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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yesterday:

Historien-SciFi-Krimi auf britische Art

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle von Stuart Turton

Man wird hier von Stuart Turton auf skurrile Art auf einen britischen Landsitz versetzt, der langsam verfällt. Die Familie kehrt nicht oft zurück, da in der Vergangenheit ein tragisches Unglück an diesem Ort geschah.

Doch dann, zu dessen Jahrestag werden Dutzende Personen (die wichtigsten lernt man kennen und die Namen sind auch im Umschlag und vorne im Buch zu finden), viele aus der oberen Gesellschaftsschicht, eingeladen um ein rauschendes Fest zu feiern.

Zudem gibt es die Klassiker des Großbritannien von vor dem Krieg: (oberflächlicher) Prunk, Alkohol in Kristallgläsern, eine Jagd, Pferdekutschen, einen “Pestdoktor” und natürlich kein Telefon. Dieses Setting schreit geradezu nach einer ungewöhnlichen Handlung, um keine blasierte Langeweile aufkommen zu lassen. “Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle” bietet sie.

Wunderbar erzählt aus der Ego-Perspektive eines auf Blackheath - so der Name des Landsitzes - gestrandeten Mannes, dazu noch im Präsens gehalten, kann man über die mehr als 600 Seiten mit ihm mitwandern, durch Räume streifen, durch den Wald hetzen und neben wichtigen Personen entlangschlendern.

Wichtig deshalb, weil sie im Gespräch wesentliche Fakten verraten könnten, denn der gestrandete Mann muss ein Rätsel lösen, um dem mysteriösen Haus entkommen zu können. Wer ist der Mörder? “Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle” ist ein britisches “whodunnit”, das amateurhafte Ermittlungsarbeit und Gehirnjogging für den Leser (sich alle Details zu merken, ist fast unmöglich) mit einer Prise Science Fiction aus unserer Gegenwart in die Vergangenheit transportiert. Eine ungewöhnliche, aber durchaus packende Idee.

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Rezensionen von liesmal:

Einzigartige Freunde

Die Eulenflüsterin von Brandt Tanja

„Eulen und Mensch ganz nah beieinander – das kann es doch nicht geben. Dabei sieht es aus, als ob sich die Eulen auf der Schulter der Frau recht wohl fühlen.“ Das waren meine Gedanken, als ich das Cover betrachtete. Inzwischen weiß ich es genau: Tanja Brandt ist „Die Eulenflüsterin“.
Schonungslos offen berichtet Tanja Brandt in ihrem Buch über ihr Leben.

Nicht nur, dass sie das ungeliebte Kind ihrer Eltern war, sondern auch darüber, wie sie gelernt hat, mit ihren schmerzhaften Erinnerungen zu leben. Diese Offenheit imponiert mir und ist Grund dafür, dass ich mich ganz mit hineingenommen fühle in ihre Geschichte. Bereits als Kind übten Tiere eine große Faszination aus auf die Autorin und schon früh hat sie herausgefunden, dass Tiere im Gegensatz zu vielen Menschen ehrlich, fürsorglich und verlässlich sind. So hat sie durch ihre Liebe zu Tieren Glück und Geborgenheit kennengelernt. Auch „ihre“ Tiere untereinander begegnen sich mit Freundschaft und Respekt. So ist es nicht verwunderlich, dass bei einem Spaziergang eine Eule auf dem Rücken des Schäferhundes Ingo sitzt und beide die Nähe genießen.
Es macht sehr viel Spaß, den unterhaltsamen Geschichten zu folgen, deren Charme darin liegt, dass sie keiner chronologischen Folge unterliegen, sondern ganz bunt durcheinander gewürfelt sind und dennoch wohl sortiert erscheinen. Ein lebendiger und herzlicher Schreibstil lässt mich in einem Moment traurig sein und im nächsten Augenblick herzhaft lachen.
Im zweiten Teil des Buches erfährt der Leser Vieles über die verschiedenen Eulenarten, die zu Tanjas Leben gehören, aber auch über Phönix, ihren Wüstenbussard, gibt es wunderbare Geschichten. Und Berichte darüber, wie sie sich unermüdlich verletzten Tieren widmet, finden Platz in diesem außergewöhnlichen Buch. Tanja hat einen wunderbaren Lebensinhalt gefunden und sie ist eine bewundernswerte Frau mit einem großen Herzen, die ich hoch achte.
Natürlich möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, dass Tanja Brandt eine großartige Tierfotografin ist. Der Beweis dafür sind viele wunderschöne Fotos, die ebenfalls im Buch abgebildet sind.

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Rezensionen von Lilli33:

Intelligent konzipiertes Katz-und-Maus-Spiel

Die Eulenflüsterin von Brandt Tanja

Inhalt:
Ein alter Fall ist das ganz persönliche Anliegen des norwegischen Kriminalkommissars William Wisting aus Larvik. Am 10. Oktober vor 24 Jahren verschwand Katharina Haugen spurlos. Seither trifft Wisting sich jedes Jahr am Jahrestag mit Katharinas Mann Martin, mit dem er sich ein wenig angefreundet hat.

Doch dieses Jahr ist Martin nicht zu Hause.

Zudem wurden in einem weiteren Cold Case Spuren gefunden, die zu Martin Haugen führen. Ist dieser Mann ein ganz anderer, als er zu sein scheint?

Meine Meinung:
Ich habe diesen 448 Seiten starken Kriminalroman innerhalb von 24 Stunden verschlungen, das sagt wohl einiges. Nun frage ich mich natürlich, warum ich von Jørn Lier Horst zuvor noch nie etwas gehört habe, denn dieser Autor schreibt einfach klasse. So musste ich jetzt feststellen, dass es sogar bereits eine Reihe um den Kommissar William Wisting gibt, die leider in Deutschland nicht allzu bekannt ist.

„Wisting und der Tag der Vermissten“ ist nun der 1. Band einer neuen Reihe, in der es um Cold Cases geht. Oftmals finde ich solche Krimis nicht allzu spannend, schließlich liegt der Fall viele Jahre zurück und auf einen Tag mehr oder weniger kommt es nun auch nicht an. Jørn Lier Horst erzählt aber genau einen solchen Fall wahnsinnig fesselnd. Man spürt die Spannung praktisch unterschwellig in jedem Satz, sieht die Gefahr förmlich auf einen zurollen.

Dabei kommt Jørn Lier Horst fast ganz ohne Blut und Gewalt aus. Als ehemaliger Kriminalkommissar erzählt er lieber authentisch von der polizeilichen Ermittlungsarbeit, lässt seine Protagonisten raffiniert interagieren und setzt die Lösung des Falles wie ein Puzzle Stückchen für Stückchen zusammen.

Verschiedene Handlungsfäden werden hier genial miteinander verknüpft. Verdachtsmomente kommen auf und werden wieder verworfen. Die genauen Zusammenhänge waren für mich bis zum Schluss nicht vorhersehbar, erwiesen sich aber als äußerst logisch. Im Rückblick erkenne ich die kleinen Details, die wie beiläufig eingestreut wurden und anhand derer man auch als Leser auf die Lösung hätte kommen können. Genau so liebe ich Krimis!

Am Ende des Buches sind die ersten zwei Kapitel des 2. Bandes der Reihe abgedruckt. „Wisting und der fensterlose Raum“ soll im Januar 2020 erscheinen. Ich kann es kaum erwarten.

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Rezensionen von C. P.:

Spannendes Abenteuer gegen einen mächtigen Gegner

Secret Keepers: Zeit der Jäger von Stewart Trenton Lee

Überaus spannend geht Rubens Abenteuer weiter. Gemeinsam mit Penny macht er sich auf die Jagd nach dem Schatten und der zweiten magischen Uhr. Diesmal muss Ruben all sein Geschick aufbringen und mit sehr viel List an die Sache heran gehen, denn der Schatten hat sich bereits jahrelang auf eventuelle Gegner vorbereitet.

Und das nicht zu knapp: Sein Haus ist voller trickreicher Fallen und von seinen Beschützern bewacht. Zum Glück bekommt Ruben unerwartete Unterstützung, damit dem Schatten Rubens Uhr hoffentlich nicht in die Hände fällt. Denn die Folgen wären fatal…
Der zweite Band schließt sich nahtlos an Band 1 „Zeit der Späher“ an, sowohl optisch vom Cover her wie auch inhaltlich. Zwar werden einige Details nochmal wiederholt, jedoch wäre es sinnvoll, sich zumindest den Brief der Penelope aus Band 1 nochmals durchzulesen, um sich die Legende um die Uhren wieder ins Gedächtnis zu rufen, falls der erste Band bereits etwas zurückliegt.
Im Gegensatz zum ersten Band ist der zweite deutlich spannender, das Abenteuer beginnt von der ersten Seite an. Zudem lernt Ruben, dass es manschmal besser ist, sich mit anderen zusammen zu tun und gefährliche Abenteuer gemeinsam zu meistern statt alles im Alleingang zu unternehmen.
Sowohl der Schreibstil als auch die Ideen des Buches konnten mich diesmal überzeugen. Die Geschichte war durchweg spannend und bot einige überraschende Wendungen.

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Rezensionen von rewareni:

Biene und der Troll

Tote Trolle meckern nicht von Nentwich Vera

Sabine ,,Biene“ Hagen, hat es zur Zeit nicht leicht. Keine Aufträge für ihr Detektivbüro, Jago weilt noch immer in Argentinien, mit ihrem Freund Jochen läuft es auch nicht gut und ein gemeiner ,,Troll“ zieht im Internet unschön über sie her. Dass sie dann auch noch Drohbriefe erhält wird zu viel für sie.

Selbst ihre Freunde und ihre Oma bekommen ihre schlechte Laune zu spüren. Als Biene auf eigener Faust versucht den geheimnisvollen Troll auf die Spur zu kommen, passiert ein Mord und ihr detektivischer Spürsinn ist wieder einmal erwacht. Zum Glück ist auch Jochen wieder so weit, dass er ihr helfen möchte, was auch dringend notwendig ist, denn der Mörder hat nur ein Ziel nämlich Biene zu vernichten und dabei geht dieser nicht zimperlich vor. Dass dabei auch die Menschen in ihrem Umfeld in den Rachefeldzug miteinbezogen werden ist einfach zu viel für Biene und sie kennt nur ein Ziel, den Mörder zu stoppen, bevor andere Menschen wegen ihr in Gefahr geraten.
Wieder einmal schickt die Autorin Vera Nentwich, ihre Protagonistin Biene auf Verbrecherjagd. Bereits zum 5. Mal darf die ,,Detektivin“ zeigen, was sie kann. In gewohnter Manier ist Biene nicht zu bremsen, wenn sie eine Spur hat und jemand ungerecht behandelt wird. Da es dieses Mal ihr schlecht geht, war sie zu Beginn ungewohnt unfreundlich und ruppig, was man sonst nicht so von ihr gewohnt ist. Schön dabei ist, dass immer wieder Protagonisten dabei sind, die man schon kennt und die auch wissen, wie man mit ihr umgehen muss. Die Autorin schreibt klar und deutlich und beschreibt die Szenen sehr bildhaft. Egal ob spannend, berührend oder humorvoll, man ist als Leser immer live dabei. Biene ist ein sehr spontaner Typ, wo man nie weiß, was sie als nächstes vor hat. Auf ihre manchmal unüberlegte und trotzdem liebenswürdige Art und Weise ist Biene eine sympathische Figur, die es immer wieder schafft, Menschen in ihrer Umgebung zur Verzweiflung zu bringen. Trotzdem besitzt sie Herz und ist stets darauf bedacht, jede Ungerechtigkeit zu bekämpfen, selbst wenn sie dabei in Schwierigkeiten gerät. Dabei hat die Autorin immer wieder witzige und humorvolle Einfälle. Auch kann man als Leser stets miträtseln wer der Täter ist. Die Mischung zwischen Spannung und Humor machen den Krimi stets zu einem Lesevergnügen und ich bin schon gespannt, wie das chaotische Leben von Biene weitergeht.

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Rezensionen von carin_mbm@yahoo.com:

What a difference a day makes

Der Sprung von Simone Lappert

Das Buch beginnt mit dem Sprung. Es ist offenbar eine Frau, die hier springt – doch wer ist sie?
Tags vor dem „Sprung“ erleben wir Momenteinblicke an einer Ecke irgendwo im Nirgendwo: da ist Felix, der Polizist, den ein düsteres Geheimnis zur Unrast zwingt und der seine Freundin Monika, von ihm schwanger, damit im höchsten Grad verunsichert.

Roswitha, die Kaffeehausbesitzerin mit ihrem Kaffee am Platz, wo alle irgendwie zusammenkommen. Egon, ein ehemaliger Hutmacher, in dessen Geschäft nun ein Smartphoneladen eingezogen ist und der jetzt im Schlachthaus arbeitet. Finn, der Fahrradkurier, der, seit er die geheimnisvolle Pflanzenversteherin Manu kennt, nicht mehr sicher ist, ob er wirklich mit dem Fahrrad auf Welttour gehen will – oder eher bei Manu bleiben sollte. Maren, die Schneiderin, die damit zu kämpfen hat, dass ihr vormals gemütlicher, genussorientierter Hannes seit seinem 40. Geburtstag nur mehr an Sport und seinen Körper denkt. Und Theres und Hannes mit ihrem Tante-Emma-Laden, den keiner mehr braucht.
Doch als Manu plötzlich am Dach eines Hauses steht, eine aufmerksame Passantin darin einen Suizidversucht sieht und sofort Polizei und Feuerwehr einschaltet, finden diese ganzen losen Geschichten zusammen, es entsteht ein Gesellschaftsbild, Schicksale werden offenbart, Freundschaften geschmiedet und zerstört, lange zurückliegende Traumata kommen ans Tageslicht, ein Leben geht zu Ende.
Was ein Tag, eine unbewusste Geste, ein falscher Blick, ein richtiges Wort, alles zu ändern vermag. Mitten aus dem Leben schreibt Simone Lappert mitreißend über ganz normale Menschen wie Du und ich. Beeindruckend.

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Rezensionen von carin_mbm@yahoo.com:

Perfides Spiel

Messer Ein Fall für Harry Hole. Gebunden. von Nesbø Jo

Wieviel Perfidie steckt darin, einem anderen vorzugaukeln, er hätte das, was ihm das Teuerste, Wichtigste im Leben war, ermordet? Wie kann man so hassen?
Harry Hole ist am Tiefpunkt. Er säuft wieder, ist suspendiert, und dann wacht er eines Sonntags ohne Erinnerung an den Vorabend mit blutiger Kleidung auf – und erfährt, dass Rakel, die Liebe seines Lebens, die ihn vor wenigen Monaten aus dem gemeinsamen Haus geworfen hat, am Vorabend ermordet wurde.

Hängt der Mord an Rakel mit der Freilassung von Sven Finne, dem Vergewaltiger, zusammen? Immerhin wurde Rakel mit einem Messer getötet…. Oder steckt der verdächtige Roar Bohr, Rakels kriegtraumatisierter Chef, hinter der Sache?
Der Leser verfolgt Harrys Gedankenzickzack atemlos. Und leidet mit Harry, wenn er von seinem halben Herz spricht, das nicht mehr lange schlafen wird.
Doch dann die Wende: Harry findet Spuren, die auf ihn selbst als Täter deuten. Und ist bereit, den Preis dafür zu zahlen. Doch wer rächt Rakel, wenn er das nicht tut?
Ich habe es nicht für möglich gehalten, über 500 Seiten in einem Rutsch zu lesen. Aber das Buch wegzulegen war keine Option. „Messer“ ist sicher der persönlichste Fall mit Harry Hole, nicht nur, weil das Opfer, um das sich alles dreht, Rakel ist. Wir erleben den knallharten Ermittler plötzlich im Gefühlschaos. Und am Ende entscheidet das Schicksal.

Das Buch könnte als Finale für die Serie um Harry Hole stehen. Ich bin gespannt, ob sich die Vermutung, dass Harry Hole mit diesem Fall in Pension geschickt wird, bestätigt. Und sonst freue ich mich schon auf den nächsten Fall!

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Rezensionen von yellowdog:

Gedichte mit Strahlkraft

Liebe: Dunkler Erdteil von Ingeborg Bachmann

Liebe: Dunkler Erdteil - Gedichte aus den Jahren 1942-1967

Die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann ist schon 1973 verstorben und spielt dennoch immer noch eine große Rolle für die deutschsprachige Lyrik. Natürlich ist es teilweise auch der jährliche Bachmann-Wettbewerb, der den Namen präsent hält.

dennoch haben ihre Gedichte weiterhin große Wirkung und Strahlkraft. Auch viele der Gedichte dieses Bandes, obwohl viel Jugendgedichte und Posthumes enthalten ist.

Einige Texte und Gedichte (zum Beispiel die aus Die gestundete Zeit) von Ingeborg Bachmann haben eine große Wirkung auf mich gehabt, mir fast die Beine weggeschlagen. Das kann ich jetzt bei diesem Band nicht gleich sagen, dennoch wirken auch diese Gedichte. Von den Jugendgedichten möchte ich unter anderen „Im Sommer“, „Dem Abend gesagt“, „Vision“ oder „Wie soll ich mich nennen“ herausstellen.

Ich bevorzuge ansonsten die etwas späteren Gedichte in diesem Band, 1964-1967. Gleichwohl gibt es durchgängig Gedichte, die voller Bildsprache sind und Bewegung in die Gedankenwelt des Lesers bringt. Immer wieder bringen mich einzelne Sätze zum Erstaunen, oft bleibt Ingeborg Bachmann aber auch rätselhaft.

Es gibt Gedichte, die Ingeborg Bachmann selber sprach und die man im Internet finden und hören kann. Ihre Stimme und Art des Vortrags überträgt sich beim lesen ihrer Gedichte und das verstärkt nochmals die Wirkung.

Die ihr eigene, berühmte Aura bleibt bestehen!

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Rezensionen von Vicky:

Frühstück oder Brunch – DAS ist hier die große Frage

Frühstück & Brunch von Anne-Katrin Weber

'Frühstück & Brunch' ist ein GU-Küchen-Ratgeber der Autorin Anne-Katrin Weber. Sie ist vom Fach und daher eine Meisterin wenn es um dieses Thema geht.

Das Cover sieht lecker und sehr ansprechend aus. Man will am liebsten sofort etwas essen :-)

Den Anfang mit dem Porridge mit 4 Zutaten fand ich einen gelungenen Einstieg ins Thema.

Danach folgenden 'Bowl & Becher', 'Brot & Belag', 'Ofen & Pfanne' sowie 'Salat & Suppe'. Ich finde die Kennzeichnung der vegetarischen Gerichte mit einem schwarzen Blatt eine gute Idee, gleichzeitig fand ich es persönlich aber schade dass bei den Bowls ausschließlich solche Gerichte zu finden waren. Auch konnte ich hier kein neues Gericht entdecken, das war doch etwas enttäuschend weshalb ich auch einen Stern abziehe. Bei den Broten konnte mich die Autorin aber wider für den Ratgeber begeistern. Die Lemon Curd hat mein Interesse geweckt aber durch die vielen Zitronen fand ich es bisher doch zu abschreckend um es in die Tat umzusetzen. Das Haselnuss-Feigen-Brot hingegen sowie die Über-Nacht-Schockobrötchen fand ich sehr ansprechend und musste beides auch sofort ausprobieren. Fazit: eines schmeckt phantastischer als das andere! Man darf sich aber auch mit der Lachs-Dill-Butter verwöhnen oder sich experimentierfreudig bei den Aufstrichen zeigen! Bei den Ofen- und Pfannen-Gerichten hingegen sank mein Interesse wieder, hier konnte mich kein einziges Gericht so weit begeistern dass ich es ausprobieren wollte. Das fand ich sehr schade denn ich hatte mir von dieser Kategorie doch einiges versprochen weshalb ich noch einen Stern abziehe. Die Salate und Suppen hingegen klingen dagegen ausnahmslos alle interessant. Allerdings werde ich die Gereicht nicht am Morgen sondern eher am Abend ausprobieren. Das bleibt letztlich aber jedem selbst überlassen denn beim Kochen gilt für mich: jeder gerne wie er mag!

Am Ende des Buches werden noch ein paar Themen kurz angeschnitten. Aber das war mir persönlich alles etwas zu seicht. Ich hätte mir das entweder detaillierter erwarte oder es ganz weggelassen. Hier hingegen kann es maximal als kurzes Schnuppern, um den nächsten Ratgeber zu finden, bezeichnet werden.

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Rezensionen von bibuschka:

3. Reich meets Bauernhof im Grenzgebiet

Heimat ist ein Sehnsuchtsort von Münzer Hanni

Inhaltsangabe:
Gegenstand des Romans „Heimat ist ein Sehnsuchtsort“ von Hanni Münzer ist die autobiographisch gefärbte Geschichte der Familie Sadler zwischen 1928 und 1946. Zum Haushalt der Sadlers gehören neben der Schwiegermutter das Ehepaar Laurenz und Annemarie, deren zwei heranwachsende Töchter sowie die polnischen Hausangestellten Oleg und Dorota.

Durch familiäre Zwänge müssen Laurenz und seine Frau unerwartet das Stadtleben aufgeben und den elterlichen Hof in einem Dorf nahe der polnischen Grenze übernehmen, wenngleich sie ursprünglich einen völlig anderen Lebensentwurf hatten. Zudem erschweren die Spannungen zwischen Annemarie und ihrer Schwiegermutter das Zusammenleben. Die eigentliche Protagonistin der Geschichte ist Kathi, die älteste Tochter, die in der Pubertät durch das Überschreiten von Grenzen und ihre Hochbegabung die Familie in den Fokus stellt. Um Ihr Kind zu schützen, tritt Annemarie eine Lawine los, die lange bei ihrer Tochter nachhallt. Ein Familiengeheimnis und der Umgang damit lassen Schwiegermutter und –tochter einander näherkommen.
Mein Leseeindruck:
Der Autorin gelingt es, über dreidimensionale Charaktere und deren Interaktion eine Atmosphäre zu schaffen, die mit jeder Seite an Kurzweiligkeit gewinnt. Sie thematisiert das 3.Reich ohne sich der gängigen Klischees zu bedienen. Insgesamt ein gelungener Roman, der in flüssigem Stil geschrieben ist. Ich möchte eine Leseempfehlung aussprechen.

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