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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bibliomarie:

Die Himmelsscheibe

Die Kinder von Nebra von Ulf Schiewe

Die Himmelsscheibe von Nebra ist ein ganz besonderer archäologischer Fund. Seit ihrem Auftauchen beschäftigt sie die Wissenschaft und noch mehr die Fantasie der Menschen. Es scheint ein winziges Fenster in das Leben unserer Vorfahren, ihr Denken und ihren Glauben.

Ulf Schiewe, der in seinen historischen Büchern immer meisterhaft Realität und Fiktion vermischt und daraus spannende Geschichten webt, hat sich diese Himmelsscheibe als Mittelpunkt seines neuen Romans genommen.

Er führt mich in die Bronzezeit, in die Gegend zwischen Saale und Unstrut und zeichnet das Leben der einfachen Bauern und Handwerker. Wie sie eingebunden mit der Natur leben, ihre Existenz durch frühen Ackerbau und ein wenig Viehzucht fristen. Auch Werkzeuge und natürlich auch Waffen wurden bereits geschmiedet. Das Wissen um die Gestirne brachte Utrik von seinen Reisen mit, die ihn als junger Mann bis in den Nahen Osten führte. Eine Himmelsscheibe zu schmieden war sein Lebensziel.

Die einfachen Leute leiden unter der Willkür des despotischen Fürsten Orkor und seines Sohnes, der die Menschen unterdrückt und versklavt. Das alles im Namen eines neuen Gottes, Hador – ein grausamer und strafender Gott, der nur durch Menschenopfer besänftigt werden kann.

Rana, Utriks und Herdis Tochter, ist als Priesterin für die Göttin Destarte bestimmt und sie will die Ungerechtigkeit nicht länger hinnehmen und nimmt, mit Hilfe der Scheibe und einiger Getreuer, den Kampf gegen die übermächtigen Herrscher auf.

Eine wirklich spannende und mitreißende Geschichte. Ulf Schiewe kann mit seinen Worten farbige Bilder und vergangene Welten auferstehen lassen. Wie immer fließt exakt recherchiertes Wissen ein und gibt den Hintergrund für diesen Roman aus der Bronzezeit. Ich war von Anfang an fasziniert, obwohl ich mit ein bisschen Skepsis an das Buch ging, weil ich fürchtete, dass es vielleicht zu sehr zur Fantasy-Geschichte wird. Aber diese Befürchtung war grundlos. Natürlich muss ein Autor in einen Roman, der in der Frühzeit spielt, viel Fantasie mitbringen um die Geschichte zu füllen. Das ist wirklich hervorragend gelungen. Die Figuren – hier fand ich das Personenverzeichnis mit der Erklärung der einzelnen Stämme und Clans sehr hilfreich – sind lebendig geworden. Allen voran die Frauenfiguren, die mir besonders gut gefallen haben.

Mit großem Interesse bin ich auch in die mystische Welt der Menschen eingetaucht. Ihr Glaube an Götter, die das Schicksal vorbestimmen, eine Naturreligion, in die auch Himmelserscheinungen und die Jahreszeiten einbezogen wurden, denn diese Beobachten beeinflussten die Ernten und damit das Überleben.

Ich muss nur ein kurzes Fazit geben: Ein toller Roman !!

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Rezensionen von Gudrun7:

von der Autorin viel erwartet - Erwartungen noch übertroffen

Die Seidenvilla von Tabea Bach

Das Cover lässt schon beim ersten Anblick erkennen, dass dies ein Buch von Tabea Bach ist. Das finde ich immer klasse, denn so hat man schon ein erstes Bild vor Augen.
Da ich schon einige Bücher der Autorin gelesen, die mich überzeugt haben, hatte ich vorab dementsprechend hohe Erwartungen. Und, ich kann nur sagen, diese wurden noch übertroffen.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und lädt auch immer wieder zum Innehalten und Nachdenken ein, denn die Tiefgründigkeit ist hier auf jeden Fall gegeben.
Die Charaktere werden lebensnah mit dem jeweiligen Charme und auch den Ecken und Kanten geschildert. Ich hatte von Beginn an das Gefühl, mitten im Geschehen zu stecken und konnte die Verhaltensweisen wunderbar nachvollziehen.
Das Lokalkolorit zeigt auf, dass Reisen und Land und Leute zu erkunden und kennen zu lernen, eine große Leidenschaft von Tabea Bach sind . Hier erfährt man so viele tolle Details, die Lust auf Land und Leute machen.
Seide und deren Ursprünglichkeit werden bis ins Kleinste geschildert. So wird für den Leser, auch ohne jegliche Vorkenntnisse, ein umfängliches Bild davon geschaffen.

Mein Fazit: von der Autorin viel erwartet - Erwartungen noch übertroffen

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Rezensionen von heinoko:

Brutal und konstruiert

Blutgott von Veit Etzold


Wenn ein Autor Hochschulprofessor und Redner für Corporate Storytelling ist, zudem mit einer Rechtsmedizinerin verheiratet ist, kann man davon ausgehen, dass seine Bücher mit Hintergrundwissen gefüttert und strategisch raffiniert konstruiert sind. Ich kenne nur das vorliegende Buch, und ja, es ist konstruiert, nicht inspiriert.

Es schockt durch brutalste Szenen, der Leser watet in Blut und zertrümmerten Knochen. Dazwischen gibt es viele Seiten der Langeweile.

Es handelt sich um den siebten Band rund um die Hauptkommissarin Clara Vidalis. Von einem brutalen Mord in einem IC an einem jungen Mädchen wird in der Einstiegsszene erzählt, und zwar so intensiv, dass der Leser sofort schaudernd ins Buch hineingezogen wird. Es bleibt in der Folge nicht bei diesem einen Mord, eine blutige Spur zieht sich durchs Land. Täter ist offenbar eine Gruppe Minderjähriger, strafunmündig, im Darknet auf satanische Weise angestachelt, sich selbst zu übertreffen.

Der Schreibstil gefällt mir in vielen Passagen, er ist witzig-bissig, geistreich, spritzig in den Dialogen. Dass der Autor auch bis ins letzte Detail intensiv beschreiben kann, beweist er allerdings leider nur in den brutalen Szenen. Und dabei geht er so weit, dass der Leser nur noch Ekel und tiefste Abscheu empfindet. Dann folgen wieder lange Passagen mit Diskussionen zwischen den Ermittlern, ohne Progredienz der Handlung. Viel Hintergrundwissen über die Tiefen und Untiefen des Internets, aber auch fraglich nützliches Wissen, wie zum Beispiel, woher der Name „Audi“ kommt und warum bei Leichen, die im Sitzen sterben, nach einiger Zeit der Kopf abfällt, füllen weitere Buchseiten. Leider bleiben auch die handelnden Personen allesamt konstruiert, psychologisch leer, Figuren, die vom Autor auf seinem Schachbrett der Grausamkeiten hin und her geschoben werden. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Klasse - richtig spannend

Die Herren der Zeit von Eva Garcia Saenz; Eva Garcia Saenz

Leider bin ich hier mit Band drei der Trilogie eingestiegen - hätte ich doch nur schön der Reihe nach gelesen...
Man kann problemlos folgen, ein Quereinstieg ist kein Problem, aber mich hat das Buch so begeistert, dass ich jetzt auf jeden Fall die Vorgängerbände lesen will und tja, dann hätte ich doch besser gleich von vorne angefangen.

Der Aufbau ist originell - es gibt ein Buch im Buch: alles startet damit, dass das Ermittlerteam gespannt auf eine Lesung des neuen Bestsellers Spaniens geht - auch um endlich den geheimnisumwitterten Autor kennenzulernen. Doch Pustekuchen, statt Meet the author gibt es einen Mord.

Dann springt die Geschichte immer wechselweise in den Bestseller, der im 12. Jahrhundert spielt und obwohl ich eigentlich historische Romane nicht besonders mag, hat mich die Story ebenso in ihren Bann gezogen.
Anfangs hatte ich mit dem ständigen Wechsel so meine Probleme, da beide Ebenen so spannend sind, fand ich es störend, immer wieder aus meinem Lesefluss gerissen zu werden, da musste ich mich erst daran gewöhnen. Nach der Gewöhnungsphase dann aber volle Begeisterung.

Die vielen spanischen (und auch historischen) Namen haben hingegen im Lesefluss gar nicht gestört, das hat prima gepasst.

Ja, das war wieder einmal ein Buch der Sorte, bei dem ich dem Alltag so viel wie möglich Lesezeit abschwatzen musste, da ich es einfach nicht weglegen wollte.
Spannend, für mich nicht vorhersehbar, ich werde die anderen zwei Bände auf jeden Fall noch lesen und freue mich schon.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Witzig, spannend und lehrreich

Das Eichhörnchen mit Höhenangst von Knut Volquardsen

Zusammen mit Ronny, dem kleinen Eichhörnchen lerne ich das Leben im Wald bzw. in einer Eiche und einer Rotbuche kennen.
Mit seiner Mama, seiner Schwester und seinem Bruder lebt der kleine Ronny in einem in einem warmen Nest, dem Kobel, in einer hohen Eiche im Wald. Seine Geschwister turnen schon auf den Ästen und Zweigen herum und erkunden die Welt um sich herum.

Nur Ronny, der Jüngste der drei Eichhörnchenkinder, liegt weiter in seinem warmen Nest und genießt es, dass Mama ihn weiter füttert. Als er dann endlich ausziehen will, bemerkt er, dass er Höhenangst hat. Höhenangst – bei einem Eichhörnchen – das geht ja gar nicht. Doch Ronny tut alles dafür, sie zu überwinden. Ob und wie er das schafft, müsst ihr schon selbst lesen.


In 12 kleinen Geschichten lesen wir von Ronnys Abenteuern im Wald, wie er sich ein eigenes Zuhause sucht und plötzlich seine Mama seine Hilfe braucht.
Es ist ein wunderschönes kleines Buch zum Vorlesen, z.B. als Gute-Nacht-Geschichten an 12 Abenden hintereinander. Ältere Kinder und Leseanfänger werden es auch selbst lesen wollen.

Sehr ausführlich, bildlich und spannend beschreibt Knut Volquardsen, wie der kleine Ronny trotz seiner Behinderung nach und nach die Rotbuche und die Eiche für sich erobert und mit Grauhörnchen, Habicht, Fuchs und Eule fertig wird. Die anfänglichen Ängste des kleinen Kerlchens kommen sehr gut hervor, aber auch, wie er damit umgeht. Und er findet für alles eine Lösung.

Sehr gut gefällt mir, dass auch Wissenswertes über die Eichhörnchen und den Wald geschickt in die Geschichte eingebaut werden. So lernen die Kinder nicht nur, dass man seine Ängste überwinden kann, wenn man nur den festen Willen dazu hat. Sondern bekommen auch noch einen tieferen Einblick in die Geschehnisse des Waldes.

Ein ganz kleiner Minuspunkt, der sich aber nicht in der Bewertung niederschlägt: Mir hätte es noch besser gefallen, wenn die Geschichte hier und da noch durch Bilder bereichert worden wäre.

Ein wunderschönes kleines Buch über Mut, Zuversicht und wie man seine Ängste überwinden kann nicht nur für ganz junge Leser.

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Rezensionen von Mag. Martina Weitlaner:

Hervorragendes Buch!

MACHT HOCH DIE TÜR von Markus Vahlefeld

Rezensionen von Viktoria:

Absolute Empfehlung

Larissas Vermächtnis von Katrin Biber

Ich die nie ein Buch zu Ende gelesen hat, lest es plötzlich innerhalb von 5 Tagen, man müsste garnicht mehr dazu sagen. Man wird so gefesselt, da die Autorin ganz persönlich ihre Gefühle in der Trauerphase und ihren Weg mit der Trauer beschreibt. Man kann sich hineinfühlen und bekommt oftmals nasse Augen.

Dieses Buch sollte jeder lesen, da man den richtigen Umgang mit Trauernden lernt und selbst auch besser mit Trauer umgehen kann.
Absolute Empfehlung, rießen Respekt an die Autorin.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Wir lieben die kleine Motzkuh

Die kleine Motzkuh von Annette Langen; Imke Sönnichsen

Als „Die kleine Motzkuh“ hier ankam, wurde die kleine Stoffkuh sofort aus ihrem Gefängnis befreit und begutachtet. Unser Kleiner hatte sie beim Lesen der Geschichte fest in Händen und wollte sie gar nicht mehr hergeben. Seitdem muss sie sogar abends mit ins Bett.

Die Geschichte von Justus, Josefine und ihrer Oma, die sich Annette Langen ausgedacht und hier in kindgerechter Erzählform niedergeschrieben hat, haben wir nun auch schon einige Male gelesen.

Und immer bekomme ich dann die kleine Motzkuh in die Hand gedrückt und darf sie weg schnippen. Auf den farbenfrohen Bildern von Imke Sönnichsen suchen wir immer wieder die kleine Motzkuh, die sich dort versteckt hat. Aber es so viel anderes, was unser kleiner Mann entdeckt und dazu eigene Geschichten erfindet.

Auch unser kleiner Enkel neigt hier und da zu Trotz- oder Wutanfällen, wie es sie in jeder Familie mit kleinen oder auch größeren Kindern gibt. Ich habe schon versucht, ihn mit der Motzkuh und dem Buch abzulenken und es klappt recht gut. Zwar nicht immer, aber mit der Kuh in der Hand, beruhigt sich die Situation doch schneller als gewohnt. Eine sehr gute Idee, die Kuh für alles verantwortlich zu machen.

Auch das auf der ersten Seite abgedruckte Lied singen wir ab und zu.

Das einzige, was mir nicht gefällt und ich mir Gedanken machen muss: Unser Kleiner hätte gerne auch die Freunde der Motzkuh: den kleinen Brüll-Löwen, das kleine Quengelmonster und das kleine Meckerschaf, die auf der letzten Seite aufgeführt sind. Da muss wohl meine Nähmaschine mal ran. ***lach***

Ein rundum gelungenes Kinderbuch mit einer unterhaltsamen Geschichte, tollen Bildern und einer kleinen Motzkuh, die man herausnehmen kann. Wir wollen sie nicht mehr missen.

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Rezensionen von yellowdog:

überzeugt nicht

Blutgott von Veit Etzold

Die angebliche Härte des Thrillers Blutgott ergibt sich aus den drastischen Beschreibungen des Zustands der Mordopfer. Wenn man sich dadurch nicht beeindrucken lässt, bleibt eigentlich nur ein durchschnittlicher Krimi übrig. Ein echt harter Thriller entsteht in der Regel durch psychologische Momente.

Den Serienkiller BG666, der Schüler zu Morden anstiftet, halte ich für unrealistisch, eine reine Kopfgeburt des Autors.

Das Ermittlerteam vom LKA wird zu einem Mordfall im Zug dazu gezogen.
Die Zusammensetzung des Teams ist nicht schlecht, darunter der Profiler Dr. Friedrich, (etwas lächerlich aber, das er MacDeath genannt wird) und die Patopsychologin Clara Vidalis, die serientitelgebend ist. Sie macht aber auch nicht mehr als die anderen des Teams. Mich hat sie nicht überzeugt. Da gab es schon spannendere Ermittler.

Veit Etzolds Stil gefällt mir nicht besonders, da er sehr auf Dialoge setzt und diese sind nicht gerade raffiniert gemacht. Das Ermittlerteam plaudert einfach zu viel triviales. Trotzdem sind diese Abschnitte noch die besseren. Die Passagen um die mörderischen Jungs, z.B. Noah oder Ben, sind wenig ansprechend.
Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Psyche der Kinder nachvollziehbar erklärt würde. Bei Noah gibt es wenigstens ein paar Ansätze.

Das Buch zieht sich in der zweiten Hälfte.

Für mich ist das Thema Veit Etzold-Bücher damit beendet.

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Rezensionen von B?cherwald13:

Sehr besonders

Die Kunst des stilvollen Wanderns von Stephen Graham

Bei diesem kleinen Büchlein handelt es sich um die Neuauflage des Textes von 1926 von Stephen Graham mit einem Vorwort von Alastair Humphreys und auch einigen Anmerkungen.

Erst einmal muss ich etwas zu der Aufmachung des Buches sagen, denn diese ist wirklich wunder - wunderschön! Sie ist eher klein und handlich (so dass man sie vielleicht sogar mit auf eine Wanderung mitnehmen kann) und hat ein eher altmodisches Holzschnittmäßiges Cover, das für mich sehr atmosphärisch ist.

Die Sprache des Buches ist natürlich altmodisch (ist ja logisch da 1926 geschrieben ;) ) aber trotzdem gut zu lesen. Es ist eher poetisch geschrieben, aber sehr angenehm. Es wirkt als denkt der Autor während dem Schreiben nach.

Mir konnte das Buch sehr viel geben. Ich bin selber zum Nachdenken und Träumen gekommen und habe auch das Wandern für mich neu entdeckt!

Insgesamt ein sehr besonderes Buch, was ich wirklich weiter empfehlen kann.

Schreibstil: 5 von 5
Unterhaltung: 3 von 5
Atmosphäre: 5 von 5
Gesamtbewertung in Punkten: 4,33 von 5

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