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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Claudia R:

Wohlfühlbuch

Kirschkuchen am Meer von Anne Barns

Klappentext:

Völlig unerwartet taucht eine Fremde auf der Seebestattung von Maries Vater auf, zu dem sie selbst in den letzten Jahren kaum noch Kontakt hatte. Niemand scheint sie zu kennen. Es gibt nur einen Hinweis zu dieser Frau, und der führt nach Norderney. Mit zwiespältigen Gefühlen, aber festentschlossen das Geheimnis zu lüften, das Marie hinter dem Erscheinen dieser Frau vermutet, fährt sie von Hooksiel aus auf die beschauliche Nordseeinsel.

Und wirklich: Zwischen Dünen und Meer lernt Marie ihren Vater hier noch einmal neu kennen. Es kehren Erinnerungen zurück an warmen Kirschkuchen und Sommertage voller Genuss, Sonne und Glück.

Cover:

Ein wunderschönes Cover, dass Lust auf Meer macht. Die Cover von Anne Bars sind immer sehr appetitlich und wunderschön gestaltet. Auf diesem sieht man einen Kirschkuchen, einige vereinzelte Kirschen und Muscheln, die das Cover abrunden und auch der verschnörkelte Schriftzug gibt eine ganz eigene Stimmung preis.

Meinung:

Ich durfte schon einige Bücher von Anne Bars lesen und lasse mich immer wieder sehr gern von ihr an die Nordsee entführen. Es macht einfach sehr viel Spaß ihre Bücher sehr zu lesen. Daher hatte ich mich auch schon auf dieses Buch sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht.

Der Schreibstil ist locker, leicht und sehr angenehm zu lesen. Man kann die Gefühle und Empfindungen sehr gut nachvoll ziehen und es wird alles sehr detailliert und bildlich beschrieben. Auch die Emotionen und Gefühle werden sehr gut rübergebracht und die Handlungen und Ereignisse sind nachvollziehbar und schlüssig, hinzu kommt eine ganz besondere Prise Humor und sympathische, liebenswerte Charaktere.

In diesem Band dreht es sich um Marie, die vor kurzem ihren Vater verloren hat, zu dem sie jedoch seit vielen Jahren schon keinen richtigen Kontakt mehr hatte. Zudem läuft es momentan in ihrer Beziehung mit Marc auch nicht so richtig gut und sie ist sich da sehr unschlüssig. Kurzerhand wäre eine kleine Auszeit momentan recht gut und so stimmt sie, nach einiger Überzeugungsarbeit, zu, dass ihre Oma, Mutter und sie sich einige Tage Auszeit an der See nehmen und zur Seebestattung ihres Vaters fahren. Dies soll ihr Leben verändern.

Doch an dieser Stelle möchte ich nun nicht zu viel verraten. Das liest jeder am besten selbst.

Die Geschichte ist sehr liebevoll und mit sehr viel Herzblut geschrieben. Man merkt die Liebe zum Detail und zu den Charakteren. Es wird alles sehr schön beschrieben und man gleitet regelrecht durch das Buch. Ein richtiger Wohlfühlroman, der eine wunderschöne Stimmung verbreitet und sehr viel Spaß macht. Die Charaktere sind einfach extrem toll gestaltet und man muss sie einfach lieb haben. Vor allem in Marie, aber auch ihre Schwester und Oma habe ich mich innerhalb kürzester Zeit verliebt. Toll war auch, als die den "Drei-Generationen-Powerfrauen" Chat eröffnet haben. Es gab so viele tolle Momente in diesem Buch und es gibt so viel Wäre und Emotionen wider, so dass man sich richtig aufgenommen in diese Familie fühlt und mit ihnen die Ereignisse erlebt. Man fühlt regelrecht mit Marie mit und erlebt ihre unterschiedlichen Emotionen und Gefühle und kann diese auch sehr gut nachempfinden.

Anne Bars schafft es immer wieder den Leser in ihre Geschichte mit zunehmen und ihn Teil, an ihren Charakteren und ihre Geschichte, haben zu lassen.

Ein wundervoller Abschluss sind dann auch wieder die Rezepte am Ende des Buches. Diese runden das Gesamte wieder sehr gut ab.

Eine wundervolle Geschichte, mit einzigartigen und sehr sympathischen Charakteren, die ein Wohlfühlambiente schaffen und dem Leser ein wahres Lesevergnügen bereiten.

Fazit:

Wohlfülbuch mit tollen, sympathischen Charakteren und einer gelungenen Geschichte, die mich begeistern konnte.

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Rezensionen von Claudia R:

mystisch und spannend

Projekt Mimesis - Die Insel der künstlichen Kinder von Simak Büchel

Klappentext:

Seit der 11-jährige Jorin von seiner Pflegefamilie abgehauen ist, schlägt er sich mehr schlecht als recht durch. Doch dann ändert sich sein Leben schlagartig: Ein geheimnisvoller Agent taucht auf, der ihn für einen Undercover-Einsatz gewinnen will und der Milliardär Borax Dosch nimmt ihn in das Mimesis-Projekt auf, eine Schule für benachteiligte Kinder – die auch noch mitten auf einer paradiesischen Insel liegt.

Aber ist hier wirklich alles so harmlos, wie es auf den ersten Blick scheint? Jorin bleibt nicht viel Zeit, um hinter das Geheimnis zu kommen, denn er schwebt selbst in höchster Gefahr …
Vielschichtige Story über Künstliche Intelligenz, Menschlichkeit und Machtgier
Projekt Mimesis – Die Insel der künstlichen Kinder ist ein Kinderbuch ab 10 Jahren für Jungen und Mädchen, die spannende Geschichten lieben. Geheimnisvolle Agenten, ein mysteriöser Geheimbund und ein merkwürdiges Internat – eine ungewöhnliche Agentengeschichte mit einem sympathischen Antihelden. Für alle die Bücher wie Die geheime Benedict-Gesellschaft oder Young Agents lieben. Projekt Mimesis ist bei Antolin gelistet.

Cover:

Das Cover finde ich sehr schön und zugleich auch sehr geheimnisvoll. Es ist richtig gut gearbeitet und sieht aus wie ein verschlussbarer Umschlag mit einem mystischen Symbol darauf und sehr gut verarbeitet. Mir hat das Cover sehr zugesagt und ich finde es richtig gut gelungen.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, daher lässt es sich sehr leicht und locker lesen.

Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und auch die Schriftgröße ist sehr gut und altersentsprechend gestaltet. Die Kapitelanfänge sind wunderschön gestaltet und die kleinen Illustrationen runden das Gesamtkonzept des Buches sehr gut ab. Die Gestaltung und Gliederung hat mir sehr gut gefallen.

Jorin ist 11 Jahre alt und von seiner Pflegefamilie abgehauen, seit dem schlägt er sich alleine durch. Er hat für sein Alter schon einiges durchgemacht und erlebt eine Niederlage nach der nächsten. Auf einem Friedhof untergekommen wird er von einer Bande ausgeraubt, aber das liebste konnte ihm nicht gestohlen werden, das Bild seiner Familie. Doch dann ändert sich alles. Er trifft auf einen hochgewachsen Mann, der ihn mitnimmt, zu einer ungewöhnlichen Schule, in der er als Undercover Agent, für den Milliardär Borax Dosch ins Projekt Mimesis, aufgenommen werden soll. Alles ist zu Beginn etwas verwirrend und mystisch, doch dies erklärt sich nach und nach.

Was es mit alle dem auf sich hat und ob all das so harmlos ist, wie es scheint und was es dabei auch mit seinen Eltern auf sich hat, das erfahrt ihr in diesem spannenden und fesselnden Buch. Zu viel vom Inhalt möchte ich daher nicht verraten.

Die Geschichte ist aus Sicht von Jorin in der Erzählperspektive geschrieben. Darin musste ich mich erst ein wenig gewöhnen, da zumeist man eher die Ich-Perspektive verwendet. Dennoch kam ich sehr gut mit dieser Perspektive zurecht und kam auch sehr gut und schnell in das Geschehen hinein. Die Geschichte wird sehr spannend und fesselnd beschrieben. Die vielen kleinen Kapitel sind sehr angenehm und vereinfachen und verbessern, gerade für jüngere Leser, den Lesespaß.

Mir hat diese wunderschöne und durchaus sehr fesselnde und spannende Geschichte sehr gut gefallen und ich finde, dass diese nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern durchaus auch für Erwachsene sehr gut geeignet ist.

Toll fand ich auch die Karte ganz am Beginn des Buches. Solche Details runden ein Buch immer sehr schön ab und man merkt, dass sich sehr viele Gedanken gemacht wurden und sehr viel Liebe zum Detail mit eingesteckt wurde.

Der Erzählungen und Handlungen sind detailliert und bildlich, so dass man der Geschichte sehr gut folgen kann. Durch die Ereignisse und Erzählungen ist es durchaus auch sehr mystisch und spannend, an einigen Stellen auch sehr humorvoll und bringt den Leser zum Schmunzeln. Eine sehr schöne Mischung und man möchte das Buch, wenn man einmal angefangen hat, gar nicht mehr aus der Hand legen.

Fazit:

Eine wundervolle, mystische und spannende Geschichte nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene geeignet.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Für Zehnjährige schon komplex und gruselig

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost von Laura Trinder und Benjamin Read »Trindles & Read«

Ich habe mich bei dem Buch ja sofort in das Cover verliebt und "in echt" ist es noch mal grandioser, einzelne Elemente davon leuchten nämlich im Dunkeln. Emilys Augen wirken dann so richtig gruselig. Uaaaah!
Bei Tageslicht sieht Emily samt Igelchen ja eher niedlich aus und deshalb hat das Cover bei mir auch einen völlig falschen Erst-Eindruck hinterlassen.

Denn tatsächlich ist die Fantasygeschichte alles andere als niedlich!
Für Zehnjährige finde ich es teilweise schon ganz schön heftig, relativ brutal und sehr gruselig. Die zehnjährige Co-Leserin ist aber nach dem Lesen der Harry Potter Bänden deutlich abgebrühter und gibt genau das mit: "Wenn man Harry Potter gelesen hat, ist das Buch hier nicht so sehr gruselig. Wenn man aber etwas ängstlicher beim Lesen ist, dann darf man das Buch mit Zehn noch nicht lesen."

Ihr Kritikpunkt ist ein anderer: sie fand die Handlung teilweise ziemlich verwirrend - mit all den merkwürdigen Geschöpfen und der eigenen Logik in der Mitternachtsstunde kann ich der Einschätzung folgen, ging mir auch so.

Emiliy als Charakter ist super, sie ist richtig rotzig und nicht auf den Mund gefallen und spart auch in Extremsituationen nicht mit ihren Sprüchen.
Kostprobe gefällig?
"Sorry, aber wir sind hier nicht in Herr der Ringe und ich bin nicht ihr verdammter Frodo"
Fanden wir klasse!
Emily hat ihr loses Mundwerk von ihrer Mutter, auch diese spart nicht mit Sprüchen, am besten hat mir ihre Lebensweisheit: "Gerate nie wissentlich in eine Snack-Unterversorgung" gefallen.

Vom kleinen Igel Hoggins haben wir uns mehr Präsenz im Buch erwartet, dieser war gar nicht so sehr im Mittelpunkt.

Insgesamt waren wir ein klein wenig enttäuscht, weil wir mit großen Erwartungen ans Lesen gegangen sind, das Fazit der Tochter:
Wenn es Band 2 in der Stadtbibliothek gibt, würde ich ihn wieder lesen, mein Taschengeld würde ich aber nicht dafür opfern.

Geeinigt haben wir uns auf 4 Punkte - wobei die Tochter hier großzügiger als ich war.

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Rezensionen von Claudia R:

50 Jahre WW - tolle Rezepte

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost von Laura Trinder und Benjamin Read »Trindles & Read«

Klappentext:

50 Jahre Erfolge feiern. Mit diesem Buch kommen die beliebtesten 50 Rezepte der letzten 50 Jahre neu interpretiert auf den Tisch. Probiere z.B. die wärmende Lauchcremesuppe mit Krabben, den Tafelspitz mit grüner Sauce, das würzige Kartoffel-Ei-Gratin mit Tomaten und Zucchini, die Créme-Brûlée-Tarte oder den saftigen Mango-Chili-Burger.

Genieße die Zeitreise mit WW - kulinarisch und informativ! Denn neben tollen Rezepten haben wir auch jede Menge spannender Faktenaus 50 Jahren WW zusammengetragen. Viel Spaß beim Kochen, Stöbern und Genießen!

Cover:

Der Hintergrund des Covers ist in golden Farbton gehüllt und glänzt sehr schön. Dies passt sehr gut zu dieser Jubiläumsausgabe. Desweiteren ist groß eine 50 zu erkennen und in dieser sind viele tolle Bilder von Rezepten, Personen und Gerichten erkennbar. Das Cover finde ich sehr passend zum Buch und hat mir gut gefallen.

Meinung:

Ganz zu Beginn bekommt man eine kurze Übersicht und Einblick in das WW Prinzip und die verschiedenen Pläne. So bekommt man eine grobe Übersicht über die Prinzipien. Danach geht es auch schon über die ersten Fakten rund um WW los und man erhält einen ersten Einblick über die letzten 50 Jahre.

Darauf folgen die ersten Rezepte. Diese sind sehr gut aufgebaut und auch sehr einfach und gut erklärt. Auch hier erhält man die Übersicht der Punkte nach dem entsprechenden Plan farblich hervorgehoben. Des weiteren ist bei jedem Rezept sehr gut erkennbar, was benötigt wird, wie lange es dauert und ob es z.B. vegan, glutunfrei, nussfrei oder wie auch immer ist. Viele hilfreiche Informationen erhält man hier auf einem Blick und es ist sehr gut gegliedert und übersichtlich.

Auch die entsprechenden Fotos sind sehr ansprechend, so dass man gleich Lust bekommt los zu legen und zu Kochen und zu Backen.

Neben den tollen Rezepten erhält man ab und zu auch einige sehr hilfreiche Tipps und die Rezepte sind sehr einfach und praktikabel erklärt. Die Beschreibungen sind sehr gut nachvollziehbar und es lässt sich auch meist einfach und schnell nachkochen.

Zwischendurch findet man auch immer wider sehr interessante Rückblicke auf die letzten 50 Jahre von WW und erhält einige sehr tolle Einblicke auch in die einzelnen Epochen und Entwicklungen. Viele davon war sehr interessant und wissenswert.

Ein wirklich sehr tolles Rezeptbuch mit tollen Rezepten und Informationen, die sehr gut erklärt wurden und auch einen tollen Einblick in die WW-Welt der letzten 50 Jahre gewährt haben.

Mir hat dieses Kochbuch und auch die Informationen sehr gut gefallen.

Fazit:

Ein tolles Kochbuch mit tollen Rezepten und dazu interessante und wissenswerte Information über WW.

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Rezensionen von barbara.liest:

Heldinnen in unterschiedlichen Zeiten

Das Haus der Frauen von Laëtitia Colombani

Das Haus der Frauen erzählt die Geschichte von unterschiedlichen Pariser Frauen in unterschiedlichen Positionen.

Im Vordergrund stehen die alleinstehende Anwältin Solene, die nach einem Burn-Out auf Rat ihres Psychologen eine ehrenamtliche Tätigkeit als Schreiberin im "Palast der Frauen" annimmt sowie Blanche Peyron, Mitglied der Heilsarmee und Mutter von 6 Kindern, die das Haus der Frauen 1920 eröffnet hat.

Die Autorin geht dann auch noch auf verschiedene Schicksale der Bewohnerinnen ein, sowohl in den Anfängen des Palasts der Frauen als auch in der Gegenwart.

Das Buch ist leicht zu lesen, man kann den Geschichten sehr gut folgen auch wenn abwechselnd von Solene und Blanche berichtet wird.
Es ist mein erstes Buch der Autorin und mir hat es wirklich gut gefallen.

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Rezensionen von heinoko:

Ein poetisches Kleinod

Offene See von Benjamin Myers


Ein kleines Buch ist das. Mit einem symbolträchtigen Cover, dessen Bedeutung sich erst im letzten Drittel erschließt. Mit einem für den Umfang des Buches geradezu gewaltig festen Einband, so als müsste der zarte, der leise Inhalt unbedingt beschützt werden. Und mit einem Lesebändchen, ungewöhnlich für 260 Seiten, und doch sehr gut, denn man braucht länger für dieses Buch, nein, man sollte länger brauchen für dieses Buch.

Immer wieder für ein paar Seiten eintauchen in die berauschend schöne Sprache, dann das Lesebändchen einlegen und wieder ein Stück weit, durch die Poesie gestärkt, durch den Alltag gehen. Ja, solche Leser wünscht sich das Buch.

Es ist kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Der 16-jährige Robert will nach Beendigung der Schule für ein paar Wochen ausbrechen aus seinem vorbestimmten Lebensweg. Er will für eine begrenzte Zeit Freiheit erleben, bevor er sich dem Diktat der Familie ergibt, nämlich im Kohlebergwerk unter Tage zu arbeiten, so wie Generationen vor ihm. Er macht sich zu Fuß auf quer durch England bis zum Ort seiner Sehnsucht, der offenen See. Er lebt in, er lebt mit der Natur und staunt. Für eine kleine Mahlzeit übernimmt er Hilfsarbeiten. Und wandert weiter. Bis er Ducie kennenlernt, eine eigenwillige ältere Frau, die in einem heruntergekommenen Cottage lebt. Aus einer kurzen Rast wird ein ganzer Sommer, in dem er durch Dulcie und durch die Gespräche mit ihr ihre unkonventionellen Gedanken und Ansichten und damit eine ganz unerwartet neue Sicht auf die Welt erfährt. Dulcie bekocht ihn mit Schätzen aus der Natur und aus ihrer prall gefüllten Speisekammer, Robert beginnt mit Reparaturen rund ums Haus. Als er dabei ein Manuskript mit Gedichten findet, das Dulcie gewidmet sind, reagiert diese schroff und ablehnend…

Die Sprache dieses Buches macht in ihrer Schönheit fast trunken, eine große Leistung der beiden Übersetzer übrigens. Man möchte Satz für Satz, Bild für Bild sammeln und nie mehr vergessen. Es wird erzählt von Menschen, in deren Herzen der Krieg als „toxischer Samen“ verbleibt. Robert als alter Mann, der Kunst versteht als den „Versuch, den Moment in Bernstein zu gießen“. Und mit der Gewissheit, dass „im Schweigen die Poesie liegt“. Weise Gedanken verknüpfen sich mit ausgedachten Geschichten, Reales und Erträumtes vermischen sich mit Gefühlen. „Ein gutes Gedicht bricht die Austernschale des Verstandes auf, um die Perle darin freizulegen.“ Ein poetisches, feines und kluges Buch.

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Rezensionen von begine:

Zwischen Irak und Ruhrpott

Im Bauch der Königin von Karosh Taha


Die Autorin Karosh Taha ist Zaxo im Irak geboren und kam mit 10 Jahren ins Ruhrgebiet.
In ihrem Roman „Im Bauch der Königin“ zeichnet sie die verschiedenen Ansichten der kurdischen Frauen in Deutschland.
Da geht es die kurdische Kultur und die freizügigere Perspektive. Man erfährt von den Frauen, die von ihren Männern verlassen wurden und ihr Leben meisterten.

Die Kinder sind dann immer die Leidtragenden.

Karosh Taha schreibt mit eigenwilliger Sprache einen interessanten Roman mit Ernsthaftigkeit und leisem Humor.

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Rezensionen von Rinaldo:

Nette Erinnerungen

Kindheit am Bergisel Erinnerungen an Innsbruck von Christine Zucchelli / Gerhard Lagger

Ein sehr nettes Zeitdokument, welches nicht nur die "Bergisler", sondern auch mich, als ehemaligen "Pradler" daran erinnert, wie bescheiden und trotzdem zufrieden wir als Kinder Anfang der 40-er Jahre waren. Vieles aus der Zeit, nicht nur die beschriebenen damals üblichen Spiele, wie Tschanggelen, Watschelen, Tozn hacken usw.

, dürfte leider beinahe schon in Vergessenheit geraten sein. Der Inhalt dieses Büchleins, in der gewohnt angenehmen Ausdrucksweise der Autorin, könnte allen Innsbrucker Jahrgängern ein Lächeln in ihr vielleicht schon ein wenig faltiges Gesicht zaubern.

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Rezensionen von S.:

Jüdische Geschichte in Berlin

AHAWAH. Das vergessene Haus von Regina Scheer

AHAWA heißt Liebe. Was für ein Haus trägt diesen Namen? Nun, zum Beispiel befand sich die Schule der Autorin darin. Ein altes, verwinkeltes Haus mit ungewöhnlicher Raumaufteilung. Und mit ungewöhnlicher Geschichte.
Diese und die Schicksale vieler Menschen, die darin Zeit verbracht haben, möchte Regina Scheer aufarbeiten.

Was hat der Bau in der Berliner Auguststraße nicht alles hinter sich. Dort untergebracht waren eine Mädchenschule, ein Krankenhaus, eine Kinderkrippe, eine Kindervolksküche, eine Kleiderkammer, Obdachlose. Alles in jüdischem Glauben, mit selbstlosen Ideen gestaltet. Auch ein dunkles Kapitel wurde hier geschrieben: hier befand sich eine Sammelstelle für den Abtransport jüdischer Menschen.
Akribische Recherche in Archiven, Listen, Büchern und viele, sehr viele Gespräche mit Bewohnern dieser Gegend liegen zugrunde.
Sehr deutlich tritt der Wunsch der Autorin zutage, die Geschichte des vergessenen Hauses offen zu legen. Nicht nur dieses Hauses, auch umliegende Gebäude und Straßen werden mit historischen Fakten näher gebracht.
Fotos veranschaulichen ein wenig, wie das Leben in diesem Haus ablief.
Eine Aktualisierung bzw. Ergänzung vervollständigt das Geschriebene.
Verlegt vom Aufbau Verlag.

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Rezensionen von yellowdog:

Auftakt der Serie

Biker Tales: Das dunkle Herz von Sandra Binder

Das dunkle Herz ist der Auftakt der Reihe Biker Tales.
Im Mittelpunkt steht Bea, die nach einer Trennung zurück in ihr altes Heimatkaff Wolfville in Nevada kommt.
Ihr damaliger Freund Charlie ist inzwischen Vizepräsident eines harten Biker-clubs. Die Rocker von Satan´s advocates wirken gefährlich.

Der Ansatz, der mich interessierte ist die latente Wut, die in Bea schlummert. Das war auch der Grund, warum sie damals wegging. Sie wollte ihrer Wut, Alkohol, Kriminalität entgehen.
So ganz hat mich die Umsetzung dieses Aspektes aber nicht überzeugt. Die behauptete Toughness von Bea hätte ich gerne mehr gespürt. Sie ist zwar oft sarkastisch, aber gegenüber Charlie fühlt sie sich schwach.
Dafür ist die Gefahr in Wolfville ins soziale Abseits zu geraten schon real. Beas Mutter ist langjährige Alkoholikerin.

Was mir gut gefallen hat, waren die rabiaten Wortgefechte zwischen Bea und Charlie, das hatte etwas von Stolz und Vorurteil.

Sandra Binder konnte nicht alle guten Ansätze komplett umsetzen, aber dafür war das Buch letztlich auch zu kurz. Nicht zu kurz hingegen ist die schwere Atmosphäre gekommen.

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