Kunden em pfehlungen
Rezensionen von la_stellina:
Anders als erwartet
Über Leben und Tod von Florian Klenk
In "Über Leben und Tod" erfahren Lesende sowohl mehr über die Person von Gerichtsmediziner Christian Reiter, bekommen den ein oder anderen Einblick in seine Tätigkeit als solcher und auch ein Rundgang in der gerichtsmedizinischen Sammlung seines Institutes in Wien wird beschrieben. Ich hatte mir vorgestellt bei diesem Buch einen genaueren Einblick in einige Fälle bzw.
die eigentliche Arbeit in der Gerichtsmedizin und einige Anekdoten dazu zu bekommen. Lesenden wird auch die ein oder andere Anekdote präsentiert, meistens jedoch sehr oberflächlich und nur mit einigen Infos am Rande, dann wird schon zum nächsten Thema gesprungen. Den Schreibstil und die Länge des Buches empfand ich als angenehm.
Die behandelten Themen sind an sich recht interessant, jedoch wurde ich mit dem Buch aufgrund meiner Erwartungshaltung nicht richtig warm.
Gute Story mit abruptem Ende
Mordscoach von Lilli Pabst
In den ersten Kapiteln erfährt der Lesende einiges über die Psychotherapeutin Sophie Stach, ihren Klienten und ihren Ehemann. Lange dauert es nicht und sie begeht den ersten Mord an einer jungen Frau, die vorgab sie aufgrund eines Erstgesprächs aufzusuchen. Im Gegensatz zu den folgenden Morden ist dies mehr eine Übersprungshandlung als eine geplante Tötung.
Die Klientin brachte die Psychotherapeutin aufgrund einer privaten Verstrickung zu sehr aus dem Konzept. Sophie beginnt nun den begangenen Mord zu vertuschen, dies führt aber zu weiteren Morden. Ehe sie sich versieht hat sie vier Menschen auf dem Gewissen. Die Autorin verfügt über einen sehr flüssig und angenehm zu lesenden Schreibstil. Auch der Einstieg ist weder zu lang noch zu kurz, sodass man sich ein gutes Bild von der Psychotherapeutin und ihrem Umfeld machen kann. Das Ende der Story wurde für meinen Geschmack etwas zu schnell auf recht wenigen Seiten abgehandelt. So würde sich aber eine Fortsetzung der Story anbieten.
Definitiv eine Leseempfehlung (auch für Fans von „Achtsam Morden“).
Zuckersüße Illustrationen
Gute Nacht, kleiner Strubbel - Das Bilderbuch für alle Familien, die ruhige Nächte lieben von Eliane Retz
Titel und Klappentext sowie das liebevoll gestaltete Cover haben mich sofort angesprochen und ich wurde auch vom Buch nicht enttäuscht.
Die Illustrationen im Buch sind sehr detailreich und ich finde sie sehr süß. Außerdem kommen sie auch beim Kind gut an. Auch den Schreibstil der Autorinnen empfinde ich als kindgerecht.
Der Text auf den einzelnen Seiten ist nicht zu viel und nicht zu wenig. Beim Vorlesen und Anschauen des Buches wird es nicht langweilig, dennoch wird das Kind zum schlafen angeregt. Mein Kleiner entdeckt beim Betrachten der Bilder immer wieder neue Details. Ein Manko am Buch ist meiner Meinung nach, dass die einzelnen Buchseiten doch eher dünn ausgeführt sind und somit ein Verknittern, leichtes Einreissen beim Umblättern etc. vorprogrammiert ist. Gerade weil die Altersempfehlung für das Buch auch bei drei Jahren liegt und die Kinder hier doch auch manchmal noch etwas ruppiger an die Sache ran gehen, hätte ich mir hier eine etwas stabilere Ausführung gewünscht. Ansonsten ein sehr schönes Buch.
Alltägliches Thema unterhaltsam aufbereitet
Kuckuck, Kacka! von Christine Kugler
Schon das witzig, bunt gestaltete Cover hat mich auf das Büchlein neugierig gemacht. Und auch die "Leseprobe" hat mir gefallen. Die Illustrationen sind ansprechend umgesetzt worden und die Schieber und Drehräder tun ihr Übriges, dass der Spaß und die Abwechslung beim Anschauen und Lesen des Büchleins nicht zu kurz kommt.
Außerdem finde ich die dicken, robusten Seiten super, da das Buch nicht sofort Beschädigungen aufweist, wenn es einmal etwas ruppiger angefasst wird. Meinem Kleinen gefällt es jedenfalls zu sehen was bei Roboter, Gespenst, Meerjungfrau usw. „hinten raus kommt“.
Ich denke, dass das Büchlein nicht nur Eltern, sondern auch den Kindern gut gefällt und sie viel Spaß beim (Vor-)lesen des lustigen Textes haben. Auch die Auseinandersetzung mit dem Thema trocken werden und aufs Töpfchen gehen kann mit Hilfe des Buches erklärt und besprochen werden.
Gute Basis für Anfänger
Homefarming von Judith Rakers
Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten, vom eigenen Balkon aus dem eigenen Blumenkisterl. Für viele ist garteln nicht erst seit Corona ein Hobby geworden. Für all jene die Neulinge auf dem Gebiet sind hat Judith Rakers ein umfangreiches Nachschlagewerk mit dem Titel Homefarming herausgebracht, das sich vor allem auf die Anzucht und die Pflanzung von Gemüsepflanzen, Stauden und Obstbäumen konzentriert.
Es finden sich viele Abbildungen und Schritt für Schritt Anleitungen im Buch. Auch potenzielle Schädlinge werden natürlich und nachhaltig bekämpft.
Aber auch Hühnerhaltung wird sehr umfangreich erklärt. Wobei für mich das Gärtnern im urbanen Bereich sehr leicht umsetzbar ist, ist Hühnerhaltung in der Stadt so gut wie undurchführbar. Somit eher ein Garteneinsteigerbuch für Leute mit Garten. Empfehlung für alle, die sich erstmalig mit dem Thema auseinandersetzen und sich funktionierende und einfach umzusetzende Tipps und Tricks holen möchten.
Folgenschwere Zufallsbekanntschaft im Zug
Monoloco von Susann Blum
Von la_stellina
Maylin trifft während der Zugfahrt zur Arbeit auf einen ihr bis dato unbekannten Mann, mit eisblauen Augen, der sie darum bittet ihn kurz anzurufen, da er sein Handy im Rucksack verlegt hat. Daraufhin sendet sie irrtümlich eine anzügliche SMS an ihn und die Story nimmt ihren Lauf.
Beide finden sich sympathisch, allerdings ist Maylin verheiratet und weiß, dass sie eine Grenze überschreitet. Wie es der Zufall will, treffen sich Maylin und ihre Freundinnen wieder zum gewohnten Mädelsabend in einer Bar und der Unbekannte und seine Freunde sind ebenfalls anwesend. Die Gruppe versteht sich prächtig, lernt sich näher kennen und verbringt einen beschwingten Abend. Man erfährt Einiges über die Vergangenheit Maylins als auch Aarons Freunde. Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen. Allerdings lässt sich keiner von ihnen dadurch runterziehen, man hat sogar das Gefühl, dass ihre Freundschaft hierdurch sehr besonders wird. Bald darauf verschwindet der Unbekannte allerdings spurlos. Maylin trifft einen seiner Freunde, wodurch auch sie von seinem Verschwinden erfährt. Die insgesamt neun jungen Erwachsenen, machen sich große Sorgen, denn Aaron, hat ein Geheimnis, mit dem ihn sein Vater unter Druck setzt, gegen seinen Willen festhält und für ihn arbeiten lässt. Schlussendlich wird ein Plan geschmiedet wie er befreit werden kann.
Eines vorweg, während dem Lesen der ca. 200 Seiten wurde es nie langweilig. Die Autorin versteht es von Beginn an Spannung aufzubauen und ab dem letzten Drittel des Buches nahm die Story nochmal richtig Fahrt auf. Allerdings muss ich sagen, dass ich die „Fähigkeit“ des Unbekannten zwischenzeitlich als etwas absurd empfand. Schlussendlich kam durch das Nachwort der Autorin „Licht ins Dunkel“ und man erfuhr etwas mehr über die Idee hinter dem Buch.
Story über einen Roadtrip, Herkunft und Identität
Paradise Garden von Elena Fischer
Elena Fischer schrieb mit Paradise Garden einen Roman, der auf den ersten Blick an Tschick von Wolfgang Herrndorf erinnert, im Laufe der Geschichte dann doch aber gänzlich andere Wendungen nimmt und andere Themenfelder behandelt.
Die 14-jährige Billie lebt mit ihrer Mutter Marika in einer Hochhaussiedlung am Rande einer deutschen Stadt in eher prekären Lebensverhältnissen.
Die Mutter hält sich mit zwei Jobs über Wasser. Nun stehen die Sommerferien an und es soll mithilfe eines Gewinns in den Urlaub gefahren werden, doch dazu kommt es nicht, denn Marikas ungarische, kranke Mutter hat sich angesagt. Als Marika dann noch durch einen Unfall umkommt, beschließt Billie, die mit ihrer Großmutter nicht unbedingt warm wird, ihren unbekannten Vater, über den ihre Mutter nie sprechen wollte zu suchen und reißt von zu Hause aus. Es folgt ein Road-Trip quer durch Deutschland.
Cover und Gestaltung des Buches im klassischen "Diogenes-Stil" gefallen mir wie immer sehr gut. Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen und ließ mich sofort in die Story hineinfinden. Die Autorin verzichtet auf Längen und so kam es, dass das Buch in zwei Tagen bereits ausgelesen war, da ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Auch die Themen und Fragen der der Herkunft, Identität etc. die behandelt wurden fand ich spannend in die Geschichte eingewebt. Definitiv eine Leseempfehlung nicht nur für Erwachsene Leser:Innen sondern auch Jugendliche.
Kochbuch mit Hintergrundstories
Wenn ich das kann, kannst du das auch! von Linda Zervakis; Elissavet Patrikiou
Ehrlich gesagt hat mir der Name Linda Zervakis nichts gesagt, als ich auf die Leseprobe aufmerksam geworden bin. Sie konnte mich dann aber schnell überzeugen, sodass ich einen Leseeindruck verfasst habe.
Das Kochbuch kommt mit einem ansprechenden Cover daher und auch im Buchinneren geht es mit vielen schönen Bildern, seien es welche von Gerichte oder von Linda Zervakis und ihrer Mutter.
Die Rezepte, sind wie im Titel beschrieben, nicht kompliziert und sicher auch von KochanfängerInnen zu meistern. Schwerpunktmäßig findet man, sehr zu meiner Freude, griechische Rezepte, die sehr alltagstauglich umgesetzt wurden, aber auch Ideen aus dem Orient oder Norddeutschland (Hamburg) wurden eingearbeitet.
Ein weiterer Pluspunkt sind die sehr übersichtlich gehaltenen Zutatenlisten. Sämtliche Zutaten sind in "normalen" Supermärkten zu erwerben, somit spart man sich den Weg in Spezialmärkte und kann gleich mit dem Kochen loslegen.
Alles in allem ein sehr gelungenes Werk, allerdings hätte ich mir noch ein paar mehr Rezepte gewünscht, da aufgrund der vielen Bilder und Hintergrundstories doch ein großer Teil des Buches nicht auf Rezepte entfallen.
Ansprechende Rezepte für Fleischliebhaber mit Gasgrill
Saftig vom Grill von Matthias F. Mangold
Das Cover ist für ein Grillbuch das sich von anderen Grillbüchern abheben sollte, sehr klassisch ausgefallen. Vielleicht hätte man auch ein vegetarisches Gericht oder ein Dessert zusätzlich zum Stück Fleisch mit den Tomaten abbilden können.
Für ein Büchlein mit ca. 64 Seiten fand ich die Rezepte bedingt abwechslungsreich, es werden auch Fisch bzw.
Veggie-Gerichte gegrillt, allerdings wirbt das Buch auch damit und es gibt nur sehr wenige Gerichte in denen kein Fleisch oder Fisch enthalten sind.
Ein weiterer Wehrmutstropfen ist, dass viele Rezepte nicht mit einem Kohlegrill umsetzbar sind und sich das Buch eher an Gasgriller richtet - man aber auf dem Klappentext etc. nicht darauf hingewiesen wird.
Super fand ich, dass die Rezepte vom Aufbau und Ablauf her sehr schlüssig beschrieben sind und auch die verwendeten Zutaten nicht allzu exotisch sind, sodass man nicht jedes Mal extra einkaufen fahren muss um diese zu besorgen.
Die Fotos der einzelnen Gerichte sind sehr gelungen und ansprechend, sodass man Lust auf's Grillen bekommt.
Ein italienischer Inselkrimi mit Eignung zur Sommerlektüre
In einer stillen Bucht von Luca Ventura
Maria Grifo die Leiterin des Konservatoriums in Neapel wird tot in einem Koffer auf einem Felsvorsprung über dem Meer aufgefunden. Die Inselpolizisten Enrico Rizzi und Antonia Cirillo werden zum Fundort gerufen und beginnen mit ihren Ermittlungen, schon bald schaltet sich jedoch die Kriminalpolizei vom Festland in Neapel ein und beansprucht den Fall für sich.
Doch Rizzi und Cirillo ermitteln weiter im Umfeld der Toten und finden heraus warum sie überhaupt, just am achten Geburtstage ihrer Enkelin nach Capri gereist ist, was es mit dem ominösen, am Tag ihres Todes an ihre Tochter versandten Brief auf sich hat und was es mit der Accademia per corpo e anima, direkt neben dem Hotel La Principessa auf sich hat.
„In einer stillen Bucht“ von Luca Ventura spielt auf Capri und hat mich aufgrund der Beschreibungen und der Charaktere sehr neugierig auf die Insel gemacht. Es handelt sich dabei um den dritten Teil einer Krimiserie, es tut der Handlung aber keinerlei Abbruch, wenn man die ersten beiden Teile nicht gelesen hat, da nicht nennenswert auf die Vorgänger Bezug genommen wird, sondern ein eigenständiger Fall bearbeitet wird. Nichtsdestotrotz werde ich aufgrund der kurzweiligen und sehr spannenden Lektüre auch die ersten beiden Teile noch lesen. Definitiv eine Krimireihe, die sich als Sommerlektüre eignet.











