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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:

Ein sehr schönes, sehr trauriges Buch, sollten viele Menschen lesen!!

Ich bleibe hier von Marco Balzano

Trina, die Protagonistin, schreibt an ihre "verlorene" Tochter, sie schreibt ihre Lebensgeschichte in schöner, schnörkelloser Sprache (gute Übersetzung!).
Ein Leben in einem kleinen Dorf in Südtirol, ein einfaches Leben, ein normales Leben vor dem Hintergrund der dramatischen Geschichte des ersten Weltkrieges, des Faschismus, der Nazizeit und schließlich der Nachkriegszeit, des technischen Fortschrittes.

Die Charaktere des Menschen scheinen aus einem Guß, sie berühren. Sie sind Sieger, obwohl sie Verlierer sind. Sie sind treu in vielerlei Hinsicht und doch können sie weder ihr persönliches Schicksal noch die Auswirkungen der politischen Ereignisse verhindern. Ihrem lebenslangen Kampf ist nicht äußerer Erfolg beschieden, er ist weitgehend erfolglos und dennoch habe ich das Gefühl, dass die Leben von Trina und Erich gelungene Leben sind, reich an ihrer eigenen Art von Liebe, Treue, Zärtlichkeit, aber auch von Zorn und Schmerz.
Ich werde das Buch verschenken an Menschen, die mir wichtig sind.
Maria Dörfler

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Rezensionen von manu63:

Antworten

Das Erbe der Macht - Band 23: Engelsfall von Andreas Suchanek

Engelsfall lautet der Titel des 23. Bandes der Serie Das Erbe der Macht von Andreas Suchanek. In diesem Band laufen die Handlungsstränge einmal mehr nebeneinander her. Zum einen gerät Jen in Gefahr und Kevin und Alex müssen auf eine gefährliche Reise gehen um Jen zu retten. Zum anderen erleben die Gefährten rund um den Monolithen eine aufschlussreiche Erinnerungsreise in die Vergangenheit, welche einige Enthüllungen und Antworten gibt.

Man merkt diesem Band an das es auf das nächste Finale zusteuert und einige Fragen werden beantwortet, teils mit sehr überraschenden Enthüllungen. Gewohnt spannend werden Bögen zu Handlungen gespannt und diese aufeinander zugeführt. Neue Perspektiven ergeben sich und das Buch endet mit einem heftigen Cliffhanger. Ich kenne mittlerweile alle Serien des Autors und er schafft es, mich immer wieder aus neue zu überraschen mir seinen Wendungen und neuen Charakteren. Der Erzählstil ist fesselnd und alles andere als langatmig oder gar langweilig. Kurzweilige Unterhaltung auf hohem Niveau.

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Rezensionen von Lealein1906:

Im magischen London um Mitternacht

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost von Laura Trinder und Benjamin Read »Trindles & Read«

„Mitternachtsstunde – Emily und die geheime Nachtpost“ ist ein tolles Kinder-/Jugendfantasybuch, das eine abenteuerliche Reise erzählt und von vielen fantastischen Dingen erzählt. Da mir aber die Hauptperson nicht hundertprozentig gefallen hat, ziehe ich einen Stern ab und es gibt vier Sterne von mir.

Eines Tages flattert ein mysteriöser Brief mitten in der Nacht in das Haus von Emily. Daraufhin verschwindet erst ihre Mutter und kurze Zeit später auch ihr Vater. Zusammen mit ihrem Igel macht sich Emily schließlich auf die Suche nach den beiden und landet kurz darauf in der „Mitternachtsstunde“ einem magischen Ort, an dem die Zeit angehalten wurde, damit die Magie überleben kann. Ob Emily ihre Eltern wiederfinden kann?
Die Idee für dieses Fantasywelt und auch, wie sie beschrieben wird, hat mir sehr gut gefallen. Es gibt viele fantastische Wesen und tolle Figuren zu entdecken. Das magische London ist natürlich auch ein toller Schauplatz für solche Geschichten. Diese Welt zu erkunden hat auf jeden Fall Spaß gemacht und auch der Spannungsbogen wird stets hochgehalten. Langweilig wurde dieses Buch nicht. Der Schreibstil ist der Zielgruppe entsprechend angepasst und lässt nichts auszusetzen.
Auch wenn viele Figuren toll sind, muss ich sagen, dass Emily mir manchmal nicht ganz so gut gefallen hat. Unfassbar zum Beispiel, wie viel sie am Schreien und Brüllen ist. Das hat mir weniger gefallen. Obwohl sie mir natürlich auch nicht furchtbar unsympathisch ist. Und sie hat Mut, das muss man ihr lassen. Trotzdem konnte ich mich nicht ganz mit ihr identifizieren und manchmal ist sie mir ein bisschen auf die Nerven gegangen.
Aber trotz des kleinen Kritikpunkts eine herzliche Leseempfehlung und ich würde mich auch freuen, wenn es noch einen zweiten Teil geben würde. Achja und ein tolles Extra ist noch, dass Teile vom Cover im dunklen leuchten.

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Rezensionen von Inak:

Larissas Vermächtnis von Katrin Biber

E

in wirklich berührendes Buch, dass Trauer aus unterschiedlichen Seiten und Perspektiven zeigt. Es regt zum Nachdenken an und wird mir sicherlich zukünftig sehr hilfreich im Umgang mit Trauer sein. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen, nachdem ich es nicht mehr weg legen konnte, gelesen. Definitiv empfehlens- und lesenswert!

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Rezensionen von yellowdog:

sprachlich reizvoll

Offene See von Benjamin Myers

Offene See ist nicht nur eine Coming-of-age-Geschichte sondern auch die Geschichte einer Begegnung. Die Handlung setzt in England kurz nach dem Krieg ein. Der 16jährige Robert macht sich auf die Wanderschaft, um ein vorhersehbaren Schicksal zu entgehen, dem Leben als Bergmann unter Tage. Robert möchte erst herausfinden, was es noch gibt.

Durch Zufall lernt er Dulcie kenne, eine Frau mittleren Alters, die in einem Cottage in Yorkshire, nahe des Meeres lebt und ihn in vielen Gesprächen mit verschiedenen Aspekten des Lebens bekannt macht, z.B. auch mit Literatur und Poesie. Und sie ermutigt ihn, mehr aus sich zu machen.
Ihre Gespräche und zeitweiliges Zusammenleben fand ich originell und gut geschrieben. Überhaupt verfügt der Autor Benjamin Myers über eine poetische Sprache. Ein Stil, den ich sehr mag.

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Rezensionen von la_stellina:

Arno Bussi ermittelt wieder

Die Toten vom Lärchensee von Joe Fischler

Das lange warten hat ein Ende. Heute erscheint „Die Toten vom Lärchensee“ von Joe Fischler, der zweite Fall für Arno Bussi. Arno Bussi wird erneut von Wien nach Stubenwald in Tirol beordert. Er soll dort in einem fünf Jahre alten Cold Case ermitteln. Schon bald befindet er sich mitten in den Ermittlungen, als ein weiterer Mord geschieht, der in Zusammenhang mit den geplanten Alpen-Chalets am Lärchensee stehen könnte.

Als wäre die Mordermittlung noch nicht genug, muss er verhindern, dass sich die Einheimischen gegenseitig an die Gurgel gehen, entdeckt auch die eine oder andere Liebelei und erlebt auch selbst, im wahrsten Sinne des Wortes, eine heiße Nacht. Doch je widriger die Umstände, umso engagierter ist Arno und so löst er auch diesen Fall im handumdrehen. Für den Leser leider viel zu früh. Der Krimi steht dem ersten Teil der Reihe, „Der Tote im Schnitzelparadies“ um nichts nach und war meines erachtens etwas realistischer als sein Vorgänger. Ein sehr lockerer und unterhaltsamer Tirolkrimi. Ich bin schon gespannt auf Teil drei.

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Rezensionen von yellowdog:

In der Krise

»Male oscuro« von Ingeborg Bachmann

Nach der Trennung von Max Frisch Mitte der sechziger Jahre war Ingeborg Bachmann am Boden zerstört. Körperlich und psychisch angeschlagen musste sie sich im Krankenhaus behandeln lassen.
In diesem Zusammenhang entstanden ihre Traumprotokolle und ihre Briefe, meist an ihre Ärzte. Im Mittelpunkt steht die Trennung und die Krankheit.

Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit ist ein treffender Untertitel.

Unbedingt lesen muss man das aus literarischer Sicht nicht. Wenn man aber genügend Interesse an der Schriftstellerin und Dichterin hat, wird es doch spannend, da sich in manchen der Literaturbetrieb dieser Zeit widerspiegelt. Etwas auskennen sollte man sich aber und Max Frisch, Paul Celan, Siegfried Unseld, Ilse Aichinger, Günter Eich, Hans Werner Henze u.a., um das in Zusammenhang sehen zu können.
Hinzu kommt noch ein großer editorischer Anteil.

Für mich persönlich war das Buch in Teilen lesenswert.

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Rezensionen von C. P.:

Spannende Fantasy mit raffinierten Überraschungen

Die 12 Häuser der Magie, Schicksalskämpfer von Andreas Suchanek

Der zweite Band der Trilogie um Schicksalswächter Nicholas Ashton kann sich sehen lassen. Die Clique um Nic, Jane, Matt, Liz und Angelo versucht weiterhin, die Befreiung des „Dämons“ zu verhindern. Doch die Zeit läuft, die Fäden des Schicksals wurden raffiniert gesponnen. Wird sich die Prophezeiung erfüllen, dass der Dämon zurückkehrt? Werden Nic und Liz der Schlüssel sein, welcher den Dämon in seine Freiheit entlässt?
Der zweite Teil setzt direkt an den ersten an – Jane und Matt sind in den Tiefen des Schwarzen Spiegels verschollen, während Nic und Liz im SafeHouse des früheren Erfinders Chavale festsitzen.

Natürlich erfährt man als Leser, wohin Jane und Matt jeweils verschwunden sind – vor allem Matts Schicksal hat diesmal einen überaus faszinierenden Teil der Story ausgemacht, der mich richtig begeistern konnte. Zudem erfährt man endlich mehr über die mysteriöse Apparatur, welche Nics Vater in seinem geheimen Keller stehen hat und die bereits zu Beginn des ersten Bandes zum Einsatz kam. Und es gibt Erstaunliches über Nic und dessen Bestimmung. Ich muss sagen, mit dieser Wendung, was Nic betrifft, hat mich der Autor vollends überrascht, wobei das längst nicht der einzige Wow-Moment im Buch war. Spannung, Überraschungen und Twists geben sich quasi die Hand, für die frechen Sprüche sorgt diesmal hauptsächlich der kleine Familiaris Nox, während Nic im Vergleich zu Band eins schon deutlich souveräner auftritt. Zum Ende hin darf man sich auf einen genialen Cliffhanger gefasst machen – der Dämon bekommt ein Gesicht!
Wer rasante Fantasy mit genialen Überraschungen und ein paar frechen Sprüchen liebt, wird um diese Trilogie wohl nicht herumkommen. Ein absolutes Lese-Highlight – überzeugt euch selbst!

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Rezensionen von Petra Gruber:

Italiens vergessene Geschichte

Ich bleibe hier von Marco Balzano

Vor drei Jahren las ich Bolzanos Roman „Das Leben wartet nicht“, in dem es um einen kleinen Jungen aus Sizilien geht, der ganz alleine in den Norden geschickt wird, um dort Arbeit zu finden. Und das in den 50er Jahren. Ein trauriges Kapitel europäischer Geschichte, von dem ich nichts wusste. Der Roman hat mich tief bewegt, einerseits die Widerstandsfähigkeit dieses Jungen, Ninetto, andererseits die Tragik des Aufwachsens in bitterer Armut.

In seinem neuen Roman widmet sich Bolzano wieder einem unschönen Kapitel der italienischen Geschichte. Diesmal geht es um das kleine Dorf Graun in Südtirol und das Vinschgau. Erzählt wird diese Geschichte über die fiktiven Charaktere Trina und Erich. Nach dem 1. Weltkrieg kam Südtirol zu Italien, vom Krieg relativ unbehelligt, lebte man im Tal einfach weiter wie immer. Doch dann kamen die italienischen Faschisten an die Macht, Deutsch wurde verboten, die einheimische Bevölkerung diskriminiert, zum Auswandern gezwungen, Italiener aus dem Süden angesiedelt. Trina, eine junge Frau, gerade fertig mit der Lehrerausbildung, bekommt keinen Job, ihre Familie beschließt aber nicht nach Deutschland ins „Reich“ zu gehen, heimlich, in Untergrundschulen gibt sie Unterricht auf Deutsch. Ihr Mann Erich hasst die Faschisten, doch ihn treibt das nicht, wie viele andere, in die Arme der Nazis, in den viele große Hoffnungen setzen, auch, dass er das Staudammprojekt, das das Dorf bedroht stoppen würde. Viele Männer melden sich freiwillig zum Krieg, doch Erich desertiert, gemeinsam mit Trina geht er in die Berge. Wie die Geschichte ausging, dass Hitler den Krieg verlor und der Stausee am Ende, gegen allen Widerstand doch gebaut wird, ist bekannt. Jeder kennt ein Foto des Stausees, aus dem noch der Kirchturm ragt, inzwischen ein beliebtes Fotomotiv und Anziehungspunkt für Touristenmassen, die nicht wissen, welch bewegte und traurige Geschichte dahinter steckt, wie viele Familien entzweit wurden, wie viele Menschen ihr Leben lassen mussten.

Fesselnd und sehr persönlich wird die Geschichte aus Sicht Trinas erzählt, erst noch eine junge, unbeschwerte Frau, später noch immer mutig, aber vom Leben gezeichnet. Ihre Familie steht exemplarisch dafür, wie Faschisten und Nazis Familien entzweien, Dorfgemeinschaften zerstören und aus einem idyllischen Tal eine Gegend voller Zwist und Sorgen machen. Es gibt keine richtigen Entscheidungen, man kann nur nach den eigenen Moralvorstellungen leben, was richtig und falsch ist wird von anderen entschieden. Oder von der Geschichte. Die kritischen Geister stehen ziemlich alleine da.

Ich finde es großartig, wie Bolzano in seinen Romanen vergessenen Schicksalen und Nebenschauplätzen der großen europäischen Geschichte ein Denkmal setzt und sie vor dem völligen Vergessen bewahrt.

Gleichzeitig versteht er es wunderbar, authentische und vielschichtige, sehr menschliche Charaktere zu erschaffen, beim Lesen werden sie lebendig und man ist beinahe überzeugt, dass es sie wirklich gegeben hat.

Kritisch, faszinierend, großartig geschrieben. Marco Balzano ist ein Autor, der emotional erzählen kann und dabei nie die Fakten aus den Augen verliert. Große Erzählkunst!

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Rezensionen von yellowdog:

Reyhan Sahins Weg

Lady Bitch Ray über Madonna von Lady Bitch Ray

Dieses Buch der Rapsängerin Lady Bitch Ray besitzt eine große Intensität, die auch den ganzen Text über aufrechterhalten bleibt. Das ist schon eine Qualität.
Über Madonna erfährt man nicht viel neues. Vielmehr spricht Reyhan Sahin alias Lady Bitch Ray über ihre Kindheit und Karriere und wie sie von Madonna beeinflusst wurde.

Das bezieht sich aber weniger auf musikalischer Einfluß, da glatte Popmusik und provokanter Rap wenig gemeinsam haben. Es ist Madonnas selbstbewusstes Auftreten und ihre religiösen wie sexuellen Themen, die auch die Sängerin aus Bremen-Gröpelingen interessierte. Aber auch kritische Aspekte werden nicht ausgespart. Die feministischen Aspekte greifen!

Reyhan Şahin schreibt überaus ehrlich über ihre Empfindungen und Schwierigkeiten im Musik- und Kulturbetrieb, etwa auch ihr Rauswurf bei Radio Bremen oder wie sie wenig Geld verdiente, da ihr Ansehen bei vielen gering war oder sie auf ihre türkische Herkunft oder ihre akademische Leistung reduziert wurde. Sie hat´s nicht leicht gehabt, ihr wurde es schwer gemacht.
Es war, interessant, einmal einen Einblick nehmen zu können.

Nur wenige Sätze des Textes wirken konstruiert, ansonsten ist das Buch ehrlich und kann als gelungen bezeichnet werden.

Leser, die nur Madonna-Fans sind und Lady Bitch Ray vielleicht nicht einmal kennen, sind bei diesem Buch vermutlich falsch.

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