefräßigen Haien hat, sein Nachtlager zwischen funkelnden Eisdrachen aufschlagen will und mutig genug ist auf einen Hexenberg zu steigen, sollte das Buch unbedingt lesen.
© Pink Anemone (mit vielen Bildern,Leseprobe und Autoren-Info)
Rezensionen von Pink Anemone:
ab 8 Jahren / Ein wunderbarer und witziger 3. Teil der interaktiven Kinderbuchreihe
Das kleine Böse Buch 3. Deine Zeit ist gekommen von Magnus Myst
"Das alte Zauberbuch hat zwar lang und breit gewarnt, man soll mit Zeitreisen keinen Quatsch anstellen. Aber ich weiß schon, warum das keine Leser mehr hatte. Ich mein, was soll schon passieren? Wir machen ja nur Spaß."
(S. 16)
Halloween steht vor der Tür, die Zeit des Grusels und des Unheimlichen.
Eine Zeit in der man sich zu Hause unter die Decke kuschelt, während es draußen regnet und stürmt, man Hexen kichern hört und wenn man dieses Buch besitzt, hört man vielleicht auch dieses im Regal leise kichern. Spätestens dann ist es an der Zeit "Das kleine Böse Buch 3" aus dem Regal zu ziehen und sich mit ihm auf ein spannendes und vielleicht auch etwas gruseliges Abenteuer zu begeben.
Diesmal hat das kleine Böse Buch etwas ganz besonderes ausgeheckt. Von einem uralten Zauberbuch hat es ein Geheimnis erfahren und zwar das Geheimnis des Zeitreisens.
Natürlich will sich das kleine Böse Buch nicht alleine auf diese abenteuerliche Reise begeben und dafür braucht es DICH.
Bist Du bereit und mutig genug, um Dich mit einem frechen Buch ins Abenteuer zu stürzen, dabei Rätsel zu lösen, nur mit Süßigkeiten, einem Handtuch und einem Pflaster ausgerüstet?
Dies ist der 3. Band dieser Kinderbuch-Reihe rund um "Das kleine Böse Buch", kann jedoch unabhängig von den Vorgängern gelesen werden.
Hier erlebt man ein interaktives Leseabenteuer. Man liest hier also nicht, wie bei normalen Büchern, Seite für Seite, sondern hüpft kreuz und quer durch das Buch. Je nachdem wohin einem das kleine Böse Buch schickt oder was die Rätsel ergeben.
Man versteckt sich im eigenen Buchkerker des Buches, erlebt Abenteuer, bekommt gruselige Geschichten erzählt und man darf, oder besser gesagt man muss, in das Buch kritzeln und Eselsohren hinein machen.
Dabei trifft man aber auch auf andere Leser des Buches. Im ersten Band war es ein böser Junge, der selbst dem Bösen Buch unheimlich war. Im zweiten Band lernt man ein Mädchen kennen, welches nur zu gerne Einhörner und Herzen ins Buch malt und auch diesmal teilt man sich die Buchseiten mit einem anderen Leser.
Er heißt Perfekto und wir lernen ihn auf einem unserer Zeitsprünge kennen. Er ist aus der Zukunft, weiß nicht was ein Buch ist und ist mächtig erstaunt über das war er da in der Hand hält. In der Zukunft scheint sich nicht alles zum Positiven gewendet zu haben. Stellt Euch vor - 100 Jahre in der Zukunft ist Zucker verboten, man darf keine Witze erzählen und schon gar keine Schimpfwörter benutzen. Tja, manches ist also nicht ganz so toll.
"Ich komme aus dem Jahr 2120. Und natürlich bin ich perfekt. Meine Eltern haben mich so bestellt, dass ich keine Fehler habe. Mein Super-Mega-Hyper-Visor sagt mir jeden Tag, was ich essen und wieviel Sport ich treiben muss, damit ich mich ideal entwickeln kann."
(S. 50)
Perfekto schließt sich uns an und so springt man zu dritt durch die Zeit. Dies scheint jedoch nicht ganz ungefährlich zu sein und irgendetwas scheint das kleine Böse Buch zu verheimlichen und auszuhecken.
Die Story selbst ist wirklich witzig und spannend zu verfolgen. Diese enthält auch manchmal einen kleinen Seitenhieb auf die heutige Gesellschaft (ich sage nur "Helikoptereltern").
Der Schreib- und Erzählstil sind einfach und kindergerecht. Das Buch enthält jedoch nicht nur knifflige Denkrätsel, sondern auch stimmungsvolle und bunte Illustrationen von Thomas Hussung, welche einem zu längerem Verweilen und Betrachten anhalten.
"Das kleine Böse Buch ist toll! Es ist vielleicht nicht so perfekt wie ich. Aber wir haben spannende Abenteuer erlebt! Es war bei den Dinosauriern. Und wir haben Atome gesehen! Und aufregende Geschichten gehört!"
(S. 113)
Fazit:
Selbst als Erwachsene habe ich mich köstlich amüsiert. Ich sprang durch das Buch, rätselte, schüttelte den Kopf und rief dabei laut "TICKTACK-TICKTACK..". Ja, manchmal muss man eben das innere Kind auch mal raus lassen.
Es wird also auf keiner Seite langweilig. So haben auch lesefaule Kinder und Kinder, welche sich nur schwer oder nicht lange auf ein Buch konzentrieren können, Spaß beim Lesen.
Sobald mein 9-jähriger Neffe die Reihe gelesen hat, werde ich Euch natürlich auch von seiner Meinung berichten.
© Pink Anemone (mit vielen Bildern, Leseprobe und Autoren-Info, sowie Link zur Reihenvorstellung zu Band 1 & 2)
Rezensionen von dorli:
Das Haifischhaus
Das Haifischhaus von Barth Rüdiger
Drei Jahre ist es her, dass Toto Berger nach einem verlorenen Match die große Tennisbühne verlassen hat. Von einem Tag auf den anderen hat er dem Spitzensport den Rücken gekehrt. Für seinen damaligen Gegner war das Match jedoch ein Sprungbrett – Frédéric Lamenteau ist mittlerweile die Nummer eins im Tennis und gilt als so gut wie unschlagbar.
Rüdiger Barth ermöglicht dem Leser mit seinem Debüt „Das Haifischhaus“ einen etwas anderen Blick auf den Spitzensport und gibt dem strahlenden Glanz, den man als Außenstehender wahrnimmt, damit einen ziemlich matten Anstrich.
Toto Berger hatte als ehemalige Nummer eins eigentlich alles erreicht und ist dann hart auf dem Boden der Realität aufgeschlagen - nach fast 20 Jahren im hellen Licht sieht er drei Jahre nach seinem Karriereende nur noch dunkle Wolken – Toto Berger ist mit Mitte dreißig am Tiefpunkt seines Lebens angekommen. Seine Zeit als Profisportler hat ihm alles abverlangt. Hat ihn ausgelaugt und kaputt gemacht. Physisch wie psychisch. Seine Ehe ist am Ende, er hat Schulden, ist tabletten- und alkoholabhängig.
Als Lamenteau ihn provoziert und ein letztes großes Duell vorschlägt, nimmt Toto die Herausforderung an. Noch einmal im Mittelpunkt stehen und das Gefühl von Bedeutung und Beachtung spüren, reizt Toto dabei fast noch mehr, als das Preisgeld von zehn Millionen Dollar. Im Haifischhaus mit Blick auf die Flensburger Förde, dem Domizil seines früheren Trainers, schlägt Toto sein Camp auf und versammelt seine ehemaligen Weggefährten um sich. Auch sein 17-jähriger Sohn Nils, den er eigentlich kaum kennt, sowie seine heimliche Liebe Liv Hansen - mittlerweile verheiratet und Mutter - sind an seiner Seite.
Von dem Moment an, als Toto die Aufforderung seines ehemaligen Rivalen annimmt und mit den Vorbereitungen beginnt, hat mich die Geschichte ganz und gar in ihren Bann gezogen. Gespannt verfolge ich Totos Bemühungen, wieder fit zu werden. Fiebere mit ihm dem Wettkampf entgegen und erlebe seine Vorfreude genauso mit wie seinen Frust und die Selbstzweifel. Diese Sogwirkung hält bis zum letzten gespielten Ballwechsel an. Und auch über die letzte Seite hinaus hat mich Toto Bergers Geschichte noch einige Zeit nicht losgelassen.
Auch wenn es sicherlich von Vorteil ist, mit dem Tennisvokabular vertraut zu sein, kann man dieses Buch auch als Nicht-Tenniskundiger ganz wunderbar genießen, denn Tennis ist in diesem Roman nur die Plattform für ein viel größeres Thema: Was ist mit dem Menschen hinter dem Profisportler (oder auch jeder anderen Berühmtheit)? Was bleibt, wenn das letzte Match gespielt, der letzte Vorhang gefallen ist? Welchen Preis muss man für die Momente im hellen Licht zahlen?
„Das Haifischhaus“ hat mir sehr gut gefallen – ein mitreißender Roman, der die Höhen und Tiefen im Leben eines Profisportlers beleuchtet.
Rezensionen von Nele33:
Finale um Jenny Aaron
Geblendet - Thriller (Jenny Aaron 3) von Andreas Pflüger
Nach "Endgültig" und "Niemals" schliesst die Trilogie um die Elite Polizistin Jenny Aaron nun mit "Geblendet"ab.
Jenny, die nach einer Schussverletzung vor Jahren ihr Augenlicht verloren hat begibt sich in eine Therapie um ihr Augenlicht wieder zu erlangen.
Dies geschieht jedoch auf Kosten der anderen Sinne, was sie in einen inneren Kampf mit sich selber stürzt. Diese Zerissenheit und ihre Vergangenheit nehmen einen Großteil des Buch ein, so dass man die Vorgänger Bände gelesen haben sollte um den Gedanken und Gefühlen von Jenny und den Kollegen folgen kann.
Der große Widersacher darf natürlich auch nicht fehlen. In einer Zeit, in der Jenny eh schon mit allem hadert, bekommt sie die Möglichkeit ihn mit ihrem Team zu fassen, d.h. allerdings die Therapie zu unterbrechen. Der Widersacher fährt alles auf um nicht gefasst zu werden.
Ein spannendes Katz und Maus Spiel beginnt. Wie wird Jenny sich entscheiden?
Andreas Pflüger ist seinem bekannten Stil treu geblieben, beschreibt so detailliert, dass ich mich mitten im Geschehen wähnte.
Er erzählt die Story um Jenny konsequent und für mich zu einem durchaus schlüssigen Abschluss zu Ende.
Für die Teils etwas ausschweifenden psychischen Auswirkungen der Therapie, die etwas die Spannung nahmen muss ich einen Stern abziehen, darum gibt es gute 4 Sterne für Geblendet.










