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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Eternal-Hope:

Bedrückend

Das gelbe Haus von Mieko Kawakami

Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil mir "Brüste und Eier" von derselben Autorin sehr gut gefallen hat. In jenem ging es um japanische Frauen rund um das Thema Fruchtbarkeit und Kinder-Kriegen. Auch dort waren die Beziehungen zwischen den Figuren schon eher distanziert, wie es vielleicht auch für diesen Kulturkreis typisch ist.

Hier geht es nun um sozial benachteiligte junge Menschen in einem schwierigen Milieu. Wirklich warm geworden bin ich mit den Figuren nicht und auch die Handlung hat sich immer wieder hingezogen.

Andererseits gibt es insgesamt auch durchaus interessante Einblicke in die Lebenssituation von Menschen, die keine Ausbildung haben, sich im kriminellen Milieu durchschlagen müssen und von anderen Menschen manipuliert werden.

Es ist jedenfalls ein trostloses Milieu, auf das man sich gerade einlassen können muss, und insgesamt ein ungewöhnliches Buch, das man in dieser Weise nicht oft zu lesen bekommt.

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Rezensionen von Shilo:

Eine Reise in die Vergangenheit, die berührt

Die Liste der Lebenden von Stefan Kutzenberger

Mitten auf dem Meer beginnt diese Geschichte. Eine Frau treibt allein im Wasser und hält sich an einem Stück Holz fest. Während sie ums Überleben kämpft, kehren ihre Gedanken immer wieder nach Dänemark zurück.
Schon nach wenigen Seiten entsteht ein klares Bild von Henriette Wulff. Ihr Leben in Kopenhagen, ihre vielen Kontakte und vor allem die enge Verbindung zu Hans Christian Andersen werden ruhig und verständlich gezeigt.

Es braucht keine großen Worte, um zu spüren, was sie bewegt.
Im weiteren Verlauf wechseln sich die Gedanken auf dem Meer mit Erinnerungen an ihr früheres Leben ab. So entsteht nach und nach ein stilles Bild von Henriette und dem, was sie erlebt hat. Besonders die Briefe zeigen, was sie denkt und fühlt, auch wenn vieles unausgesprochen bleibt.
Die Verbindung zu Hans Christian Andersen ist wichtig für die Geschichte. Sie entwickelt sich nach und nach und bleibt ruhig.
Der Schreibstil ist klar und einfach. Die Geschichte braucht etwas Zeit, entfaltet aber eine eigene Wirkung. Vor allem die leisen Töne bleiben im Gedächtnis.
Historische und erfundene Ereignisse greifen dabei gut ineinander, sodass ein glaubwürdiges Gesamtbild entsteht. Die Übergänge wirken ruhig und passend.
Manche Stellen sind länger erzählt oder wiederholen sich leicht, wodurch der Lesefluss zwischendurch langsamer wird. Trotzdem fügt sich am Ende alles gut zusammen.
Es ist eine Geschichte, die lange nachklingt. Wer historische Geschichten mag und sehen möchte, wie Gedanken, Erinnerungen und Gefühle Menschen über Zeit und Entfernung verbinden, sollte dieses Buch lesen. 4 Sterne.

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Rezensionen von v_im_wunderland:

Sehr gelungen

Ultramarin von Ann-Christin Kumm

In diesem Buch geht es um eine komplizierte Beziehung zwischen 2 jungen Menschen.
Dabei ist die eine Person, der Hauptprotagonist des Buches, Lou in einer komplizierte Beziehung mit den Geschwistern Raf und Sophie verstrickt. Doch die Fixierung von Louis bezieht sich eher auf Raf. Raf weiß genau, was er mit Lou machen kann und wie weit er gehen kann denn dieser ist ihm ausgeliefert durch seine Gefühle zu ihm.

Dieses Machtgefälle wird in dem Buch ganz deutlich beschrieben und ist ein großer Teil der Geschichte. Man kann sich sehr gut in die einzelnen Personen hineinfühlen und leidet teilweise mit Lou mit. Und sieht wie er von Raf manipuliert wird. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, da es in einer sehr angenehmen Sprache geschrieben ist. Und mich auf eine interessante Reise mitgenommen hat. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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Rezensionen von verhei:

Nur nicht untergehen - düster wie das Moor und der Nebel

Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann

Kommissarin Malia Gold startet gleich turbulent in ihren neuen Job, sind doch im dichten Nebel im Moorgebiet zwei 18-jährige Zwillinge Nike und Jana nicht von ihrem Ausflug zurückgekehrt. Der Vater meldet die beiden Vermisst, da man sie auch telefonisch nicht erreicht und eine Suche im Moor bleibt erfolglos, nur ein Fahrrad eines der Mädchen wird gefunden.

Schwester Nike taucht etwas später wieder auf, doch Jana bleibt verschwunden. Verstörende Bilder tauchen auf ihrem Tik-Tok-Kanal auf. Erschütterung durchläuft die Gemeinde, wurde doch vor Jahren schon ein anderes Mädchen im Moor gesucht und nie gefunden.

Das Buch wird durch den atmosphärischen und bildhaften Schreibstil des Autors getragen, da er damit die Stimmung im Moor gut einfängt. Man fühlt sich im Geschehen – kalt, düster, neblig, einfach gruselig. Kurze Kapitel bzw. Unterabschnitte, die chronologisch präsentiert werden, halten den Spannungsbogen hoch, denn man bekommt ja alles nur scheibchenweise präsentiert. Nach so mancher Überraschung versucht man noch rasch, den nächsten Abschnitt zu lesen, was ob der Struktur ja leicht möglich ist.

Mit Malia Gold bin ich noch nicht ganz warm geworden, was auch an ihrer etwas kühlen Art liegen mag. Allerdings macht sie für mich einen glaubhaften Charakter aus und ihre eigene Familiengeschichte scheint auch so manches zu bieten haben. Sie ist entschlossen, stark und eben doch vielschichtig, daher hoffe ich auf mehr in den nächsten Bänden, da sie viel Potenzial hat.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Serie, da ich mir eine weitere spannende Geschichte erwarte. Außerdem bleiben ja noch einige Fragen zur Geschichte der Kommissarin Malia Gold.

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Rezensionen von Julia:

Inspirierende Impulse für ein bewussteres Wohnen

Besser wohnen - gesünder leben von Manuela Stengl

Dieses Buch wirbt damit, das einzige zu sein, das man zum Thema Wohnen lesen muss. Einerseits mag das durchaus zutreffen, andererseits wird im Buch selbst auch auf viele weitere spannende Werke verwiesen, die zur Vertiefung einladen.


Inhaltlich ist das Buch klar und sinnvoll aufgebaut. Schritt für Schritt wird man durch einen Prozess geführt, der dabei hilft, das eigene Wohnumfeld bewusster wahrzunehmen, Details genauer zu betrachten und mögliche Verbesserungen zu erkennen.

Dabei wird schnell deutlich: Große Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen – und genau das vermittelt das Buch sehr realistisch und angenehm. Neben kleineren Impulsen, die sich direkt umsetzen lassen, werden auch langfristige Prozesse aufgezeigt, die Zeit brauchen dürfen. Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass der Ton dabei nie belehrend wirkt, sondern vielmehr unterstützend und motivierend – eher eine helfende Hand als ein erhobener Zeigefinger.


Für mich persönlich war es spannend zu entdecken, wie viele Faktoren unser Wohnen und Wohlbefinden tatsächlich beeinflussen – und wie viel sich davon oft schon mit kleinen Anpassungen verändern lässt. Nicht alle Ansätze werde ich für mich umsetzen, aber viele Denkanstöße nehme ich definitiv mit. Vor allem hat das Buch mein Bewusstsein dafür geschärft, was ich bereits habe und was ich an meiner aktuellen Wohnsituation wertschätzen kann.


Auch der Blick in die Zukunft hat mir gut gefallen: Das Buch regt dazu an, sich frühzeitig mit möglichen Veränderungen der eigenen Lebensumstände auseinanderzusetzen und zu überlegen, welche Anforderungen das Wohnen dann mit sich bringen könnte – anstatt sich erst im Nachhinein damit zu beschäftigen.


Insgesamt ein inspirierendes und gut strukturiertes Buch, das mit vielen hilfreichen Impulsen zu einem bewussteren Umgang mit dem eigenen Wohnraum anregt.

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Rezensionen von milky:

Neubeginn

Einatmen. Ausatmen von Maxim Leo

Das Cover des Romans gefällt mir sehr gut. Es ist beruhigend, stellt durch die Blumen und den Himmel die verschiedenen Phasen des Lebens dar und man beginnt beim Lesen des Titels sofort einmal ruhig ein- und auszuatmen.
Der Roman handelt von Marlene, der ehrgeizigen Kandidatin für den Posten des CEO eines Konzerns.

Ihr Alltag besteht zum Großteil aus ihrer Arbeit, sie ist als Chefin und Kollegin distanziert, fordernd und nicht gerade empathisch. Aufgrund dieser Tatsachen wird sie von ihrem Chef dazu gezwungen, an einem Achtsamkeitsseminar teilzunehmen, wo die Geschichte ihren Lauf nimmt.
Maxim Leo erzählt mit einer flüssigen und ruhigen Art, aber auch mit humorvollem Unterton. Dadurch hat das Lesen stets Spaß gemacht. Wer große Spannung erwartet, ist hier falsch, was aber keineswegs bedeutet, dass der Roman langweilig wird. Die Figuren von Marlene, Alex, Matthiesen und Conny besitzen ihren eigenen Charakter und sind mir schnell ans Herz gewachsen.
Die Stimme und Vortragsweise von Vera Teltz hat gut zum Roman gepasst. Sie hat es mir leicht gemacht, direkt zu Beginn in die Geschichte einzutauchen.

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Rezensionen von gerlisch:

Nicht so fesselnd wie erhofft

Spellcaster von Jaymin Eve

Dieser Auftakt einer neuen Fantasy-Dilogie von Jaymin Eve verspricht auf den ersten Blick alles, was ich an Fantasy-Academy-Settings liebe: eine altehrwürdige Schule, eine Blutschwur-Fehde zwischen Paisleys und Logans Familien und lauernde Die Grundidee klingt definitiv spannend und hätte eine richtig packende Mischung aus Magie, Intrigen und Enemies-to-Lovers-Dynamik werden können.

Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass das Potenzial der Geschichte nicht ausgeschöpft wurde. Wichtige Informationen zu Figuren, Hintergründen und Handlung werden nur angekratzt, statt wirklich vertieft zu werden. Dadurch bleiben viele Zusammenhänge vage und unausgesprochen. Das Internat mit seinen magischen Zaubern, Kräutern, Kristallen und Tinkturen hätten so viel Raum für Atmosphäre geboten, bleibt aber leider nur blass. Auch das Magiesystem wird nur oberflächlich erklärt.
Besonders schade fand ich, dass die Charaktere kaum Tiefe oder Weiterentwicklung zeigen. Paisley ist impulsiv, oft widersprüchlich in ihrem Verhalten und schwer greifbar. Logan bleibt kühl und verschlossen. Die Emotionen kamen einfach nicht bei mir an. Gefallen haben mir aber die Freundschaften von Paisley mit ihren Mitschülerinnen, diese Szenen wurden wirklich harmonisch dargestellt.
Die Grundidee ist wirklich interessant, doch leider bleibt die Story hinter seinen Möglichkeiten zurück, für Fans von Academy-Fantasy vielleicht trotzdem ein Versuch wert, ich hoffe dann mal auf mehr Spannung in Band 2.

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Rezensionen von Julia:

Wenn die Vergangenheit anklopft

Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher

Diese Geschichte hat mich sehr berührt, auch wenn ich nach dem Klappentext zunächst mit etwas anderem gerechnet hatte.
Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet. Auch wenn es mir zu Beginn nicht ganz leichtfiel, alle sofort sympathisch zu finden, habe ich im Verlauf der Geschichte immer mehr die besonderen und liebenswerten Seiten der einzelnen Hauptfiguren zu schätzen gelernt.

Ohne zu viel vorwegzunehmen: Als Leser erfährt man nach und nach, was in der Jugend der drei Protagonisten vorgefallen ist und weshalb sie fast 20 Jahre lang keinen Kontakt mehr miteinander hatten. Durch unterschiedliche Schicksalsschläge treffen sie schließlich wieder in ihrer alten Heimat aufeinander und nähern sich langsam erneut an. Gerade diese behutsame Entwicklung hat mir sehr gefallen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Vereinzelt haben mich die Zeitsprünge etwas aus dem Lesefluss gerissen, was jedoch nicht gravierend war.
Am Ende musste ich tatsächlich ein paar Tränchen verdrücken. Dennoch hat mich der Epilog nicht ganz zufrieden zurückgelassen – hier hätte ich mir einen etwas runderen Abschluss gewünscht. Trotzdem kann ich diese Geschichte allen empfehlen, die ein paar entspannte Lesestunden mit viel Empathie und Emotionen suchen.

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Rezensionen von Julia:

Lädt zum Entspannen ein

Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo

Marlene ist eine Karrierefrau durch und durch. Beruflich läuft alles nach Plan, doch auf persönlicher Ebene besteht durchaus noch Entwicklungspotenzial. Bevor sie zur CEO ihrer Firma befördert wird, soll sie daher an einem Coaching teilnehmen – eine Aufgabe, der sie zunächst eher pragmatisch als begeistert begegnet.

Schon nach wenigen Seiten wird deutlich, dass Marlene ein sehr direkter und durchaus außergewöhnlicher Charakter ist. Entsprechend hatte ich mich auf einige pointierte und schlagfertige Dialoge gefreut, die allerdings etwas sparsamer eingesetzt wurden als erwartet. Dennoch war es spannend, ihre Entwicklung zu verfolgen und hinter die Fassade der ehrgeizigen Geschäftsfrau zu blicken.

Auch Alex lernen wir durch wechselnde Kapitel zunehmend besser kennen, was der Geschichte zusätzliche Perspektiven verleiht. Vom eigentlichen Seminar selbst erfährt man hingegen vergleichsweise wenig – der Fokus liegt stärker auf den persönlichen Entwicklungen der Figuren.

Gerade diese unterschiedlichen Entwicklungen haben mir insgesamt gut gefallen. An manchen Stellen wirkten einzelne Szenen jedoch etwas konstruiert oder leicht unrealistisch, und teils hatte ich das Gefühl, dass sehr viele Veränderungen auf vergleichsweise wenigen Seiten untergebracht wurden. Hier hätte ich mir stellenweise etwas mehr Raum gewünscht.
Der Schreibstil passt hervorragend zur Geschichte: angenehm, ruhig und flüssig zu lesen. Besonders das Ende hat mir sehr gut gefallen, da es stimmig ausgearbeitet ist und der Geschichte einen runden, zufriedenstellenden Abschluss verleiht.

Insgesamt ist es ein solides, unterhaltsames Buch mit interessanten Charakterentwicklungen.

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Rezensionen von Petra:

Mal was anderes

Statt aus dem Fenster zu schauen von Anna Katharina Scheidemantel

Statt aus dem Fenster zu schauen und darüber nachzudenken was wäre wenn, einfach mal machen. So handhabt es Sophie, sie kauft auf Kleinanzeigen einfach mal ein Haus in der ostdeutschen Provinz für ihre ersparten dreitausend Euro. Vorher war sie berechenbar, eine Einser Schülerin, fokussiert im Studium, fleißig usw.

nun von heute auf morgen hat sie ihr Praktikum hin geschmissen und zieht aufs Land.
Sophie ist ein gutes Beispiel für eine junge Frau die die in sie gesetzen Erwartungen erfüllt. Die ihrer Umwelt aber auch ihre eigenen. Aber ist es auch das Leben das sie haben will. Ist sie glücklich, ist es das was sie sich für ihre Zukunft vorstellt. Einfach mal eine Auszeit nehmen, Luft holen, etwas anderes Sehen und Erleben, mal pausieren, entschleunigen, andere Sichtweisen kennenlernen. Dazu gehört Mut und Selbstbewusstsein, aushalten können, wenn andere sagen wie kannst du nur.
Das alles findet sich auf diesen Seiten, wenig Aufregendes, nicht unbedingt spannend, trotzdem dieser auf einmal gegensätzliche Lebensentwurf macht nachdenklich. Wie war es bei einem selber. Bin ich den Erwartungen gefolgt oder ist mein Leben bisher so abgelaufen wie ich es mir erträumt und gewünscht habe. Das Buch stellt automatisch diese Frage, fordert den Vergleich, für mich passt es, hoffentlich auch für andere Leser und wenn nicht das Leben ist zu kurz um nicht doch noch etwas zu ändern.

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