Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marie aus E.:
Kammerspielambiente und wieder fünf Sterne Niveau
Letzte Lügen von Slaughter Karin; Kinzel Fred
Ein neuer Thriller mit Will und Sara - ich war entzückt.
Diesmal etwas anders im Stil, es hat Kammerspielambiente.
Sara Linton und Will Trent sind in den Flitterwochen und es verschlägt sie nicht in die Karibik oder Südsee oder Hawaii, nein, es wird die Ridgeview Lodge. Gar nicht so weit weg von Saras und Wills Zuhause.
Die Lodge liegt am Anfang des Appalachian Trail, das ist ein ca. 3.500 Kilometer langer Fernwanderweg von Georgia nach Maine.
Es ist eine kleine, abgeschiedene Anlage, es gibt nur sechs Hütten, also maximal 12 Gäste. Angenehm komfortabel und herrlich einsam, ideal also für die Flitterwöchner.
Die Handlung spielt sich annähernd komplett in der Anlage ab, natürlich wird diese von der Außenwelt noch abgeschnitten, deshalb die dichte Kammerspielatmosphäre.
Ungewohnt - auch etwas anders vom Stil als die Vorgänger, aber mit dem klassischen, daraus resultierenden Spannungsbogen.
Gleich zu Beginn gibt es einen grauenhaften Mord und die Flitterwochen verdienen ihren Namen nicht mehr. Will und Sara stürzen sich in die Ermittlungen.
Ich fand diesen Band zwar spannend, aber nicht so atemlos spannend wie andere Bücher der Reihen.
Das hat das Gesamtfazit aber keinesfalls geschmälert, ich mochte die Abzweigungen, die die Handlung genommen hat, die Beschreibung der Hotelanlage und die sehr tief gehende Charakterisierung der Anwesenden vor Ort.
Auch die Konzentration auf die übersichtliche Anzahl von Charakteren gefiel mir gut.
Auch wenn das Buch Bestandteil einer langen Reihe ist, kann man hier meines Erachtens auch gut quereinsteigen. Mit der Hochzeit und den Flitterwochen gibt es hier einen Neuanfang und für das Verständnis der aktuellen Handlung ist kein Vorwissen erforderlich.
Für mich war es wieder ein Highlight und ich hoffe, wir müssen nicht zu lange auf einen Folgeband warten.
Rezensionen von Anjulia :
Wo ein Problem ist , ist doch immer auch eine Lösung
Meck und Schneck. Spaß hat, wer trotzdem lacht von Michael Engler
Schneck entdeckt in der Ferne einen Salatbaum. Gemeinsam mit seinem Freund Meck macht er sich auf den langen Weg zu diesem ungewöhnlichen Baum. Während Schneck vom Salat träumt, achtet Meck auf Gefahren. Schließlich zerstört ein Sturm Schnecks Traum vom Salatbaum. Aber Spaß hat, wer trotzdem lacht.
Das Kinderbuch Meck und Schneck, Spaß hat, wer trotzdem lacht von Michael Engler und Matthias Derenbach erzählt eine schöne Geschichte für Kinder ab ca. drei Jahren.
Das Cover ist optisch sehr schön gestaltet, farbenfroh und zeigt die zwei kleinen Protagonisten auf ihrer Reise.
Der Text des Buches ist für gut verständlich, altersgerechter und enthält ein paar kleine kindgerecht gehaltene Weisheiten. Die Zeichnungen sind großflächig in DinA4 Format gehalten. Besonders Schneck und Meck sind sehr liebevoll gezeichnet. Was für ein Tier Meck ist, konnte ich jedoch nicht herausfinden. Er sieht für mich niedlich aus, wie ein kleiner blauer Bär. Auf Schneck und Meck wartet auch die ein oder andere gefährliche Situation, die sich zum Glück gut lösen lassen. Dementsprechend sind auch ein paar Bilder etwas dunkler gemalt. Ganz kleine Abstriche gibt es für mich, da ein oder zwei Szenen mir nicht ganz logisch erscheinen. Insgesamt kann ich dieses schön gestaltete Kinderbuch jedoch empfehlen.
Rezensionen von Kathie:
Ein fesselndes Fantasy-Abenteuer
Royal Institute of Magic, Band 1 - Die Hüter der verborgenen Königreiche von Victor Kloss
„Royal Institute of Magic" ist ein fesselndes Fantasy-Abenteuer, das sich sehr gut für ältere Kinder und Jugendliche eignet. Auch Erwachsene, die gerne in fantastische Welten eintauchen, kommen voll auf ihre Kosten. Die Geschichte beginnt 1589 spannend mit einer Aufnahmeprüfung in eine geheimnisvolle Organisation, die der höchsten Geheimhaltungsstufe unterliegt, und springt dann in die Gegenwart, wodurch man sofort in die Handlung hineingezogen wird.
Ben, der Protagonist, macht sich zusammen mit seinem Freund Charlie und der mutigen Natalie auf die Suche nach seinen verschwundenen Eltern. Dabei entdeckt er eine verborgene Welt voller Magie und mythischer Kreaturen. Die Erzählung ist flüssig geschrieben, der Sprachstil sehr locker und passend für die Zielgruppe. Mit der Zeit nimmt die Geschichte immer mehr an Fahrt auf und bietet viel Action.
Obwohl einige Charaktere leider etwas klischeehaft besetzt sind, ist die Handlung insgesamt sehr bildhaft und unterhaltsam beschrieben. Das Buch endet mit vielen offenen Fragen, aber zum Glück gibt es noch weitere Bände. Insgesamt ist es ein spannendes Buch, das sowohl Kindern als auch Erwachsenen Spaß macht. Mir hat es gut gefallen und ich denke meine 11 -jährige Enkelin wird auch Freude daran haben.
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Ein toller Auftakt der Reihe
THE CHOICE: Die Erwählten von Sophia Hunter
Julianas Familie geht es seit dem Tod ihres Vaters finanziell nicht besonders gut. Sie möchte ihre Mutter gerne unterstützen, doch arbeiten darf sie erst ab ihrem 21. Geburtstag.
Doch bevor es so weit ist, verlangt das Gesetz, dass sie sich, genau wie alle anderen heiratsfähigen Frauen in ihrem Alter, der THE CHOICE Jury stellen.
Juliana rechnet sich keine reale Chance aus, denn es ist allgemein bekannt, dass nur adelige Kandidaten gewinnen und Juliana glaubt nicht an das Märchen von Cinderella.
Überraschend für alle, wird sie jedoch eine der Erwählten und muss, gemeinsam mit 45 anderen Mädchen, in den Palast ziehen. Dort erwarten sie die acht Kandidaten.
Begleitet von einem Kamerateam beginnt der Kampf um die Herzen der vier zukünftigen Könige. Doch welche der acht Männer sind die wahren Prinzen?
Juliana möchte am liebsten sofort wieder nach Hause, doch dann verspricht ihr nicht nur einer der Kandidaten ihre Familie mit Essen zu versorgen, solange sie im Palast bleibt, sondern sie verliert ihr Herz an einen der Männer.
Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch dieses wunderschöne Cover und den Klappentext, der mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht hat. Das Cover ist ein richtiger Eyecatcher und ein toller Blickfang.
Wow! Sophia Hunter hat mit „The Choise – Die Erwählten“ einen wahnsinnig fesselnden und mitreißenden Auftakt der Romantasy-Reihe geschrieben.
Ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen, denn die Autorin schreibt wunderbar lebendig, herrlich locker und sie hat einen wunderschönen bildhaften Stil. Es fiel mir richtig schwer, dass Buch zwischendurch zur Seite zu legen.
Die zentrale Figur der Geschichte ist Juliana. Schnell gerät sie in einem Strudel voller Geheimnisse und Intrigen. Aber Juliana ist eine unheimlich starke Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt. Auch wenn sie immer wieder in schwierige Situationen gerät, hat sie die Kraft, nicht aufzugeben, sondern weiterzumachen.
Es gibt jedoch einen Punkt, der mich an ihr etwas gestört hat. Juliana ist zwar noch nie verliebt gewesen und kann deshalb ihre Gefühle schlecht einschätzen, aber sie hat mir doch etwas zu viel für einige der Kandidaten geschwärmt.
Neben den Juliana und Mark, gibt es natürlich eine ganze Reihe weiterer Charaktere. Für einige hegte ich Sympathien und für andere Antipathien. Ich sage nur „Sir Kotzbrocken“ ;-)
Besonders gut hat mir Norma gefallen. Aber auch Lorena habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Sophia Hunter versteht es, mit ihrer ausdrucksstarken und bildhaften Beschreibung, eine wunderbare atmosphärische Stimmung zu erschaffen. Die Spannung steigt im Laufe der Geschichte immer mehr an. Wer ist für den Mord verantwortlich? Ich habe einen Verdacht, aber erfahren werden wir es wohl erst im zweiten Band der Reihe.
Gerne hätte ich auch noch etwas mehr über die „Alte Welt“ erfahren und darüber, wie der Prolog in die Geschichte passt. Aber ich hege die Hoffnung, dass es im nächsten Teil noch ein paar Infos dazu gibt.
Am Ende gibt es einen richtig gemeinen Cliffhanger, der mich mit offenem Mund zurückgelassen hat.
Bis Teil 2 in den Handel kommt, müssen wir uns leider noch gedulden.
Für mich ist Teil 1 ein toller Auftakt der Reihe und für dieses tolle Lesevergnügen gibt es natürlich eine Leseempfehlung und die Höchstpunktzahl.
Rezensionen von Linelovesreading :
Tolle Ideen
Dein Mädchen-Bastelblock von Nikki Busch
Dieses Buch enthält sehr viele Ideen, um kreativ zu werden. Der Kreativität sind mit diesem Buch also keine Grenzen gesetzt. Die Ideen sind sehr vielfältig und für alle ist etwas dabei, egal was man machen will, in diesem Buch wird man fündig. Toll ist auch, dass die Basteleien nicht so sind, wie man sie in jedem Buch findet, sondern wirklich außergewöhnlich und mal was ganz Neues.
Die Anleitungen sind sehr gut beschrieben und können von den Kindern allein befolgt werden. Nur ab und zu ist mal bei einer Umsetzung Hilfe notwendig. Durch die detaillierten Anleitungen werde ich einige der Basteleien auch für die Schule nutzen, weil die Kinder alles selbst machen können.
Jedoch gibt es einen Punkt, der mich stört. Das ist der Titel des Buches, welcher in meinen Augen nicht mehr zeitgemäß ist. Heutzutage sollten Basteleien für alle Kinder sind und nicht nur für Mädchen, denn auch jungen lieben Glitzer und basteln. Da hätte man sich eine bessere Formulierung einfallen lassen können.
Rezensionen von Linelovesreading :
Sehr süß
Was machen wir heute?, fragt der kleine Dachs von Kitzing Constanze von
Dieses Bilderbuch ist sehr süß gestaltet und perfekt für Kinder geeignet, die gerne Bücher anschauen und Tiere lieben.
Die Illustrationen sind sehr hübsch, farbenfroh und kindgerecht. Dabei sind sie aber auch realistisch und man kann die einzelnen Tiere sehr gut erkennen. So können Kinder die Tiere dann auch auf Abbildungen erkennen und zuordnen.
Die Farbgebung ist auch sehr schön gewählt und wirkt sehr natürlich und passend.
Die Texte sind vor allem für Kinder geeignet, die auch schon zuhören und Interesse an Geschichten zeigen. Die Texte haben die passende Länge für jüngere Kinder, da sie recht kurz sind und somit zur Aufmerksamkeitsspanne von jungen Kindern passen.
Die Geschichte an sich ist sehr kindgerecht und nett erzählt. Toll ist hier auch, dass die Bilder schon sehr viel Handlung enthalten und diese so von den Kindern selbst entdeckt werden kann.
Ein absolut tolles Bilderbuch für kleine Tierliebhaber.
Rezensionen von Linelovesreading :
Ganz nett
Die wilden Robbins (Band 1) von Nina Rosa Weger
Dieses Kinderbuch hörte sich nach einer tollen Geschichte rund um Freundschaft an, aber leider wurde ich enttäuscht.
Die Handlung an sich war ganz nett, konnte mich aber nicht wirklich begeistern. Vor allem war alles sehr vorhersehbar, was mich gestört hat. Die Idee war dennoch ganz süß.
Stellenweise hat mir auch nicht gefallen, sie mit manchen Themen umgegangen wurde, da hat mir persönlich das Feingefühl ein bisschen gefehlt.
Die Personen haben mir auch nicht alle gefallen. Die Kinder der beiden Banden sind sehr klischeehaft angelegt beziehungsweise so, dass man unbedingt alle Klischees vermeiden wollte und dann das genaue Gegenteil erreicht hat. Dennoch waren die Kinder sympathisch und man konnte sich in sie hineinversetzen. Der Bürgermeister und auch die Lehrerin dagegen waren mir absolut unsympathisch. Vor allem das Verhalten der Lehrerin in einer Situation, als die Kinder immer zu zweit eine Aufgabe bewältigen sollten, war aus pädagogischer Sicht völlig daneben und hat mich als Grundschullehrerin extrem gestört.
Der Schreibstil ist locker zu lesen gewesen und gut für Kinder verständlich.
Die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen und ich hatte Freude daran, mir diese in aller Ruhe beim lesen anzuschauen.
Insgesamt ein ganz nettes Kinderbuch, das aber nichts besonderes ist und ein paar Szenen enthält, die nicht wirklich in ein Kinderbuch gehören.
Rezensionen von Tara:
Interessante und gut recherchierte Romanbiografie
Die Leuchttürme der Stevensons von Sabine Weiß
„Die Leuchttürme der Stevensons“ ist eine gut recherchierte Romanbiografie über den Schriftsteller Robert Louis Stevensons der Journalistin und Autorin Sabine Weiß.
Die Handlung beginnt 1857 in Edinburgh. Robert Louis Stevensons ist gerade einmal 7 Jahre alt, ein kränkliches Kind, das von seinem Kindermädchen gut umsorgt wird und dessen Eltern streng aber liebevoll sind.
Sein Vater Thomas ist wie seine Brüder Alan und David Leuchtturmbauer, eine Familientradition von der er sich wünscht, dass Louis diese fortsetzt. Seinem Vater zuliebe beginnt Louis mit dem entsprechenden Studium, ist aber nie 100%ig bei der Sache, da er lieber Schreiben möchte.
Der Schreibstil von Sabine Weiss ist fesselnd, liest sich leicht und angenehm. Schon mit den ersten Seiten bin ich direkt nach Schottland und in das 19. Jahrhundert gereist.
Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen, sowohl das Leben der Familie Stevenson als auch die Umgebung, das raue Meer, die Felsküste, das Treiben in der Stadt und die Unterschiede zwischen den Gesellschaftsschichten. Die Autorin malt mit ihren Worten ein stimmiges Bild der damaligen Zeit.
Louis Vater hat hohe Erwartungen an seinen Sohn, was nachdem, was seine Familie schon alles bewerkstelligt hat auch durchaus verständlich ist. Louis bemüht sich, aber seine innere Zerrissenheit zwischen Pflichtbewusstsein und seinen Träumen wird überdeutlich spürbar. Das Studium ist nichts für ihn.
Seine Entwicklung wird gelungen und nachvollziehbar dargestellt. Dabei wird auch deutlich woher seine Inspirationen für einige seiner bekanntesten Werke kam.
Menschlich gefiel mir Louis unglaublich gut, da er mit seinen Gedanken immer wieder auch bei denen ist, die nicht so viel Glück im Leben hatten.
Ich habe in dieser Romanbiografie sehr viel über Robert Louis Stevenson, sein Leben, seine Familie, den Bau der Leuchttürme, den damit einhergehenden Schwierigkeiten und die damalige Zeit erfahren.
Mit ihrem Nachwort rundet Sabine Weiss ihr Werk gelungen ab und ich kann das Buch jedem, der historische Romane mag oder Interesse an Biografien hat, nur empfehlen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein komplexer historischer Krimi
Kalt fließt die Mosel von Petra Reategui
Petra Reategui nimmt uns in ihrem historischen Krimi an die Mosel, kurz nach der Kapitulation von Nazi-Deutschland und der Besetzung durch die Alliierten, mit. Waren es zunächst die Amerikaner, die das Moseltal verwaltet haben, so sind es nun die Franzosen, die nun das Sagen haben. Das deutsch/französische Verhältnis ist seit Jahrhunderten angespannt und dass die Besatzer alles, was einen Wert haben könnte als Reparationsleistung an sich nehmen, fördert das Zusammenleben nicht wirklich.
Zudem ist man auf der Suche nach Nazis, Deserteuren aller Armeen und versucht eine Ordnung aufrecht zu erhalten. Soweit das historische Umfeld, in der dieser Krimi spielt. Geografisch befinden wir uns zwischen Hunsrück und Maiental.
Eine junge hochschwangere, zunächst unbekannte Frau wird sterbend am Fuße eines Abhang gefunden. Während das Kind, ein Mädchen, gerettet werden kann, stirbt die junge Mutter in den Armen der Hebamme Eleonore „Ello“ Wiesrath. Ello kümmert sich um das Neugeborene, das die Verstorbene im Tagebuch „Hummelchen“ nennt, und entdeckt an seinem Popo, blaue Flecken, die sie der Sturzgeburt zuordnet.
Wenig später wird bekannt, dass ein Mann im nahen Steinbruch erschossen worden ist. Zufall?
Der französische Besatzungssoldat Jean-Paul Gourriérec und der ehemalige Wasserbauer Max Buchheim, der nun als Hilfsgendarm Dienst tut, beginnen mit den Ermittlungen sowohl was die tote Frau als auch die Leiche vom Steinbruch betrifft.
Im nahegelegenen Kloster erfährt Ello den Namen der toten Frau, Ida Rempin, und erhält ihre Habseligkeiten, ein Tagebuch und Babysachen. Das heißt, Selbstmord kann ausgeschlossen werden. Als sich dann noch Zeugen finden, die Ida mit einem Mann streiten haben sehen, liegt nahe, dass hier jemand nachgeholfen hat. Nur wer? Der Ehemann? Ein Geliebter? Der vermeintliche Kindesvater?
Dann gibt es noch eine Nebenhandlung, die im französischen Kriegsgefangenenlager spielt. Hier soll Sanan, ein kalmückischer Kriegsgefangener, an die UdSSR ausgeliefert werden, weil er in der deutschen Wehrmacht gekämpft hat.
Der französische Lagerarzt, der mit der Geschichte der Kalmücken vertraut ist, händigt Sanan falsche Papiere aus und lässt ihn nach Koblenz überstellen, wo er als Simon auf ein paar andere Kalmücken trifft.
Wenig später treffen Max, Jean Paul und Ello dort ein, da der Tote aus dem Steinbruch vermutlich ein russischer Zwangsarbeiter war. Nun ist Simon/Sanan als Dolmetscher gefragt. Während die Männer sich besprechen, sieht Ello ein Kleinkind, das nur mit einem Hemdchen bekleidet ist und auf dessen Po blaue Flecken zu sehen sind und erinnert sich an einen Vortrag in der Hebammenschule: Blaue Flecken am Steiß sind sogenannte Mongolenflecke, eine Pigmentveränderung, die vornehmlich Asiaten besitzen.
Meine Meinung:
Ich habe diesen historischen Krimi mit großem Interesse gelesen. Zunächst bedeutet ja das Ende der NS-Herrschaft für viele ein Aufatmen. Doch im Sommer 1945 benützen einige die Tage des Machtvakuums, um ihre persönlichen Rechnungen zu begleichen. Das Zusammenspiel zwischen den französischen Militärbehörden und den neu eingesetzten deutschen Hilfskräften wird hier ziemlich harmonisch dargestellt. Ob das wirklich überall so war?
Sehr gut ist die Geschichte der Kalmücken in den Krimi eingearbeitet. Ich habe dazu auch noch ein bisschen recherchiert. Die Kalmücken (eigentlich Oiraten) sind ein ursprünglich mongolisches und buddhistisches Nomadenvolk. In der Stalin-Ära wurden ihre Priester verfolgt, getötet und die Tempel zerstört. Während der Zwangskollektivierung der Landwirtschaft wurden die Kalmücken so wie andere Nomadenvölker gewaltsam in Städten und Dörfern zur Sesshaftigkeit gezwungen. Im Zweiten Weltkriegs erobert die deutsche Wehrmacht das kalmückische Gebiet. Einige tausend Männer kämpften anschließend an der Seite von NS-Deutschland gegen die Sowjetunion. Da sie Nachfahren von Dschingis Khan sind und daher, nach der Diktion der NS-Rassenlehre, keine russischen oder slawischen Untermenschen waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg bezichtigte Stalin das gesamte Volk der Kollaboration und ließ die Menschen nach Sibirien deportieren.
Über den Mongolenfleck auf Hummelchens Popo musste ich sehr schmunzeln. Ich habe nämlich auch einen, der sogar in den medizinischen Geburtsbericht Eingang gefunden hat. Inzwischen ist er schon ziemlich verblasst. wenn man weiß, wo man suchen muss, kann man ihn erahnen. Gerüchten in meiner Familie zu Folge gibt es in der väterlichen, in Kärnten lebenden Zweig eine mongolische Urururgroßmutter.
Der Krimi ist komplex und in meinem Kopf ist ein mehrdimensionales Gebilde entstanden. Die Charaktere sind ausgefeilt und wirken glaubhaft in ihren Aktionen.
Gut gefällt mir, dass die Dorfbewohner so reden dürfen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Eine Übersetzung der Dialektpassagen findet sich im Anhang. Ebenso sind hier die jenen wenigen Dokumente und Quellen über die Kalmücken, die Petra Reategui ausfindig machen hat können, aufgelistet.
Ob es eine Fortsetzung gebe wird? Ich bin überzeugt, dass mehrere LeserInnen wissen wollen, wie es mit Ello, Hummelchen, Max und Sanan weitergeht.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem vielschichtigen Krimi aus der Nachkriegszeit 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Claudia R.:
vertragen ..
Ach du Schreck! Camillo ist weg! von Gundi Herget
Klappentext / Inhalt:
Die Tiere im Dschungel von Madagaskar haben viel Spaß beim Spielen. Eines Tages entdecken sie etwas Neues: Wenn Camillo Chamäleon erschrickt, ändern sich seine Farben! Wenn er sich ärgert auch! Wie lustig! Fortan können die Freunde gar nicht genug davon bekommen, Camillo zu ärgern und zu erschrecken.
Bis er es endgültig satthat und auf Nimmerwiedersehen in den Bäumen verschwindet.
Wirklich auf Nimmerwiedersehen? Oder gibt es einen Weg, wie die Freunde wieder zusammenfinden?
Cover:
Das Cover ist toll gestaltet und zeigt, die Suche nach etwas oder jemanden und dies ist in den Gesichtern der Tiere deutlich erkennbar. Das Cover ist toll und lebendig umgesetzt. Es verspricht Spannung und Abenteuer.
Meinung:
in Madagaskar geht es heiß her und die Tiere spielen eifrig, doch Camillo, dem Chamäleon ist dass alles zu schnell und zu viel. Doch plötzlich kommt dieser auch in Schusslinie und die anderen Tiere entdecken, dass dieser bei unterschiedlichen Emotionen seine Farbe ändert und finden es lustig, nur Camillo kann nicht nicht darüber lachen und macht das was ein Chamäleon am Besten kann, sich der Umgebung anpassen und verschwinden. Ob es einen Weg gibt, wie die Tiere wieder zusammenfinden?
Zu viel möchte ich hier noch nicht verraten und halte mich mit weiteren Details dazu zurück.
Eine Geschichte übers Zanken und Vertragen. Jeder ist anders und das ist auch gut so. Liebevoll und kindgerecht umgesetzt und wunderschön illustriert.
Der Schreibstil ist angenehm und gut verständlich. Auch das Text-Bild Verhältnis je Seite ist gut gewählt. Die Illustrationen sind toll umgesetzt und auch die unterschiedlichen Emotionen sehr gut spürbar, so kann man sich so auch sehr gut in Camillo hinein versetzen, aber auch die Aufregung und Ängste der anderen Tiere verstehen.
Die Illustrationen sind toll umgesetzt und geben das Gelesene sehr gut wieder. Die Zeichnungen sind wunderschön umgesetzt und laden zum Betrachten und genaueren Hinsehen ein.
Toll sind auch die Informationen über die Charaktere und die entsprechende Tierart, am Anfang des Buches, so lernt man diese etwas besser kennen. Am Ende des Buches findet man dann noch eine geographische Zuordnung und Karte, die verdeutlicht, wo wir uns befinden und wo Madagaskar liegt.
Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte übers Zanken und Vertragen mit tollen Illustrationen.











