Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Manfred Fürst:
„Ausländer raus aus Deutschland, raus aus Europa, und übrigens, es gibt zu viele Ausländer auf der Welt“ (NN).
Turmschatten von Peter Grandl
Peter Grandls Debütroman TURMSCHATTEN, nach fünf Jahren Arbeit, eine Mischung von Fiktion und gut recherchierten Fakten ist nicht nur ein herausragender Thriller, sondern bedrückt ebenso mit seinem Realismus.
Als Marketingfachmann versteht es Peter Grandl, das Interesse an seinem Thriller bereits mit Intro auf dem Buchrücken zu wecken: Selbstjustiz und Neonazis.
Doch es ist weit mehr, viel umfassender und tiefgehender.
Auf 37 Kapiteln, von 1945 bis in die Jetztzeit des Thrillers 2010, 65 Jahre im Leben des 72jährigen Ephraim Zamir, Überlebender des Holocaust. Er hat in einem kleinen Städtchen einen alten Turm für seine Wohnzwecke und seine junge Haushälterin Esther umbauen lassen. Er möchte dort den Bau einer Synagoge finanzieren. Vier Neonazis wollen Zamir im Turm „einen Besuch abstatten“. Mit List gelangen sie in den schwer gesicherten Turm, nur Esther ist anwesend und wird erschossen, den 13jährigen Mörder schicken sie nach Hause, die anderen Drei wollen Zamir ebenfalls töten. Doch es kommt völlig anders, als es sich die drei Neonazis vorgestellt haben. Zamir ein ehemaliger Agent des israelischen Mossad kann die drei überwältigen und stellt alle drei vor sein privates Gericht: Der „Prozess“ wird live im TV übertragen mit Publikumsabstimmung TOD oder LEBEN für ihre Verbrechen (Ähnlich dem Voting bekannt aus den TV-Serien mit: „Castle“, „Gone” und “Profiling Paris”).
Vor dem Turm geben sich nun ein Stelldichein: Polizei, LKA, BKA, BND, der Innenminister (sehr spät, hat wahrscheinlich lange nach dem richtigen Outfit gesucht) und das Militär mit „interessiertem“ Publikum. Die Frage lautet: „Turm stürmen, wer, wann und wie?“ Eindeutig der Hinweis, dass im Militär offener Antisemitismus verbreitet ist.
Grandl legt aber auch Schwerpunkt auf den Hintergrund und der persönlichen Entwicklung der vier Neonazis. Es entsteht der Eindruck, dass die Neonaziszene alles andere als eine homogene Gruppe ist. Sehr wohl wird das eigene Handeln hinterfragt und es existieren Ausstiegsgedanken. Auf die nicht chronologischen Datumsangaben unter der Kapitelüberschrift ist zu achten, denn es handelt sich hierbei um Rückblicke in das Leben der Protagonisten.
Genüsslich lässt sich Grandl über die Sensationsgeilheit des Programmdirektors des Privatsenders, der den „Prozess“ überträgt, aus und über die im wahrsten Sinn des Wortes „wildesten Spekulationen der Pseudoexperten.“ Aber solange dieser Trash ein Fernsehpublikum findet und Quoten erreicht werden, gilt das Prinzip: Nachfrage erfordert Angebot. Seitenhieb auf die Auswahl von Moderatorinnen, ausschlaggebend für ein Engagement seien die „hervorragenden“ Körperteile, ... Marc macht dieses Prinzip zu seiner Maxime: 90 % nonverbal und 10% verbal.
Fiktion-Realität-Dilemma: Fiktion gibt dem Autor völlige Freiheit für das Script, gemäß dem Motto: „Personen und Handlung sind frei erfunden und Ähnlichkeiten mit lebenden Personen weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.“ Es gibt für den Leser nicht den geringsten Grund den Inhalt des Romans zu kritisieren. Es ist, wie es geschrieben ist. Eine Handlung mit Realitätsbezug lässt sich vom Leser genau recherchieren und kontrollieren, der Autor hat keine schriftstellerische Freiheit und muss sich an die Fakten halten. Es ist, wie es geschehen ist. In Richtung Sachbuch mit Quellenverzeichnis.
Selbstjustiz: In einem Rechtsstaat kann man nicht dafür sein. Und dort wo der Rechtsstaat versagt? Filmtipps zum Thema: „Catos Land“, „Kill Bill“ und „John Wick.“
Aufklärende Literatur über die Neonazi-Szene in Norwegen ist Pflichtlektüre in deren Schulen.
Peter Grandls Triller TURMSCHATTEN ist für mich ein literarisches Highlight, thematisch ein Schlaglicht auf die Neonazi-Szene wirft, aber nicht oberflächlich, sondern mit Tiefgang, der den betroffenen Leser zum Nachdenken zwingt.
Selbst wenn Grandl die verbrecherische Neonazi-Szene anonymisiert hätte ohne nachprüfbare Fakten, es wäre ein herausragender Thriller entstanden.
„Ausländer raus aus Deutschland, raus aus Europa, und übrigens, es gibt zu viele Ausländer auf der Welt“ (NN).
Rezensionen von hans.schilling@aon.at:
5000
1001 Bücher von Peter Grandl
Vor einigen Monaten bin ich umgezogen. Jeder von uns kennt den Aufwand der da dahinter steht. Ich habe nicht viele Möbel aber 5000 Bücher - und es werden wöchentlich mehr. Das Verpacken geht ja noch: aus dem Regal rausnehmen und in Kisten legen, diese beschriften und ab geht's.
Neue Regale bauen, kein Problem, macht auch Freude, aber dann kommt's: Alle Bücher einordnen, schließlich will ich ja was wiederfinden.
Apropos finden! Ach, das Buch habe ich ja auch noch, wo war denn das. Das wollte ich doch immer schon mal lesen. Und es wird eine kurze Nacht. Irgendwann einmal sind wieder alle Bücher an ihrem Platz- nach wochenlangen einsortieren - und ich denke mir: Wann soll ich die alle lesen? Dass schaffe ich niemals! Und es stimmt, ich werde es nicht schaffen, alle zu lesen! Also nur die Besten, oder die Wichtigsten. Aber welche sind die besten und wichtigsten Bücher? Literaturbestenlisten gibt es ja wie Sand am Meer, ich selbst habe schon eine erstellt und weiß, diese Liste ist nur für mich gut.
Aber es gibt ja auch den Literaturnobelpreis. Wenn ich mich daran halte werde ich die besten und wichtigsten Autoren lesen. Stimmt und stimmt nicht. Es gab nur einen einzigen Literaturnobelpreisträger den ich mit Genuss gelesen habe: Halldor Laxness. Für Buchgenießer ist der Nobelpreis eine karge Kost. Stephen King hat in seinem Vorwort zu "Schwarz" geschrieben: Es gibt zwei Arten von Schriftstellern; zum einen jene die sich fragen, was könnte das Schreiben dieser Geschichte für mich bedeuten und zum anderen diejenigen die sich fragen was könnte das Schreiben dieser Geschichte für den Leser bedeuten. Letztere Kategorie von Schriftstellern wird bei der Vergabe des Nobelpreises arg vernachlässigt. Aber es gibt ja auch noch den Pulitzer-Preis. Hier werden auch Autoren ausgezeichnet die der zweiten Kategorie angehören. Aber halt leider nur amerikanische.
Es müsste also eine Liste geben, die sowohl die King'sche Definition von Schriftstellern beinhaltet wie auch die gesamte geographische Länge und Breite unseres Planeten abdeckt. (Das Lesen außerirdischer Literatur wird leider nachkommenden Generationen vorbehalten bleiben).
Also nichts wie ab in meine Buchhandlung, die ich seit Jahrzehnten mit Freude betrete, und mein Anliegen den dort anwesenden VerkäuferInnen dargelegt. Ohne auch nur den Ansatz einer Irritation ausgelöst zu haben, wird mir "1001 Bücher die sie gelesen haben sollten bevor das Leben zu Ende ist" in die Hand gedrückt.
Und es stimmt; alle drei Definitionen meines Anliegens werden hier perfekt dargebracht. Auch die zeitliche Einordnung ist klug gemacht, da ja auch Literatur sich im Laufe der Zeit ändert und auch auf vorhergehenden Werken aufbaut. Und dieses Buch tut noch etwas: Es bewertet nicht. Die Rezensenten der Bücher sagen nicht: dieses Buch ist besser als das, weil.... Jedes der hier vorgestellten Bücher ist prägnant beschrieben und mit den wichtigsten Daten des Schreibers versehen.
Mittlerweile sind zwei Monate vergangen und von den 1001 Büchern sind immerhin 132 in meinem Besitz. Von diesen habe ich 23 mit Genuss und Anspruch gelesen.
In diesem Sinne
Hans Schilling
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Wunderbarer Bildband
Geheimnisvolle Schönheiten von Tobias Friedrich
An diesen wunderbaren Bildband kann ich mich gar nicht satt sehen!
Meeresbewohner, die wir Landratten niemals zu Gesicht bekommen, hat Tobias Friedrich mit seiner Kamera eingefangen.
Der Taucher und Fotograf nimmt uns mit eine unheimlich Welt, die bunter ist, als wir uns das je vorstellen konnten.
In verschiedenen Meerestiefen finden sich unterschiedliche Tiere. Die Reise in das Reich der Tiefe beginnt an der Wasserlinie und ist anfangs in 5 m-Schritte, dann in 10 m-Schritte und zuletzt in ein 50 m Intervall gesetzt.
0-05 m
05-10 m
10-20 m
20-30 m
30-40 m
40-50 m
50-100 m
Tobias Friedrich hat in allen Ozeanen der Welt fotografiert, sei im eisigen Meer rund um Grönland oder in den tropischen Gewässern. Dabei sind ihm faszinierende Lebewesen begegnet: Seepferdchen, Hammerhaie, Krebse, Angler- und Clownfische sowie Oktopoden, Meeresschildkröten oder Korallen.
Diese Lebewesen sind perfekt in Szene gesetzt. Sie leuchten vor dem tiefschwarzen Hintergrund in brillanten Farben. Nur schade, dass sie auf den Fotos nicht benannt sind. Diese oft filigranen, grell bunten Lebewesen hätten sich schon eine namentlich Erwähnung verdient.
Fazit:
Ein traumhafter Bildband, bei dem ich mir ein wenig mehr erklärenden Text gewünscht hätte. Das sehe ich persönlich als Mangel, der diesem sonst wunderbaren Buch, einen Stern kostet, daher nur 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich bestens unterhalten
Mord bei den Festspielen von Sibylle Luise Binder
Die „Bregenzer Festspiele“ ziehen jedes Jahr zahlreiche Opernstars oder solche die es einmal war oder vielleicht werden, an den schönen Bodensee, der im Dreiländereck Österreich-Deutschland-Schweiz liegt, an.
Mittelpunkt dieser Festspiele steht neben Verdis Oper „Don Carlos“ Mario Miercoledi, der seine besten Jahre als Tenor schon hinter sich hat und nun als Bariton sein - vorrangig weibliches - Publikum erfreuen will.
Die Opernfreunde lieben ihn, seine Kollegen und die Belegschaft der Festspiele kann seine arrogante Art so überhaupt nicht ausstehen. Nicht nur, dass er zahlreiche Starallüren hat, findet er sich selbst unwiderstehlich und baggert die holde Weiblichkeit auch vor den Augen seiner Ehefrau an.
Nun wird Miercoledi in seinem Hotelzimmer tot aufgefunden. Der eilig herbeigerufene Arzt stellt einen natürlichen Tod fest, was auf Grund der Medikamentenschachteln auf dem Nachttisch und dem Alter des Toten durchaus möglich sein kann. Wenig später ist alles anders und es steht fest, dass der Sänger mit dem Gift der Eibe ermordet worden ist. Nur, von wem? Die Anzahl der potenziellen Verdächtigen ist recht lang: Von der Ehefrau über Kollegen bis hin zur enttäuschten Geliebten oder einem gehörnten Ehemann. Also, lieber Leser, such dir einen aus ...
Die deutsche Polizei, denn der Mord passiert im schönen Lindau, tappt anfangs im Dunkeln, bekommt aber starke Unterstützung von Victoria Benning, der Regieassistentin und ehemaligen Journalistin. Sie ist die Gemahlin des Regisseurs und Sängers Lucas Benning und kennt ihre Papenheimer in der Opernwelt recht gut. Außerdem ist sie neugierig genug, um selbst einige Nachforschungen anzustellen. Dass sie dabei in Lebensgefahr gerät, und zwar nicht nur einmal, versteht sich von selbst.
Meine Meinung:
Dieser Krimi ist mein erster von Autorin Sibylle Luise Binder. In rasantem Tempo steigen die Leser gleich in die Opernwelt ein, in der es nicht nur auf der Bühne um Leidenschaft, Liebe und Gewalt geht.
Die Charaktere haben alle so ihre Ecken und Kanten. Sie sind mit viel Liebe zu Detail herausgearbeitet. Das trifft die Guten wie die Bösen.
Der Schreibstil ist herzerfrischend, locker und gut zu lesen. Unerwartete Wendungen führen Leser wie Ermittler in die Irre. Das Buch ist kurzweilig geschrieben und es gibt häufig Anlass zum Schmunzeln. Ich erwähne nur kurz die Ausfahrt mit dem Schwan oder die Bezeichnung “rorarei“ (= rote, rasende Reisschüssel) für ihr kleines Auto eines koreanischen Konzern. Auch der Musikerjargon, der aus dem Ballett „Schwanensee“ ein wenig despektierlich „Ententümpel“ macht.
Der eine oder andere Leser wird vielleicht mit den italienischen Ausdrücken bzw. mit dem Inhalt der einen oder anderen Oper so seine liebe Not haben. Doch erklärende Fußnoten helfen da weiter.
Ich hätte mir noch ein wenig mehr Lokalkolorit aus der schönen Stadt Bregenz gewünscht. So ein Spaziergang durch die Altstadt oder an der Seepromenade hätte mir schon gut gefallen. Aber, das ist Jammern auf höchstem Niveau. Allerdings gibt es ein paar Inkonsistenzen, die den 5. Stern kosten.
Fazit:
Gerne gebe ich für diesen unterhaltsamen Krimi aus der schönen Bodenseeregion 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnder Auftakt einer Thriller-Reihe
Die Stille des Todes von Eva Garcia Saenz
Dieser Thriller ist der erste einer Trilogie rund um den sympathischen Inspector Unaí López de Ayala und seiner Kollegin Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna.
Kurz zum Inhalt:
Während der Renovierungsarbeiten an der Kathedrale von Vitoria wird ein ermordetes Pärchen gefunden. Doch es ist nicht nur irgendwie ermordet worden sondern, ziemlich genauso inszeniert, wie alle anderen Paare, einer Mordserie, die vor zwanzig Jahren die Stadt erschüttert hat: Mann und Frau sind nackt und halten sich gegenseitig jeweils eine Hand an die Wang.
Wie kann das sein? Der Täter von damals verbüßt nach wie vor seine Strafe in der Haftanstalt. Ist er unschuldig? Hat man damals Fehler in den Ermittlungen gemacht? Brisant ist die Sache allemal, weil Täter und damalige Ermittler Zwillingsbrüder sind.
Inspector Unaí López de Ayala, den man seit seiner Jugend „Kraken“ nennt, und seiner Kollegin Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna läuft die Zeit davon. Denn der nächste Doppelmord lässt nicht lange auf sich warten ....
Meine Meinung:
Die baskische Autorin Eva García Sáenz lässt mit dieser Thriller-Trilogie ihre Leser in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele blicken.
Ich bin ja nicht unbedingt ein Thriller-Fan, doch dieser hier hat mich gleich zu Beginn in den Bann gezogen. Neben der spannenden Handlung wird auch der Geschichte der Stadt viel Platz eingeräumt. Das gefällt mir sehr gut, denn solche Informationen erweitern den Horizont.
Die Atmosphäre in der Stadt, die bereits vor zwanzig Jahren von einer Mordserie heimgesucht worden ist, ist gut dargestellt. Die ohnehin schon zurückhaltenden Bewohner, sind misstrauischer denn je.
Die Charaktere sind bodenständig. Die wenigen, die zugezogen sind, erleben das Gefühl des „Nicht-dazu-Gehörens“ hautnah. Vitoria ist ein Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. Das macht auch die Ermittlungen gleichzeitig leicht und schwer. Ayala kennt die Menschen und ihre Gedanken, ist er doch ein ausgezeichneter Profiler. Doch dieser Fall scheint ihn an seine Grenzen zu bringen.
Die Leser können den Ermittlern über die Schulter schauen. Interessant ist die hohe Dichte an sehr alten Menschen. Menschen wie Ayalas Großvater oder seine Großtante, die obwohl jenseits der 90 Jahre mit beiden Beinen im Leben stehen. Doch genauso auffällig sind gewalttätige Väter, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Leben ihrer Kinder haben. Das erschreckt ein wenig. Ist es die karge Landschaft oder die seit je her, in viele kriegerische Scharmützel verwickelte Bevölkerung, die hier einen besonderen Menschenschlag hervorbringt?
Der Schreibstil ist gefällig, fesselnd und angenehm lesbar. Um die vielen, für deutschsprachige Zungen mitunter schwierigen Namen auseinander zu halten, gibt es im Anhang ein Personenverzeichnis sowie ein ausführliches Glossar. Mit Hilfe des Stadtplanes von Vitoria und der Landkarte des Baskenlandes kann sie der Leser gut orientieren.
Fazit:
Ein fesselnder Thriller, der Lust auf die Folgebände macht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnde Fortsetzung
Das Ritual des Wassers von Eva Garcia Saenz
Dieser zweite Teil der Kraken-Trilogie hat mich so gefesselt, dass ich das Buch innerhalb von 24 Stunden gelesen habe.
Worum geht’s?
Inspector Unaí López de Ayala ist nach dem Kopfschuss am Ende des ersten Teils noch immer krank geschrieben. Das Projektil konnte zwar entfernt werden, doch Kraken, wie Ayala seit seiner Kindheit genannt wird, kann derzeit nicht sprechen und kommuniziert per Handy mit den Seinen.
Obwohl eine logopädische Therapie dringend angeraten ist, verweigert er diese zunächst.
Als dann eine junge schwangere Frau ermordet aufgefunden wird, will Kollegin Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna, das man Ayala hinzuzieht. Denn, die Frau, Annabell Lee, ist nicht nur ermordet, sondern nach dem „dreifachen Tod, einem keltischen Ritus, regelrecht hingerichtet worden. Dass die Frau einst Ayalas erste Liebe war, gibt dem Verbrechen eine sehr persönliche Note. Und sie wird nicht die einzige Tote in Ayalas Umfeld bleiben ....
Meine Meinung:
Wir tauchen wieder in die baskische Kleinstadt Vitoria ein, in der jeder jeden kennt oder, zumindest glaubt zu kennen.
Diesmal wird dem unmittelbarem Freundeskreis von Ayala ziemlich viel Aufmerksamkeit geschenkt. Asier, Lutxo, Jota zählen zu den potentiell Verdächtigen zumal sie abstreiten, nach wie vor Kontakt zu Annabell Lee gehabt zu haben. Bis dann einer der drei ebenfalls ermordet wird.
Immer wieder schwenkt die Autorin in das Jahr 1992 zurück, in dem die vier Freunde gemeinsam mit Annabell an einem archäologischen Sommercamp teilgenommen haben. Der Leser erfährt, warum Unaí so ist, wie er ist und warum er den Spitznamen „Kraken“ hat.
Diese Rückblenden gefallen mir recht gut, denn die Autorin deutet hier allerlei Möglichkeiten für die späteren Morde an.
Die Autorin legt immer wieder falsche Spuren, in denen sich sowohl Ermittler als auch Leser verlaufen. Ich habe zwar relativ früh gewusst, welchen Hintergrund die Morde haben könnten, doch das hat mir die Spannung nicht genommen. Ein bisschen zu oft ist mir „modus operandi“ benutzt worden.
Der Schreibstil von Eva García Sáenz ist gut zu lesen. Dem einen oder anderem wird die detailreiche Erzählweise möglicherweise nicht behagen. Mir gefällt auch, wie sie historische Details aus der Region einflicht, auch wenn sie ursächlich nicht unbedingt zur Geschichte gehören. Für mich ergibt sich ein stimmiges Bild, das erkennen lässt, wie manche Protagonisten so ticken.
Mit der Geburt von Deba, Ayalas und Albas gemeinsamer Tochter endet dieser zweite Teil der Trilogie. Bin schon gespannt, was der dritte für mich und die anderen Leser bereit hält.
Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, der ich gerne wieder 5 Sterne gebe.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein praktischer Ratgeber
Fühl dich wohl in deinem Zuhause von Frida Ramstedt
Die schwedische Innenraumgestalterin Frida Ramstedt hat mit diesem Buch einen kompakten Einrichtungsleitfaden geschaffen. In neun Kapiteln mit Unterpunkten erklärt sie, worauf es ankommt, um sich eine eigene Wohlfühloase zu schaffen.
Womit fühlen Sie sich wohl?
Grundlegende Prinzipien und Faustregeln
Überlegungen zum großen Ganzen
Farbgebung
Beleuchtung
Gestaltungstricks
Kaufberatung
Standardmaße und Proportionen
Planen Sie Ihr eigenes Einrichtungsobjekt
In diesem praktischen Ratgeber, der für manche Leser vielleicht zu puristisch erscheint, gibt die Autorin Tipps und Tricks, wie mit einfachen Mitteln und in kurzer Zeit eine andere Atmosphäre geschaffen werden kann.
Es muss nicht immer der große Umbau sein. Manchmal reicht es aus, die Kissen am Sofa anders anzuordnen um mehr Ruhe in den Raum zu bringen.
Gut erklärt sind die Begriffe „CMYK“ und „RAL-Farben“. Ich habe beruflich häufig mit Umbauten zu tun und mit den Malern diskutierte ich regelmäßig über den Begriff „gebrochenes Weiß“. Die meisten mischen zu viele gelbe Farbpigmente hinein. Die Wände wirken dann ziemlich nikotinfarbig. Hier habe ich jetzt eine ziemlich konkrete Info bekommen wie „gebrochenes Weiß“ abgemischt werden soll.
Die Autorin legt Wert auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Das spürt man beim Lesen dieses Ratgebers.
Fazit:
Ein praktischer Ratgeber, der beim Gestalten der Wohnung helfen kann. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Zu wenig Spannung - zu viel Familie
Vollmond über der Côte d'Azur von Christine Cazon
Es ist Ostern an der Côte d’Azur und Kommissar Leon Duval steht die Familie ins Haus. Familie: das sind seine aktuelle Partnerin Annie, beiden Kinder Lilly und Matteo, seine Ex-Frau mit dem neuen Partner Ben sowie noch allerlei ander Verwandte. Ud das alles, obwohl Duval eher ein Einzelgänger ist.
Da kommt ihm der unklare Todesfall eine jungen Frau, die in einer Bar zusammengeklappt und verstorben ist, gerade recht. llerdings, sehr zum Missfallen der lieben Familie. Dazu kommt, dass Annie hochschwanger ist und Duval dieser Situation ziemlich hilflos gegenüber steht. Es ist ja schon einmal eine Beziehung an seinem Job zerbrochen.
Er stürzt sich also in die Ermittlungen, die sich als knifflig herausstellen und ihn in Künstlerkreise führen, denen er wenig abgewinnen kann. Erst als die Identität der jungen Frau geklärt und der Zusammenhang mit einem anderen Mord vor fünf Jahren hergestellt werden kann, kommt ein wenig Tempo in den Fall. Nebenbei gerät Duvals Halbbruder in das Visier der Drogenfahnder.
Meine Meinung:
Dieser Krimi aus der Reihe mit Leon Duval hat mich jetzt nicht vom Hocker gerissen.
Gefühlsmäßig widmet sich mehr als die Hälfte des Krimis den Familienverhältnissen Duvals. Dabei geht mir der amerikanische neue Partner von Duvals Ex-Frau gehörig auf die Nerven. Ständig hat er etwas zu meckern. Dass dann bei Annie verfrüht Wehen einsetzen und man mit Blaulicht zur Klinik rast, bringt dem armen Leon Duval an den Rand seiner Belastbarkeit.
Die andere, kleinere Hälfte teilt sich dann nochmals in den Handlungsstrang mit seinem Halbbruder, der als Dealer hoch genommen wird, einem Mädchenhändlerring und dem eigentlichen Kriminalfall. Das ist mir irgendwie zu wenig vom eigentlichen Verbrechen.
Der Krimi ist in einem lockeren Plauderton geschrieben. Der Leser erfährt viel über Kunst und die verschiedenen Museen an der Côte d’Azur. Natürlich darf gutes Essen nicht fehlen.
Fazit:
Hier hat mir Spannung im Krimi gefehlt - Zu viel Familie, zu viel Sightseeing. Es reicht mit Nachsicht gerade für 3 Sterne.
Rezensionen von Anna Schädle:
Larissas Vermächtnis von Katrin Biber
Das Buch ist sehr mitreißend und emotional - es gibt sehr viel Einblick und Verständnis in persönliche Trauerprozesse und den Umgang mit Trauer in unserer Gesellschaft und wie wir diesen verändern sollten. Vielen Dank für das Teilen deiner Geschichte!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anna SchädleRezensionen von inya:
Schönes Thema
Heute nicht von Timon Meyer
Ich finde dieses Kinderbuch sehr gelungen. Es behandelt das Thema "schlechte Laune" und Traurigkeit und dass es einem mal an nicht so gut geht und man keine gurte Laune hat. Es zeigt, dass dies ganz normal ist, aber dass man am nächsten Tag schon all seine Sorgen wieder vergessen haben kann und dass ein jeder Tag neue Chancen zum Glücklichsein bereit hält.
Dies wird kindgerecht für die Kleinsten wunderschön aufbereitet und macht gute Laune, denn die Tiere sind einfach super süß gezeichnet. ich muss einfach lachen, wenn ich das Bild mit einer Echse sehe, die auf einem Stuhl liegt und darunter steht, hängt der Lurch mal durch. Ich finde das wirklich witzig und kann dieses Kinderbuch ab 3 Jahren allen Kindern und Eltern empfehlen.











