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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

noch eine Kathedrale

Die Kathedrale des Himmels von Ferrándiz Juan Francisco

Klappentext

Barcelona im 9. Jahrhundert: Die Stadt ist zerrissen. Ein skrupelloser Adel kämpft mit den Sarazenen um die Vorherrschaft in der Region. Der junge Bischof Frodoi wird in die entlegene Bastion an der äußersten Grenze des Frankenreiches geschickt. Er soll die ausgezehrte Stadt befrieden und als Sinnbild der Erneuerung eine Kathedrale bauen.

In der entvölkerten Mark stößt er auf mächtige Gegner. Doch unerwartet findet er in der schönen und geheimnisvollen Adeligen Goda eine Verbündete. Gemeinsam kämpfen sie gegen alle Widerstände und prägen das Schicksal der Stadt für immer.

Meinung

Die Kathedrale von Barcelona oder auch mehrere erfreuen sich bei Schriftstellern großer Beliebtheit. Sie müssen etwas besonderes sein. Das legen zu mindestens die Bücher nahe.
Ich habe schon mehrere gelesen die mir bisher alle gefallen haben, auch wenn dieses eine etwas andere Sichtweise hat. Hier geht es um die Anfänge der Stadt und ihre Bewohner diesmal eher um die einfacheren Menschen und nicht nur um Adel und Kirche.
Vor dem Hintergrund der belegten geschichtlichen Ereignisse werden Schicksale und Ereignisse die vielleicht so geschehen sein können dargestellt.
Andauernd Überfälle auf die Hilflosen die Spielball für die Adeligen sind, trotzdem hat der Autor mit grausamen Details gespart und im Gegensatz zu manch seiner Mitbewerber.
Trotz der vielen Protagonisten bleiben die Hauptfiguren sichtbar und ihr Verhalten nachvollziehbar.
Der Autor legt wenig Wert auf ausschweifende Beschreibungen obwohl manchmal etwas mehr nicht schlecht gewesen wäre.

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Rezensionen von rewareni:

Meine Freundin Anna

Die unsichtbare Anna von Eibe Meiners

Die kleine Anna hat es nicht leicht mit ihrer großen Schwester Charlotte, noch dazu, wo diese immer wieder ihren geliebten Milchreis weg isst. Als aber ihre Mutter für ein paar Wochen weg muss um sich um ihre kranke Cousine zu kümmern ist das zu viel für Anna. Denn dass nun Charlotte auf sie aufpassen soll, gefällt ihr ganz und gar nicht.

Gut, dass es plötzlich die ,,unsichtbare Anna“ gibt, die von nun an immer an ihrer Seite ist und der sie alles erzählen kann. Als aber eines Tages Charlotte wie ein Häuflein Elend im Kasten sitzt und nicht mehr heraus kommt ist für Anna klar, dass daran nur ein Liebeskummer schuld sein kann und mit Hilfe der unsichtbaren Anna beginnt sie nun sich um ihre Schwester zu kümmern. Dass dadurch ein Schulbesuch nicht möglich ist, gefällt wiederum Anna und sie bemüht sich mit allen Kräften darum, dass es Charlotte bald wieder besser geht. Ein Nudeldieb und ein Vergewaltiger treiben sich in der Stadt auch noch herum. Also ist es für Anna ein aufregendes Leben und sie ist dann doch froh, dass Nadine, eine Schulfreundin von Charlotte, sich um diese mit kümmert, auch wenn sie nicht ganz versteht, warum sich plötzlich beiden sehr seltsam verhalten.
,, Die unsichtbare Anna“ von Eibe Meiners ist ein Roman, der sicher bei jedem Leser ein mulmiges Gefühl hinterlässt. Er beschreibt darin aus kindlicher Sicht einen sexuellen Missbrauch auf eine kindlich naive und erschütternde Art und Weise. Die Protagonistin Anna kann man vom Alter her zwischen 6-9 Jahre schätzen, da hätte ich mir doch eine Altersangabe gewünscht, da viele ihrer Gedankengänge doch sehr kindlich waren. Aber vielleicht wollte das der Autor deshalb nicht präzisieren, weil das, was Charlotte passiert ist, für Anna vom Verstand her einfach nicht wirklich zu begreifen war. Als Leser wird man gleich zu Beginn in die Geschichte hinein geworfen, weil Anna einem direkt anspricht und man das Gefühl hat, man muss ihr nun zuhören, ob man will oder nicht. Obwohl die Geschichte traurig und erschütternd ist, hat es trotzdem dem Autor geschafft, dass man ob der kindlichen Fantasie von Anna immer wieder auch schmunzeln muss, welch originellen Einfälle und Gedanken sie hat. Wenn sie z. B mit der unsichtbaren Anna zu Fuß nach New York geht und dort mit Pferden Bankräuber verfolgt merkt man schon, dass sie im Grunde aus ihrem Alltag und ihrer Umgebung fliehen möchte. Es gibt Szenen in dem Roman, speziell die in denen Charlotte tagelang im Schrank sitzt, die einem wirklich unter die Haut gehen, da diese sehr offen und auch brutal beschrieben sind, wie es den beiden Mädchen dabei ergeht. Seltsam war natürlich, dass sich die Schule nie gemeldet hat, wenn beide tagelang nicht zum Unterricht erschienen sind , aber auch die Gleichültigkeit der Mutter, die nicht anruft um sich nach dem Befinden der Kinder zu erkundigen. Da war wohl das Ansinnen des Autors der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, wo es darum geht, dass sich kaum jemand um den anderen mehr kümmert und man Schwierigkeiten lieber aus dem Weg geht. Aber auch der sexuelle Missbrauch kommt hier zur Geltung, wo man nie weiß, was hinter verborgenen Türen passiert und wie die Opfer damit klar kommen. Der Roman ,,Die unsichtbare Anna“ ist nicht leicht zu lesen und die kindliche Art wie Anna spricht und handelt wird sicher auch den einen oder den anderen nicht ganz zusagen oder auch etwas verwirren, da Anna selbst nicht immer nach einer geraden Linie handelt oder denkt. Es ist manchmal einfach ein aneinander reihen von Handlungen oder Geschehnissen, so wie sie glaubt, dass es für den Moment passend ist. Gerade die ,,Gespräche“ mit der unsichtbaren Anna, macht sie sympathisch weil man spürt, dass sie jemanden hat der ihr zuhört, der sie versteht und der sie alles sagen kann. Es ist berührender, trauriger aber trotzdem auch humorvoller Roman, wo ein schwieriges Thema aus der Sicht eines Kinder sehr intensiv erzählt wird.

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Rezensionen von heinoko:

Schweres Thema, zu einfach in Worte verpackt

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte von Cecelia Ahern


Von Cecilia Ahern hatte ich bislang noch kein Buch gelesen. Da die Autorin offensichtlich außerordentlich erfolgreich ist, war ich sehr neugierig auf sie und auf ihr vorliegendes neues Buch.
Es handelt sich um die Fortsetzung zu „P.S. Ich liebe Dich“, wobei ich glaube, dass man das neue Buch durchaus auch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes lesen kann, denn durch Rückblicke und Erinnerungen erfährt man genug über die Vorgeschichte, sodass es keinerlei Verständnisprobleme gibt.

Holly Kennedy, deren geliebter Mann Gerry vor 7 Jahren im Alter von nur 30 Jahren an Krebs verstorben war, hat es im Laufe der Jahre geschafft, sich wieder dem Leben (und einem neuen Partner) zuzuwenden. Sie ist mutig genug, in einem Podcast von ihrer eigenen Trauererfahrung zu berichten und davon, welch ein Geschenk es für sie bedeutet hatte, dass Gerry ihr eine Reihe von Briefen hinterlassen hatte, durch die sie sich in der schlimmsten Zeit ihres Lebens begleitet fühlte. Davon angesprochen wendet sich eine kleine Gruppe von Menschen an sie, alle unheilbar krank und alle mit dem Wunsch, ihren Liebsten ebenfalls solch hilfreiche Botschaften zu hinterlassen. Holly soll ihnen dabei helfen. Obwohl sie eigentlich nicht mehr in die dunkle Zeit ihres Lebens zurückgezogen werden möchte, beginnt Holly dennoch, sich diesen Menschen ganz individuell zuzuwenden und erfährt dadurch selbst völlig überraschend eine neue Sicht auf ihr eigenes Leben.
Mit den ganz großen Lebensthemen beschäftigt sich Cecilia Ahern in diesem Buch. Sterben und Leben, Liebe, Schmerz, Glück, was bleibt von uns, wenn wir nicht mehr da sind? Mich lässt das Buch nach Lektüre gemischt zurück. Denn obwohl ich mich selbst immer wieder mit diesen essentiellen Lebensfragen beschäftige – oder vielleicht gerade weil ich mich damit beschäftige – überwiegt bei mir beim Lesen das Gefühl der Oberflächlichkeit. Da wird beispielsweise ausführlich und detailgenau berichtet, wie die Auswahl an Briefpapier im Geschäft stattfindet. Wenn es dann jedoch um Inhalte gehen sollte, bleibt die Erzählweise vage, unbestimmt, ungenau, undurchdacht geradezu. Zwar gibt es durchaus auch einige kürzere tiefsinnigere Passagen, die bewegen und berühren. Auch gefällt mir der mitunter eingesetzte Humor, der leicht genug ist, um die traurige Grundstimmung zu heben, ohne geschmacklos zu wirken. Ermüdend jedoch empfand ich die sich wiederholenden Stellen des endlosen Hin- und Herdenkens, da sie stets an der Oberfläche hängen blieben. Auch wirkt die Darstellung der Protagonisten insgesamt zu flach, wenig lebendig, gefühlsmäßig nicht wirklich fassbar. Und das wiederum wirkt sich auf das gesamte Buch leider so sehr aus, dass als Fazit für mich bleibt: Schweres Thema, zu einfach in Worte verpackt.

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Rezensionen von yellowdog:

Isländische Literatur

Ástas Geschichte von Jón Kalman Stefánsson

Der isländische Autor Jon Kalman Stefansson hat schon beeindruckende Romane geschrieben, z.B. Himmel und Hölle oder Verschiedenes über Riesenkiefern und die Zeit.
Jon Kalman Stefanssons Bücher haben einen hohen Ton. Das gilt auch für Astas Geschichte, sein zwölfter Roman, doch diesmal ist er besonders intensiv.

Ich mag lyrische Prosa, doch diesmal war es wirklich viel auf einmal.
Es wird die Geschichte einer Frau in Island erzählt. Es beginnt mit den fünfziger Jahren, aber es wird nicht durchgehend chronologisch linear erzählt, es gibt immer wieder Passagen mit Astas Eltern, Helga und Sigvaldi. Das ist gut ineinander verzahnt.
Immer wieder wird aber auch die Romankonstruktion auseinandergenommen.

Packende Passagen gibt es, als Asta auf den Hof kommt, auf dem sie dann leben wird und sie Josef trifft. Dann sind da endlich auch mal Dialoge im Vordergrund. Wenn der Autor anfängt, richtig zu erzählen, kann er mich am meisten überzeugen. Die Gefühle Astas werden transparent. Es wird überreich an Emotionen und Atmosphäre.

Astas Geschichte ist ein Roman, mit dem man sich schwer tun kann, der aber sicher auch einiges bietet.

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Rezensionen von yesterday:

Wenn das Lamm zum Terrier wird

Dead Lions von Mick Herron

Zu einem Zeitpunkt, als man nicht mehr damit rechnet, wird der Titel dieses Krimis doch noch erklärt, auf fast humorvolle Art. Humorvoll ist der zweite Band mit Jackson Lamb (seines Zeichens Chef der “lame-duck-Abteilung” des MI5 und Dorn im Auge seiner Vorgesetzten) übrigens auch, sehr britisch manchmal, aber das soll auch so sein.

Jackson Lamb und seine Mannschaft, alles MI5-Mitglieder, die “aussortiert” wurden, weil sie eben so ihre Fehler gemacht haben, sitzen in Slough House fest. Das Abstellgleis für alle “slow horses” mit langweiligen Routinearbeiten, die sie zum Kündigen bewegen sollen.

Doch glücklicherweise - für das Team und für den Leser - wird die “Idylle” durch einen wenig beachteten Mordfall gestört. Lamb nimmt Witterung auf und plant seine ganz eine Operation. Doch es geht nur wenig vor, denn zusätzlich zieht auch das Hauptquartier noch Leute ab. Denn wenn gerade Not am Mann ist, sind die “slow horses” dann doch gerade noch gut genug für einfache Aufträge.

Wie gewohnt, schafft es Mick Herron, die Fäden und Erzählstränge und Örtlichkeiten am Ende zu verknüpfen und den krimierfahrenen Leser mehrmals in die Irre zu führen. Auch Jackson Lamb, der sich in Fälle verbeißt wie ein Bullterrier und vieles voraussieht, wird einmal überrascht.

Wer UK-Krimis mit Geheimdiensteinschlag und unkonventionelle Erzählkunst sowie nicht-ausgelutschte Metaphern mag, wird an diesem Buch seine Freude haben. Trotz der langen Kapitel ein flotter Lesegenuss.

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Rezensionen von *RC*:

Zweimal traurig ergibt Glück!

Umarmst du mich mal? von Eoin McLaughlin

Wie denn das? Ja, dann muss man diese Geschichte oder diese zwei Geschichten, die zu einer werden von vorne nach nach hinten bzw. von hinten nach vorne lesen. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Das Geniale bei diesem niedlichen, wundervoll illustrierten Bilderbuch ist, dass es sich um ein Wendebuch handelt, welches – so gesehen - zwei Front-Cover hat.

In dem Büchlein geht es darum, dass ich ein Igel und eine Schildkröte auf den Weg machen, weil sie auf der Suche nach jemanden sind, der sie ganz einfach mal in den Arm nimmt, von dem sie einfach mal so gedrückt wird. Wer kennt ihn nicht, den Wunsch, lieb-gehalten zu werden?! Und wie weh es doch tut, immer wieder ein sogenanntes „Ja, aber....“ (Also: Nein!) zu hören – vor allem, wenn es 'banale' Ausreden sind.
So stoßen die hartgepanzerte Schildkröte und der stachelige Igel – egal wen sie fragen – immer wieder auf Ablehnung. Das geht einem beim Lesen ganz schön ans Herz und man hat wirklich Mitleid mit den beiden, so dass man am liebsten ins Buch springen möchte, um die beiden zu trösten. Und so kommen sich die beiden mit zunehmender Ablehnung vieler anderer Tiere (z.B. Fuchs, Eichhörnchen, Dachs, Hase...) immer näher, bis dass sie sich – auch Dank eines klugen Ratschlags einer weisen Eule – in der Mitte des Buches treffen / sich finden und .....
Es ist ein fantastisches und so rührseliges Buch, das zeigt, dass man trotz Unterschiedlichkeit zu einander passen und einen wahren Freund finden kann, auch wenn man fast nicht mehr damit rechnet.
In einem kindgerechten Stil (Sprache und Illustration) wird gezeigt, was Empathie ist und wie wichtig Nähe ist und welcher Zauber durch Berührung ausgehen kann.
Dieses Buch ist nicht nur ein herzliches Geschenk für Kinder, nein auch für Erwachsene ist es ein wunderbares kleines Präsent, wenn man jemanden sagen möchte, wie gern man ihn hat.
Ein kurze, kleine Geschichte (56 Seiten), die große und magische Wirkung hat!
✶ ✶ ✶ ✶ ✶

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Rezensionen von dorli:

Gewundene Pfade

Gewundene Pfade von Irma Joubert

Südafrika in den 1930er Jahren. Lettie Louw wächst wohlbehütet in einem Dorf im Bosveld auf. In der Schule schwärmt sie wie alle anderen Mädchen auch für den fünfzehnjährigen De Wet. Allerdings glaubt sie nicht daran, dass De Wet sich für sie interessieren könnte, da sie sich selbst für nicht hübsch genug hält.

Lettie ist sehr zielstrebig; sie möchte Medizin studieren, um später die Arztpraxis ihres Vaters zu übernehmen…

In einem zweiten Handlungsstrang lernt man Marco Romanelli kennen. Marco wächst als Ältester von drei Brüdern in einem Bergdorf in den italienischen Alpen auf. Er hat sich in die Jüdin Rachel Rosenfeld verliebt. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht und die Situation für die jüdische Bevölkerung immer bedrohlicher wird, beschließt Marco, sich mit der Familie Rosenfeld in einer Höhle hoch in den Bergen zu verstecken…

Nach Kriegsende kreuzen sich die Wege von Lettie und Marco. Marco war lange Zeit in einem Konzentrationslager inhaftiert und hat jetzt mit schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Das Klima in Südafrika soll ihm bei seiner Genesung helfen und so landet er als Patient in Letties Praxis…

Irma Joubert hat einen mitreißenden Schreibstil und versteht es ganz ausgezeichnet, die vielfältigen Emotionen ihrer Protagonisten bewegend darstellen und auf den Leser zu übertragen. Man genießt mit Lettie und Marco die fröhlichen Zeiten und leidet mit ihnen, wenn der Pfad ihres Lebens wieder einmal einen unerwarteten Schlenker macht und das Schicksal unbarmherzig zuschlägt.

Besonders gut gefallen hat mir, dass Irma Joubert intensiv auf die Entwicklung im medizinischen Bereich eingeht und besonders ausführlich über die Ausbreitung, den Verlauf und die Therapiemöglichkeiten von Kinderlähmung in der 1950er Jahren berichtet. Ich hatte erwartet, dass auch die politische Situation in Südafrika eine größere Rolle spielen würde, aber das Thema Apartheid findet im Verlauf der Handlung nur wenig Beachtung.

Da man die Akteure über 50 Jahre hinweg bis in die 1980er Jahre hinein begleitet, ist es klar, dass nur die herausragenden und wegweisenden Abschnitte aus dem Leben von Lettie und Marco erzählt werden können. Dazwischen gibt es unterschiedlich lange Sprünge – mal vergehen nur Tage, dann wieder mehrere Wochen oder gar Jahre – die leider nicht durch Zeit- bzw. Datumsangaben über den Kapiteln verdeutlicht werden, so dass der Ablauf der Geschichte ein wenig holperig wirkt.

„Gewundene Pfade“ hat mir gut gefallen - eine tiefgründige, berührende Geschichte, die den Leser intensiv an dem Schicksal der Akteure teilhaben lässt.

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Rezensionen von nuean:

Die Idee ist wirklich toll, leider fehlte mir Charaktertiefe und Leidenschaft

Gewundene Pfade von Irma Joubert

Schon das Cover hat mich verzaubert und sofort angezogen und auch der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Ich habe sofort an Arielle gedacht und mich auf eine magische Liebesgeschichte mit Meerjungfrauen gefreut.
Es geht um die 17-jährige Melli, die in einer Unterwasserstadt in einem See lebt.

Sie ist eine Wandlerin, was bedeutet, dass sie an Land Menschengestalt annehmen kann. Ihr Beruf ist es die Stadt vor der Entdeckung durch die Menschen zu schützen und den magischen Schutz aufrechtzuerhalten. Die wichtigste Regel ist aber, immer vor Sonnenuntergang ins Wasser zurückzukehren. Eines Tages schafft Melli dies nicht, wird aber von Caleb, der im Wald um den See lebt gerettet und aufgenommen. Nach und nach deckt Melli Geheimnisse auf, die ihre ganze Existenz ins Wanken bringen…
Ich finde die Idee der Unterwasserwelt wirklich toll, die Stadt erinnert an Atlantis und ist wirklich gut beschrieben. Die Charaktere sind mir allerdings ein bisschen blass. Melli ist erst 17 und das merkt man schon ab und zu. Obwohl sie schon einen ziemlich wichtigen Beruf ausübt und ohne ihre Eltern leben muss ist sie mir manchmal doch zu naiv. Auch ihr bester Freund Rynn ist schlecht zu durchschauen und die Beziehung der beiden zueinander nicht richtig greifbar. Für mich sind sie wie Bruder und Schwester. Caleb hätte viel Potential gehabt, aber irgendwie ist auch er mir viel zu leidenschaftslos, außer zum Schluss, da kommt er mal ein bisschen aus sich raus,
Die Handlung war mir stellenweise etwas zu langatmig, aber die wichtigen Informationen kamen nach und nach und dann kam auch Spannung auf. Der Schreibstil hat mir aber gut gefallen, locker und flüssig, sehr bildhaft, dass ich keine Probleme hatte mir alles vorzustellen.
Ich habe doch noch mehr Magie und vor allem Romantik erwartet und bin mir nicht sicher, ob ich den nächsten Teil lesen möchte. Einerseits möchte ich schon gern wissen, wie es weitergeht, andererseits könnte ich mit diesem Ende auch leben.
Fazit: Eine tolle Idee nur fehlte mich die Romantik und starke Charaktere.

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Rezensionen von Caroline :

Arbeiten wie im Bienenstock

Der Store von Hart Rob

Wirtschaftlich schlechte Zeiten haben die Cloud zu einer der mächtigsten Firmen der Welt gemacht. Das riesige Onlinekaufhaus beschäftigt unzählige Mitarbeiter. Die Komplexe liegen in unwirtlichen Gegenden. Damit arbeiten diese Menschen nicht nur für die Cloud, sondern verbringen auch ihre Freizeit in der Firma.

Gefeuert werden darf man nicht, da einem sonst fast der komplette Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung steht.

Zinnia und Paxton stellen sich dem Aufnahmeverfahren und werden beschäftigt. Paxton mit seiner Erfahrung im Strafvollzug, erhält eine Stelle in der Sicherheit. Zinnia dagegen muss ihren Dienst im Lager antreten. Hier zählen nur Zeit und Menge der abgelieferten Artikel. Ein ausgeklügeltes System hält die Mitarbeiter ständig auf Trap. Beide verfolgen ihre eigenen Absichten und Ziele und möchten dabei nicht abgelenkt werden. Aber ihre Vorhaben sind nicht so einfach durchzuführen. So vergeht Zeit, die sie miteinander verbringen.

Wie hat es mir gefallen?

Zuerst möchte ich dem Bloggerportal/Verlag für das Rezensionsexemplar danken. Anschließend noch Brigitte von meinem Lieblingsbuchdealer Tyrolia, die mich überhaupt erst auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Ihr Leseeindruck hat mich neugierig gemacht und ich habe das Buch - obwohl es schwer ist - mit nach England genommen und während meines Cornwall Urlaubs gelesen.

"Der Store" Cloud ist natürlich einem gewissen Onlinehändler recht ähnlich. Ein Kaufhausriese, der die Konkurrenz ausbotet und oft den regionalen Handel ruiniert. Auch die Arbeitsbedingungen stehen ständig in der Kritik.

Wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte, erfährt der Leser im Laufe der Geschichte. Die Puzzlestücke setzen sich langsam zusammen, um ein Bild zu ergeben.

Zinnia und Paxton begegnen sich beim "Aufnahmetest". Ihrer beiden Beweggründe sich bei Cloud zu bewerben, sind völlig unterschiedlich. Damit sind sie hauptverantwortlich für alle Blicke hinter die Kulissen und damit dem Puzzle.

Es gibt neben Zinnia und Paxton einen weiteren Erzähler, dessen Sichtweise bringt zusätzliche Spannung. Besonders eindringlich sind die Schilderungen der Abläufe innerhalb der Cloud. Die Menschen verbringen 24 Stunden in diesem Komplex. Sie arbeiten dort, gehen essen und verbringen irgendwie die Freizeit. Alles was sie brauchen, kommt umgehend zu ihnen.

Das Buch war eine sehr positive Überraschung. Ein Blick in eine mögliche Zukunft, in der unbequeme Dinge nicht erhältlich sind. Die Gesellschaft auf Gleichklang geschaltet werden soll. Für mich eine bedrückende Vorstellung, denn mit Konformität und totaler Kontrolle habe ich es nicht so. Mich konnte die Geschichte überzeugen.

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Rezensionen von yellowdog:

zufrieden

Das Mantra gegen die Angst oder Ready for everything von Helge Timmerberg

In seinem erzählerisch gestalteten Reisebuch „Das Mantra gegen die Angst oder Ready for everything“ schreibt Helge Timmerberg über Neun Tage in Kathmandu. Eine Gegend in der ich noch nie war und ein Land von dem ich wenig weiß.
Bei Timmerberg ist auch die persönliche Komponente wichtig. Es geht mehr um ihn wie über das Land.

Es gibt auch Passagen in Berlin, an die Timmerberg erinnert.
Einiges ist sehr witzig und originell. Timmerberg ist ein cooler Typ.
Aber das Mantra-Thema vermochte mich doch nicht so ganz zu überzeugen. Daher ging das Buch streckenweise an mir vorbei. Es bleiben jedoch genug amüsante Passagen, das ich zufrieden war.

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