Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gavroche:
Wer ist Eric Sanders?
Stalker - Er will dein Leben. von Arno Strobel
Das Hörbuch wurde sehr gut und versiert von Sascha Rothermund vorgelesen, die Spannung wurde durch seine Stimme noch gesteigert und ich habe ihm gerne zugehört.
Eric Sanders ist am Höhepunkt seiner bisherigen Schauspielerkarriere angelangt. Er hat im Münchner Tatort mitgespielt und freut sich nun auf Folgeaufträge.
Aber dann kommt der Schock: jemand gibt sich auf seinen Social Media Kanälen als Eric Sanders aus und behauptet, der echte Kanal sei ein Fake. Was will dieser Mensch? Geht es darum, seine Karriere zu torpedieren? Eric wird auch im realen Leben verfolgt und erhält Drohungen. Die ganze Sache eskaliert bis seine Frau und sein Sohn entführt werden. Eric muss sich unbedingt an seine Vergangenheit erinnern, aber an alles, was vor seinem 11. Lebensjahr passiert ist, hat er keine Erinnerung. Er erinnert sich lediglich an einen Brand, von dem er immer wieder Alpträume hat.
Das Buch ist zu Beginn gar nicht so spannend, die Spannung ist er subtil, steigert sich dann aber immer mehr und es kommen immer mehr Fragen auf, die am Ende alle gut beantwortet werden und die Vergangenheit von Eric ist auch für die Hörer und Leser kein Geheimnis mehr.
Rezensionen von Gaby 2707:
Jetzt freu ich mich noch mehr aufs Oktoberfest
O'zapft is! von Margarete Prijak
Im Augustiner Biergarten bedient Margarete „Maggy“ Prijak seit Jahren ihre Stammkunden, die jedes Jahr oft täglich bei ihr vorbei schauen, die Münchner, die ab und zu mal ihr Bier bei ihr trinken und natürlich die Touristen, ohne die das jährlich Volksfest nicht zum größten der Welt geworden wäre.
In ihrem Buch lehrt uns Maggy bayerisch für Anfänger, genau so wie auf bayrisch zu fluchen. Ich erfahre, was die Schleife am Dirndl, je nachdem wie sie gebunden ist, aussagt und bekomme eine kleine Glubberl-Kunde. Ich kenne jetzt die verschiedenen Arten von Menschen, die bei ihr im Biergarten aufschlagen und weiß, was man tun sollte bzw. was man unbedingt unterlassen sollte um einen gemütlichen Nachmittag und Abend dort zu verbringen. Und ich kenne jetzt ihre eigene Playlist – die sie nicht nur zur Wies´n Zeit abspielt.
Die skurrile Geschichten, die Maggy hier erzählt haben mich schmunzeln und auch mal den Kopf schütteln lassen. Unglaublich, was einem da alles passieren kann. Genau so unglaublich wie die Fundsachen, die alljährlich den Weg ins Wiesn-Fundbüro finden - und teilweise gar nicht mehr abgeholt werden. Ich muss doch merken, wenn ich meinen Rollstuhl irgendwo dort habe stehen lassen – oder nicht?
Auf 189 Seiten, aufgeteilt in 10 Kapitel, einem Nachwort, einem Glossar mit Wörtern, die nicht jeder Nichtbayer versteht, und einer Seite mit Adressen rund ums Oktoberfest bekomme ich alles (und noch so viel mehr) rund ums kellnern auf der Wiesn geboten. Das, wie es mir jetzt scheint, so viel mehr ist, als nur das Bedienen der Gäste aus aller Welt.
Ich lerne Maggy und ihre Wiesn-Family, egal ob verwandt oder nicht, befreundet oder nur Arbeitskollegen, ein bisserl kennen und bekomme einen kleinen Einblick in ihr Leben und ihre private Welt vor und nach dieser Zeit auf der Theresienwiese in München. Aus jedem ihrer Worte und Sätze strahlt die Liebe zur 5. Münchner Jahreszeit. Es ist so schön zu lesen, wie jemand so für das was er tut brennt. Auch wenns absolut kein leichter Job ist.
Auf der diesjährigen Wies´n, die in 3 Wochen beginnt, werde ich Maggy Prijak mal im Augustiner Biergarten besuchen und schaun, ob ich einen Platz in ihrem „Wohnzimmer“ ergattern kann.
Also – Auf gehts - Auf a friedliche Wiesn!
Rezensionen von Gavroche:
Die Zeit verläuft anders
Das Geheimnis der Glasmacherin von Tracy Chevalier
Die Geschichte beginnt in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, jedoch verläuft die Zeit in Venedig einfach anders, wie uns die Autorin erklärt. Und mit jedem Kapitel wird ein Stein weiter übers Wasser geworfen und wir machen einen Zeitsprung. Die Welt dreht sich weiter, aber nicht für Orsola, ihre Familie und ihre direkte Umgebung.
Ein geschickter Schachzug, denn die Geschichte endet in unserer Gegenwart. So erleben wir beispielsweise die Pest auf Murano und Venedig, treffen Casanova, erleben die Zeit der napoleonischen Besatzung und das Hin und Her zwischen Frankreich und Österreich etc. Aber wir bleiben vorrangig in dem Kosmos der Familie Rosso und der Protagonistin Orsola. Eine Familie von Glasmachern, die viele Schicksalsschläge hinnehmen muss und die Geschichte einer starken Frau. Und man lernt ganz viel über Murano-Glas. Wenn man die Beschreibung so liest, denkt man, das ist unmöglich, so außerhalb der Zeit eine Romanhandlung zu erschaffen, aber Tracy Chevalier gelingt das ganz wunderbar.
Ich liebe ihren Schreibstil, der mich auch hier wieder begeistert hat. Sie hat mit Orsola und auch weiteren Frauen starke Persönlichkeiten geschaffen, hinter denen die Männer immer ein wenig zurück treten.
Dieser Roman ist etwas ganz Besonderes, so zerbrechlich, aber gleichzeitig hart wie das Glas, so vielfältig und bunt und facettenreich wie das Material, um das es geht. Begebt euch auf eine wunderbare, zauberhafte, ganz besondere Zeitreise nach Murano.
Rezensionen von Anndlich:
Die Möglichkeit des Unmöglichen
Die Unmöglichkeit des Lebens von Haig Matt; Hübner Sabine; Kleinschmidt Bernhard; Mohr Thomas
Die 72jährige, pensionierte Mathematiklehrerin Grace erlebt einsam und unglücklich ihren Lebensabend. Bis sie überraschenderweise ein Haus auf Ibiza von einer fast vergessenen Freundin erbt, um die Gründe ihres Erbes zu erfahren, reist Grace nach Ibiza. Dort findet sie nicht nur eine magische Fähigkeit, sondern auch einen ganz anderen Blick auf ihre Welt.
Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig ist ein lebensbejahender Roman mit fantastischen Elementen. Diese haben mir den Einstieg etwas schwer gemacht, da ich sie nicht erwartet habe und im ersten Moment mit ihnen haderte, weil daraus natürlich eine ganz andere Vielfalt in der Erzählung der Geschichte entsteht und gezwungenermaßen die Realität verlassen wird.
Nun ist dieses fantastische Element zwar sehr präsent, dennoch bekommt die Geschichte auch auf der realen Ebene eine Tiefe, die vollkommen unabhängig betrachtet werden kann und die viele wichtige und wunderschöne Botschaften enthält. Die Unmöglichkeit des Lebens sorgt für neue Blickwinkel auf die Gedanken zum eigenen Sein und zeigt auch die Magie unserer reellen Welt, die in den kleinsten Dingen steckt.
Die Geschichte richtet Grace an einen ihrer ehemaligen Schüler, weswegen ich mich als Leserin angesprochen fühlte und die Geschichte noch stärker wahrgenommen habe.
Wenn man weiß, dass fantastische Elemente in diesem Buch vorhanden sind und diese akzeptieren kann, dann erwartet einen hier ein tolles Buch über das Leben in all seinen Facetten und möglicherweise auch viele Sätze, die das eigene Denken (positiv) verändern können und ein toller Schreibstil des Autors, der einen durch die Geschichte trägt.
Rezensionen von Sago:
Vom Vermissen
Blue Sisters von Coco Mellors
"Ich vermisse sie so", sagte sie. " Und warte darauf, dass dieses Gefühl aufhört, weil bisher jedes Gefühl, egal wie intensiv, irgendwann aufgehört hat. Aber das Vermissen nimmt kein Ende. Mein Leben hat sich aufgeteilt in ein Davor und ein Danach... Und ein Teil von mir ist froh darüber, dass es nie aufhört, weil es das letzte ist, was mich noch mit ihr verbindet.
"
Wir begegnen vier Schwestern, Avery, Bonnie, Nicky und Lucky Blue, doch nach Nickys tragischem Tod sind sie nur noch zu dritt. Und an Nickys erstem Todestag wird mehr als deutlich, dass die verbliebenen Schwestern, egal wie erfolgreich ihre Leben nach außen scheinen, auf ihre ganz eigene Art verloren sind. Doch kann, wer verloren ist, immer auch gefunden werden?
Cocos Mellors zeichnet eindringliche Protagonistinnen, die man gleichzeitig mögen und gelegentlich schütteln möchte. Anwältin Avery, die mit dem Kinderwunsch ihrer Frau ringt. Boxerin Bonnie, die nach Nickys Tod ihre Weltkarriere in den Sand gesetzt hat. Model Lucky, die sich nur mit Drogenexzessen über Wasser halten kann. Süchte und dysfunktionale Familienbande sind große Themen, dir weite Teile der Handlung tragen und einige brillante Szenen liefern, die ich nicht so schnell vergessen werde. Es spricht sehr für das Buch, dass ich von vielem gern noch viel mehr gehabt hätte: Szenen mit den Eltern, Rückblicke aus Nickys Sicht und Details zu ihrem Leben und Tod. Gerade zum Ende hin eilte die Handlung dahin. Die Autorin hat sich, beeinflusst durch ihr eigenes Leben, für einen Abschluss entschieden, der sich in seiner Zuckersüße für mich zu stark von der harten Realität des übrigen Buches unterschied. Das kostet diese herausragende Geschichte leider einen kleinen Abzug.
Rezensionen von Anjulia :
Ein kleines Einhorn sucht sein Geburtsdatum
Sternenschweif, Wimmelbuch, Abenteuer im Einhornland von Linda Chapman
Das kleine Einhornfohlen Schimmerhorn hat ein Problem. Es kennt seinen Geburtstag nicht. Doch der ist wichtig, da alle Einhörner an ihrem zweiten Geburtstag zur Erde fliegen um eine Freundin zu finden und Gutes zu tun. Ob Sternenschweif und Laura ihm helfen können?
Sternenschweif, Abenteuer im Einhornland von Linda Chapman und Anna-Lena Kühler ist ein großformatiges (etwas größer als DIN A 4) Wimmelbuch mit dicken Seiten aus Pappe.
Das Buch aus dem Kosmos-Verlag bringt nun kleinen Einhornfans die Serie rund um Laura und das Einhorn Sternenschweif näher. Die Illustrationen sind sehr schön, niedlich und kindgerecht gemacht. Die Farbwahl ist bunt und ansprechend, passend zur magischen Welt Arkadia. Es wimmelt nur so von Einhörnern, Elfen und Trollen. Laura und Sternenschweif kamen man auf jeder Seite finden. Das kleine Einhorn Schimmerhorn, von dem die Geschichte handelt, leider nicht! Zu manchen Darstellung fehlt mir auch eine kleine Erklärung oder vielleicht auch Hintergrundwissen aus den Bücher, wie zum Beispiel zu den Tätigkeiten der Elfen. In der Trollhöhle hätte ich mir gewünscht die Trollkinder im wegschwebenden Ballon zu sehen. Der Text des Buches ist kurz und die Geschichte leicht verständlich. Deshalb würde ich das Buch bereits für jüngere Kinder zwischen 2-5 Jahren empfehlen.
Rezensionen von Anjulia :
Schweden zum Verlieben
Mittsommercamp zum Verlieben von Michaela Metzner
Nachdem ihr Freund Thomas , nach 14 Jahren Beziehung, wegen einer anderen Frau Schluss macht, zieht es Bea nach Schweden. Dort besitzt sie ein kleines Ferienhaus an einem See. Allerdings ist das Häuschen Marode. Bea braucht dringend ein Job und landet als Betreuerin in einem Feriencamp für problematische Jugendliche.
Eine Aufgabe die der Sekretärin eigentlich so gar nicht liegt . Doch allein schon wegen ihrer Chef Ed, einem attraktiven "Wikinger" mit whiskyfarbenen Augen, der dringend Mitarbeiter braucht, kann sie nicht aufgeben.
Mittsommercamp zum Verlieben von Michaela Metzner ist eine zuckersüße, hygellige , sommerlich, schwedische Liebesgeschichte mit Happy-End Garantie. Hierzu passt auch das Cover, dass den See, die Stuga und die Siluette eines Paares zeigt. Besonders schön finde ich die Fotos von Schweden auf der Innenseite des Covers.
Die ca. 320 Seiten lesen sich locker, leicht. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Bea und Ed erzählt, wobei ich Ed: Typ harte Schale, weicher Kern, sympathischer fand. Bea.wirkt auf mich für ihr Alter manchmal etwas altbacken, dann wieder sehr naiv. Die Liebesgeschichte zwischen beiden ist sehr gefühlvoll beschrieben, hat mich aber auch zum Schmunzeln gebracht. Natürlich gibt es vor dem Happy-End den ein oder anderen Stolperstein zu überwinden. Besonders toll fand die die Beschreibung von Schweden. Gern würde man selbst ein paar Wochen am See verbringen, mit Stockbrot und Kanu-Tour. Man merkt, dass die Autorin selbst in Schweden gelebt hat und weiß wovon sie schreibt. Am Ende des Buches findet sich noch ein Rezept für Kanelbullar und ein kleines Wörterbuch mit schwedischen Begriffen.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Eine wundervolle Reise
Die Unmöglichkeit des Lebens von Haig Matt; Hübner Sabine; Kleinschmidt Bernhard; Mohr Thomas
Das Leben steckt manchmal voller Überraschungen und so ist es auch für Grace.
Grace ist bzw. war Mathematiklehrerin und nun befindet sie sich im Ruhestand. Ihr Leben ist trostlos, ihr Mann Karl und ihr Sohn Daniel sind verstorben und das Geld ist auch knapp. Völlig überraschend erbt sie von ihrer Kollegin Christina ein Haus in Spanien und sie bucht ein One-Way-Ticket nach Ibiza.
Damit beginnt eine wirklich magische Geschichte.
Grace ist eine sympathische alte Dame, die sich durch ihre Schuldgefühle und die Trauer um ihren viel zu früh verstorbenen Sohn aus dem Leben entfernt hat. Nun beginnt für sie eine neues Leben. Sie stellt sich ihrer Vergangenheit und findet neuen Lebensmut.
Das Leben von Grace zeigt, dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist und führt ihre Leser in eine magische Welt.
Matt Haig erzählt eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Seine Erzählweise zwischen Magie und Realität ist wieder einmal einfach einzigartig. Ich fand dieses Buch wundervoll und empfehle es gerne weiter.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Schwestern
Blue Sisters von Coco Mellors
Der Tod von Nicky verändert das Leben der drei lebenden Schwestern Avery, Bonnie und Lucky.
Die drei Schwestern sind vollkommen unterschiedlich, aber die Trauer um Nicky ist eine Gemeinsamkeit, die sie mehr vereint als alles andere.
Die Charaktere werden nacheinander eingeführt.
Avery ist Anwältin in London.
Bonnie war Boxerin, hat sich aber nach einer Niederlage aus dem Sport zurückgezogen. Lucky ist Model, war schon so ziemlich überall auf der Welt und Drogen sind ihr alles andere als fremd.
Avery, Bonnie und Lucky treffen sich ein Jahr nach Nickys Tod in New York, in ihrem Elternhaus, das verkauft werden soll.
Die Lücke, die Nicky hinterlassen hat und das sich dadurch verändernde Familiengefüge zwischen den Schwestern ist spürbar. Es wird im Wechsel aus der Perspektive der verbliebenen Schwestern erzählt und jede geht anders mit der Situation um. Das ändert aber nichts an der tiefen Verbundenheit, die zwischen ihnen besteht und an der gemeinsamen Vergangenheit, die sie auf ewig verbinden wird.
Der Roman beinhaltet viele Themen wie Gefühle, Verlust, Familie, Veränderungen, Zusammenhalt, Sucht, Trauer und Schmerz, die zum Leben einfach dazugehören. Bisher habe ich noch keinen Roman gelesen, der in dieser Deutlichkeit zeigt, wie Schicksalsschläge verbinden und verändern.
Coco Mellors hat dies gekonnt in Worte gefasst, berührt ihre Leser damit zutiefst, bringt sie zum Lachen und zum Weinen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnd bis zur letzten Seite
Die Gewalt des Sturms von Elke Bergsma; Anna Johannsen
Dem Ziel ihres geheimen Auftrags, den Maulwurf in der Auricher Dienststelle ausfindung zu machen und ihm das Handwerk zu legen, ist KHK Lina Lübbers noch nicht wirklich näher gekommen. Sie hat zwar die Dossiers über alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erhalten, trotzdem fällt es ihr schwer, einen konkreten Verdacht zu finden.
Noch kann sie niemanden ausschließen. Mitten in ihre Überlegungen platz der gewaltsame Tod des örtlichen Notars, der in seiner Kanzlei an einen Stuhl gefesselt gefunden worden ist. Der Tresor ist aufgebrochen und das Büro durchsucht worden.
Nahezu gleichzeitig wird der Inhaber einer kleinen Spedition beim Joggen auf einem Feldweg von einem Auto angefahren und tödlich verletzt liegen gelassen. Um die Aufklärung dieses Tötungsdelikts kümmert sich die interimistische Leiterin des Kommissariats Kea Siefken.
Bei ihren Recherchen stoßen sie auf eine Verbindung zwischen den beiden Toten. Diese Spur führt sie zu jenem niederländischen Clan, der seit längerem versucht, seine Drogengeschäfte in Ostfriesland zu etablieren.
Meine Meinung:
Diese Fortsetzung, der als Trilogie angelegten Mini-Serie hat mir gut gefallen. Ich habe das Buch in einer Nacht gelesen.
Die interessante Schreibweise hat das Autorinnen-Duo beibehalten: Die Handlung wird abwechselnd aus Keas und Linas Perspektive, jeweils in der Ich-Form, geschildert. Eine geschickte, wenn auch zu Beginn irritierende Idee! Nicht immer ist ganz eindeutig, in wessen Haut wir Leser nun stecken. Da ist aufmerksames Lesen notwendig, zumal es noch unausgesprochene Gedanken gibt, die in kursiver Schrift eingeschoben sind. Da ist das eine oder andere Blitzlicht über die oder den Kollegen auch amüsant, weil mitunter fehlinterpretiert.
Die Charaktere sind ausgefeilt und wirken recht authentisch. Die beiden Kommissarinnen sind „g’standene Frauen“, d.h. sie arbeiten doppelt soviel wie ihre männlichen Kollegen und sind sich in manchen Dingen ähnlicher als ihnen lieb ist, bzw. sie ahnen. Allerdings haben beide ihre persönlichen Schicksalspäckchen zu tragen. Die eine, alleinerziehend mit einer pubertierenden Tochter und einem etwas jüngeren Sohn, die sich auf den Ex- Mann und Kindesvater nicht immer verlassen kann und die andere, die ihre jüngere Schwester den Drogentod sterben hat sehen.
Ob die beiden Frauen dem De-Jong-Clan das Handwerk legen können, erfahren wir hoffentlich recht bald. Bis Jahresende soll ja Band drei („Die Kraft der Ebbe“) erscheinen, auf die ich mich sehr freue.
Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung dieser Krimi-Reihe, der ich gerne 5 Sterne gebe.









