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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Peachybookdreams :

Akademie der Monster

Mythen der Monster 1: Medusa von Marsh Katherine; Michalski Jennifer

Schreibstil: Katherine Marsh’s Schreibstil hat mir sehr gefallen. Auch wenn man sich nicht ganz so gut mit der griechischen Mythologie auskennt erklärt die Autorin die Gottheiten und Wesen sehr gut. Das Konzept das die "Monster“ im Vordergrund stehen hat meine Aufmerksamkeit auf das Buch gelenkt da ich so eine Geschichte noch nicht gelesen habe.

Der Schreibstil lässt sich locker lesen und die Entwicklung der Geschichte schreitet zügig voran, die Geheimnisse der Accademia sorgen für die perfekte Menge an Spannung.

Charaktere: Ava hat immer wieder mit ihrer Wut zu kämpfen, selbst Atemübungen helfen nicht. Die Kinder in Ava’s Schule sind nicht sehr nett zu ihr, was die Situation auch nicht gerade leichter macht. Als ihr Schulkollege mit seinem Verhalten zu weit geht, platzt Ava entgültig der Kragen … doch anstatt einem blöden Spruch scheint Owen plötzlich wie erstarrt. Als sie ihrer Mutter von dem Vorfall berichtet muss sie gleich darauf in eine neue Schule. Doch in dieser Akademie ist nichts wie es scheint, denn hier lernen die Nachfahren griechischer Monster sich zu kontrollieren und ihre Magie für das Gute zu nutzen.

Ava hat in dieser Geschichte eine ordentliche Entwicklung erlebt. In ihrer alten Schule stand sie im Schatten ihres Bruders, sie geht geduckt und es fällt ihr schwer für sich einzustehen das ganze staut sich dann so auf das es sich in Form von Wutausbrüchen äußert. An der Akademie steht dann Ava im Mittelpunkt die Lehrer schenken ihr Anerkennung und langsam aber sicher fast sie Mut. Auch Freunde schließt sie hier und lernt die rebellische Fia kennen.

Fia hat mir am allerbesten von allen Protagonisten gefallen. Sie bemerkt recht schnell, dass die Akademie sehr abwehrend auf ihre Fragen reagiert. Dennoch lässt sie sich nicht den Mund verbieten, auch wenn sie dafür schwere Strafen kassieren könnte. Auch Ava erkennt mit der Zeit das die Schule etwas verheimlicht und lässt sich von Fias rebellischen Ader anstecken. Gemeinsam mit ihren Freunden versucht sie das Geheimnis, um Medusa zu lüften und gleichzeitig ihrer Freundin Fia zu helfen, dabei muss sie mehrmals ihren Mut beweisen.

Hörbuch: Die Sprecherin Yara Blümel hat wirklich großes Lob verdient. Ihre Stimme ist sehr angenehm anzuhören und sie hat jeden Charakter perfekt zum Leben erweckt. Auch die emotionalen Stellen hat sie so gefühlvoll gesprochen das ich fast Tränchen hatte. Ich kann die Hörbuchversion deshalb nur wärmstens empfehlen.

Fazit: Eine wunderbare feministische und kindgerechte Neuinterpretation in denen die Monster im Vordergrund stehen. Ava und ihre Freunde haben eine tolle Entwicklung und ich habe mit ihren mitgefiebert. Ich bin sehr neugierig wie die Autorin die Geschichte fortsetzten wird.

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Rezensionen von Julchentim:

Magie, Intrigen und starke Heldinnen: Ein fesselnder Auftakt!

Nightbirds, Band 1 - Der Kuss der Nachtigall von Kate J. Armstrong

"Nightbirds, Band 1: Der Kuss der Nachtigall" von Kate J. Armstrong hat mich mit seiner faszinierenden Welt, starken Protagonistinnen und einem innovativen Magiesystem voll überzeugt. Die Geschichte von Matilde, Sayer und Æsa, die als Nightbirds ihre Magie durch einen Kuss übertragen, zieht den Leser schnell in ihren Bann.

Besonders spannend ist die Verfolgung der drei Frauen, während sie versuchen, den Geheimnissen ihrer Welt auf den Grund zu gehen.

Die abwechselnden Perspektiven der drei Hauptfiguren sorgen für Abwechslung und verleihen der Handlung Tiefe. Obwohl der Einstieg etwas gemächlich ist, baut sich die Spannung kontinuierlich auf, und spätestens ab der Hälfte des Buches konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Besonders beeindruckt haben mich die politischen Intrigen, die das komplexe Worldbuilding wunderbar ergänzen.

Auch wenn die romantischen Aspekte eher im Hintergrund bleiben, liegt der Fokus stark auf der Charakterentwicklung und den Beziehungen zwischen den drei Frauen. Das Ende lässt vieles offen und macht definitiv neugierig auf den zweiten Band.

Insgesamt ist "Nightbirds" ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden Dilogie. Die wunderschöne Gestaltung des Buches und die magische Atmosphäre runden das Leseerlebnis ab. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle Fantasy-Liebhaber!

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Rezensionen von yellowdog:

Verspielt, aber sorgfältig

Der Zauberberg, die ganze Geschichte von Norman Ohler

Norman Ohler schafft eine Rahmenhandlung mit autofiktionalen Ansatz. Ein Autor ist mit Tochter und deren Freundinnen in Davos und liest dort Thomas Manns Meisterwerk Der Zauberberg.

Darin eingebettet ist die Entstehungsgeschichte des Zauberbergs mit Thomas und Katia Mann als Hauptfiguren.

Prinzipiell ist das alles bekannt, aber der Autor geht so spielerisch mit dem Stoff um, dass es Spaß macht.

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Rezensionen von clematis:

Lyrik

Leih mir dein Ohr von Renate Welsh

Nach den sehr berührenden Prosa-Werken rund um „Johanna“ und etlichen anderen Stücken liegt nun ein schöner Gedichtband von Renate Welsh vor, in welchem sie recht persönliche Erlebnisse in melodischer und ansprechender Weise transportiert.

Mit einem Blick in einen tragischen Abgrund beginnt Welsh ihre Reise zurück ins Leben nach einem Schlaganfall.

Sofort nimmt sie den Leser mit zu vermeintlichen Selbstverständlichkeiten, die ganz und gar nicht selbstverständlich sind.

Bei den einzelnen Gedichten handelt es sich nicht um klassische Lyrik mit steten Verszeilen, gleichbleibenden Strophen oder Reimen, dennoch spürt man sogleich die mitschwingende Melodie, die hoffnungsfrohe Botschaft, die zwischen den Gesagten hervorleuchtet. Wunderbare Metaphern mit Naturelementen finden sich eingeflochten in Gedanken an frühere Fehler und Missverständnisse. Verzeihen und Vergeben sind zentrale Themen bei einschneidenden Lebensmomenten, aber ebenso nehmen ganz banale Alltagstätigkeiten Raum ein, an die man sich erinnert. Zwischendurch darf der geneigte Leser mit auf Urlaubsreisen gehen, fremde Schicksale kennenlernen. Besonders gut gefallen mir die Zeilen zum Thema Sehnsucht im Gedicht „Zwischen Tür und Angel“, welches Renate Welsh aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und zu einem sehr gut nachvollziehbaren Schluss kommt. Und dann gibt es am Ende noch „Brennnesseln“ mit einem ganz speziellen Humor, der mich das Buch zufrieden zur Seite legen lässt.

Eine wunderbare Reise durch ihr Leben verpackt Renate Welsh in diesem schmalen Gedichtbändchen und spricht damit allerlei unterschiedliche Bereiche an, erzählt dem Leser von ihren Erlebnissen. Ein phantastischer Schreibstil begleitet all das von der ersten bis zur letzten Seite und darf allen Freunden inhaltsreicher Lyrik empfohlen werden.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Sehr düster mit wenig Entwicklung

Aus dem Haus von Miriam Böttger

"Aus dem Haus" ist das Debüt der Autorin Miriam Böttger. Das berücksichtige ich bei meiner Beurteilung des Buches mit und gebe dem Buch - schwankend zwischen 2 und 3 Sternen - nun doch 3 Sterne.

Wie komme ich zu dieser Beurteilung?

Zuerst einmal: für mich war das kein angenehmes Buch zu lesen und ich habe mich trotz der kurzen Kapitel streckenweise so gelangweilt, dass ich es vermutlich abgebrochen hätte, wenn ich es nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen hätte.

Es geht um eine Familie und diese ist, wie aus einem Interview mit der Autorin zu erkennen und auch aus der Lektüre des Buches zu vermuten ist, wohl die eigene Herkunftsfamilie der Autorin, und deren notorische Depressivität und Unzufriedenheit mit dem Leben.

Eigentlich ist es eine materiell gut gestellte Mittelstandsfamilie und es passiert außer der inneren Einstellung der Charaktere kein existenzielles Unglück, dennoch wird nur gejammert, genörgelt und alles durch die negative Brille betrachtet, ob nun das (300 Quadratmeter große und selbst geplante und in Auftrag gegebene) Eigenheim in Kassel, Kassel selbst und die dort lebenden Menschen, sämtliche anderen Menschen usw.

Das passiert insbesondere durch die Mutter (so wie wir sie aus Sicht der Tochter kennen lernen), aber auch durch die Tochter/Erzählerin, durch deren Blickwinkel auch so ziemlich alle anderen Charaktere (z.B. diverse weitere Verwandte) und Umstände im Buch negativ erscheinen. Der einzige Kontrastpunkt dazu ist die Vergangenheit, die jeweils verklärt wird: viele Jahrzehnte lang ist das das zurück gelassene Leben in Süddeutschland, später aber auch, sobald man es nicht mehr hat, das für alles Unglück verantwortlich gemachte Haus in Kassel.

Für alles sonst, was in der Gegenwart jeweils positiv sein könnte - ein recht hoher materieller Wohlstand, Zuwendungen anderer Menschen etc. - scheint es keinerlei Dankbarkeit oder Wertschätzung der Charaktere zu geben. Der Vater bleibt eher blass gezeichnet, sich den Launen der Mutter und Tochter hingebend und still leidend.

Unrealistisch finde ich die Figuren nicht, ich kenne solche Menschen und Familiendynamiken durchaus aus meinem eigenen Umfeld und finde sie damit treffend gezeichnet, wenn auch aus einem sehr negativen Blickwinkel heraus und leider ohne Charakterentwicklung. Auch wenn sich die Darstellung der Familie über Jahrzehnte hinzieht, fühlt es sich beim Lesen eher wie eine Momentaufnahme an, als wie eine Geschichte, und es gibt auch keinen wirklichen, interessanten Spannungsbogen.

Das Buch zieht einen beim Lesen in eine sehr düstere, dunkle Wolke einer unglaublich negativen Lebenseinstellung mit hinein. Das macht es so unangenehm... andererseits kommt ein Teil der Sterne, die ich nun doch vergebe (immerhin sind es nicht 0) daher, dass diese Negativität und dieses Unglück durchaus sehr authentisch geschildert werden und zwar so, dass wir beim Lesen diese Gefühle mitempfinden, so unangenehm sie auch sein mögen.

Darin zeigt sich wiederum das schriftstellerische Talent der Autorin, ebenso wie durch vereinzelte extrem treffende und gute Formulierungen (z.B. die im Klappentext erwähnte, dass jede Familie ihre eigene Sekte sei und um irgendeine Vorstellung kreise, bei ihrer Familie sei es die Vorstellung vom Unglücklich-Sein), die aber wiederum stilistisch durch ebenfalls oft vorkommende, mühsam zu lesende, ewig lange Schachtelsätze überschattet werden.

Insgesamt hat das Buch einiges an Potential und hätte mit einer grundlegenden Überarbeitung durchaus ein sehr lesenswertes und gutes Buch werden können. Die Hintergrundthematik, Menschen darzustellen, die so eine negative Lebenseinstellung haben, dass sie durch nichts zufrieden zu stellen sind, ist eine sehr interessante, und das damit verbundene Gefühl zu vermitteln, gelingt der Autorin auf authentische Weise.

Gewünscht hätte ich mir dennoch mehr Charakterentwicklung, mehr Spannung, mehr Handlung, prägnantere Sätze (an manchen Stellen gelingt dies, an anderen weniger) und insgesamt damit ein interessanteres Leseerlebnis. Außerdem entweder vielfältigere Perspektiven oder mehr Informationen über die Tochter/Ich-Erzählerin, die abgesehen von ganz seltenen eingestreuten Details für mich als Figur sehr blass bleibt (vielleicht aber auch ein Stilmittel, um zu zeigen, wie sehr dieses unglückliche Familiensystem sie verschlungen hat).

Die Autorin hat aber zweifellos Talent und ich bin gespannt auf weitere Bücher von ihr, die vielleicht dann über diese Anfangsschwierigkeiten hinausgehen werden.

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Rezensionen von liesmal:

Nicht weinen, Honora

Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony

Mitte des 19. Jahrhunderts, zur Zeit der Hungersnot, lebt die junge Honora in einem kleinen Dorf in Westirland. Seit ihrer Geburt ist sie eine Außenseiterin. Daran beteiligt ist nicht zuletzt ein kleines Rotkehlchen, dem in der irischen Mythologie eine besondere Bedeutung zukommt.
Am Beispiel der fiktiven Protagonistin Honora bringt die Autorin Jaqueline O’Mahony mir nicht nur die Geschichte vieler hungernder Menschen, die damals nach einem beschwerlichen Weg auf der Suche nach Hilfe ihr Leben lassen mussten, ganz nah.

"Man stelle sich vor, in einer Welt zu leben, in der es möglich war, solche Dinge (ein eisernes Tor) herzustellen, in der man sagen konnte: Lass uns Blumen für das Tor entwerfen, damit das Tor schöner wird, und dann Zeit, Mühe und Geld in die Fertigung dieser Blumen steckte, während jenseits des Tores Menschen waren, die nichts hatten." In einem einzigen Satz werden Mangel auf der einen und Überfluss auf der anderen Seite so deutlich gemacht, dass ich eine Gänsehaut bekomme.
Honora ist eine der wenigen Überlebenden, arm, hungrig, aber auch sehr mutig. Sie sieht keine andere Chance, als sich auf den Weg nach Amerika zu machen, um dort ein besseres Leben in Freiheit führen zu können.
Doch auch in Amerika ist das Leben nicht einfach. Honora gerät in schreckliche und menschenunwürdige Situationen. Sie muss viele Hindernisse überwinden. Das Wort „Freiheit“ rückt immer wieder in weite Ferne.
Gekonnt flicht die Autorin die Verbindungen zwischen Iren und indigenen Amerikanern in ihre Geschichte ein.

Großartig und wichtig, um die Geschichte der Iren zu verstehen, waren für mich die Nachbemerkung der Autorin sowie ein Interview unter dem Titel „Die gesamte moderne irische Geschichte ist aus der Hungersnot hervorgegangen“.

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Rezensionen von clematis:

Lass uns gehen

Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony

Im Jahre 1849 herrscht in Irland eine große Hungersnot. Die irischen Pachtbauern sind abhängig von englischen Gutsherren, erfahren aber von diesen keinerlei Unterstützung. Etliche Menschen verhungern, einige wollen auswandern, überleben jedoch die Schiffspassage nach Amerika nicht, wenige bauen sich im fremden Land ein neues Leben auf.

Stellvertretend für sie steht die junge Honora, die ganz allein und völlig auf sich gestellt die Reise in die Ferne antritt, aber auch dort die erhoffte Freiheit nicht so schnell findet. „Lass uns gehen“, wird zu ihrem Leitspruch.

In Amerika beginnt diese sehr berührende Geschichte über eine starke Frau, deren Mut und Ausdauer überaus bewundernswert ist. Anschließend an diesen kurzen Einstieg mittendrinnen kehren wir zu den Anfängen in Irland zurück. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter und dem Aufwachsen bei einem gestrengen Vater ist Honora alsbald von ihrem Ehemann abhängig und steht nach der Hungerkatastrophe von Doolough mittellos da. Auf diesen sehr spannenden, aber auch bedrückenden Teil in Irland folgt ein zweiter Teil über Honoras Zeit in Amerika. Mittels elegantem Sprachstil und detaillierten historischen Fakten (siehe Nachbemerkungen und Interview mit Jacqueline O’Mahony) entführt uns die Autorin in eine düstere Zeit, wo man schon einen enormen Überlebenswillen gebraucht hat, um in einer Situation wie der Honoras noch Hoffnung und Zuversicht zu verspüren, zu grausam spielt ihr das Schicksal mit.

Auch wenn Honora eine fiktive Figur ist, verspürt der Leser sofort eine gewisse Nähe zu ihr, die Authentizität, mit welcher sie stets beschrieben wird, ist großartig, ihr Lebenskampf einzigartig. Die Autorin schafft an allen Orten eine sehr gut vorstellbare und realistische Atmosphäre, man kann nicht anders, als mit der jungen Frau mitzufühlen und Seite für Seite gespannt ihrem Weg zu folgen. Sie will frei sein, scheint aber stets vom bösen Omen des piseog (Rotkehlchen), das in der Nacht ihrer Geburt ins Haus geflogen ist, verfolgt zu werden. Lass uns gehen, überlegt sie immer wieder und wandert von einem Ort zum nächsten. Kann sie irgendwo ihr Glück finden?

Ein großartiger Roman über die schreckliche Hungersnot in Irland, verknüpft mit den Parallelen zu den indigenen Amerikanern. Honoras Reise nach Amerika und weiter bis in den Wilden Westen ist bewegend, berührend, zuweilen erschütternd. Wer an historisch belegten Fakten interessiert ist und eine willensstarke, zupackende Frau kennenlernen möchte, der liegt hier auf jeden Fall richtig. Ich empfehle „Sing, wilder Vogel, sing“ sehr gerne weiter!

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Rezensionen von yellowdog:

Notizen zur Trauer

Trauer ist das Glück, geliebt zu haben von Chimamanda Ngozi Adichie

Die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie ist eine äußerst interessante Autorin, die auf hohen Niveau schreibt. Berühmt ihr Roman Americanah.
In diesem 80 Seiten umfassenden Essay schreibt sie vom Tod ihres Vaters in Nigeria, während sie in den USA lebt. Und da es die Zeit des Lockdowns ist, kann sie nicht zu ihm.

In 30 kurzen Kapiteln erzählt sich auch das Leben ihres Vaters. Ein bemerkenswerter Mann.
So gesehen ist wohl dieser Text ihre Art des Abschiednehmens.

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Rezensionen von Anjulia :

Magische Schwesternschaft

Nightbirds, Band 1 - Der Kuss der Nachtigall von Kate J. Armstrong

Matilde, Sayer und Æsa sind Nightbirds. Wer reich genug ist, kann von ihnen einen Kuss erkaufen, durch den ihre jeweilige Magie übertragen wird. Doch Magie ist verboten und bald schon werden die drei Frauen von der Kirche und einer fanatischen Organisation gejagt.

Nightbirds, Band 1: Der Kuss der Nachtigall von Kate J.

Armstrong ist der Auftaktband zu einer Romantasy-Dilogie.
Das Cover des Buches ist wunderschön in Dunkelblau und Türkis gestaltet, mit goldener Schrift und goldenen Applikationen. Der Farbschnitt passt perfekt dazu.
Die Geschichte selbst ist in der dritten Person geschrieben. Die Perspektiven der drei Nightbirds wechseln sich ab. Hierbei sind die drei Protagonistinnen genauso unterschiedlich wie ihre magische Gabe. Matilde gehört zu den Großen Häusern, dem Adel von Simta. Sie fühlt sich wohl in ihrer Rolle als Nightbird, ist allerdings manchmal etwas zu leichtsinnig. Schon Sayers Mutter war eine Nightbird, wurde aber wegen ihrer Schwangerschaft verstoßen. Nachdem Sayer in Armut aufgewachsen ist, nutzt sie nun diese Möglichkeit um an Geld zu kommen. Auch Æsa braucht das Geld, das sie als Nightbird verdient, um ihre Familie zu unterstützen. Sie hat großes Heimweg und zweifelt an ihrer Magie, da diese von der Kirche als böse dargestellt wird. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich durch die Magie ein starkes Band zwischen den drei Frauen. Das Worldbilding war interessant gestaltet, insbesondere die politischen Intrigen machen hier einen besonderen Reiz aus. Die Handlung war, nach einem etwas langsamen Beginn, sehr spannend und actionreich. Die romantischen Beziehungen der Protagonistin blieben jedoch sehr im Hintergrund. Hier wurde der Fokus etwas mehr auf die Charakterentwicklung der jungen Frauen gelegt. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Das Ende ist allerdings ziemlich offen gehalten. Auf den zweiten Teil bin ich daher auf jeden Fall sehr gespannt.

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Rezensionen von froschman:

Bozen-Thriller

In Zeiten des Todes von Luca D'Andrea

Der neue Commissario Luther Krupp übernimmt gemeinsam mit der Streifenpolizistin Arianna Lici die Ermittlungen an dem Mord einer jungen drogensüchtigen Prostituierten, die in einer kalten Winternacht auf einem Parkplatz am Stadtrand von Bozen gefunden wurde. Sie wurde mit zahlreichen Messerstichen und einem Halsschnitt regelrecht hingerichtet.

Krupp ist noch relativ neu und will sich nicht an die Gepflogenheiten seiner Chefs und Kollegen halten, die den Fall gleich zu den Akten legen wollte, da die Tote sowieso nur Müll sei.
Bald wird Krupp und Lici jedoch klar, dass sie einem Serienmörder auf der Spur sein könnten, es gibt nämlich ähnliche Fälle, die ebenfalls abgelegt wurden und eine weitere Tote Prostituierte. Sie sind allerdings nicht allein, denn ein engagierter junger Reporter einer Stadtzeitung hat die gleichen Überlegungen angestellt. Da sie bei ihren Recherchen auf große Ungereimtheiten innerhalb der ermittelnden Behörden stoßen, begeben sie sich selbst auch in Gefahr.
Luca D’Andrea hat mit diesem nach einem wahren Kriminalfall geschriebenen Thriller sehr deutlich gemacht, was passieren kann, wenn ganze Einheiten der Exekutive an einem Strang ziehen, um die eigenen Interessen bzw. Verfehlungen zu schützen. Störend waren die vielen Wiederholungen, die zum Teil mantramäßig, teilweise sogar absatzweise, niedergeschrieben wurden. Die Gegend um Bozen herum wurde detailliert beschrieben, man bekommt Lust auf einen Besuch. Die kurzen Kapitel erweisen sich leserfreundlich, das Gewicht des Buches mit seinen 724 Seiten ist jedoch schwerwiegend.

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