Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Tig & Nell, Nell & Tig
Hier kommen wir nicht lebend raus von Margaret Atwood
Von der großartigen kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood gibt es hier noch einmal eine ganz neue, interessante Kurzgeschichtensammlung mit dem Titel Hier kommen wir nicht lebend raus , Originaltitel: Old Babes in the wood.
Das Buch besteht aus 3 Teilen. Im ersten und im dritten Teil geht es um Tig und Nell, die schon lange ein Paar sind.
Es wird das alltägliche Zusammenleben gezeigt. Später, nachdem Tig gestorben ist, wird erzählt, wie Nell als Witwe zurechtkommt und immer wider in Erinnerungen an Tig versinkt. Es ist also zu einem Teil ein Stück Trauerarbeit.
Dann gibt es noch den Mittelteil mit eigenständigen Shortstorys.
Da ist zum Beispiel eine dabei, in dem Atwood in einer Seance auf George Orwell trifft und mit ihm verschiedene Themen diskutiert. Das war sehr amüsant. Der Höhepunkt des Bandes ist dann die relativ lange Erzählung Meine böse Mutter. Dieser Text ist originell und amüsant.
Aber auch die Tig und Nell-Texte haben trotz ein er gewissen Zurückhaltung und Melancholie etwas besonderes an sich und es dürfte sich lohnen, sich ein zweites mal mit ihnen zu beschäftigen.
Rezensionen von MariasBooks:
Spannend!
Hier kommen wir nicht lebend raus von Margaret Atwood
Age of Ivy ist der Auftakt einer dystopischer YA Reihe aus der Feder von Ann Stiles.
Das Buch handelt vom namensgebenden Computerspiel Age of Ivy, indem wir ingame eine Gruppe von Spielenden dabei begleitet, wie sie Quests lösen und versuchen das Spiel zu überleben.
Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen.
Das Buch war ein Pageturner. Stehts wurde man mit neuen Umständen, neuen Characteren, Geheimnissen oder neuen Quests konfrontiert, weshalb die Spannungskurve stehst sehr hoch war.
Die Charaktere waren sehr unterschiedlich gestaltet und die Dynamik aufgrund der verschiedenen Fähigkeiten und Persönlichkeiten in meinen Augen abwechslungsreich.
Mit hat sehr gut gefallen, wie die Charaktere im Spiel der Reihe nach vorgestellt wurden. Oft wird man in anderen Büchern mit mehreren Charactern auf einem überrumpelt, hier hatte man in Ruhe Zeit, verschiedene Chars der Reihe nach kennen zu lernen.
Der Schreibstil war sehr actionreich und handlungsfokussiert. Es wurde weniger Wert auf schöne Formulierungen als auf detailreiche Ausgestaltung der Umgebung und Geschehnisse gelegt, was für diese Art von Buch sehr gut gepasst hat.
Das Buch ist eine Empfehlung für alle MMORPG Spielenden, Fans von der Serie Sword Art Online oder den Büchern Erebos, und Game Show.
Rezensionen von yellowdog:
Marta
Das Verschwinden der Welt von Lin Hierse
Lin Hierses erstes Buch war großartig, daher durfte man gespannt sein, auf ihren ersten rein fiktionalen Roman.
Es ist ein teilweise rätselhaftes Buch, durchaus interessant und manches ist nicht schlecht formuliert.
Einige Nebenfiguren sind gut gemacht. Doch mit der Hauptfigur Marta kann man sich schwertun.
So ganz verstehe ich sie nicht.
Insgesamt muss man sagen, dass „Das Verschwinden der Welt“ nicht ganz so ein starkes Buch ist wie Lin Hierses Erstling „Wovon wir träumen“.
Rezensionen von yellowdog:
Von Permafrost und Spechtmenschen
Plasmatropfen von Joshua Groß
Plasmatropfen ist eine moderne, sehr konzentrierte Prosa, die manchmal kalt und seelenlos wirkt. Sie ist das aber nicht durchgehend.
Im Mittelpunkt steht die Malerin Helen. Eigentlich sollte sie eine Ausstellung in einem Museum haben, doch da gab es einen Einbruch und alle Bilder wurden gestohlen.
Dann gibt es noch Helens Freund Lenell, der schlimme Depressionen hat.
Die Beziehung ist daher nicht einfach.
Dem Autor gelingt es ganz auf seine eigene Art, die Zustände des Malens als auch der Depressionen zu zeigen.
Es gibt viel bizarres im Buch, zum Beispiel Helen im Permafrost oder Lenells Begegnung mit einem Spechtmensch, die sich zu einer Beziehung ausgestaltet.
Es gibt zum Teil bemerkenswerte Beschreibungen. Der Autor wagt einiges.
Es ist ein Buch, auf das man sich einlassen muss.
Rezensionen von tonton:
Der perfekte Romance/Krimi
Agency for Scandal von Laura Wood
Im viktorianischen England haben Frauen wenig Kontrolle über ihr Leben, auch wenn sie sich in der höheren Ebene der Gesellschaft bewegen. In dieser Geschichte geht es um Frauen, die für Frauen kämpfen: eine Detektei wo Detektivinnen ein bisschen Gleichgewicht für ihre weibliche Kundenschaft in der Männer-dominierten Gesellschaft zu schaffen.
Nebenbei entwickelt sich auch eine Liebesgeschichte. Es gehört einfach dazu. Die Protagonistin ist einfach großartig und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.
Das Buch ist eine Mischung aus Krimi, Historical Fiction und Romance. Die Umsetzung ist absolut gelungen und die Geschichte einfach fesselnd. Der Roman ist an Jugendliche gerichtet, aber für Erwachsene Romance-Leser durchaus geeignet.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen, mit genau der richtigen Menge an Floskeln und einer Prise Humor. Das Buch ist perfekt für Romance-Fans, die mehr Substanz in den Geschichten erwarten. Die Handlung ist ausdrücklich feministisch, doch steht nicht im Wege der Liebesgeschichte.
Rezensionen von gerlisch:
Ein Roman voller Emotionen
Wir treffen uns im nächsten Kapitel von Tessa Bickers
Bei Erins Aufräumaktion landet ein Buch an dem ihr Herz besonders hängt, aus Versehen in einem öffentlichen Bücherschrank. Als sie es zurückholen will, hat ein Unbekannter dort seine Kommentare hinterlassen. So beginnt ein reger Gedankenaustausch, der bei Erin die Gefühle zu dem Unbekannten wachsen lässt.
Der Schreibstil ist durchaus angenehm zu lesen, aber im Großen und Ganzen fehlte mir dabei das gewisse Etwas. Die als humorvolle Liebesgeschichte betitelte Story kam so leider bei mir nicht an. Zu viele ernste Themen haben bei mir die Romantik zwischen Erin und James regelrecht erdrückt. Dadurch war die Stimmung des Buches streckenweise auch mehr traurig als leicht.
Mit den Charakteren bin ich leider auch nicht richtig warm geworden, Erin war mir oft zu egoistisch und James zu "Weich gespült", ich konnte mir die beiden einfach nicht al Liebespaar vorstellen. Beide kommen aus schwierigen Familiensituationen und haben dadurch noch heute mir der Vergangenheit zu kämpfen.
Aber nicht alles ist negativ, so war mir Erins Schwester Georgia besonders sympathisch, immer emphatisch und hilfsbereit. Gefallen haben mir auch die wechselnden Perspektiven, sie haben eine besondere Dynamik in die Handlungen gebracht.
Als Leser darf man bei diesem Buch keine locker leichte Love-Story erwarten, dies ist auf jeden Fall ein Roman mit Tiefgang der zum Nachdenken anregt. Von mir 3,5 Sterne.
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Ein schöner Abschluss der Fantasy-Dilogie
Magnolia Bay 2: Love so Bitter and Sweet von C. F. Schreder
Die Geschichte von Kari, Nael, Lycien und Zora geht weiter und wie schon in Band 1, verfolgen wir die Handlung aus ihren Perspektiven.
Es sind für meine Verhältnisse ungewöhnlich viele Sichtweisen, aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Gut gefällt mir dabei, dass ich jeweils einen Gedanken des Protagonisten als Überschrift mit in das Kapitel hineinnehme.
Daishiro Nemea, der skrupellose und unbarmherzige Anführer des Skarabäusclans will die Macht über ganz Magnolia Bay an sich reißen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat er sich mit dem Sydikat der Brennenden Lilie verbündet.
Kari und ihre Freunde wollen ihn stoppen, doch dafür benötigen sie Verbündete. Wo, wenn nicht beim Klauenclan, der Daishiro schon lange ein Dorn im Auge ist, könnten sie diese finden. Doch ist ihre Audienz wirklich erfolgreich?
Zusätzlich kämpft Kari mit einem merkwürdigen Gefühl von Sehnsucht. Doch dann bekommt die Leere in ihrer Brust einen Namen.
Währenddessen suchen Lycien und Zora nach einer Möglichkeit, um Lucien von der lebensbedrohlichen Krankheit, den Silfurvenen zu heilen.
Das Cover passt wunderbar zum ersten Teil der Magnolia Bay -Dilogie und gefällt mir ausgesprochen gut.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebendig, flüssig und angenehm zu lesen.
Es ist auch noch nicht so lange her, dass ich Band 1 beendet habe und so habe ich ziemlich schnell wieder in die Geschichte hineingefunden.
An die häufigen Wechsel der Sichtweisen habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Ich bekam so immer wieder aus allen Perspektiven Einblicke in die Geschichte, aber so richtig anfreunden konnte ich mich damit nicht.
Obwohl ich sehr gespannt auf die Fortsetzung war, konnte sie mich, wie auch schon Teil 1 lange Zeit nicht so richtig catchen. Ich hatte das subjektive Gefühl, dass es nicht richtig voranging und durch die ständigen Wechsel der Perspektiven spannende Situationen unterbrochen wurden.
Zu Beginn habe ich das Buch öfter zur Seite gelegt und überlegt, ob ich überhaupt weiterlesen möchte.
Aber ich war auch neugierig darauf, zu erfahren, wie die Geschichte endet.
Als Lucien und Zora beim Opaclan ankamen, war es dann endlich so weit. Der Punkt, an dem ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen, war erreicht.
Im zweiten Band wird es richtig magisch. Unsere Charaktere lernen neue Fähigkeiten. Wir bereisen neue Orte und lernen neue Clans und auch einige neue Figuren kennen.
War Kari im ersten Teil noch lange Zeit sehr verschlossen und auf Distanz bedacht, so öffnet sie sich im Laufe der Handlung spürbar. Es knistert und prickelt auch etwas mehr.
Das Worldbuilding ist wieder großartig beschrieben und durch die Karte auf den ersten Seiten des Buches, fiel es mir leicht, die Reisen der Protagonisten zu begleiten.
Begeistert hat mich vor allem die Vielfalt der Geschichte. Es gibt Gestaltwandler in den unterschiedlichsten Formen. Paradiesvogel,Tiger, Löwen, Geparden. Jaguare, Drachen, Magier und Hexen.
Der abschließende Showdown war ganz nach meinem Geschmack und bildetet einen perfekten Abschluss der Story.
Wer Hight Fantasy liebt, in denen Gestaltwandler, Schattenmagier, Hexen, Dämonen und Göttinnen eine Rolle spielen und wer auch auf Drachen nicht verzichten will, ist hier richtig.
Dafür gibt es gute 4 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Claudia R.:
rockig ...
Magnolia Bay 2: Love so Bitter and Sweet von C. F. Schreder
Klappentext / Inhalt:
Tot sein ist richtig beschissen. Niemand weiß das besser als Ex-Rockstar und Ex-Lebender Cassidy Croaker.
Eben badet der Frontmann der Hardrock-Band Razor Scales noch im Jubel seiner Fans, kurz danach kommt er auf seiner eigenen Trauerfeier zu sich – unsichtbar für die Lebenden und ohne den heiß geliebten Star-Status.
Wie das passieren konnte, versteht er selbst nicht. Doch er muss es dringend herausfinden, sonst drohen ihm Konsequenzen schlimmer als jedes gefloppte Album.
Umherirrende Seelen begleiten Cassidy auf seinem Weg zur Aufklärung seines Ablebens – und in seine düstere Vergangenheit vor dem Ruhm.
Ein Gig mit harten Rhythmen, bittersüßen Balladen und finsterem Humor.
Cover:
Das Cover ist einfach genial gemacht. Die düstren und schattige Elemente sind toll gewählt und setzen es richtig gut um. Ein gefallener Engel und das Rockband Equipment bringt die Atmosphäre und das Drumherum sehr gut herüber. Optisch und farblich wird es toll in Szene gesetzt.
Meinung:
Hardrockflair und Lebenseinstellung.... eine wendungs- und facettenreiche Rockgeschichte mit skurrilen Charakteren und jede Menge düsterer Atmosphäre und menschlichem KnowHow. Keine locker leichte Liebesgeschichte, sondern mehr eine düstere Rockstory mir Thrill und Fantasy Elementen. Genial gemacht und super umgesetzt.
Inhaltlich möchte ich hier eigentlich gar nichts verraten, um nicht zu spoilern oder gar etwas vorweg zu nehmen. daher halte ich mich mit weiteren Details dazu bedeckt.
Der Schreibstil ist beschreibend und toll umgesetzt und lässt sich flüssig und fesselnd lesen. Schnell ist man im Geschehen und wird von diesem mitgenommen. Einmal angefangen, kann man kaum mehr aufhören.
Die Gestaltung und Gliederung hat mir richtig gut gefallen. Die Idee mit den Alben und den Tracks und die entsprechende Unterteilung ist klasse und passend zu dieser Rockgeschichte gewählt. Ich find es richtig klasse und mir hat diese sehr gut gefallen. Auch die Titel passen richtig gut und dann noch die farbliche Gestaltung und die coole Symbolik. Einfach genial umgesetzt. Die Kapitel- bzw. Tracklänge ist toll gewählt und ermöglicht einen guten Lesefluss.
Emotionsreich, spannend und fesselnd umgesetzt. Mich hat es richtig mitgenommen und ich fand es klasse. dazu die tolle Gestaltung rundet das Ganze perfekt ab.
Fazit:
Hardrockflair und Lebenseinstellung.... eine wendungs- und facettenreiche Rockgeschichte.
Rezensionen von MarcoL:
Feinfühliges Portrait einer verschwundenen jüdischen Welt in Syrien
Die Königin und der Kalligraph von Moussa Abadi
Moussa Abadi entführt uns in eine Welt, die aus Tausend und Einer Nacht entfallen sein könnte. Seine Erzählungen nehmen uns mit nach Damaskus in die Jahre um 1920, teilen Kindheitserinnerungen aus dem Gettho, in dem er aufwuchs. Damals lebten Christen, Juden, Muslime neben einander, wenn auch nicht ohne der ein oder anderen Streiterei, aber immerhin mit dem nötigen Respekt.
Die Straßen waren bunt, laut, voller hinreißender Abenteuer und Geschichten, allesamt festgehaltene Augenblicke aus dem jüdischen Leben der Region.
Abadi beschreibt dies mal mit spitzer Feder, mal mit einem Zwinkern, und immer in einer feinen, poetischen Sprache, die einen sofort mitnimmt, die sengende Sonne auf den staubigen Straßen spüren lässt, oder den kühlen Schatten in einem Palast.
Es sind aber nicht nur die oberflächlichen Geschichten, die eine Sehnsucht nach einem einfachen Leben hervorrufen mögen. Der Autor stilisiert geschickt das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, und auch der immerwährende Konflikt, dem die Juden ausgesetzt sind, kommt nicht zu kurz.
Einige Erzählungen in dem Buch haben mir es besonders angetan. Eine Königin, die vermeintlich als Kind aus einfachen Verhältnissen verschwunden, ihr Glück fand und in Saus und Braus zurückkehrte, mit ihrem Reichtum nur so um sich warf, viel Gutes tat und dennoch ihre „Einfachheit“ nicht versteckte. Auch wenn sich bald alles als Schwindelei entpuppte, ließ man sie gewähren, schließlich war sie großzügig. Legenden aus dem Ghetto, von Reichen und Armen, oder einem Sohn, der es im weit entfernten Kontinent über dem großen Meer zu Wohlstand brachte. Ein Reichtum, der schneller zerbrechen konnte als man dachte.
Aber letztendlich bleiben diese Erzählungen nur Geschichten, das Ghetto ein Rückzugsort innerhalb der jüdischen Gemeinde, ein Hort gegen die Anfeindungen von außen, die, wie wir alle wissen, um den Planeten tobten und immer noch toben und verbrennen, was nicht unter dem Mantel der Toleranz und Nächstenliebe bestand hat.
Das Buch ist eine Hommage an das Leben, an die Achtung der religiösen Diversität. Die Sprache ist wunderbar, poetisch, mitreißend.
Ein langes Nachwort von Rafik Schami rundet den Band perfekt ab. Mit präzisen historischen Details, Beschreibungen der jüdischen Gemeinde, sowie einer Biographie des Autors, der dieses Werk 1994 in Frankreich veröffentlichte, und nun als deutsche Übersetzung vorliegt.
Rafik Schamik sagt über Moussa Abadi: Ein leiser Held und großer Erzähler.
Rezensionen von pageturner:
Mal was Anderes
Mein Mann von Maud Ventura
Die Protagonistin in Maud Venturas Roman „Mein Mann“ (Ü: Michaela Messner) könnte nicht zufriedener sein: Glücklich verheiratet, zwei süße Kinder, im Job erfolgreich als Lehrerin und Übersetzerin. Trotzdem gibt diese leise Stimme in ihrem Kopf einfach keine Ruhe: Liebt mich mein Mann wirklich? Aber wenn er mich wirklich liebt, warum hat er dann gestern nicht meine Hand genommen, als wir zusammen Ferngesehen haben … sie steigert sich immer mehr in ihre Obsession hinein, bis sie irgendwann eine Grenze überschreitet.
Die Geschichte wird aus der Sicht dieser namenlosen Frau erzählt und spielt sich über eine Woche ab. Ihr gesamter Alltag, ihre Gedanken und ihr Leben drehen sich nur um ihren Mann. Sie ist sich ihrer emotionalen Abhängigkeit voll bewusst und testet immer wieder seine Liebe. Anfangs sind es kleinere Tests, die sich im Verlauf der Handlung zunehmend intensivieren.
Ventura zeichnet in diesem Debütroman ein schonungsloses Porträt einer besessenen Frau, deren Welt sich fast ausschließlich in ihrem eigenen Kopf abspielt. Alles, was ihr Mann tut oder sagt, wird von ihr durch die Brille ihrer Zweifel und Ängste betrachtet. Besonders spannend ist, dass wir nichts über die Gedanken des Ehemanns erfahren, was uns bis zum Ende im Unklaren darüber lässt, ob er überhaupt merkt, was für ein Spiel seine Frau mit ihm treibt. Das Ende des Buches bringt eine überraschende Wendung und bietet eine neue Perspektive auf die Geschichte.
Dieser Roman fordert die Lesenden heraus, sich auf ein schwieriges Thema und eine Protagonistin einzulassen, die man mit ziemlicher Sicherheit nicht mögen wird. Ihre Gedanken und Handlungen sind oft schwer nachvollziehbar, und manchmal denkt sie Dinge, die völlig abwegig erscheinen. So sagt sie beispielsweise, dass sie den Tod ihrer Kinder eher verkraften könnte als den Verlust ihres Mannes. Gerade weil ich mich nicht mit ihr identifizieren konnte, fand ich das Buch umso faszinierender. Wer sich auf diese außergewöhnliche Protagonistin und die toxische Beziehung einlässt, entdeckt ein sehr gutes Buch, das zum Nachdenken anregt. Kein Wunder, dass dieser Roman in Frankreich so erfolgreich ist!









