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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von C. P.:

Geisterjagd in einem alternativen London

Das Buch enthält die Folgen 1 und 2 der Serie.

Folge 1:

In dieser düsteren Urban Fantasy Serie machen die Geister Verstorbener die Nächte unsicher. Verborgen in Dunkel und Zwielicht versuchen sie, an die Lebensenergie der Menschen zu gelangen, welche sich aufwendig zu schützen versuchen. Zur Jagd auf diese gefährlichen Wesen haben sich die Totenbändiger spezialisiert, von Geburt an ausgestattet mit besonderen Fähigkeiten.

Diese Fähigkeiten sorgen jedoch in vielen Bürgern für große Angst, dass die Totenbändiger sich auch gegen die Menschen richten könnten, weswegen sie von vielen gefürchtet und diskriminiert werden.

Camren Hunt ist einer dieser Totenbändiger Londons. Vor 13 Jahren fand man ihn als kleines Kind inmitten eines Haufens hingerichteter Leichen. Bis heute weiß keiner, was damals wirklich geschah. Plötzlich wiederholen sich die Leichenfunde, welche dem damaligen Fund erschreckend ähneln…

Mir gefällt die Idee eines alternativen, düsteren Londons, wo diese neue Serie angesiedelt ist. Ein wenig hat es mich an eine Mischung aus Ghostbusters und Sherlock Holmes erinnert, die Serie spielt aber in der heutigen Zeit. Thematisch werden hier verschiedene Themen angesprochen, was die Serie recht vielfältig macht. So kommen gruselige Szenen, gefährliche Abenteuer und ein mysteriöser Kriminalfall ebenso vor wie die tägliche Diskriminierung der Totenbändiger oder eine queere Einstellung einiger Protagonisten. Zusätzlich sind die Hauptpersonen in verschiedene Altersgruppen unterteilt: Neben den Erwachsenen gibt es einmal die junge Generation Anfang 20 sowie Schüler um die 16-17 Jahre. Dadurch ergeben sich entsprechend unterschiedliche Handlungsschauplätze. Man könnte sagen, bei dieser Serie ist für jeden was dabei.

Zu Beginn habe ich ein wenig Zeit benötigt, um mich in dieser neuen Welt zurecht zu finden, da Namen und Informationen regelrecht auf mich einprasselten. Nachdem ich einen ersten Überblick erhalten hatte, zog die Spannung dann an und hielt sich bis zum Ende von Band 1. Da es eine Serie ist, ist die Handlung natürlich nicht abgeschlossen, die Geheimnisse um Camren und die Leichenfunde bleiben weiterhin ungelöst. Vielmehr habe ich das Gefühl, die Geheimnisse wurden hier erstmal nur stückchenweise angerissen, dass da noch einiges mehr kommen wird. Die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen die Handlung erzählt wird, gefallen mir, da sie dadurch mehr Einblicke in die verschiedenen Charaktere ermöglichen. Ebenso der Schreibstil der Autorin, welcher sich angenehm lesen lässt und sehr unterhaltsam ist.

Ein solider Start in eine gruselig-spannende Urban Fantasy Serie mit interessanten Ideen und vielfältigen Charakteren.

Folge 2:

Im zweiten Band der Urban Fantasy Serie rund um Geister und Wiedergänger in heutigen London gibt es einen Einblick auf die andere Seite der Totenbändiger. Auf diejenigen, die in der Akademie groß werden - und diese mit vorgefertigter Meinung über die Menschen verlassen. Eine von ihnen ist Schülerin Jaz, die als neuer Charakter zur Serie hinzukommt, bevor es mit Familie Hunt und ihren Freunden weitergeht.

Diesmal wird die Welt der Totenbändiger ein wenig erweitert, es kommen neue Personen hinzu und man erfährt mehr über politische und gesellschaftliche Meinungen und Hintergründe. Der Fokus liegt vor allem zu Beginn auf Jaz, bevor es langsam in der Handlung voran geht. Dadurch, dass die Welt nach und nach aufgebaut wird, kommt man als Leser gut mit, Perspektivenwechsel sorgen zudem für ausreichend Abwechslung. Die Action bleibt diesmal im Hintergrund, dafür lässt sich bereits erahnen, dass die Serie sich angenehm komplex gestalten wird.

Zwar befindet sich die Welt der Serie noch im Aufbau, zeigt sich aber bereits jetzt äußerst vielschichtig und bietet neben einer faszinierenden Welt auch interessant gestaltete Charaktere.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnder Ausflug ins Mittelalter

Der Chirurg und die Spielfrau von Weiß Sabine

Sabine Weiß entführt uns in das Mittelalter. In eine Zeit in der Sklavenhaltung in Europa weit verbreitet und durchaus üblich ist. Eine Zeit in der gegen Andersgläubige mit dem Schwert vorgegangen wird und die katholische Kirche machtbesessener als so mancher weltlicher Herrscher ist. Es ist die Zeit in der Deutschland unter der Gesamtherrschaft des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation in viele kleine Lehen aufgeteilt ist.

Kaiser in jener um die Zeit 1217-1235 ist zuerst Otto, aus dem Geschlecht der Welfen, und anschließend der Staufer Heinrich II..
Gleichzeitig ist es eine Zeit in der Troubadoure ihre Lieder von Ruhm und Ehre singen, Ritter für sie unerreichbare Frauen mit Minnedichtungen anschmachten. Die Kirche beherrscht das Denken der Zeit und gleichzeitig entwickeln sich in vielen Städten Universitäten, die hochgebildeten Männer hervorbringen. Die medizinischen Schulen von Montpellier, Bologna und Salerno sind ein Beispiel dafür.

Soweit der historische Hintergrund.


Spanien und Deutschland um 1217: Während Elena mit ihren Eltern auf der Insel Mallorca als Sklaven gehalten und der Willkür des Eigentümers ausgesetzt ist, soll Thonis, Erstgeborener eines niedrigen Adelsgeschlecht aus Norddeutschland nach dem Willen seines Vaters in ein Kloster eintreten, während sein jüngerer Bruder Mathias zum Ritter geschlagen werden soll. Thonis widersetzt sich dem Vater und begleitet einen Bruder, der an einem Kreuzzug teilnehmen soll.

Nach mehreren gefährlichen Reisen begegnen sich Elena und Thonis in Genua. Sie lebt inzwischen bei Rambertino Buvalelli einem angesehenen Bürgers in Genua, der ihre Gabe, durch ihre Gesang Kranke zu beruhigen, sehr schätzt. Er ist Schüler eines Chirurgen. Als Buvalelli stirbt, wird sie betrogen und weiterverkauft. Ihr neuer Herr ist ausgerechnet Amiré, jener Studienkollege Thonis, der wenig zum Arzt taugt und immer auf seinen Vorteil bedacht ist. Amiré macht aus Elenas Gabe ein einträgliches Geschäft.

Meine Meinung:

Sabine Weiß hat in diesem historischen Roman die Welt im Mittelalter wieder auferstehen lassen. Allerdings erzählt sie die Geschichte aus der Sicht von Sklaven (Elena) und Medizinern (Thonis, Wilhelm). Trotzdem erhalten wir ein interessantes Bild dieser Zeit. Selbst der kleinste Adelige dünkt sich als etwas Besseres und würde niemals arbeiten, selbst, wenn er in einer zugigen Burg ausharren müsste. Thonis Vater ist so einer. Er verachtet alle jene, die wie Thonis einem Erwerbsleben nachgehen und verstößt seinen Sohn. Für ihn zählen nur Ritter oder Geistliche.

Sehr interessant finde ich den Ausflug in die damalige medizinische Schule. Montpellier, Salerno, Bologna - sie sind in jener Zeit führend und haben sich häufig dem Sezierverbot der katholischen Kirche widersetzt.

Ach ja, die katholische Kirche: Nicht nur, dass sie zu Kreuzzügen gegen nicht-christliche Menschen im Heiligen Land aufruft, bekämpft sie Abweichler ihrer eigenen Lehre wie Katharer oder die Stedinger in Europa. Während die Feldzüge gegen die Katharer wegen der zahlreichen Literatur hinlänglich bekannt ist, ist der Krieg gegen die Stedinger im Weserland eher nur Insidern ein Begriff. Kreuzzüge innerhalb des Deutschen Reiches? Dass die nicht ausschließlich (vorgeschobene) religiöse Gründe haben, liegt auf der Hand. Die Kirche ist ähnlich Machtbesessen wie die Fürsten und will sich ganze Landstriche unter den Nagel reißen. Wenn sie fruchtbar und ertragreich sind, umso besser.,

Erstaunlich ist, wie oft die geschätzte Autorin ihre Protagonisten kreuz und quer durch Europa reisen lässt. In Zeiten, in denen man zu Fuß oder zu Pferd unterwegs ist, eine reife Leistung.
Die Strecke Genua - Montpellier beträgt lt. Routenplaner mehr als 500 km, jene nach Bologna rund 300 km. So ein Tagesmarsch kann zwischen 30 und 40 km betragen, zu Pferd kommt man etwa 50 - 60 km weit.

Das Buch ist niemals langweilig. Jedes Mal, wenn man glaubt, Elena und Thonis können endlich halbwegs in Frieden leben, betritt ein fieser Widersacher die Bühne und das Leid geht von vorne los.

Gut gefallen hat mir auch die Schilderung der Belagerung von Toulouse, die zeigt welchen Strapazen und Gefahren sowohl Angreifer als auch Verteidiger ausgesetzt waren. Das ist alles so lebendig geschildert, dass man sich mitten im Schlachtgetümmel wähnen kann. Mit dabei natürlich Chirurgius Wilhelm mit seinem Helfer Thonis. Beiden wird nicht langweilig, denn es ist gibt tausende Verwundete zu betreuen.

Die Charakter sind sorgsam ausgefeilt und die plastische Darstellung der Umgebung zeugt von akribischer Recherche, wie ich es von Sabine Weiß schon gewöhnt bin.

Eine Landkarte auf denen die meisten Schauplätze eingezeichnet sind und ein Personenverzeichnis am Anfang ergänzen diesen farbig und lebendig erzählten historischen Roman.

Fazit:

Ein fesselnder historischer Roman, der uns von Bremen nach Mallorca und weiter in den Süden Frankreichs und den Norden Italiens mitnimmt. Eine spannende Reise durch die mittelalterliche Medizin und die Geschichte der Kreuzzüge. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Lealein1906:

Zu wenig Fantasy

Priest of Bones von Peter McLean

„Priest of Bones“ ist gar nicht so einfach zu bewerten. Auf der einen Seite ist es nicht schlecht, auf der anderen fehlt es – bis auf die Fantasiewelt und ein klein wenig Magier – total an gelungenen Fantasyelementen. Deswegen scheint hier der Mittelweg mit drei Sternen der richtige.
Soldatenpriester Tomas Piety kommt nach dem Krieg mit seinen Männern in seine Heimatstadt zurück.

Doch sein Viertel wurde längst von anderen übernommen. Nun muss er es zurückgewinnen und verteidigen. Und da sind da noch diese Queensmen, die alles durcheinander bringen und der kleine etwas sonderbare Billy, der anders als die anderen ist.
Die große Frage ist natürlich: Was ist Fantasy? Reicht es eine mittelalterliche fiktive Welt zu entwickeln, in der dann ganz normal Banden um ihre Viertel kämpfen und ein auffälliger Junge ein bisschen Magie besitzt, der aber erst zum Schluss richtig vorkommt? In meinen Augen reicht das nicht wirklich und es war auch das, was der Geschichte gefehlt hat. Weil spannend war sie schon und man wollte schon wissen, wie es ausgeht.
Der Sprachstil ist okay, er fällt vor allem durch eine sehr vulgäre Sprache auf. Das lässt einen manchmal ein bisschen zusammenzucken, aber andererseits passt es nun mal zu dem Haufen Männer der da beschrieben wird. Zwei Dinge haben mich aber auch konsequent genervt. Zum einen werden super viele Sachen und Gedankengänge immer wiederholt und zum anderen neigt der Autor dazu, alles zu erklären, wo es manchmal einfach besser gewesen wäre, den Leser zwischen den Zeilen lesen zu lassen. Da fühlt man sich ein bisschen so, als denke der Autor, dass der Leser dumm ist…
Die Charaktere sind recht gut entwickelt. Die Hauptperson mag ich nicht allzusehr, weil ich mich nicht mit ihr identifizieren kann, aber es ist trotzdem spannend über die zu lesen. Für mich haben als Charaktere Bloody Anne und Billy herausgestochen. Bloody Anne, weil es faszinierend ist, wie sie sich als Frau in dem Männerhaufen behauptet, und Billy, weil er ein interessanter Junge ist und wenigstens ein bisschen Magie mit in die Geschichte bringt.

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Rezensionen von liesmal:

Von Freundschaft und Vertrauen

Wir holen alles nach von Martina Borger

Das Buch von Martina Borger „Wir holen alles nach“ aus dem Diogenes Verlag erzählt die Geschichte der alleinerziehenden berufstätigen Mutter Sina, die zwar seit kurzer Zeit mit einem neuen Partner zusammenlebt, aber dennoch eine Person sucht, die sich zeitweise um ihren Sohn kümmert. So lernen sich Ellen, Ende sechzig, und der neunjährige Elvis kennen.

Sie sind sich sofort sympathisch und da Ellen außer Zeit und Geduld auch noch einen Hund hat, entsteht bald eine tolle Freundschaft zwischen den Beiden. Ellen gibt Nachhilfe in Mathe und Deutsch, gemeinsam machen sie große Spaziergänge mit dem Hund und haben einfach Freude daran, Zeit miteinander zu verbringen. Ellen weiß Elvis mit dem Thema Umweltschutz zu begeistern, und überhaupt ist er interessiert an vielen Dingen. Es macht mir unglaublich viel Spaß, die Beiden zu begleiten und der wunderbar einfühlsame Schreibstil lässt mich nur so durch die Seiten fliegen und die herzerwärmende Geschichte genießen. Doch schon bald spürt Ellen, dass irgendetwas mit Elvis nicht stimmt. Welches Geheimnis umgibt ihn?
Ich habe große Hochachtung vor der Autorin, der es gelingt, meine Gedanken in völlig falsche Richtungen zu lenken, die mir aber gleichzeitig vor Augen führt, dass man sich besser nicht so leicht beeinflussen lassen und vorschnell urteilen sollte. Bis zum Schluss hat mich die Geschichte begeistert, die viele aktuelle Probleme thematisiert, ohne dass es langweilig wird.
Martina Borger – ein Name, den ich mir merken werde!

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Rezensionen von Petra:

erinnert an die Schöne und das Biest

Drachendunkel. Die Legende von Illestia von Summers Eyrisha

Das Thema weckt Erinnerungan an Die Schöne und das Biest.
Nur hier sind die Fähigkeiten der Schönen größer da sie nicht nur schön sondern auch klug, tapfer und selbstbewußt ist.
Ich liebe Drachengeschichten aber hier hatte ich oft das Gefühl das habe ich schon mal gelesen. Schade denn es war gut geschrieben die Figuren waren jede in ihrer Art interessant, sympathisch oder auch hassenswert.

Dwaie Handlungen waren spannend und teilweise überraschend. Es steigerte sich zum Finale. Aber selbst der Böse muss schlussendlich aufgeben und das war überzogen.
Ein nettes Buch aber eher für KInder um 12 Jahre als für Erwachsene

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Rezensionen von Petra:

zuviel heile Welt

Der kleine Ort zum Glücklichsein von Janina Lorenz

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Für mich war es zuviel heile Welt
Die Beschreibung des Orts, die Fürsorge der Menschen untereinander, auch die Liebesbeziehungen sind nicht so unglücklich wie sie eigentlich vom Aufbau sein sollten.
Das Wetter ist traumhaft, der Hund nur lieb, die Männer gut aussehend, der Ort reizvoll mit Fachwerk, ein kleiner Fluss plätschert fröhlich.

Damit ist eigentlich das ganze Buch beschrieben, aber es erzeugt trotzdem eine gute Stimmung die in der jetzigen Situation angenehm ist.
Ein Buch für sonniges warmes Wetter im Garten oder auf dem Balkon, schnell gelesen.

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Rezensionen von yellowdog:

Love and Landscape vom Feinsten

Die Insel der vergessenen Träume von Christiane Lind; Julia K. Rodeit

An dem Roman finde ich toll, dass er mehrere Schauplätze nutzt, Hamburg, Bremen und größtenteils Hawaii.
Natürlich gibt es genrebewährt auch zwei Zeitebenen. 1890 mit Clara, die sich nach dem Tod des Vaters gegen den neuen Stiefvater wehrt und Leonie, die im 21. Jahrhundert einen Neuanfang in Hawaii versucht.

Kauai, die Garteninsel ist das Ziel.
Die Handlungen wechseln ständig zwischen Clara und Leonie.

Gemeinsam ist den beiden Hauptfiguren, das sie junge Frauen sind und selbstbewusst, es aber dennoch nicht leicht haben. Außerdem ist Clara die Ur-Ur-Gro0ßmutter von Leonie, auch das verbindet sie und Leonie beginnt über die Ereignisse der Vergangenheit zu forschen.

Stilistisch ist es so geschmeidig geschrieben, dass man beim Lesen unerwartet schnell vorankommt. Es ist ein Buch für schlaflose Nächte!
Das Autorenteam Christiane Lind und Julia K. Rodeit schreiben erstaunlich routiniert, Genre-Regeln werden nicht verletzt. Dafür gefällt mir gut, dass die fiktive Geschichte auf Tatsachen und historischen Geschehnissen basiert.

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Rezensionen von Nele33:

Mystisch

Das Dorf der toten Seelen von Camilla Sten

Camilla Sten, die Tochter der Bestsellerautorin Viveca Sten hat mit "Das Dorf der toten Seelen" einen spannenden und überraschenden Debut-Roman geschrieben.

Alice Lindstedt hat gerade die Filmhochschule in Stockholm abgeschlossen und plant, ihren ersten Dokumentarfilm zu drehen: über Silvertjärn, einen abgelegenen Grubenort im Wald von Norrland.

Vor 60 Jahren verschwanden unter ungeklärten Umständen alle Bewohner von einem Tag auf den anderen. Kurz zuvor zog ihre Großmutter von dort weg. Alice will herausfinden, was damals geschehen ist. Mit ihrem Team bricht sie zu dem einsamen Ort auf. Doch bald geschehen seltsame Dinge. Die Handys haben keinen Empfang, im Walkie-Talkie ist ein heiseres Lachen zu hören. Und kurz darauf ist der erste aus dem Team tot. Wer ist außer ihnen noch in Silvertjärn? Was ist damals passiert? Und vor allem: Werden sie diesen grausamen Ort lebend verlassen?

Die atmosphärische Dichte die ab der ersten Seite vorhanden ist, war wie ein Sog, der mich ins Buch gezogen hat.
Die Geschichte von Silvertjärn wird auf zwei Zeitebenen erzählt:
Das Heute um Alice und ihrem Team läuft über 5 Tage, die Vergangenheit um die damaligen Geschehnisse erstreckt sich über einen Zeitraum von einigen Monaten. Die Vergangenheit wird aus der Perspektive Elsas, Alices Urgroßmutter erzählt. Ds Leben in Silvertjärn war zu dieser Zeit geprägt von hoher Arbeitslosigkeit durch die Schließung der Grube, in der die Großzahl der Männer des Dorfes arbeiteten. Die Menschen im Dorf verändern sich, Männer trinken weitaus mehr als sonst und was sie vertragen. Pflichtbewusst kümmert sich Elsa um Birgitta, eine behinderte Frau im Dorf, die geduldet, aber nicht respektiert wird. Eines Tages ändert sich die Haltung der Bewohner zu Birgitta und diese wird Träger allen Übels im Dorf. Eine Hesxenjagd beginnt.
Im Heute kommen Alice und ihr Team schnell an ihre Grenzen. Wer beobachtet sie? Wer trachtet nach ihrem Leben? Bilden sie sich alles gar nur ein?

Das Buch wird als Psychothriller angepriesen-da würde ich ihn nicht einordnen wollen. Für mich hat es doch viele Horror und Mystery-Elemente gehabt. Für einen Thriller fehlten mir ehrlich gesagt auch Ermittler.
Die Geschichte um Silvertjärn und seine Einwohner hat mich dennoch in ihren Bann gezogen und ich kann es allen die auch das Dunkle mögen nur empfehlen. Ich bin schon auf weitere Werke der Autorin gespannt.

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Rezensionen von Sago:

Magisches Paris

Die Magier von Paris von Wolff Christina

Dass auch Paris einige Zaubererclans zu bieten hat, erfahren Kinder ab 10 Jahren in diesem hübsch illustrierten Buch.
Mit rätselhaften Familiengeheimnissen müssen Claire Delune und Rafael Belleson sich auseinandersetzen. Dabei sind auch die beiden, aus verfeindeten Zaubererclans stammenden Kinder zunächst alles anderes als Freunde.

Doch geheimnisvolle Vorgänge, allen voran der Raub der berühmten Mona Lisa, schweißen sie schnell zusammen.
Die Geschichte weist viele putzige Details aus, wie den kleinen blauen Geist Gabriel, ein schnell beleidigtes, unterfordertes Zauberbuch und Rafaels Siebenschläfer mit winziger Baskenmütze. Seltsam nur, dass ausschließlich der Siebenschläfer mit französischem Akzent spricht, obwohl doch die Geschichte in Frankreich spielt. Ich liebe es, wenn auch Kinderbücher ohne Logikfehler sind. Auch Rafael und Claire könnten durchaus mehr Charakterisierung und Tiefgang vertragen. So sind sie mir nicht ganz so ans Herz gewachsen wie die Protagonisten manch anderer Kinderbücher.

Dennoch weiß die Geschichte durchaus mit witzigen Einfällen zu punkten und bietet mit Pariser Flair auch viel Abwechslung, so dass sie insgesamt einen gelungenen Spaß für Jung und Alt darstellt.

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Rezensionen von Ele:

Hier endet seine Jagd

Die Herren der Zeit von Eva Garcia Saenz; Eva Garcia Saenz

Die Herren der Zeit, Thriller von Eva Garcia Saenz, 526 Seiten, erschienen im Scherz-Verlag.
Abschlussband der Kraken Trilogie, Inspector Ayala, alias der Krake, ermittelt erneut in einem höchst gefährlichen Fall, mit historischem Hintergrund.
Nach den letzten beschriebenen Ereignissen, sind ca. 2 Jahre vergangen und erneut erschüttert eine Serie von Morden die Stadt Vitoria im Baskenland.

Diese Serie folgt düsteren mittelalterlichen Ritualen. Die Vorfälle sind allesamt in einem geheimnisvollen historischen Roman beschrieben, der aktuell in aller Munde ist und sich „Die Herren der Zeit“ nennt. Ayala und sein Team beginnen zu ermitteln und es scheint, dass es Verbindungen zur Familiengeschichte des Kraken gibt. Ein gefährlicher Fall, erneut ist auch die Familie des Inspectors in Gefahr.
Ein wahrlich gelungener Abschlussband der Kraken Trilogie. Wieder einmal hat es Saenz geschafft mich mit ihrem bildhaften, rasanten und hochspannenden Erzählstil, vortrefflich zu unterhalten. Eine aufwendige Recherchearbeit besonders in Bezug auf die historischen Fakten merkt man dem Geschriebenen unbedingt an. Das Buch besteht aus 66. Kapiteln die in zwei Zeitebenen spielen. Zum einen, in der Gegenwart, aus der Sicht Unais im Ich-Stil erzählt. Der andere Erzählstrang beschreibt die Ereignisse aus dem Mittelalter, im 12. Jh.. Geschickt verknüpft, da es sich bei den historischen Ereignissen um die Geschichte, die dem Buch „Die Herren der Zeit“ zugrunde liegt, handelt. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen macht die Faszination des Buches aus, die Morde in der Vergangenheit, werden in der Gegenwart aufgegriffen. Schwer zu sagen, welches der interessante Teil des Buches ist, auf jeden Fall hat es dazu geführt, dass ich das Buch nur mit Bedauern aus der Hand legen wollte. Düster und sehr fesselnd, dazu mit ungeahnten Wendungen, fliegt man beim Lesen durch die Seiten, ohne es zu bemerken. Dass die Erzählung im Baskenland spielt ist durch die verwendeten Orte, Namen und Ausdrücke geprägt, die im Glossar am Ende des Buches aufgeführt sind. In den Innenseiten der Klappen befinden sich Stadtpläne, die sich bei der Orientierung, als hilfreich erwiesen haben. Atmosphärisch dicht erzählt mit ungeahnten Wendungen und doch ist es nötig diesen Teil mit höchster Konzentration zu lesen, denn die Familienzusammenhänge sind kompliziert. Die Figuren, besonders der Protagonist, seine Familie und Esti sind hervorragend gezeichnet, eine enorme Entwicklung zeichnet sich hier ab, trotzdem bleiben die Charaktere sympathisch und ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Meine Lieblingsfigur wie auch in den Vorgängerbänden, der 100jährige lebenskluge Großvater des Protagonisten. Voller Begeisterung habe ich die Serie verfolgt und auch der Abschlussband hat mich nicht enttäuscht, doch fand ich ihn den schwächsten der Reihe, der trotzdem noch volle Punktzahl wert ist. Obwohl ich es bedauere, dem Kraken bei seinen Ermittlungen nicht mehr über die Schulter schauen zu können, ist es stimmig, dass die Autorin hier den Schlusspunkt gesetzt hat. Die Geschichte ist erzählt, das Ende finde ich wundervoll versöhnlich, ohne hier zu Spoilern, sind wieder einmal schmerzhafte Verluste zu bedauern, was die Handlung authentisch macht. Ich möchte nicht nur den vorliegenden Band, sondern alle Teile der Trilogie, den Lesern ans Herz legen, die spannende Kriminalfälle verknüpft mit historischen Fakten mögen. Es wäre schade, das Buch als Einzelband zu lesen. Eine absolute Leseempfehlung und 5 Punkte.

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