Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
lebendig, liebevoll und spannend
Die Schule der kleinen Ponys - Ein Heuhaufen voller Geheimnisse von Anne Wolff
Klappentext:
Endlich Sommerferien! Für die zehnjährige Monka Winter und ihr Lieblingspony Dr. Paul versprechen diese Ferien ganz besonders zu werden: Gemeinsam sollen sie die Schule der kleinen Ponys leiten und die Ausbildung der jungen Vierbeiner auf dem Gestüt der Winters übernehmen. Ziemlich aufregend, findet Mo.
Und dann taucht auch noch ein fremdes Mädchen auf, das ein großes Geheimnis hat und dringend Hilfe braucht. Wie gut, dass Mo und Dr. Paul zur Stelle sind!
Cover:
Das Cover wirkt chaotisch, fröhlich und lebendig. es ist bunt und voller Energie. man erkennt ein Mädchen oben auf ein paar Strohballen und um sie herum allerhand Tiere, die einen sehr aufgeweckten und heiteren Eindruck machen. Das Cover finde ich sehr gut gelungen, denn es strahlt Spaß und Freude aus.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr locker und angenehm. Es lässt sich sehr gut und leicht lesen. Auch die Schriftgröße ist sehr gut und passend gewählt.
Zu Beginn ist gleich eine tolle Übersichtskarte, die mir persönlich sehr gut gefällt, da man sich so alles sehr gut vorstellen kann und nachschauen kann, was sich wo befindet.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind sehr gut gegliedert. auch die Überschriften passen sehr gut zu den jeweiligen Kapiteln.
Die Charaktere sind sehr gut gestaltet. Allen voran Monka, die meist Mo genannt wird. Sie ist sehr sympathisch und herzlich und man möchte sie am liebsten in den Arm nehmen und herzen. Auch die Tiere sind wirklich toll gestaltet, auch wenn es dort einige Unterschiede, von nett und freundlich, bis hin zu frech und chaotisch gibt... und dennoch sind alle sehr liebenswert und sehr gut gestaltet und beschrieben.
Die Geschichte ist aus Sicht von Monka in der Ich-Perspektive geschrieben. daher kann man sich sehr gut in sie und ihre Handlungen hinein versetzen. Die Geschehnisse werden sehr lebendig und humorvoll beschrieben, so dass die Geschichte spannend und z.T. auch lustig zugleich ist.
Zu viel vom eigentlichen Inhalt möchte ich aber an dieser Stelle nicht verraten. Dies lest ihr am Besten selbst.
Ein tolles, spannendes und lebendiges Abenteuer mit wundervollen und liebenswerten Charakteren und einer sehr niedlichen und schön erzählten Geschichte.
Sehr gut haben mir auch die tollen Illustrationen und Bilder gefallen, die das Buch und das Gelesene sehr gut abgerundet haben. Die wunderschönen bunten Illustrationen waren sehr detailreich und auch von der Mimik und Gestik der Figuren sehr gut gelungen. toll sind auch die kleinen unterschiedlichen Bildchen am Anfang eines jeden Kapitels.
Ein rundum gut gelungener Start in eine neue Kinderbuchreihe, von der hoffentlich noch viele weitere Bände folgen werden.
Fazit:
Tolle Illustrationen, liebevolle Charaktere und eine lebendige und spannende Geschichte, die einen gelungenen Start in eine neue Kinderbuchreihe einläuten.
Rezensionen von Gluecksklee:
Fesselnde und nachdenklich machende Geschichte
Ein wenig Glaube von Nickolas Butler
Mit „Ein wenig Glaube“ hat Nickolas Butler, der Autor von „Die Herzen der Männer“ seinen neuesten Roman vorgelegt. In dessen Zentrum steht der Großvater Lyle Hovde, der nach einem schweren Schicksalsschlag seinen Glauben verloren zu haben scheint. Damit kommt der ältere Mann eigentlich ganz gut zurecht, bis seine Tochter Shiloh den Enkelsohn Isaac durch ihre Mitgliedschaft in einer sektenartigen Kirchengemeinde in große Gefahr bringt.
Nickolas Butler hat ein feines Gespür für Worte und wählt die Szenen, die er seinen Lesern präsentiert, geschickt aus. Da sind Momente aus Lyles Vergangenheit, schöne und schmerzhafte. Da sind Momente aus der Gegenwart, die die liebevolle Beziehung der Großeltern zu ihrem Enkelsohn darstellen. Da sind die Momente, in denen der Glaube und die Bedeutung, die dieser für die einzelnen Protagonisten spielt, beleuchtet werden. Welchen Raum nimmt der Glaube in einer Familie ein? Wie stark urteilen selbst eng verbundene Menschen übereinander? Darüber, wie tief ihr Glaube ist? Das sind nur einige der Fragen, die Nickolas Butler meiner Meinung nach in seinem neuesten Roman thematisiert.
Insbesondere die am Ende des Romans stehenden Anmerkungen des Autors zu der Begebenheit, die wohl den Anstoß für die Geschichte gegeben hat, hat mich emotional mitgenommen. Wie weit sind Menschen bereit, für ihre Überzeugung zu gehen und dabei nicht nur das eigene Wohl, sondern selbst das der eigenen Kinder aufs Spiel zu setzen?
Das einzige, was ich Nickolas Butler zu „Ein wenig Glaube“ negativ ankreide, ist, dass er gewisse Aspekte der Geschichte offen Enden lässt. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, da ansonsten vielleicht Dreh- und Angelpunkte der Geschichte spoilern würden. Aber selbst dieses meiner Meinung nach bewusste „Nichtzuendeführen“ einzelner Handlungsstränge fordert den Leser eigentlich mehr als alles andere dazu auf, sich selbst eine Meinung zu bilden, wie die Geschichte ausgehen bzw. weitergehen sollte.
Ich war jedenfalls absolut gefesselt von der Handlung und vergebe fünf von fünf möglichen Sternen für diesen großartig erzählten Roman.
Rezensionen von Claudia R:
mystisch, poetisch und spannend
Die letzte Dichterin von Seck Katharina
Klappentext:
"Katharina Seck öffnet uns das Tor zu einer Metropole der Märchen und der Kunst, in der die Magie des Erzählens beim Wort genommen wird" Kai Meyer
Die Magie in Phantopien ist verschwunden. Nur in der Stadt Fernab gibt es noch Magie. Einmal hier aufzutreten - davon hat die Dichterin Minna Fabelreich immer schon geträumt.
Aber Fernab darf nur betreten, wer eine Einladung besitzt. Minna kann ihr Glück daher kaum fassen, als sie eines Tages eine Einladung zu einem Dichterwettstreit bekommt. Zusammen mit dem Schatzsucher Finn macht sie sich auf den Weg. Doch in Fernab entdecken die beiden, dass ausgerechnet die Königin hinter der kunstvollen Fassade der Stadt eine dunkle Kraft verbirgt, die ganz Phantopien bedroht. Und Minna und Finn sind die einzigen, die sich der Gefahr entgegenstellen können.
Cover:
Das Cover finde ich sehr stylisch und sehr gut gelungen. Die vielen verschiedenen Silhouette geben erst auf dem zweiten Blick mehr und mehr Details preis. Unter anderem erkennt man unten ein aufgeschlagenes Buch, darüber eine Person, die durch ein Tor schreitet und dahinter die Umrisse eines großen Palastes. Das Cover wirkt sehr mystisch und hat dadurch mein Interesse geweckt.
Meinung:
Der Schreibstil ist angenehm und locker. Die vielen verschiedenen Perspektive geben zusätzliche Spannung, verwirren aber auch z.T. ein wenig. Daher wirkt es ein wenig zäh und nicht immer flüssig.
Die Gliederung fand ich sehr gut gelungen. Zu Beginn des Kapitels erfährt man, um wen es geht und auch die Überschriften sind passend zum Kapitelinhalt. Weiterhin ist es nicht nur in Kapitel, sondern zusätzlich auch noch in Teile gegliedert. Diese Gliederung ist sehr gut gelungen und auch die Kapitellängen sind sehr angenehm.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, auch wenn ich zu Beginn ein wenig brauchte, um alles einzuordnen und mich mit den Charakteren zu identifizieren. Die Autorin schafft es den Leser in eine ganz besondere magische Welt zu entführen und eine spezielle Stimmung zu zaubern, dass man unbedingt mehr erfahren möchte und gebahnt den Zeilen folgt.
Besonders toll fand ich die Einflechten der Gedichte. das macht etwas poetisches und sehr besonderes aus und hat mir persönlich sehr gut gefallen. Die Gedichte runden die Geschichte sehr gut ab.
Minna und Finn haben mir besonders gut gefallen, aber auch die anderen Charaktere wurden mit sehr viel Tiefe und Herzblut gestaltet. Auch deren Emotionen und Gefühle, sowie deren Handlungen und Geschehnisse sind sehr gut nachvollziehbar und man konnte den Ereignissen gespannt folgen.
Die verschiedenen Perspektiven haben zusätzliche Spannung in die Geschichte gegeben und so konnte man, nicht nur die Emotionen und Gefühle gut nachvollziehen, sondern durch die Spannung, war man auch wie gefesselt an dieses Buch.
Vom inhaltlichen möchte ich gar nicht zu viel verraten, da ich ansonsten zu viel vorweg nehmen würde und dies möchte ich vermeiden.
Die Geschichte ist mystisch, spannend und emotional, und wird durch diese poetischen Einschübe und die spannenden Perspektivwechsel sehr gut abgerundet.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gern weiter.
Fazit:
Eine mystische und fesselnde Geschichte, die durch poetische Elemente und spannende Perspektivwechsel sehr gut abgerundet wird.
Rezensionen von Lesestern:
Die Siegeskraft des Lichts
Opferkind von Astrid Dauster; Walter Meili
"Opferkind - ich habe die Hölle überlebt, weil ich an den Himmel glaubte",von Astrid Dauster, ist im Januar 2020 im SCM Verlag Hänssler erschienen.
Astrid Dauster schildert darin sehr offen und schonungslos ihre Kindheit unter einem psychopathischen Vater, der als Führer einer Satanisten Loge agierte.
Ihre Kindheit, die unter Gewalt, Missbrauch, Prostitution und psychischem Terror stand, schildert sie in Form von Erinnerungen.
Walter Meili, als begleitender Autor und Arzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Traumata gibt hierzu fachliche Erklärungen, die dem Leser eine Einordnung manch unglaublicher Schilderungen erleichtern.
Die Essenz dieses Buches liegt bei den "Schäfergesprächen", die Astrid als "Kind des Lichts" immer dann erlebt, wenn sie aufgrund der Grausamkeiten bewusstlos wird und ihre Seele den Körper verlässt. Dabei erlebt sie Nahtod-Erfahrungen, in denen ihr Jesus in Gestalt eines Schäfers begegnet. Durch diese Erlebnisse erfährt Astrid immer wieder göttlichen Beistand und eine unmenschliche Kraft, um in ihren schrecklichen Alltag zurück zu kehren und die Realität auszuhalten. Und dieser Beistand und ihr Glaube an das Gute lässt sie diese teuflisch-grauenhafte Zeit überleben und nach dem Tod des Vater für viele Jahre vergessen.
Mein persönliches Fazit:
Ein Buch, das mich mit der Tatsache konfrontiert hat, dass es viel mehr zwischen Himmel und Erde gibt, wie wir für möglich halten.
Es hat mich beim Lesen erschüttert, dass es solche satanischen Vereinigungen gibt, mit welcher Grausamkeit sie vorgehen und welcher Ohnmacht, die Opfer ausgesetzt sind.
Die Kindheit von Astrid gleicht für mich einem Horror-Szenarium und auch das Leben danach ist noch geprägt von den Folgen.
Auch wenn für mich nicht alles verständlich und biblisch erscheint, insbesondere die Gespräche mit dem Schäfer über Vergebung, habe ich großen Respekt vor dieser leidgeprüften Frau, die an ihrem Glauben festgehalten hat, sowohl in der grausamen Kindheit wie auch später bei allen anderen Situationen und Herausforderungen.
Und die viel Mut bewiesen hat, ihr Leben offen auszubreiten, um Zeugnis zu geben.
Rezensionen von C. P.:
Lanea und wie sie die Welt sah
Das Lied der Sonne von Wolf Jennifer
Großkönig Rasmus von Valean liegt im Sterben. Das Protokoll sieht vor, dass sämtliche Prinzessinnen des Reiches zur Brautschau geladen werden, damit der Thronfolger sich eine Braut erwählt. Ein Thronfolger, den bisher noch niemand gesehen hat. Lanea bietet Häuptlingstochter Kanani an, statt ihrer den beschwerlichen Weg auf sich zu nehmen, um als falsche Prinzessin die dortigen Hofintrigen zu ertragen.
Denn Kanani und Lanea gehören zu den Bewohnern Palilans, welche von der restlichen Bevölkerung gern als Wilde angesehen und beschimpft werden. Als Lanea am Königshof dem Prinzen begegnet, geht er ihr schon bald nicht mehr aus dem Kopf. Doch das darf nicht sein, denn in Wirklichkeit ist sie keine Prinzessin, sondern nur deren beste Freundin.
Bereits die Beschreibung des Romans lässt eine gängige Story vermuten, aber wichtig ist ja immer, was ein Autor daraus macht. Von diesem Buch wurde ich leider enttäuscht. Klar, es fängt schön an mit einem quasi Südsee-Feeling, als Lanea und ihre Heimat vorgestellt werden. Anschließend reihen sich leider Klischees und Nichtigkeiten aneinander, es gibt weder spannende Momente noch irgendwelche Überraschungen oder Intrigen, alles bleibt oberflächlich.
Die Handlung wird von Lanea erzählt. Ich empfand es auf Dauer als ziemlich ermüdend, wenn sie wiederholt von Schmuck und Kleidern berichtete, die ihre grünen Augen zur Geltung brächten, oder vom leeren Blick des Prinzen, in welchen sie sich unverständlicherweise sofort verliebte. Der Liebesgeschichte fehlt jegliche Leidenschaft, von Laneas kindischer Eifersucht mal abgesehen. Zudem berichtet Lanea, die von Kapitel zu Kapitel auf mich naiver und kindischer wirkte, lieber von Nichtigkeiten und uninteressanten Gesprächen, statt spannende Momente oder Erklärungen auf Fragen zu liefern. Die versprochene Brautschau gab es ebenso wenig wie eine verbotene Liebe, da ein König sich offiziell jede Frau als Mätresse halten kann, wenn er will. Und die gesamte Handlung war eine Mischung aus Vorhersehbarkeit und unnötigen Szenen, welche die Handlung noch unsinniger machten, statt diese zu bereichern. Zudem erzeugte es bei mir schon ein inneres Augenverdrehen, wenn Lanea mal wieder voller Stolz meinte, irgendwelche Zusammenhänge erkannt zu haben, die in Wirklichkeit für jeden offensichtlich waren.
Das Buch hätte von der Idee her ganz unterhaltsam sein können. Bedauerlicherweise machen Laneas naive Sicht der Dinge sowie die unspektakuläre Erzählweise dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Spannung, Leidenschaft und Überraschungen sucht man in diesem Buch leider vergebens.
Rezensionen von yellowdog:
Trapper am oberen Missouri
Im Eissturm der Amsel von Groeper Kerstin
Im Eissturm der Amsel ist ein neuer, komplexer historischer Roman von Kerstin Groeper, der im frühen 19.Jahrhundert am oberen Missouri angesiedelt ist.
Zunächst möchte ich gerne etwas über das Cover sagen. Es sagt viel über die Message aus: Indianische Kultur, Zuneigung und Verbundenheit.
Und passt somit sehr gut zum Roman.
Auch der Titel „Im Eissturm der Amsel“ hat etwas poetisches, was sich auch im Buch wiederfindet.
Es beginnt erstaunlich dramatisch. Mit der Zeit werden 3 bemerkenswerte Figuren vorgestellt: Der Trapper Pierre DuMont, die junge Mandan-Indianerin Mato-wea und den stolzen Lakota Wambli-Luta.
Für meinen Lesegeschmack ist das Buch zu ausführlich, andererseits erlaubt der Umfang, die Figuren und ihr Verhältnis zueinander vollumfänglich auszuarbeiten und auf Details einzugehen. Dabei werden die Verhältnisse der Zeit glaubhaft beschrieben.
Das Buch ist auch deswegen eine große Leistung, weil es auf historisch belegten Ereignissen beruht.
Rezensionen von Castilleja:
Mo und Dr. Paul
Die Schule der kleinen Ponys - Ein Heuhaufen voller Geheimnisse von Anne Wolff
Monka ist zehn Jahr alt und es sind gerade Sommerferien. Es gibt viel zu tun auf dem Ponyhof ihrer Eltern, denn ausgerechnet ihre Mutter hat sich den Arm gebrochen und soll Mo nun die Ponyschule leiten. Eine ganz wichtige Aufgabe, worauf sie sehr stolz ist. Aber gemeinsam mit ihrem Pony Dr. Paul - der am selben Tag wie sie geboren wurde - schafft sie das ganz bestimmt.
Doch wer ist das geheimnisvolle Mädchen, das auf einmal überalll auftaucht und was hat sie gegen Mo und den Ponyhof? Ein Geheimnis, das sich erst nach und nach lüftet und die Spannung manchmal beinahe unerträglich macht.
Eine wunderschöne Geschichte, ein toller Schreibstil und fabelhafte Illustrationen - besonders die Hühner am Kapitelanfang haben mir sehr gefallen. Und natürlich auch die Überblickskarte zu Beginn des Buches, auf der man sich schnell noch einmal orientieren kann oder die gute Redeanlässe bietet.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Erfrischend wie ein Bad in der Nordsee
Die Tote in der Sommerfrische von Elsa Dix
Erfrischend wie ein Bad in der Nordsee kommt „Die Tote in der Sommerfrische“ von Elsa Dix daher. Ein gegensätzliches, aber interessantes Ermittlerpaar will den Tod eines Zimmermädchens aufklären. Dabei infiltrieren sie die noble Gesellschaft im Seebad Norderney und finden so einiges heraus - fesselnd und humorvoll.
Journalist Christian Hinrich zieht eine Frau aus dem Meer. Viktoria Berg wird bei ihrem Strandspaziergang auf ihn aufmerksam, geht näher und erkennt die Tote sofort. Nie und nimmer wäre das Zimmermädchen Henny freiwillig aus dem Leben geschieden, denn sie hatte grosse Pläne, wie sie Viktoria ein paar Tage vorher verriet. Auch Hinrich glaubt nicht an einen Selbstmord, dafür hat der ehemalige Kriminalreporter schon zu viel gesehen. Doch die Polizei bockt und tut so, als ob nichts wäre.
Viktoria und Christian beginnen gemeinsam zu ermitteln, das ungleiche Gespann ergänzt sich gut. Viktoria kann sich im Nobelhotel bei den Gutsituierten und vor allem bei den Frauen umhören, Journalist Christian bei den Männern. Und sie entdecken so einiges - doch wer war der wahre Täter?
"Die Tote in der Sommerfrische" ist ein spannender und interessanter Krimi, der sich im Sommer 1912 auf Norderney abspielt. Kurgäste, die flanieren und immer auf Contenance bedacht sind, darunter ein paar zwielichtige Adelsangehörige, aber auch Bedienstete, Handwerker und die Arbeiterschicht trifft man hier an.
Mittendrin Viktoria, die ihrem Vater zuliebe auf die Sommerfrische ging. Er hofft, dass sie ihre Meinung ändert und doch noch heiraten will. Aber die mutige und willensstarke Viktoria hält an ihrem Plan fest, im Herbst an einer Reformschule als Lehrerin zu arbeiten. Christian hält sich ebenfalls nicht an die Pläne seines Vaters. Der erwartet, dass sein Sohn seinen Fussstapfen folgt und Schlachter wird, Journalist ist doch kein ehrbarer Beruf. Doch genau das ist Christians Leidenschaft: fotografieren und Berichte schreiben. Auch wenn beide aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kommen: sie haben dasselbe Ziel und das Herz am rechten Fleck. Beide nicht wortfaul, geraten sie öfters aneinander. Doch die Funken fliegen auch sonst - die Anziehungskraft ist gross.
Nicht nur deshalb darf man auf weitere fesselnde Fälle gespannt sein. Elsa Dix hat mit diesem Krimi-Auftakt eine Nische gefunden, die noch nicht abgedeckt ist. Der Zeitgeist ist gut eingefangen, die Standesdünkel oft humorig beschrieben. Die Szenerie der Sommerfrische ist toll, der angenehme Sprachstil, bei der man als Leser die Gäste im Speisesaal, tortenessend in den Cafés oder badend in ihren Schwimmanzügen bildlich vor sich sieht, überzeugt und macht Lust weitere Fälle zu lesen.
Total nebensächlich, aber total toll sind auch die schönen Kapitelüberschriften.
Fazit: Ein gegensätzliches, aber enorm interessantes Ermittlerpaar vor einer wunderbaren Kulisse des Seebades - davon möchte ich unbedingt mehr lesen.
5 Punkte.
Rezensionen von Claudia R:
fesselnde Fortsetzung
Biaoren - Die Klingen der Wächter.Bd.2 von Xianzhe Xu
Klappentext:
Eine heissblütige Comicreihe aus China, die die vergangene Zeitepoche der Dynastien der Sui und Tang wiederauferstehen lässt.
Drittes Jahr der Daye-Ära (607 n. Chr.).
Unter der Tyrannei des Kaisers Yang Guang (Yangdi) der Sui-Dynastie lebt die Bevölkerung in tiefster Not.
Der über aussergewöhnliche kämpferische Fähigkeiten verfügende Glücksritter Daoma verdingt sich als Kopfgeldjäger und Geleitschützer in den Wüstengebieten der westlichen Regionen und muss sich gleichzeitig vor den Strafverfolgern des chinesischen Kaiserhofes in Acht nehmen, die auf ihn Jagd machen.
Nachdem er den hohen Herrn Chang getötet hat, der die lokale Bevölkerung tyrannisiert hatte,
nimmt er den Auftrag an, Zhishilang, den Anführer einer Rebellengruppe, nach Chang’an, der Hauptstadt des Sui-Reiches,
zu eskortieren.
Unterwegs treffen Daoma und seine Weggefährten auf den Schwertkämpfer Shu und seine Geisel Yanziniang, die von einer gewalttätigen Bande umzingelt werden.
Nachdem Daoma die beiden aus der Umzingelung befreit hat, entscheiden sie sich, sich der Reisegesellschaft anzuschliessen.
Jedoch kann die Gruppe keine Atempause schöpfen, denn alsbald erwartet sie eine weitere unerwünschte Begegnung …
Cover:
Das Cover zeigt einen weiteren Protagonisten dieser Reihe, Schwertkämper Shu mit seinem auffälligen Merkmal am rechten Auge ist sehr deutlich und gut erkennbar. Die Zeichnungen der Cover sind wirklich sehr schön und gut gelungen und die Cover passen auch farblich sehr gut zusammen, so dass auch erkennbar die Zugehörigkeit zu der "Die Klinge der Wächter" Reihe ist.
Meinung:
Zu Beginn gibt es eine kurze Zusammenfassung mit den Inhalten was bisher geschah. Da ich den ersten band erst kurz zu vor gelesen hatte, wäre dies so an sich nicht nötig gewesen, ich finde aber solche Zusammenfassungen immer sehr Praktik, falls es doch mal etwas länger her sein sollte, das man den Vorgänger gelesen hat.
Da die Bände aufeinander aufbauen und auch die Kapitel vorlaufend weitergezählt werden (dieser Band beginnt somit mit Kapitel 8), sollte man den ersten Band jedoch schon gelesen haben, denn die Kurzzusammenfassung reicht nicht aus, um wirklich alle zusammenhänge mitzubekommen und daher ist anzuraten, dass man zuvor den ersten Band gelesen hat.
Spannend geht es gleich zu Beginn weiter voran. Auch in diesem Band gefallen mir wieder die Zeichnungen und Bilder sehr und auch der Überblick bleibt sehr gut bestehen. Des Weiteren werden nach und nach zusätzliche Charaktere eingeführt und es kommen immer mehr hinzu, so dass man zwischenzeitlich ein wenig Angst hat, den Überblick bei den vielen Namen und Gesichtern zu verlieren, aber eigentlich lief dies doch ganz gut, da dadurch zusätzliche Spannung hinzukam.
Die Geschichte wurde spannend und actionreich fortgeführt. auch überraschende und unvorhersehbare Wendungen ereigneten sich und es hat sehr viel Spaß gemacht, den zweiten Band der Reihe "Die Klingen der Wächter" zu lesen. Mir hat auch dieser zweite Band sehr gut gefallen.
Fazit:
Spannende und fesselnde Fortsetzung mit tollen Zeichnungen und zusätzlichen Charakteren, die die Gruppe sehr gut ergänzen.
Rezensionen von hans.schilling@aon.at:
Sternenkrieger, Star Wars, Raumschiff Enterprise oder doch alles zusammen?
Sternenpuls von Williams Drew
Der Puls ist eine Waffe, was heißt eine Waffe, es ist DIE Waffe, die Waffe die alle Kriege beenden soll. Und es gelingt, fast. Der Puls ist eine Strahlung welche alle bewohnten und terrageformten Welten der Galaxis in einen Zustand vor der Zeit der Raumfahrt zurückschleudert. Aber es bleiben einige Welten verschont.
Die Legitimierten, eine Sekte, welche diese Waffe dereinst eingesetzt haben um den Frieden in der Milchstraße zu sichern, stehen sich einem Feind gegenüber, den sogenannten Pax, welche Planet um Planet angreifen, dessen Ressourcen an Menschen sie in Ihre Reihen assimilieren und dadurch immer mächtiger werden.
Wer hier schon einige Verweise auf andere SF-Abenteuer findet, liegt vollkommen richtig. Derer gibt es viele in diesem Roman. Sie zu finden ist nicht allzu schwer und trotzdem amüsant. Aber es ist nicht nur Military-SF, die im Übrigen sehr flott und spannend erzählt wird, ohne je zu ermüden, sondern es gibt auch wissenschaftliche Fakten, welche in diesen Text einfließen und vom Leser ein wenig mehr erwarten, als sich die Zeit mit diesen 600 Seiten zu vertreiben. Nur als Beispiel mag hier die Nanotechnologie herhalten. Auf wenigen Seiten, wird hier dargelegt wie Nanotechnologie in der Zukunft funktionieren könnte und man bekommt Lust sich näher damit zu befassen. Z.B. sei hier der Essay von Uwe Neuhold "Wann kommt der neue Mensch", erschienen in "Das Science Fiction Jahr 2019" im Hirnkost-Verlag verwiesen.
Ich möchte hier nicht allzu viel auf die weitere Handlung eingehen, denn es lässt sich in diesem rasant geschrieben Buch so vieles selbst entdecken. Auch für SIE der sie keine Science Fiction lesen, jedoch spannende Unterhaltung mit Anspruch bevorzugen, ist dieses Buch ein guter Einstieg in das Genre.
Zum Abschluss ein weiteres Easter egg: Der Name der Hauptfigur wird 400 Seiten lang tunlichst verschwiegen und als er den endlich kundgetan wird, bin ich in meine Bibliothek gegangen, habe ein schon sehr altes Buch von Edgar Rice Burroghs hervorgeholt und mit einem Schmunzeln darin geblättert.
In diesem Sinne
Hans Schilling










