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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesemama:

Neuanfang für Käthe

Bewertet mit 4.5 Sternen

Zum Buch:

Käthe muss umziehen, von dem Apfelhof ihre Oma in Pommeranzen nach Berlin. Nun ist es Käthe nicht unbedingt gewohnt, so viele Häuser, Straßen und Autos um sich zu haben. Aber zum Glück hat die Käthe-Familie ein Backsteinhaus mit Minigarten im Hinterhof.
Neues Zuhause heißt auch neue Schule und neue Freunde.

Hier hat Käthe nochmal Glück und bekommt Theo, ihren Klassenpaten, der sich auskennt und Käthe alles zeigen kann. Auch den Gorilla-Garten.

Meine Meinung:

Alleine schon das Cover macht Lust auf das Buch. Käthe mir ihren Regenbogen-Gummistiefeln und ihren tollen Locken. Ein absolut liebenswertes Mädchen ist der Autorin Simone Veenstra da gelungen. Dazu die zauberhaften Illustrationen von Màriam Ben-Arab, die richtig viel Freude bereiten.
Das Buch ist eingeteilt in vierzehn Kapitel, die genau die richtige Länge zum Vorlesen haben. So eignet sich das Buch sehr gut um es geduldigen Vorschullindern vorzulesen und ganz nebenbei Lust auf die Schule zu machen. Denn dort wird Käthe zum Glück richtig herzlich aufgenommen.
Alles in allem ein wunderbares Kinderbuch für alle. Für Großstadtkinder,für Landkinder, für die, die ihr Zuhause verlassen müssen und umziehen. Kurzum für alle Kinder die noch Kinder sind, denn genauso muss Kindheit sein. Bunt, abenteuerlich, aber auch behütet und warmherzig. Nahezu perfekt.

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Rezensionen von Jules118:

Kaum aus der Hand zu legen

Blutgott von Veit Etzold

In einem IC fährt die 19-jährige Mia. Was sie nicht weiß ist, dass sie diese Zugfahrt nicht überleben wird. Während der Reise steigen vier Personen in das Abteil und bringen sie auf grausame Art um, die selbst hartgesottene Ermittler nicht kalt lässt.
Es ist lange her, dass ich ein Buch von Veit Etzold gelesen habe.

Trotzdem hat es nicht lange gedauert, wieder zu seinem Schreibstil zu finden.
Das Buch beginnt fast direkt mit der Zugfahrt. Was Mia angetan wurde, wird vom Autor sehr anschaulich beschrieben und erzeugte bei mir eine etwas schockierte Reaktion. Nachdem in diesem Abteil ein Zeichen an die Wand gemalt wurde, wird schnell die Abteilung von Clara Vidalis hinzugezogen, die sich auch sofort auf den Weg zum Tatort machen. Als ein Video von den Tätern auftaucht, scheint dere Fall zunächst recht einfach.
In der Zwischenzeit schreibt ein Junge namens Noah übers Internet mit jemanden, der sich selber Gott nennt. Die Beweggründe seines Gegenbers sind zunächst unklar, aber man merkt relativ schnell, was er von Noah möchte und warum gerade von ihm.
Die Geschichte ist sehr direkt und auch die Taten werden brutal beschrieben. Also leichte Kost ist es definitiv nicht.
Gerade die Täterfiguren sind sehr interessant beschrieben. Nicht, dass man ihre Taten gut heißen kann, aber sie sind sehr eindringliche Charaktere.
Das Team um Clara funktioniert sehr gut zusammen und sie finden auch sehr unkonventionelle Lösungen um den Täter zu ergreifen.
Das Ende kam für mich überraschend und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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Rezensionen von Petra Sch.:

einfach nur verrückt...

Scharnow von Felsenheimer Bela B

3,5 Sterne

Tja, was soll ich zu diesem Buch sagen...
Der Inhalt ist schwierig zu beschreiben, es geht eigentlich um das Örtchen Scharnow und dessen Einwohner.
Es ist einerseits spannend zu lesen, was die Bewohner für Eigenheiten haben und was sie alles anstellen und was so passiert. Man fühlt sich aufgrund der Schreibweise irgendwie wie ein Spanner.

Und dann sind da die fantastischen Elemente des Romans: das Buch mit Eigenleben, das sich selbst einem Literaturblogger geschickt hat; der fliegende Mann und die Weltenlenker bzw. die Vereinigung BsB, der Bund skeptischer Bürger, die die Weltenlenker aufhalten wollen, indem sie Haustiere mächtiger Persönlichkeiten töten.
Die Charakterzüge der Figuren sind auch düster gehalten, teilweise aggressiv, es wird viel Alkohol gesoffen, und alle sind auf die eine oder andere Art mehr oder weniger 'plemplem'. Also alle verrückt ;)
Viel Raum wird hier auch Gewalt in allen Formen, Blut, Tod und auch Pornografie eingeräumt.
Witzig fand ich die Szene, als die Freunde des Paktes der Glücklichen einen Supermarkt ausrauben, um wieder an Alkohol zu kommen. Und das ganze in besonderer Bekleidung, um nicht erkannt zu werden. Dabei ging natürlich alles schief...
Und es gibt leider keinen richtigen Abschluss, kein Ende/Fazit des Buches. Kein "was will uns dieses Buch sagen?". Oder ich hab es einfach nicht verstanden ;)
Trotzdem war diese Lektüre unterhaltsam für mich, es war spannend, die Personen in ihrem Handeln zu verfolgen. Und auch die mystischen und fantastischen Einschübe waren witzig, wenn für mich auch nicht wirklich nachvollziehbar.

Sehr hilfreich fand ich das Personenverzeichnis zu Beginn des Buches, denn es kommen viele handelnde Figuren vor und ich musste öfters nachschlagen. Nützlich ist auch der gezeichnete Plan von Scharnow und der Nachbarortschaft Sahsenheim im Buchdeckel.
Zu erwähnen ist auch der schwarze Buchschnitt, der dem Buch etwas düsteres gibt (so wie das Buch in der Geschichte).
Und der fliegende Mann am Cover passt natürlich perfekt zum Inhalt.


Fazit:
Dieses Buch ist einfach nur verrückt, irre, abgefahren, bizarr, fantastisch und skurril. Ich gebe dieser außergewöhnlichen Lektüre 3,5 Sterne.

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Rezensionen von Miro76:

Aus 11 000 km Depression auftauchen

Marianengraben von Jasmin Schreiber

Zwei Jahre ist es her, dass Paulas Bruder im Meer ertrunken ist. Zwei Jahre, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Paula kann nicht wirklich weiterleben, wenn Tim tot ist.

Sie fühlt sich, als würde sie im Marianengraben sitzen und wenn sie versucht etwas aufzutauchen, spürt sie Tentakel an ihren Beinen, die sie wieder tief runter ziehen.

Als sie sich eines Tages doch zum Grab ihres Bruders wagt, muss das natürlich nachts geschehen, denn sie möchte keine anderen Menschen treffen. Sie steigt über die Friedhofsmauer und schleicht sich zum Grab. Nach wenigen Minuten hört sie ein Geräusch und sieht einen alten Mann, der ein Grab aufgräbt. Um nicht von den Friedhofsgärtner erwischt zu werden, hilft sie ihm kurzerhand und die beiden bergen die Urne seiner Freundin Helga.

In deren Heimatdorf hat das Ausgraben lange Tradition, denn die Menschen wollten sich nicht damit abfinden, ihre Angehörigen nicht mehr am eigenen Hof zu begraben.

Paula und Helmut entdecken einige Gemeinsamkeiten und so machen sich der grummelige 80jährige und die traurige 20jährige auf, um in einem klapperigen Wohnmobil in die Alpen zu fahren. Eine Reise, die beide an ihre Grenzen bringt und darüber hinaus.

Während die Geschichte fortschreitet, reduzieren sich die Kilometer, die Paula in der Depression steckt. Kapitel für Kapitel wird die Zahl kleiner, die diese überschreiben. Nach einem besonders aufwühlenden Gespräch etwa, reduziert sich die Zahl in einem großen Schritt. So wird noch einmal verdeutlicht, was für Paula wichtig ist, und was weniger.

Und obwohl es eine schrecklich traurige Geschichte ist, wird mit Humor nicht gegeizt. Es gibt lustige Anekdoten über die beide Lachen können, es gibt Peinlichkeiten, witzige Erlebnisse und manchmal auch etwas Galgenhumor.

Als Leser*innen sitzen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge bei diesem Buch. Es ist wunderschön zu lesen, wie sich diese beiden oberflächlich so verschiedenen Menschen annähern und gegenseitig stützen. Diese beiden haben sich eine Menge zu geben und zu sagen.

Und wer am Ende nicht mindestens feuchte Augen bekommt, muss wirklich ein kaltes Herz haben. Paula und Helmuts Reise hat mich sehr berührt. Das ist ein Buch, das ich bestimmt noch einmal lesen werden.

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Rezensionen von nuean:

Spannende Fortsetzung

Marianengraben von Jasmin Schreiber

Auch das Cover des 2. Bandes ist wieder wunderschön. Es unterscheidet sich zum ersten nur in Farbe und Art der Blumen.
Nach den sich überschlagenden Ereignisse aus Teil 1 und dem fiesen Cliffhanger, habe ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet.
Camille ist mit Remy, Edel und Ambra sind auf der Flucht, sie versuchen die rechtmäßige Prinzessin zu finden um ihr auf den Thron zu verhelfen.

Doch Sophia hat ihre Augen und Ohren überall und so muss Camille einige Verluste einstecken, trifft aber auch auf unerwartete Verbündete.
Fast das ganze Buch dreht sich um Flucht, Angst vor Entdeckung und knappes Entkommen. Es werden noch mehr spannende Geheimnisse der Belles gelöst. Zum Ende wird es noch einmal richtig spannend und auch emotional.
Camille hat mir in diesem Teil besser gefallen, sie kämpft für sich und ihre Schwestern. Sie versucht die richtigen Wege zu gehen und schafft einiges. Die Beziehung zu Remy hat mir auch sehr gut gefallen. Das Knistern und die Zuneigung war jederzeit spürbar. Auch die Verbindung zu ihren Schwestern finde ich wunderbar. Mit dem Ende könnte ich auch gut leben, ich weiß nicht ob noch ein weiterer Band geplant ist, aber ich wüsste nicht, was da noch kommen sollte.
Fazit: Spannende Fortsetzung

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Rezensionen von dorli:

Die Maske der Schuld

Die Maske der Schuld von Jennifer B. Wind

Jennifer B. Wind beginnt diesen Thriller mit einem neugierig machenden Prolog – die Beschaulichkeit eines idyllischen Fleckchens an der Alten Donau findet durch das Auftauchen einer Wasserleiche ein jähes Ende.

Richard Schwarz und Paul Marek vom LKA Wien übernehmen die Ermittlungen und stellen schon nach kurzer Zeit fest, dass es sich bei dem Toten um einen schwer erkrankten ehemaligen Kollegen handelt.

Jan Dorns Leichnam weist eine seltsame Schädelverletzung auf. Außerdem ergibt die Obduktion, dass er bereits tot war, bevor er in der Donau gelandet ist…

Gleichzeitig bittet Theres Lend Richard um Hilfe. Die von einer unheilbaren Augenkrankheit gebeutelte Gerichtspsychiaterin hat sich auf ihrer verzweifelten Suche nach Heilung einem Schamanen und seinen Anhängern angeschlossen und hat den Eindruck, dass es in der Gruppe nicht mit rechten Dingen zugeht. Nicht nur, dass sie sich täglich schlechter fühlt, sie macht sich auch Sorgen um Gruppenmitglied Maik Schlögels, der seit einigen Tagen spurlos verschwunden ist…

Neben dem gegenwärtigen Fall ist Richard immer noch auf der Suche nach dem Mörder seiner Mutter – er kommt diesem Ziel näher, denn der 28 Jahre zurückliegende Fall wird Dank der Bemühungen eines Kollegen neu aufgerollt…

„Die Maske der Schuld“ ist bereits der zweite Fall für Richard Schwarz. Auch wenn es für das Verständnis der Handlung nicht unbedingt vonnöten ist, den ersten Teil gelesen zu haben, halte ich es für ratsam, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da das Wissen über die vorherigen Ereignisse den Lesegenuss dieser spannenden Fortsetzung noch erhöht.

Jennifer B. Wind hat einen sehr fesselnden Schreibstil. Der Thriller wird spannend erzählt und entwickelt schon nach wenigen Seiten einen Sog, dem man sich als Leser nicht entziehen kann.

Die aktuelle Handlung mit den Ermittlungen im Mordfall Dorn und den persönlichen Angelegenheiten der Akteure wird immer wieder von kurzen Einschüben unterbrochen: Eine Reha-Patientin erzählt ihre Leidensgeschichte. Ein Monster, das sich selbst für eine Koryphäe hält, will Kranke mittels Gehirnoperation heilen. Außerdem gibt es einige Rückblenden in Richards Kindheit. Jennifer B. Wind beherrscht es ausgezeichnet, all diese unterschiedlichen Fäden miteinander zu verknüpfen und dem Leser so ein vielschichtiges und reichhaltiges Geschehen zu präsentieren, dem man trotz häufiger Perspektivwechsel, unterschiedlicher Schauplätze und diverser Nebenhandlungen problemlos folgen kann.

„Die Maske der Schuld“ hat mir sehr gut gefallen – ein abwechslungsreicher Thriller, der mit ausdrucksstarken Figuren und einer fesselnden Handlung punkten kann. Eine Geschichte, die aufzeigt, wie Scharlatane und auch die Pharmaindustrie Hoffnung schüren und sich die Todesangst erkrankter Menschen zunutze machen.

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Rezensionen von *RC*:

So, wie Du bist, bist Du richtig!

Was du nicht alles kannst! von Davina Bell


… Das ist die Botschaft dieses Kinderbuches, das für junge Bücherfreunde ab 2/3 Jahren gedacht ist.
Schon das Cover hebt von anderen Kinderbüchern ab. Während die Darstellung der Kinderköpfe eher aussieht wie Bilder aus den 70er Jahren, ist die Neonfarbgestaltung knallig, mutig, neu. (Auch das Innenleben des Kinderbuches ist so gestaltet.

) Gut finde ich, dass die acht Kinder, die sich auf dem Cover tummeln, unterschiedlichsten Nationalitäten zuzuordnen sind, was gleichzeitig auch die Botschaft vermittelt: In der Vielfalt sind wir einzigartig und besonders.
Auch gewährt das Titelbild einen Überblick auf das, was uns im Buch erwartet und weckt die Neugier, das Buch aufzuschlagen und darin zu schmökern.

In „Was Du nicht alles kannst“ geht es weniger um das Können, was man im ersten Augenblick meint, wie: Rechnen, Lesen, sportliche Leistungen oder so. Nein, es geht vielmehr darum, wie kreativ und fantasievoll Kinder ihren Alltag leben. Aus Kisten werden Boote gebaut, aus Papier werden Flieger gebastelt. Kinder werden zu Hexen, Piraten, Zirkus-Akrobaten und Astronauten, und, und, und. Und ganz wichtig ist auch, dass Kinder in ihren Träumen überall hin können. Mut durch Träume – das ist eine wunderbare Botschaft, die Kinder beim (Vor)Lesen bekommen.

Vermittelt wird das Ganze in kurzen und prägnanten in Reimform gehaltenen Sätzen. Denn – wie sagte schon Pumuckl: „Ui, das reimt sich ja! Und was sich reimt ist gut!“
Das finde ich auch, denn das geht in den Kopf und ist leicht zu merken.

Ein tolles Mutmachbuch, das jedes Kind darin bestärkt, an sich zu glauben und Selbstvertrauen aufzubauen.

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Rezensionen von begine:

Anna hinterlässt einen großen Schlamassel.

Als ich dich verlor von Fionnuala Kearney



Mit ihrem Roman „Als ich dich verlor“ hat die Autorin Fionnuala Kearney einen einfühlsame Geschichte geschaffen.

Jess Tochter Anna ist bei einem Lawinenunfall ums Leben gekommen. Ihre Trauer Empfindungen kann ich mir vorstellen. Sie wird aber gefordert, denn da ist ja noch ihre Enkeltochter Rose.

Jetzt kommen Geheimnisse Annas ans Licht.
Jess kann es kaum Glauben, wer ist nun Roses Vater, und will alles aufdecken.
Da gibt es viele Verdachtsmomente. Ihr Freund Theo unterstützt sie, aber er hat noch seinen Sohn Finn und der hat Anna Blog entdeckt.

Die Autorin versteht es wunderbar alles unglaublich spannend zu schreiben.
Sie lässt uns an Jess Situation teilnehmen.
Der Roman ist ein fesselndes Leseerlebnis.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Zu kühl und emotionslos

Mord in Barcelona von Isabella Esteban

Der Einstieg in diesen Krimi fiel mir schwer. Nach einem Prolog folgen vier kurze Kapitel, die je aus der Sicht einer anderen Person erzählt werden. Somit wurde ich jedes Mal wieder auf Anfang gesetzt. Ausser diesen Bruchstücken hat man noch nichts und weiss zu diesem Zeitpunkt auch nicht, wer welche Rolle inne hat.

Erst als Jaume etwas länger ins Spiel kommt, kam ich langsam in die Geschichte rein.

Sie handelt von einer tot aufgefundenen deutschen Fotografin, deren Kamera fehlt; einem Zimmermädchen, dem auffällt, dass an der Türe eines Hotelzimmers seit einigen Tagen das Schild auf "nicht stören" steht und dies nicht sofort meldet; dem Sohn des Opfers, der sich komisch verhält und einigem mehr.

Jedes Kapitel ist mit Datum, Uhrzeit und Person, von der es handelt, überschrieben. Man weiss deshalb zwar um wen es gerade geht, aber sympathisch finde ich das nicht. So wirkt es eher wie ein Beschattungsbericht. Leider macht der ganze Krimi diesen Eindruck - ich fand den Zugang auch nachher nicht.

Potential wäre vorhanden, besonders Jaume Soler hat was. Aber nur schon der Grund wieso seine Schwester Montse ermittelt, scheint sehr konstruiert. Ebenso einige Witze, die auf dem Kommissariat gerissen wurden, sie kommen mehr gewollt als gekonnt rüber. Die Figuren wirken alle kühl, egal ob Montse, die Polizisten oder der Sohn des Opfers. Selbst bei Doris, dem Opfer, ist nicht klar, weshalb genau sie nach Barcelona reiste. Nicht schlüssig erzählt empfand ich die Sache mit der Kamera, da bleiben einige Fragezeichen zurück.

Dem Krimi fehlt es an Emotionen und Leidenschaft und wirkt extrem kühl, man merkt nicht einmal, dass "Mord in Barcelona" von Isabela Esteban (ein Pseudonym der deutschen Autorin Brigitte Pons) im Sommermonat August spielt - höchstens vielleicht wegen der Flipflops, die einer der Charaktere trägt.

Einzig die Location, die Stadt Barcelona, wurde gut eingefangen. Barcelonakenner wissen jederzeit, wo sich die Figuren gerade aufhalten.

Der Fall an sich kann nicht wirklich überzeugen, und ich glaube nicht, dass ich dem zweiten Fall eine Chance geben werde.

Fazit: August in Barcelona - doch davon merkt man nichts. Kühle durchzieht diesen Krimi und begeistert mich nicht.
3 Punkte.

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Rezensionen von nuean:

Spannendes Buch, toller Schreibstil, ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir gewünscht, dann wäre es perfekt.

Darker Things von Katja Ammon

Das Cover ist ein Traum und genau mein Beuteschema! Auch der Klappentext klang sehr spannend, weshalb ich mich bei netgalley und dem Thienemann-Esslinger Verlag ganz herzlich dafür danke, dass ich das Buch lesen durfte.
Man wird direkt in die Handlung hineingeworfen. Lejla ist 17 Jahre alt und hat einige typische Teenagerprobleme, ihr Ex-Freund tyrannisiert sie und unverschuldet wurden ihr Sozialstunden aufgebrummt, in denen sie Graffitis beseitigen muss.

Sie wohnt bei Ihrem Großvater, der die Leine nun kurzhält und ihr Hausarrest verpasst hat. Dazu kommt noch, dass Lejla bei dem Entfernen eines Graffitis in einer gruseligen Villa Dinge sieht, die sie nicht glauben kann. Seitdem passieren ihr auch immer wieder verrückte Dinge, bei denen sie in eine graue zerstörte Parallelwelt sehen kann. Immer in ihrer Nähe ist ein schwarzgekleideter Motorradfahrer, der sie ständig anblafft und Fragen stellt, die für sie keinen Sinn ergeben. Einzig ihre Freundin Endra ist immer für sie da und glaubt ihr. Eines Tages beschließt Lejla in diese Parallelwelt zu reisen um Antworten zu finden.
Ich fand den Einstieg in das Buch sehr gut, ohne viel Erklärungen findet man sich in Lejlas Welt wieder. Eigentlich mag ich das ganz gern, denn so kann man nach und nach die Lösungen finden. Hier war es mir dann zwischendurch etwas zu viel, es waren so viele unbekannte, aber im Laufe des Buches wird alles aufgelöst. Etwas gestört hat mich auch, dass Lejla und Dorian sich anfangs nur angeschrien haben, obwohl sie sich nicht einmal kannten. Aber dann hat mich das Buch sehr schnell in seinen Bann gezogen. Ich mochte Lejla, weil sie sich allem stellt, versucht die Wahrheit herauszufinden und hofft ihre Vergangenheit zu verstehen. Dorian war mir lange ein Rätsel, geheimnisvoll und gefährlich, doch auch er will nur die Wahrheit und gibt Lejla die Chance. Die Reise der beiden fand ich sehr spannend.
Der Schreibstil ist sehr bildlich, sodass ich die Welten genau vor Augen hatte. Außerdem ist er sehr spannend und mitreißend sodass die Seiten nur so dahinfliegen.
Das Ende kam ein bisschen schnell, ich hätte mir noch mehr Tiefe gewünscht, im Bezug auf Dorians Vergangenheit oder auch die Erklärungen der Parallelwelt. Da wären noch ein paar Seiten mehr drin gewesen.
Fazit: Spannendes Buch, toller Schreibstil, ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir gewünscht, dann wäre es perfekt.

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