Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Humorvoll und spannend
Die Toten vom Lärchensee von Joe Fischler
Inhalt:
Gruppeninspektor Arno Bussi muss seine Zeit in Wien in der langweiligen Kriminalstatistik absitzen. Umso erfreuter ist er, als er wieder nach Tirol geschickt wird, um einen Cold Case zu lösen, diesmal in Stubenwald. Fünf Jahre zuvor ist dort der Seewirt im Lärchensee ertrunken, was von dem zuständigen Polizeibeamten voreilig als Unfall abgetan wurde.
Kaum fängt der Arno an zu ermitteln, gibt es einen neuen Todesfall.
Meine Meinung:
Schon der 1. Band dieser Reihe um den jungen Polizisten Arno Bussi hat mir sehr gut gefallen. Der 2. steht dem in nichts nach. Joe Fischler konnte mich mit Wortwitz und Situationskomik wieder blendend unterhalten.
Humor ist ja immer so eine Sache, aber der Autor hat den meinigen genau getroffen. Mir macht es unheimlich viel Spaß, den Arno bei seiner nicht immer leichten Arbeit zu begleiten und zuzuschauen, wie er von einem Fettnäpfchen ins andere stolpert und dabei allerlei Hindernisse überwinden muss.
Fischler versteht es auf geniale Weise, mir sein Tirol näher zu bringen und mich an den „Macken“ seiner Einwohner und der Schönheit seiner Landschaft teilhaben zu lassen. Die Atmosphäre ist einfach stimmig.
Der Protagonist Arno Bussi kann einem schon ans Herz wachsen. Er ist ein sympathischer Kerl, dem aber immer wieder Missgeschicke passieren, die ihn an seine Grenze bringen. Dabei hat er aber auch einiges auf dem Kasten, sodass er seine Fälle trotz widriger Umstände mit Köpfchen lösen kann. Aber auch der kauzige Stubenwalder Kollege Bernhard und sein eigenwilliger Bernhardiner bereichern die Story sehr.
Beim Lesen dieses Buches hatte ich mal wieder ein Dauergrinsen im Gesicht; ich habe mich köstlich amüsiert. Dabei ist auch der Kriminalfall recht spannend und logisch aufgebaut - eine tolle Kombination!
Die Reihe:
1. Der Tote im Schnitzelparadies
2. Die Toten vom Lärchensee
Rezensionen von Sorko:
Die Kaffeekanne nicht vergessen!
Die Kunst des stilvollen Wanderns von Stephen Graham
Ein schönes Büchlein, das zu lesen mir Freude bereitet hat. Natürlich sind die Ratschläge für die Ausstattung, die Kleidung und Kosten veraltet. Interessant fand ich es trotzdem, zu erfahren, was es damals so gab. Auch ich bin in meiner Jugend gewandert, und obwohl das erst fünfzig Jahre her ist und nicht hundert, hat sich bis heute viel geändert.
Im digitalen Zeitalter folgt man dem Navi mit GPS-Begleitung und nicht mehr der Landkarte und dem Kompass.
Der Schreibstil von Stephen Graham ist leicht, eingängig und nicht ohne Humor. Die relativ kurzen Kapitel lesen sich sehr angenehm. Und es geht keineswegs nur um Technik und Ausrüstung, sondern auch um die Philosophie des Wanderns. Das klingt fast etwas abgehoben, wird aber vom Autor gut umgesetzt. Es ist nicht entscheidend, in 14 Tagen Urlaub möglichst viele Kilometer zu machen. Wer langsam geht und auch mal stehen bleibt, sieht doch viel mehr. Und man darf nicht nur mit den Augen sehen, sondern auch mit dem Herzen.
Vermutlich wird heute kein Hase mehr sich bis an unsere Füße vorwagen, oder es werden kaum Vögel auf uns herumhüpfen, während wir im Gras liegen. Und Bären aus unserer Hand fressen zu lassen, sollten wir tunlichst vermeiden. Aber die Vorstellung ist schön. Sätze wie:
„Die Qualität macht eine gute Wanderung aus, nicht die Quantität.“
„Eine beneidenswerte Tugend beim Wandern ist es, sich treiben zu lassen.
Genau darin besteht nämlich die Kunst des stilvollen Wanderns.“
„Der Wert (des Lebens und des Wanderns) besteht im Augenblick, nicht im
Langstreckenlauf.“
geben wieder, was eine gute Wanderung ausmacht. Das gilt auch heute noch. Vielleicht sogar gerade heute, wo das „zur Ruhe kommen“ vielen Menschen doch sehr schwer fällt. Ich würde diese kleine Lektüre jedem empfehlen, nicht nur den Wanderern.
Rezensionen von yellowdog:
Verrückt? Nicht alle ...
Die Tanzenden von Mas Victoria
Schauplatz des Romans Die Tanzenden von Victoria Mas ist ein Pariser Krankenhaus für verrückte Frauen Ende des 19.Jahrhunderts.
Man bekommt Einblick in diese Anstalt aus der wechselnden Perspektive von den Frauen. Die Pflegerin Genvieve, die Insassin Louise und Eugenie, die gerade neu hinzukommt.
Ihr Vater hat sie einweisen lassen.
Es ist Therese, die schon 20 Jahre hier ist, die verdeutlicht, das es bei vielen Frauen die Willkür und Gewalt der Männer ist, die sie hierher führten. Männer führen die Gewalt gegen andere aus, Frauen gegen sich selbst.
Das Schicksal der Frauen vermag zu berühren. Die Entwicklung der Handlung spitzt die Situation zu.
Es dauert eine Weile bis ich im Buch drin war, aber dann fand ich es nicht schlecht.
Rezensionen von Petra:
eine Liebeserklärung
Meine Inselbuchhandlung von Petra Dittrich; Rainer Moritz
Eine Liebeserklärung an Rügen und an den Beruf der Buchhändlerin
Beides kann ich gut verstehen, Rügen ist einfach eine ganz besonders schöne Insel und Buchhändlerin ist für jeden der gerne liest ein Traumberuf.
Die Autorin beschreibt wie sie dahin gekommen ist , über ihre Kindheit auf Rügen, ihr Leben in Berlin und anderswo, ihre verschiedene Berufe, alles führt zu einem zufriedenem Leben auf Rügen als eine sehr beliebte Buchhändlerin.
Warum sie so gemocht wird spricht aus jeder Zeile die sie geschrieben hat.Warmherzig, freundlich und ehrlich wirken die Worte. Von so einer Frau lässt man sich gern ein Buch empfehlen, vor allem wenn die Bücher die sie hier erwähnt zu meinen Lieblingsbüchern gehören.
Es ist ein Buch das man in keine Schublade stecken kann, kein Sachbuch, kein Roman, keine Lebensbeichte es ist einfach nur gut.
Rezensionen von signalhill:
Genau mein Genre
Miracle Creek von Angie Kim
Genau mein Genre
"Miracle Creek" von Angie Kim ist wahrhaftig ein leuchtendes Buch, wie man bereits auf dem Cover lesen kann. Das Buch selbst ist wunderschön, mit leuchtenden goldenen Punkten auf dem Cover. Das Cover ist zwar wenig aussagekräftig, fällt aber dennoch sofort ins Auge. Die Schrift selbst könnte für mich etwas größer sein, aber dann wäre der Band möglicherweise zu dick geworden.
Was mir gut gefällt, ist, dass Angie Kim viel von ihrer eigenen Biographie in den Roman gepackt hat, so z.B. die Arbeit mit dem Sauerstofftank, die Immigration nach Amerika und den Umzug in einen kleinen Ort, von dem man sich so viel versprach. Ich habe mich selbst wieder gefunden in der Beschreibung der Einwohner von Miracle Creek, die schon seit Generationen dort leben und kaum zugänglich sind. So schreibt Kim auf S. 24/25: "Miracle Creek war eine Insel [...]. Young dachte, sie bräuchten bloß etwas länger, um aufzutauen, [...]. Im Laufe der Zeit begriff Young aber, dass die Familie nicht nett war, sondern auf höfliche Weise unfreundlich." Ähnliches habe ich auch schon erlebt und kann dies gut nachvollziehen, und ganz sicher spricht die Autorin hier von ihren eigenen Erfahrungen.
Die Geschichte mit viel amerikanischem Kleinstadt-Lokalkolorit hat viele Facetten und ist gut und eher ungewöhnlich konstruiert, denn der Leser verfolgt den Prozess - die einzelnen Prozesstage - und dies immer wieder aus anderen Perspektiven. Dabei ist es nicht von Bedeutung, wenn man hier schon etwas vorhersehen kann. Aber schon im Kapitel "Der Vorfall" glaubt man ja erst einmal schon alles zu wissen.
Der Inhalt des Buches ist schnell zusammengefasst: Nach der Explosion eines Sauerstofftanks zur Heilung verschiedener Krankheiten scheint die Verantwortliche für den Tod zweier Menschen sofort klar zu sein - die Mutter eines toten Jungen. Aber so ganz einfach ist die Sache nicht. Der Prozess enthüllt sehr viel über die Stadt Miracle Creek und ihre Bewohner. Und diese Enthüllungen sind das, was ich wirklich spannend fand, aber das Buch ist nicht in erster Linie ein Krimi oder Thriller, sondern ein gelungenes Mixgenre.
Die Autorin Angie Kim werde ich auf jedem Fall im Auge behalten und vergebe hier mindestens 4,5 Sterne. Manchmal ist "Miracle Creek" auch etwas lang, aber ein toller Roman ganz nach meinem Geschmack.
Rezensionen von signalhill:
Ich konnte es nicht aus der Hand legen
Freischwimmen von Adam Baron
Ich konnte es nicht aus der Hand legen
"Freischwimmen - Wer die Wahrheit sucht, muss tief tauchen" von Adam Baron ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Immer wieder hat es mich magisch angezogen, und so musste ich es dauernd wieder zur Hand nehmen, bis ich es durchgelesen hatte.
"Freischwimmen" ist für Erwachsene genauso spannend wie für Kinder, würde ich sagen. Der Grundschüler Cym ist noch nie geschwommen, und das wird ihm zum Verhängnis, als die Klasse zum ersten Mal Schwimmunterricht hat. Aber die traumatischen Vorkommnisse im Schwimmbad sind gleichzeitig der Auslöser für eine Reihe von Begebenheiten, die nach und nach ein Familiengeheimnis oder auch gleich einige Geheimnisse enthüllen. Am Ende ist es für den Leser gar nicht so wichtig, wie das Buch ausgeht, aber der Schluss ist gut und rund.
Das Buch bleibt durchweg spannend und geht aber auch ans Herz. Ich musste im Laufe des letzten Teils auch ein Taschentuch zur Hand nehmen, weil mich das Buch berührt hat. "Freischwimmen" lebt einerseits von den Entwicklungen von Kapitel zu Kapitel, aber auch davon, wie Cym die Welt sieht. Dabei kann man immer mit ihm mitfiebern, aber auch schon mal lachen.
Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet, besonders Veronique Chang und Cyms zwei beste Freunde (die manchmal auch Feinde sind). Adam Barons Kinderbuch ist eines der wenigen, die einen bleibenden Platz in meinem Bücherregal bekommen. Auch, wenn man das Ende kennt, lohnt es sich ganz sicher, das Buch nach einer Zeit noch einmal zu lesen. Der Autor hat einen Schreibstil, der mich voll und ganz überzeugt hat. Seine Bücher für Erwachsene sind nicht auf den deutschen Markt gekommen, ich werde mir aber vielleicht einen seiner englischen Romane bestellen.
Rezensionen von signalhill:
Inspirierend
Storys für Kinder, die die Welt retten wollen von Benedetto Carola; Ciliento Luciana
Inspirierend
"Storys für Kinder, die die Welt retten wollen" von Carola Benedetto und Luciana Ciliento ist ein inspirierendes Buch für Kinder und Erwachsene. Schon die Aufmachung ist toll: Es ist ein sehr großes Buch mit festem Einband, das auch gut als Geschenk an Kinder gemacht werden kann.
Auch die Größe der Schrift ist schon für Erstleser geeignet, toll aber auch für alle, die hier ausnahmsweise die Lesebrille weglassen können.
Die Illustrationen sind wahre Kunstwerke, die genau durchdacht sind und zum Teil sehr aufwändig sind. Besonders das bei Dian Fossey mit den Gorillas könnte man gleichermaßen auch in einer Kunstgalerie finden.
Die Geschichten über vorbildliche und inspirierende Persönlichkeiten gefallen mir gut, vor allem auch, weil sie nicht so kurz sind wie beispielsweise bei einem sehr ähnlichen Buch, den "Bedtime Storys". Und was ganz deutlich wird, ist, dass diese Persönlichkeiten vor allem als Kinder ganz gewöhnliche Kinder waren, die dann einen besonderen Schritt gewagt haben. Die Botschaft lautet: Du kannst es auch!
"Storys für Kinder, die die Welt retten wollen" zeigt, dass jeder ein kleines bisschen dazu beitragen kann, die Welt zu retten oder besser zu machen. Das Buch ist in Aussehen und Inhalt ein wahrer Schatz, dass alle Sterne verdient hat!
Rezensionen von signalhill:
Die erste Hälfte des Hörbuchs wird vom Klappentext abgedeckt (Hörbuchrezension)
Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung,2 Audio-CD, 2 MP3 von Corina Bomann
Die erste Hälfte des Hörbuchs wird vom Klappentext abgedeckt (Hörbuchrezension)
Eigentlich möchte ich der Hörbuchversion von "Sophias Hoffnung - die Farben der Schönheit" von Corina Bomann nur 3,5 Sterne geben. Dabei ist der größte Teil der Kritik aber nicht dem Hörbuch selbst geschuldet, sondern dem Klappentext, der die gesamte erste aus zwei CDs zusammen fasst und damit sehr schnell Langeweile und das Warten auf Neues aufkommen lässt.
Offenbar hat dies hier kaum jemanden gestört.
Das Hörbuch ist auf zwei mp3-CDs imn HörbuchHamburg Verlag erschienen, wird gelesen von Karoline Mask von Oppen undhat eine Länge von über 13 Stunden. Dabei handelt es sich um eine gekürzte Lesung. Die Lesung selbst hat mir zum Teil gefallen, was mir aber weniger gefiel ist, dass die Sprecherin, wann immer sie nicht Sophia sprechen lässt, eine gewisse Arroganz in ihrer Stimme trägt, die kaum zu ertragen ist. Dabei wollte sie sicher nur die Stimmen unterschiedlich klingen lassen oder besonders lebhaft klingen. 'Einfühlsam', so wie auf dem Hörbuch beschrieben, fand ich die Stimme nicht, aber dennoch lebhaft, so dass man schon gut zuhören kann.
Die Geschichte um die Chemikerin Sophia wird schon fast im Klappentext zusammen gefasst. Exakt am Ende der ersten CD geht Sophia nach New York, und exakt dort endet der Klappentext. Daher hat mich die CD 1 eher gelangweilt. Es passierte nichts Neues. Wenn man als interessierte Leserin auch schon in die Klappentexte der noch nicht erschienenen zweiten und dritten Teile herein gelesen hat, weiß man sogleich auch schon vorher, was ihrem Kind widerfährt.
Dies alles ist sicher nicht die Schuld der Autorin, die einen soliden Frauenroman geschrieben hat, mehr aber auch nicht. Die Autorin ist eine versierte Schreiberin, die ihr Handwerk versteht. Daher ist der Roman auch in sich rund, man kann gut folgen, es gibt Höhen und Tiefen und ausreichend Potential für weitere Teile. Die Gefahr darin, wenn ein Autor/eine Autorin aber einen Roman nach dem anderen produzieren, ist, dass die Roman kein Alleinstellungsmerkmal mehr besitzen und in der Masse der Neuerscheinungen auf dem Markt schlichtweg verblassen. Daran kann auch ein tolles Cover kaum etwas ändern.
Fazit: "Sophias Hoffnung" kann man lesen, muss man aber nicht. Der Roman ist ein typischer Frauenroman für leichte Lese- oder Hörstunden. Er hat mich ein wenig gelangweilt, aber ich konnte ihn auch gut zu Ende hören. Ich kann mir vorstellen, die anderen Teile noch zu hören, aber sie sind mir nicht so wichtig, dass ich sie auf meine Wunschliste setzen würde. Und der Klappentextersteller sollte noch einmal überlegen, was er alles verraten möchte.
Rezensionen von signalhill:
Magisch für jedes Alter
Die Magier von Paris von Wolff Christina
Magisch für jedes Alter
Schon das Cover von "Die Magier von Paris" von Christina Wolff ist ein reines Kunstwerk. An diesem Buch kommt im Buchladen sicher keiner vorbei. Das
Buch selbst bleibt magisch bis zur letzten Seite und wird Kinder ab 10 Jahren ebenso begeistern wie Erwachsene.
Zum Inhalt: Zwei Magierfamilien in Paris, zwei Feinde.
Die Familien Delune und Belleson sind seit quasi jeher Rivalen, aber ihre jüngsten Sprösslinge, Claire und Rafael, wissen nicht, warum. Die Väter und Großväter sind zwar schon verstorben, aber dennoch weiterhin ansprechbar. Sie können Tipps zum Handeln geben, selbst aber nicht agieren, weil sie, wie z.B. Claires verstorbene Vorfahren, in einer Mauer "festsitzen". Doch als ein dritter Magier das wirklich Böse verkörpert, schweißt das die beiden Magierfamilien Delune und Belleson zusammen, besonders Claire und Rafael.
Claire und Rafael sind sehr gegensätzliche Charaktere, die aber gerade deswegen gut zusammen passen. Sie verleihen dem Buch sehr viel Lebendigkeit und Energie. Beide sind von Anfang an Sympathieträger, die man einfach mögen muss, besonders auch, weil sie die Kunst der Magie noch nicht so ganz beherrschen, was das Buch auch sehr lustig macht.
"Die Magier von Paris" muss man einfach mit 5 Sternen bewerten, und ich denke, sie können Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern. Für Kinder ist dies ein tolles Buch, das bis zum Ende spannend bleibt. Andere Magierbücher können sich hier wirklich noch etwas abschauen.
Rezensionen von signalhill:
Zu distanziert (Hörbuchrezension)
Palast der Miserablen,2 Audio-CD, 2 MP3 von Abbas Khider
Zu distanziert (Hörbuchrezension)
Ich habe das Hörbuch von Abbas Khiders "Palast der Miserablen" gehört. Dieses wird gelesen von Thorsten Flassig und ist als ungekürzte Lesung auf zwei mp3-CDs im HörbuchHamburg Verlag erschienen. Das Hörbuch hat eine Länge von ca. 9 Stunden.
Shams Hussein, der kleine Junge aus dem ländlichen Irak wird zusammen mit seiner Schwester im Armenviertel Bagdads groß.
Die Geschichte seiner Kindheit und Jugend ist einerseits eine politische, andererseits auch eine sehr persönliche. Khider erzählt auf Deutsch; in seiner Muttersprache vermag er den Schrecken seiner Lebensgeschichte bzw. der Lebensgeschichte von Shams Hussein nicht zu erzählen.
Das Hörbuch wird gut gelesen von Thorsten Flassig, was aber über die Schwächen im Schreibstil und die Distanziertheit der Worte nicht hinwegtäuschen kann. Es mag sogar sein, dass Khider diese Distanziertheit brauchte oder wollte, aber als Leser oder Hörer kann man sich kaum auf den Roman einlassen. Eine emotionale Berührtheit und eine Verbindung zu den Figuren bleibt aus.
Dabei ist "Palast der Miserablen" ein wichtiges Buch, und solche Erinnerungen müssen aufgeschrieben werden. Passiert dies aber in Form eines Romans, dann möchte man als Leser erreicht werden oder sogar mehr. Mitgerissen von dem Hörbuch wurde ich leider nicht.
Auch sprachlich fehlt diesem Roman an Tiefe. Daher gibt es drei Sterne für den Inhalt/die Geschichte an sich, die in großen Teilen aber kaum bei mir angekommen ist.











