Kunden em pfehlungen
Rezensionen von la_stellina:
Für tennisbegeisterte Personen empfehlenswert
Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht von Andrea Petković
Andrea Petkovic erzählt in ihrem Debut von ihrer Kindheit und dem Aufwachsen in Darmstadt, dem Aufstieg im Tennis, schwierigen Phasen, wie sie sich aus diesen wieder befreit hat und einigen Dingen die dazwischen noch geschehen sind. Ich weiß nicht woran es lag, vielleicht lag es daran, dass ich nun mal keine sehr tennisbegeisterte Person bin, jedenfalls hat mich das Buch nie so richtig gepackt.
Die Erzählung plätscherte so dahin und das Erzählte war einmal mehr einmal weniger spannend. Ich hatte mich durch dieses Buch erhofft, dass durch die Auseinandersetzung mit dem Tennis-Sport auch mein Interesse dafür etwas geweckt wird. - Leider Fehlanzeige. Für von vorneherein tennisbegeisterte Personen mag das Buch schon interessant sein. Für mich war es leider nichts. Nichts desto trotz finde ich, dass das Buch keine unnötigen Längen hatte, die Geschichte wird kurz und prägnant erzählt und der Schreibstil war meines Erachtens auch angenehm zu lesen. Beim Cover habe ich aber erst auf den zweiten Blick nach dem Lesen, des Klappentextes erkannt, dass es sich hierbei um ein Buch handelt, in dem es um Tennis geht und das Cover die Abbildung des Bodens eines Tennisplatzes darstellen soll.
Ein humorvoller Blick in die Zukunft
Im nächsten Leben wird alles besser von Hans Rath
„Im nächsten Leben wird alles besser“ von Hans Rath behandelt ein top-aktuelles Thema die Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Wie wird es in der Zukunft sein wenn Roboter immer mehr von den von Menschen ausgeübten Tätigkeiten und Berufe übernehmen?
Dauernörgler Arnold Kahl wacht eines Tages auf und wird von seinem persönlichen Serviceroboter Gustav darüber informiert, dass er sich im Jahr 2045 befindet und mittlerweile 78 Jahre alt ist.
Arnold fragt sich was passiert ist und kann sich an die letzten 25 Jahre seines Lebens nicht mehr erinnern. Nach und nach erzählt Gustav ihm immer mehr über die schöne neue Welt und die damit verbundene Möglichkeit des ewigen Lebens in einer virtuellen Welt. Doch Arnold erkennt , was ihm wirklich wichtig ist und will sein altes Leben zurück. Ein richtiges Abenteuer wie sich herausstellt. Zum Schluss gibt es ein Happy End.
Hans Rath schreibt mit viel Humor und einem Augenzwinkern eine humorvolle, futuristische Geschichte mit einer tollen Wendung am Schluss. Genau die richtige Mischung aus Unterhaltung und Anregung zum Nachdenken.
Spannender Mallorca-Krimi
Verschollen in Palma von Kallentoft Mons
Bei „Verschollen in Palma“ handelt es sich um einen äußerst packenden Krimi mit Suchtfaktor. Der ehemalige Polizist und nun Privatdetektiv Tim ist seit über drei Jahren auf der Suche nach seiner damals 16-jährigen Tochter Emme, die während eines Urlaubs mit ihren Freundinnen in Mallorca spurlos verschwunden ist.
Die Story wird hauptsächlich aus der Perspektive von Tim erzählt, wobei auch die Gedanken/Sicht von Emme aus der Vergangenheit immer wieder eine Rolle spielen. Auch die Sicht seiner Exfrau, der Mutter von Emme findet Berücksichtigung. Dadurch gewinnt die Story nochmals an Abwechslung, wobei die Spannung keinesfalls zu kurz kommt. Verschollen in Palma ist der Auftakt einer neuen Krimireihe von Mons Kallentoft. Trotz des meiner Meinung nach zu abrupten Endes, plane ich auch die Fortsetzung zu lesen.
Klare Leseempfehlung für alle, die corona-bedingt und trotz der ernsten Thematik die Insel nur gedanklich bereisen können oder möchten.
Unaufgeregte, detailreiche Erzählung über den letzten Sommer eines Mannes
Kostbare Tage von Kent Haruf
Kostbare Tage sind die Sommertage für den an Lungenkrebs erkrankten Dad Lewis, denn es wird sein letzter Sommer, in der fiktiven Kleinstadt Holt, irgendwo im Mittleren Westen der USA, sein. Gepflegt und unterstützt wird er bis zum letzten Tag von seiner Frau Mary. Als sein Zustand immer schlechter wird kommt auch die gemeinsame Tochter Lorraine nach Hause um zu unterstützen.
Nur ihr Bruder Frank, der sein Elternhaus, aufgrund seiner vom Vater nicht akzeptierten Homosexualität verlassen hat, kehrt nicht nach Hause zurück. Dad sinniert im Laufe der Zeit über sein Leben, das im Großen und Ganzen ein sehr glückliches war, von ein paar Episoden abgesehen. Auch die Nachbarinnen Berta May mit ihrer achtjährigen Enkelin Alice und Willa mit ihrer Tochter Alene besuchen und begleiten Dad regelmäßig in seinen letzten Tagen. Zwischendurch erfährt der Leser auch mehr über deren Leben und ihre Schicksalsschläge.
Der Erzählstil Harufs passt zur Story und seinen Beschreibungen über die weite Landschaft Holts und der Langsamkeit der Kleinstadt.
"Kostbare Tage" kann als Buch über das Loslassen und Abschiednehmen beschrieben werden. Es kommt jedoch gänzlich ohne Theatralik und Resignation aus. Ich empfand es als tröstlich und es hat mich trotz der eher unaufgeregten und etwas vorhersehbaren Handlung dennoch bis zur letzten Seite nicht losgelassen.
Handlungsschwerpunkt anders als erwartet
Wie uns die Liebe fand von Stihlé Claire
In „Wie uns die Liebe fand“ erzählt die Autorin die Lebensgeschichte der 92-jährigen Madame Nan und ihren vier Töchtern, die in einem kleinen elsässischen Dorf leben. Grundsätzlich von der Handlung her, ein mäßig abwechslungsreiches Buch. Die Handlung plätschert so dahin, erreicht aber auch nie einen Höhepunkt an Spannung.
Kurz vor Ende des Buches erfährt man, dann doch noch, was Moniseur Boberschram Madame Nan in der Vergangenheit angetan hat. Im Nachhinein gesehen, habe ich mir bei diesem Titel und aufgrund der Leseprobe einen anderen Handlungsschwerpunkt erwartet. Dennoch hatte ich eine angenehme Lesezeit, denn den Schreibstil der Autorin empfand ich als sehr erfrischend. Ich meine das Buch ist für all jene geeignet, die eine leichte Sommerlektüre schätzen.
Ein Buch über eine heimelige Buchhandlung auf Rügen
Meine Inselbuchhandlung von Petra Dittrich; Rainer Moritz
Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch aufgrund des Covers und der Klappentext hat meinen Wunsch das Buch zu lesen verstärkt.
Die Rüganerin Petra Dittrich schreibt in Meine Inselbuchhandlung von ihrem Werdegang von der Verkehrskauffrau zur stolzen & erfolgreichen Buchhändlerin auf der Ostseeinsel Rügen.
Dieser Weg war natürlich nicht frei von Komplikationen. So kam es nach einem Zerwürfnis mit dem Vermieter dazu, dass Dittrich sowohl die Wohnung wechseln, als auch ihre Buchhandlung auf die gegenüberliegende Marktseite verlegen musste. Davon ließ sich die Powerfrau aber nicht abschrecken. Heute läuft der Laden so gut wie eh und je, sie kann auf den Rückhalt der Rüganer bauern und mehrmals im Jahr finden Autorenlesungen u. A. Mit Thomas Raab, Dörte Hansen usw. statt. Außerdem gibt es die eine oder andre Beschreibung über Rügen oder die Rüganer.
Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und zur Lektüre passend. Die Seiten flogen nur so dahin, denn auch das Geschriebene war sehr abwechslungsreich und kurzweilig. Während der Lektüre wurde es nie anstrengend weiter zu lesen und so war das Buch in wenigen Tagen gelesen. Klare Leseempfehlung für alle, die Interesse an einem autobiografischen Text in dem mit jedem Satz die Liebe zu Beruf, Literatur und den Lesern mitschwingt.
Die Lektüre hat meinen Wunsch Rügen zu besuchen nur verstärkt und zudem weiß ich nun, wo ich eine gut sortierte Buchhandlung inklusive meist gut gelaunter Buchhändlerin finde nämlich in Gingst.
Ratgeber der anderen Art
Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich von Tessa Randau
Tessa Randau schreibt in Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich über die Begegnung einer gestressten Mutter mit einer älteren Dame, die ihr Leben nachhaltig verändert hat. Nach und nach stellt die Dame ihr vier Fragen, durch die, man dem was man wirklich will/braucht, ... näher kommt. Durch den unkomplizierten Schreibstil ist man beim Lesen sofort voll und ganz auf die Thematik konzentriert und kann auch über die eigene Situation reflektieren.
Die Protagonistin kommt ebenfalls sehr sympathisch rüber, man kann sich sofort in sie einfühlen und ihre Situation gut nachvollziehen. Das Büchlein mit seinen insgesamt 120 Seiten wird durch schöne in Pastellfarben gehaltene Illustrationen aufgelockert. Die richtige Lektüre/Anleitung für all jene die den Status Quo in ihrem Leben hinterfragen und verändern möchten, auch über Corona-Zeiten hinaus.
Arno Bussi ermittelt wieder
Die Toten vom Lärchensee von Joe Fischler
Das lange warten hat ein Ende. Heute erscheint „Die Toten vom Lärchensee“ von Joe Fischler, der zweite Fall für Arno Bussi. Arno Bussi wird erneut von Wien nach Stubenwald in Tirol beordert. Er soll dort in einem fünf Jahre alten Cold Case ermitteln. Schon bald befindet er sich mitten in den Ermittlungen, als ein weiterer Mord geschieht, der in Zusammenhang mit den geplanten Alpen-Chalets am Lärchensee stehen könnte.
Als wäre die Mordermittlung noch nicht genug, muss er verhindern, dass sich die Einheimischen gegenseitig an die Gurgel gehen, entdeckt auch die eine oder andere Liebelei und erlebt auch selbst, im wahrsten Sinne des Wortes, eine heiße Nacht. Doch je widriger die Umstände, umso engagierter ist Arno und so löst er auch diesen Fall im handumdrehen. Für den Leser leider viel zu früh. Der Krimi steht dem ersten Teil der Reihe, „Der Tote im Schnitzelparadies“ um nichts nach und war meines erachtens etwas realistischer als sein Vorgänger. Ein sehr lockerer und unterhaltsamer Tirolkrimi. Ich bin schon gespannt auf Teil drei.
Steinzeitfrau in der Gegenwart
Aufgetaut von David Safier
David Safier ist mit seinem neuesten Buch ein sehr rasanter und unterhaltsamer Roman gelungen. Es geht um Glück, Zusammenhalt und Liebe. Die Steinzeitfrau Urga gerät gemeinsam mit einem Baby-Mammut in einen Eissturm und wird eingefroren. 33.000 Jahre später wird sie von der Besatzung eines Kreuzfahrtschiffes in einem Eisberg der Arktis entdeckt.
Sie wird aufgetaut und dann beginnen auch schon die Probleme mit der neuen Welt: an ihr soll Forschung durchgeführt werden - was der erfolglose Unternehmensgründer Felix, seine Tochter Maya und der Kapitän jedoch zu verhindern wissen. Gemeinsam begibt sich das illustre Quintett, auf der Suche nach dem Glück, nach Bhutan, dem Zentrum des Glücks ...
Kurzweilige, humorvolle Leseunterhaltung, wie bisher alle gelesenen Bücher von David Safier.
Ein Bayer und ein Hamburger in Afrika
Das kann uns keiner nehmen von Matthias Politycki
Der Hamburger Hans hat mit Afrika noch eine Rechnung offen und reist für die Besteigung des Kilimandscharo nach Afrika. Auf dem Berg, sich nach Ruhe sehnend, um endlich von Mara Abschied nehmen zu können, trifft er auf Tscharli einen Bayer wie aus dem Bilder-Buche. Hans ist binnen kürzester Zeit sehr genervt von der Anwesenheit, dem überheblichen Machogehabe des Tscharli und auch von seinem Verhalten den Einheimischen gegenüber.
Eine Übernachtung im Krater des Kilimandscharo schweißt die beiden jedoch enger zusammen als ihnen lieb ist. Und so kommt es, dass Hans, Tscharli auf seinem letzten Trip quer durch Sansibar weiterbegleitet. Dabei erleben sie so einiges und müssen ihre Meinung über den jeweils anderen mehrfach revidieren. Es sieht sogar so aus als würden sie noch Freunde werden.
Politycki schreibt auf eine sehr spezielle Weise die selbst ein paar Wiederholungen in der Handlung (Barbesuche) unterhaltsam werden lassen. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm und unaufgeregt und zur Lektüre passend.











