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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von lesen=liebe:

Herzliche Monster

Ninas Monster. Falsch geliefert von Rüdiger Bertram

Ninas größter Wunsch ist, ein Monster als Freund zu haben. Da sie in der Schule oft gehänselt und ausgelacht wird, möchte sie ein starkes Monster an ihrer Seite haben, vor dem sich alle fürchten.

Ich habe das Buch gemeinsam mit meinen Söhnen (7 und 8) gelesen. Es ist eines dieser Bücher, die einen schon auf der ersten Seite abholen.

Man kann sich gut in die Figuren hineinversetzen und ihre Gefühle und Wünsche nachvollziehen. Die Beziehung zwischen Oma und Nina berührt uns besonders. Oma nimmt Ninas Sorgen ernst und unterstützt sie mit viel Herz. Schön ist auch, dass Nina die Monster nicht verheimlichen und sich keine Ausreden ausdenken muss.

Auch Ninas Eltern sind toll. Sie haben zwar wenig Zeit für Nina, reagieren aber erstaunlich verständnisvoll und gelassen, als die Monster auftauchen. Viele Szenen haben uns zum Lachen gebracht.

Am Ende waren die Kinder sogar ein bisschen traurig, dass das Abenteuer schon vorbei war. Mein Sohn meinte: „Schade, dass wir das Buch schon fertig gelesen haben.“ Das sagt doch alles.

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Rezensionen von Katharina Grassmugg:

Eine beeindruckende Frau

Finding My Way. Ein Memoir von Malala Yousafzai

Malala ist für mich schon sehr lange eine Frau die mich total fasziniert. Ihr Mut sich für die Rechte der Mädchen einzusetzen, der ihr tragischerweise eine Kugel in den Kopf bescherte, ist total beeindruckend.

In diesem Memoir erzählt sie aus ihrem Leben auf eine sehr authentische und ungeschönte Art und Weise.

Immer wieder reflektiert sie über sich, ihr Leben und dem Zwiespalt zwischen ihren Wünschen und dem was die Tradition oder die Gesellschaft von ihr erwartet.

Man lernt eine junge Frau kennen die ihren Uniabschluss fast nicht schafft weil sie zu viele Fehlzeiten aufweist die sie angesammelt hat um auf Konferenzen über Mädchennildung zu sprechen, eine Mädchenschule in Afghanistan aufzubauen oder mit staatsoberhäuptern zu sprechen. Eine Frau die mit ihren Freundinnen feiern und tanzen geht und von ihren Eltern kritisiert wird weil man sie beim Rudern fotografiert und die immer wieder den Satz:"was sollen die Menschen zuhause von dir denken" zu hören bekommt. Immer wieder liest man von Malalas Zwiespalt, von ihren Schwierigkeiten über die sie oft spricht ohne zu beschönigen. Sie spricht über ihre traumatischen Erfahrungen und die Folgen ebendieser, erzählt von ihrer Therapieerfahrung ebenso wie von ihren politischen erfolgen für die Mädchenbildung.

All das hat in ihren Erzählungen gleich viel Platz was dieses Buch in meinen Augen sehr authentisch und leicht zu lesen macht. Manchmal fühlt man sich ihr so verbunden als würde sie neben einem sitzen.

Für mich war dieses Buch wirklich absolut großartig zu lesen und eine der interessantesten Memoiren die ich bisher gelesen habe. Ich finde Malala einfach großartig und habe dieses Buch mit Freuden gelesen, mit ihr mitgeliefert, mitgelitten und mitgehofft. Ein total tolles Buch einer total tollen Frau.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Vom Wert und vom Preis der Schönheit

Das schönste aller Leben von Betty Boras

"Das schönste aller Leben" ist das Romandebüt der Autorin Betty Boras. Schöne Menschen haben in vielen Lebensbereichen, ob privat oder beruflich, Vorteile, so sagt es die Volksweisheit, und das ist auch das Ergebnis so einiger Studien. Und wünschen sich nicht die meisten Eltern insgeheim, wenn auch oft unausgesprochen, ein hübsches Kind, oder zumindest kein hässliches? Wenn wir unseren Kindern das bestmögliche Leben wünschen, ist Schönheit ein wichtiger Bestandteil davon? Was passiert mit ihren Lebensperspektiven, wenn die Schönheit auf einmal beeinträchtigt wird? Doch ist Schönheit nur ein Vorteil, oder gibt es auch einen Preis, der damit einhergehen kann?

Dieses unterhaltsame und gleichzeitig tiefgründige Buch verhandelt das Thema Schönheit und ob und wie sie zu einem guten Leben beiträgt, eine Voraussetzung dafür ist oder es sogar verhindern könnte, aus vielfältigen Perspektiven, eingebettet in eine Mehrgenerationengeschichte einer rumäniendeutschen Familie.

Es gibt vier Erzählperspektiven:

1) Vio, das ist die kindliche und später jugendliche Viola, die gemeinsam mit ihren rumäniendeutschen Eltern aus dem Banat nach Deutschland auswandert. Die sich dort wünscht, nicht aufzufallen, sich anpassen und genauso wie ihre deutschen Mitschülerinnen sein möchte. Die als Jugendliche wegen Skoliose ein Korsett tragen muss und unter dem Schmerz und der Einschränkung der Bewegungsfreiheit sehr leidet. Und die auch spürt, wie sehr die Erwartungen der Eltern, aus ihrer Chance auf ein gutes Leben in Deutschland etwas zu machen, auf ihr lasten.

2) Ich, das ist die erwachsene Viola, Mutter einer kleinen Tochter, die als sehr hübsches Mädchen auf die Welt gekommen ist, aber durch einen tragischen Unfall, der von Viola unbeabsichtigt verursacht wurde, Narben im Gesicht davongetragen hat. Viola aus der Ich-Perspektive hadert sehr mit diesem Schicksal, macht sich dafür verantwortlich und entwickelt dadurch psychische Probleme.

3) Theresia, eine entfernte Vorfahrin dieser Familie, die vor Jahrhunderten zur Zeit Kaiserin Maria Theresias als Ziehtochter einer wohlhabenden Familie in Wien aufwuchs, doch aufgrund von einem aufgeflogenen außerehelichen Sexualkontakt mit einem Priester von der unbarmherzigen Keuschheitskommission in ein Straflager in das rumänische Banat verschleppt wurde. Auch Theresia galt als sehr hübsch, und das wurde ihr zum Verhängnis.

4) Die Banater Erde, die auf die Menschen blickt, von denen sie bearbeitet und geprägt wurde, die auf ihr geboren und in ihr gestorben sind, und die sie verlassen haben: "Die Letzten von euch sind 1990 gegangen, nur ein spärlicher Rest ist übrig geblieben. Wie Ratten habt ihr das sinkende Schiff verlassen, sobald sich eine Gelegenheit bot. Der Diktator war tot, und ihr wähntet eure Zeit gekommen. Wie sehr ihr euch getäuscht habt! Ja, das Leben in der Diktatur war kein Zuckerschlecken, aber ist die Regierung eines Landes das Einzige, was zählt? Sind es nicht auch seine Menschen, seine Traditionen, die Erde, aus der man gewachsen ist? Hier wart ihr jemand, ihr wart Deutsche." (S. 213)

Das Buch ist voll von tiefgründigen, ehrlichen Aussagen und in einer eindringlichen, besonderen Sprache verfasst. Es hat mich damit sofort in seinen Bann gezogen, schon ganz am Anfang, als etwa Viola ihren Wunsch nach einer schönen Tochter äußert: "Ich schäme mich, dass ich eine schöne Tochter möchte. Ich würde lieber sagen, sie soll glücklich sein. Das will ich auch, aber ich bin mir sicher, mit der Schönheit kommt ein Teil des Glücks von selbst. (...) Ich wünsche meiner Tochter Resilienz, möchte ihr ein gutes Selbstbewusstsein mit auf den Weg geben, möchte, dass sie Zufriedenheit unabhängig vom Urteil anderer empfindet. Ich bin aber überzeugt davon, dass es von alledem mehr braucht, wenn sie weniger schön ist. Einen schönen Menschen resilient zu machen ist einfacher." (S. 9)

Neben physischer Schönheit ist auch die Frage nach einem schönen, guten Leben eine prägende, die sich durch das Buch zieht, und auch hier geht es wieder um den Preis: der Preis, die eigene Heimat zu verlassen und in ein Land zu ziehen, in dem man sich erst einmal fremd fühlt, genauso wie der Preis, physische Einschränkungen und Schmerzen, wie ein Korsett oder eine Zahnspange, auf sich zu nehmen, um die eigene Schönheit zu verbessern. Auch Themen wie Klasse, Identität und der dazugehörige Habitus sowie der Wunsch nach sozialem Aufstieg finden Raum in dem Buch: "Vio hatte schnell verstanden, dass das Gymnasium nur für die Besten war. Sie wollte unbedingt dazugehören, aber musste sie dafür nicht mehr wie Nina sein?" (S. 66)

Insgesamt ist es eine berührende Familiengeschichte, die ich äußerst gerne gelesen habe, die genauso unterhaltsam wie tiefgründig ist und mir neue Denkanregungen über die Verknüpfung von Schönheit, Identität, Migration und Chancen gebracht hat. Mein einziger Kritikpunkt ist der Handlungsstrang um die Ahnin Theresia: dafür, dass dieser vor mehreren Jahrhunderten spielt, hat er sich für mich nicht ganz genug in dieser historischen Zeitepoche verortet angefühlt und die Figuren in diesem Teil haben für mich in Bezug auf Sprache und Handeln zu modern und damit nicht vollständig authentisch gewirkt.

Dieser Kritikpunkt gilt nicht für alle anderen Teile, in denen ich die Charaktere als sehr authentisch konstruiert und passend in Zeit und Raum verortet wahrgenommen habe (vermutlich ist dieser Teil auch näher an der eigenen Biografie der Autorin dran).

In Summe vergebe ich gute 4 Sterne für ein empfehlenswertes Buch, das ich einer breiten Leserinnenschaft, aber insbesondere jenen, die sich für Familiengeschichten in Verbindung mit Identität, Migration und Schönheit interessieren, sehr empfehlen kann. Auf weitere Bücher dieser Autorin bin ich sehr gespannt!

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Rezensionen von flyingmouse88:

Sommer

Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher

„Der Sommer, der uns blieb“ von Greta Herrlicher ist für mich ein Roman, der viel leiser und nachdenklicher ist, als es Titel und Gestaltung zunächst vermuten lassen. Schon optisch macht das Buch einiges her – vom verträumten Cover über die liebevollen Details im Inneren bis hin zu den kleinen Zitaten vor jedem Kapitel.

Das sorgt direkt für eine besondere Atmosphäre beim Lesen.
Inhaltlich geht es um die drei ehemaligen Nachbarskinder Martin, Britta und Pia, die in ihrer Kindheit eng miteinander verbunden waren – allerdings nicht so unbeschwert, wie es auf den ersten Blick scheint. Jeder von ihnen bringt seine eigene Geschichte und familiäre Belastung mit, was der Freundschaft von Anfang an eine gewisse Tiefe gibt. Als Pia nach dem Abitur plötzlich verschwindet, bricht der Kontakt komplett ab. Erst viele Jahre später kreuzen sich ihre Wege wieder.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven der drei Hauptfiguren, wobei die Kapitel angenehm kurz gehalten sind. Dadurch entsteht ein gutes Lesetempo, und man bleibt leicht am Ball, auch wenn zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin- und hergesprungen wird. Besonders spannend fand ich, wie sich nach und nach zeigt, dass die vermeintlich schöne Kindheit doch von vielen unausgesprochenen Dingen geprägt war.
Was ich allerdings etwas schade fand: Gerade bei Britta und Martin hätte ich mir stellenweise mehr Einblick in ihre Gedanken und Gefühle gewünscht. Manche Entwicklungen wirken dadurch ein wenig angerissen, ohne ganz ausgeschöpft zu werden.
Emotional hat mich das Buch trotzdem erreicht. Es ist keine klassische leichte Sommerlektüre, sondern behandelt durchaus ernstere Themen und kann auch nachdenklich oder traurig stimmen. Wer also eine tiefgründigere Geschichte über Freundschaft und Vergangenheit sucht, wird hier eher fündig als bei einem typischen Wohlfühlroman.

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Rezensionen von Herwig Oberlerchner:

Zwei Teenager auf der Suche nach ihrer Identität

Amphibium von Tyler Wetherall


Sissy ist 12, hat eine psychisch kranke Mutter, die Eltern sind getrennt, andere Bezugspersonen gibt es nicht. Ihr Leben besteht aus Beziehungsabbrüchen, Sorge um die Mutter und diffusen Sehnsüchten, viel Einsamkeit und dem besorgten Beobachten der körperlichen Veränderungen. Sie lernt in der Schule die 13-jährige Tegan kennen, deren Bruder sich kürzlich suizidiert hat und deren Bezugspersonen ebenso blind für ihre Bedürfnisse sind wie selbstbezogen.

Es entsteht eine tiefe Freundschaft. Tegan beschützt Sissy zwar vor schmerzhaftem Bullying, ist aber so manipulativ und egozentrisch, dass Sissy in seelische Not gerät und sich in ein Amphibium zu verwandeln meint.
Die zart keimende Weiblichkeit wird obendrein bedroht von einer geilen und rücksichtslosen Männerwelt.
Intensive Bilder, manches klischeehaft, ein tiefer Einblick in das Unbewusste keimender Weiblichkeit und in die Nöte vernachlässigter Heranwachsender.

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Rezensionen von nil_liest:

Die toxische Sogkraft von Ultramarin

Ultramarin von Ann-Christin Kumm

Manchmal beginnt ein Buch aus reiner Neugier – und endet damit, dass man es kaum noch aus der Hand legen kann. Genau so ging es mir mit dem Debüt Ultramarin von Ann-Christin Kumm. Was zunächst wie ein sommerlicher Roman über Freundschaft und Urlaub wirkt, entpuppt sich schnell als psychologisch aufgeladenes Kammerspiel über Macht, Abhängigkeit und die dunklen Seiten von Nähe.

Im Zentrum steht Lou, der schon seit Jugendtagen eng mit den wohlhabenden Geschwistern Raf und Sophie verbunden ist. Besonders Raf übt eine fast magnetische Anziehung auf ihn aus – charismatisch, dominant, unberechenbar. Lou kreist um ihn wie ein Satellit um einen Planeten. Er wartet auf Aufmerksamkeit, erträgt Zurückweisung und kehrt doch immer wieder zurück. Als schließlich nicht Sophie, sondern ihre Freundin Nora mit an die dänische Küste reist, verschiebt sich das fragile Gleichgewicht. Was zunächst nach einem trägen Sommer voller Meer, Zigarettenrauch und improvisierter Mahlzeiten aussieht, wird nach und nach zu einem emotionalen Minenfeld.
Die Dynamik zwischen den Figuren ist dabei das eigentliche Zentrum des Romans. Raf zieht Menschen an und stößt sie gleichzeitig von sich – er verletzt, verspottet, demütigt, nur um im nächsten Moment wieder Nähe zu erzeugen. Gerade diese Wechsel aus Anziehung und Abweisung machen seine Beziehung zu Lou so verstörend. Lou wiederum wirkt lange wie jemand, der sich selbst klein macht, der immer wieder in dieselbe Beziehungsschleife gerät, obwohl er ihre zerstörerische Kraft längst erkannt haben müsste.
Die Figuren sind dabei weniger klassische Identifikationsfiguren als vielmehr Projektionsflächen komplexer emotionaler Abhängigkeiten. Gerade diese Unschärfe verstärkt das Gefühl einer latenten Bedrohung, die über allem schwebt.
Sprachlich wählt Ann-Christin Kumm einen eher ruhigen, fließenden Stil, der gut zu dieser unterschwelligen Spannung passt. Dialoge tauchen ohne typische Markierungen im Text auf, Gedanken und Wahrnehmungen gehen ineinander über. Besonders auffällig ist, wie viele Passagen von Fragen geprägt sind – Gedanken, die Lou durch den Kopf gehen, ohne dass er wirklich Antworten findet. Dadurch entsteht das Gefühl eines permanenten inneren Suchens.
„Das Wasser tief unter uns, ein dunkles Blau, ultramarin. Vielleicht war das schon zu viel gewesen für meine Nerven.“
Diese Bildsprache zieht sich durch den ganzen Roman – sinnlich, flirrend, manchmal beinahe hypnotisch. Die sommerliche Küstenlandschaft bildet dabei einen starken Kontrast zu den emotionalen Abgründen, die sich zwischen den Figuren auftun.
Auch strukturell arbeitet der Roman mit interessanten Mitteln. Rückblenden öffnen immer wieder Fenster in die Vergangenheit und werfen neues Licht auf die Beziehungen der Figuren.
Fazit: Ultramarin erzählt nicht von einfachen Auflösungen, sondern von der Komplexität toxischer Beziehungen, die sich selten klar ordnen lassen. Ultramarin ist damit ein Roman, der weniger durch spektakuläre Handlung als durch seine Atmosphäre wirkt.

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Rezensionen von brauneye29:

Hat mir gut gefallen

Der Gesang der See,1 Audio-CD, 1 MP3 von Trude Teige

Zum Inhalt:
Das Leben ist hart und entbehrungsreich auf der kleinen Fischerinsel an der norwegischen Westküste. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, dass sie die Tradition der Familie aufrechterhalten wird und Lotsenposten in der Familie hält. Als jedoch ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, wird es schwer das Versprechen zu halten, denn als Frau darf sie keine Schiffe begleiten.

Auf der Suche nach einem Ausweg, gerät sie in einen Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft.
Meine Meinung:
Ich mag die Bücher der Autorin, umso mehr habe ich mich gefreut, dass es jetzt ein weiteres Buch gibt. Erstaunlicherweise eins, dass vor den schon bekannten Bücher bereits erschienen ist. Diesmal geht es um eine sehr starke, emanzipierte Frau, die allerdings in einer Gesellschaft lebt, in der ihre modernen Ansichten nur schwer ankommen. Gerade auch in der sehr konservativen Fischergesellschaft hat sie nur wenig Chancen mit ihren Ideen. Zudem ist sie hin und her gerissen zwischen ihren Gefühlen und die Leidenschaft, die sie empfindet und dem Pflichtgefühl. Dazu kommt, dass das Leben auf der Insel sehr gut erzählt wird und auch die Landschaft war für mich sehr gut vorstellbar. Der Schreibstil ist sehr angenehm, man fliegt förmlich durch das Buch. Ich hatte auch Gelegenheit, das Hörbuch zu genießen und auch das war wirklich ein Genuss und sehr gut gelesen.
Fazit:
Hat mir gut gefallen

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Rezensionen von brauneye29:

Gefällt mir

Die Rätsel meines Großvaters von Masateru Konishi

Zum Inhalt:
Die Geschichte von Kaede und ihrem demenzkranken Großvater geht in die nächste Runde. Wieder lösen sie zusammen mit Hilfe von Kriminalliteratur größere und kleinere Rätsel und verstricken sich auch noch selbst in einen Fall. Es gibt wieder einige neue spannende Fälle, die auf ihre Art alle anders sind.

Währenddessen gibt es im privaten Umfeld sonderbare Ereignisse und ein alter Widersacher taucht auf.
Meine Meinung:
Ich habe mich auf die Fortsetzung gefreut und wurde auch nicht enttäuscht. Es geht wieder sehr interessant weiter. Was mir aber neben den zu lösenden Fällen aber besonders gut gefällt, ist nach wie vor, dass das Thema Demenz aufgegriffen wird. Ob das alles so realistisch ist, mag dahin gestellt sein, aber es ist wichtig es zu thematisieren und das in einem spannenden Buch zu tun, ist eine Art, die mir besonders gut gefällt. Diese Momente, wo es um die Beziehung von Kaede und ihrem Großvater geht und auch alte Erinnerungen dann geschildert werden, machen bewusst, dass der Zustand des dementen Mannes weniger werden und das hat mich sehr berührt.
Fazit:
Gefällt mir

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Wirkt auf mich unfertig

Der Glückskind-Effekt von Johannes Storch; Maja Storch

Ich bin eigentlich ein großer Fan der Bücher von Maja und Johannes Storch, weil ich die Fähigkeit der Autoren, komplexe psychologische Konzepte anhand liebenswerter Maskottchen-Figuren allgemeinverständlich und humorvoll zu vermitteln, sehr schätze. So ist mir auch das Zürcher Ressourcenmodell, das auch in diesem Buch wieder vorkommt, schon bekannt.

Auch die Motto-Ziele kommen wieder vor, es geht also um die altbekannten Konzepte dieser Autoren, ergänzt um Betrachtungen zu Systemtheorie etc.

Erhofft habe ich mir ein weiteres liebevoll gestaltetes und leicht verständliches Werk, das ich als Psychologin meinen Klientinnen und Klienten empfehlen kann, um sich besser zu verstehen. Als solches wird auch dieses Buch wieder vermarktet und so habe ich mich sehr auf die Lektüre gefreut.

Doch leider wirkt auf mich das Buch unfertig, wie wenn man sich den letzten Überarbeitungs-, Straffungs- und Konkretisierungsschritt gespart hätte. Ja, es gibt wieder ein liebenswertes Maskottchen, diesmal ist es das Orx, das denkt, das ihm nichts gelingt und es immer nur Pech hat. Dabei gehen die Autoren darauf ein, dass es ihnen wichtig war, dem im esoterischen Bereich so populären "Wünsch dir was vom Universum"-Konzept etwas wissenschaftlich Fundiertes zum Thema innere Haltung und Mindset entgegenzustellen.

Das gelingt auch erst einmal durchaus gut: das Orx stellt sich vor, es gibt wieder ansprechende Zeichnungen und wissenschaftliche Theorien, die zuerst allgemein erklärt und dann für das Orx noch einmal verständlicher gemacht werden. Doch insgesamt wirkt das Buch auf mich nicht rund und ich habe den Eindruck, dass hier versucht wurde, zu viele zu komplexe Theorien miteinander zu integrieren, auf eine Art und Weise, bei der ich befürchten muss, dass die meisten meiner Klientinnen und Klienten - ohne Vorwissen zu Systemtheorien usw. - davon nicht abgeholt werden, es nicht verstehen werden und somit keine klare Botschaft zum Mitnehmen bleibt.

Wer sich, wie ich, mit den psychologischen und philosophischen Konzepten hinter diesem Buch schon tiefgründiger beschäftigt hat, wird natürlich verstehen, was gemeint ist - aber dafür braucht man dann wiederum nicht so ein Buch, das versucht, diese Theorien für Laien gut verständlich und praktisch anwendbar runterzubrechen.

Ich empfehle jenen, für die das Werk dieser Autoren neu ist, erst einmal zu einem anderen ihrer Bücher zu greifen, um einen guten Eindruck davon zu bekommen, was verständliche Wissenschaftsvermittlung leisten kann.

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Rezensionen von brauneye29:

Beeindruckendes Debut

Mit beiden Händen den Himmel stützen von Lilli Tollkien

Zum Inhalt:
Lale wächst unter ungewöhnlich Umständen auf. In einer Männerkommune, die Partys feiern und Revolutionen planen. Sie selbst darf im Grunde alles, was ein Kind sich wünscht, ewig wach bleiben und fernsehen und Süßiskeiten in Unmengen essen. Doch sie seht sich nach Geborgenheit und Verlässlichkeit.

Zwischen Freiheit und Vernachlässigung versucht sie ihren Weg zu gehen.
Meine Meinung:
Was für ein Buch! Schon direkt am Anfang werden wir mit der abhängigen Mutter bekannt gemacht, da ist Lale noch in ihrem Bau, kann sich nicht um das Kind angemessen kümmern, so dass sie zu einem Pflegevater in der Kommune kommt. Nicht nur dass sie ihre eigenen Grenze überschritten werden, sie kann sich auch niemanden anvertrauen. Sie muss erwachsen werden, eh sie sich mit dem Erlebten auseinandersetzten kann. Das Buch ist wirklich eine Berg- und Talfahrt, in der man alle Gefühle durchmacht. Man kann kaum glauben, wie Lale aufwachsen musste, wie sie selbst ein auf und ab erlebt. Man möchte sie aus der Situation rausholen und sie einfach umarmen. Es ist ein Buch, dass einem eine wahre Gefühlsachterbahn bietet und das nicht nur der Protagonistin Lale, sondern auch dem Leser.
Fazit:
Beeindruckendes Debut

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