Kunden em pfehlungen
Rezensionen von froschman:
Menschliche Abgründe
Dunkler Abgrund von Ruth Lillegraven
Kurz nach dem mysteriösen Tod ihres Ehemannes, er ist einen Wasserfall hinabgestürzt und wurde nie gefunden, wird Clara Lofthus zur Justizministerin Norwegens ernannt. Trotz einer gewissen Gefährdungslage verzichtet sie auf polizeilichen Personenschutz. In einem Brief wird behauptet, jemand wisse, was sie getan habe.
Clara nimmt dies nicht ernst, sind doch ihre tiefsten Geheimnisse gut verborgen. Als jedoch einige Tage später ihre beiden Zwillingsöhne Andreas und Nikolai verschwunden sind, bittet sie ihren Fahrer und Leibwächter Stian um Hilfe. Clara wird von ihrer Vergangenheit gnadenlos eingeholt.
Auch im zweiten Band der Clara-Lofthus-Trilogie versteht es Lillegraven gekonnt, Spannung aufzubauen. In kurzen Kapiteln, die mit dem Namen der jeweiligen Hauptperson betitelt sind, werden die wechselnden Perspektiven erzählt. Vor allem die Person Clara Lofthus wird mit großer Sorgfalt gezeichnet, ihre nach außen sichtbare selbstbewusste Persönlichkeit, die aber letztendlich schwer verletzlich ist. Immer wieder glaubt man, den Täter zu kennen, doch man muss bis zum Schluss warten, um ein überraschendes Ende zu erfahren.
Rezensionen von Tara:
Magisch & spannend
Royal Institute of Magic, Band 1 - Die Hüter der verborgenen Königreiche von Victor Kloss
„Royal Institute of Magic - Die Hüter der verborgenen Königreiche“ ist der erste Band einer Fantasy-Abenteuer-Reihe des Autors Victor Kloss.
Die Handlung beginnt im Dezember 1589. Michael James Greenwood wird - für sich überraschend - zu einem Treffen der Majestät der Queen gebracht. Er wurde für einen Test, bei dem es um eine Stelle am Royal Institute of Magic geht, ausgewählt.
Im Anschluss geht es in die Gegenwart und wir lernen den fast fünzehnjährigen Ben Greenwood kennen. Ben ist bei seinem Freund Charlie untergekommen, da Bens Eltern vor zwei Jahren verschwunden sind und man seitdem nichts mehr von ihnen gehört hat. Die Polizei hält sie für tot. Ben weiß aber mehr und macht sich gemeinsam mit Charlie auf die Suche. Dabei finden sie eine geheime Welt, in der Magie und magische Wesen existieren und treffen auf Natalie. Gemeinsam beginnt für die drei ein unglaublich spannendes Abenteuer in einer geheimen Welt, die von Königin Elizabeth I. entdeckt wurde.
Victor Kloss nimmt sich Zeit, um seine Charaktere einzuführen. Deswegen dauert es eine Weile bis die Story an Fahrt aufnimmt, die dann aber auch nicht mehr zu stoppen ist.
Mit unseren drei Protagonisten geht es in eine Welt voller Magie mit Drachen, Greifen, Pegasus, Kobolde und Elfen. Dabei wird es natürlich auch gefährlich, wodurch die Spannung stetig steigt, bis es zu einem aufregendem Finale kommt.
Ich habe dieses magische und fantastische Abenteurer geliebt und bin gespannt auf den nächsten Band mit Ben, Charlie und Natalie.
Rezensionen von Tara:
Familienbeziehungen
Aus dem Haus von Miriam Böttger
„Aus dem Haus“ ist das Debüt der Autorin und Journalistin Miriam Böttger.
Die Eltern der in der Berlin lebenden Ich-Erzählerin haben ihr Haus in Kassel verkauft, um in eine kleinere Wohnung zu ziehen. Das Haus stand zeitlebens unter einem schlechten Omen, schon direkt nach dem Einzug stand für die Mutter fest, dass das Haus ihr Ruin ist und dass es dort keine Chance gab glücklich zu sein.
Egal was innerhalb der Familie passiert, das Haus war schuld. Mit dem Auszug müsste das Problem nun eigentlich gelöst sein.
Der Schreibstil von Miriam Böttger liest sich leicht und flüssig. Sie beschreibt das Familienleben der Ich-Erzählerin und gibt dadurch einen lebendigen Einblick in die Familienverhältnisse. Egal was passiert, am Ende war immer wieder in irgendeiner Form das Haus Schuld.
„Eigentlich ist jede Familie eine Sekte für sich“
Dem Satz kann ich nur zustimmen und der Aufbau der Geschichte bestätigt dies. Jede Familie ist etwas ganz Besonders, jedes Familiengefüge und die daraus resultierende Dynamik einzigartig.
Dennoch ist es eine Geschichte aus dem Alltag mit den Verrücktheiten und Schwierigkeiten, die das Leben mit sich bringt.
Der Autorin gelingt es gut, das Leben einer Familie mit all dem Chaos und den Emotionen einzufangen. Es gibt Unstimmigkeiten, es wird genörgelt, gemotzt und gelebt, wie es unzählige andere Familien auch tun.
In dem Roman können sich sicherlich alle Familien an der ein oder anderen Stelle wiedererkennen und das macht es einfach unglaublich unterhaltsam und amüsant.
Mich hat das Buch gut unterhalten, ich habe mehrfach gelacht, amüsiert gedacht, dass es nah an der Realität ist und auch Situationen gefunden, über die es sich lohnt nachzudenken.
Rezensionen von Tara:
Menschliche Abgründe
Kleine Monster von Lind Jessica
„Kleine Monster“ ist der zweite Roman der in Wien lebenden Autorin Jessica Lind.
Pia und Jakob werden in die Schule ihres Sohnes Luca bestellt. Luca geht in die zweite Klasse und zwischen ihm und einer Mitschülerin soll es einen Vorfall gegeben haben. Während Jacob mit der Situation gut umgehen kann, wird Pia von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt.
In ihrer Kindheit wurde viel geschwiegen und gelogen. Dadurch wächst ihre Angst und ihr Misstrauen gegenüber Luca von Tag zu Tag.
Das Buch besteht aus drei Teilen. Die Kapitel – insgesamt 61 Stück auf nur 256 Seiten – sind kurz, die Sätze prägnant, so dass beim Lesen ein enormer Sog entstanden ist.
Die Ereignisse werden im Wechsel in der Gegenwart und der Vergangenheit geschildert. Je mehr man über Pias Kindheit und ihre damaligen Erlebnisse erfährt, desto deutlicher werden die Gründe für ihre innere Zerrissenheit.
Thematisch hat das Buch weit mehr als nur den Vorfall zu bieten. Dieser war lediglich der Auslöser für das, was folgt. Es geht um unverarbeitete Traumata, Trauer, Schweigen, Misstrauen, Lügen, die Auswirkungen der Vergangenheit auf die Gegenwart und vieles mehr.
Ich war während des Lesens durchgehend gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Lediglich das Ende hat mich nicht 100%ig überzeugt, da mir einfach zu viel offen blieb. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen.
Rezensionen von Tara:
Ein gelungenes Debüt – intensiv und voller Emotionen
Das Schweigen meiner Freundin von Giulia Baldelli
„Das Schweigen meiner Freundin“ ist das Debüt der in Bologna lebenden Autorin Giulia Baldelli.
Lilli hat bereits mit 18 Jahren ihre Tochter Christi bekommen. Im Sommer bringt sie diese zu ihrer verwitweten Mutter Ida. Die drei Jahre ältere zehnjährige Giulia bekommt von ihrer Mutter den Auftrag sich um Christi zu kümmern.
Zunächst sieht Guilia diese Aufgabe als lästige Pflicht an, aber schon nach kurzer Zeit fühlt sie sich zu Christi hingezogen und empfindet ihre bisherige Clique als langweilig. Als Mattia in ihr Leben tritt und Christis Aufmerksamkeit auf sich zieht, reagiert Guilia eifersüchtig.
Das Buch ist in sechs Teile gegliedert und erstreckt sich über einen Zeitraum von 1991 bis 2014.
Der Schreibstil von Giulia Baldelli ist lebendig, voller Leben, sehr detailliert und sie hat die Atmosphäre der 1990-er Jahre und des Dorfes, indem Guilia mit ihrer Familie lebt, gut eingefangen. Ihre Figuren beschreibt sie facettenreich und auch von den Nebencharakteren hatte ich schnell ein gutes Bild vor Augen.
Die Handlung wird aus der Perspektive von Guilia geschildert. Dadurch habe ich schnell einen intensiven Einblick in ihre Emotionen und Gedanken erhalten. Sowohl Guilia als auch Mattia lieben Christi und Christi liebt Guilia und Mattia. Sommer für Sommer sehen sie sich und trennen sich wieder.
Christi hat einen eigenwilligen Charakter, sprengt jede Regel und jeden Plan. Die Verbundenheit der drei Protagonisten ist spürbar, aber nicht immer leicht zu greifen. Man erlebt mit ihnen den Übergang zwischen der Kindheit, der Teenagerzeit bis zum Erwachsenwerden. Das Leben zwingt sie zu Kompromissen.
Es ist ein ruhiger Roman, der von seinen Charaktere lebt, deren Weg ich gerne und mit Interesse verfolgt habe.
Rezensionen von v_im_wunderland:
sehr spannend
Winterwölfe von Dan Jones
Ich finde das Cover sehr passend zu dem historischen Thema des Buches, denn es sieht schon aus wie ein historischer Roman. Ich habe mit voller Spannung dieses Buch gelesen, denn ich interessiere mich sehr für Geschichte und vor allem auch für das Mittelalter. Dieses Buch handelt von dem 100 jährigen Krieg zwischen England und Frankreich.
Und vollem handelt das Buch von den Söldnern, den Essex Dogs. Diese kämpfen unter der englischen Flagge. Doch sie müssen auch mit vielen Rückschlägen kämpfen, denn die Kämpfe sind sehr zäh und es geht eigentlich nur noch um das nackte Überleben. Doch nicht nur unter den Soldaten und Söldnern, sondern auch die Zivilbevölkerung leidet sehr unter den anhaltendem Krieg und die damit verbundenen Entbehrungen und Strapazen. Ich kann dieses Buch allen Geschichtsinteressierten empfehlen, da es sehr gut geschrieben ist.
Rezensionen von v_im_wunderland:
super
Was machen wir heute?, fragt der kleine Dachs von Kitzing Constanze von
Ich finde dieses Buch sehr schön. Denn die Größe dieses Buch ist schon toll. Es ist ein extra großes Pappbuch welches im.Wald spielt. In dem Wald leben alle Tiere zusammen und es geht vorallem um die Familie Dachs. Der kleine Dachs wird von den Kindern durch den Tag begleitet. Dabei begleiten wir ihn in verschiedenen Alltagssituationen.
Er baut zum Beispiel mit seinen Eltern ein Baumhaus zu Ende. Ich finde auch gut dass dem Dachs nicht immer alles klappt und er auch einmal deswegen weint. Dies zeigt den Kindern dass es allen mal so geht, dass es Frustration gibt und man darüber auch wieder hinweg kommt. Also ist dieses Buch auch wenn es in einem Wald mit vermenschlichten Tieren spielt, ziemlich realistisch gemacht. Ich finde das Buch wunderbar und wir schauen es uns als Familie auch mit den größeren Kindern sehr gerne an und können uns allen empfehlen.
Rezensionen von @lust_auf_literatur:
Zwei unterschiedliche Schwestern und der Bär
Cascadia von Julia Phillips
Ich liebe ja manchmal diese Romane, die nicht ganz eindeutig sind. Die mir nicht genau vorgeben, was ich fühlen und was ich für die endgültige Wahrheit halten soll. Deren Geschichten und Erzählton von meinem aktuellen Mindset abhängig ist und meiner individuellen Interpretation.
Genauso so war für mich „Cascadia“ und ich fand es toll.
Julia Phillips erzählt darin die Geschichte von zwei unterschiedlichen Schwestern und einem Bären.
Nur Elena, Sam und ihre kranke Mutter, die bald sterben wird, leben in dem kleinen, hyppothekenbelasteten Haus auf der Insel im Nordwesten der USA.
Elena ist die Ältere,und die, obwohl sie nur 13 Monate vor der jüngeren Sam geboren wurde, immer die Vernünftige ist. Die, die Verantwortung für alles übernimmt, als die Mutter schwer krank wird. Sam verlässt sich ganz auf ihre ältere Schwester. Einen Vater gibt es in der Familie schon lange nicht mehr und die ungesunden, temporären Freunde der Mutter haben sich glücklicherweise auch mittlerweile alle verabschiedet.
Phillips erzählt ganz aus der Perspektive von Sam, der jungen Frau, die sich nichts mehr wünscht, als mit ihrer Schwester die prekäre Situation und die Insel zu verlassen. SIe arbeitet als Servicekraft auf den Fähren, die Tourist*innen von Insel zu Insel befördern und träumt von einem anderen Leben. Aber die wirtschaftliche Situation und die sterbende und pflegebedürftige Mutter, sind eine harte Realität, die den Aufbruch in ein anderes Leben schwierig macht.
Und dann taucht auch noch ein Bär auf der Insel auf und stellt die enge Beziehung der Schwestern auf eine harte Bewährungsprobe…
Ich kenne Phillips Erzählstil schon aus dem episodenhaften Roman „Das Verschwinden der Erde“, der mir vor einiger Zeit auch richtig gut gefallen hatte. Auch darin stellt Phillips, Menschen, die fast vergessen abseits der des globalen, kosmopolitischen Hauptstömung der bekannten Welt leben, in den Mittelpunkt. Und auch darin bleiben sehr viele Fragen und Schicksale offen.
Phillips erzählt nicht jeden Lebensweg und jede Geschichte bis ans Ende aus, sondern streut Andeutungen und Verweise, wie eine weitere Entwicklung aussehen könnte. Dass verschiedene Richtungen möglich sind, ist gerade das besonders Reizvolle daran.
Anders als im episodenhaften „Das Verschwinden der Erde“ bleibt Phillips in „Cascadia“ bei der Geschichte der beiden Schwestern und bei Sams Perspektive, was ich sehr begrüße und ihn für mich zum eingängigeren Roman macht.
Wenn du den Roman schon gelesen hast, weißt du, dass gerade der unerwartete und krasse Schluss polarisieren kann.
„…und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.“
Ja, doch. Mir gefiel „Cascadia“ wegen dem Schluss richtig, richtig gut und ich hoffe sehr auf weiteren Stoff dieser ungewöhnlichen Autorin!
Rezensionen von nessabo:
Ein anspruchsvoll-ambivalenter Beziehungsroman mit historisch interessantem Setting
Samtene Scheidung von Jana Karsaiová
[TW: Alkoholismus, Fehlgeburt, Unfalltod]
In „Samtene Scheidung“ bin ich erstmalig mit der Slowakei und ihrer Geschichte besonders nach dem Ende der Tschechoslowakei in Berührung gekommen. Das vermittelte Wissen über die Erfahrungen und gefühlten Ambivalenzen der Slowak*innen besonders mit Blick auf Tschechien fand ich hervorragend und organisch in die Handlung eingearbeitet.
Der Titel bezieht sich jedoch nicht nur auf die Trennung der beiden Länder, sondern auch auf die Beziehungen der Protagonistin Katarína, deren Ehemann sie (vorübergehend?) verlassen hat und die deshalb für das Weihnachtsfest alleine von Prag zu den Eltern nach Bratislava fährt. Sie reflektiert dort unter anderem über ihre frühe Heirat, Erlebnisse mit ihren Eltern und die veränderte Beziehung zu ihrer Schwester Dora.
In kurzen Sequenzen begleiten wir zudem Katarínas Kindheitsfreundin Viera, die eine Beziehung mit ihrer Dozentin Barbara eingeht und innerhalb dieser mit eigenen Problemen konfrontiert ist.
Ich mag die Bücher des Nonsolo-Verlags vor allem für ihre ganz besonderen und anspruchsvollen Beziehungsgeschichten. Solche finden wir auch in diesem Roman - Jana Karšaiová hat ein Händchen für Ambivalenz sowie das Zerbrechen und Neuzusammenfügen von Beziehungen jeglicher Art. Aufgrund der sehr fragmentarischen Erzählweise sowie der nicht klar abgegrenzten Zeitsprünge und Perspektivwechsel war ich für ein echtes Einfühlen aber leider etwas zu oft im Lesefluss irritiert. Das machte die Geschichte an einigen Stellen langatmig, an denen es nicht hätte sein müssen.
Die vermittelten Gefühle der Slowak*innen sowie die Abwertung derer durch Tschech*innen fand ich wiederum hervorragend dargestellt und hatte direkt den Impuls, mich mit der Geschichte der Tschechoslowakei zu beschäftigen.
Insgesamt habe ich die Geschichte in ihrer Vielschichtigkeit gerne gelesen und besonders das Ende fand ich auf Protagonistinnenebene stark, ich hätte mir aber ein wenig mehr Stringenz gewünscht. „Für uns gibt es keinen Namen“ hat mir aus dem Verlagsprogramm ein wenig besser gefallen, daher vergebe ich hier 3,5 Sterne.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Über die Abgründe in Familien
Kleine Monster von Lind Jessica
Wenn man die Beschreibung von "Kleine Monster" liest, wird man verleitet, zu glauben, es gehe in dem Buch hauptsächlich um einen 7-jährigen Volksschüler, dem ein "Vorfall mit einem Mädchen" vorgeworfen wird, und um den Umgang der Eltern und der Gesellschaft damit. Darum geht es schon auch, aber nur zu einem kleinen Teil.
Einen viel größeren Teil nimmt eine andere Geschichte ein, und zwar die von Pia, der Mutter des Buben, ihrer Kindheit und wie sie zu der Persönlichkeit geworden ist, die sie heute ist - was auch ihre Beziehung zu ihrem Sohn stark beeinflusst.
Kunstvoll und sprachlich eloquent, dabei spannend und in kurzen Kapiteln, führt uns Jessica Lind in die psychologischen Abgründe von Familiendynamiken ein... es geht um Unausgesprochenes, Tragisches, Schuld, Abweisung und Gewalt.
Dabei zeigt die Autorin sehr gut auf, wie auch scheinbar erwachsene Menschen speziell im Umgang mit den eigenen Kindern stark von ihren eigenen Kindheitserfahrungen geprägt sind und wie diese die Beziehung beeinträchtigen können. Was diese Aspekte angeht, ist es also ein tolles Buch.
Dennoch gibt es andere Aspekte, die mich das Buch eher unzufrieden zuklappen haben lassen. Es werden viele offene Fragen gestellt und auch die wichtigsten davon, auf die das ganze Buch hingeführt hat, am Ende in keiner klaren und für mich zufriedenstellenden Form beantwortet.
Das Buch endet auch an einer eher ungewöhnlichen Stelle, an der man sich wünschte, die Autorin hätte noch ein paar Seiten weiter geschrieben. Das mag stilistisch so geplant sein und passt wiederum zum Thema des Ungesagten - auch uns als Lesende lässt die Autorin mit dem Ungesagten zurück. Einerseits kann uns das die Erfahrung verschaffen, selbst zu spüren, wie es einem damit geht. Andererseits ist es etwas, was ich bei Büchern dennoch nicht sehr schätze, und wofür ich einen Stern abziehe.
Insgesamt ist es aber auf jeden Fall ein spannendes und psychologisch vielschichtiges Buch, das viele interessante Denk- und Diskussionsanregungen zu den Themen Kindheit, Erziehung, Eltern-Kind-Beziehung, Ehrlichkeit vs. Verschweigen, transgenerationale Weitergabe von Themen und Traumata und vielem mehr anregt.










